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Back in the days – part 6: Zweites M1
Am 16. Dez 2011, 12:51 Uhr von Thorsten W.
Serien brauchen auch mal etwas Luft, so wie diese KTV-Retro-Serie, deren letzte Folge über ein Jahr her ist. Aber egal, Gelegenheiten kommen und gehen, jetzt hat sich eine neue (privat betriebene) M1-Fanpage bei Facebook aufgetan – mit wunderschönen Bildern aus dem zweiten M1, ungefähr neben der neuen Stadtbibliothek muss das gewesen sein. Und wann – von 1996 bis 1998? Länger?
Auf jeden Fall war ich da oft und hab viel erlebt. Ich erinnere mich gern an unsere KitKatKlub-Partys im kleinen Floor mit Mick Wills an der Nebelmaschine, Armand van Helden, der so spät aufgelegt hat, dass ich schon wieder weg war, Ultra Naté live, die ein oder andere Marlboro-Party, meinen Gig auf dem Ambient-Floor bei der “Alien Nation”, Diskussionen über die Eintrittspreise und meine Freude, als ich endlich auf dieser verdammten permanenten Gästeliste stand.
Letztendlich war das zweite M1 schon ein großer Schritt vom ersten, alles professioneller, größer, wichtiger. Zugutehalten muss man Bubi und den anderen, dass es damals mit Sebastian Krieg und C-Willy “echte” Resident-DJs gab, die den Club geprägt und auch mal allein voll gemacht haben, dass auch mal “größere” DJs nach Stuttgart geholt wurden und so unser Städtle clubtechnisch auch über die Stadtgrenzen hinaus wieder bissle bekannter wurde.
Witzig auch, dass man sich damals noch gewundert hat, als Tiefschwarz aufgelegt haben, weil die waren ja von der “Konkurrenz” red dog, oder dass ich erstaunt war, dass Sven Fechner vom “neutralen” Sub Culture im M1-Büro sitzt und dort Berichte schreibt.
Schee war’s, und hier ein paar ausgewählte Fotos – ich erkenne u.a. die spätere Radio-Bar-Türsteher-Gang Wolfgang und John, natürlich Dekokönig Dirk Wein, Dimi von den Madonna-Partys, die Frau die jetzt den Wulle-Bus fährt (hat damals wohl an der Bar gearbeitet), die hübsche Steffi, Matze, der heute wichtiger Werber in Hamburg ist, Rainer, den ich erst im Boschareal-M1 kennengelernt habe, und Kenny C. aus London, der glaube ich nie berühmt aber guter Kumpel von M1-Booker Alan Summerville war. Mehr Bilder hier.
(Die Bilder sind auch bei Facebook öffentlich zugänglich, wer sich trotzdem nicht hier sehen möchte, bitte Mail an stuttgart@kessel.tv).
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Discoleichen 2 – ein paar Fotos
Am 18. Aug 2011, 12:20 Uhr von martin
Ja, beim alten Scheiß flippen wir gerne aus. Die Idee von den “52 Clubs”, die im Laufe der Diskussion gestern aufkam, klingt ziemlich gut, bloss schaffen wir das wahrscheinlich nicht alleine, sondern sind auf eure Mithilfe angewiesen. Wir überlegen noch ob und wie wir das angehen.
Jetzt gibt es erst einmal als kleinen Nachschlag zu gestern, ein paar Bilder aus dem LIFT-Archiv von früher, als alles besser war, eine kleine Zeitreise, ebenfalls unter modischem Aspekt durchaus interessant. Sollte sich jemand auf dem Bild erkennen und überhaupt kein Bock drauf haben sich hier zu sehen, einfach kurz unter stuttgart@kessel.tv melden.
Den ersten Club, den ich betreten habe war das OZ 1992. Den ersten Laden, den ich regelmässig besucht habe, war aber das Müsli. Phase 1993.
War halt so die Einstiegsdisco für viele, sobald der Perso auf 16 umschaltete. Mitternacht wieder raus, klar. Ich war im Müsli nicht lange und weiß auch gar nicht mehr, ob es da drin wirklich so aussah.
Coole Jungs auf jeden Fall.
Nach meiner Müsli-Zeit “wohnte” ich von 1993 bis Anfang 1995 im OZ. Aber da war das OZ ja schon längst uncool. Egal. Nach der Razzia im Januar 1995 war das mit OZ dann gegessen.
Es folgte bis Sommer 1995 eine karge Ausgehzeit, auch weil man als 17-18-jähriger kaum ins Red Dog und Tier reingekommen ist. Ich weiß auch überhaupt nicht warum uns Eulen die Tanja ins erste M1 reingelassen hat. Jede Woche. Wir waren da schätzungsweise die Jüngsten.
Bei obigen Bild bin ich mir fast sicher, dass es aus dem ersten Laden ist, an diesen Käfig kann ich mich allerdings nicht mehr erinnern.
Kann auch im zweiten M1 gewesen sein.
Gegen Ende 1995, ich meine es war bei Abe Duque, schafften wir es dann doch auch zum ersten Mal ins Tier, gegenüber vom Palast der Republik.
Theoretisch-praktisch ist das der gute Tes im Bild. Macht heute ein afrikanisches Restaurant. Ich hab es hier schon paar mal geschrieben: Das Tier ist der größte Verlust den das Stuttgarter Nachtleben damals hinnehmen musste. Im Sommer 1996 war es vorbei, wir leider nur ein halbes Jahr dabei, konnten trotzdem noch genügend magische Momente einsammeln. Der Closing-Mix von Stefan Strauß ist übrigens immer noch auf unserem Soundcloud-Profil zu finden (ganz unten).
Viel zu spät, quasi nach dem Tier, entdeckten wir das Red Dog für uns. Vocal-House to the fullest, Tiefschwarz in full effect, Killer. Meinen 20. Geburtstag da gefeiert, Felix da Housecat hat dazu ein unfassbares Set kredenzt. Im Red Dog wurde auch der HipHop-Mittwoch geboren. Weiß schon gar nicht mehr warum genau das Dog zugemacht hat. Kein Bock mehr? Ich weiß es nicht.
Im Herbst 1996 wurden das Prag und das zweite M1 eröffnet.
(Ist das der Mone?)
(Aufgeschlitzte Hosen Alta!)
Mein Kumpel und ich waren glaub die einzigen, die sowohl freitags zum 0711Club als auch Samstag in die Neue Heimat ins Prag sind. War offiziell verboten beide Musikrichtungen gut zu finden. War auch immer geil im Soundshop im Radiobarth, wenn man von der House-Techno-Abteilung rüber zu den Rappern gelaufen ist – Blicke, die sagten “uh, die Techno-Wurst kommt!” musste man über sich ergehen lassen.
Weiß gar nicht mehr, wann die Radio Bar eröffnet hat. War glaub auch so 1997. War lange Zeit überhaupt gar nicht mein Laden muss ich gestehen, erst so gegen Ende. Noch ein Promi-Shot:
Das größte Phänomen zu der Zeit war aber das Pauls:
Caprihosen FTW!!!! Leider kein Bild von den Menschenmassen vorhanden, sondern nur von einer relativ gechillten Atmosphäre.
Links die Treppen nuff ging es zum Switzerland. Es musste nicht mal mega warm sein und der ganze Platz war gerammelt voll. Wirklich DER GANZE PLATZ, mit Verlaub kein Vergleich heute zum Waranga, bis zu den Treppen. Der Witz war: Hinter den Treppen war ein Italiener. Die Leute hätten auch da ihr Bier holen können, haben sich aber lieber durch die Massen bis an die Pauls Bar gedrückt. Ich meine, eines Tages sind auch gewiefte Jungs mit Bierkästen durch die Menge gelaufen und haben die Kolben direkt verkauft.
Wir sassen meist auf den Treppen herum. Meine Jungs wollten da immer hin, “Weiber glotzen”. Die waren gut, keine Frage, sahen aber alle unerreichbar aus. Mir war das zu langweilig. Wollte lieber laut Rap oder Techno. Gerade so um die Jahrtausendwende herum wurde das zunehmend schwieriger. Seltsame Phase war das. Gerade im Jahr 2000 sind wir fast jedes Wochenende nach Göppingen in den Red Room gefahren, weil da halt die Party ging.
Problem war damals auch, dass mein Freundeskreis das Le Fonque nicht so geil fand wie ich.
(U-Turn Heidi links.)
Und immer alleine weggehen ist auch doof, wie jeder weiß. Das Le Fonque mochte ich wirklich sehr. Zum einen war das Programm sehr ambitioniert und abwechslungsreich, gute Bookings, gute Musik und in den ersten Jahren immer gute Partys. Zum anderen hänge ich emotional sehr an dem Laden, weil ich hier quasi meinen ersten festen DJ-Club-Job hatte. Das lag an diesen Männern:
Von unten nach oben: Jannis, Akö, Uwe und Jürgen. Uwe macht heute u.a. das Wurst & Fleisch, Jannis ist einer der lockersten Typen überhaupt und Akö my Man hat mich immer gebucht, später auch in die Suite nach oben. Ihm verdanke ich alles, heul! Nein, ehrlich, ist so. Danke Akö!
Weiterhin hosteten der wahre Pimper und ich im Le Fonque die Partyreihe 2Times Freestyle. Alles rein in den Topf. War damals fast neu. Später stürzte das Le Fonque tief ab, was aber garantiert nicht an den obigen Männern lag, sondern an griechischen Weinfässern als Deko.
Besagter Pru:Piper war damals mit seiner Gal-Crew – hieß doch so? – die 2Step-Instanz in Stuttgart und schmiss große Feten im gestern ein paar mal erwähnten Maria:
Beliebter Lichtereffekt übrigens damals auf Partyfotos.
Bin selbst mit dem Maria nie richtig warm geworden, finds einfach zu verschachtelt für eine Partylocation. Aber scheint ja mittlerweile im BIX bei gewissen Veranstaltungen gut zu funktionieren.
Und hier, circa im Jahr 2000 endet die Geschichte. Ich kauf mir jetzt ein unbekanntes Tier. Vielleicht einen roten Hund.
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Offline
Am 3. Jun 2009, 20:45 Uhr von Thorsten W.
Wie ich gestern zufällig bemerkt habe, und wie hier auch schon in einem Kommentar gepostet, gibt es den M1 Club nicht mal mehr virtuell. Damit ist dieses Kapitel wohl endgültig beendet, ob schade oder nicht.
Google findet bei “M1 The Club” auch nichts mehr, aber als ersten Treffer den BMW M1 Club – das ist wenigstens ein schönes Auto:
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Back in the days – Part 1
Am 2. Jun 2009, 23:06 Uhr von Thorsten W.
Mein Kumpel Ricci hat tatsächlich Fotos aus der Zeit, als es noch keine Digicams gab, eingescannt und mir da gelassen. Zeitzeugnisse aus dem Stuttgarter Nachtleben. Und weil es so schön ist, serviere ich die Fotos in kleinen Happen.
Part 1: 17.09.1999, Clubfight – Prime vs. M1 im Proton. Völlig sinnfreie Veranstaltung, aber der Größenwahn war damals König. Kollege Maier hat auf dem großen Floor gegen C-Willy aufgelegt, fett im Boxring mit Sven Fechner als Zermonienmeister. Ich hab eine Nummer kleiner auf dem kleinen Floor gegen Sebastian Krieg aufgelegt. Those were the days, my friend.
Und nun viel Spaß beim lustigen Celebrity-Raten. Und ja – der gut aussehende junge Mann mit Brille bin ich
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Let it be
Am 15. Mrz 2009, 17:35 Uhr von martin
Lieber Bubbi,
mal ganz abgesehen davon, dass du mein Kollegen Vlado und mich ordentlich verarschen wolltest, um genau zu sein, so verarschen wolltest, wie mich noch niemand zuvor in meinem Leben verarschen wollte, aber man kann es dir auch eigentlich gar nicht mal für übel nehmen, die Nummer hat dir ja damals schließlich dieser kleine dauergrinsende Wicht ins Ohr gezwitschtert, obwohl nee, ich nehms dir immer noch für übel, du hättest ja auch mal deinen Verstand einschalten können, warst du ohne Zweifel ein Held des Stuttgarter Nachtlebens.
In deinen ersten beiden Clubs hab ich so viel getanzt wie seit dem nie wieder in meinem Leben, und ich hab auch ehrlich gesagt mit dir immer sehr gerne zusammengearbeitet, auch wenns nicht immer ganz einfach war so mit dir, aber das weißt du ja selbst.
Aber mal ehrlich, warum tust du dir den Scheiß immer noch an? Warum machst du noch M1 Excursions, die du zunächst in waghalsigen Off-Locations angekündigst, um sie dann in letzter Minute doch ins im Zapata zu verlegen? Warum? Warum holst du die M1-Leiche ausm Keller? Warum, warum, warum?
Du hast dich im Herbst schon mit der Richie-Nummer bis auf die Knochen blamiert, nachdem du bis zum Schluss darauf beharrt hast, den alten Obi Wan im Postgelände auf den Thron zu hieven. Aber wir wussten alle, dass du erstens wohl sicherlich nicht die Genehmigungen zusammen bekommst und zweitens auch nicht mehr in der Lage bist, solch eine Veranstaltung logistisch durchzuziehen. Weisch, man muss z.B. dafür mitunter Getränke bestellen und Kühlschränke hertun und so. Echt schwer.
Jetzt machst du den selben Fehler wieder. Kündigst DJ Rush mit einem Disco-House Set in der Carl-Benz-Arena an. Alter! Mann, ich kenn die scheiß Carl-Benz-Arena nicht, aber es klingt nach ganz arg groß und a) ist DJ Rush nicht mehr so das Mega-Zugpferd und b) ein Oldschool-Classic-Disco-House in einer riesgen Blechhalle kickt nicht gerade Arsch weisch? Hasch echt alles verlernt, oder? Oh Mann.
Na ja, wenigsten hast du es dieses Mal schon eine Woche zuvor gecheckt, dass das nichts wird und hast beim Javier um Asyl gebeten. Juckt halt wahrscheinlich doch niemanden. Hoffentlich kommste wenigstens aus den Kosten raus. Langsam hab ich Mitleid mit dir und das hat jetzt echt fast zwei Jahre gedauert um an diesen Punkt zu kommen.
Let it be, let it be, alter Freund, und versuch endlich ein neues Leben ohne das verschissene Nightlife anzufangen.
Der RAM vom Summer of 1995
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Club Prag moves…
Am 19. Feb 2009, 23:45 Uhr von Thorsten W.

Mann, kessel.tv ist echt schnell, mal ohne Eigenlob gesagt

Das Prag macht ja bekanntlich nach dem Wochenende 27./28.03. zu… Und danach schnell wieder auf, wie jetzt bekannt wurde – und zwar im, tadaaaaa, ehemaligen M1 im Boschareal. Ich mein – für die Location kann’s ja nur bergauf gehen. Und hoffentlich lässt Chris List bei der Gelegenheit endlich ein neues Logo fürs Prag entwerfen – das alte ging echt noch nie.After the jump noch die vollständige Pressemitteilung
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Pleitegeier
Am 9. Dez 2008, 15:12 Uhr von martin
Verlassen, verwahrlost, leer geräumt… so kennen wir das M1. Nachdem Stuttgarts lustigste Eckkneipe aller Zeiten vor einigen Wochen Insolvenz angemeldet hat, wurde alles einfach mal so stehen und liegen gelassen. Also wie sonst auch immer abends nach der Schicht. Nun ist der Laden leer und damit endet wohl auch endgültig eine Ära, die schon längste Zeit ziemlich traurig war.
Ich bin nach wie vor der Meinung, das M1 hätte ein Unternehmen wie das britische Ministry Of Sound werden können, aber die Fähigkeiten haben leider einfach nicht ausgereicht, wie man auch neulich erst wieder bei der chaotischen Durchführung eines Großevents gemerkt hat. Nun gut, man soll verpassten Chancen nicht hinterher weinen.
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