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Mein neues Fixie
Am 9. Aug 2010, 16:00 Uhr von martin
Nachdem sogar der Thorsten Fixies “ganz cool” findet, musste ich mir nun doch eines besorgen. Habe mich von den Profis der Stadt, wie z.B. im La Bicicletteria in der Zeppelinstraße (S-West beim Hölderlinplatz), beraten lassen und mich nach langem hin und her für dieses Modell entschieden:
Traf auch rein optisch genau meinen Geschmack, mag dieses verlockende Zusammenspiel aus blau und silber. Hier noch ein paar Details:
Rahmen: Bianchi “Polizei” Chrome
Vorderrad: Goodyear Custom Gear
Hinterrad: Continental Sommergummi
Kurbel: Haushahn Aufzüge
Sattel: Vitra Lounge Chair
Gepäckträger: Mercedes Benz Nutzfahrzeuge
Bremse: ausm D&W-Katalog (plus Motorrad-Miezen-2011 Kalender)
Stützräder: Von Busy geklaut
Alternative war übrigens das:
Auch nicht schlecht. Aber war dann kritisch ob das wirklich Echtholz ist für 39 Euro. Bin jetzt raus. Muss noch den Look checken und dann gehts ne Runde Polo spielen.
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Radfahrer haben nur Feinde
Am 23. Nov 2009, 11:45 Uhr von Jana
Radfahrer, so ist es einfach, haben nur Feinde und dabei sind Radfahrer eigentlich die besseren Menschen (umweltfreundlich, gutgelaunt, gesund – weiß man ja).
Autofahrer sind schon immer der Feind der Radler. In der Stadt der Autos ist das schon mal kein Spaß. Wer vorne einen Stern hat, macht seine Fahrertür auf, wenn er es für richtig hält. Da wird er bestimmt nicht die Erlaubnis eines nahenden Radlers abwarten.
Nun stellt sich für mich immer mehr heraus, dass die Fußgänger in diesem Krieg auf der Seite der Autofahrer sind. Wahrscheinlich weil die meisten Fußgänger auch Autofahrer sind, aber keine Radfahrer. Also bleiben für uns Radfahrer nur noch Feinde.
Zu den Feinden gesellen sich schlechte Rahmenbedingungen (Kessel) und mangelnde Radwege. Hat man endlich mal einen Radweg gefunden, ist er entweder mit einem Lieferwagen zugeparkt oder er endet einfach, ohne Vorwarnung.
Ich für meinen Teil kann damit leben, denn ich fahr auch gerne Gehweg. Doch dort lauert schon wieder der Feind. Als gelassener Radfahrer stört es mich natürlich nicht, wenn mir böseste Beschimpfungen zufliegen, weil ich es wage den 3 Meter breiten Gehweg am Cityring mitzubenutzen. (Gestern sagte doch tatsächlich einer, man solle mich über’s Knie legen. Bitte?!)
Auch der wöchentliche Renter-Angriff, die mich wahlweise mit einem beherzten Griff an Lenker oder Ärmel direkt vom Rad holen wollen, stehe ich – ganz der lässige Radler – locker weg. Wir sind ja die besseren Menschen. Ich lass mich nicht provozieren. Aber wehe, die begegnen mir mal, wenn ich im Auto sitze…
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Cruise Center Stuttgart
Am 6. Aug 2009, 16:24 Uhr von martin
Endlich! Im brandneuen Cruise Center Stuttgart (Senefelder Straße 73, S-West) finden auch Menschen mit einem schwachen Herz, wie unser allseits beliebter Kutmaster, das passende Rädle.
Spass beiseite. Jens-Peter Eidel und Gregor Nytz sind Boarder und Cruise-Biker und stiessen im Playboy auf einen Beachcruiser mit Hybridantrieb, den sie unbedingt haben wollten.
Wohl nicht nur sie, sondern auch einige andere Leute aus ihrem Umfeld. Deswegen entstand schnell die Idee, den ersten Store in Stuttgart überhaupt zu eröffnen, der ausschließlich tiefgelegte Fahrräder anbietet.
Das Cruise Center Stuttgart bietet Topmarken wie PG-Bikes, Electra, Felt, Hawk, Nirve etc., aber auch „normale“ Elektroräder von Viktoria und Gepida an.
Alle Bikes können probegefahren werden und für Touren zum See oder Biergarten besteht die Möglichkeit Fahrräder zu mieten (für halbtags 29 Euro). Außerdem lädt man zu gemeinsamen Ausfahrten ein, wie z.B. kommenden Sonntag, 9. August, 12:00 Uhr.
Cruise Center Stuttgart, Senefelder Straße 73, S-West
Öffnungszeiten: Mo – Fr 12:00 bis 18:00 Uhr; Sa. 10:00 bis 14:00 Uhr
P.S.: Fast passend dazu Artikel im Spiegel: Ein Gericht erkennt Fixie Antrieb als Bremse an.
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Harte Zeiten
Am 3. Aug 2009, 09:12 Uhr von martin
Egal ob WWK, WMF, WHO oder WKZ, die Zeiten sind hart. Es herrscht emotionale Eiseskälte. Keiner gönnt dem anderen etwas. Es regieren Neid und Missgunst. In solchen Zeiten kann man als Besitzer eines funky Fixie schnell zum Opfer von gierigen Banditen werden, denen ein DB-Rad einfach nicht cool genug ist.
Da sieht man als Beklauter natürlich rot und greift zu drastischen Maßnahmen. Als Besitzer eines Fixie würde ich mich in diesen Tagen sehr unwohl fühlen. Weil bei 100 Euro Kopfgeld schaut der hochambitionierte Jäger sicherlich nicht immer so genau auf die Details des Zielobjektes und erlegt auf gut Glück seine Beute. Tot auf dem Fixie, erstickt am eigenen Schnurrbart. Mehr 2009 geht nicht.
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Radel-Thön
Am 2. Jun 2009, 09:48 Uhr von martin
Tja, die einen gönnen sich mal kurz vier Tage in London, die armen Leute müssen sich hingegen mit dem Radelthon zufrieden geben.
Angefixt von Fixie und Co. KG, angenehmen Wetter am Pfingstmontag und weil Fahrradfahren ein super Ausgleich zum Laufen ist, schwangen wir uns gestern auf die Räder. Für die ungeübte Fraktion kamen Berge nicht in Frage, also sind wir durch den Stadtpark zum Neckar um in Richtung Esslingen auf dem Radelthon zu landen.
Der Radel-Thon, so eine Info-Platte beim Leuze (und falls es jemand nicht wissen sollte), ist eine 80 Kilometer lange Strecke einmal rund um Stuttgart. Kann man mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h in sechs Stunden schaffen (Stunde Pause mit eingerechnet), meint zumindest die Info-Tafel.
(Mit diesem Rad wird Lance Armstrong dieses Jahr die Tour bestreiten. 1 cm Werbefläche auf dem Rahmen kosten 100.000 Euro. Aber beim Soundshop und bei uns läufts einfach.)
Den Radelthon könnte man auch als Wirtschaft-Radeln bezeichnen. Immer schön einkehren. Von Eis zu Eis, von der Roten zur Roten. So ungefähr haben wir es auch gemacht.
Leider ist das erste Teilstück bis Hedelfingen nicht so pralle. Auf der einen Seite gehts straight an der arschlauten B10 entlang, auf der anderen am wunderschönen Daimler Motorenwerk. Da wird einem erst mal wieder bewusst wie groß unser Daimler isch. Mächtiges Ufo.
Spätestens wenn man dann noch die Gießerei in Mettingen gekreuzt hat wird die Route richtig romantisch. Und schwupps ist man schon in Esslingen.
Wunderschönes Städtle. Gibt sogar einen Starbucks (mittlerweile). Aber es bleibt die bittere Erkenntnis, dass jede deutsche Groß- wie Kleinstadt in der Fußgängerzone irgendwie doch gleich aussieht. Üble Ladenmafia am Start. Aber was will man machen, gell.
Nach drei Kugeln Eis und einer ordentlichen Arschmuskelmassage über dem herrlichen Kopfsteinpflaster Esslingens machte sich das Peleton wieder auf den Weg in Richtung Heimat. In einem wahnsinnigen Kraftakt erreichte Team Reuchlin die Verpflegungsstelle Stadtstrand.
Da war ich halt auch noch nie. Prompt hab ich wieder meinen alten Abi-Kollegen Daniel getroffen (mega Rennrad am Start plus iPhone, so geht man auf Radtour), den ich auch in schöner Regelmässigkeit im Nachtleben sehe, 13 Jahre nach unserer Schulzeit. Er hat es nur von der Stadtmitte bis zum Strand geschafft und war von unserer “Leistung” sichtlich beeindruckt.
Am Stadtstrand ist es ehrlich gesagt ganz angenehm. Die Bratwurst war lecker und das Publikum sehr breitgefächert. Vom Werber-Pärchen über Kinderwagengeschiebe bis Beachvolleyballer.
Thorstens Lieblingsclub, das Partyfloss, ist auch gerade vollbesetzt eingelaufen.
Nach der Aufnahme des Verpflegungsbeutels stand noch die schwere Bergankunft in S-West auf dem Programm. Spätestens da hat es das Peleton ordentlich gesprengt. Dabei säumte stadtbekannte A-Prominenz die Wegstrecke.
Zum krönenden Abschluss ist uns nämlich noch ein leicht verblasener Busy Icer in seinen superspecialextralimited Stylo Solebox Pumas in der Augusten entgegen gekommen (“Hab vier Tage gefeiert.”). Er geht jetzt in die Stadt runter, “Einfluss nehmen”, wie er meint. Äh hä.
Na denn – wir wünschen eine wunderschöne Woche.
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Fix und Foxi
Am 28. Mai 2009, 14:28 Uhr von martin
Vor einem halben Jahr hab ich irgendwo, ich meine, es war auf meiner Hassliebe-Sendung Polylux (gibts glaub nicht mehr oder?), eine Reportage über die Londoner Fixie-Szene gesehen. Fixie sind Bikes, also wenn ich das richtig checke, ohne Gangschaltung, klar, aber auch ohne Bremse. Aight?
Mittlerweile hat dieser Trend auch den Kessel erfasst, zumindest mal die allseits beliebte Super-WG. Da bin ich also eines Abends auf der Suche nach einem Parkplatz für meinen steilen Bock und wer hechelt sich die Augustenstraße hoch? “Ey Maddin!” Busy Icer und Fotograph Dennis. Denk ich mir, sportlich, sportlich, hätte ich den Herren gar nicht zugetraut. Dabei sehe ich, dass sie auf diesen Eingangrädern unterwegs sind, wie sie auch bei einem Blogeintrag dokumentieren.
Deswegen exklusiv – und mit einem Dankeschön an Mischi vom re.flect – für euch zwei und natürlich andere angehende Fixie-Rider die Anleitung, wie man diesen Sport richtig ausübt. Für mich wäre das glaub nix. Ich hatte schon Schiss, als ich das damals im Fernsehen gesehen habe.
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