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    Vielen Dank für die Blumen

    Am 9. Dez 2010, 12:00 Uhr von martin

    Er würde es natürlich nie selbst posten, und wenn der Aussi das liest wird er bestimmt ganz rot, aber ey, Ehre wem Ehre gebührt! Zwar war der Text nicht für uns, aber Inge ist neben dem Nachbar, Krupa, Thorsten, Chewbacca und Biene Maja mein absolutes Vorbild, ich immer stolz auf ihn, verdrücke jeden Tag viele Tränen, weil er für uns schreibt, deswegen muss die Öffentlichkeit von dieser außergewöhnlichen Fanpost für den außergewöhnlichen Außenreporter erfahren.

    Dazu muss man wissen, dass man gerade als Print-Schreiber relativ selten gelobt wird, dafür umso mehr angemotzt. In sieben Jahren Sub Culture habe ich viele Ibiza-CDs bekommen und noch mehr Frustation zu spüren gekriegt, weil mal wieder nix über die nächste Horny United – Sexy Beach Edition im Heft stand, aber Blumen gab es definitiv nie.

    Unserem Inge ist dieser Coup geglückt, denn er hat für die aktuelle LIFT-Ausgabe einen wirklich “föllig exelenten” (ohne z und mit nur einem l) Artikel über DJ Kleiderbügel aka MC Schrankwand geschrieben. Die Mehrheit kennt ihn als 1. Bürgermeister Michael Föll. Er wird neben Susi (Eisenmann) als zukünftiger Oberbürgermeister von Stuttgart gehandelt (ab 2012) – ja dann gut Nacht um Sechs, pflegt meine Mutter immer in aussichtslosen Situationen zu sagen.

    Aussi hat Föll in Cannstatt getroffen und ihn versucht “zu greifen”, was angesichts dieses verschlossenen Mannes etwas schwierig ist, Ingmar aber doch “föllig” gelungen ist. Fölli lächelt gerne verschmitzt und spitzbübisch durch die Gegend (habs auch mal bei einer Gemeinderatsitzung beobachtet, sehr unheimlich dieses Grinsen), als würde er gerade wieder nen Machiavelli aushecken, wie im Sommer, als er Werner Wölfe als Sozialbürgermeister verhinderte.

    Ebenfalls im Sommer musste der 41jährige selbst wiederum zurückrudern, als bekannt wurde, dass er im Beirat der Firma Wolff & Müller sass, die mit den Abrissarbeiten des Nordflügels beauftragt wurden. Nach einem kurzen medialen Inferno hat der zweimalige Jugendmeister im Eiskunstlaufen (daher vielleicht das kerzengerade Kreuz) das Amt wieder niedergelegt.

    Den kompletten Text kann man als PDF hier nachlesen: Porträt 1. Bürgermeister Michael Föll

    Er würde es natürlich nie selbst posten, und wenn der Aussi das liest wird er bestimmt ganz rot, aber ey, Ehre wem Ehre gebührt! Zwar war der Text nicht für uns, aber Inge ist neben dem Nachbar, Krupa, Thorsten, Chewbacca und Biene Maja mein absolutes Vorbild, ich immer stolz auf ihn, verdrücke jeden Tag viele Tränen, weil er für uns schreibt, deswegen muss die Öffentlichkeit von dieser außergewöhnlichen Fanpost für den außergewöhnlichen Außenreporter erfahren. Dazu muss man wissen, dass man gerade als Print-Schreiber relativ selten gelobt wird, dafür umso mehr angemotzt. In sieben Jahren Sub Culture habe ich viele Ibiza-CDs bekommen und noch mehr Frustation zu spüren gekriegt, weil mal wieder nix über die nächste Horny United - Sexy Beach Edition im Heft stand, aber Blumen gab es definitiv nie. Unserem Inge ist dieser Coup geglückt, denn er hat für die aktuelle LIFT-Ausgabe einen wirklich "föllig exelenten" (ohne z und mit nur einem l) Artikel über DJ Kleiderbügel aka MC Schrankwand geschrieben. Die Mehrheit kennt ihn als 1. Bürgermeister Michael Föll. Er wird neben Susi (Eisenmann) als zukünftiger Oberbürgermeister von Stuttgart gehandelt (ab 2012) - ja dann gut Nacht um Sechs, pflegt meine Mutter immer in aussichtslosen Situationen zu sagen. Aussi hat Föll in Cannstatt getroffen und ihn versucht "zu greifen", was angesichts dieses verschlossenen Mannes etwas schwierig ist, Ingmar aber doch "föllig" gelungen ist. Fölli lächelt gerne verschmitzt und spitzbübisch durch die Gegend (habs auch mal bei einer Gemeinderatsitzung beobachtet, sehr unheimlich dieses Grinsen), als würde er gerade wieder nen Machiavelli aushecken, wie im Sommer, als er Werner Wölfe als Sozialbürgermeister verhinderte. Ebenfalls im Sommer musste der 41jährige selbst wiederum zurückrudern, als bekannt wurde, dass er im Beirat der Firma Wolff & Müller sass, die mit den Abrissarbeiten des Nordflügels beauftragt wurden. Nach einem kurzen medialen Inferno hat der zweimalige Jugendmeister im Eiskunstlaufen (daher vielleicht das kerzengerade Kreuz) das Amt wieder niedergelegt. Den kompletten Text kann man als PDF hier nachlesen: Porträt 1. Bürgermeister Michael Föll

     
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    Das Grauen hat ein Gesicht

    Am 28. Sep 2009, 11:39 Uhr von Aussenreporter

    superguido

    Guten Tag Deutschland, hallo Bürger von kessel.tv. Der ein oder andere wird es vielleicht mitbekommen haben: Gestern wurde gewählt. Vielleicht bin ich zum Herbstbeginn ja besonders sensibel, mich hat das Ergebnis auf jeden Fall einigermassen umgehauen. Dass die Sozis abkacken, war klar.

    Nur die Älteren werden sich vielleicht noch erinnern: Die Sozialdemokratie war früher eine anerkannte Politikrichtung, heute gehen SPD-Wähler nicht mehr zur Wahl, weil sie beleidigt sind. In einigen Jahren wird die SPD eine Splitterpartei sein, die an der 5-Prozent-Hürde scheitert.

    Dass Merkelchen nur noch so halb abräumt, war auch irgendwie klar. Hat ja die letzten Monate gar nichts mehr gemacht, die Gute, damit sie auch ja nichts mehr falsch machen konnte. Und alle so yeah.

    Was mich aber wirklich erschreckt, ist das Ergebnis der FDP. Jeder Fünfte hat in Baden-Württemberg die Gelben gewählt. Das bedeutet, dass auch Kollegen, ja vielleicht sogar Freunde von mir für Guido gestimmt haben müssen. Liebe Porsche-Fahrer und Zahnärzte unter den kessel.tv-Lesern, könnt Ihr mir bitte erklären, wieso man so was macht?

    Super-Guido wird uns also künftig im Ausland repräsentieren, which is quite peinlich, because Super-Guido spricht so viel ich weiß ziemliches Grotten-Englisch – und ist halt Super-Guido, der Pate No. 1 unter den deutschen Politikern, der Sascha Lobo der Neoliberalität, auf jeden Fall aber der schönste und kompetenteste Politiker der Welt. Mindestens.

    Kessel.tvs Lieblingspolitiker, das Cemle, hat es in Stuttgart derweil nicht gepackt, stattdessen haben zwei andere Stuttgarter für Stuttgart, die CDU-Nobodys Kaufmann und Maag abgeräumt. Schön übrigens, wo die Parteien in Stuttgart den Sonntagabend begangen haben: Die Grünen feierten im Schlesinger, die FDP im Restaurant Kachelofen, die SPD heulte im Café Schlossblick, die Linke jubilierte im Merlin und die CDU zwitscherte Trollinger standesgemäß im Ratskeller.

    Ziemlich witzig zeigt sich am Tag eins nach der Wahl übrigens mein Lieblings-Bastel Shop Conrad Electronic: Die machen mit Ex-Vizekanzler Steinmeier auf der Startseite von Spiegele Online Werbung. Frank-Walter spielt mit einem ferngesteuerten Flugzeug und freut sich wie Bolle. Der passende Slogan dazu: „Juhu – endlich Freizeit“.

    Guten Tag Deutschland, hallo Bürger von kessel.tv. Der ein oder andere wird es vielleicht mitbekommen haben: Gestern wurde gewählt. Vielleicht bin ich zum Herbstbeginn ja besonders sensibel, mich hat das Ergebnis auf jeden Fall einigermassen umgehauen. Dass die Sozis abkacken, war klar. Nur die Älteren werden sich vielleicht noch erinnern: Die Sozialdemokratie war früher eine anerkannte Politikrichtung, heute gehen SPD-Wähler nicht mehr zur Wahl, weil sie beleidigt sind. In einigen Jahren wird die SPD eine Splitterpartei sein, die an der 5-Prozent-Hürde scheitert. Dass Merkelchen nur noch so halb abräumt, war auch irgendwie klar. Hat ja die letzten Monate gar nichts mehr gemacht, die Gute, damit sie auch ja nichts mehr falsch machen konnte. Und alle so yeah. Was mich aber wirklich erschreckt, ist das Ergebnis der FDP. Jeder Fünfte hat in Baden-Württemberg die Gelben gewählt. Das bedeutet, dass auch Kollegen, ja vielleicht sogar Freunde von mir für Guido gestimmt haben müssen. Liebe Porsche-Fahrer und Zahnärzte unter den kessel.tv-Lesern, könnt Ihr mir bitte erklären, wieso man so was macht? Super-Guido wird uns also künftig im Ausland repräsentieren, which is quite peinlich, because Super-Guido spricht so viel ich weiß ziemliches Grotten-Englisch – und ist halt Super-Guido, der Pate No. 1 unter den deutschen Politikern, der Sascha Lobo der Neoliberalität, auf jeden Fall aber der schönste und kompetenteste Politiker der Welt. Mindestens. Kessel.tvs Lieblingspolitiker, das Cemle, hat es in Stuttgart derweil nicht gepackt, stattdessen haben zwei andere Stuttgarter für Stuttgart, die CDU-Nobodys Kaufmann und Maag abgeräumt. Schön übrigens, wo die Parteien in Stuttgart den Sonntagabend begangen haben: Die Grünen feierten im Schlesinger, die FDP im Restaurant Kachelofen, die SPD heulte im Café Schlossblick, die Linke jubilierte im Merlin und die CDU zwitscherte Trollinger standesgemäß im Ratskeller. Ziemlich witzig zeigt sich am Tag eins nach der Wahl übrigens mein Lieblings-Bastel Shop Conrad Electronic: Die machen mit Ex-Vizekanzler Steinmeier auf der Startseite von Spiegele Online Werbung. Frank-Walter spielt mit einem ferngesteuerten Flugzeug und freut sich wie Bolle. Der passende Slogan dazu: „Juhu – endlich Freizeit“.

     
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  • 19

    Pralle Politiker-Plakate

    Am 16. Sep 2009, 10:08 Uhr von Aussenreporter

    Bundestag

    Einige werden es vielleicht schon mitbekommen haben, bald ist ja Bundestagswahl, da müssen die Politiker ein bisschen Werbung für sich machen. Das machen die Genossen und Genossinnen aber auch alle sonstigen Parteifreunde und Parteifreundinnen am liebsten ganz Oldschool mit Plakaten am Straßenrand. Manche Menschen stört das, sie verschönern die Plakate dann ein wenig.

    Ein ganz besonders Fleißiger hat es derzeit im Stuttgarter Süden auf Cem „Elternzeit“ Özdemir abgesehen, der Vorzeige Multi-Kulti-Politiker hat einen sensationellen Lippenstift abbekommen. Steht ihm gut.

    cem

    Ein nicht enden wollender Quell der Verschönerungs-Inspiritaion ist auch 2009 das Hitlerbärtchen, das sich sogar beidgeschlechtlich einsetzen lässt. Einmal zu bewundern bei Ute Vogt, neuerdings und extra für die Wahl wohnhaft in S-Botnang.

    ute

    Und natürlich bei meinem Lieblings-CDUler Stefan Kaufmann, der gefühlt seit ca. zwei Jahren im Walkampf ist und als erster in der Stadt plakatierte.

    kaufmann

    Manche Plakate muss man aber gar nicht erst verschönern, weil sie auch so schon ein Hingucker sind.

    plakat20smiley1

    Dieser Münchner Sozi schont die Augen seiner Wähler. Mein Favorit kommt aber aus der Metropole Recklinghausen:

    150809MUC399

    Der Reini war früher Rathaus-Pförtner und hat sich am Empfang der politischen Schaltzentrale wohl gedacht, was die Flachpfeifen können, kann ich schon lange. Herausgekommen ist ein wunderschönes Typo-Festival mit viel Liebe und vor allem Wortwitz. Schade, dass Reini nicht auch in Stutti antritt.

    Ich ergänze mal noch ein schönes Beispiel, gefunden bei nerdcore: (Thorsten)

    kanzlerin

    Einige werden es vielleicht schon mitbekommen haben, bald ist ja Bundestagswahl, da müssen die Politiker ein bisschen Werbung für sich machen. Das machen die Genossen und Genossinnen aber auch alle sonstigen Parteifreunde und Parteifreundinnen am liebsten ganz Oldschool mit Plakaten am Straßenrand. Manche Menschen stört das, sie verschönern die Plakate dann ein wenig. Ein ganz besonders Fleißiger hat es derzeit im Stuttgarter Süden auf Cem „Elternzeit“ Özdemir abgesehen, der Vorzeige Multi-Kulti-Politiker hat einen sensationellen Lippenstift abbekommen. Steht ihm gut. Ein nicht enden wollender Quell der Verschönerungs-Inspiritaion ist auch 2009 das Hitlerbärtchen, das sich sogar beidgeschlechtlich einsetzen lässt. Einmal zu bewundern bei Ute Vogt, neuerdings und extra für die Wahl wohnhaft in S-Botnang. Und natürlich bei meinem Lieblings-CDUler Stefan Kaufmann, der gefühlt seit ca. zwei Jahren im Walkampf ist und als erster in der Stadt plakatierte. Manche Plakate muss man aber gar nicht erst verschönern, weil sie auch so schon ein Hingucker sind. Dieser Münchner Sozi schont die Augen seiner Wähler. Mein Favorit kommt aber aus der Metropole Recklinghausen: Der Reini war früher Rathaus-Pförtner und hat sich am Empfang der politischen Schaltzentrale wohl gedacht, was die Flachpfeifen können, kann ich schon lange. Herausgekommen ist ein wunderschönes Typo-Festival mit viel Liebe und vor allem Wortwitz. Schade, dass Reini nicht auch in Stutti antritt. Ich ergänze mal noch ein schönes Beispiel, gefunden bei nerdcore: (Thorsten)

     
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  • 2

    Schlaglöcher

    Am 18. Aug 2009, 09:18 Uhr von martin

    Der Michael hat neulich eine Liste der Grausamkeiten angedroht. Jetzt gehts los. Watch out for Schlaglöcher und weniger Kultur und so.

    bix_05

    (Das Bix bei der Leonhardskirche – wie gehts weiter?)

    Interessant finde ich folgenden Absatz, insbesondere die Sache mit dem Bix, von Beginn an in der Kritik. Böse Zungen zweifeln seit jeher, ob man eine luxuriöse Jazzkneipe für circa 20 rotweintrinkende Musikconnaisseure massiv unterstützen muss.

    “Also doch lieber beim Theaterhaus kürzen? “Keine Einrichtung ist sakrosankt”, sagt Eisenmann. Betroffen sind auf jeden Fall Einrichtungen, deren Förderung ausläuft, wie etwa das Bix im Sieglehaus. Auch Festivals werden darunter leiden. Kein Geld hat Eisenmann für die Wünsche des OB – ein Probenzentrum der Staatstheater und den Neubau der Cranko-Schule.”

    Bei den Schulen will man nicht so kürzen, aber unsere schönen Grünflächen scheinen zu verkommen. Und Thorsten kann seltener Ideallinie fahren, weil die Schlaglöcher nicht so schnell geflickt werden. Denn der verantwortliche Technikbürgermeister muss 8,3 (!) Millionen von 10,2 (!) Millionen wegstreichen.

    Zum Artikel in der STZ

    Der Michael hat neulich eine Liste der Grausamkeiten angedroht. Jetzt gehts los. Watch out for Schlaglöcher und weniger Kultur und so. (Das Bix bei der Leonhardskirche - wie gehts weiter?) Interessant finde ich folgenden Absatz, insbesondere die Sache mit dem Bix, von Beginn an in der Kritik. Böse Zungen zweifeln seit jeher, ob man eine luxuriöse Jazzkneipe für circa 20 rotweintrinkende Musikconnaisseure massiv unterstützen muss. "Also doch lieber beim Theaterhaus kürzen? "Keine Einrichtung ist sakrosankt", sagt Eisenmann. Betroffen sind auf jeden Fall Einrichtungen, deren Förderung ausläuft, wie etwa das Bix im Sieglehaus. Auch Festivals werden darunter leiden. Kein Geld hat Eisenmann für die Wünsche des OB – ein Probenzentrum der Staatstheater und den Neubau der Cranko-Schule." Bei den Schulen will man nicht so kürzen, aber unsere schönen Grünflächen scheinen zu verkommen. Und Thorsten kann seltener Ideallinie fahren, weil die Schlaglöcher nicht so schnell geflickt werden. Denn der verantwortliche Technikbürgermeister muss 8,3 (!) Millionen von 10,2 (!) Millionen wegstreichen. Zum Artikel in der STZ

     
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  • 26

    Über das Ziel hinausgeschossen

    Am 13. Aug 2009, 09:11 Uhr von martin

    podiumsdiskussion_plieningen

    Es ist Wahlkampf. Unser Außenreporter begleitete einen Mittag und Abend lang einen Bundestagskandidaten. Zwischenstopp war eine Podiumsdiskussion in Plieningen. Thema: „Privater Waffenbesitz und Waffenrecht“.

    Vier Sportschützenvereine haben eingeladen. Die Sportschützen wollten zeigen, dass sie nach Winnenden und Eislingen – in beiden Fällen hatten Täter einen Bezug zu Schützenvereinen – um einen Dialog bemüht sind. Der Versuch ging etwas in die Hose, wie unser Außenreporter beobachtete.

    Die Zehntscheuer ist das kulturelle Zentrum Plieningens bei Stuttgart. Hier stellen die Viertklässler der hiesigen Grundschule ihr Regenwaldprojekt aus, der junge Chor der Plieninger Sängergarde veranstaltet in der Kulturstätte seine Mundart-Abende. Auf den Fildern ist die Welt noch in Ordnung: Im Speckgürtel von Stuttgart zählt Leistung, Ordnung, und der örtliche Schützenverein lädt gerne mal zum Charity-Schießen.

    Heute Abend platzt die Zehntscheuer aus allen Nähten. Vor dem Eingang werden zusätzlich Stühle aufgebaut. Grund des Ansturms ist eine ganz besondere Mundartdarbietung.

    Vier Vereine haben zu einer Podiumsdiskussion geladen, die Stuttgarter Schützengilde, die Schützengilde Stuttgart-Vaihingen 1926, der Turn- und Sportverein Georgii-Allianz und der örtliche Schützenverein Plieningen. Auf dem Podium sitzen die Bundestagskandidaten des Wahlkreises, das Thema: „Privater Waffenbesitz und Waffenrecht“.

    „Um Gottes Willen“, entfährt es Stefan Kaufmann, dem Kandidaten der CDU, als er den vollen Saal betritt. Das sei die bestbesuchte Podiumsdiskussion, die er in diesem Wahlkampf bisher erlebt habe.

    Für die SPD sitzt Ute Vogt auf dem Podium, die FDP ist vertreten durch Michael Conz, Grünen-Star Cem Özdemir, der im Wahlkreis Stuttgart-Süd antritt, hat sich entschuldigen lassen, für ihn nimmt Michael Lateier die undankbare Aufgabe wahr. Die Linke hat ihre Kandidatin Marta Aparicio erst gar nicht in die Höhle des Löwen gelassen.

    Die Stimmung ist von Anfang an feindeslig. Goldkettchen, Camouflage-Oberteile und weiße Socken in Sandalen herrschen vor, die Schützenkameraden Körschtal sind auch da. Moderatorin Regine Warth, eine Lokaljournalistin, trägt den Ablauf des Abends vor: Erst stellt sie den Kandidaten Fragen, dann sind Vereins- und Verbandsfunktionäre an der Reihe, und schließlich darf das Publikum ans Frage-Mikrofon.

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    Es ist Wahlkampf. Unser Außenreporter begleitete einen Mittag und Abend lang einen Bundestagskandidaten. Zwischenstopp war eine Podiumsdiskussion in Plieningen. Thema: „Privater Waffenbesitz und Waffenrecht“. Vier Sportschützenvereine haben eingeladen. Die Sportschützen wollten zeigen, dass sie nach Winnenden und Eislingen - in beiden Fällen hatten Täter einen Bezug zu Schützenvereinen - um einen Dialog bemüht sind. Der Versuch ging etwas in die Hose, wie unser Außenreporter beobachtete. Die Zehntscheuer ist das kulturelle Zentrum Plieningens bei Stuttgart. Hier stellen die Viertklässler der hiesigen Grundschule ihr Regenwaldprojekt aus, der junge Chor der Plieninger Sängergarde veranstaltet in der Kulturstätte seine Mundart-Abende. Auf den Fildern ist die Welt noch in Ordnung: Im Speckgürtel von Stuttgart zählt Leistung, Ordnung, und der örtliche Schützenverein lädt gerne mal zum Charity-Schießen. Heute Abend platzt die Zehntscheuer aus allen Nähten. Vor dem Eingang werden zusätzlich Stühle aufgebaut. Grund des Ansturms ist eine ganz besondere Mundartdarbietung. Vier Vereine haben zu einer Podiumsdiskussion geladen, die Stuttgarter Schützengilde, die Schützengilde Stuttgart-Vaihingen 1926, der Turn- und Sportverein Georgii-Allianz und der örtliche Schützenverein Plieningen. Auf dem Podium sitzen die Bundestagskandidaten des Wahlkreises, das Thema: „Privater Waffenbesitz und Waffenrecht“. „Um Gottes Willen“, entfährt es Stefan Kaufmann, dem Kandidaten der CDU, als er den vollen Saal betritt. Das sei die bestbesuchte Podiumsdiskussion, die er in diesem Wahlkampf bisher erlebt habe. Für die SPD sitzt Ute Vogt auf dem Podium, die FDP ist vertreten durch Michael Conz, Grünen-Star Cem Özdemir, der im Wahlkreis Stuttgart-Süd antritt, hat sich entschuldigen lassen, für ihn nimmt Michael Lateier die undankbare Aufgabe wahr. Die Linke hat ihre Kandidatin Marta Aparicio erst gar nicht in die Höhle des Löwen gelassen. Die Stimmung ist von Anfang an feindeslig. Goldkettchen, Camouflage-Oberteile und weiße Socken in Sandalen herrschen vor, die Schützenkameraden Körschtal sind auch da. Moderatorin Regine Warth, eine Lokaljournalistin, trägt den Ablauf des Abends vor: Erst stellt sie den Kandidaten Fragen, dann sind Vereins- und Verbandsfunktionäre an der Reihe, und schließlich darf das Publikum ans Frage-Mikrofon. Bereits der Ablaufplan sorgt für Unruhe. Das Schützenpublikum will sofort ran. „Sie stehlen uns doch nur unsere Zeit“, krakelt es Richtung Moderatorin. Als Warth gleich zu Beginn des Abends den Unterschied zwischen Klein- und Großkaliber durcheinanderbringt, ist die Veranstaltung praktisch gelaufen. Der Saal läuft Sturm. Die Journalistin hat wiederholt Mühe, die Ordnung wiederherzustellen. Grünen-Mann Lateier versucht sein Waffen-Fachwissen aus seiner Bundeswehr-Zeit in die Waagschale zu legen. „Sie wählt hier oben eh keiner“, wird er niedergebrüllt. Kaufmann holt das Publikum geschickt ab, verteidigt die Waffen-Narren gegen Generalverdacht („Da muss man schon die Kirche im Dorf lassen“), als er aber eine aktuelle Bundesratsvorlage zum Waffenrecht nicht kennt, ist auch der CDU-Kandidat unten durch. Ute Vogt von der SPD wirkt noch am routiniertesten in diesem Hexenkessel – die Sozialdemokratin ist Kummer schließlich gewöhnt – und appelliert an die Vernunft der Sportschützen: Nach den zwei jüngst geschehenen Bluttaten müsse man doch verstehen, dass Waffenbesitzer auch ohne direkten Verdacht kontrolliert werden dürfen. „Heute Abend wird schon keiner Amok laufen“, flüstert ein Zuhörer in der letzten Reihe seinem Nebenmann zu. Der Bund hat ein schärferes Waffenrecht verabschiedet, nachdem im März in Winnenden bei einem Amoklauf 17 Menschen mit der Waffe eines Sportschützen getötet wurden und im Mai in Eislingen bei Göppingen ein 18-Jähriger gemeinsam mit seinem Freund seine Eltern und seine zwei Schwestern erschossen hat – die Tatwaffen hatten sie zuvor beim örtlichen Schützenverein gestohlen. Die Schützenkameraden in der Plieninger Zehntscheuer wollen von einem kausalen Zusammenhang natürlich nichts wissen. Die hitzige Podiumsdiskussion dauert drei Stunden – angelegt war sie auf knapp zwei. Je länger der Abend geht, desto klarer wird vor allem eins: Die Sportschützen legen einen Alleinvertretungsanspruch auf die einzig wahre Sicht der Dinge an den Tag, der mehr als beängstigt. Eine ganze Zunft würde zu Unrecht unter Generalverdacht gestellt, dabei sei man doch ganz harmlos. Ein Anwesender jammert, dass die Sportschützen herhalten müssten, weil sie mit den Waffen ein Privileg besitzen, dass ihnen geneidet würde. Carl Peter Dinkelacker, der Vorsitzende der Jägervereinigung Stuttgart, schießt wie viele der Anwesenden in der Fragerunde übers Ziel hinaus. „Unsere Kinder haben Angst, in die Stadt zu gehen.“ Statt dass der Staat etwas für die Sicherheit der Menschen unternehme, würden „ordentliche Bürger, die wir doch hier alle sind“, zu Unrecht verfolgt. Ein Waffensammler preist Knarren und Co. als „Kulturgut höchsten künstlerischen Ranges, „vom Faustring des Homo Erectus bis zur modernen Waffe“. Das Sammeln von Waffen erfülle schließlich einen kulturellen Auftrag, da dürfe der Staat nicht in privaten Besitz eingreifen. Der Grüne Lateier gerät auf dem Podium endgültig durcheinander, will vom Erbrecht und der Zahl der Waffen in Privatbesitz sprechen, fängt seinen Satz aber an mit „Zum Punkt Tötung, Verzeihung Erbe...“ Der Saal dankt es ihm auf seine Weise: „Ob man eine oder zehn Waffen hat macht doch keinen Unterschied, man muss grün sein, um so dumm herauszuschwätzen“, findet ein Sportschütze. Von irgendwo her im Saal läutet ein Handy, der Klingelton eine ordentliche Fanfare. Die Waffen-Lobby hat an diesem Abend ordentlich zum Angriff geblasen. Rund zwei Millionen Schützen gibt es angeblich in Deutschland, über 8.000 allein im Großraum Stuttgart. Hält man das Publikum der Podiumsdiskussion in Plieningen für einigermassen repräsentativ für die Szene, kann man eigentlich nur für eines eintreten in Deutschland: für ein generelles Waffenbesitz-Verbot. Zum Schutze aller Beteiligten.

     
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  • 12

    Der Michael

    Am 5. Aug 2009, 10:10 Uhr von martin

    pieger301107

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    darf ich Ihnen diesen Herren vorstellen? Das ist der Michael. Föll. Michael Föll. Obwohl Michael so aussieht, als wäre er auf dem Schulhof ständig verprügelt worden und man anhand seiner Gangart meinen könnte, er hätte einen Kleiderbügel, wenn nicht sogar einen ganzen Schrank im Nacken, hat es der Micha bislang weit gebracht im Leben. Der Micha ist nämlich unser Bürgermeister.

    Ja richtig, unser Bürgermeister ist eigentlich der Wolfi. Der ist das OBle. Aber der Micha ist der Finanzbürgermeister. Man sagt auch Kämmerer. Ich habe den Micha schon mal live erlebt. Er ist schon bissle horschtig muss ich sagen. Aber wahrscheinlich muss man so sein, um in der Lokalpolitik weit nach oben zu kommen.

    Da also der Micha unsere Kohle verwaltet, will ständig jemand was von ihm haben. Oft muss er nein sagen, meist vielleicht auch in Dingen, die uns junge Leut´ betreffen, wie die gängige Vermutung im Kessel ist.

    Obwohl, den Skatepark für 1,7 Millionen hat er auch durchgewunken. Denk ich mal, dass er es war. Vielleicht auch auf Druck von der Susi (Eisenmann). Die zwei mögen sich nicht so. Nicht nur deswegen hat der Micha stets wenig zu lachen und momentan gleich zweimal nicht.

    Denn Geld ist im Haushalt bekanntlich prinzipiell nie da und gerade in Zeiten wie diesen scheint es wie von einem Schwarzen Loch verschluckt zu sein. Ups, weg. Gut, ein Schwarzes Loch steht z.B. in Zuffenhausen und hat auch einen Namen: Porsche. Aber nur als Beispiel.

    Gestern hat der Micha im Rathaus gesagt: „Die Gewerbesteuereinnahmen sind offensichtlich in freiem Fall.” Freier Fall macht nur Leuten Spass, die Fallschirmspringen. Sonst ist freier Fall nicht gut. Man kann den freien Fall auch kaum bremsen. Außer eben mit einem Fallschirm oder mit Hart-wie-Beton-Realität.

    Also ging es gestern im Rathaus zu wie beim Aldi. Wie wir kleinen Bürger Preise von Milchpackungen vergleichen um ein paar Cent zu sparen, holten der Wolfi und der Micha ein paar Großprojekte aus dem Regal, die momentan auf ihrer Einkaufsliste stehen, und überlegten ob die auch wirklich in den Korb müssen.

    Wegen dem freien Fall hat sich unser Wolfi gestern von seinem Traumprojekt Tunnel unter der Kulturmeile verabschiedet (80 Millionen eingespart). Ich weiß schon auch gar nicht mehr den Sinn hinter, äh, unter diesem guten Tunnel. Im Oktober soll eine “Liste der Grausamkeiten” präsentiert werden. Ich habe jetzt schon Angst.

    “Doch schon jetzt stehen diverse Neubauten zur Disposition. Der Rosensteintunnel zwischen dem Löwentor und dem Wilhelma-Parkhaus (50 bis 70 Millionen Euro städtischer Anteil) gehört ebenso dazu wie das Stadtmuseum (27 Millionen), das nach dem Umzug der Stadtbücherei in ihren Glaskubus hinter dem Hauptbahnhof im alten Wilhelmspalais Platz finden soll”, steht heute in der Stuttgarter Zeitung.

    Das klingt wahrlich radikal. Ebenso auf der Liste steht mehr oder weniger das neue Planetarium, das zur Not an alter Stelle das Universum erklären soll, ein 12,7 Millionen teures Bürgerzentrum in Sillenbuch (gut, das braucht man auch wirklich nicht), aber der Neubau der John-Cranko-Schule soll irgendwie durchgezogen werden. Long lives Ballet. Finde ich natürlich gut.

    Um die Schulen steht es dagegen eher schlecht: “Die Rathausspitze hat sich gestern auch davon verabschiedet, den Sanierungsstau an den Schulen von 250 Millionen Euro durch weitere Sonderprogramme abzubauen. Es werde aber getan, was möglich sei.” Das klingt irgendwie wenig hoffnungsvoll.

    Interessant ist, das mag jetzt etwas populistisch klingen, dass wohl keine einzige Silbe über einen weiteren riesigen Posten verloren wurde. Unser neues Bahnhöfle ist einfach unantastbar. Da muss wohl erst die Eiszeit wieder einsetzen. Gut, vielleicht ist der städtische Anteil von angeblich 31,65 Millionen doch nur Peanuts für den Micha, wobei wiederum die Gegner einen Anteil von rund eine Milliarde hochrechnen.

    Der Micha hat es also nicht leicht gerade. Aber wie sage ich so gerne: Man kann nicht immer alles haben im Leben. Ich geh mal Milch kaufen.

    Sehr geehrte Damen und Herren, darf ich Ihnen diesen Herren vorstellen? Das ist der Michael. Föll. Michael Föll. Obwohl Michael so aussieht, als wäre er auf dem Schulhof ständig verprügelt worden und man anhand seiner Gangart meinen könnte, er hätte einen Kleiderbügel, wenn nicht sogar einen ganzen Schrank im Nacken, hat es der Micha bislang weit gebracht im Leben. Der Micha ist nämlich unser Bürgermeister. Ja richtig, unser Bürgermeister ist eigentlich der Wolfi. Der ist das OBle. Aber der Micha ist der Finanzbürgermeister. Man sagt auch Kämmerer. Ich habe den Micha schon mal live erlebt. Er ist schon bissle horschtig muss ich sagen. Aber wahrscheinlich muss man so sein, um in der Lokalpolitik weit nach oben zu kommen. Da also der Micha unsere Kohle verwaltet, will ständig jemand was von ihm haben. Oft muss er nein sagen, meist vielleicht auch in Dingen, die uns junge Leut´ betreffen, wie die gängige Vermutung im Kessel ist. Obwohl, den Skatepark für 1,7 Millionen hat er auch durchgewunken. Denk ich mal, dass er es war. Vielleicht auch auf Druck von der Susi (Eisenmann). Die zwei mögen sich nicht so. Nicht nur deswegen hat der Micha stets wenig zu lachen und momentan gleich zweimal nicht. Denn Geld ist im Haushalt bekanntlich prinzipiell nie da und gerade in Zeiten wie diesen scheint es wie von einem Schwarzen Loch verschluckt zu sein. Ups, weg. Gut, ein Schwarzes Loch steht z.B. in Zuffenhausen und hat auch einen Namen: Porsche. Aber nur als Beispiel. Gestern hat der Micha im Rathaus gesagt: „Die Gewerbesteuereinnahmen sind offensichtlich in freiem Fall." Freier Fall macht nur Leuten Spass, die Fallschirmspringen. Sonst ist freier Fall nicht gut. Man kann den freien Fall auch kaum bremsen. Außer eben mit einem Fallschirm oder mit Hart-wie-Beton-Realität. Also ging es gestern im Rathaus zu wie beim Aldi. Wie wir kleinen Bürger Preise von Milchpackungen vergleichen um ein paar Cent zu sparen, holten der Wolfi und der Micha ein paar Großprojekte aus dem Regal, die momentan auf ihrer Einkaufsliste stehen, und überlegten ob die auch wirklich in den Korb müssen. Wegen dem freien Fall hat sich unser Wolfi gestern von seinem Traumprojekt Tunnel unter der Kulturmeile verabschiedet (80 Millionen eingespart). Ich weiß schon auch gar nicht mehr den Sinn hinter, äh, unter diesem guten Tunnel. Im Oktober soll eine "Liste der Grausamkeiten" präsentiert werden. Ich habe jetzt schon Angst. "Doch schon jetzt stehen diverse Neubauten zur Disposition. Der Rosensteintunnel zwischen dem Löwentor und dem Wilhelma-Parkhaus (50 bis 70 Millionen Euro städtischer Anteil) gehört ebenso dazu wie das Stadtmuseum (27 Millionen), das nach dem Umzug der Stadtbücherei in ihren Glaskubus hinter dem Hauptbahnhof im alten Wilhelmspalais Platz finden soll", steht heute in der Stuttgarter Zeitung. Das klingt wahrlich radikal. Ebenso auf der Liste steht mehr oder weniger das neue Planetarium, das zur Not an alter Stelle das Universum erklären soll, ein 12,7 Millionen teures Bürgerzentrum in Sillenbuch (gut, das braucht man auch wirklich nicht), aber der Neubau der John-Cranko-Schule soll irgendwie durchgezogen werden. Long lives Ballet. Finde ich natürlich gut. Um die Schulen steht es dagegen eher schlecht: "Die Rathausspitze hat sich gestern auch davon verabschiedet, den Sanierungsstau an den Schulen von 250 Millionen Euro durch weitere Sonderprogramme abzubauen. Es werde aber getan, was möglich sei." Das klingt irgendwie wenig hoffnungsvoll. Interessant ist, das mag jetzt etwas populistisch klingen, dass wohl keine einzige Silbe über einen weiteren riesigen Posten verloren wurde. Unser neues Bahnhöfle ist einfach unantastbar. Da muss wohl erst die Eiszeit wieder einsetzen. Gut, vielleicht ist der städtische Anteil von angeblich 31,65 Millionen doch nur Peanuts für den Micha, wobei wiederum die Gegner einen Anteil von rund eine Milliarde hochrechnen. Der Micha hat es also nicht leicht gerade. Aber wie sage ich so gerne: Man kann nicht immer alles haben im Leben. Ich geh mal Milch kaufen.

     
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  • 36

    So!

    Am 9. Jun 2009, 16:40 Uhr von martin

    16.30 Uhr kommt das Ergebnis und dann kommt auch um 16:30 Uhr das Ergebnis. Ein Uhrwerk, unsere grüne Stadt.

    stimmzettelergebnis_stadtbezirke-grw-090609_seite_01

    Update: Nach dem Sprung ein paar warme Worte vom Wolfi.

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    16.30 Uhr kommt das Ergebnis und dann kommt auch um 16:30 Uhr das Ergebnis. Ein Uhrwerk, unsere grüne Stadt. Update: Nach dem Sprung ein paar warme Worte vom Wolfi. Statement von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster zum Ergebnis der Gemeindesratswahl in Stuttgart Es ist die klassische Rolle des Oberbürgermeisters als Vorsitzender des Gemeinderates, eine vermittelnde und Mehrheiten stiftende Rolle zu spielen. Schon in den letzten Jahren lag mir daran, dass die wesentlichen politischen Entscheidungen von möglichst breiten Mehrheiten getragen werden. Das ist und bleibt ein wesentlicher Teil der politischen Kultur im Stuttgart Rathaus. Mir kommt es vor allem darauf an, dass wesentliche politische Inhalte weiter von einer verlässlichen Mehrheit im Gemeinderat geteilt werden: Stuttgart will kinderfreundlich sein und diesen Anspruch ständig erneuern. Jedes Kind in Stuttgart braucht faire Entwicklungschancen. Stuttgart will integrationsoffen sein. Wer in Stuttgart lebt, soll sich als Stuttgarter fühlen – und auch so handeln: Gemeinsinnig als aktiver Bürger. Stuttgart setzt auf Nachhaltigkeit: finanziell, ökologisch und sozial. Stuttgart ist eine europäische Stadt. Sie verknüpft und vernetzt sich mit Städten weltweit, die ihre politischen Ziele teilen. Stuttgart setzt sich für ein kommunalfreundliches Europa ein. Stuttgart nutzt die einzigartigen städtebaulichen Entwicklungschancen, die sich aus dem Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ergeben. Die aus öffentlicher Diskussion und Planung hervorgehenden neuen Stadtteile sollen energiepolisch und städtebaulich modellhaft sein. Alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter – egal wie sie sich zuvor zum Bahnprojekt gestellt haben - sollen diesen neuen urbanen Lebensraum als „Unsere grüne Stadt“ mitgestalten. Deshalb lade ich die Grünen im Gemeinderat dringend ein, sich konstruktiv an dieser Debatte zu beteiligen. Solange das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm in der Bauphase ist, wünsche ich mir eine aktivere Rolle der Bahn bei der Information der Bevölkerung. Um die Interessen der Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger gegenüber der mit der Realisierung beauftragten Projektgesellschaft DB ProjektBau zu artikulieren, aber auch, damit die Bürgerinnen und Bürger einen verlässlichen Ansprechpartner für Fragen und Beschwerden während der Bauphase haben, wird die Stadt beim Technischen Referat einen Ombudsmann einsetzen. Ich biete dem neuen Gemeinderat an, in der inhaltlichen Auseinandersetzung um Themen zu Mehrheiten, zu möglichst breiten Mehrheiten zu finden.

     
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