• 48

    Crazy in Town

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    Thorsten hatte neulich einen ominösen, nach BigFm2 aussehenden Flyer “Crazy in Town” an der Windschutzscheibe hängen und erörterte daran wenig den Sinn oder Unsinn von geheimnisvollen Werbespam. Man kündigt mehr oder weniger breitflächig Großes an, aber oftmals kommt nichts Wichtiges bei raus, wie in diesem konkreten Fall: Ist halt doch nur eine Party .

     
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  • 31

    Best of 2011: Fünf bis sexy

    Alderle, war das nervenaufreibend letzte Woche. Ein Gastro-Highlight nach dem anderen. Erst sechs Jahre Cube am Montag, Motto: „Sexy Food“. Das muss man gar nicht kommentieren, sondern kann man ruhig mal für sich wirken lassen. Sexy Food an einem Montag in Stuttgart. Und dann noch die fette Eröffnung meiner neuen Stammkneipe „5“ am Freitag in der ehemaligen Marschall Bar in der Bolzstraße. Ultraheißer Scheiß. Fußballer-Kneipebarrestaurantlounge, u.a. gemacht von Michael Zeyer, Ex-VfB-, SC Freiburg- und MSV Duisburg-Profi, heute Sportdirektor der Kickers. Spitzname: Zico. War ich als Romario der Freigetränke natürlich auch eingeladen.

    Aber der Reihe nach: Sechs Jahre Cube am Montagabend. Schon die Begrüßung der Knaller. Unten Montagsdemo, oben Schampus. Sympathische Dame am Eingang: „Tut mir furchtbar leid, dass Sie wegen denen da unten im Stau gestanden sind.“ Ich so: „Hat schon gepasst. Hab meinen Panamera wie immer um die Ecke geparkt und bin dann noch bissle demonstrieren gegangen. Man muss schließlich wissen, wie das Volk tickt.“ Die so: „Nein wirklich? Also ich finde, irgendwann ist auch mal gut.“ Ich wieder: „Sehe ich ja echt ganz genau so, absolut. Hauptsache, der Schampus 21 ist schön kalt.“

    Abgefahren, wie weit entfernt man von jemand sein kann, der auch erst Anfang 30 ist, mental aber straight auf die 65 zu geht.

    Innen drin dann fetzige Lounge Musik, jede Menge CDU-Party-People und Fingerfood en masse, sexy food eben, kann man gar nicht oft genug schreiben. Politisch korrektes Zeug wie Leberpasteten-Lollis, Erdbeere gefühlt mit Leberdingens und zwischendrin ein scharfes Thai-Süppchen. Lecker.

    Problem bei Finger-Food: Ist mitunter ein einziges Vorspiel. Wirste geil gemacht, ohne final dann Gaumen-Liebe machen zu dürfen. Dachten sich wohl auch die zwei Kollegas neben uns, die sich direkt am Ausgang zur Küche postiert hatten. Sobald ne neue Lieferung von Achtung, sexy food, aus der Küche kam, haben die zwei Kerle die armen Kellner in eine Maik-Franz-Gedächtnis-Zange genommen. So kamen bei uns hauptsächlich Getränke an, stockbesoffen überm Schlossplatz zum Start in die neue Woche ist ja aber auch ne amtliche Ansage.

    Nüchtern hätte ich die Höchststrafe des Abends aber auch nicht ertragen: Christoph Sonntag live zum Hauptgang. Mit Kabarett und Comedy kann ich ohnehin nicht so viel anfangen, Christoph Sonntag ist für mich aber wirklich ein wandelnder Altherrenwitz auf zwei Beinen.

    Wie der sich eine gefühlte halbe Stunde an den Grünen abgearbeitet hat und sich dabei nicht zu schade war, Spitzen-Jokes auszupacken wie „jetzt müssen wir alle selber gestrickte Wollsocken tragen“, einfach unglaublich. Noch unglaublicher war nur die Tatsache, dass allerlei blonde Damen im besten Alter aus Affalterbach, Donzdorf und Weinstadt-Strümpfelbach sich kreischend auf die Schenkel geklopft haben. Und nicht nur einmal.

    Hab vor Lachen gezittert, daher bissle unscharf, der Sonntag

    Hab dann noch mehr trinken müssen und mich zu Tode erschreckt, als mir ein netter Kerl mit Kamera zuraunte, dass Felix Sturm und Lapp Kabel wohl nicht genug seien. Scheiße Mann, dachte ich, jetzt ist die Tarnung flöten gegangen und ich muss unter Aufsicht die letzten 20 Bühnenprogramme von Christoph Sonntag anschauen – nackig angekettet und als sexy food verkleidet in der Gemeindehalle in Warmbronn. War dann aber doch nur der Vit, ein netter Kumpel vom Ram, der bei der Party Fotos schießen durfte.

    So ein Abend ist natürlich schwer zu toppen. Hätte dann aber fast am Freitag bei der Eröffnung vom 5 geklappt. Die ehemalige Marschall Bar will jetzt wie gesagt eine Barloungeclubrestaurantgeschichte sein, wobei 5 glaub für alle Sinne oder so ähnlich stehen soll. Meine persönlichen fünf Befindlichkeiten waren bei der Eröffnung Hunger, Durst, Staunen, Botox-Neugierde und Angst vor Christoph Sonntag.

    Der war zum Glück nicht da, dafür der Weinhändler meines Vertrauens, mit dem ich dann ne Menge Spaß hatte im Beurteilen der Gäste. Blond war das Lebensgefühl des Abends, in der jüngeren Variante gerne in gefühlter Unterwäsche anwesend, etwas älter dafür dann mit jeder Menge Botox in den fröhlichen Grübchen.

    Der Laden ist tatsächlich ganz schick geworden oder eben so, wie man sich als Fußballer wohl schick vorstellt. Eine Mischung aus Raumschiff Orion und P1 in München, viele hübsche Details, aber auch ein paar, die mich durstig gemacht haben. Ziemlich geil sind im oberen Stockwerk die unglaublichen Träger, die abartigen Industriecharme versprühen. Weiß gar nicht, was früher über der Marschall Bar los war. Eine Geheim-Loge?

    War auf jeden fall den ganzen Abend auf Fußballpromiausschau. Bei einer Lady waren mein Weindealer und ich uns sicher, dass sie einfach nur auf Fußballerfrau macht – war dann dummerweise die Begleitung von Thomas Berthold, der sich ne ganze Weile einigermaßen gelangweilt in seinem Stuhl geräkelt hat.

    Zweiter von links ganz hinten neben Uschi: Thomas Berthold

    Nachdem ich eine Weile vergeblich nach weiteren Ex-Weltmeistern Ausschau gehalten hatte, bin ich schließlich mit 5 Promille nach Hause gedackelt. Besser konnte das Wochenende nicht mehr werden.

     
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  • 28

    KTV-Classic: Ursula, Anastacia und die Kabeltrommel

    Schaffste als Schreiberling, kriegste mitunter komische Einladungen. Der Bezirksbeirat Degerloch entscheidet öffentlich über die Sitzplätze bei der Hocketse der Kleintierzüchter, die Grünen feiern 300 Jahre Strickpullis im Landtag und Audi stellt seinen neuen Quattro Porno Turbo in der einzigen unterirdischen Waschstraße der Welt vor zwischen Kleinheppach und Großhorsthausen vor. Kann man überall hingehen, muss man aber nicht.

    Die beste Einladung seit langem kam aber vor ein paar Wochen. Der Weltmarktübersuperführer aus Stuttgart-Vaihingen – Lapp Kabel  – feiert den 80. Geburtstag der Firmengründerin Ursula Lapp und den 50. ihres erfolgreichsten Kabels mit Namen Ölflex. Macht zusammen 130 Jahre Erfolg, stand auf der ultrateuer aussehenden Einladung mit eigens für den Anlass gestaltetem Kunstwerk.

    Da meine Mama auch Ursula heißt und ich ein ausgewiesener Kabel-Experte bin, habe ich natürlich gleich zugesagt.

    Kurze Zeit später kamen dann zwei Plastikkärtchen für den Heidi-Kabel-Gedächtnis-Event und gefühlte drei Mails am Tag bezüglich des Überraschungsfettostargastes, der für Ursula und das Kabel ein Geburtstagsständchen singen sollte: Darf man auf keinen Fall fotografieren, nur ein Lied lang fotografieren, sogar die ersten drei, wer fotografiert wird erschossen; die Lage änderte sich stündlich wie die BP-Misserfolgsmeldungen bzgl. Ölpest vor den USA.

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  • 26

    Druffis und Durchis

    Gute Werbung ist nicht ganz einfach, wie wir schon die Tage gelernt haben. Berlin hat – bekanntlich – nicht nur ein Schwabenproblem, sondern ein allgemeines Touri-Problem. Hört man jedenfalls ziemlich oft. Lang lebe Kerosin.

    Die Homepage Geheimes Berlin zeigt, so suggeriert zumindest das animierte Gif, Hotspots fernab übervölkerter Touristen-Plätzen.

    Der smarte Braunhaarige packt also seine attraktive Blondine samt neuen Manolo Blahniks an den Füssen ein und sucht Partys mit “Druffis und Durchis” ganz ohne “Touristen-Nasen”. Das wird ein Fest, wenn die Zwei kommen. Mahlzeit.

     
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  • 56

    Frühlingsfest und keinen interessierts

    Eigentlich hatte ich vor, nach meinem obligatorischen Firmen-Frühlingsfest-Besuch über Trachten zu sinnieren. Leute mit Dirndl und das was sich Leute unter einem Dirndl so alles vorstellen usw. Leider fehlten für diese Abhandlung schlichtweg die Leute.

    Wenn Frühlingsfest ist und keiner geht hin…

    Dieses WERBEBILD (im Ernst) spiegelt die Realität wieder, wie ich sie vergangene Woche erfahren habe: Leeeeere. Die armen Damen in den Schießbuden können einem leid tun. Die Budenbesitzer, die die Damen bezahlen auch.

    Am Wochenende soll es ja immer voll sein, hab ich gehört. Da reisen wohl die Leute vom Bodensee und aus dem Gäu mit ner Kiste Bier per Regionalexpress an. Ist ja ähnlich wie in München. Da bevölkern am Wochenende auch nur Touristen die Theresienwiese.

    Aber während die Münchner mit großer Freude ihr Oktoberfest unter der Woche für sich allein nutzen, herrscht in Stuttgart unter der Woche ebbe. Vielleicht mal einige Erklärungsversuche, liebe Veranstalter, woran es mitunter liegen kann, dass wir Stuttgarter mit unserem Frühlingsfest nicht warm werden. Read more »

     
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  • 5

    Motor City Trinity

    Mittlerweile längst (hoher) Standard an jedem ersten Donnerstag: Die Anti-Fußballer-Akademiker-House-Posse lädt heute Abend wieder ins Minirocker ein. Dieses lautet das Motto etwas verschwörerisch:

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    tdsvw8-back

    Nach der Italo-Disco-Runde beim letzten Mal ist heute Gerald aus der Weltstadt VfL Bochum zu Gast (war ich sogar schon mal, mit der Schule, Starlight Express! Uhuhuhuh!) und verkocht Deephouse von Detroit bis Essen (letztere Ortangabe ist kein Witz, aber versteht man auch nur wenn man weiß wie gerade der Hase läuft, aber isch au net weiter schlimm).

    Der Geraldo hat nen eigenen Abend namens Funkloch und lädt dazu Ditschies wie Ame (fuck of the Dächle), Hans Nieswandt oder Dplay ein.

    Die trinkfreudigen TDSVW Residents Florian “Mesut” Ehing und Stare runden den Abend mit Cosmic Pop über Boogie bis Chicago House ab.

    Wer schon immer mal wissen wollte wie ein Flyer gedrückt wird, hier fettes Promovideo:

     
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  • 8

    Nach dem Aperitivo in den Puff

    Heute Abend ist bissle was los. Zum einen startet Felice (120 Minuten Paddy) die neue Partyreihe bzw. Afterworkparty “Aperitivo” im Rocco. Beginn 18:00 Uhr.

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    aperitivo

    Vorbild seien italienische Events dieser Art, hat mir Felice erklärt. Also essen, labern, entspannen, dazu Musik von Alex Wolf. Die Getränkepreise wären etwas teurer, dafür sind die Gaumenfreuden for free.

    Nach der Futterei und Chillerei im Rocco, übrigens auch sonst ein empfehlenswerter Italiener, gerade auch für den Mittagstisch, geht es ab 23:00 Uhr im Club Messalina in der Leonardstraße 7, in unmittelbarer Nähe des früheren Bounce, weiter. Der hieß früher Nixe und da fand auch mal eine Liebreizparty statt, bei der ich literweise raus geschwitzt habe.

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    Die Nixe war ein Puff und der Club Messalina ist es ebenfalls. Felices Donnerstagsparty wird in den Bordellbetrieb integriert. “Bei uns holt man(n) sich nicht nur Appetit sondern kann auch bei Bedarf Spezialitäten aus Osteuropa und Südamerika verschlingen”, heißt es im Pressetext.

    Ob sich jemand im Laufe der Nacht in den obigen Zimmer abseilt wird sich noch herausstellen. Fakt ist dass Kollege Lars Grudzinski mit oder ohne seinem vererbten Mantel an den Decks steht. Ich tippe auf (tech)-housige Beats.

    Ganz andere Baustelle ist das Live-Event Reiskornlyrics an diesem Donnerstag im Reiskorn, unter dem Tagblattturm. Da kann man übrigens auch gut essen.

    reiskorn

    Sängerin Lara Sprung hat, so hört man, gesangsmäßig ziemlich was auf dem Kasten. Musikalisch geht sie mit ihren spielfreudigen Band-Kollegen in Richtung “Electro-Jazz”. Als Kontrast noch Bunter Raumklang mit smoothen Songwriter-Acoustic-Soul. Tamara legt im Anschluss der Konzerte auf.

    In der Schräglage findet wieder die HdM-Party “Nestflucht” statt.

    deichkin

    Bürokollege Device und Tease pumpen den großen Floor, zudem kann man Karten für das Deichkind-Konzert gewinnen. Mehr Infos unter www.nestflucht.net

    Zu guter letzt geht es wesentlich deftiger geht es da schon beim Young Guns Club im Rocker 33 zur Sache.

    youngguns

    Dieses Mal legen Robin T Treier und Dennis Kumfert auf. Eintritt ist frei.

     
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