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Das Opening-Publikum
Am 9. Nov 2011, 12:23 Uhr von martin
Es ist der Herbst der Cluberöffnungen. Schräglage, Speakeasy, Schankstelle, Ende November startet über dem Waschmaschinen Möck in der Holzstraße das Clubprojekt KimTimJim, mehr dazu demnächst, und eventuell reiht sich dieses Jahr sogar noch das Moulin Rouge ein.
Der Aussi hat es neulich bei seinem Schankstelle-Text angedeutet, ich hab mir vor ein paar Jahren im LIFT ein wenig Gedanken über das “Opening-Publikum” gemacht. Grob gesagt: Das sieht man danach nie wieder und man fragt sich wo die Leute alle herkommen. Keine Ahnung, was damals der Anlass für den Text war. Die neuesten Clubs sind nach dem Opening gut angelaufen. War wohl damals nicht so.
Auch den etwas älteren Lesern dürfte sicherlich die Ästhetik eines amerikanischen HipHop-Videos bekannt sein. Big house, big car, big boobs und so weiter. Ob sich das der Künstler immer leisten kann oder eigentlich hart an der Hypothek für die sonnendurchflutete Villa und dem Kredit für den Hummer davor zu knabbern hat, steht auf einem anderen Stück Papier.
Diese Materialschlacht scheint zwar angeblich in Amerika aufgrund Übersättigung nicht mehr so wirklich anzukommen, habe ich zumindest gelesen, aber trotzdem würde ein Rapper eher zugeben, dass Mama noch für ihn wäscht als auf seine Mädchen im Video zu verzichten, die ihm zärtlich über die Brust streicheln.
Schon vor Urzeiten habe ich mich gefragt, ob es irgendwo in den USA, vielleicht in der Wüste Nebraskas, eine voll klimatisierte Lagerhalle mit Vollverpflegung gibt, in der 500 Damen allzeit bereit mit einem von Gott so nicht gewollten Vorbau, breiter geratenen Gürteln und Bänderriss-Hacken auf ihren großen Auftritt am Pool warten. Wäre logisch, muss man nicht jedes Mal aufs Neue casten. Zumindest sehen die immer alle gleich aus.
Genauso vermute ich schon lange, dass irgendwo draußen in Zuffenhausen eine Scheune steht, in die das Stuttgarter Club-Opening-Publikum reingepfercht wurde. Auf Abruf perfekt frisiert und schick gekleidet. Alle paar Monate bekommen sie einen Einsatzbefehl: Ey Leute, Achtung, Opening! Schleusen auf!
Denn als Faustregel gilt: Die Gäste am Eröffnungsabend sieht man danach nie wieder in dem Laden. Zumindest nicht in dieser einzigartigen Konstellation. Nur geile Menschen. Wie im Video halt.
Club-Openings sind exklusive, gesellschaftliche Anlässe. Man zieht sich schick an, sollte manchmal davor nichts essen und natürlich eine Einladung haben. Am Tag nach der Eröffnung ist der Pächter erschlagen vor lauter Glückseligkeit: „Das Opening war Hammer, Hammer, Hammer! Unglaublich! Wahnsinn! Das kannst du dir nicht vorstellen! Drinnen um halb zehn voll, draußen nochmals eine Million Leute, die rein wollten! War ein bisschen schade, aber wir werden uns nächste Woche bei all denen mit einer Special-Aktion revanchieren.“
Doof nur, dass die Woche drauf schon der harte Nightlife-Alltag einkehrt und im schlimmsten Fall erst mal keiner kommt, weil die von letzter Woche in der Zuffenhausener Scheune sitzen und dort, gut angezogen natürlich, bis zum nächsten Opening Diät machen.
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Discoleichen
Am 17. Aug 2011, 09:00 Uhr von martin
In der aktuellen LIFT-Ausgabe weinen wir ein bisschen alten Clubs hinterher. Aber nur so leicht. Es ist wie es ist. Die Redaktion konnte noch ein paar alte Bilder aus dem Archiv ausgraben, Fotograf Ronny Schönebaum ist durch die Stadt gezogen und hat als Gegenstück den aktuellen Spot geschossen.
(Draufklicken)
Die Liste ist natürlich unvollständig, hab z.B. unter anderem Ken gebeten mir einen Zweizeiler zum On-U zu verfassen, kam aber nie. Weiterhin rausgefallen ist z.B. das Red Dog, auch aus dem Grund weil kein Bild von früher aufzutreiben war.
Weiterhin hätte man natürlich zu jedem Laden eine große Story schreiben können – bei der Geschichte ging es um den “Vorher-Nachher-Effekt” – im Wandel der Zeit und so.
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Coverstar Glückskind
Am 28. Jul 2011, 10:37 Uhr von martin
Normalerweise sind auf Magazincover Salatgurken, Radieschen, Designermöbel, Flora und Fauna, manchmal seltsame Models oder so gut aussehende Typen wie Thorsten W. abgebildet. Gestern vor lauter Glück fast vor dem Briefkasten tot umgefallen. Neue LIFT fliegt raus und wer ist aufm Cover? Weini aka Glückskind, nebenberuflich charmante (manchmal auch leicht brummelige, was sie noch charmanter macht) Kassen- oder Garderobenfrau in der Corso. Wow! Besser als jedes Topmodel und Thorsten.
Die dazugehörige, sehr interessante Geschichte beschreibt die “schwäbisch-eritreische Gemeinde” und wie viele Eritreer nach der Flucht aus Afrika in Stuttgart ein neues Leben begonnen haben. Weini ist hier geboren und betont: “Ich bin Stuttgarterin. Voll und ganz.” Jawohl. Und bisschen witzig: Schwäbische Frisöre können mit ihren Haaren nicht umgehen. Kaufen und lesen. Und bis zum nächsten Nas-Konzert in Berlin.
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Lift Online Relaunch
Am 30. Mrz 2011, 13:00 Uhr von martin
Die Homepage vom Stadtmagazin LIFT steht seit heute morgen frisch gerelauncht und neu gestrafft im Netz. Neben dem Look und Menüführung wurden die Suchfunktion optimiert und vor allem der Veranstaltungskalender rast wie sau. Weiterhin kann man einen großen LIFT-Artikel online lesen, aktuell wäre das die interessante VfB-Fangeschichte von Thomas Miedaner.
Außerdem gibt es schon seit einigen Wochen von LIFT die Stuttgart geht aus App für iPhone, iPad und Android.
Die App bietet neben den allgemeinen Infos wie Preise und Öffnungszeiten auch LIFT-Testberichte und Kurzbewertungen zu über 1.500 Restaurants, Cafés und Kneipen in Stuttgart und Region. Die App kostet 2,99 Euro.
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Vielen Dank für die Blumen
Am 9. Dez 2010, 12:00 Uhr von martin
Er würde es natürlich nie selbst posten, und wenn der Aussi das liest wird er bestimmt ganz rot, aber ey, Ehre wem Ehre gebührt! Zwar war der Text nicht für uns, aber Inge ist neben dem Nachbar, Krupa, Thorsten, Chewbacca und Biene Maja mein absolutes Vorbild, ich immer stolz auf ihn, verdrücke jeden Tag viele Tränen, weil er für uns schreibt, deswegen muss die Öffentlichkeit von dieser außergewöhnlichen Fanpost für den außergewöhnlichen Außenreporter erfahren.
Dazu muss man wissen, dass man gerade als Print-Schreiber relativ selten gelobt wird, dafür umso mehr angemotzt. In sieben Jahren Sub Culture habe ich viele Ibiza-CDs bekommen und noch mehr Frustation zu spüren gekriegt, weil mal wieder nix über die nächste Horny United – Sexy Beach Edition im Heft stand, aber Blumen gab es definitiv nie.
Unserem Inge ist dieser Coup geglückt, denn er hat für die aktuelle LIFT-Ausgabe einen wirklich “föllig exelenten” (ohne z und mit nur einem l) Artikel über DJ Kleiderbügel aka MC Schrankwand geschrieben. Die Mehrheit kennt ihn als 1. Bürgermeister Michael Föll. Er wird neben Susi (Eisenmann) als zukünftiger Oberbürgermeister von Stuttgart gehandelt (ab 2012) – ja dann gut Nacht um Sechs, pflegt meine Mutter immer in aussichtslosen Situationen zu sagen.
Aussi hat Föll in Cannstatt getroffen und ihn versucht “zu greifen”, was angesichts dieses verschlossenen Mannes etwas schwierig ist, Ingmar aber doch “föllig” gelungen ist. Fölli lächelt gerne verschmitzt und spitzbübisch durch die Gegend (habs auch mal bei einer Gemeinderatsitzung beobachtet, sehr unheimlich dieses Grinsen), als würde er gerade wieder nen Machiavelli aushecken, wie im Sommer, als er Werner Wölfe als Sozialbürgermeister verhinderte.
Ebenfalls im Sommer musste der 41jährige selbst wiederum zurückrudern, als bekannt wurde, dass er im Beirat der Firma Wolff & Müller sass, die mit den Abrissarbeiten des Nordflügels beauftragt wurden. Nach einem kurzen medialen Inferno hat der zweimalige Jugendmeister im Eiskunstlaufen (daher vielleicht das kerzengerade Kreuz) das Amt wieder niedergelegt.
Den kompletten Text kann man als PDF hier nachlesen: Porträt 1. Bürgermeister Michael Föll
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Stuttgart Nacht: Lesestraße mit Jörg Rohleder und Kessel.TV
Am 18. Okt 2010, 13:30 Uhr von martin
Hochkultur am kommenden Samstag. Im Rahmen der Stuttgart Nacht liest Jörg Harlan Rohleder nochmals aus seinem auch hier gefeierten Romandebüt “Lokalhelden”. Die Lesung findet in der ehemaligen Waschstraße in der Mercedes-Benz-Niederlassung in der Türlenstraße statt. Da bei der Stuttgart Nacht ein strammer Durchlauf herrscht, hat man gleich drei Slots veranschlagt: 21, 22 und 24 Uhr.
Das ist nicht alles, denn: “Stuttgarter Blogger lesen Texte aus der heutigen Club-Kultur. War früher wirklich alles besser oder werden wir nur schneller älter?”, heißt es auf der Stuttgart Nacht-Homepage. Die mitsenfenden Blögger sind wir, Thorsten “Undercut” W. wie Weinsteige und Wrangler-Ram. Wir sind Tiere.
Da wir so Tiere sind, werfen wir ein paar Texte in die Runde, die speziell um das Thema Stuttgarter Clubkultur kreisen und labern dann noch ein wenig (“Diskutier-Runde”). Wie das genau abläuft, sehen wir dann am Samstag.
Nach der letzten Lesung legt Thorsten noch ein wenig auf, und Ju von den Massiven stellt sein Projekt Mister Santos live vor.
Die Stuttgart Nacht Tickets kosten 15 Euro, dafür kann man mit den SSB-Bussen wieder drei Milliarden Spots abklappern.
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Out now: Stuttgart geht aus 2010
Am 17. Nov 2009, 11:07 Uhr von martin
Sonntagabend, kurz vorm Tatort. SMS vom Kollegen Brunski, wo er denn italienisch essen gehen könnte, er möchte mal ewas neues ausprobieren. Nun bin ich eigentlich nicht so der Gastro-Onkel und mehr der solide Schnitzel-Typ aber in der Regel empfehle in so einem Fall gerne das Goldoni in der Reinsburgstraße. Das hat aber sonntags zu.
Also Griff zum SGA – leider noch dem Alten – und gebe ihm ein paar Brunski-würdige Italiener durch. Bei meiner Empfehlung hats ihm sogar geschmeckt. Toll, hä?
Mit einer schönen Buchbindung ist letzte Woche der neue Gastroführer “Stuttgart geht aus” aus dem Hause LIFT erschien. Wie der Titel schon verrät ist hier wieder alles drin, was die Gastronomie im Kessel so hergibt.
Kostet im freien Handel 7,80 Euro und kann online inklusive Porto für 10 Euro bestellt werden.
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