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Mittagstisch-Update
Am 21. Jul 2010, 15:04 Uhr von Thorsten W.

Mein letzter Bericht aus der Mittagspause ist ja schon eine Weile her, und in der Zwischenzeit hab ich natürlich noch den ein oder anderen Mittagstisch ausprobiert.
Erst vor kurzem war ich zum ersten Mal im Alaturka – liegt zwar in meinem Barrio, ist aber abends zu. Deshalb neulich in der Mittagspause mal hin und den weltberühmten Döner ausprobiert. Und ich muss sagen: Es ist wirklich der beste Döner der Stadt. Zwar ganz anders als alle anderen Döner – und manche werden ihn wahrscheinlich genau deshalb nicht mögen – aber das knusprige Brot, das gegrillte Gemüse und das wohldosiert eingelegte saftige Fleisch… Hmmm.
Warum es auf dieser Welt Döner für 1,50 Euro und welche für 4,50 Euro gibt muss man glaube ich nicht mehr erklären. Außerdem ist Alaturka das bestaussehendste Döner-Restaurant diesseits von Istanbul.
Auch den Thai Palast habe ich – obwohl er direkt gegenüber meines Büros liegt – erst relativ spät ausprobiert. Ich war da früher schon mal, ist aber lange her. Gut, was soll man sagen – thailändisches Essen halt. Ich muss zugeben, dass ich bei Thais nie groß einen Unterschied erkenne – ich find’s da immer ganz lecker und kann nicht sagen ob einer besser ist als der andere. Um öfter in der Mittagspause hinzugehen ist es mir aber zu viel und auf Dauer zu teuer.
Vom Ganesha hab ich ja schon berichtet, vor einer Weile war ich dann zur Abwechslung mal im Indian Palace (Indische Restaurants haben wie thailändische Restaurants immer die besten Namen. Da bringt man es einfach ehrlich auf den Punkt.) Liegt neben dem Vegi Voodoo King, und der Vorteil hier: Es gibt ein Buffet. Von den Einheimischen genau so ausgesprochen. War sehr lecker, vom Preis angemessen und Buffet find ich eh immer super. Sollte ich wieder mal hingehen.
Auch im vielerorts hochgelobten und schteilischen Noodle 1 war ich neulich zum ersten Mal. Und auch wenn Krupa anderer Meinung ist, ich fand’s sehr lecker – ich hatte die Nr. 19, irgendwas lauwarmes – und den guten Ruf durchaus berechtigt. Auch der Service war sehr zuvorkommend. Allerdings habe ich einen günstigen Mittagstisch vermisst – kaum Gerichte unter 10 Euro finde ich etwas happig, so als Schwabe.
Ansonsten treibe ich mich aus bestimmten Gründen am häufigsten im San’s am Schlossplatz rum, im Schnitt mindestens 1-2 Mal die Woche. Den Gaisburger Marsch habe ich ja schon ausführlich gelobt, ansonsten sind meine Empfehlungen die Karotten-Cocos-Suppe und der mediterrane Eintopf, aber auch die Kartoffel-Pfifferling-Suppe mit Blaubeeren und Creme Fraiche ist bei weitem leckerer als sie sich anhört.
Natürlich ist die Szene-Promidichte am Schlossplatz enorm hoch – Fischer/Strauss/Brodbeck/Klenk trifft man da öfter, und auch die Fixie-Parkplätze in Sichtweite sind sehr begehrt.
Mein Geheimtipp wenn’s schnell, günstig und einigermaßen lecker sein soll ist der Imbiss im Edeka am Olgaeck: Der Leberkäs-Wecken kostet da genau 1,10 Euro! Und zwar mit Brötchen, Leberkäs und Senf. Da kann man sich auch mal 2 bestellen.
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Fanny am Wilhelmsplatz
Am 14. Jun 2010, 12:30 Uhr von Aussenreporter
Manchmal ist das hier ja nicht nur ein Turnschuh und Dingsbums-Blog, sondern eine Hommage an alle Anti-Vapianos dieser Stadt, an denen man unfallfrei Mittagspause und Abendessen bestreiten kann.
Diese Woche feiert das Noodle No 1 am Wilhelmsplatz Fünfjähriges, was in der Gastronomie schon alleine eine Ewigkeit ist, Macherin Fanny begleitet mich aber noch länger auf meinen Spachtelattacken in Stuttgart, die zu meinem heutigen Maradonna-Kessel geführt haben.
Fanny startete einst mit dem Wok am Rotebühlplatz, den es heute noch gibt und der mittlerweile von einem ihrer Brüder geführt wird.
Dort habe ich sie kennen gelernt, wenn wir nachts vom 0711Club zurück stolperten und gegen die ätzende Schnaps-Mischung im Magen noch einen Schwamm in Essensform brauchten. Egal wie blau, egal wie lallend, Fanny kommunizierte immer mit dem ihr eigenen Killer-Lächeln. Da konnte man beruhigt schlafen gehen.
Später führte sie dann verschiedene andere Dinger, den Imbiss gegenüber vom Ex-Zap (betreibt heute ein weiterer Bruder von ihr), nebenan hatte sie kurze Zeit einen Spezialitätenladen für asiatische Produkte, bevor sie schließlich im ehemaligen Comic-Laden Verleihnix die Gastro-Meile am Wilhelmsplatz komplettierte.
Hier hat sie in meinen Augen die asiatische Imbiss-Kultur in Stuttgart Messi-mässig nach vorne gebracht, frei von Glutamat und Ente süß-sauer. Zwar ist es manchmal herrgottsmässig voll, gerade im Sommer ist es draußen aber flauschig wie Buddha.
Ihr Lächeln und ihre Geduld hat sich Fanny behalten, zum Jubiläum hat sie sich so ne Art kulinarisches WM-Kontrast-Programm ausgedacht. Es gibt am 17.6. ein Mehr-Gang-Menü zum fairen Preis, ein Teil der Asche wandert direkt in ein Waisenhaus, das Fanny einmal im Jahr in ihrer vietnamesischen Heimat besucht (siehe Bildle, Fanny mit Mützle).
Ich freu mich drauf. Wenn Fanny ein bisschen Zeit hat, erzählt sie von ihren wilden Wok-Anfangsjahren, wo sie haufenweise Clubber satt machte. Werd ich immer ganz wehmütig, weil sie für mich der verlängerte gastronomische Arm des 0711Club war.
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