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    52 Videos/26: The Verve
    “Bitter Sweet Symphony”

    Am 25. Nov 2010, 17:30 Uhr von Thorsten W.

    Just another Banger. Warum? Weil das Video einfach cool ist, weil der Song top ist und weil Richard Ashcroft der coolste Britpopper gleich nach Liam Gallagher und Jarvis Cocker ist. Und klar, ich hatte auch die Wallabees von Clark’s, beste Schuhe von Welt, haben fast 10 Jahre gehalten.

    Der Rest ist schnell erzählt: Das Lied basiert auf “The Last Time” von den Rolling Stones und das Video basiert auf dem bei Kessel.TV schon öfter zu Ehren gekommenen “Unfinished Sympathy” von Massive Attack. Und hier gibt es noch eine nicht besonders lustige Parodie des Videos.

    Bitter Sweet Symphony - EP - The Verve

    [vimeo]http://vimeo.com/16754796[/vimeo] Just another Banger. Warum? Weil das Video einfach cool ist, weil der Song top ist und weil Richard Ashcroft der coolste Britpopper gleich nach Liam Gallagher und Jarvis Cocker ist. Und klar, ich hatte auch die Wallabees von Clark's, beste Schuhe von Welt, haben fast 10 Jahre gehalten. Der Rest ist schnell erzählt: Das Lied basiert auf "The Last Time" von den Rolling Stones und das Video basiert auf dem bei Kessel.TV schon öfter zu Ehren gekommenen "Unfinished Sympathy" von Massive Attack. Und hier gibt es noch eine nicht besonders lustige Parodie des Videos.

     
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  • 10

    52 Videos/07: Massive Attack “Teardrop”

    Am 17. Jun 2010, 09:00 Uhr von Thorsten W.

    YouTube Preview Image

    Oh Mann, wieder so eine Band, bei der es schwerfällt, sich ein Video rauszusuchen. Mein Lieblingsvideo von Massive Attack, “Unfinished Sympathy”, hatten wir ja schon an der ein oder anderen Stelle, und für jemanden, der es nicht von damals kennt, ist es wahrscheinlich ziemlich unspektakulär.

    Als erstes anderes Video ist mir dann “Teardrop” eingefallen – das hat damals glaube ich auch bissle für Aufsehen gesorgt. Zum einen natürlich wegen der bestechenden Idee, zum anderen polarisiert es auch auf eine Art – ich denke manche werden es eklig finden. Ich finde das Video wunderschön und zusammen mit der Musik irgendwie sehr mediativ.

    Erschienen ist der Song vom Album “Mezzanin” 1998, die schöne Stimme gehört Elizabeth Frasier von den Cocteau Twins, der Regisseur heißt Walter Stern. Und der ist u.a. für einige der besten Videos von Prodigy und außerdem für “Bitter Sweet Symphony” von The Verve (ja ja, kommt ja noch) verantwortlich.

    [youtube width="470" height="344"]http://www.youtube.com/watch?v=hQ9l4fx0cek&feature=related[/youtube] Oh Mann, wieder so eine Band, bei der es schwerfällt, sich ein Video rauszusuchen. Mein Lieblingsvideo von Massive Attack, "Unfinished Sympathy", hatten wir ja schon an der ein oder anderen Stelle, und für jemanden, der es nicht von damals kennt, ist es wahrscheinlich ziemlich unspektakulär. Als erstes anderes Video ist mir dann "Teardrop" eingefallen - das hat damals glaube ich auch bissle für Aufsehen gesorgt. Zum einen natürlich wegen der bestechenden Idee, zum anderen polarisiert es auch auf eine Art - ich denke manche werden es eklig finden. Ich finde das Video wunderschön und zusammen mit der Musik irgendwie sehr mediativ. Erschienen ist der Song vom Album "Mezzanin" 1998, die schöne Stimme gehört Elizabeth Frasier von den Cocteau Twins, der Regisseur heißt Walter Stern. Und der ist u.a. für einige der besten Videos von Prodigy und außerdem für "Bitter Sweet Symphony" von The Verve (ja ja, kommt ja noch) verantwortlich.

     
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  • 6

    52 Albums/47: Tricky “Maxinquaye”

    Am 10. Mrz 2010, 14:47 Uhr von martin

    Ich glaube, Tricky ist der Musikkünstler, der mich am meisten enttäuscht hat.

    Immer mal wieder habe ich ihm nach seinem famosen Debütalbum „Maxinquaye“ von 1995 eine Chance gegeben, freilich blind damals das zweite Album „Nearly God“ gekauft (was ein blöder Titel eigentlich) und vor einigen Jahren den Longplayer „Blowback“, über den ich irgendwo gelesen habe, der wäre mal wieder ganz gut, aber nach ein oder zweimal anhören doch wieder in die Ecke stellte.

    Die Spex feierte wiederum erst neulich sein Projekt mit der South Rakkas Crew. Ich habe es mir prompt auf iTunes durch geskippt, fands net so dolle; gestern erst in der Lodown eine knackig-fiese 1/10 Rezi gelesen.

    Tricky hatte schon immer was von einem Streuner, einem Heimatlosen, nicht Fisch, nicht Fleisch. Er weiß nicht wo er hin soll. Dazu passte auch die halbgare Filmrolle in „Das fünfte Element“, in dem er einen Handlanger des Oberschurken (Gary Oldman) spielte.

    Das wäre vielleicht so der rote Faden seiner Karriere, der sich von Beginn an durchzog. Schon unter so manchen Kritikern galt sein Debütalbum „Maxinquaye“ als schwacher Massive Attack-Abklatsch, aus deren Umfeld Tricky bekanntlich stammte, quasi ein Profiteur im Fahrwasser der tiefen Spuren, die „Blue Lines“ und „Protection“ hinterlassen haben.

    Ich fand „Maxinquaye damals unendlich fett, was natürlich mitunter an der Songkette „Ponderosa“, „Black Steel“ (Public Enemy Coverversion) und freilich dem wahnsinnig betörenden Schleppbeat-Klassiker „Hell Is Around The Corner“ lag. Ein paar Monate zuvor hatten Portishead ja dasselbe Isaac Hayes Sample für den Titel „Glory Box“ verwendet. Die Maxis habe ich mir später in meinem anfänglichen Ebay-Wahn ersteigert, speziell für lange Nächte im Oblomow.

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    Ich glaube, Tricky ist der Musikkünstler, der mich am meisten enttäuscht hat. Immer mal wieder habe ich ihm nach seinem famosen Debütalbum „Maxinquaye“ von 1995 eine Chance gegeben, freilich blind damals das zweite Album „Nearly God“ gekauft (was ein blöder Titel eigentlich) und vor einigen Jahren den Longplayer „Blowback“, über den ich irgendwo gelesen habe, der wäre mal wieder ganz gut, aber nach ein oder zweimal anhören doch wieder in die Ecke stellte. Die Spex feierte wiederum erst neulich sein Projekt mit der South Rakkas Crew. Ich habe es mir prompt auf iTunes durch geskippt, fands net so dolle; gestern erst in der Lodown eine knackig-fiese 1/10 Rezi gelesen. Tricky hatte schon immer was von einem Streuner, einem Heimatlosen, nicht Fisch, nicht Fleisch. Er weiß nicht wo er hin soll. Dazu passte auch die halbgare Filmrolle in „Das fünfte Element“, in dem er einen Handlanger des Oberschurken (Gary Oldman) spielte. Das wäre vielleicht so der rote Faden seiner Karriere, der sich von Beginn an durchzog. Schon unter so manchen Kritikern galt sein Debütalbum „Maxinquaye“ als schwacher Massive Attack-Abklatsch, aus deren Umfeld Tricky bekanntlich stammte, quasi ein Profiteur im Fahrwasser der tiefen Spuren, die „Blue Lines“ und „Protection“ hinterlassen haben. Ich fand „Maxinquaye damals unendlich fett, was natürlich mitunter an der Songkette „Ponderosa“, „Black Steel“ (Public Enemy Coverversion) und freilich dem wahnsinnig betörenden Schleppbeat-Klassiker „Hell Is Around The Corner“ lag. Ein paar Monate zuvor hatten Portishead ja dasselbe Isaac Hayes Sample für den Titel „Glory Box“ verwendet. Die Maxis habe ich mir später in meinem anfänglichen Ebay-Wahn ersteigert, speziell für lange Nächte im Oblomow. Wenn man sich heute durch „Maxinquaye“ klickt, erschrickt man geradezu vor der erdrückenden Stimmung dieses Werkes. Mit 18/19 zu meinen Abi-Zeiten in den dunklen Mitt-90ern war das damals für mich und ein paar Freunde der bouncende Shit schlechthin und gleichzeitig der Soundtrack zur pseudophilosophischen Lebensphase, die man ja meist mit 16/17/18/19 bekommt (Wer bin ich, was mach ich eigentlich hier, was will ich? Ram, nix, nix). Kurzum, „Maxinquaye“ ist wahrscheinlich neben Jay-Zs „Reasonable Doubt“ das Album, dass ich am allermeisten gehört habe. Und deswegen erinnert mich „Maxinquaye“ zum einen an meine letzten Schuljahre, zum anderen an ein Mädchen, dass ich exakt wegen diesem Album kennengelernt (bei der Skiausfahrt, ey cool, du hörst Tricky) und jahrelang nicht bekommen habe und letztendlich an den Ford Sierra meiner Eltern. Der Ford Sierra 2.0 i.S. war ein Killergefährt samt Spoiler, eine circa 15 Zentimeter breite Kautschuk-Latte, schäbig auf das Heck drauf gepappt, ohne jeglichen Sinn. Denn dieser Spoiler verbesserte garantiert nicht die Straßenlage des 125 PS-starken Gefährts und machte den weißen Flitzer wirklich nur bedingt attraktiver. Ich glaube einfach, meine Vater wollte einmal im Leben ein Rennfahrer sein – und das 20 Jahre lang. Denn meine Eltern sind grundsolide Menschen und da fährt man 20 Jahre lang dasselbe Auto; eine Einstellung übrigens, die zwar nicht die Wirtschaft ankurbelt, aber ich absolut nicht verwerflich finde. Letztes Jahr ging der stets wohlgepflegte, aber längst schwer ächzende Sierra mitten auf der B10 endgültig an Arsch, was speziell meine Mutter schwer verkraftet hat, da sie spät den Führerschein gemacht hat und mit dem Auto quasi „groß geworden ist“. Nachdem wiederum ich im Sommer 1995 erfolgreich nach dem ersten Versuch den Führerschein in der Hand hielt (O-Ton Prüfer: „Jetzt fahret se doch mal zu Herr Elbert!“) gab es für meine Eltern überhaupt keine Diskussion: Der Junge darf mit dem Sierra fahren, so lange er kein eigenes Auto hat. War bei manchen meiner Freunde ein ziemlich heikles Thema, das Auto der Eltern. Manche haben es absolut gar nicht bekommen. Und wie das so ist, wenn man frisch den Führerschein hat, fährt man halt nächtelang mit seinen Kumpels kreuz und quer durchs Gäu, immer jede Menge Kassetten on Board. Irgendwann landete „Maxinquaye“ im Wagen und lief in der Fahrgastzelle auf Dauerrotation – gerade auch wenn ich erwähntes Mädchen ganz gentleman-like bis an den Arsch der Welt nach Hause fuhr. Ging halt aber leider nie was. Vielleicht hätte ich doch etwas fröhlicheres einschieben sollen. P.S: Apropos Enttäuschung: Trickys Konzert im Ludwigsburger Form, 1996/1997 (?) war, wie seine nachfolgenden Alben, ebenfalls eine blanke Enttäuschung. Wie es wohl (damals) für ihn üblich war, stand er die meiste Zeit mit dem Rücken zum Publikum, der Messias hat kaum mit uns gesprochen und das Set war stinklangweilig obendrauf. Ich bin selten so unbefriedigend nach Haus gegangen.

     
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  • 21

    Massive Attack – Heligoland

    Am 5. Feb 2010, 07:00 Uhr von Thorsten W.

    Es gibt Alben, die sind bei Veröffentlichung einen eigenen Post hier wert. Ein neues von Massive Attack gehört sicher dazu – und heute wird “Heligoland” (übrigens tatsächlich das Englische Wort für Helgoland) veröffentlicht. Und im Vorfeld wurde nicht nur bekannt, dass die Band jetzt wieder in voller Originalbesetzung ist, sondern das Album hat auch vorab sehr gute Rezensionen bekommen.

    Dank des Links gestern von Martin konnte ich mir das Album schon mal vorab anhören – und ich kann die Begeisterung der Rezensenten durchaus teilen. Auch wenn MA nie wieder an die Dichte des ersten Albums “Blue Lines” herankommen werden (was sie meiner Meinung nach auch nicht mit “Protection” geschafft haben), birgt es doch wieder die alten Qualitäten in sich, die man geschickt in die Neuzeit transformiert hat, ohne sich wie auf “100th Window” zu verrennen.

    Will heißen, die überwiegenden düsteren wie tiefen Beat- und Klangstrukturen klingen einerseits nach neuen Wegen, aber andererseits wieder mehr nach Massive Attack. Zärtlich an der Oberfläche mit wuchtigem Unterbau. Dafür muss man die Platte aber ein paar Mal hören. “Heligoland” fällt definitiv in die Kategorie: Wird jedes Mal noch besser.

    Und es besticht durch sehr sorgsame Auswahl von Sounds sowie Gastsänger, die schwer zu toppen sind: Horace Andy, der alte Roots-Reggae-Haudegen, hat schon bei “Blue Lines” für Gänsehaut gesorgt, Martina Topley-Bird kennt man noch von Tricky und mit Blur- und Gorillaz-Mastermin Damon Albarn kann man sowieso nix falsch machen.

    Meine Favourite Tracks sind “Splitting The Atom”, “Girl I Love You” (beide mit Horace Andy) und “Paradise Circus” mit Hope Sandoval, das sich schon vor Veröffentlichung im Internet als Liebling verbreitete.

    Hier noch mal der Link zum Stream des kompletten Albums und auf iTunes kann man es natürlich auch kaufen.

    www.massiveattack.com

    Es gibt Alben, die sind bei Veröffentlichung einen eigenen Post hier wert. Ein neues von Massive Attack gehört sicher dazu - und heute wird "Heligoland" (übrigens tatsächlich das Englische Wort für Helgoland) veröffentlicht. Und im Vorfeld wurde nicht nur bekannt, dass die Band jetzt wieder in voller Originalbesetzung ist, sondern das Album hat auch vorab sehr gute Rezensionen bekommen. Dank des Links gestern von Martin konnte ich mir das Album schon mal vorab anhören - und ich kann die Begeisterung der Rezensenten durchaus teilen. Auch wenn MA nie wieder an die Dichte des ersten Albums "Blue Lines" herankommen werden (was sie meiner Meinung nach auch nicht mit "Protection" geschafft haben), birgt es doch wieder die alten Qualitäten in sich, die man geschickt in die Neuzeit transformiert hat, ohne sich wie auf "100th Window" zu verrennen. Will heißen, die überwiegenden düsteren wie tiefen Beat- und Klangstrukturen klingen einerseits nach neuen Wegen, aber andererseits wieder mehr nach Massive Attack. Zärtlich an der Oberfläche mit wuchtigem Unterbau. Dafür muss man die Platte aber ein paar Mal hören. "Heligoland" fällt definitiv in die Kategorie: Wird jedes Mal noch besser. Und es besticht durch sehr sorgsame Auswahl von Sounds sowie Gastsänger, die schwer zu toppen sind: Horace Andy, der alte Roots-Reggae-Haudegen, hat schon bei "Blue Lines" für Gänsehaut gesorgt, Martina Topley-Bird kennt man noch von Tricky und mit Blur- und Gorillaz-Mastermin Damon Albarn kann man sowieso nix falsch machen. Meine Favourite Tracks sind "Splitting The Atom", "Girl I Love You" (beide mit Horace Andy) und "Paradise Circus" mit Hope Sandoval, das sich schon vor Veröffentlichung im Internet als Liebling verbreitete. Hier noch mal der Link zum Stream des kompletten Albums und auf iTunes kann man es natürlich auch kaufen. www.massiveattack.com

     
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  • 7

    Unfinished Sympathy in Google Street View

    Am 4. Feb 2010, 09:30 Uhr von Thorsten W.

    Was für ein cooles Projekt – ein Mensch namens Craig Robinson hat das Video zu “Unfinished Sympathy” von Massive Attack an den Original Schauplätzen mit Google Street View nachgestellt! Ja, hat er!

    Wer das Video nicht kennt, der weiß die Coolness dieser Aktion wahrscheinlich nicht zu schätzen. Für mich definitiv eines der Top 5 Musikvideos of all time von einem der Top 5 Alben of all time (siehe Start zur 52 Albums-Serie).

    Hier geht’s zu den Bildern (lädt ewig, aber lohnt), und hier zum Vergleich und zur Erinnerung noch mal das Original:

    Gefunden bei Spreeblick

    P.S.: Morgen erscheint das neue Massive Attack Album “Heligoland”, das man heute unter diesem Link schon komplett anhören kann.

    Was für ein cooles Projekt - ein Mensch namens Craig Robinson hat das Video zu "Unfinished Sympathy" von Massive Attack an den Original Schauplätzen mit Google Street View nachgestellt! Ja, hat er! Wer das Video nicht kennt, der weiß die Coolness dieser Aktion wahrscheinlich nicht zu schätzen. Für mich definitiv eines der Top 5 Musikvideos of all time von einem der Top 5 Alben of all time (siehe Start zur 52 Albums-Serie). Hier geht's zu den Bildern (lädt ewig, aber lohnt), und hier zum Vergleich und zur Erinnerung noch mal das Original: Gefunden bei Spreeblick P.S.: Morgen erscheint das neue Massive Attack Album "Heligoland", das man heute unter diesem Link schon komplett anhören kann.

     
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  • 12

    Massive Comeback

    Am 23. Nov 2009, 14:47 Uhr von martin

    Nein, von Massive Töne ist nichts Neues in Sicht, dafür aber von der Über-Helden-Band Massive Attack, wie man schon neulich auf dem immer wieder empfehlenswerten Blog Neeo nachlesen konnte.

    Thorsten hat dieser wichtigen Combo vor einigen Monaten den Auftakt unserer 52 Albums-Serie gewidmet und der Außenreporter befasste sich in der gleichen Rubrik mit dem dritten Werk “Mezzanine”. Nach diesem Album bin ich auch etwas ausgestiegen. “100th Window” habe ich mir nicht mehr gekauft, dafür aber die famose DJ-Kicks von Daddy G.

    Obige Nummer ist ein Vorgeschmack auf das Album “Weather Underground”, das im Februar 2010 erscheinen soll.

    Nein, von Massive Töne ist nichts Neues in Sicht, dafür aber von der Über-Helden-Band Massive Attack, wie man schon neulich auf dem immer wieder empfehlenswerten Blog Neeo nachlesen konnte. Thorsten hat dieser wichtigen Combo vor einigen Monaten den Auftakt unserer 52 Albums-Serie gewidmet und der Außenreporter befasste sich in der gleichen Rubrik mit dem dritten Werk "Mezzanine". Nach diesem Album bin ich auch etwas ausgestiegen. "100th Window" habe ich mir nicht mehr gekauft, dafür aber die famose DJ-Kicks von Daddy G. Obige Nummer ist ein Vorgeschmack auf das Album "Weather Underground", das im Februar 2010 erscheinen soll.

     
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  • 11

    52 Albums/27: Massive Attack – Mezzanine

    Am 24. Sep 2009, 11:02 Uhr von Aussenreporter

    Eines vorweg: Ich hab von Musik überhaupt keine Ahnung. Mir sind Musikjournalisten zuwider, die mir erklären wollen, was gute und was schlechte Musik ist.
    Mein Zugang zur Musik ist viel naiver – entweder sie gefällt mir, oder sie gefällt mir nicht. Auch bin ich so charakterlos, dass mich selbst gute Freunde als Musikhure bezeichnen. Wenn ichs dreckig brauch, gefällt mir eine Nacht mit Ricardo Villalobos am besten. Wenn ich mich wieder wie 17 fühlen will, höre ich HipHop aus den 90ern. Und schleicht sich eine leichte Herbstdepression an, mach ich mich völlig fertig mit Leonard Cohen.
    Musik-Polizisten, die sich wie Geschmacks-Nazis aufführen und mich zu ihrem Soul, ihrem Indie-Geschraddel oder – am schlimmsten – zu weinerlicher Popmusik mit deutsche Texten bekehren wollen, verabscheue ich.
    Vielleicht auch aus Neid, weil diese Zeitgenossen etwas haben, was ich nicht habe: Sie leben ihre Anhängerschaft zu einer Band, zu einem Stil kompromisslos aus.
    Die einzige Band, von der ich bis heute Fan geblieben bin, von der ich alle Alben habe, und die es bis heute schafft, mich emotional zu packen, ist ausgerechnet eine Konsens-Band wie Massive Attack.
    Meine Liebe wurde entfacht, als ich meine ersten Schritte als Lokaljournalist wagte. Ich bin ein Land-Ei, trage Doppelkennzeichen im Herzen. Für eine Lokalzeitung durfte ich 1999-2000 über größere Konzerte aus Stuttgart oder Karlsruhe berichten, in Wort und Bild. Letzteres brachte mich in den Fotograben bei der Mezzanine-Tour von Massive Attack. Wahrscheinlich war es die räumliche Nähe zur Band, die Selbstinszenierung – wenig Licht, dezente Anzüge, der Adrenalin-Schub, während der ersten drei Lieder im Halbdunkel mit einer Scheiß-Kamera gute Bilder zu machen. Irgendwie haben sie mich gepackt an diesem Abend.
    Ich mochte die Band schon davor, Blue Lines und Protection waren gute Alben, an dem Abend im Congesscentrum B war es aber um mich geschehen. Nach dem fotografischen Intermezzo nötigte mich ein Kommilitone zu einer Grastüte, danach hatte ich einen der wunderbarsten Konzertabende ever.
    Wir schauten uns das Konzert von der Seite an, die Bässe drückten einen in der Magengegend ordentlich an die Wand, Robert del Naja und Grant Marshall bemühten mit ihrer Begleitband immer dasselbe Stilmittel: Man dachte, der Song sei herum, war ein wenig traurig, und plötzlich wurde das Hauptthema des Songs mit viel Bass noch einmal aufgenommen. Und zwar direkt in die Fresse.
    Ich hab die Band anschließend noch dreimal live gesehen bei der Tour zu 100th Window mit einer gigantischen Lichtshow, einmal in London, einmal in Belfort und einmal in Berlin, es war jedes Mal wieder der Hit. Zwar nie mehr so gut, wie beim ersten Mal, aber immer noch besser als mit anderen.
    Wie mit alten Freunden, die man schon lange nicht mehr gesehen hatte, mit dem Unterschied, dass man nicht selber für die Unterhaltung sorgen musste, sondern ganz wunderbar unterhalten wurde.
    Irgendwie passt ihr düsterer Downbeat wohl nicht mehr ganz ins hier und jetzt, am 5.10. kommt aber eine neue EP raus, für Februar ist ein neues Album angekündigt. Was man auf der Website schon hören kann, haut mich im ersten Moment nicht vom Hocker. Wie das aber so ist als Fan, den Depressionisten von der Insel würde ich auch mal ein schwächeres Album verzeihen. Ich steh schließlich immer noch in ihrer Schuld – für all die unvergesslichen Stimmungen, die sie mir geschenkt haben.

    massive_attack_-_mezzanine-front

    Eines vorweg: Ich hab von Musik überhaupt keine Ahnung. Mir sind Musikjournalisten zuwider, die mir mit hochgestochenen Worten erklären wollen, was gute und was schlechte Musik ist.

    Mein Zugang zur Musik ist viel naiver – entweder sie berührt mich, oder sie berührt mich nicht. Auch bin ich so charakterlos, dass mich selbst gute Freunde als Musikhure bezeichnen. Wenn ichs dreckig brauch, gefällt mir eine Nacht mit Ricardo Villalobos am besten. Wenn ich mich wieder wie 17 fühlen will, höre ich HipHop aus den 90ern. Und schleicht sich eine leichte Herbstdepression an, mach ich mich völlig fertig mit Leonard Cohen.

    Musik-Polizisten, die sich wie Geschmacks-Nazis aufführen und mich zu ihrem Soul, ihrem Indie-Geschraddel oder – am schlimmsten – zu weinerlicher Popmusik mit deutsche Texten bekehren wollen, verabscheue ich.

    Vielleicht auch aus Neid, weil diese Zeitgenossen etwas haben, was ich nicht habe: Sie leben ihre Anhängerschaft zu einer Band, zu einem Stil kompromisslos aus.

    Die einzige Band, von der ich bis heute Fan geblieben bin, von der ich alle Alben habe, und die es bis heute schafft, mich emotional zu packen, ist ausgerechnet eine Konsens-Band wie Massive Attack.

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    Eines vorweg: Ich hab von Musik überhaupt keine Ahnung. Mir sind Musikjournalisten zuwider, die mir erklären wollen, was gute und was schlechte Musik ist. Mein Zugang zur Musik ist viel naiver – entweder sie gefällt mir, oder sie gefällt mir nicht. Auch bin ich so charakterlos, dass mich selbst gute Freunde als Musikhure bezeichnen. Wenn ichs dreckig brauch, gefällt mir eine Nacht mit Ricardo Villalobos am besten. Wenn ich mich wieder wie 17 fühlen will, höre ich HipHop aus den 90ern. Und schleicht sich eine leichte Herbstdepression an, mach ich mich völlig fertig mit Leonard Cohen. Musik-Polizisten, die sich wie Geschmacks-Nazis aufführen und mich zu ihrem Soul, ihrem Indie-Geschraddel oder – am schlimmsten – zu weinerlicher Popmusik mit deutsche Texten bekehren wollen, verabscheue ich. Vielleicht auch aus Neid, weil diese Zeitgenossen etwas haben, was ich nicht habe: Sie leben ihre Anhängerschaft zu einer Band, zu einem Stil kompromisslos aus. Die einzige Band, von der ich bis heute Fan geblieben bin, von der ich alle Alben habe, und die es bis heute schafft, mich emotional zu packen, ist ausgerechnet eine Konsens-Band wie Massive Attack. Meine Liebe wurde entfacht, als ich meine ersten Schritte als Lokaljournalist wagte. Ich bin ein Land-Ei, trage Doppelkennzeichen im Herzen. Für eine Lokalzeitung durfte ich 1999-2000 über größere Konzerte aus Stuttgart oder Karlsruhe berichten, in Wort und Bild. Letzteres brachte mich in den Fotograben bei der Mezzanine-Tour von Massive Attack. Wahrscheinlich war es die räumliche Nähe zur Band, die Selbstinszenierung – wenig Licht, dezente Anzüge, der Adrenalin-Schub, während der ersten drei Lieder im Halbdunkel mit einer Scheiß-Kamera gute Bilder zu machen. Irgendwie haben sie mich gepackt an diesem Abend. Ich mochte die Band schon davor, Blue Lines und Protection waren gute Alben, an dem Abend im Congesscentrum B war es aber um mich geschehen. Nach dem fotografischen Intermezzo nötigte mich ein Kommilitone zu einer Grastüte, danach hatte ich einen der wunderbarsten Konzertabende ever. Wir schauten uns das Konzert von der Seite an, die Bässe drückten einen in der Magengegend ordentlich an die Wand, Robert del Naja und Grant Marshall bemühten mit ihrer Begleitband immer dasselbe Stilmittel: Man dachte, der Song sei herum, war ein wenig traurig, und plötzlich wurde das Hauptthema des Songs mit viel Bass noch einmal aufgenommen. Und zwar direkt in die Fresse. Ich hab die Band anschließend noch dreimal live gesehen bei der Tour zu 100th Window mit einer gigantischen Lichtshow, einmal in London, einmal in Belfort und einmal in Berlin, es war jedes Mal wieder der Hit. Zwar nie mehr so gut, wie beim ersten Mal, aber immer noch besser als mit anderen. Wie mit alten Freunden, die man schon lange nicht mehr gesehen hatte, mit dem Unterschied, dass man nicht selber für die Unterhaltung sorgen musste, sondern ganz wunderbar unterhalten wurde. Irgendwie passt ihr düsterer Downbeat wohl nicht mehr ganz ins hier und jetzt, am 5.10. kommt aber eine neue EP raus, für Februar ist ein neues Album angekündigt. Was man auf der Website schon hören kann, haut mich im ersten Moment nicht vom Hocker. Wie das aber so ist als Fan, den Depressionisten von der Insel würde ich auch mal ein schwächeres Album verzeihen. Ich steh schließlich immer noch in ihrer Schuld – für all die unvergesslichen Stimmungen, die sie mir geschenkt haben. Eines vorweg: Ich hab von Musik überhaupt keine Ahnung. Mir sind Musikjournalisten zuwider, die mir mit hochgestochenen Worten erklären wollen, was gute und was schlechte Musik ist. Mein Zugang zur Musik ist viel naiver – entweder sie berührt mich, oder sie berührt mich nicht. Auch bin ich so charakterlos, dass mich selbst gute Freunde als Musikhure bezeichnen. Wenn ichs dreckig brauch, gefällt mir eine Nacht mit Ricardo Villalobos am besten. Wenn ich mich wieder wie 17 fühlen will, höre ich HipHop aus den 90ern. Und schleicht sich eine leichte Herbstdepression an, mach ich mich völlig fertig mit Leonard Cohen. Musik-Polizisten, die sich wie Geschmacks-Nazis aufführen und mich zu ihrem Soul, ihrem Indie-Geschraddel oder – am schlimmsten – zu weinerlicher Popmusik mit deutsche Texten bekehren wollen, verabscheue ich. Vielleicht auch aus Neid, weil diese Zeitgenossen etwas haben, was ich nicht habe: Sie leben ihre Anhängerschaft zu einer Band, zu einem Stil kompromisslos aus. Die einzige Band, von der ich bis heute Fan geblieben bin, von der ich alle Alben habe, und die es bis heute schafft, mich emotional zu packen, ist ausgerechnet eine Konsens-Band wie Massive Attack. Meine Liebe wurde entfacht, als ich meine ersten Schritte als Lokaljournalist wagte. Ich bin ein Land-Ei, trage Doppelkennzeichen im Herzen. Für eine Lokalzeitung durfte ich 1999-2000 über größere Konzerte aus Stuttgart oder Karlsruhe berichten, in Wort und Bild. Letzteres brachte mich in den Fotograben bei der Mezzanine-Tour von Massive Attack. Wahrscheinlich war es die räumliche Nähe zur Band, die Selbstinszenierung – wenig Licht, dezente Anzüge, der Adrenalin-Schub, während der ersten drei Lieder im Halbdunkel mit einer Scheiß-Kamera gute Bilder zu machen. Irgendwie haben sie mich gepackt an diesem Abend. Ich mochte die Band schon davor, Blue Lines und Protection waren gute Alben, ersteres wurde an dieser Stelle nicht umsonst als erster Teil der Serie „52 Alben“ besprochen. An besagtem Abend im Congesscentrum B war es aber um mich geschehen. Nach dem fotografischen Intermezzo nötigte mich ein Kommilitone zu einer ordentlichen Tüte Gras, danach hatte ich einen der wunderbarsten Konzertabende ever. Wir schauten uns das Konzert von der Seite an, die Bässe drückten einen in der Magengegend ordentlich an die Wand, Robert del Naja und Grant Marshall bemühten mit ihrer Begleitband immer dasselbe Stilmittel: Man dachte, der Song sei herum, war ein wenig traurig, und plötzlich wurde das Hauptthema des Songs mit viel Bass noch einmal aufgenommen. Und zwar direkt in die Fresse. Ich hab die Band anschließend noch dreimal live gesehen bei der Tour zu 100th Window mit einer gigantischen Lichtshow, einmal in London, einmal in Belfort und einmal in Berlin, es war jedes Mal wieder der Hit. Zwar nie mehr so gut, wie beim ersten Mal, aber immer noch besser als mit anderen. Wie mit alten Freunden, die man schon lange nicht mehr gesehen hatte, mit dem Unterschied, dass man nicht selber für die Unterhaltung sorgen musste, sondern ganz wunderbar unterhalten wurde. Irgendwie passt ihr düsterer Downbeat wohl nicht mehr ganz ins hier und jetzt, am 5.10. kommt aber eine neue EP raus, für Februar ist ein neues Album angekündigt. Was man auf der Website schon hören kann, gefällt mir schon wieder sehr gut. Wie das aber so ist als Fan, objektiv bin ich auf keinen Fall und den Depressionisten von der Insel würde ich auch mal ein schwächeres Album verzeihen. Ich steh schließlich immer noch in ihrer Schuld – für all die Stimmungen und Abende, die sie mir geschenkt haben.

     
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