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    Happy Weekend Special Redshape Mix by Ken

    Totales Nerd-Programm dieser HW-Mix. Morgenabend tritt im Rocker Redshape auf und da Redshape für mich einer der besten Techno-Produzenten der letzten Jahre ist, könnte man doch zu diesem Anlass einen Mix mit ausschließlich Redshape Tracks & Remixen anfertigen.

    Als Mixer gab es für mich nur einen Kandidaten: Mr. Ken the Man, Co-Founder der berühmten Motor City Partys, trendresistenter Trendmacher, immer eine Nasenlänge voraus und auch ein Vorbild für mich.

    Als ich Ende 90, Anfang des neuen Jahrtausends ab und zu mal bei den Motor City Partys den Warm Up machen und später sogar auch mal im Hauptprogramm spielen durfte, war ich ein sehr stolzer Junge, so neben Ken und Rick.

    Der Kontakt hielt über all die Jahre, man traf sich ab und zu im Nachtleben (Ken kann übrigens super tanzen) bei so DJ-Partys (Partys wo nur DJs hingehen, weil mehr oder weniger nur sie bei dem Gast-Act ganz wuschig werden) und letztendlich kreuzten sich unsere Wege wieder auf diesem Blog.

    Ken hat als DJ lange Jahre für die gute Sache gekämpft, kam auch weit über Stuttgart hinaus, war unter anderem Resident im Münchner Flokati und besitzt das große Talent, auch noch mit 5,5 Promille reibungslos feine Platten ineinander mischen.

    Mittlerweile ist er etwas a.D., aber die Liebe zum Techno pocht freilich immer noch ununterbrochen in ihm. Deswegen nahm er die “große Herausforderung” gerne an.

    In einer Stunde aneinandergereiht wirken Redshape Produktionen nochmals ganz anders, viel schlüssiger, bangender und somit auch tanzbarer. Die einzelnen Stücke stehen sonst eher verlassen im Raum und man weiß oftmals nicht was man drum herum basteln soll – weil sein Sound eben outstanding ist, wie ich finde.

    Download (Zshare) / Download (Soundcloud)

    Wir wünschen an dieser Stelle frohe Ostern und ein paar erholsame Tage.

    Die Paganis

    P.S.: Anbei noch ein kleines Ratespiel: Such den Ken!

     
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  • 46

    Redshape & DJ Krush im Rocker

    Was ist das: Redshape, DJ Krush, Tiga, Busy P, Carl Cox, Motor City Drum Ensemble, DJ Premier, Dominik Eulberg, Martin Eyerer, Sentinel, Silly Walks Soundsystem, Die Sterne, Breakbot und of course my man Alexander “Dark Love” Maier?

    a) Line Up eines bekannten Festivals

    b) Feuchte Träume

    c) Rocker Monatsprogramm April

    Gestern mittag fiel mir dann doch ganz kurz die Kinnlade runter. Am Hauptbahnhof will man es – vermutlich im allerletzten Jahr – definitiv nochmals wissen und haut einen Nagel nach dem anderen rein, Musikrichtung scheißegal.

    Ich bin mir fast sicher, wenn man alle Monatsprogramme dieser Erde ausgedruckt nebeneinander legen würde, wofür der kleine Sigrun Woehr Laden sicherlich nicht ausreichen würde, könnte man aus dem vielen Papier nicht nur schöne Origami machen, sondern das Rocker wäre mit on top of the world. Aber ich kann mich auch täuschen.

    Für mich klingt es auf jeden Fall ziemlich gut, wobei natürlich namhaft nicht zwingend gut bedeutet, aber das ist eine andere Diskussion. Ich bin jedenfalls beeindruckt.

    Ich frag mich auch schon die ganze Zeit, ob Tiga schon mal in Stuttgart war, ich meine aber fast nicht und weiß auch nicht warum wieso. Glaub der war schon immer elendig teuer.

    Und liebe Kinder, euer Ed Banger Held Busy P, über den ihr euch sicherlich tierisch freut, war schon unter bürgerlichem Namen im 12inch Club zu Gast. Damals noch mit einem eher HipHop-lastigen Set, wenn ich mich recht erinnere.

    Mir persönlich hat es jedenfalls das Gastspiel von Redshape, am Freitag den 2. April angetan, da hab ich sogar frei und kann hoffentlich mit meinem alten Vorbild Ken anstossen.

    Kein Mensch weiß, wer der Mann mit der roten Maske ist (siehe oben), mir wars ehrlich gesagt aber auch schon immer ziemlich schnuppe, Hauptsache Mugge gut. Die bezeichnet man gerne mal als Neo-Detroit. Alte Schule in die Zukunft transformiert. Vergangenen Herbst hat Redshape sein Debütalbum “The Dance Paradox” veröffentlicht. Bei dem Booking stellt sich allerdings die Frage, ob das in Stuttgart ausreichend honoriert wird.

    Dann ist da noch Mr. Krush am Donnerstag, 22. April.

    Den “Godfather of TripHop”, so der Presseton, hab ich 2001 oder 2002 im Le Fonque gehört. Sind die Fans von ganz weit weg angereist. Der stramm auf die 50 zugehende Japaner schaufelte fingerfertig an seinem eigenen Mixer ein dichtes wie schleppendes Set zusammen, dass stellenweise wie von einem anderen Stern klang. Das sollte man sich mal angucken. Im VP übrigens der Nachbar.

     
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  • 23

    Zweimal Techno, zweimal HipHop

    alben_neu

    Nach Thorstens Schlageranfall möchte ich hingegen kurz auf vier mehr oder weniger neue Alben eingehen, die ich mir in den letzten Wochen zugelegt habe und freue mich ebenso auf weitere Inspiration vom Publikum.

    Wie schon auf die schöne Streamseite 22Tracks und die neue LCD Soundsystem-Nummer bin ich kürzlich dank eines Posts von Robin auf dem Liganova Blog auf das neue Album von Lusine “A Certain Distance” (Ghostly) aufmerksam geworden. Das fiel mir am vergangenen Samstag spontan in die Hände und schätze es schon nach zweimal Hören für ziemlich gut ein.

    Wer ein liebliches, fragiles, leicht melancholisches aber ebenso angepopptes Electronic-Listening-Album sucht, ist mit dem neuen Werk des Amerikaners optimal versorgt. Schöner Einmuckel-Sound für einen Tag wie heute.

    Roher, rouhger, darker, irgendwie auf den Dancefloor zielend, ist das Debütalbum von Redshape. Redshape absolviert Fototermine und Auftritte mit einer roten Maske, angeblich weiß keine Sau wer sich hinter dem Berliner Act verbirgt.

    Das ist letztendlich nicht weiter tragisch, denn Techno ist sowieso eine Musik ohne Gesichter und Stars – von einer Handvoll Leuten wie dem Richie oder dem Sven abgesehen. Hauptsache, das was auf Rille gepresst wird ist gut.

    Im Falle von Redshape ist das Material ganz vorzüglich. Die Menschheit, zumindest ein paar (Detroit)Techno-Nerds like me, lecken sich nach seinen Releases die Finger. Ich meine so gut wie alle Maxis des mysteriösen Produzenten zu besitzen und da war es eine Ehrensache sein Debütalbum “The Dance Paradox” im Blindflug zu erwerben.

    Eine lohnende Anschaffung zwischen dunklem Rausch-Techno, orchestralen Science-Fiction-Breakbeats und natürlich ganz viel “Neo-Detroit”, wie man so sagt.

    Ganz andere Baustellen sind freilich das Debütalbum von Kid Cudi und das neue, schon ein paar Monate alte, vierte Studioalbum von Mos Def “The Ecstatic”. Beide Werke habe ich, Achtung voll cool, im Fat Beats Los Angeles gekauft.

    Der befindet sich auf der Melrose Ave, die zugegebenermaßen über viele Kilometer hinweg fast schlimmer ist als die Tübingerstraße. Ed Hardy residiert hier in einem unscheinbaren Backsteingebäude und viele Shops repräsentieren einen ähnlichen Stil, den man vielleicht am besten mit Neureich-Bad-Taste-Glitzery-Fashion umschreibt.

    Dem Moschens neues Album hat mir, nachdem wir es hier kurz irgendwo von hatten, bereits freundlicherweise ein Nachbar gebrennt, also nicht der Nachbar, sondern ein anderer. Aber da gebrannte Alben eigentlich straight for the ass sind, ich prinzipiell jeden Mos Def Longplayer besitze, musste die auch sein.

    Erst kürzlich hab ich “The Ecstatic” mal genauer unter die Lupe genommen und für richtig gut empfunden. Sehr kurzweilig, abwechslungsreich, bouncig, rappig, offenherzig wie experimentierfreudig. Wie auf den beiden Vorgängeralben zitiert der Kult-Rapper und Heartbreaker aus Brooklyn wieder allerhand musikalische Einflüsse, komprimiert die aber knackig auf 45 Minuten.

    P.S.: Ich weiß nicht wie das bei den deutschen Copys ist, bei meiner Vinyl lag ein Kärtchen bei, mit dem ich mir das Album auch in 320er Quali runterladen konnte.

    Brandneu, zumindest vor rund sechs Wochen beim Kauf, war das Kid Cudi Werk “Man On The Moon: The End Of Day”. Dank meines Guido-Englisch dachte ich ja immer, der heißt Kidd Quedie. Henster klärte mich neulich auf, man würde ihn Kidd Kaddie aussprechen. Schon wieder was gelernt.

    Der Kaddie also, das wissen vielleicht manche gar nicht, macht eigentlich HipHop und kein Electro. Wobei im ganzen 2.0-Wahn da die Grenzen manchmal auch brachliegen.

    Ich bin ja wirklich dankbar um solche Tracks wie “Day N Nite”, seit anderthalb Jahren im Crookers Mix zu Recht auf Dauerrotation, so ein cooles Konsensding, gefällt mir, schluckt aber auch Heti und Pleti. Solche Lieder sollte es mehr geben.

    Der Original-Cudi, also ohne Crookers Back-Up, jedenfalls gestaltet “Man On The Moon” als Konzeptalbum, zumindest sollen fünf “Akte” darauf hinweisen. Zugegebenermaßen braucht man eine Weile um sich da rein zu hören.

    Wer “Day N Night” im Original kennt, der hat ungefähr eine Vorstellung wie das alles klingt. Raumgleiter-Rap. Eher low, sehr atmosphärisch, schleppende, langsame Beats, wenig Bounce, zunächst wenig catchy, abgesehen die zweite Single “Make Her Say”, mit dem Lady Gaga-Sample.

    Die wahren Ohrwürmer offenbaren sich erst nachdem man sich die vielschichtige CD mehrere Mal zu Gemüt geführt hat, wie obiges “Solo Dolo.” Prädikat: Wächst beim Hören. Das ist eigentlich das beste was einem Album passieren kann.

    Als nächstes steht auf meinem Einkaufszettel das Hudson Mohawke Album, die LCD-Remix-Sammlung und eventuell noch die Compilation “Reflections On Classical Music”.

     
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