• 37

    Thursday Bloody Thursday

    Ja, ich war tatsächlich am Donnerstag im Rocker. Beim Bloody Beetroots-Konzert. Und es war, wie Busy-Icer ganz richtig auf Facebook geschrieben hat, krass. Aber: Nicht die Band war krass, sondern der Event an sich oder vielmehr das Publikum.

    Dank Gästeliste, bloody Gästeliste, konnten mein Sonderermittler-Kollege Mikato und ich an der kilometerlangen Schlange am Eingang vorbeilaufen und wurden drin vom guten Busy gleich mit “Zivibulleeeeeeeeeeeeeen!!EinsElf111″ begrüßt.

    Gut, das war dann auch geklärt und ich konnte mich den hereinströmenden jungen Leuten widmen, von denen einige tatsächlich schon zum Zimmerlautstärke-Warm-Up aus den Monitorboxen anfingen zu hüpfen und “Uh uh uh uh-uh” intonierten (war schon Anfang der 90er schnell wieder out).

    Ich mein klar, die Jungspunde waren aufgeregt, mitten in der Woche aus dem Haus und dann durften auch noch unter-18-jährige rein, die sich dadurch von den erwachsenen Gästen unterschieden, dass sie kein Bändchen bekommen hatten, mit dem man alkoholische Getränke erwerben konnte. Waren aber nicht viele.

    Das Publikum – ja, ähnlich wie letztes Mal bei kaputtraven von mir beschrieben: jung, Nerd und (bedingt) sexy. Nur um es noch mal klarzustellen: Weiße Handschuhe mit Leuchtdioden sind nicht cool, bei einem Konzert die gleiche Maske zu tragen wie der Künstler war schon bei Sido nicht cool und als Mann sein Oberteil auf der Tanzfläche auszuziehen war noch nie cool und wird es auch nie sein.

    Auf jeden Fall hatten wir uns einen Platz direkt am DJ-Pult ausgesucht, was sich später noch als sehr weitsichtig herausstellen sollte. Das Rocker darf übrigens voraussichtlich noch zwei Jahre weitermachen, weshalb vergangene Woche kräftig umgebaut wurde: Das DJ-Pult ist jetzt an der gegenüberliegenden Wand und die Tanzfläche wurde durch Entfernen einiger Wände vergrößert. Ist gut geworden.

    Und dann ging es, da war es auch schon so 10, halb 11, los. Mit Band samt Schlagzeug, soweit ich es von meinem Platz durch den Nebel sehen konnte. Die Typen mit Maske auf der Bühne haben von Anfang an gleich die Rockstar-Nummer abgezogen – mit Pommesgabel, Gitarre anreichen lassen und Kippe im Mund.

    Musikalisch ging’s erst mal gut ab, die Menge ist natürlich ausgerastet, und als sie dann ziemlich früh ihren Hit “Warp” gedropped haben, brach die Hölle aus. Die Leute sind rumgesprungen und die Menge hat sich in Wellen nach vorne und hinten bewegt, und hätte ich mich nicht am DJ-Pult festgehalten, ich wäre auf der Fresse gelandet. Kein Witz.

    Dann ham sie als Überraschung ein heftiges Punkstück gespielt, was ich noch cool fand, aber das war’s dann auch schon. Was folgte waren bunt und planlos durcheinander gespielte langweilige French-House-Tracks, Bombast-Rocksongs und Trancelieder. Also eine Mischung aus Daft Punk zu ihren schlechtesten Zeiten, Kiss und Robert Miles (Children).

    Ich will nicht übertreiben, aber das ging einfach nicht ab. Später haben sie “Warp” dann noch mal gespielt, aber das hat’s dann auch nicht mehr rausgerissen.

    Und das Witzige dabei: Das Publikum hat es nicht mal gestört. Die haben sogar den “Sit down” zelebriert. Also alle Mann (und Frau) in die Hocke und warten, bis es abgeht. Weil die Musik aber nicht abging, sind sie nach und nach halt wieder so aufgestanden.

    Womit wir auch schon beim Fazit des Abends wären: Die Stars waren nicht die peinlichen Typen mit den albernen Masken auf der Bühne, sondern die Leute. Viele haben auch gar nicht in Richtung Bühne geguckt, sondern sich gegenseitig gefeiert.

    Und Crowdsurfing haben nicht, außer einem kläglichen Versuch, die Bandmitglieder, sondern die Leute gemacht. Da vorne hätten auch Vadder Abraham und seine Schlümpfe spielen können – die Kids hatten einfach Bock zu feiern, und das Konzert war die Gelegenheit dazu. Darum wurde auch nur halbherzig eine Zugabe verlangt, weil der DJ macht ja auch Musik.

    Kurz bevor wir gegangen sind haben wir neben den DJ-Pult einen High-Heel liegen sehen, und wir haben uns vorgestellt, wie das Mädel jetzt auf einem Bein nach Hause hüpft. Die Jugend von heute, tststs.

    Hier gibt’s übrigens Bilder von der BB-Autogrammstunde.

    (Bild von The Night Owl)

     
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  • 31

    The Bloody Beetroots im Rocker

    Der Rave-Hype findet am Donnerstag, 11. März 2010 seinen vorläufigen Höhepunkt: The Bloody Beetroots geben im Rocker 33 ein Konzert. Was auch immer das in ihrem Fall heißen mag.

    Rein objektiv betrachtet könnte man die Italiener wohl als Leader of Knüppel bezeichnen, “Superstars” der Szene, oft gewünscht in letzter Zeit, rein subjektiv gesehen finde ich sie eher schrecklich. Gut, was heißt schrecklich, mir ist das meist bissle zu aggro was die machen. “Awesome” feat. The Cool Kids fand ich aber z.B. super.

    Ihr Karriereverlauf ist ganz interessant, denn die beiden Wrestler, die stets mit Masken auftreten, sind meines Erachtens Kinder der internationalen Musik-Blogs, also immer schön fleissig Tracks raus scheißen bis mal einer um die Ecke kommt und dir einen Deal anbietet.

    Zwischenzeitlich auf Steve Aokis Dim Mak gesignt, was man wiederum als Leader-Label bezeichnen könnte, ist letztes Jahr ihr Album “Romborama” erschienen. Weiterhin spielt man allein im März und April knapp 30 Gigs unter dem Namen The Bloody Beetroots Death 77. Was das mit den Death 77 bedeutet weiß ich nicht.

    Karten gibts im VVK für 22 Euro im Theflashgib und Thirdrail-Shop im Rocker-Gebäude – da aber irgendwie wohl schon wieder nicht mehr, klickt man auf den Link auf der Rocker-Seite. Der Run auf die Karten ist laut Rocker 33 ziemlich groß.

    Der Thorsten kann ja an diesem Abend weiter an seiner Studie arbeiten.

    www.myspace.com/thebloodybeetroots

    So geht´s da ab:

     
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  • 25

    Zu viel NuRave?

    Passend zur unserer Diskussion im Januar habe ich gestern im PRINZ die Umfrage des Monats entdeckt.

    Konnte leider nirgends ausfindig machen, wie viele Leute abgestimmt haben.

     
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  • 4

    Happy Weekend Mix by D*Jan Neiro

    Vom Blog ins echte Leben: D*Jan Neiro straight outta Str-Str-Stresslingen hat sich über diesen Blog zu einem geschätzten Kollegen entwickelt.

    Er stiftete den ersten Happy Weekend Gast-Mix überhaupt, später kam er mich ab und zu beim Auflegen besuchen, wenn er mal frei hatte, dann hab ich ihn in die Corso eingeladen, er mich dann auf seine Partyreihe nach Esslingen, im OhHi waren wir zusammen am Start und wenn sie nicht gestorben sind dann legen sie noch heute.

    Anfang Januar ist Jan sogar in unsere Bürogemeinschaft im Westen gezogen, kümmert sich da um sein Geschäftle, unter anderem um seinen Aerodynamite-Blog, und aus diesem freudigen Anlass muss mal wieder ein krawalliger Mix von ihm her.

    Jan hat sich mittlerweile auf diese Electro-House-Bootlegs-Rave Nummer eingeschossen, mal wolkig cheesy und dann wieder schön bretzelig und bassline-lastig. Partymukke eben.

    Zum Download gehts hier und viel Spass damit.

    Wir wünschen ein fröhliches Wochenende

    Eure Bamboo-Bar

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  • 5

    Happy Weekend Mix
    by Scheckkartenpunk

    scheckkartenpunkt

    scheckkartenpunk_2

    Mit einem Tag Verspätung der Happy Weekend Mix von einem alten Buddy von mir, den es längst nach Berlin verschlagen hat und soweit und so gut ich ihn kenne, er sich dort auch sicherlich sauwohl fühlt. Und da es letzte Woche so gut an kam, gibts heute once again eins auf die Fresse.

    Früher nannte sich Marco pru:piper, ich taufte ihn frecherweise mal True Pimper und kommt ursprünglich aus der Breakbeat-Garage-2Step-Szene.

    Vor einigen Jahren legten wir öfters gemeinsam auf, unter anderem bei unserer Partyreihe 2Times Freestyle im Le Fonque oder im kleinen Floor auf der U-Turn. War immer ein Riesenspass.

    Nach seinem Studium in Stuttgart verschlug es ihn jobmässig wie gesagt nach Berlin, betreibt nebenher seinen eigenen Blog und macht einen auf krawalligen Electro-Rebell. Aber so kenn ich den alten Pimper. Rebell for life.

    Download here (Zshare) oder hier (Soundcloud)

    Wir wünschen an dieser Stelle noch ein schönes Wochenende.

    The Kessel Twins feat. Kutmaster Krupa

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  • 2

    YoungGunsClub Opening

    younggunsclub

    Neue Ausgehmöglichkeit am Donnerstagabend: Die Mr. Weekend Boys laden ab heute Abend zukünftig alle zwei Wochen (nächste Termine folglich 24.09., 08.10., 22.10. etc.) zu dem YoungGunsClub ins Rocker 33 ein.

    An den Decks stehen hauptsächlich lokale Jungkanonen und brettern New Rave-Hip Hop-Clash-Electrobeats. Den Auftaktabend bestreiten Super Super, die erst kürzlich einen Happy Weekend Mix abgeliefert haben. Denke aber, dass sie heute Abend im Gegensatz zum Mix mehr klöppeln.

    Der Eintritt ist frei.

     
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  • 20

    Happy Weekend Mix by Cahill

    young felix

    Vorab, das ist wahrscheinlich einer der härtesten Mixe, den wir je hatten, wenn nicht sogar der Härteste. Dagegen war Krupas Mix kuscheln vor der Stadtsparkasse.

    Und darüberhinaus ist Young Felix aka Cahill der bislang jüngste DJ, der für diese Rubrik einen Mix geliefert hat. Aber hey, die Jugend ist bekanntlich die Zukunft oder so ähnlich. Und die Kids stehen anscheinend auf Momentmusik.

    Unser treuer Leser Felix wird meines Wissens demnächst 18. Darauf freut er sich natürlich tierisch, denn dann darf er offiziell raus und rein in die Disco-Buden seiner Wahl. Aber das Gefühl kennt sicherlich noch jeder von uns. Weggehen tut er bislang trotzdem schon und kann auch schon den einen oder anderen Gig vorweisen. Im Herbst sollen weitere folgen.

    Darüber hinaus betreibt Felix den Blog Go live for free or die, auf dem er sich hauptsächlich mit Maximal-Musik aus aller Welt auseinandersetzt. Je härter desto besser, wie man auch auf dem Mix hört. Mich würde auch nicht wundern, wenn Felix daheim einen Boys Noize Altar hat.

    Download here und viel Spass beim Durchdrehen.

    Wir wünschen wie immer an dieser Stelle ein wundervolles Wochenende

    The Kessel Twins feat. Kutmaster Krupa

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