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    Hate-Slam Recap

    3000 Meter Schlange, etliche sind nicht reingekommen, oder wie der Gaedt sagt: “Hass und Häme machen den Laden voll.” Ansonsten selbsterklärend. Gewonnen hat Alexander “Sandy Franke von DASDING.

     
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    Blog vs Bild

    Kleines Netzdrama gestern: Die BILD soll vom Verein Deutsche Sprache einen Preis bekommen für die Schlagzeile des Jahres, lautete “Yes, we scan!” (veröffentlicht am 10. Juni, Obama, NSA, überwachen und so). Ist aber gar nicht von ihnen, sondern entwickelte sich ein paar Tage davor in SPON-Foren, in die Comments  von Netzpolitik rüberdroppte und letztendlich Nerdcore-Rene dieses Plakat gestaltete und am 8. Juni veröffentlichte: 

    yeswescan

    Ging Rene abartig aufn Sack, gerade weil eben auch BILD und hat gestern gut Terror und Welle gemacht (hier nachlesen) mit dem Resultat, dass die BILD den Preis nicht annimmt (der Verein hätte ihn trotzdem der BILD gegeben).

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    Silicon-Valley-Digi-Bart Diekmann setzt auf Sympathiepunkte im Netz bzw. steht jetzt wohl als “Netzversteher” da (Rene), allerdings sagt allein der Satz “In BILD stand sie am größten, aber nicht zuerst” viel über das Selbstverständnis der Blattmacher aus. Am größten ist immer geil, kenn ich aber leider nicht von meinem Pimmel und wünsche einen schönen Tag.

    PS: Is eigentlich kalt oder ich nicht mehr so hart oder ist mein Flachmann schon wieder leer? (Thanks JMO2)

     
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    Tumblr des Tages: Uffington Post

    Bildschirmfoto 2013-10-11 um 09.44.15

    Die Zukunft des Journalismus für die einen, üble Contentfarm für die anderen, ging gestern mit großem Tara (zumindest wurde auf Twitter viel taratiert) die deutsche Ausgabe der Huffington Post online. Nun ja, schauen wir mal wie der Kaiser. Habse mal gebookmarked, möge sich jeder sein eigenes BILD machen.

    Die Netzreaktionen (auch außerhalb von Twitter-Eitelkeiten) haben nicht lange auf sich warten lassen und z.B. hat Kollege Plavec in der StZ Online die Seite analysiert und die Ereignisse im Vorfeld und das System HuffPost zusammengefasst. Medienexperte und Gründer des BILDBLogs Stefan Niggemeier ging die Sache auf der einen Seite etwas lustiger an und hat prompt seinen ersten Tumblr, wie er sagt, namens Uffington Post zusammengeschrubbt , zwar noch nicht viel drauf, aber man kann schon drei mal gut lachen. Auf seiner eigenen Seite hat er sich schon am Mittwoch die amerikanische Ausgabe nochmals genauer angeschaut, Überschrift “Die Huffington Post und die Inflation der Aufmerksamkeit”.  

    Zumindest in Clickzahlen scheint die ständige Überreizung zu funktionieren, auf Twitter vermeldete man gestern Abend die ersten 500.000 Page Impressions der deutschen Ausgabe. Ansonsten: Schauen wir mal.

    http://uffingtonpost.tumblr.com/

     
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    Der Prinz ist tot. Lang lebe der Prinz

    Zum Ende vom PRINZ, zumindest als Print-Titel, habe ich ich mich in unserer Kolumne im aktuellen re.flect an meine Zeit in der PRINZ-Redaktion zurückerinnert. 

    „Die “Mutter aller Stadtmagazine” war eigentlich schon immer nutzlos“, textete im November ein wahrscheinlich unter 30-jähriger Autor auf Spiegel Online, als bekannt wurde, dass das Stadtmagazin Prinz nach über 25 Jahren in der Print-Version eingestellt wird und ab Januar nur noch online erscheint.

    Das – wie auch der restliche, leider eher polemische Artikel – ist nicht nur falsch, sondern auch unfair. Denn der Prinz hatte, vor allem, aber nicht nur in Stuttgart zumindest „früher“ durchaus eine Bedeutung, eine Berechtigung und vor allem Relevanz. Wer das nicht weiß oder nicht anerkennt, der ist zu jung. Was ja an sich nicht schlimm ist, aber dann sollte man auch nicht urteilen.

    Ja, ich bin befangen, ich habe zwei mal längere Zeit bei Prinz Stuttgart gearbeitet. Ich kann so aber auch so manche Meinung zu und über „den Prinz“ (ich habe nie verstanden warum nicht wenige Leute „die Prinz“ sagen) als Vorurteil bloßstellen.

    Dazu kommt, dass meine „Prinz-Jahre“ beruflich mit meine besten waren. Ich habe wirklich schon in vielen Firmen bzw. Agenturen gearbeitet, aber nirgends war die Atmosphäre so gut wie dort. Auch in meiner zweiten Phase, als es schon ein paar Entlassungen gegeben hatte.

    Ich will meine ganz persönliche Prinz-Geschichte erzählen und damit einen positiven Nachruf auf ein Stuttgarter Stadtmagazin.

    Zum ersten Mal mit Prinz in Berührung gekommen bin ich, als ich noch nicht mal in Stuttgart gewohnt habe – ich habe mit meinem Bruder zusammen eine Party im Jugendhaus Heslach (wo die Fantas auch ihren ersten Gig hatten) veranstaltet, und wir haben bei Prinz wegen einer Präsentation angefragt. Wir sind voller Ehrfurcht in die Redaktion in der Alexanderstraße gegangen und haben den damaligen „Partyredakteur“ Stefan Strauß getroffen, den wir schon als DJ aus dem Unbekannten Tier kannten. Und verdammt waren wir stolz, als ein Mini-Mini-Text unsere Party angekündigt hat.

    Mit dem Umzug nach Stuttgart 1995 wurde ich mehr oder weniger regelmäßiger Prinz-Leser, Lift war mir damals schon zu „alternativ“. Kurz später beim Studium erzählte dann ein Kommilitone, dass er sich bei Prinz für ein Praktikum beworben hatte. Ich fand das eine gute Idee, tat es ihm gleich und saß zwei Wochen später mit zitternden Knien vor Chefredakteurin Sabine Gallner im Büro. Und sie war so unglaublich nett und cool, dass mir die Spucke weg blieb.

    Ich bekam das Praktikum, durfte schon vorab einen Text schreiben und bin fast vor Stolz geplatzt, als ich meinen ersten eigenen, zugegeben sehr kleinen Artikel im Prinz gesehen habe.

    Und irgendwann war ich dann Praktikant, danach fester freier Autor, Online-Redakteur und Jahre später nochmal freier Autor. Und verbinde unglaublich viele schöne und skurrile Erinnerungen mit dieser Zeit.

    Das legendäre Nightlife-Fotoarchiv – mit echten Fotos in Klarsichthüllen wohlgemerkt – das ich als Praktikant sortieren musste und das echte Schätze barg, die nicht alle an die Öffentlichkeit durften.

    Meine diversen Cameo-Auftritte als Fotomodel, sei es für eine Single-Story oder für Mode (true story).

    Der Anruf von Ali Schwarz in der Uni auf dem Handy (1997!), ob ich mit zu einem Tiefschwarz-Gig nach Kroatien fliegen möchte (was leider nicht geklappt hat).

    Die 24-Stunden-Stuttgart-Reportage, für die wir – zeitweise zusammen mit Uwe Reiser – tatsächlich von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr morgens in Stuttgart unterwegs waren.

    Der E-Mail-Chat mit Viva Plus-Bösewicht Niels Ruf.

    Die Live-Chats mit Afrob und Tyron Ricketts am „Internet-Rechner“ – damals hatten zwar schon alle Macs Email, aber nur der PC Internet. Aus Sicherheitsgründen.

    Mein Telefon-Interview mit Jasmin Wagner alias Blümchen, von der ich echter Fan war, bei dem ich echt nervös war und bei dem sie echt bescheuert war.

    Das Kolchose-Tour-Abschluss-Konzert, das ich Glücklicher vom Fotograben aus erleben durfte.

    Der legendäre Prinz Nightlife Award, wo ich einen Anruf von Andreas „Bär“ Läsker bekommen habe, warum DJ Schlumpf nicht nonimiert wäre. Wo 2500 Leute in einer alten Kantine standen. Wo Thomas D hinter der Bühne höflich angefragt hat, ob er eventuell spontan „Rückendwind“ performen könnte. Wo Tiefschwarz, Massive Töne und Afrob mit Max aufgetreten sind.

    Der Flug nach Paris, wo ich die Gewinner eines Gewinnspiels für eine Nacht in einer Pariser Großraumdisco begleiten durfte.

    Die Landdisco-Tour, wo auch noch in den 90er Jahren Menschen mit „I‘m The Boss“-Hosenträgern auf den Boxen getanzt und einen Menschen mit Dreadlocks wie einen Alien angeguckt haben.

    Die Klatsch-Rubrik auf der letzten Seite, die ich – eine ehrenvolle Aufgabe – einige Zeit geschrieben habe und mit der man noch echte Skandale provozieren konnte.

    Mein Gig im Perkins Park bei einer Prinz-Party, von dem Uwe Hacker so begeistert war, dass er mich später im kleinen Club ständig übers Mikro zu sich gerufen hat.

    Meine damalige Freundin, die ich bei Prinz kennengelernt habe und mit der ich bei einem Valentinstag-Dinner, das mir ein netter Kollege überlassen hatte, zusammengekommen bin.

    Und so vieles mehr.

    Und um auch mal Namen zu nennen: Danke Sabine Gallner, Michael Setzer, Oliver Seibold und Ariane Holzhausen für eine verdammt gute Zeit und für ein verdammt gutes Heft.

     
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    Hate Slam Recap

    Sechsminütige Recap vom ersten Hate Slam, vergangenen Donnerstag in der Schräglage. Redakteure verschiedener Printmedien lesen böse Leserbriefe vor, die es nie ins Blatt geschafft haben, weil einfach zu daneben. Kam scheinbar ziemlich gut an, wie man oben sieht.

     
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    Heute Abend: SWRdirekt “Wer glotzt denn noch TV?”

    Im Rahmen des Stuttgarter Medienkongress findet heute Abend im Geno Haus, Heilbronnerstraße, die “multimediale Veranstaltungsreihe” SWRdirekt statt. Dabei wird diskutiert: “Wer glotzt denn noch TV?” Geht alles in allem ein wenig um Analoges Zeitalter vs. Internet, sprich wer überhaupt noch Tageszeitung liest, Radio hört oder eben Fernsehen guckt.

    Neben SWR-Moderatorin Eva Gnädig hocken in der Diskussionsrunde:

    • Daaruum (Youtuberin)
    • Mercedes Lauenstein (jetzt.de/ Süddeutsche Zeitung)
    • Hadnet Tesfai (MTV, Pro7, Bloggerin)
    • Dr. Kai Gniffke (Tagesschau)
    • Frederik Peters (SWR)
    • ein Dire Straits-Fan von KTV

    Die Sendung wird gestreamed, außerdem können sich Interessierte per Mail, Facebook oder Twitter in die Diskussion einschalten.

    Da ich aus dem Printbereich komme und auch immer noch im Druckgeschäft arbeite, hab ich in Vorgesprächen schon gesagt, dass wir diese Diskussion schon seit 10 Jahren führen (da kam das Thema nämlich erstmalig bei Sub Culture auf, Tenor “ihr werdet bald aussterben”) und wahrscheinlich in 10 Jahren immer noch darüber diskutieren. Bin gespannt zu welchen neuen Erkenntnissen wir heute Abend kommen.

    Die Youtuberin Daaruum hat sich ebenfalls schon mal vorab 15 Minuten lang Gedanken gemacht.

    YouTube Preview Image

    Und noch der Trailer zum Medienkongress.

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    SWRdirekt “Wer glotzt denn noch TV?” – ab 18 Uhr live im GENO Haus oder Stream
    Mehr Infos hier oder auf der nächsten Seite. 

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    Elchtest: Ausflug zum SWR

    (Der neue Todesstern Das neue Medientraumschiff für die Region. Außen geht so, innen ohho.) 

    Grandioser Schock letzten Freitag. Die vom SWR laden uns, also UNS Bachel, zu einer Pressekonferenz ein. Genauer gesagt zur Jahres-Pressekonferenz 2012. Natürlich haben sie noch jede Menge andere Hörschte eingeladen, wir sind trotzdem vor lauter Stolz nicht nur fast sondern geplatzt.

    Die Konfi, wie wir Fans sagen, steigt in ihrem neuen Reihenhäusle (ohne Garten) in der Neckarstraße, schreiben sie, der wahrscheinlich schönste Neubau des Universums seit der Bib oder dem Jugendhaus im Cannstatt, das wollen sie uns gerne neben der programmatischen Marschroute für das Weltuntergangsjahr zeigen.

    Prinzipiell gehe ich nie auf Pressekonferenzen, weil ausser verlorene Zeit letztendlich nix Essentielles bei rauskommt was man nicht schon auch auf einer Presseinfo nachlesen kann. Keine Ahnung wann ich überhaupt zuletzt auf einer war, denke so vor acht Jahren für Sub Culture. Falsch, ich war zwischendurch auf Presseterminen für die StZ, so im Haus des Waldes mit irgendwelchen Staatssekretären und anderen seltsamen Politikern, die dringend Fotos mit Kindern machen mussten.

    Für KTV war es jedenfalls eine kleine PK-Premiere. Gab handfeste Gründe für das Debüt, denn der kleine, dynamische und flexible Familienbetrieb lockte mit einem wahnsinnigen Line Up:

    • Peter Boudgoust, Cheffe aka Intendant
    • Jan-Josef Liefers, nicht als Boerne sondern als Baron von Münchhausen
    • Kopper vom Tatort Ludwigshafen alias Andreas Hoppe
    • Enie van da Meiklokjes

    Man sieht: Das ist besser das SEMF- und HipHopOpen-Programm zusammen, das ist ein Happening, ein grandioses Event, eine Gala und die Raumschiff Enterprise unter den Pressekonferenzen. Da geht man hin, das lässt man sich nicht entgehen. Wäre die Party öffentlich gewesen, wären Minimum 12.298 Leute gekommen. Gibt ja Stullen und Butterbrezeln. Und Kaffee.

    War also bisschen aufgeregt, ganz früh aufgestanden und rechtzeitig schlau gemacht welche Bahn ich nehmen muss. Die Hinfahrt von S-Mitte nach Haltstelle Metzstraße verlief problemlos in genau acht Minuten, die U-Bahn kam trotz dieser “Russenkälte” (Ist das wirklich eine BILD-Kreation?) absolut pünktlich.

    Das Gebäude wiederum ist so neu, dass von außen noch nicht mal die vollautomatische Halbkreistüre aufging sondern von innen ein Mitarbeiter unter den Bewegungsmelder durchlaufen musste, damit sie sich öffnete. Wenn sie sich da bitte anmelden würden, gerne, hallo zusammen, ich bins, der Bachelor.

    Nahm gleich meine Lieblingsrolle an, die Falschgeldrolle, und bin wie Falschgeld im Foyer rumgeistert, Frau Wasserbäch förmlich begrüsst (manchmal ist sie doch sehr förmlich) und kurz das Büffet begutachtet.

    Zwar das Kleine-Belegte-Brötchen-Einmaleins, aber bisschen rar für das Mega-Happening dachte ich, war aber wiederum egal, weil ich eh gefrühstückt hatte. Profi. Später kam die Theorie auf, wenn das Bankett feudaler ausgefallen wäre, hätte wieder jeder gemotzt, jaja, unsere Gebührengelder stecken in sexy Fingerfood.

    Nee, die wurden schon in das Reihenhaus investiert. Ein groß gewachsener Herr bat uns doch bitte in einem der neuen Studios Platz zu nehmen. Da saß schon LIFT-Kollegin Nina und die Stars waren auch schon da. Fast.

    Bekamen wohl letzte Instruktion von Wieland Backes, Sposs, Clemens Bratzler, der das ganze moderieren sollte. Guter Typ übrigens wie ich finde, macht einen nice Job. Aber wo ist Herr Liefers? Dafür trägt der Kopper geile Stiefel, Modell Hundeschlittenrennen in Alaska. Kann man die Tage durchaus aus dem Schrank holen.

    Vor mir platzierte sich übrigens Frau Tina Gaedt von der BILD.

    Das ist die in der Mitte, Frau von Michael Gaedt. Während er mittellustig ist, hat sie ein mittleres Gedächtnis. Als sie an mir mit ihrem etwas fragwürdigen, gescheckten violetten Pelz vorbeirennt, sag ich: “Ah die Frau Gaedt kennt mich auch nicht mehr!” (Wir haben uns nämlich mal kennengelernt.) “Huch, hallo und sorry, ich hab wieder mal nur Augen für die wichtigen Leute und hab die ganze Zeit auf Herrn Boudgoust geschaut”, entschuldigt sie sich. Ich sag ja: Bachel.

    Ne zeitlang hat sie bei mir ab und zu angerufen, wenn was ganz schlimmes passiert ist. “Martin, da gibt es einen Toten, weißt du was? Komm sag schon, du weißt doch was!” Der Kontakt ist recht schnell, öhm, eingefroren, weil ich mit Toten und Crime nicht so recht dienen konnte. BILD-Mitarbeiter des Monats bin ich jedenfalls nicht geworden.

    Kurz bevor es losging wollte ich doch WLAN haben, vielleicht bisschen Quatsch twittern, guckte fragend durch den Raum und Herr Boudgoust persönlich erkundigte sich freundlich, ob er mir helfen könnte. Wo isn die Dame mit dem WLAN, Herr Intendant? Kam sie, hat trotzdem nicht funktioniert. Nokia for the f.u.c.k.. Manchmal.

    Dann ging es los, kurze Begrüssung von Bratzler, das ist eines unserer neuesten Studios, topmodern, der Oberknaller, machen aber trotzdem erst mal nur Sport im Dritten hier drin. Herr Boudgoust erklärte selbst weiter, dass sie total glücklich sind über das “Multimediahaus” mit 460 KM verlegten Elektroleitungen, hier sollen TV, Radio und Internet dank kurzer Wege zusammenwachsen, es wäre ein “Versprechen an den Nutzer bestes Programm zu bieten”. Oder so. Auf jeden Fall ist das wohl scheinbar eines der modernsten Sendestudiokomplexe in Europa überhaupt.

    Die brandneue Beleuchtungsdecke wäre hammerhammerhart…

    …spart wiederum Zeit und die niegelnagelneue LED-Wand im Hintergrund total viel Watt. Kurze Reise in die 70er:

    Die Option Lagerfeuer gab es auch, nicht fotografiert, manche haben “aaaaawww” gerufen. Fands nur komisch, dass man den Superman-Raum nur für Sport im Dritten verwendet.

    Die Nachrichten kommen zukünftig aus dem Grünen Raum, kurze Schalte rüber zum schwäbischen Anchorman…

    …der meint, der Raum wäre komplett grün und sonst wäre nur er und der Tisch darin echt. Boudgoust meint, sie wissen noch nicht wann sie daraus senden können, wäre “keine triviale Umgebung”, aber man macht jeden Tag Fortschritte. Vielleicht im April. Ganz witzig blendete man als Nachrichtenbeispiel ein 4:1 des VfB gegen die Bayern im Pokal ein. Da haben wir gelacht. Eigentlich muss man ja weinen.

    Dann ging es bisschen um die junge Leud´, gibt ein paar neue Shows, alles mit Trailern untermalt, unter anderem Lautstark auf einsplus (Moderatorin zur Band: “Ihr habt ja nun mal richtig gute Körper.” ), eine Friseur-Doku-Serie, ein Reportageformat namens “Mission Mittendrin”, der Heini muss sich auf diverse Abenteuer einlassen (“Reite eine Welle und werde Teil der Funsportszene”) und so weiter und so fort.

    Bratzler insistierte bei Boudgoust, ja macht man denn nun genügend für die Junge, von außen hört man immer, eigetnlich nicht so, Boudgoust meint, ja doch, total viel, voll super und “wir schaffen das auch ohne abgehalfterte C und D Stars die Jungen anzusprechen”. Und unter dem Strich werden da mehrere Milliönchen investiert, meinte später.

    Und was noch so? Jede Menge. Neben total vielen neuen regionalen Serien ist man tatsächlich dabei den ersten schwäbischen Kinofilm zu lancieren (“Die Kirche bleibt im Dorf”), ob man das braucht ist die andere Frage, zeigt aufwendige Dokus über Adenauer, Rommel und Caterina Valente (super Kette), bringt “Ulysses” von Joyce als 20-stündiges (!) Radioereignis (Sprecher u.a die Harfouch und der Freddie Schenk) und natürlich der Baron von Münchhausen an Weihnachten 2012. Schalte zu Liefers zum Drehort Lubu. Da war endgültig klar, der kommt nimmer.

    Labert übrigens in Echt fast in demselben Tonfall wie Professor Boerne. Vielleicht hat er das nur absichtlich gemacht, weil die Fans da waren. Über seine Rolle als Münchhausen hat er sich total gefreut und voll gut vorbereitet, erzählt er.

    Der Kopper stellte noch seine neue Ernährungssendung vor…

    …Motto “regional und saisonal”, wirklich auch ein ganz guter Tüp, wie der Tobsen sagen würde. Enje wiederum startet übrigens bald mit einem Kollegen so eine Quizshow, “Meister des Alltags” heißt die, klang bisschen lame alles.

    Hab Koppers Bühnenauftritt genutzt und eine Frage gestellt:

    “Herr Kopper, äh, Hoppe, mein alter Freund und Leser Ken meint, Lena Odenthal ist total fürn Arsch. Was sagen sie dazu?”

    “Sehe ich auch so, aber die kommt in einer der nächsten Folgen ums Leben und dann ermittel’ ich gemeinsam mit Charlotte Lindholm.” (Herzinfarkt Ken) 

    Sensation! Ein Raunen ging durch das Publikum. Okay, war alles erstunken und erlogen.

    Wahr ist: Im Mai kommt der nächste Odenthal-Tatort und der wird garantiert – na wie? – ned schlecht! Trailerpark:

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    Die Weltneuheit daran (nicht erstunken und erlogen): Direkt im Anschluss kann im Internet der Fall weitergesponnen werden, weil, so die Presseinfo, ein Geheimnis am Ende offen bleibt. “Dieses Rätsel kann von den Nutzern im interaktiven Tatort-Spiel im Netz gelöst werden.”

    Fazit: Alles verdammt super beim kleinen Familienbetrieb, unsere Kohle ist ganz gut investiert in die Markenzeichen “Regionalität” und “Aktualität” und bisschen ambitionierte Großproduktionen. Aber na ja, Hauptsache Tatort kommt.

    Tiefpunkte gab es übrigens auch auf der Konfi, man spielte “weltexklusiv” einen Udo Lindenberg Song vor. Da sang er in Englisch. War grauenvoll. (Gut, ich finde Lindenberg bei allem Respekt sowieso grauenvoll.) Macht er als alter Hesse-Fan wegen dem Hesse-Jahr, das auch im SWR prominent gefeatured wird.

    Mir grad egal, wie auch der Studiorundgang, den ich gleich abgebrochen haben, weil man nicht fotografieren durfte. Im Studio nebenan sah es noch aus wie bei Hempels unterm Sofa, da war die Salatplatte Nizza in der Kantine schon attraktiver, auf die mich SWR-Social-Media-Fachmänner Guido und Patrick plus gute Gespräche (Copyright Stefan Kaufmann) einluden. Danke dafür und danke für die Einladung, habe die Ehre und vielleicht bis zum nächsten Jahr – falls ihr uns nochmals einladen solltet.

     
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