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    Kein Streetmag in Stuttgart

    Am 9. Feb 2012, 17:33 Uhr von martin

    Hab mich letzten Freitag bisschen gewundert, warum man in Stuttgart eine Charity Party für ein Berliner Straßenmagazin organisiert (die Fete im KimTimJim soll übrigens trotz des Saharasommers (Schwester von der Russenkälte) schön gewesen sein, so als kleine Nebeninfo), das von obdach- und mittellosen Menschen vertrieben wird, die den kompletten Verkaufserlös erhalten – falls jemand dafür zahlt. Das Heft ist zunächst gratis.

    Der Käufer kann den Preis selbst bestimmen (empfohlen werden, wie man oben sieht, 1,50 Euro). So zumindest läuft das in Berlin. Ich meinte dann, schöne Sache das alles, kapier es trotzdem nicht wirklich, da könnte man doch eher eine Benefit-Party für den lokalen Trottwar schmeißen, bis Foffie in den Comments aufklärte, dass man das Streetmag ab sofort auch in  Stuttgart an Start bringen möchte. Verstehe!

    Kenn jetzt nur Beispielseiten im Netz und das hat mit dem Trottwar nicht viel gemeinsam. Das Streetmag will “keine weitere typische Obdachlosenzeitung sein”, wie es unter About steht. Man versteht sich als “Kunst-Kultur-Szene-Magazin” und “dient als Plattform für Künstler aller Genres sowie als öffentliches und freies “Sprachrohr der Straße”. Jeder talentierte oder bereits etablierte Künstler, Autor, Fotograf, Illustrator etc. kann seinen Beitrag per Email einreichen und damit den Magazininhalt mitgestalten.”

    Babamm. Wahrscheinlich zu viel des Guten. Und dann gibt es noch Regeln. Die Stuttgarter Ordnungsamt hat den für diese Woche geplanten Start im Kessel nun unterbunden, wie die StZ heute berichtet. Für das Straßenvertriebsmodell benötigt man nämlich eine Genehmigung, weiß auch der Trottwar-Chef. Sogar wenn man Zeitungen auf der Straße verschenkt, kann man Ärger kriegen, sagt Bernd Eichenauer vom Ordnungsamt der StZ. Da haben wir damals beim Heftles verteilen richtig Glück gehabt, wenn wir das eine oder andere Mag interessierten Passanten in die Hand drückten. “Stuttgart ist eben nicht Berlin”, so der Ordnungshüter in dem Artikel. Jawohl. Der Erscheinungstermin wurde erst mal verschoben.

    Ob das Streetmag überhaupt jemals in Stuttgart auf den Markt kommt bleibt fraglich. Trottwar hat eine Ausnahmegenehmigung, die Verkäufer tragen entsprechende Unterlagen mit sich. “In ihnen ist punktgenau festgeschrieben, wo verkauft werden darf.”  Klingt dann doch alles sehr überbürokratisch und sehr kompliziert, gerade wenn einigen Leuten auf die Art etwas geholfen werden könnte.

    Die Streetmag Chefin hat dem Trottwar Boss auch schon eine Vertriebskoop vorgeschlagen, bloss der fand das “Konzept nicht schlüssig”, außerdem ist eben das Vertriebsmodell ein anderes und Hempel fürchten wohl, dass ihm die Verkäufer abspringen. Beim Trottwar müssen die nämlich die Hälfte abgeben, beim Streetmag dürfen sie wie erwähnt die Einnahmen behalten.

    Zum StZ-Artikel  

    www.street-mag.de

    Hab mich letzten Freitag bisschen gewundert, warum man in Stuttgart eine Charity Party für ein Berliner Straßenmagazin organisiert (die Fete im KimTimJim soll übrigens trotz des Saharasommers (Schwester von der Russenkälte) schön gewesen sein, so als kleine Nebeninfo), das von obdach- und mittellosen Menschen vertrieben wird, die den kompletten Verkaufserlös erhalten - falls jemand dafür zahlt. Das Heft ist zunächst gratis. Der Käufer kann den Preis selbst bestimmen (empfohlen werden, wie man oben sieht, 1,50 Euro). So zumindest läuft das in Berlin. Ich meinte dann, schöne Sache das alles, kapier es trotzdem nicht wirklich, da könnte man doch eher eine Benefit-Party für den lokalen Trottwar schmeißen, bis Foffie in den Comments aufklärte, dass man das Streetmag ab sofort auch in  Stuttgart an Start bringen möchte. Verstehe! Kenn jetzt nur Beispielseiten im Netz und das hat mit dem Trottwar nicht viel gemeinsam. Das Streetmag will "keine weitere typische Obdachlosenzeitung sein", wie es unter About steht. Man versteht sich als "Kunst-Kultur-Szene-Magazin" und "dient als Plattform für Künstler aller Genres sowie als öffentliches und freies "Sprachrohr der Straße". Jeder talentierte oder bereits etablierte Künstler, Autor, Fotograf, Illustrator etc. kann seinen Beitrag per Email einreichen und damit den Magazininhalt mitgestalten." Babamm. Wahrscheinlich zu viel des Guten. Und dann gibt es noch Regeln. Die Stuttgarter Ordnungsamt hat den für diese Woche geplanten Start im Kessel nun unterbunden, wie die StZ heute berichtet. Für das Straßenvertriebsmodell benötigt man nämlich eine Genehmigung, weiß auch der Trottwar-Chef. Sogar wenn man Zeitungen auf der Straße verschenkt, kann man Ärger kriegen, sagt Bernd Eichenauer vom Ordnungsamt der StZ. Da haben wir damals beim Heftles verteilen richtig Glück gehabt, wenn wir das eine oder andere Mag interessierten Passanten in die Hand drückten. "Stuttgart ist eben nicht Berlin", so der Ordnungshüter in dem Artikel. Jawohl. Der Erscheinungstermin wurde erst mal verschoben. Ob das Streetmag überhaupt jemals in Stuttgart auf den Markt kommt bleibt fraglich. Trottwar hat eine Ausnahmegenehmigung, die Verkäufer tragen entsprechende Unterlagen mit sich. "In ihnen ist punktgenau festgeschrieben, wo verkauft werden darf."  Klingt dann doch alles sehr überbürokratisch und sehr kompliziert, gerade wenn einigen Leuten auf die Art etwas geholfen werden könnte. Die Streetmag Chefin hat dem Trottwar Boss auch schon eine Vertriebskoop vorgeschlagen, bloss der fand das "Konzept nicht schlüssig", außerdem ist eben das Vertriebsmodell ein anderes und Hempel fürchten wohl, dass ihm die Verkäufer abspringen. Beim Trottwar müssen die nämlich die Hälfte abgeben, beim Streetmag dürfen sie wie erwähnt die Einnahmen behalten. Zum StZ-Artikel   www.street-mag.de

     
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    Super Best Friend Day, Bud, Paperness, Ausbrechen und Party

    Am 1. Dez 2011, 10:04 Uhr von martin

    Kunst, Kultur, Party und Schmarn: Dieser Donnerstag ist spannender und explosiver als U2 (gestern auf Deluxe kam “Still haven´t found what I´m looking for”, hab bisschen mitgesungen), was auch nicht ganz schwer ist. Oder vielleicht nur spannend: Baris und Dänce zelebrieren heute ihren jährlichen Super Best Friend Day, kleiner Klassiker, war immer sehr lustig, dieses Jahr hat Baris schon im Vorfeld die Erwartungen gedämpft. “Erst mal gemütlich frühstücken, dann Therme und den üblichen Müll mittags und abends zu Bud Spencer.”

    Man kann den beiden nicht auf Twitter folgen, dafür auf dem eigenen Blog: sbffday.wordpress.com. Aktuell hocken sie im Scholz beim Frühstück.

    Wem Bud Spencer heute Abend zu backpfeifig ist und sich nach etwas geistig Gehaltvollerem sehnt, kann z.B. heute Abend die Paperness von the one and only Kinki-Straubinger besuchen, die die erste Self-Publishing-Messe für unabhängige Zeitschriften und Verlage. Wo? Im Wilhelmspalais. Der neue Kultur-Brutkasten in the place to be.

    Es stellen sich zwölf hauptsächlich selbstgestaltete, selbstproduzierte und selbstvertriebene Magazine und Verlage aus dem Großraum Stuttgart vor, dazu gibt es kühle Getränke und Live-Musik von der Band September Leaves. Und die sind alle dabei:

    “Keynote Speech” – Steve Jobs steigt herab. Find ich super. Auch die Idee dieser Messe. Die Produkte sind natürlich auch allesamt ausgestellt.

    www.paperness.de

    Ganz andere Baustelle heute Abend im Flashgib:

    Thomas Lupo hat fünf Monate lang in einer brasilianischen Favela verbracht um dort Kreativworkshops mit den Kindern durchzuführen. Aus den dort entstandenen Kunstwerken hat er das Buch “Anleitung zum Ausbrechen” zusammengestellt dessen Gewinn komplett in die Ausbildung der Kids dort fließen wird. Das preisgekrönte Buch kann man sich Amazon anschauen und die dazugehörige Ausstellung heute Abend im Flashgib.

    Danach alle Papiernässer und Ausbrecher rüber ins Rocker.

    Der Gast aus Hamburg spielt angeblich bisschen obskuren Disco, auf den man trotzdem tanzen kann. Mit dabei Rob und seine Landster, Foffie in the back und Stare in the front.

    Außerdem eine Videopremiere mit Nachbar-Fuffi-Support im Speakeasy, Host Hall Eleven.

    Ansonsten: Treff mit Crypt, Robin und Bow-Tie und Tonstudio mit Henster und Cin aka Cinster. With or without you.

    Kunst, Kultur, Party und Schmarn: Dieser Donnerstag ist spannender und explosiver als U2 (gestern auf Deluxe kam "Still haven´t found what I´m looking for", hab bisschen mitgesungen), was auch nicht ganz schwer ist. Oder vielleicht nur spannend: Baris und Dänce zelebrieren heute ihren jährlichen Super Best Friend Day, kleiner Klassiker, war immer sehr lustig, dieses Jahr hat Baris schon im Vorfeld die Erwartungen gedämpft. "Erst mal gemütlich frühstücken, dann Therme und den üblichen Müll mittags und abends zu Bud Spencer." Man kann den beiden nicht auf Twitter folgen, dafür auf dem eigenen Blog: sbffday.wordpress.com. Aktuell hocken sie im Scholz beim Frühstück. Wem Bud Spencer heute Abend zu backpfeifig ist und sich nach etwas geistig Gehaltvollerem sehnt, kann z.B. heute Abend die Paperness von the one and only Kinki-Straubinger besuchen, die die erste Self-Publishing-Messe für unabhängige Zeitschriften und Verlage. Wo? Im Wilhelmspalais. Der neue Kultur-Brutkasten in the place to be. Es stellen sich zwölf hauptsächlich selbstgestaltete, selbstproduzierte und selbstvertriebene Magazine und Verlage aus dem Großraum Stuttgart vor, dazu gibt es kühle Getränke und Live-Musik von der Band September Leaves. Und die sind alle dabei: "Keynote Speech" - Steve Jobs steigt herab. Find ich super. Auch die Idee dieser Messe. Die Produkte sind natürlich auch allesamt ausgestellt. www.paperness.de Ganz andere Baustelle heute Abend im Flashgib: Thomas Lupo hat fünf Monate lang in einer brasilianischen Favela verbracht um dort Kreativworkshops mit den Kindern durchzuführen. Aus den dort entstandenen Kunstwerken hat er das Buch "Anleitung zum Ausbrechen" zusammengestellt dessen Gewinn komplett in die Ausbildung der Kids dort fließen wird. Das preisgekrönte Buch kann man sich Amazon anschauen und die dazugehörige Ausstellung heute Abend im Flashgib. Danach alle Papiernässer und Ausbrecher rüber ins Rocker. Der Gast aus Hamburg spielt angeblich bisschen obskuren Disco, auf den man trotzdem tanzen kann. Mit dabei Rob und seine Landster, Foffie in the back und Stare in the front. Außerdem eine Videopremiere mit Nachbar-Fuffi-Support im Speakeasy, Host Hall Eleven. Ansonsten: Treff mit Crypt, Robin und Bow-Tie und Tonstudio mit Henster und Cin aka Cinster. With or without you.

     
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    Kunst-Ghetto

    Am 19. Aug 2011, 11:24 Uhr von martin

    Bevor wir die plumpen Partys rausklopfen, noch zwei, genauer gesagt drei Kultur-Tipps für den heutigen Freitag (und darüber hinaus).

    In der Galerie Artary, Wilhelmstraße 5, präsentieren heute Abend Denise Amann und Helena Dietrich die erste Ausgabe ihres Vow Magazines. Fett, meine Schwester steht als Contributor auf der Seite. Bin so stolz auf sie und auf ihren Text gespannt.

    “This is VOW magazine! VOW magazine is a thematic publication. We are interested in subjective, personal and surreal stories. VOW magazine is a collage. VOW functions as platform and interface for international and national artists and creatives. The magazine delivers critical positions on an artistic level. Submissions from various creative fields as graphic art, photography, literature, fine arts, media and cultural theory generate the content of the magazine.”

    Da ich ein kleiner Magazin-Fan bin, vor allem von so bisschen Handmade-Fanzines, sag ich jetzt mal so, bin ich bisschen gespannt drauf.

    Das ganze wird mit einer kleinen Ausstellung vom Transit-Janusch verknüpft. Um was es geht und was alles heute Abend so passiert steht hier…

    Und so sieht das dann aus.

    Die Stücke werden lokal aus unter anderem aus Recycling produziert, “zu einem Preis der unserer Generation gerecht wird.”

    Transit-Benni legt dazu seine neuen Disco-Electro-Scheiben auf, vielleicht auch ein bisschen Rap? Der Außenreporter wollte jedenfalls hingehen, vielleicht wage ich auch, wenn ich etwas passendes zum Anziehen finde.

    Weiterhin startet heute Abend in der Galerie Strzelski die Ausstellung Berliner Luft von den Fotografen Dennis Orel und Benjamin Tafel.

    Das Duo hat ein Jahr lang die “Vielfältigkeit Berlins beobachtet und in gleichwohl unerschrockenen, als auch einfühlsamen Fotografien festgehalten. Zahlreiche Schauplätze: vom verruchten Nachtclub über die ehemalige Stasi-Zentrale der DDR bis zum urdeutschen Kaffee und Kuchen in Zehlendorf dienten als Experimentierfeld der fotografischen Position. Dabei bleibt die Frage offen, ob es sich um die Inszenierung einer Dokumentation oder die dokumentierte Inszenierung handelt.” Okay!

    Sieht nicht ganz uninteressant aus.

    Das Bild heißt übrigens “Stuttgarter Platz – Stuten am Stutti”.

    Berliner am Alexanderplatz.

    Camping-Berlin.

    Ehemalige Pan-Am Lounge. Mit dem Stern.

    Bevor wir die plumpen Partys rausklopfen, noch zwei, genauer gesagt drei Kultur-Tipps für den heutigen Freitag (und darüber hinaus). In der Galerie Artary, Wilhelmstraße 5, präsentieren heute Abend Denise Amann und Helena Dietrich die erste Ausgabe ihres Vow Magazines. Fett, meine Schwester steht als Contributor auf der Seite. Bin so stolz auf sie und auf ihren Text gespannt. "This is VOW magazine! VOW magazine is a thematic publication. We are interested in subjective, personal and surreal stories. VOW magazine is a collage. VOW functions as platform and interface for international and national artists and creatives. The magazine delivers critical positions on an artistic level. Submissions from various creative fields as graphic art, photography, literature, fine arts, media and cultural theory generate the content of the magazine." Da ich ein kleiner Magazin-Fan bin, vor allem von so bisschen Handmade-Fanzines, sag ich jetzt mal so, bin ich bisschen gespannt drauf. Das ganze wird mit einer kleinen Ausstellung vom Transit-Janusch verknüpft. Um was es geht und was alles heute Abend so passiert steht hier... Und so sieht das dann aus. Die Stücke werden lokal aus unter anderem aus Recycling produziert, "zu einem Preis der unserer Generation gerecht wird." Transit-Benni legt dazu seine neuen Disco-Electro-Scheiben auf, vielleicht auch ein bisschen Rap? Der Außenreporter wollte jedenfalls hingehen, vielleicht wage ich auch, wenn ich etwas passendes zum Anziehen finde. Weiterhin startet heute Abend in der Galerie Strzelski die Ausstellung Berliner Luft von den Fotografen Dennis Orel und Benjamin Tafel. Das Duo hat ein Jahr lang die "Vielfältigkeit Berlins beobachtet und in gleichwohl unerschrockenen, als auch einfühlsamen Fotografien festgehalten. Zahlreiche Schauplätze: vom verruchten Nachtclub über die ehemalige Stasi-Zentrale der DDR bis zum urdeutschen Kaffee und Kuchen in Zehlendorf dienten als Experimentierfeld der fotografischen Position. Dabei bleibt die Frage offen, ob es sich um die Inszenierung einer Dokumentation oder die dokumentierte Inszenierung handelt." Okay! Sieht nicht ganz uninteressant aus. Das Bild heißt übrigens "Stuttgarter Platz - Stuten am Stutti". Berliner am Alexanderplatz. Camping-Berlin. Ehemalige Pan-Am Lounge. Mit dem Stern.

     
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    Coverstar Glückskind

    Am 28. Jul 2011, 10:37 Uhr von martin

    Normalerweise sind auf Magazincover Salatgurken, Radieschen, Designermöbel, Flora und Fauna, manchmal seltsame Models oder so gut aussehende Typen wie Thorsten W. abgebildet. Gestern vor lauter Glück fast vor dem Briefkasten tot umgefallen. Neue LIFT fliegt raus und wer ist aufm Cover? Weini aka Glückskind, nebenberuflich charmante (manchmal auch leicht brummelige, was sie noch charmanter macht) Kassen- oder Garderobenfrau in der Corso. Wow! Besser als jedes Topmodel und  Thorsten.

    Die dazugehörige, sehr interessante Geschichte beschreibt die “schwäbisch-eritreische Gemeinde” und wie viele Eritreer nach der Flucht aus Afrika in Stuttgart ein neues Leben begonnen haben. Weini ist hier geboren und betont: “Ich bin Stuttgarterin. Voll und ganz.” Jawohl. Und bisschen witzig: Schwäbische Frisöre können mit ihren Haaren nicht umgehen. Kaufen und lesen. Und bis zum nächsten Nas-Konzert in Berlin.

    www.lift-online.de

    Normalerweise sind auf Magazincover Salatgurken, Radieschen, Designermöbel, Flora und Fauna, manchmal seltsame Models oder so gut aussehende Typen wie Thorsten W. abgebildet. Gestern vor lauter Glück fast vor dem Briefkasten tot umgefallen. Neue LIFT fliegt raus und wer ist aufm Cover? Weini aka Glückskind, nebenberuflich charmante (manchmal auch leicht brummelige, was sie noch charmanter macht) Kassen- oder Garderobenfrau in der Corso. Wow! Besser als jedes Topmodel und  Thorsten. Die dazugehörige, sehr interessante Geschichte beschreibt die "schwäbisch-eritreische Gemeinde" und wie viele Eritreer nach der Flucht aus Afrika in Stuttgart ein neues Leben begonnen haben. Weini ist hier geboren und betont: "Ich bin Stuttgarterin. Voll und ganz." Jawohl. Und bisschen witzig: Schwäbische Frisöre können mit ihren Haaren nicht umgehen. Kaufen und lesen. Und bis zum nächsten Nas-Konzert in Berlin. www.lift-online.de

     
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  • 31

    Setzer für Partysan: Mein Stuttgart

    Am 13. Mai 2011, 09:44 Uhr von martin

    Gaaanz gaanz früher gab es im Sub Culture, noch vor meiner Zeit dort, eine Kolumne namens “Ich und mein Stuttgart”, wo lokale (Semi)-Prominenz notierte, meist aus dem Nachtleben, warum sie Stuttgart toll findet oder auch nicht. Nachdem die die Semi-Prominenz durch war, durften damals sogar der Thorsten und ich mal das Ding schreiben. Der Partysan führt das mit “Mein Stuttgart” seit einiger Zeit fort. Diesen Monat hat für die Kolumne unser Setzer einen großartigen Text geschrieben, den wir hier mit freundlicher Erlaubnis vom Partysan veröffentlichen dürfen.

    So, letzte Dehnungsübung. Muss man machen, bevor man sich sportlich betätigt. Ausholen zum Beispiel. Einmal nicht aufgepasst, schon eine Zerrung eingefangen. Kann einem die ganze Saison verhageln. Sportler machen das, ich auch. Obwohl ich keiner bin.

    Vergangenes Wochenende hab ich einen Sportler gesehen, er stieg nachts gegen 2 Uhr völlig besoffen aus dem Mannschaftsbus eines regionalen Fußballteams aus und kotzte minutenlang vor die Treppe der Stadtbahnhalte “Stadtmitte”. Ein anderer hielt ihn dabei im Arm, fürsorglich wie das nur echte Freunde tun können.

    Ein paar Meter weiter schauten zwei hochgestöckelte Frauen mit Gürteln, wo andere Frauen Röcke tragen in einem Schaufenster nach, ob das, was sie für Frisuren hielten, noch topp in Schuss wäre. Unter ihren Absätzen hätte sogar Pavel Pogrebnyak einen Ball durchschießen können.

    Sie erinnerten mich an die Zeit als ich noch Kabelfernsehen hatte und mir Frauen zu vorgerückter Stunde auf Kabel 1 ihre Telefonnummern zugeröchelt haben.  Die hier nickten nur kurz, lachten laut, stöckelten zufrieden weiter und dufteten dabei so stark, dass einer meiner Begleiter 200 Meter später sagte: “Das ist ein sehr nachhaltiges Parfüm.”

    In der U14 habe ich einen Typen gesehen: Seine Hose war zu groß, das T-Shirt mit unleserlichem Zeitgeist bedruckt, er kaute ständig und versuchte wie einer zu wirken, mit dem man sich besser nicht anlegt. Migrationshintergrund hatte nicht nur die Frisur, die unter der zu schiefen und zu großen Baseballkappe herauslukte. Er steckte ein Bein zwischen die sich schließenden Türen, die dann flugs wieder aufgingen und verschaffte einer älteren Dame damit genau die Zeit, die sie brauchte, um die Bahn noch zu erreichen: “Danke, junger Mann”, schnaufte sie. “Yo, basst scho”, sagte er. Und ein kleines Lächeln später war er schon wieder arschcool.

    Ich habe einen Taxifahrer getroffen, der mich fragte, ob es möglich wäre, ihm nicht ins Taxi zu kotzen. Er hätte es heute Nacht schon zwei Mal geputzt und ein drittes Mal würde ihn an die Grenzen seiner Ruhe bringen.

    Ein Kerl im Oblomow schlief einmal noch während der Getränkebestellung auf meiner Schulter ein. Er fragte mich vorher nicht mal nach meinem Namen. Ich habe auch von einer Frau gehört, die dort auf der Toilette erzählte, dass gleich zwei Stalker sie belästigen würden und sie nicht nach Hause könne, weil diese Typen ihre Wohnung mit giftigen Chemikalien verseucht hätten. Zur Schwester könne sie auch nicht gehen: Die dumme Sau war schon immer neidisch auf sie. Ihr Ausschlag im Gesicht kam von den Chemikalien.

    Ich habe Frauen auf dem Herrenklo im Keller Klub hinterhergebrüllt, sie sollen sich bitteschön setzen, wenn sie sich schon vordrängeln. Ich habe Männer im Aer-Club gesehen, die Krachlederne trugen und seelenruhig unter den Tisch kotzten, während Julian Smith miese Musik auflegte. Ich habe Frauen belauscht die zu anderen Frauen sagten: “Echt?! Dann hätte ich seine Mutter gar nicht beleidigen müssen?” und Clubbetreiber gesehen, die vor ihrem eigenen Laden umdrehten und dabei “Oh, nö” sagten.

    Im Zwölfzehn habe ich einen Typen gesehen, der nicht ansatzweise cool war. Er tanzte wie ein Idiot. Ich kenne das Problem. Deswegen tanze ich erst ab 1,9 Promille. Da ist eh alles wurscht. Er schwitzte trotzdem und sein hellblaues FDP-Karo-Hemd war schon recht nass.

    “Wir haben ein Problem!”

    “Wir?”

    “Naja, meine Brille…”

    “Du hast keine Brille.”

    “Exakt. Auf meiner Nase ist sie nicht und in der Hemdtasche auch nicht. Muss hier irgendwo rumliegen. Total beschissen, ohne Brille die Brille zu suchen.”

    Dann haben “wir” sie gefunden. Herzlich gelacht. Fünfzehn Schnäpse getrunken und zusammen getanzt, dass Carlton Banks stolz auf uns gewesen wäre. Keine Ahnung, wie der Typ hieß.  Trotzdem toller Abend. Okay, das mit den Schnäpsen und Tanzen war gelogen. Ich geb’s zu.

    Aber Stuttgart ist voll von Lügnern. Manche von denen behaupten sogar, die Stadt wäre so langweilig wie TV-Schmonzetten mit Christian Kohlund. Dabei habe ich mal einen älteren Herren getroffen, der mir eine Schutzbrille von Bosch schenkte, weil das Tränengas dann nicht so brennen würde und eine Rentnerin wischte mir mit einem feuchten Handtuch das Gesicht ab. In langweiligen Städten passiert so was nicht.

    Und ich habe einen Kerl gesehen, der auf der Zwölfzehn-Toilette mit dem Handy seinen Schwanz fotografierte, dabei laut lachte und „Alter!“ sagte. Gottbewahre, ich hab nicht genauer hinsehen und schon gar nicht vergleichen wollen.

    Wir Stuttgarter machen das viel zu oft. Vergleichen. Nicht Schwänze. Unsere Stadt. Der Hans-Im-Glück-Brunnen hätte was von Italien, der Westen was von San Francisco, der Aer-Club was von New York und Heslach was von Brooklyn und natürlich sei Stuttgart viel schöner als Berlin. Als würde man sagen: “Ich liebe meine Freundin. Sie sieht fast aus wie Scarlett Johansson.”

    Meine Stadt wird immer nur so stark sein, wie die Leute, die in ihr wohnen. Stuttgart kann so viel sein. Man muss nur genauer hinsehen. Wer das nicht kann, geht zu Fielmann oder nach Berlin. Dazwischen gibt’s nix.

    Partysan Homepage

    Gaaanz gaanz früher gab es im Sub Culture, noch vor meiner Zeit dort, eine Kolumne namens "Ich und mein Stuttgart", wo lokale (Semi)-Prominenz notierte, meist aus dem Nachtleben, warum sie Stuttgart toll findet oder auch nicht. Nachdem die die Semi-Prominenz durch war, durften damals sogar der Thorsten und ich mal das Ding schreiben. Der Partysan führt das mit "Mein Stuttgart" seit einiger Zeit fort. Diesen Monat hat für die Kolumne unser Setzer einen großartigen Text geschrieben, den wir hier mit freundlicher Erlaubnis vom Partysan veröffentlichen dürfen. So, letzte Dehnungsübung. Muss man machen, bevor man sich sportlich betätigt. Ausholen zum Beispiel. Einmal nicht aufgepasst, schon eine Zerrung eingefangen. Kann einem die ganze Saison verhageln. Sportler machen das, ich auch. Obwohl ich keiner bin. Vergangenes Wochenende hab ich einen Sportler gesehen, er stieg nachts gegen 2 Uhr völlig besoffen aus dem Mannschaftsbus eines regionalen Fußballteams aus und kotzte minutenlang vor die Treppe der Stadtbahnhalte "Stadtmitte". Ein anderer hielt ihn dabei im Arm, fürsorglich wie das nur echte Freunde tun können. Ein paar Meter weiter schauten zwei hochgestöckelte Frauen mit Gürteln, wo andere Frauen Röcke tragen in einem Schaufenster nach, ob das, was sie für Frisuren hielten, noch topp in Schuss wäre. Unter ihren Absätzen hätte sogar Pavel Pogrebnyak einen Ball durchschießen können. Sie erinnerten mich an die Zeit als ich noch Kabelfernsehen hatte und mir Frauen zu vorgerückter Stunde auf Kabel 1 ihre Telefonnummern zugeröchelt haben.  Die hier nickten nur kurz, lachten laut, stöckelten zufrieden weiter und dufteten dabei so stark, dass einer meiner Begleiter 200 Meter später sagte: "Das ist ein sehr nachhaltiges Parfüm." In der U14 habe ich einen Typen gesehen: Seine Hose war zu groß, das T-Shirt mit unleserlichem Zeitgeist bedruckt, er kaute ständig und versuchte wie einer zu wirken, mit dem man sich besser nicht anlegt. Migrationshintergrund hatte nicht nur die Frisur, die unter der zu schiefen und zu großen Baseballkappe herauslukte. Er steckte ein Bein zwischen die sich schließenden Türen, die dann flugs wieder aufgingen und verschaffte einer älteren Dame damit genau die Zeit, die sie brauchte, um die Bahn noch zu erreichen: "Danke, junger Mann", schnaufte sie. "Yo, basst scho", sagte er. Und ein kleines Lächeln später war er schon wieder arschcool. Ich habe einen Taxifahrer getroffen, der mich fragte, ob es möglich wäre, ihm nicht ins Taxi zu kotzen. Er hätte es heute Nacht schon zwei Mal geputzt und ein drittes Mal würde ihn an die Grenzen seiner Ruhe bringen. Ein Kerl im Oblomow schlief einmal noch während der Getränkebestellung auf meiner Schulter ein. Er fragte mich vorher nicht mal nach meinem Namen. Ich habe auch von einer Frau gehört, die dort auf der Toilette erzählte, dass gleich zwei Stalker sie belästigen würden und sie nicht nach Hause könne, weil diese Typen ihre Wohnung mit giftigen Chemikalien verseucht hätten. Zur Schwester könne sie auch nicht gehen: Die dumme Sau war schon immer neidisch auf sie. Ihr Ausschlag im Gesicht kam von den Chemikalien. Ich habe Frauen auf dem Herrenklo im Keller Klub hinterhergebrüllt, sie sollen sich bitteschön setzen, wenn sie sich schon vordrängeln. Ich habe Männer im Aer-Club gesehen, die Krachlederne trugen und seelenruhig unter den Tisch kotzten, während Julian Smith miese Musik auflegte. Ich habe Frauen belauscht die zu anderen Frauen sagten: "Echt?! Dann hätte ich seine Mutter gar nicht beleidigen müssen?" und Clubbetreiber gesehen, die vor ihrem eigenen Laden umdrehten und dabei "Oh, nö" sagten. Im Zwölfzehn habe ich einen Typen gesehen, der nicht ansatzweise cool war. Er tanzte wie ein Idiot. Ich kenne das Problem. Deswegen tanze ich erst ab 1,9 Promille. Da ist eh alles wurscht. Er schwitzte trotzdem und sein hellblaues FDP-Karo-Hemd war schon recht nass. "Wir haben ein Problem!" "Wir?" "Naja, meine Brille..." "Du hast keine Brille." "Exakt. Auf meiner Nase ist sie nicht und in der Hemdtasche auch nicht. Muss hier irgendwo rumliegen. Total beschissen, ohne Brille die Brille zu suchen." Dann haben "wir" sie gefunden. Herzlich gelacht. Fünfzehn Schnäpse getrunken und zusammen getanzt, dass Carlton Banks stolz auf uns gewesen wäre. Keine Ahnung, wie der Typ hieß.  Trotzdem toller Abend. Okay, das mit den Schnäpsen und Tanzen war gelogen. Ich geb's zu. Aber Stuttgart ist voll von Lügnern. Manche von denen behaupten sogar, die Stadt wäre so langweilig wie TV-Schmonzetten mit Christian Kohlund. Dabei habe ich mal einen älteren Herren getroffen, der mir eine Schutzbrille von Bosch schenkte, weil das Tränengas dann nicht so brennen würde und eine Rentnerin wischte mir mit einem feuchten Handtuch das Gesicht ab. In langweiligen Städten passiert so was nicht. Und ich habe einen Kerl gesehen, der auf der Zwölfzehn-Toilette mit dem Handy seinen Schwanz fotografierte, dabei laut lachte und „Alter!“ sagte. Gottbewahre, ich hab nicht genauer hinsehen und schon gar nicht vergleichen wollen. Wir Stuttgarter machen das viel zu oft. Vergleichen. Nicht Schwänze. Unsere Stadt. Der Hans-Im-Glück-Brunnen hätte was von Italien, der Westen was von San Francisco, der Aer-Club was von New York und Heslach was von Brooklyn und natürlich sei Stuttgart viel schöner als Berlin. Als würde man sagen: "Ich liebe meine Freundin. Sie sieht fast aus wie Scarlett Johansson." Meine Stadt wird immer nur so stark sein, wie die Leute, die in ihr wohnen. Stuttgart kann so viel sein. Man muss nur genauer hinsehen. Wer das nicht kann, geht zu Fielmann oder nach Berlin. Dazwischen gibt's nix. Partysan Homepage

     
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    10 wichtige Deutsch-Rap-Alben

    Am 10. Mai 2011, 17:42 Uhr von martin

    Ist etwas unverständlich, aber wenn ich das richtig verstanden habe, feiert das INTRO Musikmagazin (Leitet das redaktionell eigentlich noch der Stuttgarter Thomas Venker? Ja, er tut es.) gerade so 20jähriges Jubiläum. Ungefähr gleich alt oder jung ist deutscher HipHop. Mit einem Spezial analysiert man zwei Jahrzehnte deutschsprachigen Rap und außerdem hat man eine Liste der 10 wichtigsten HipHop-Alben zusammengestellt. War das Intro höchstwahrscheinlich nicht die ersten, kann man sich aber immer wieder anglotzen.

    Ich bin übrigens manchmal immer wieder beeindruckt, wie sich die Classics konserviert haben. War mal mit Emil auflegen im schönen Achern, er hat ne Deutsch-Rap-Runde geschmissen, so halbes Bambule-Album, und da hab ich mir mal wieder gedacht: Jungs, Mädels, ihr wart ungefähr acht bis zehn als die Platte 1998 rauskam, wieso könnt ihr die Lieder komplett mitrappen?

    “Bambule” ist in der Liste natürlich ebenso vertreten wie z.B. auch “4 gewinnt” von den Fantastischen Vier, mit dem Hinweis, dass es sich künstlerisch um kein bedeutendes Rap-Album handelt, “prägte aber über Jahre das Bild der breiten Öffentlichkeit von deutschem HipHop als harmlose Gute-Laune-Musik mit holperigen Reimen und seltsamen Arm- und Beinbewegungen.”

    Dagegen kämpften mitunter freilich auch bekanntermaßen die Massiven Töne an…

    …freilich ebenfalls in der Liste vertreten: “Nach Ansicht vieler Szene-Insider eines der besten deutschen HipHop-Alben aller Zeiten. Von den Beats noch ganz der Oldschool verpflichtet, aber perfekt produziert, zeigen die Stuttgarter einen neuen entspannten wie ausgeklügelten Flow mit hohem lyrischen Standard. HipHop in Deutschland wird künstlerisch erwachsen.”

    Hab ich mehr oder weniger schon vor einiger Zeit so unterschrieben, bzw. für mich ist und bleibt es das beste deutsche HipHop-Album aller Zeiten.

    Gleich nach Massive nochmals Stuttgart mit dem FK-Debüt “Quadratur des Kreises”:

    “Inhaltlich wirkt das Album heute rührend naiv bis peinlich, musikalisch öffnen sich Freundeskreis aber früh angrenzenden Genres wie Reggae, Soul und Jazz und treten mit Liveband statt DJ auf.”

    Hier kann man in Ruhe durchblättern.

    Ist etwas unverständlich, aber wenn ich das richtig verstanden habe, feiert das INTRO Musikmagazin (Leitet das redaktionell eigentlich noch der Stuttgarter Thomas Venker? Ja, er tut es.) gerade so 20jähriges Jubiläum. Ungefähr gleich alt oder jung ist deutscher HipHop. Mit einem Spezial analysiert man zwei Jahrzehnte deutschsprachigen Rap und außerdem hat man eine Liste der 10 wichtigsten HipHop-Alben zusammengestellt. War das Intro höchstwahrscheinlich nicht die ersten, kann man sich aber immer wieder anglotzen. Ich bin übrigens manchmal immer wieder beeindruckt, wie sich die Classics konserviert haben. War mal mit Emil auflegen im schönen Achern, er hat ne Deutsch-Rap-Runde geschmissen, so halbes Bambule-Album, und da hab ich mir mal wieder gedacht: Jungs, Mädels, ihr wart ungefähr acht bis zehn als die Platte 1998 rauskam, wieso könnt ihr die Lieder komplett mitrappen? "Bambule" ist in der Liste natürlich ebenso vertreten wie z.B. auch "4 gewinnt" von den Fantastischen Vier, mit dem Hinweis, dass es sich künstlerisch um kein bedeutendes Rap-Album handelt, "prägte aber über Jahre das Bild der breiten Öffentlichkeit von deutschem HipHop als harmlose Gute-Laune-Musik mit holperigen Reimen und seltsamen Arm- und Beinbewegungen." Dagegen kämpften mitunter freilich auch bekanntermaßen die Massiven Töne an... ...freilich ebenfalls in der Liste vertreten: "Nach Ansicht vieler Szene-Insider eines der besten deutschen HipHop-Alben aller Zeiten. Von den Beats noch ganz der Oldschool verpflichtet, aber perfekt produziert, zeigen die Stuttgarter einen neuen entspannten wie ausgeklügelten Flow mit hohem lyrischen Standard. HipHop in Deutschland wird künstlerisch erwachsen." Hab ich mehr oder weniger schon vor einiger Zeit so unterschrieben, bzw. für mich ist und bleibt es das beste deutsche HipHop-Album aller Zeiten. Gleich nach Massive nochmals Stuttgart mit dem FK-Debüt "Quadratur des Kreises": "Inhaltlich wirkt das Album heute rührend naiv bis peinlich, musikalisch öffnen sich Freundeskreis aber früh angrenzenden Genres wie Reggae, Soul und Jazz und treten mit Liveband statt DJ auf." Hier kann man in Ruhe durchblättern.

     
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  • 9

    Artdirection: Manuel Bürger

    Am 15. Mrz 2011, 10:24 Uhr von martin

    Nachdem er mir davon schon vor längerem erzählt habe, freue ich mich seit Wochen auf das Resultat: der Stuttgarter Allround-Killertyp Manuel Bürger hat die neue Lodown gestaltet.

    Hat mich als alten Lodown-Fan ziemlich für ihn gefreut. Gestern die neue Ausgabe im Kiosk gesucht, die Lodown wird gerne mal gut versteckt, aber da ist sie und schon beim Cover musste ich schmunzeln: Ein typischer Manu-(Checklist-Haken). Gibt wohl zwei Covers, ich habe Edition B gekrallt.

    Manu hat direkt in der Redaktion produziert und konnte auch eigenen Content generieren, sagt man glaub so heutzutage. Hat er prompt seine Upitup-Buddys reingedrückt. Vetterleswirtschaft in Berlin. Sposs, über den bunten Haufen kann man schon mal schreiben.

    Für die nötige Inspiration hat sich Manuel in den Lodown-Keller begeben und alte Ausgaben durchforstet und versucht den früheren Vibe des international vertriebenen Magazins (ein Großteil der Auflage geht anscheinend nach Japan…) aufzunehmen.

    Ist ihm meines Erachtens auch ganz gut gelungen, recht 90er-Lodown-mässig. Wirkt teils etwas chaotisch aber das mit Konzept.

    Guter Gag auch schon im Inhaltsverzeichnis, Artikeltipps nach Alter:

    Titten gibts auch, aber die kommen wie eh und je von Abuse Industries.

    Gute Arbeit Man!

    Nachdem er mir davon schon vor längerem erzählt habe, freue ich mich seit Wochen auf das Resultat: der Stuttgarter Allround-Killertyp Manuel Bürger hat die neue Lodown gestaltet. Hat mich als alten Lodown-Fan ziemlich für ihn gefreut. Gestern die neue Ausgabe im Kiosk gesucht, die Lodown wird gerne mal gut versteckt, aber da ist sie und schon beim Cover musste ich schmunzeln: Ein typischer Manu-(Checklist-Haken). Gibt wohl zwei Covers, ich habe Edition B gekrallt. Manu hat direkt in der Redaktion produziert und konnte auch eigenen Content generieren, sagt man glaub so heutzutage. Hat er prompt seine Upitup-Buddys reingedrückt. Vetterleswirtschaft in Berlin. Sposs, über den bunten Haufen kann man schon mal schreiben. Für die nötige Inspiration hat sich Manuel in den Lodown-Keller begeben und alte Ausgaben durchforstet und versucht den früheren Vibe des international vertriebenen Magazins (ein Großteil der Auflage geht anscheinend nach Japan...) aufzunehmen. Ist ihm meines Erachtens auch ganz gut gelungen, recht 90er-Lodown-mässig. Wirkt teils etwas chaotisch aber das mit Konzept. Guter Gag auch schon im Inhaltsverzeichnis, Artikeltipps nach Alter: Titten gibts auch, aber die kommen wie eh und je von Abuse Industries. Gute Arbeit Man!

     
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    • martin: ich weiß nicht ob ein weiteres straßesmagazin den trottwar verdrängen würde....
    • Thorsten W.: Naja, ich weiß nicht, gut gemeint ist halt auch nur das Gegenteil von gut....
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