• 8

    Bring the Musikfernsehen back

    Beim letzten Video in unserer Serie kam wieder die Diskussion auf, dass es schade ist, dass es kein richtiges Musikfernsehen mehr gibt und dass alle MTV von früher und überhaupt vermissen. Man war sich auch relativ einig, dass YouTube-Surfen nicht die richtige Alternative ist, weil man da zu selten auf coole neue Videos trifft.

    Es gibt allerdings mit QTom eine ziemlich interessante Alternative – nämlich das “erste interaktive Musikfernsehen”. Das Ganze läuft im Internet oder als iPhone-/iPad-App bzw. auf einem internetfähigen Fernseher. Das Besondere: Man kann vorab entweder einen Channel mit einer bestimmten Musikrichtung aussuchen oder mittels Drehreglern sein persönliches Programm feinjustieren: Classic/New, Slow/Fast und Insider/Hits.

    Das alles macht irgendwie ziemlich viel Sinn, das Angebot scheint wirklich sehr umfassend zu sein, sowohl was neue Videos angeht als auch Classics, wie man in obigem Screenshot sieht.

    Der Stream läuft bei meiner mittelmäßigen DSL-Leitung recht zuverlässig, die Site läuft unter Silverlight (der Flash-Alternative von Microsoft), weshalb das Ding vielleicht bei mir auf Safari Zicken macht, mit Firefox geht’s aber.

    Alle Infos und der Link zu den Apps auf der Website.

     
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  • 28

    52 Videos/28:
    Dire Straits “Money For Nothing”

    http://www.veoh.com/videos/e1356598HpPD3tK

    Einmal will ich auch und hol dafür ne ordentliche Leiche aus dem Keller. Vorhin noch extra Mut angesoffen aufm Weihnachtsmarkt, schnell ins Büro, komm das machste jetzt, sonst ist 2011.

    Ich hatte mal eine Phase, da ging mir Rap brutal aufn Sack und Techno war noch nicht richtig in Hörweite (für mich zumindest). Das war so 1991, 1992, ich war 15, 16 und rutschte, wie wahrscheinlich fast jeder Jugendliche, in eine Beatles-und-so Phase. John war der Gute, Paul der Böse, rot, blau, weißes Album, Sgt. Pepper. Dazu Jimi Hendrix, Pink Floyd, die ganzen Schinken halt, außerdem Neues von U2, “Achtung Baby”, Riesengeschichte damals und Bono ganz toller Typ.

    Mitschuld an diesem bislang einmaligen Interesse an (Gitarren)Musik außerhalb von Rap und Techno trug auch die Revolution, die 1991 ins Wohnzimmer einbrach. Man nannte sie MTV, und MTV war damals sozusagen Bildungsfernsehen. Musikbildungsfernsehen. Kann man sich seit 10, 15 Jahren nicht mehr vorstellen, geht aber vielen Menschen meiner Generation so, nicht nur dem Rohleder. Aus heutiger Sicht grenzt allein der Gedanke daran fast schon an Perversion, dass man damals von Schulschluss bis abends ausschließlich Videoclips auf MTV angeschaut hat (komm, einer geht noch).

    Jedenfalls lief da ziemlich oft, unter anderem bei MTV Classics (hieß glaub so), “Money For Nothing” von dieser damals schon leicht opahaften Band. Der Song und der Clip waren nen Flash für mich, würde man heute sagen.

    Schätzungsweise war 1985 das Video sogar ziemlich spektakulär, 1991 immerhin noch spektakulär genug, dass ich dazu Luftgitarre vor der Glotze gemacht habe. Eigentlich habe ich immer und überall Luftgitarre zu “Money For Nothing” gemacht. Ich glaube, ich war der beste Money-For-Nothing-Luftgitarrist überhaupt auf der ganzen Welt. Das Mark-Knopfler-Stirnband musste man sich allerdings bei meiner Performance dazudenken.

    Na ja, jedenfalls hat mich diese piefige Mainstream-Combo damals recht schnell eingenommen. Vielleicht wollte ich Trucker werden, ich weiß es nicht mehr.

    Hab mir jedenfalls alle Tonträger, mal auf Schallplatte, mal auf CD, gekauft und war sogar auf einem Dire Straits Konzert, 1992 in – Achtung – Karlsruhe. OMG. Mein erstes Konzert überhaupt, mit Daddy. Wie immer  ein großartiger Auftritt von Mark Knopfler, der bekanntlich ein Quadratzentimenter Bühnenfläche benötigt. Dagegen flippt jede durchschnittliche Nonne beim morgendlichen Gebet mehr aus.

    Eine Weile habe ich mich wirklich geschämt, jemals Dire Straits-Fan gewesen zu sein, aber dann habe ich gelernt, dass man sich dafür nicht schämen braucht und zu seiner musikalischen Vergangenheit stehen muss. Denn das sind großartige Lieder, merke ich immer wieder, wenn z.B. “Sultans Of Swing” im Radio läuft. “Money For Nothing” ist vielleicht ihr bester Song, wie auch “Brothers in Arms” ihr bestes Album ist, bekanntlich die erste CD, die sich über eine Million Mal verkaufte, und jahrelang als Referenz-Silberling beim Boxentest in der Lerche diente.

    Im Büro haben der Brunni und ich einen Running-Gag. Ab und zu sagt einer einfach so “Mark Knopfler” oder “Mark Knopfler Alta”, und wir müssen beide lachen. Versteht wahrscheinlich keiner, ist aber auch egal.

     
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  • 4

    Zum Ersten, zum Zweiten, …

    Hat jemand mal Neurofuffzig? Kurt Cobain versteigert … Moment … nochmal, äh … Irgendjemand versteigert einen Brief, den Kurt Cobain 1993 an MTV geschrieben hat. Wird wahrscheinlich sackteuer das Ding.

    Richtig interessant ist der Brief eigentlich nicht und eine Sauklaue hat er auch gehabt, unser Kurtchen. Ich glaub er hatte auch gerade keine Briefmarke zur Hand, denn der Brief wurde nie abgeschickt. Fällt dann fast in die Kategorie “Unwritten Loveletter”.

    “Ach Anyway”, wie mein Vetter Bernd immer sagt:  Hier geht’s zur Auktion.

     
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  • 27

    Auch das noch …

    Aua. In China ist gerade ein Sack Fahrräder umgefallen. Denen geht’s da aber vergleichsweise gut. Hierzulande sieht die Sache ganz anders aus: MTV soll ab Januar zum Bezahlsender werden. Bin mir gerade noch nicht sicher, ob mir das eventuell ganz schön egal ist.

     
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  • 14

    Comeback des Jahrzehnts

    Kennt die noch jemand? Beavis? Butthead? MTV? 90er? Musikfernsehen? Sabbern? Headbangen? Videos? Egal. Comeback des Jahrzehnts: Wenn die New York Post keinen Blödsinn erzählt, dann feiern Beavis & Butthead in den USA die Rückkehr zu MTV mit neuen Episoden.

    Können dann auch gleich mal aufräumen, dem Typ von Poison eine reinhauen oder die Gören schütteln, die sich von ihren Müttern verkuppeln lassen und alles ständig “awesome” finden. Und dann bitte Musikvideos von White Zombie, Slayer und Crowbar spielen.

    Ich finde übrigens nicht, dass Butthead wie Günther Oettinger aussieht.

    YouTube Preview Image

     
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  • 29

    MTV verabschiedet sich
    von “Music Television”

    Dass MTV schon seit geraumer Zeit nicht mehr wirklich ein Musiksender ist, dürfte an sich kein Geheimnis sein. Immerhin ist der Anteil an Reality- und Pseudo-Reality-Formaten stetig zu Ungunsten von Musiksendungen gestiegen.

    Diesem Umstand zollt man nun auch optisch Tribut und das ist eine ganz spannende Sache, die fast geräuschlos über die Bühne ging.

    Der Sender hat nämlich die Zeile “Music Television” aus dem Logo gestrichen – das Logo zeigt jetzt nur noch das große “M” und “TV”.

    Dafür hat man aber nicht nur die entsprechende Unterzeile weggenommen, sondern einfach kurzerhand die Beine vom M “amputiert”. Sieht ziemlich radikal aus. Gut, das Programm hat sich auch radikal geändert – leider.

    Hier sieht man es am besten:

    (Foto von Designtagebuch)

    Laut Musikwoche wird “die erste Umgestaltung der grafischen Senderkennung seit 29 Jahren vom Management bewusst herunter gespielt. Marketingleiterin Tina Exarhos erklärte: “Die Zuschauer von heute sprechen bei MTV nicht von Music Television. Sie haben nicht dieselbe emotionale Bindung zu unserem Sender, wie zum Beispiel jene Menschen, die nun über das Logo-Redesign schreiben,” wie zum Beispiel auch das Designtagebuch.

    Tja, da hat die Tina vielleicht sogar recht – ich bin tatsächlich mit MTV und herausragenden Sendungen wie “Yo! MTV Raps” aufgewachsen und der Ästhetik von Musikclips geprägt worden.

    Ich glaube aber trotzdem, dass auch die “heutigen Zuschauer” (also die Kids, wenn ich das richtig deute) auf eine anständig und fachmännisch kompilierte Musiksendung stehen würden, statt sich bei Youtube durchwurschteln zu müssen. Ist aber nur meine Meinung, gell.

     
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