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  • 1

    Marc C. Woehr “Solo”

    Am 14. Okt 2011, 09:00 Uhr von martin

    Kleiner Konschttipp: Heute Abend zeigt Marc C. Woehr, der neulich erst ein Haus angemalt hat, in der “Belle Etage” (gefährlicher Name) seine Ausstellung Solo. Ist keine Galerie, sondern eine Wohnung im obersten Stockwerk in dem Gebäude zwischen WuF und World of Kebab. Der Eingang sei nicht zu verfehlen, meinte der Künstler, roter Teppich ist ausgelegt.

    “Die Ausstellung ist in Themengebiete aufgegliedert, ein Zimmer mit Backround-Arbeiten, eins mit Typo(styles), eins mit Städten, eins mit meinen Silber-Arbeiten, eins mit Prints und Dioramas und ein Fussballzimmer mit meiner Arbeit zur FIFA-Weltmeisterschaft letztes Jahr.” Fußball klingt gut, vielleicht wird ja Werder gegen Dortmund übertragen. Wobei eher nicht.

     

    Marc C. Wöhr – Solo
    Freitag, den 14. Oktober 2011, ab 19 Uhr
    Belle Étage des Rotebühlplatzes 15 in Stuttgart

    www.marcwoehr.de

    Kleiner Konschttipp: Heute Abend zeigt Marc C. Woehr, der neulich erst ein Haus angemalt hat, in der "Belle Etage" (gefährlicher Name) seine Ausstellung Solo. Ist keine Galerie, sondern eine Wohnung im obersten Stockwerk in dem Gebäude zwischen WuF und World of Kebab. Der Eingang sei nicht zu verfehlen, meinte der Künstler, roter Teppich ist ausgelegt. "Die Ausstellung ist in Themengebiete aufgegliedert, ein Zimmer mit Backround-Arbeiten, eins mit Typo(styles), eins mit Städten, eins mit meinen Silber-Arbeiten, eins mit Prints und Dioramas und ein Fussballzimmer mit meiner Arbeit zur FIFA-Weltmeisterschaft letztes Jahr." Fußball klingt gut, vielleicht wird ja Werder gegen Dortmund übertragen. Wobei eher nicht.   Marc C. Wöhr - Solo Freitag, den 14. Oktober 2011, ab 19 Uhr Belle Étage des Rotebühlplatzes 15 in Stuttgart www.marcwoehr.de

     
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  • 5

    Phantasie an die Macht

    Am 20. Sep 2011, 09:00 Uhr von Kollege Geiger

    Letzten Sonntag igittigatt-Wetter. Da kann man schon mal ins kuschelige Waiblingen. Wollte da schon länger hin. Also nicht nach WN, aber in die Galerie Stihl. Denn wer sonst qualitativ hochwertige Motorsägen und nackte-Weiber-Kalender macht, kann bei Kunst wahrscheinlich auch was.

    Kurzer Hinweis, liebe Waiblinger – wenn man so ein Schmuckstück am Ort hat, dann könnte man es doch auch auf seine Straßenschilder schreiben, damit es Besucher finden? Und weil dazu mein verdammtes Drecks-Arschloch-Dummesau-Navi der Unsympathenmarke Navigon lieber ein GPS-Signal sucht,als eine Straße, war das Finden der Galerie Stihl schon mal eine Kunst für sich.

    Angekommen dann der erste Eindruck: Architektur innen wie außen top. Die Ausstellung “Phantasie an die Macht” zeigt 120 politische Künstlerplakate von 65 internationalen Künstlern wie Lichtenstein, Kollwitz, Picasso, Beuys, Keith Haring, Hundertwasser u.a.

    “Ihre Plakate erzählen eine Geschichte des Protests, des Engagements für Freiheit und Menschenrechte, der Forderung nach Gleichheit und Toleranz”. Das tun sie allerdings nur noch bis Sonntag, 25.9. Wer das nicht schafft – oder Waiblingen blöd oder die Galerie gar nicht findet, kann ja mal hier gucken:

    Nein, es ist keine Doppelausstellung mit Duane Hanson, das sind Waiblinger aus Fleisch und Blut.

    Mit neon, Verlauf und sauberer Typo kann man mich ja kriegen: Mein Lieblings-Plakat der Ausstellung.

    “Das diskrimierende Graffiti fand sich an einer Baracke niederländischer UNO-Soldaten. Es wurde von der Künstlerin, selbst eine Überlebende der vierjährigen Belagerung von Sarajewo, mit einem Selbstportrait hinterlegt.”

    Nicht alle im Rems-Murr-Kreis, die in eine Galerie gehen, tun das wegen der Kunst. Free W-LAN?

    Ich mag Museums-Shops – macht immer gleich so bisschen MOMA-Atmo. 

    Letzten Sonntag igittigatt-Wetter. Da kann man schon mal ins kuschelige Waiblingen. Wollte da schon länger hin. Also nicht nach WN, aber in die Galerie Stihl. Denn wer sonst qualitativ hochwertige Motorsägen und nackte-Weiber-Kalender macht, kann bei Kunst wahrscheinlich auch was. Kurzer Hinweis, liebe Waiblinger - wenn man so ein Schmuckstück am Ort hat, dann könnte man es doch auch auf seine Straßenschilder schreiben, damit es Besucher finden? Und weil dazu mein verdammtes Drecks-Arschloch-Dummesau-Navi der Unsympathenmarke Navigon lieber ein GPS-Signal sucht,als eine Straße, war das Finden der Galerie Stihl schon mal eine Kunst für sich. Angekommen dann der erste Eindruck: Architektur innen wie außen top. Die Ausstellung "Phantasie an die Macht" zeigt 120 politische Künstlerplakate von 65 internationalen Künstlern wie Lichtenstein, Kollwitz, Picasso, Beuys, Keith Haring, Hundertwasser u.a. "Ihre Plakate erzählen eine Geschichte des Protests, des Engagements für Freiheit und Menschenrechte, der Forderung nach Gleichheit und Toleranz". Das tun sie allerdings nur noch bis Sonntag, 25.9. Wer das nicht schafft - oder Waiblingen blöd oder die Galerie gar nicht findet, kann ja mal hier gucken: Nein, es ist keine Doppelausstellung mit Duane Hanson, das sind Waiblinger aus Fleisch und Blut. Mit neon, Verlauf und sauberer Typo kann man mich ja kriegen: Mein Lieblings-Plakat der Ausstellung. "Das diskrimierende Graffiti fand sich an einer Baracke niederländischer UNO-Soldaten. Es wurde von der Künstlerin, selbst eine Überlebende der vierjährigen Belagerung von Sarajewo, mit einem Selbstportrait hinterlegt." Nicht alle im Rems-Murr-Kreis, die in eine Galerie gehen, tun das wegen der Kunst. Free W-LAN? Ich mag Museums-Shops - macht immer gleich so bisschen MOMA-Atmo. 

     
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  • 3

    Arttours Stuttgart

    Am 29. Jun 2011, 18:01 Uhr von martin

    (We will kehr for you.)

    Noch mal Kultur und sicherlich nicht nur für Auswärtige interessant, sondern auch Einheimische lernen bei den Arttours Stuttgart die eine oder andere neue Facette ihrer Stadt kennen. Stuttgarter Künstler aus verschiedenen Sparten entwickelten acht mehr oder weniger kuriose Touren, “die den Besuchern die Möglichkeit geben, die Stadt neu zu entdecken, zu definieren und zu verstehen.”

    Unter dem Motto “Verhalten sie sich möglichst unauffällig” fährt man mit zwei Performance-Künstlern und Slam Poeten U-Bahn, in der Hoffnung möglichst viele Alltagsabsurditäten zu erleben, geht bei “Grillmaster Picknick” durch Stuttgart spazieren (“Achtung! Die Tour führt teilweise steil bergauf bzw. bergab, gute körperliche Fitness und gutes Schuhwerk sind Voraussetzung zur Teilnahme.”) oder trifft sich beim Weitmann-Grill zur Aerobic-Tour durch Stuttgart (“Abschluss und Höhepunkt der Tour bildet eine Step-Aerobic-Sequenz (schtep da trepp), die alle Elemente der Work-Out-City-Tour an der Freitreppe am Stuttgarter Kunstmuseum zusammen führen soll.”).

    Mein persönliches Highlight ist das Angebot “We will kehr for you”: “We will kehr for you” vermittelt Sie an Stuttgarter Bewohner, die für den aktuellen Kehrwochendienst zugeteilt sind. Nach einer kurzen Einweisung führen Sie die Kehrwoche aus und werden im Anschluss vom dankbaren Bewohner mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen entlohnt.

    Kann mir zwar kaum vorstellen, dass die Tour jemand bucht, dafür gibt es sicherlich umso mehr dankbare Menschen, die wenigstens einmal gerne fremdkehren lassen würden. Vom 01. bis 3. Juli kann man die einzelnen Touren vergünstigt online buchen (die Kehrwochennummer seltsamerweise nicht).

    www.stuttg-arttours.de

    (We will kehr for you.) Noch mal Kultur und sicherlich nicht nur für Auswärtige interessant, sondern auch Einheimische lernen bei den Arttours Stuttgart die eine oder andere neue Facette ihrer Stadt kennen. Stuttgarter Künstler aus verschiedenen Sparten entwickelten acht mehr oder weniger kuriose Touren, "die den Besuchern die Möglichkeit geben, die Stadt neu zu entdecken, zu definieren und zu verstehen." Unter dem Motto "Verhalten sie sich möglichst unauffällig" fährt man mit zwei Performance-Künstlern und Slam Poeten U-Bahn, in der Hoffnung möglichst viele Alltagsabsurditäten zu erleben, geht bei "Grillmaster Picknick" durch Stuttgart spazieren ("Achtung! Die Tour führt teilweise steil bergauf bzw. bergab, gute körperliche Fitness und gutes Schuhwerk sind Voraussetzung zur Teilnahme.") oder trifft sich beim Weitmann-Grill zur Aerobic-Tour durch Stuttgart ("Abschluss und Höhepunkt der Tour bildet eine Step-Aerobic-Sequenz (schtep da trepp), die alle Elemente der Work-Out-City-Tour an der Freitreppe am Stuttgarter Kunstmuseum zusammen führen soll."). Mein persönliches Highlight ist das Angebot "We will kehr for you": “We will kehr for you” vermittelt Sie an Stuttgarter Bewohner, die für den aktuellen Kehrwochendienst zugeteilt sind. Nach einer kurzen Einweisung führen Sie die Kehrwoche aus und werden im Anschluss vom dankbaren Bewohner mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen entlohnt. Kann mir zwar kaum vorstellen, dass die Tour jemand bucht, dafür gibt es sicherlich umso mehr dankbare Menschen, die wenigstens einmal gerne fremdkehren lassen würden. Vom 01. bis 3. Juli kann man die einzelnen Touren vergünstigt online buchen (die Kehrwochennummer seltsamerweise nicht). www.stuttg-arttours.de

     
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  • 6

    Kulturbeauftragt

    Am 15. Jun 2011, 18:00 Uhr von Kollege Geiger

    „action-packed“ sagt der Amerikaner, wenn ein Film mehr als einen Stunt beinhaltet. „culture-packed“ sage ich zu den letzten Tagen. Immer war was. Und meistens Vernisagen. Bewege mich sonst kulturell ja irgendwo zwischen Art-Abonnent und Kunstbanause, aber letzte Woche kam ich mir vor wie auf meiner eigenen Catch-the-Bus-Reise durch die lange Nacht der Galerien.

    Donnerstag, Ausstellungseröffnung vom BFF – dem Bund Freischaffender Foto-Designer – im Haus der Wirtschaft. Gut besucht, gut bebildert und geht so organisiert. In einem Ausstellungsteil sollte glaube ich jeder Fotograf irgendwas zu einem mäßig-originellen Thema wie „Rettet die Erde“ zeigen. Mein Lieblingsbeitrag von Karsten Thormaehlen:

    Liebling deshalb, weil ich A) die BASF Cassetten früher lange den qualitativ überlegenen Maxell vorgezogen habe und B) das Vorgängeralbum „Crime of the Century“ von Supertramp mich durch eine herzzerreißende Episode meiner frühen Jugend begleitet hat. Outfit des Abends:

    Das Ende der Suche nach einem passenden Untenrum zum Jeanshemd für RAM: Knallenge Lederhose mit Hot-Pants drüber. Die männliche oder zumindest mal metro-sexuelle Antwort auf den Modetrend Leggings/Jeansrock.

    Freitag: »Galerie Schacher – Raum für Kunst«. Verrücktes Ding, das. Fährste im Stuttgarter Westen beim Getränkemarkt Fristo in den Hinterhof und denkst, du bist in Berlin. In einer sexy Industrieetage findet Kunst statt. Aktuell unter anderem die Foto-Ausstellung “Raumwelten“. Lieblingsbild des Abends:

    Leider nirgends den Namen des Künstlers gefunden, aber Outfits des Abends:

    Noch besser als die Politessen-Performance war aber dieses spontane Happening einer aufstrebenden radikalen Truppe von Nachwuchskünstlern:

    Wenn man erstmal im Kunstrausch ist, ist ja alles Kunst. Auch das Produktportfolio, das ich auf dem Heimweg in der Silberburgstrasse entdeckt hab:

    Ich hör mich da schon reingehen:

    - Palim-Palim.

    - Guten Tag.

    - Tach, ich hätte gerne einen meat-packed Double-Cheeseburger und ein Furzkissen.

    Samstag – immer noch im Kunstrausch im Mediamarkt einer Bande von fiesen Fälschern auf die Schliche gekommen:

    Original: das wahrscheinlich teuerste Kunstwerk der Welt, Damien Hirst

    Fälschung: die beknackteste Espressomaschine der Welt, DeLonghi. Muss Svarowski eigentlich überall seine Strasssteine drauf beppen?

    Diese Woche geht’s mit Kunst ja gerade so weiter: Die Art Basel. Will da schon seit Jahren mal hin und schaff es nie. Ich wünsch mir deshalb vom RAM den Auftrag „Kollege, wir haben hier ne Incentive-Reise für dich. Zwar nicht Budapest, aber immerhin. Fahr mal für Kessel nach Basel und berichte live vom internationalen Kunstgeschehen.“

    Sonst muss man halt im Alltag nach künstlerisch Wertvollem Ausschau halten wie nach The Last Unicorn:

    …oder My First Guitar:

    „action-packed“ sagt der Amerikaner, wenn ein Film mehr als einen Stunt beinhaltet. „culture-packed“ sage ich zu den letzten Tagen. Immer war was. Und meistens Vernisagen. Bewege mich sonst kulturell ja irgendwo zwischen Art-Abonnent und Kunstbanause, aber letzte Woche kam ich mir vor wie auf meiner eigenen Catch-the-Bus-Reise durch die lange Nacht der Galerien. Donnerstag, Ausstellungseröffnung vom BFF - dem Bund Freischaffender Foto-Designer - im Haus der Wirtschaft. Gut besucht, gut bebildert und geht so organisiert. In einem Ausstellungsteil sollte glaube ich jeder Fotograf irgendwas zu einem mäßig-originellen Thema wie „Rettet die Erde“ zeigen. Mein Lieblingsbeitrag von Karsten Thormaehlen: Liebling deshalb, weil ich A) die BASF Cassetten früher lange den qualitativ überlegenen Maxell vorgezogen habe und B) das Vorgängeralbum „Crime of the Century“ von Supertramp mich durch eine herzzerreißende Episode meiner frühen Jugend begleitet hat. Outfit des Abends: Das Ende der Suche nach einem passenden Untenrum zum Jeanshemd für RAM: Knallenge Lederhose mit Hot-Pants drüber. Die männliche oder zumindest mal metro-sexuelle Antwort auf den Modetrend Leggings/Jeansrock. Freitag: »Galerie Schacher – Raum für Kunst«. Verrücktes Ding, das. Fährste im Stuttgarter Westen beim Getränkemarkt Fristo in den Hinterhof und denkst, du bist in Berlin. In einer sexy Industrieetage findet Kunst statt. Aktuell unter anderem die Foto-Ausstellung "Raumwelten“. Lieblingsbild des Abends: Leider nirgends den Namen des Künstlers gefunden, aber Outfits des Abends: Noch besser als die Politessen-Performance war aber dieses spontane Happening einer aufstrebenden radikalen Truppe von Nachwuchskünstlern: Wenn man erstmal im Kunstrausch ist, ist ja alles Kunst. Auch das Produktportfolio, das ich auf dem Heimweg in der Silberburgstrasse entdeckt hab: Ich hör mich da schon reingehen: - Palim-Palim. - Guten Tag. - Tach, ich hätte gerne einen meat-packed Double-Cheeseburger und ein Furzkissen. Samstag - immer noch im Kunstrausch im Mediamarkt einer Bande von fiesen Fälschern auf die Schliche gekommen: Original: das wahrscheinlich teuerste Kunstwerk der Welt, Damien Hirst Fälschung: die beknackteste Espressomaschine der Welt, DeLonghi. Muss Svarowski eigentlich überall seine Strasssteine drauf beppen? Diese Woche geht’s mit Kunst ja gerade so weiter: Die Art Basel. Will da schon seit Jahren mal hin und schaff es nie. Ich wünsch mir deshalb vom RAM den Auftrag „Kollege, wir haben hier ne Incentive-Reise für dich. Zwar nicht Budapest, aber immerhin. Fahr mal für Kessel nach Basel und berichte live vom internationalen Kunstgeschehen.“ Sonst muss man halt im Alltag nach künstlerisch Wertvollem Ausschau halten wie nach The Last Unicorn: ...oder My First Guitar:

     
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  • 11

    Lovely

    Am 25. Mai 2011, 15:00 Uhr von Thorsten W.

    Mir war heute morgen im Büro bissle langweilig. Bei YouTube nix Neues, bei Twitter immer der gleiche Scheiß, Facebook langweilig, bei Kessel.TV nur elendslange Texte – da hab ich bissle gehäkelt. Hab ich am Montag beim Stricktreff mit Tobi Tobsen gelernt, jetzt hab ich eine neue Verkleidung für das Ankündigungs-Board des Kessel.TV-Headquarters gehäkelt. Süß, oder?

    Wir werden auch dieses Jahr statt einer Lesung zum 3-jährigen einen Strickkurs anbieten: Martin zeigt, wie man sich aus dünnen Infos einen dicken Blogbeitrag strickt, Setzer erklärt Überlebenskunst am seidenen Faden, Geiger präsentiert seine Sammlung internationaler gehäkelter Klorollenbezüge, der Außenreporter beschreibt, wie lange man mit dem Zählen von Wollmäusen Studenten bei Laune halten kann und Mischi leitet einen Workshop zum Gängsterhiphopwollmützenstricken.

    Ach ja, in der Mittagspause hatte ich auch noch Zeit, da hab ich noch was fürs Gartentürle gemacht:

    Mir war heute morgen im Büro bissle langweilig. Bei YouTube nix Neues, bei Twitter immer der gleiche Scheiß, Facebook langweilig, bei Kessel.TV nur elendslange Texte – da hab ich bissle gehäkelt. Hab ich am Montag beim Stricktreff mit Tobi Tobsen gelernt, jetzt hab ich eine neue Verkleidung für das Ankündigungs-Board des Kessel.TV-Headquarters gehäkelt. Süß, oder? Wir werden auch dieses Jahr statt einer Lesung zum 3-jährigen einen Strickkurs anbieten: Martin zeigt, wie man sich aus dünnen Infos einen dicken Blogbeitrag strickt, Setzer erklärt Überlebenskunst am seidenen Faden, Geiger präsentiert seine Sammlung internationaler gehäkelter Klorollenbezüge, der Außenreporter beschreibt, wie lange man mit dem Zählen von Wollmäusen Studenten bei Laune halten kann und Mischi leitet einen Workshop zum Gängsterhiphopwollmützenstricken. Ach ja, in der Mittagspause hatte ich auch noch Zeit, da hab ich noch was fürs Gartentürle gemacht:

     
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  • 1

    Heute im Delphi: Station Solitude

    Am 11. Mai 2011, 16:02 Uhr von martin

    Nach Tod und Motorsport etwas Kultur. Früher dachten meine Eltern, wie wahrscheinlich viele andere Eltern auch, man müsse mit den Kindern am Wochenende austreten. Frische Luft und so, nach 25 Stunden vor dem Vectrex, der ja eigentlich Papi gehörte, aber die Junge auch mal Dreistrich-Kampfbomber abballern durften. Fantastische Graphik. Wie viele Tätowierung heute.

    Fand man nie so cool, also das mit dem Spazieren gehen, weil es im Wald kein Lego gab und auch keinen Vectrex, aber dafür war der Weg hin zum Bärenschlössle mit dem Roller und später Fünfzigmarkkomplettskateboard – jeder fängt mal an – für fußfaule Kids sehr einfach zu bewältigen. Zurück halt übel Gemotze, will heim, muss aufs Klo, will nen Stockbrot, will ne Wurst, will das und dies und vor allem Lego. Meine Eltern zogen, neben dem Killesberg (damals noch mit Eintritt!) also die Gegend rund um den Bärensee und Schloss Solitude vor. Viel weiter bin ich heute übrigens zu Fuß nicht gekommen. Doch, zum Killesberg.

    Neben dem Schloss Solitude gibts diese herrlichen kleinen Häuschen. Wusste jahrelang nicht, was da getrieben wird, Hanf-Züchtung, Porno-Dreh, Youtube-Treffen, Twitter-Zentrale, GRÜNEN-Teambuilding, Wachtturm-Lesungen oder Christoph Sonntag sucht heimlich nach der schönsten Wollpulli-Wollsocken-Kombination für seinen nächsten Max-Eyth-See-Gig. Wasweißdennich.

    Die schönen Anwesen sah jedenfalls immer so verlassen aus. Irgendwann hat es sich auch bis zu mir rumgesprochen, dass man da irgendwas mit Kunst passiert, also so in dem kompletten Areal und in den Häusern wohnen die Stipendiaten. Genauer gesagt kann man sich da irgendwie frei entfalten.

    “Sie (die Akademie) legt besonderen Wert darauf, ihren Gästen eine andere Zeit, eine Zeit von besserer Qualität anzubieten, als die, die Künstler womöglich in ihrem Alltag erleben”, steht auf der Homepage. Klingt nach einem schönen Leben, kann mich aber auch brutal täuschen.

    Seit 1990 gibt es jedenfalls die Akademie Schloss Solitude und “seit 1990 ziehen jedes Jahr zwischen 50 und 70 junge Künstler, Musiker, Architekten, Schriftsteller und Regisseure aus aller Welt auf Schloss Solitude ein”, so der Infotext zu dem Film “Station Solitude”, der zum 20jährigen Jubiläum gedreht wurde und ein paar Einzügler, eben aus aller Welt, begleitet.

    Wird heute Abend im Delphi gezeigt wird (19:30 Uhr). Ich weiß, ist vielleicht nicht ganz der optimale Doku-Kino-Abend, aber Hugo kann man auch morgen noch trinken und der geplante Spaziergang zum Bärensee ist nur aufgehoben und nicht aufgeschoben. Außerdem sieht der Trailer ganz romantisch aus.

    www.solitude-film.de

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    [vimeo]http://vimeo.com/20132425[/vimeo] Nach Tod und Motorsport etwas Kultur. Früher dachten meine Eltern, wie wahrscheinlich viele andere Eltern auch, man müsse mit den Kindern am Wochenende austreten. Frische Luft und so, nach 25 Stunden vor dem Vectrex, der ja eigentlich Papi gehörte, aber die Junge auch mal Dreistrich-Kampfbomber abballern durften. Fantastische Graphik. Wie viele Tätowierung heute. Fand man nie so cool, also das mit dem Spazieren gehen, weil es im Wald kein Lego gab und auch keinen Vectrex, aber dafür war der Weg hin zum Bärenschlössle mit dem Roller und später Fünfzigmarkkomplettskateboard - jeder fängt mal an - für fußfaule Kids sehr einfach zu bewältigen. Zurück halt übel Gemotze, will heim, muss aufs Klo, will nen Stockbrot, will ne Wurst, will das und dies und vor allem Lego. Meine Eltern zogen, neben dem Killesberg (damals noch mit Eintritt!) also die Gegend rund um den Bärensee und Schloss Solitude vor. Viel weiter bin ich heute übrigens zu Fuß nicht gekommen. Doch, zum Killesberg. Neben dem Schloss Solitude gibts diese herrlichen kleinen Häuschen. Wusste jahrelang nicht, was da getrieben wird, Hanf-Züchtung, Porno-Dreh, Youtube-Treffen, Twitter-Zentrale, GRÜNEN-Teambuilding, Wachtturm-Lesungen oder Christoph Sonntag sucht heimlich nach der schönsten Wollpulli-Wollsocken-Kombination für seinen nächsten Max-Eyth-See-Gig. Wasweißdennich. Die schönen Anwesen sah jedenfalls immer so verlassen aus. Irgendwann hat es sich auch bis zu mir rumgesprochen, dass man da irgendwas mit Kunst passiert, also so in dem kompletten Areal und in den Häusern wohnen die Stipendiaten. Genauer gesagt kann man sich da irgendwie frei entfalten. "Sie (die Akademie) legt besonderen Wert darauf, ihren Gästen eine andere Zeit, eine Zeit von besserer Qualität anzubieten, als die, die Künstler womöglich in ihrem Alltag erleben", steht auf der Homepage. Klingt nach einem schönen Leben, kann mich aber auch brutal täuschen. Seit 1990 gibt es jedenfalls die Akademie Schloss Solitude und "seit 1990 ziehen jedes Jahr zwischen 50 und 70 junge Künstler, Musiker, Architekten, Schriftsteller und Regisseure aus aller Welt auf Schloss Solitude ein", so der Infotext zu dem Film "Station Solitude", der zum 20jährigen Jubiläum gedreht wurde und ein paar Einzügler, eben aus aller Welt, begleitet. Wird heute Abend im Delphi gezeigt wird (19:30 Uhr). Ich weiß, ist vielleicht nicht ganz der optimale Doku-Kino-Abend, aber Hugo kann man auch morgen noch trinken und der geplante Spaziergang zum Bärensee ist nur aufgehoben und nicht aufgeschoben. Außerdem sieht der Trailer ganz romantisch aus. www.solitude-film.de "Seit 1990 ziehen jedes Jahr zwischen 50 und 70 junge Künstler, Musiker, Architekten, Schriftsteller und Regisseure aus aller Welt auf Schloss Solitude ein. Unter 1.000 Bewerbern wurden sie für ein Stipendium an der dortigen Künstlerresidenz ausgewählt. Zum 20. Jubiläum der Akademie begleitet der Dokumentarfilm "Station Solitude", den 3sat am Sonntag, 20. Februar 2011, 11.30 Uhr, in der Matinee in Erstausstrahlung zeigt vier der Stipendiaten der Jahre 2009-2011 über ein Jahr. Er beobachtet, wie sie sich persönlich und künstlerisch austauschen und weiterentwickeln. Das Stipendium der vier Künstler begann im Oktober 2009. Der 1975 geborene französische Schriftsteller Martin Page nutzte die Zeit auf Schloss Solitude bis September 2010 dazu, den tragischen Tod seines Vaters in einem neuen Roman zu verarbeiten. Die amerikanische Bildhauerin Lan Tuazon (geboren 1976) gab für das Stipendium ihre Dozentenstelle in New York auf und baute bis Juli 2010 eine vier Meter hohe Skulptur, die sich mit Klassenunterschieden auseinandersetzt. Ebenfalls bis Juli 2010 war der iranische Theaterregisseur Hamed Taheri (geboren 1975) Stipendiat der baden-württembergischen Akademie. Er inszenierte seine Frau in einem dramatischen Solostück. Der 1980 geborene deutsche Grafiker Demian Bern versteht sich als Kommunikator und nutzt die gesamte Stadt Stuttgart als Ausstellungsort für seine Aktionskunst. Er war bis März 2010 Stipendiat auf der Solitude. Die Akademie Schloss Solitude wurde 1990 mit ihrem internationalen Programm eröffnet. Sie fördert junge, besonders begabte Künstler mit Wohnstipendien. Alle zwei Jahre werden neuen Künstler für diese Stipendien eingeladen. Das idyllisch und einsam gelegene Schloss bei Stuttgart ist in den vergangenen 20 Jahren zu einem Ort des künstlerischen Austausches und der Kreativität geworden. Es bietet den Stipendiaten den Freiraum, um sich unabhängig von finanziellen Sorgen ganz ihrer künstlerischen Arbeit zu widmen."

     
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    Stuttgart12

    Am 26. Apr 2011, 15:32 Uhr von martin

    “Das künstlerische Forschungsprojekt Stuttgart12 erforscht die Grenzen zwischen Film und Internet und siedelt diese Forschung in einer virtuellen Geografie an. Das Projekt befindet sich noch im Betastadium.”

    Hat man uns auf die Facebook-Wall gepostet, Stuttgart12.org, nicht zu verwechseln mit Stuttgart 21. Man kann auf verschiedene Punkte und Köpfe klicken und bekommt ein Youtube-Video von Skatern, Sprayern, Dieben und immer wieder Heinz zu sehen, mal gestellt, mal steht mal unter dem Video, z.B., am Bauzaun, aufm Schlossplatz, im Park oder vor den Wagenhallen: “Erfassen des Raumes, seiner Blickstrukturierung und seines narrativen und dokumentarischen Potentials.” Sind so ne Art Beruhigspillen wie mein Baggerfilm.

    Der größere Zusammenhang erschließt sich mir noch nicht, muss man vielleicht Kunst studieren oder Philosophie-Bücher lesen. Kann man sich aber trotzdem drinne verlieren, in dem Projekt von Studenten der Merz Akademie und der Akademie Schloss Solitude.

    Das Projekt untersucht in einer Kombination aus praktischer Anwendung und theoretischer Untersuchung das Phänomen der Übertragung audiovisueller Inhalte (mit dem Ursprung Kino) auf unterschiedliche Medien und ihre „Hyperwerk“-Vernetzung.

    Grundlage des Projektes ist die Konstruktion eines narrativen NETZEs auf Multimedia-Basis, das zum Gegenstand „Stuttgart“ als Stadt, als Objekt von Planungsprozessen und als Zukunft, Gegenwart, Vergangenheit von Subjektivitätsprozessen hat.

    Studentische inszenierte und dokumentarische Kurzfilme sowie Expanded-Cinema-Installationen und Live-Veranstaltungen sollen zu einem System integriert werden: Analog zur Deleuz’schen Dichotomie von „Gehirn“ und „Erde“ mittels einer Hyper-Werk-Vernetzung auf einer Internetplattform einerseits (mentale Verknüpfung) und mittels eines Verlassens des Kinos, dem Abspielen oder Abrufen an verschiedenen, konkreten Orten der Stadt andererseits (geographische Verknüpfung).

    Schwerpunkt des beschriebenen narrativen Netzes sind zwei parallel geführte Serien, von denen eine die Tendenz zum Dokumentarischen und eine die Tendenz zum Inszenierten hat. Diese Tendenzen sind auch genau als solche zu verstehen, als formale und inhaltliche Orientierungen. Grundsätzlich wird zwischen den Gattungen „Dokumentar-“ und „Spiel-Serie“ nicht unterschieden. Die beiden Serien sind zwar Stränge, die für sich stehen können, zusammen gedacht mit dem oben beschriebenen Vernetzungsgrad haben sie jedoch die Funktion von Polen eines heterogenen diegetischen Raumes.

    www.stuttgart12.org

    Stuttgart12 Youtube-Kanal

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    "Das künstlerische Forschungsprojekt Stuttgart12 erforscht die Grenzen zwischen Film und Internet und siedelt diese Forschung in einer virtuellen Geografie an. Das Projekt befindet sich noch im Betastadium." Hat man uns auf die Facebook-Wall gepostet, Stuttgart12.org, nicht zu verwechseln mit Stuttgart 21. Man kann auf verschiedene Punkte und Köpfe klicken und bekommt ein Youtube-Video von Skatern, Sprayern, Dieben und immer wieder Heinz zu sehen, mal gestellt, mal steht mal unter dem Video, z.B., am Bauzaun, aufm Schlossplatz, im Park oder vor den Wagenhallen: "Erfassen des Raumes, seiner Blickstrukturierung und seines narrativen und dokumentarischen Potentials." Sind so ne Art Beruhigspillen wie mein Baggerfilm. Der größere Zusammenhang erschließt sich mir noch nicht, muss man vielleicht Kunst studieren oder Philosophie-Bücher lesen. Kann man sich aber trotzdem drinne verlieren, in dem Projekt von Studenten der Merz Akademie und der Akademie Schloss Solitude. Das Projekt untersucht in einer Kombination aus praktischer Anwendung und theoretischer Untersuchung das Phänomen der Übertragung audiovisueller Inhalte (mit dem Ursprung Kino) auf unterschiedliche Medien und ihre „Hyperwerk“-Vernetzung. Grundlage des Projektes ist die Konstruktion eines narrativen NETZEs auf Multimedia-Basis, das zum Gegenstand „Stuttgart“ als Stadt, als Objekt von Planungsprozessen und als Zukunft, Gegenwart, Vergangenheit von Subjektivitätsprozessen hat. Studentische inszenierte und dokumentarische Kurzfilme sowie Expanded-Cinema-Installationen und Live-Veranstaltungen sollen zu einem System integriert werden: Analog zur Deleuz'schen Dichotomie von „Gehirn“ und „Erde“ mittels einer Hyper-Werk-Vernetzung auf einer Internetplattform einerseits (mentale Verknüpfung) und mittels eines Verlassens des Kinos, dem Abspielen oder Abrufen an verschiedenen, konkreten Orten der Stadt andererseits (geographische Verknüpfung). Schwerpunkt des beschriebenen narrativen Netzes sind zwei parallel geführte Serien, von denen eine die Tendenz zum Dokumentarischen und eine die Tendenz zum Inszenierten hat. Diese Tendenzen sind auch genau als solche zu verstehen, als formale und inhaltliche Orientierungen. Grundsätzlich wird zwischen den Gattungen „Dokumentar-“ und „Spiel-Serie“ nicht unterschieden. Die beiden Serien sind zwar Stränge, die für sich stehen können, zusammen gedacht mit dem oben beschriebenen Vernetzungsgrad haben sie jedoch die Funktion von Polen eines heterogenen diegetischen Raumes. www.stuttgart12.org Stuttgart12 Youtube-Kanal [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=UJno8WF8M58[/youtube]

     
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