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Top Of The Bobs
Am 24. Mai 2011, 12:45 Uhr von Setzer
Action-TV: Vergangenes Wochenende hab ich auf meinem Lieblingssender Phoenix eine Sendung gesehen, die ausnahmsweise nix mit Hitler oder der DDR zu tun hatte: Da gratulierten Iris Berben, Wolfgang Niedecken, Rolf Zacher und noch viele mehr Bob Dylan zum 50. Geburtstag.
“Ganz schön runtergeritten, für Fuffzich”, dachte ich. Dylan, nicht die Berben. Ich sagte es auch, obwohl außer mir eigentlich keiner da war. Dann machte ich meinen Mathelehrer Herrn Allmendinger nachträglich stolz:
“Siebzig! Mann, der ist Siebzig, die Sendung ist 20 Jahre alt. HEY, BOB DYLAN WIRD 70!”, hab ich gebrüllt und bin dann auch gleich in einer fatalen Mischung aus Erregung und Freude von der Couch geplumpst. Dann die Frisur gerichtet und mich am Riemen gerissen: “ist ja bloß der Dylan, komm runter.”
Man kann mir nicht vorwerfen, ich würde es nicht ständig versuchen. Doch auch nach 70 Jahren Bob Dylan habe ich es nicht geschafft, dem Kerl und seiner Musik näher gekommen. Ich befürchte allerdings, dass es tatsächlich am Alter liegen könnte, schließlich hat Bob Dylan sehr viele seiner 70 Jahre ohne mich verbracht. Vielleicht ist es das – der Typ hat einen Vorsprung. Ich bin noch nicht so weit.
Und gestern beschlich mich zudem der Gedanke, dass es Dylan wahrscheinlich auch saumäßig piepegal ist, was ich denn von ihm halte. Oder ob mir sein Gesang manchmal Unbehagen bereitet.
Mein Freund Andreas meinte, ich sei selbst Schuld, wenn ich so doof sei, mir von “Blonde On Blonde” zuerst Seite Eins anzuhören. Gut, er sagte nicht “so doof”, aber irgendwie klang es so. Ich bräuchte mich nicht zu wundern, sagte er, jeder wüsste doch, dass man da mit Seite Zwei anfangen müsse. Sonst würde das doch keinerlei Sinn machen.
Blitzdingsen und nochmal? Rewind Selector? Nee, der Zug ist abgefahren, als hätte ich eine Frau gefragt, “Na, wann isses denn soweit?” – und die wäre halt nicht ansatzweise schwanger gewesen. Aus, vorbei. Ball beim Elfmeter in den Nachthimmel gedroschen, wie der Uli Hoeneß damals.
Mist, jetzt bin ich mir nichtmal mehr sicher, ob Andreas vielleicht doch “Blood On The Tracks” meinte und ich auch noch die falsche Platte nicht richtig herum gehört habe. Dylan ist wirklich schwierig.
Hab ihn eben trotzdem kurz angeskypt:
Hallo Herr Robert Zimmerman,
wirklich alles, alles Gute zum runden Geburtstag. Ich konnte ihnen leider keinen Kuchen backen. Ich denke, aber dass ich ihnen spätestens zu ihrem 80. Geburtstag einen Kuchen rausbacken werde, bei dem sie mit den Ohren schlackern werden. Bis dann.
P.S.: Warum soll ich mir diese eine Platte eigentlich andersrum anhören? Haben sie das verkackt damals? Ah, egal. Nix für ungut.
P.P.S.: Die Sache mit der E-Gitarre bei diesem Newport-Festival damals fand ich echt gut.Folk on und Tschö mit Ö,
Ihr Michael14 Kommentare » -
Happy Weekend Mix by Toni Disco
Am 8. Apr 2011, 17:30 Uhr von martin
(Hartes Doppelpack: Sonnenbrille UND Kopfhörer. Das dürfen nicht viele.)
Der Italo-Schwabe aus dem Westen feiert wie schon im Ghetto erwähnt morgen Abend seinen Geburtstag im Kap und steht dabei selbst etwas an den Decks. Wir haben den Anti-Alkoholiker bereits vor ein paar Wochen ausführlich vorgestellt, witziger Zeitgenosse, direkt, ehrlich und bisschen dreckig isser gerne.
Sein Beitrag für uns besticht durch eine vorzügliche Musikauswahl wie ich finde (vorausgesetzt man hat kein Problem mit dem Abbinder von Adriano Celetano). Mehr die Fade-Out-Fade-In Mixing-Nummer, aber in dem Fall nix nichts. Wilder Trip von Rock bis HipHop mit souligen Zwischenstationen. Beastie Boys, Roots, Curtis, Beginner, Blumentopf, Black Moon und seine Michael McDonald hat er auch noch reingebombt. Lief die trotz Bruch? Für mich hat dieser Mann jedenfalls Geschmack.
Toni Disco kann man regelmässig im Mata Hari hören, oder wie gesagt morgen im Kap, und wer ihn ordentlich bei der Arbeit stressen will wünscht zu erstens Böhse Onkelz und penetriert ihn zweitens mit Kurzen. Mag er beides total.
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Wir wünschen ein wundervolles Wochenende, genießt die Sonne wie gestern Abend Bruno Labbadia am Scholz, Freibad am besten erstmal noch mit Neopren-Anzug, sonst holt ihr euch noch was.
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Verlosung: Exklusives Beatsteaks-Konzert
Am 22. Jan 2011, 14:12 Uhr von martin
In meinem Bekanntenkreis werden die Beatsteaks teilweise so himmlisch verehrt wie Jay-Z. Liegt meines Wissens nach an ihren astreinen Live-Qualitäten. Die Beatsteaks haben sich noch so richtig ordentlich hochgespielt im Verlauf ihrer 15jährigen Bandgeschichte. Derartige (erfolgreichen) Musikerkarrieren werden auch immer seltener.
Am 28. Januar erscheint jedenfalls das neue Beatsteaks Album “Boombox” und ein paar glückliche Menschen können bereits am kommenden Mittwoch, 26. Januar beim exklusiven DASDING-Kneipenkonzert im Universum die Songs hören. Wie neulich bei Jamiroquai gibt es auch hier keine Tickets im Verkauf, sondern kann man lediglich über DASDING gewinnen. Das Konzert wird von dem Sender live übertragen.
Eine weitere Chance an Karten zu kommen habt ihr bei uns: Denn wir verlosen 1×2 Tickets für diesen intimen Clubgig! Wie immer müsst ihr bei uns keine seltsamen Fragen beantworten, sondern einfach nur unten kommentieren, Email schreiben oder unsere Notrufzentrale nutzen. Viel Glück und jetzt noch die neue Beatsteaks-Single:
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52 Videos/28:
Dire Straits “Money For Nothing”Am 14. Dez 2010, 17:40 Uhr von martin
http://www.veoh.com/videos/e1356598HpPD3tK
Einmal will ich auch und hol dafür ne ordentliche Leiche aus dem Keller. Vorhin noch extra Mut angesoffen aufm Weihnachtsmarkt, schnell ins Büro, komm das machste jetzt, sonst ist 2011.
Ich hatte mal eine Phase, da ging mir Rap brutal aufn Sack und Techno war noch nicht richtig in Hörweite (für mich zumindest). Das war so 1991, 1992, ich war 15, 16 und rutschte, wie wahrscheinlich fast jeder Jugendliche, in eine Beatles-und-so Phase. John war der Gute, Paul der Böse, rot, blau, weißes Album, Sgt. Pepper. Dazu Jimi Hendrix, Pink Floyd, die ganzen Schinken halt, außerdem Neues von U2, “Achtung Baby”, Riesengeschichte damals und Bono ganz toller Typ.
Mitschuld an diesem bislang einmaligen Interesse an (Gitarren)Musik außerhalb von Rap und Techno trug auch die Revolution, die 1991 ins Wohnzimmer einbrach. Man nannte sie MTV, und MTV war damals sozusagen Bildungsfernsehen. Musikbildungsfernsehen. Kann man sich seit 10, 15 Jahren nicht mehr vorstellen, geht aber vielen Menschen meiner Generation so, nicht nur dem Rohleder. Aus heutiger Sicht grenzt allein der Gedanke daran fast schon an Perversion, dass man damals von Schulschluss bis abends ausschließlich Videoclips auf MTV angeschaut hat (komm, einer geht noch).
Jedenfalls lief da ziemlich oft, unter anderem bei MTV Classics (hieß glaub so), “Money For Nothing” von dieser damals schon leicht opahaften Band. Der Song und der Clip waren nen Flash für mich, würde man heute sagen.
Schätzungsweise war 1985 das Video sogar ziemlich spektakulär, 1991 immerhin noch spektakulär genug, dass ich dazu Luftgitarre vor der Glotze gemacht habe. Eigentlich habe ich immer und überall Luftgitarre zu “Money For Nothing” gemacht. Ich glaube, ich war der beste Money-For-Nothing-Luftgitarrist überhaupt auf der ganzen Welt. Das Mark-Knopfler-Stirnband musste man sich allerdings bei meiner Performance dazudenken.
Na ja, jedenfalls hat mich diese piefige Mainstream-Combo damals recht schnell eingenommen. Vielleicht wollte ich Trucker werden, ich weiß es nicht mehr.
Hab mir jedenfalls alle Tonträger, mal auf Schallplatte, mal auf CD, gekauft und war sogar auf einem Dire Straits Konzert, 1992 in – Achtung – Karlsruhe. OMG. Mein erstes Konzert überhaupt, mit Daddy. Wie immer ein großartiger Auftritt von Mark Knopfler, der bekanntlich ein Quadratzentimenter Bühnenfläche benötigt. Dagegen flippt jede durchschnittliche Nonne beim morgendlichen Gebet mehr aus.
Eine Weile habe ich mich wirklich geschämt, jemals Dire Straits-Fan gewesen zu sein, aber dann habe ich gelernt, dass man sich dafür nicht schämen braucht und zu seiner musikalischen Vergangenheit stehen muss. Denn das sind großartige Lieder, merke ich immer wieder, wenn z.B. “Sultans Of Swing” im Radio läuft. “Money For Nothing” ist vielleicht ihr bester Song, wie auch “Brothers in Arms” ihr bestes Album ist, bekanntlich die erste CD, die sich über eine Million Mal verkaufte, und jahrelang als Referenz-Silberling beim Boxentest in der Lerche diente.
Im Büro haben der Brunni und ich einen Running-Gag. Ab und zu sagt einer einfach so “Mark Knopfler” oder “Mark Knopfler Alta”, und wir müssen beide lachen. Versteht wahrscheinlich keiner, ist aber auch egal.
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3 Decades Of Album Cover Artwork
Am 3. Dez 2010, 16:00 Uhr von martin
Noch ein kleiner Kunsttipp fürs Wochenende und darüber hinaus: Duncan Smith hat bereits im Juni im Westen seine “Rock´n´Roll-Galerie “Longden Smith LTD” eröffnet, die “limitierte Editionen exklusiver Drucke” ausstellt. Im Dezember findet dort die Ausstellungsreihe “3 Decades of Album Cover Artwork” statt.
“Die Galerie bietet nämlich nicht nur Drucke, sondern auch Designrahmen für Plattencover an. Die Cover können nach Belieben ausgetauscht werden, so dass die momentanen Lieblingsplatten immer einen besonderen Platz haben. Mit den drei Events möchte Longden Smith Ltd. die faszinierende Beziehung zwischen Kunst, Design und Musik aufzeigen,” heißt es im Pressetext.
Erster Termin morgen Abend, Cover die sich durch besonderes Design und Grafik auszeichnen ist das Thema. Beginn 18:00 Uhr.
Longden Smith, Senefelder Straße, Ecke Leuschner Straße
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Meat Loaf sucks
Am 16. Sep 2010, 13:38 Uhr von martin
Als Stadtmagazin-Fuzzi bzw. als Redakteur allgemein bekommt man öfters mal die eine oder andere kuriose Email zugesandt, was Setzer, Mischi und Inge locker bestätigen können.
Bei Sub Culture waren das, neben dem üblichen meine-Party-hat-den-dicksten-Penis-weil-1000-Leute-da-waren-und-zwei-Hobbybräute-Gogo-tanzen-Gelaber, meistens Menschen, die sie sich nicht würdig genug im Magazin repräsentiert fühlten. Weil wir vielleicht über ihre Party mit 1000 Mann und den Hobbybräuten nicht berichtet haben, obwohl es total eskaliert ist. Menno! Geh mir nich uffn Sack, Seggel.
Auf den Tag genau heute vor zwei Jahren, schrieb ich auf diesem Blog, dass Vlado und ich bei Sub Culture aussteigen und das an neue Leute übergeben. Vermisse seither absolut gar nichts.
Zur Feier des Tages musste ich prompt an eine der kuriosesten Emails während meiner SC-Zeit überhaupt denken, über all die Jahre hinweg liebevoll im Schotter-Ordner konserviert, in der uns der Karlheinz aus Bräunlingen ankreidet, dass wir – also Sub Culture – nen total doofes Meat Loaf-Konzert ausgerichtet hättet, weil Meat Loaf eben nen Sucker ist.
Kurios eben deswegen, weil Sub Culture und Meat Loaf freilich soviel gemeinsam haben wie Pate und Understatement. Wir sind nicht mal als Medienpartner, sprich Präsentator aufgetreten – warum auch – geschweige denn waren wir als Rock-Veranstalter aktiv. Vielleicht hätte die Email ans LIFT oder PRINZ gehen sollen oder so.
Hab ihm damals natürlich zurückgeschrieben, nee du, nicht unser Business. Aber wie so oft, kam dann auch hier keine Antwort mehr. Vielleicht hat er sich bissle geschämt.
Here we go, Email eins zu eins rein kopiert:
“hallo
gestern waren wir ( 2 personen ) beim meatloaf-konzert in stuttgart , das offenbar von ihnen als veranstalter organisiert wurde . (nein, definitiv nicht)
um es kurz zu machen . das konzert war, gelinde gesagt, eine zumutung. ich gehe sehr viel konzerte und das seit jahrzehnten, aber sowas habe ich noch nicht erlebt. die hälfte des konzertes ( eher mehr ) erging sich der künstler in sinnlosem und obszönen gelaber, gemischt mit unlustigem rollenspiel mit seiner partnerin.
vom erhofften musikgenuss blieb nur wenig übrig, jedenfalls zu wenig, um den eintrittspreis und eine anfahrt von 130km zu rechtfertigen. schade.
nehmen sie es mir nicht übel, aber meiner meinung nach wäre eine rückerstattung des eintrittspreises das einzig anständige.
grüsse
karlheinz m. aus bräunlingen”
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Happy Weekend Mix by DJ Stare
Am 21. Mai 2010, 17:30 Uhr von martin
Seit einem Jahr bereichert die Thursday Don´t Suit Very Well Gang jeden ersten Donnerstag im Mini Rocker das Stuttgarter Nachtleben mit deepen House und Disco.
Das Wort bereichert ist tatsächlich angebracht, denn was Superstar Florian, DJ Stare und Rob Lando plus gewissenhaft ausgesuchte Gast-DJs hierbei (oder z.B. auch in der halb legalen Bar N14) bieten, findet ansonsten in Stuttgart nicht oder sehr selten statt.
Foffie haben wir hier schon zweimal präsentiert, nun ist der smarte DJ Stare, Yacht-Rocker und Bermuda-Träger mit Leib und Seele, mit einem vielleicht für manche Ohren zunächst etwas obskuren Mix namens “Rocky Journey, der nach und nach seine ganz eigene Magie entwickelt.
Call it Yacht Rock Balearic Cosmic Bermuda Disco, ich weiß es nicht, auf jeden Fall ist mit ”Flame” von Bell X im Chicken Lips Remix einer meiner Lieblings-110-BPM-Schieber drauf.
Download Soundcloud / Download Zshare
Wir wünschen an dieser Stelle ein wundervolles langes Pfingstwochenende, Schnulli Marsch und Party like it´s 1992,
Die Chiemsee-Pullis live from Diesel-Indianer-Lagerfeuer-Camp
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