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    Schiller beleidigen

    Am 12. Okt 2011, 18:00 Uhr von martin

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    Schon bisschen älter, Serie heißt “Denkmäler beleidigen”. Gibt es z.B. auch in Reutlingen. Wahrscheinlich Kunst, musste lachen.

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    [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=2lbKxcof7ig&feature=player_embedded[/youtube] Schon bisschen älter, Serie heißt "Denkmäler beleidigen". Gibt es z.B. auch in Reutlingen. Wahrscheinlich Kunst, musste lachen. [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=i3COw7SjJ7w&feature=related[/youtube]

     
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  • 3

    Arttours Stuttgart

    Am 29. Jun 2011, 18:01 Uhr von martin

    (We will kehr for you.)

    Noch mal Kultur und sicherlich nicht nur für Auswärtige interessant, sondern auch Einheimische lernen bei den Arttours Stuttgart die eine oder andere neue Facette ihrer Stadt kennen. Stuttgarter Künstler aus verschiedenen Sparten entwickelten acht mehr oder weniger kuriose Touren, “die den Besuchern die Möglichkeit geben, die Stadt neu zu entdecken, zu definieren und zu verstehen.”

    Unter dem Motto “Verhalten sie sich möglichst unauffällig” fährt man mit zwei Performance-Künstlern und Slam Poeten U-Bahn, in der Hoffnung möglichst viele Alltagsabsurditäten zu erleben, geht bei “Grillmaster Picknick” durch Stuttgart spazieren (“Achtung! Die Tour führt teilweise steil bergauf bzw. bergab, gute körperliche Fitness und gutes Schuhwerk sind Voraussetzung zur Teilnahme.”) oder trifft sich beim Weitmann-Grill zur Aerobic-Tour durch Stuttgart (“Abschluss und Höhepunkt der Tour bildet eine Step-Aerobic-Sequenz (schtep da trepp), die alle Elemente der Work-Out-City-Tour an der Freitreppe am Stuttgarter Kunstmuseum zusammen führen soll.”).

    Mein persönliches Highlight ist das Angebot “We will kehr for you”: “We will kehr for you” vermittelt Sie an Stuttgarter Bewohner, die für den aktuellen Kehrwochendienst zugeteilt sind. Nach einer kurzen Einweisung führen Sie die Kehrwoche aus und werden im Anschluss vom dankbaren Bewohner mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen entlohnt.

    Kann mir zwar kaum vorstellen, dass die Tour jemand bucht, dafür gibt es sicherlich umso mehr dankbare Menschen, die wenigstens einmal gerne fremdkehren lassen würden. Vom 01. bis 3. Juli kann man die einzelnen Touren vergünstigt online buchen (die Kehrwochennummer seltsamerweise nicht).

    www.stuttg-arttours.de

    (We will kehr for you.) Noch mal Kultur und sicherlich nicht nur für Auswärtige interessant, sondern auch Einheimische lernen bei den Arttours Stuttgart die eine oder andere neue Facette ihrer Stadt kennen. Stuttgarter Künstler aus verschiedenen Sparten entwickelten acht mehr oder weniger kuriose Touren, "die den Besuchern die Möglichkeit geben, die Stadt neu zu entdecken, zu definieren und zu verstehen." Unter dem Motto "Verhalten sie sich möglichst unauffällig" fährt man mit zwei Performance-Künstlern und Slam Poeten U-Bahn, in der Hoffnung möglichst viele Alltagsabsurditäten zu erleben, geht bei "Grillmaster Picknick" durch Stuttgart spazieren ("Achtung! Die Tour führt teilweise steil bergauf bzw. bergab, gute körperliche Fitness und gutes Schuhwerk sind Voraussetzung zur Teilnahme.") oder trifft sich beim Weitmann-Grill zur Aerobic-Tour durch Stuttgart ("Abschluss und Höhepunkt der Tour bildet eine Step-Aerobic-Sequenz (schtep da trepp), die alle Elemente der Work-Out-City-Tour an der Freitreppe am Stuttgarter Kunstmuseum zusammen führen soll."). Mein persönliches Highlight ist das Angebot "We will kehr for you": “We will kehr for you” vermittelt Sie an Stuttgarter Bewohner, die für den aktuellen Kehrwochendienst zugeteilt sind. Nach einer kurzen Einweisung führen Sie die Kehrwoche aus und werden im Anschluss vom dankbaren Bewohner mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen entlohnt. Kann mir zwar kaum vorstellen, dass die Tour jemand bucht, dafür gibt es sicherlich umso mehr dankbare Menschen, die wenigstens einmal gerne fremdkehren lassen würden. Vom 01. bis 3. Juli kann man die einzelnen Touren vergünstigt online buchen (die Kehrwochennummer seltsamerweise nicht). www.stuttg-arttours.de

     
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  • 1

    Heute im Delphi: Station Solitude

    Am 11. Mai 2011, 16:02 Uhr von martin

    Nach Tod und Motorsport etwas Kultur. Früher dachten meine Eltern, wie wahrscheinlich viele andere Eltern auch, man müsse mit den Kindern am Wochenende austreten. Frische Luft und so, nach 25 Stunden vor dem Vectrex, der ja eigentlich Papi gehörte, aber die Junge auch mal Dreistrich-Kampfbomber abballern durften. Fantastische Graphik. Wie viele Tätowierung heute.

    Fand man nie so cool, also das mit dem Spazieren gehen, weil es im Wald kein Lego gab und auch keinen Vectrex, aber dafür war der Weg hin zum Bärenschlössle mit dem Roller und später Fünfzigmarkkomplettskateboard – jeder fängt mal an – für fußfaule Kids sehr einfach zu bewältigen. Zurück halt übel Gemotze, will heim, muss aufs Klo, will nen Stockbrot, will ne Wurst, will das und dies und vor allem Lego. Meine Eltern zogen, neben dem Killesberg (damals noch mit Eintritt!) also die Gegend rund um den Bärensee und Schloss Solitude vor. Viel weiter bin ich heute übrigens zu Fuß nicht gekommen. Doch, zum Killesberg.

    Neben dem Schloss Solitude gibts diese herrlichen kleinen Häuschen. Wusste jahrelang nicht, was da getrieben wird, Hanf-Züchtung, Porno-Dreh, Youtube-Treffen, Twitter-Zentrale, GRÜNEN-Teambuilding, Wachtturm-Lesungen oder Christoph Sonntag sucht heimlich nach der schönsten Wollpulli-Wollsocken-Kombination für seinen nächsten Max-Eyth-See-Gig. Wasweißdennich.

    Die schönen Anwesen sah jedenfalls immer so verlassen aus. Irgendwann hat es sich auch bis zu mir rumgesprochen, dass man da irgendwas mit Kunst passiert, also so in dem kompletten Areal und in den Häusern wohnen die Stipendiaten. Genauer gesagt kann man sich da irgendwie frei entfalten.

    “Sie (die Akademie) legt besonderen Wert darauf, ihren Gästen eine andere Zeit, eine Zeit von besserer Qualität anzubieten, als die, die Künstler womöglich in ihrem Alltag erleben”, steht auf der Homepage. Klingt nach einem schönen Leben, kann mich aber auch brutal täuschen.

    Seit 1990 gibt es jedenfalls die Akademie Schloss Solitude und “seit 1990 ziehen jedes Jahr zwischen 50 und 70 junge Künstler, Musiker, Architekten, Schriftsteller und Regisseure aus aller Welt auf Schloss Solitude ein”, so der Infotext zu dem Film “Station Solitude”, der zum 20jährigen Jubiläum gedreht wurde und ein paar Einzügler, eben aus aller Welt, begleitet.

    Wird heute Abend im Delphi gezeigt wird (19:30 Uhr). Ich weiß, ist vielleicht nicht ganz der optimale Doku-Kino-Abend, aber Hugo kann man auch morgen noch trinken und der geplante Spaziergang zum Bärensee ist nur aufgehoben und nicht aufgeschoben. Außerdem sieht der Trailer ganz romantisch aus.

    www.solitude-film.de

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    [vimeo]http://vimeo.com/20132425[/vimeo] Nach Tod und Motorsport etwas Kultur. Früher dachten meine Eltern, wie wahrscheinlich viele andere Eltern auch, man müsse mit den Kindern am Wochenende austreten. Frische Luft und so, nach 25 Stunden vor dem Vectrex, der ja eigentlich Papi gehörte, aber die Junge auch mal Dreistrich-Kampfbomber abballern durften. Fantastische Graphik. Wie viele Tätowierung heute. Fand man nie so cool, also das mit dem Spazieren gehen, weil es im Wald kein Lego gab und auch keinen Vectrex, aber dafür war der Weg hin zum Bärenschlössle mit dem Roller und später Fünfzigmarkkomplettskateboard - jeder fängt mal an - für fußfaule Kids sehr einfach zu bewältigen. Zurück halt übel Gemotze, will heim, muss aufs Klo, will nen Stockbrot, will ne Wurst, will das und dies und vor allem Lego. Meine Eltern zogen, neben dem Killesberg (damals noch mit Eintritt!) also die Gegend rund um den Bärensee und Schloss Solitude vor. Viel weiter bin ich heute übrigens zu Fuß nicht gekommen. Doch, zum Killesberg. Neben dem Schloss Solitude gibts diese herrlichen kleinen Häuschen. Wusste jahrelang nicht, was da getrieben wird, Hanf-Züchtung, Porno-Dreh, Youtube-Treffen, Twitter-Zentrale, GRÜNEN-Teambuilding, Wachtturm-Lesungen oder Christoph Sonntag sucht heimlich nach der schönsten Wollpulli-Wollsocken-Kombination für seinen nächsten Max-Eyth-See-Gig. Wasweißdennich. Die schönen Anwesen sah jedenfalls immer so verlassen aus. Irgendwann hat es sich auch bis zu mir rumgesprochen, dass man da irgendwas mit Kunst passiert, also so in dem kompletten Areal und in den Häusern wohnen die Stipendiaten. Genauer gesagt kann man sich da irgendwie frei entfalten. "Sie (die Akademie) legt besonderen Wert darauf, ihren Gästen eine andere Zeit, eine Zeit von besserer Qualität anzubieten, als die, die Künstler womöglich in ihrem Alltag erleben", steht auf der Homepage. Klingt nach einem schönen Leben, kann mich aber auch brutal täuschen. Seit 1990 gibt es jedenfalls die Akademie Schloss Solitude und "seit 1990 ziehen jedes Jahr zwischen 50 und 70 junge Künstler, Musiker, Architekten, Schriftsteller und Regisseure aus aller Welt auf Schloss Solitude ein", so der Infotext zu dem Film "Station Solitude", der zum 20jährigen Jubiläum gedreht wurde und ein paar Einzügler, eben aus aller Welt, begleitet. Wird heute Abend im Delphi gezeigt wird (19:30 Uhr). Ich weiß, ist vielleicht nicht ganz der optimale Doku-Kino-Abend, aber Hugo kann man auch morgen noch trinken und der geplante Spaziergang zum Bärensee ist nur aufgehoben und nicht aufgeschoben. Außerdem sieht der Trailer ganz romantisch aus. www.solitude-film.de "Seit 1990 ziehen jedes Jahr zwischen 50 und 70 junge Künstler, Musiker, Architekten, Schriftsteller und Regisseure aus aller Welt auf Schloss Solitude ein. Unter 1.000 Bewerbern wurden sie für ein Stipendium an der dortigen Künstlerresidenz ausgewählt. Zum 20. Jubiläum der Akademie begleitet der Dokumentarfilm "Station Solitude", den 3sat am Sonntag, 20. Februar 2011, 11.30 Uhr, in der Matinee in Erstausstrahlung zeigt vier der Stipendiaten der Jahre 2009-2011 über ein Jahr. Er beobachtet, wie sie sich persönlich und künstlerisch austauschen und weiterentwickeln. Das Stipendium der vier Künstler begann im Oktober 2009. Der 1975 geborene französische Schriftsteller Martin Page nutzte die Zeit auf Schloss Solitude bis September 2010 dazu, den tragischen Tod seines Vaters in einem neuen Roman zu verarbeiten. Die amerikanische Bildhauerin Lan Tuazon (geboren 1976) gab für das Stipendium ihre Dozentenstelle in New York auf und baute bis Juli 2010 eine vier Meter hohe Skulptur, die sich mit Klassenunterschieden auseinandersetzt. Ebenfalls bis Juli 2010 war der iranische Theaterregisseur Hamed Taheri (geboren 1975) Stipendiat der baden-württembergischen Akademie. Er inszenierte seine Frau in einem dramatischen Solostück. Der 1980 geborene deutsche Grafiker Demian Bern versteht sich als Kommunikator und nutzt die gesamte Stadt Stuttgart als Ausstellungsort für seine Aktionskunst. Er war bis März 2010 Stipendiat auf der Solitude. Die Akademie Schloss Solitude wurde 1990 mit ihrem internationalen Programm eröffnet. Sie fördert junge, besonders begabte Künstler mit Wohnstipendien. Alle zwei Jahre werden neuen Künstler für diese Stipendien eingeladen. Das idyllisch und einsam gelegene Schloss bei Stuttgart ist in den vergangenen 20 Jahren zu einem Ort des künstlerischen Austausches und der Kreativität geworden. Es bietet den Stipendiaten den Freiraum, um sich unabhängig von finanziellen Sorgen ganz ihrer künstlerischen Arbeit zu widmen."

     
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  • 2

    Lange Nacht der Museen mit Teddies und Plattencover

    Am 8. Apr 2011, 14:30 Uhr von martin

    Zum Abschluss dieser großartigen Kulturwoche noch ein kurzer Hinweis auf die morgige Lange Nacht der Museen, auf die sich die komplette LIFT-Redaktion schon wieder total freut, Aussis Leber schreit juhu und das Wetter wird wohl ebenfalls sehr Lange Nacht kompatibel.

    Entweder war ich letztes Jahr blind, oder da hat sich nochmals einiges getan, jedenfalls gibt es da mittlerweile abartige viele Touren, wie Tour Wein, Tour Zuffenhausen, Tour Hafen, Tour Neckar, Tour Wald etc. Früher war das doch nur Mitte, Ost, West, Süd oder? Inge hilf!

    Jedenfalls, wohin man auch immer eiert, unterm Strich sind es über 100 Spots für 15 Euro. Die Teilnehmer werden die Nacht über übrigens via Facebook und Twitter auf dem Laufenden gehalten.

    Im Rahmen der Langen Nacht kann z.B. die Galerie Londgon Smith LTD. im Stuttgarter Westen besuchen.

    Die besten Covers des Jahres 2010, ausgezeichnet von Art Vinyl London, sind als Originale in der Galerie zu sehen.

    Im Heusteigviertel findet die Vernissage von Philipp Jordan in der Takinu Galerie (Schlosserstraße 2) statt. Der Künstler wird hier seine drei Ausstellungsprojekte “Beauty of The Beast”, “Teddies” und “Knock On Wood” vermixen.

    Kleine Doku zu Teddies…

    YouTube Preview Image

    …hat auch schon mal Sat1 drüber berichtet:

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    Und so sieht “Knock On Wood” aus:

    www.lange-nacht.de

    Zum Abschluss dieser großartigen Kulturwoche noch ein kurzer Hinweis auf die morgige Lange Nacht der Museen, auf die sich die komplette LIFT-Redaktion schon wieder total freut, Aussis Leber schreit juhu und das Wetter wird wohl ebenfalls sehr Lange Nacht kompatibel. Entweder war ich letztes Jahr blind, oder da hat sich nochmals einiges getan, jedenfalls gibt es da mittlerweile abartige viele Touren, wie Tour Wein, Tour Zuffenhausen, Tour Hafen, Tour Neckar, Tour Wald etc. Früher war das doch nur Mitte, Ost, West, Süd oder? Inge hilf! Jedenfalls, wohin man auch immer eiert, unterm Strich sind es über 100 Spots für 15 Euro. Die Teilnehmer werden die Nacht über übrigens via Facebook und Twitter auf dem Laufenden gehalten. Im Rahmen der Langen Nacht kann z.B. die Galerie Londgon Smith LTD. im Stuttgarter Westen besuchen. Die besten Covers des Jahres 2010, ausgezeichnet von Art Vinyl London, sind als Originale in der Galerie zu sehen. Im Heusteigviertel findet die Vernissage von Philipp Jordan in der Takinu Galerie (Schlosserstraße 2) statt. Der Künstler wird hier seine drei Ausstellungsprojekte "Beauty of The Beast", "Teddies" und "Knock On Wood" vermixen. Kleine Doku zu Teddies... [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=vgdjAguYaCE[/youtube] ...hat auch schon mal Sat1 drüber berichtet: [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Z5CZH7oA_lc&feature=related[/youtube] Und so sieht "Knock On Wood" aus: [vimeo]http://www.vimeo.com/4909526[/vimeo] www.lange-nacht.de

     
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  • 12

    Kunstfiguren

    Am 8. Feb 2011, 17:00 Uhr von Kollege Geiger

    Heute mal ein bisschen Kultur. Also runter vom Sofa, rauf auf die A8 und ab nach Baden-Baden. Kultur inklusive Kulturschock. Hier, wo die Spielsucht noch Pelz trägt und man nicht zockt, sondern setzt. Galopprennbahn – Therme – Kurhaus: Rollator, ick hör dir trapsen.

    Baden-Baden ist irgendwie eine einzige Ü70-Fete und sieht auch so aus. Vielleicht könnten die ja einen unterirdischen Durchgangsbahnhof mit Designer-Bullaugen fast n bisschen besser gebrauchen als wir hier?

    Bei Baden-Baden fällt mir immer der schottische (!) Country(!!)-Sänger Jackie Levin ein, der in einem Stück mal musikalisch durch ganz Deutschland gefahren ist. Er singt, er war in „Würzburgh, Augsburgh, Schduddgard, Oberhousen“ – um dann im gesamten dritten Refrain musikalisch im Kreisverkehr hängen zu bleiben: I’ve been to BadenBadenBadenBadenBadenBaden (repeat 40 times) – aber hört selbst:

    YouTube Preview Image

    In Süddeutschlands Antwort auf St.Moritz – gibt’s neben allerlei Mondänem aber auch was richtig Modernes: Das Museum Frieder Burda. Die Burdas sind ja sonst eher für Hochglanz wie „Bunte“ bekannt. Wenn sie aber nicht gerade Magazine machen, sondern Museen, dann mit klasse Architektur außen und prima Kunst innen.

    Orignal! In diesem Bild sind zwei echte Hansons versteckt.

    Zur Zeit lockt dort die Doppelausstellung Duane Hanson / Gregory Crewdson. Und während Herr Hanson ja schon mal mit seinen eingefrorenen Figuren für Furore in der Staatsgalerie gesorgt hat, war mir persönlich Gregory Crewdson neu. Ein amerikanischer Fotograf, der seine Motive von bröckelnden Kleinstadtfassaden im Zwielicht wie ein Filmset mit dem Aufwand eines Hollywood-Spielfilms inszeniert.

    Top: Im Untergeschoss des Museums zeigt ein Making-of der beiden Künstler, wie man so was macht. Nur falls jemand mal so was nachmachen will: Figuren, vor denen man gebannt wie in der Geisterbahn steht und nur darauf wartet, dass sie „Boooh“ sagen. Und Fotografien, die einen irritierend-faszinierend anziehen wie ein David Lynch Film.

    Weil aber der ganze Kurort im Duane Hanson Fieber zu sein scheint und sich außerhalb des Museums mit nicht-ganz-so-lebensecht-wirkenden Figuren zugeschmückt hat, empfiehlt es sich, den Après-Museum-Champagner lieber wo anders zu genießen. Und BadenBadenBadenBaden zügig über den Kreisverkehr zu verlassen.

    Fälschung! Kein echter Duane Hanson.

    Noch bis 6.3.2011, Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr

    www.museum-frieder-burda.de

    Heute mal ein bisschen Kultur. Also runter vom Sofa, rauf auf die A8 und ab nach Baden-Baden. Kultur inklusive Kulturschock. Hier, wo die Spielsucht noch Pelz trägt und man nicht zockt, sondern setzt. Galopprennbahn – Therme – Kurhaus: Rollator, ick hör dir trapsen. Baden-Baden ist irgendwie eine einzige Ü70-Fete und sieht auch so aus. Vielleicht könnten die ja einen unterirdischen Durchgangsbahnhof mit Designer-Bullaugen fast n bisschen besser gebrauchen als wir hier? Bei Baden-Baden fällt mir immer der schottische (!) Country(!!)-Sänger Jackie Levin ein, der in einem Stück mal musikalisch durch ganz Deutschland gefahren ist. Er singt, er war in „Würzburgh, Augsburgh, Schduddgard, Oberhousen“ – um dann im gesamten dritten Refrain musikalisch im Kreisverkehr hängen zu bleiben: I’ve been to BadenBadenBadenBadenBadenBaden (repeat 40 times) - aber hört selbst: [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=JHDMF3t6CoE[/youtube] In Süddeutschlands Antwort auf St.Moritz – gibt’s neben allerlei Mondänem aber auch was richtig Modernes: Das Museum Frieder Burda. Die Burdas sind ja sonst eher für Hochglanz wie „Bunte“ bekannt. Wenn sie aber nicht gerade Magazine machen, sondern Museen, dann mit klasse Architektur außen und prima Kunst innen. Orignal! In diesem Bild sind zwei echte Hansons versteckt. Zur Zeit lockt dort die Doppelausstellung Duane Hanson / Gregory Crewdson. Und während Herr Hanson ja schon mal mit seinen eingefrorenen Figuren für Furore in der Staatsgalerie gesorgt hat, war mir persönlich Gregory Crewdson neu. Ein amerikanischer Fotograf, der seine Motive von bröckelnden Kleinstadtfassaden im Zwielicht wie ein Filmset mit dem Aufwand eines Hollywood-Spielfilms inszeniert. Top: Im Untergeschoss des Museums zeigt ein Making-of der beiden Künstler, wie man so was macht. Nur falls jemand mal so was nachmachen will: Figuren, vor denen man gebannt wie in der Geisterbahn steht und nur darauf wartet, dass sie „Boooh“ sagen. Und Fotografien, die einen irritierend-faszinierend anziehen wie ein David Lynch Film. Weil aber der ganze Kurort im Duane Hanson Fieber zu sein scheint und sich außerhalb des Museums mit nicht-ganz-so-lebensecht-wirkenden Figuren zugeschmückt hat, empfiehlt es sich, den Après-Museum-Champagner lieber wo anders zu genießen. Und BadenBadenBadenBaden zügig über den Kreisverkehr zu verlassen. Fälschung! Kein echter Duane Hanson. Noch bis 6.3.2011, Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr www.museum-frieder-burda.de

     
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    Waggons müssen jetzt weg

    Am 17. Jan 2011, 12:10 Uhr von martin

    (Foto von Unsere-Stadt.org)

    Die benachbarten Wagenhallen haben zwar vergangenen Frühsommer eine Mietverlängerung von fünf Jahren bekommen, die Zukunft der Waggons war aber ungewiss. Bzw. hieß es, dass sie schon Ende September wegen S21 weichen müssen.

    Die StZ berichtete nun am Samstag (Artikel online leider nur käuflich erhältlich), dass die Waggons nun Ende Januar definitiv weg müssen. Im Internet ist ein Kündigungsschreiben der Bahn aufgetaucht, dass vom S21-Kommunikationsbüro bestätigt wurde. “Die Kündigung sei bereits im Herbst 2010 ausgesprochen worden, dann aber monatsweise nach hinten verschoben”, so der Artikel.

    Am Nordbahnhof soll die Baulogistik für S21 residieren, dafür müssen die Waggons weg und “die Vegetation wird gerodet”. Rodungsarbeiten dürfen aber aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nur noch bis zum 28. Februar durchgeführt werden. Den betroffenen Künstlern und Kulturschaffenden sei noch keine Alternative angeboten worden, man sucht aber das Gespräch. Bei einem Umzug ohne Waggons werden diese dann verschrottet.

    www.ateliers-nordbahnhof.de

    (Foto von Unsere-Stadt.org) Die benachbarten Wagenhallen haben zwar vergangenen Frühsommer eine Mietverlängerung von fünf Jahren bekommen, die Zukunft der Waggons war aber ungewiss. Bzw. hieß es, dass sie schon Ende September wegen S21 weichen müssen. Die StZ berichtete nun am Samstag (Artikel online leider nur käuflich erhältlich), dass die Waggons nun Ende Januar definitiv weg müssen. Im Internet ist ein Kündigungsschreiben der Bahn aufgetaucht, dass vom S21-Kommunikationsbüro bestätigt wurde. "Die Kündigung sei bereits im Herbst 2010 ausgesprochen worden, dann aber monatsweise nach hinten verschoben", so der Artikel. Am Nordbahnhof soll die Baulogistik für S21 residieren, dafür müssen die Waggons weg und "die Vegetation wird gerodet". Rodungsarbeiten dürfen aber aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nur noch bis zum 28. Februar durchgeführt werden. Den betroffenen Künstlern und Kulturschaffenden sei noch keine Alternative angeboten worden, man sucht aber das Gespräch. Bei einem Umzug ohne Waggons werden diese dann verschrottet. www.ateliers-nordbahnhof.de

     
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    “Hurra, wir kicken noch!”
    Die 2. Kickers-Unterstützer-Show

    Am 29. Jul 2010, 11:30 Uhr von martin

    Da Joe Bauer letzte Woche so fein über unsere Lesung berichtet hat, möchten wir dankenderweise auf ein sportliches Kulturevent im Theaterhaus am 7. August hinweisen, ausgerichtet von dem Blaublüter und rasenden Stadtreporter, ”der seit 30 Jahren das macht, was wir seit 2 Jahren machen” (Aussi).

    Zwar schlägt das Kessel-Herz leicht röter, aber wir sind trotzdem für alle da und die Rivalität zwischen den Vereinen versteht nicht nur unser Setzer nicht. Also Aufbau Degerloch.

    “Hurra, wir kicken noch!” ist die 2. Kickers-Unterstützer-Show, quasi ein Doppelpass zwischen Kultur und Sport, pünktlich zum Saisonauftakt der Regionalliga Süd. Letztes Jahr herrschte erstklassige Stimmung im Theaterhaus und die Spieler haben sich angeblich voll gefreut. “Man sagt, kommt nicht von mir, der Auftakt mit Bühnenshow habe die bessere Atmosphäre im Gazi-Stadion beeinflusst… Gaziprom (Kickers), Gazistreifen (VfB)”, meint Joe Bauer.

    Die Kickers spielen am 7. August nachmittags auf der Waldau gegen den Aufsteiger FC Memmingen, kommen danach inklusive Trainer und Ex-Buli-Kicker Dirk Schuster ins Theaterhaus und stellen sich unter anderem den Fragen von Stefan Kiss, Sportreporter beim SWR-Fernsehen.

    Das Kulturprogramm führt die Stuttgarter Band Wild Country an, spielt auch der Friseur René Asch mit, und die 7 Cowboyhütte reisen angeblich regelmässig nach Nashville zur Weiterbildung. Mag zwar kein Country, aber finds gut wenn Leute ihr Hobby ernst nehmen.

    Weiterhin singt Anja Binder, die u.a. sonst bei Joe Bauers Flaneursalon auftritt, auf ein paar Balladen auf die Regionalliga (kleiner schlechter Scherz), Comedian Nils Heinrich ist zwischendurch bissle lustig, der junge Football Freestyler René Mathussek macht den Zidane und Joe Bauer liest ein paar Texte über seine Leidenschaft, die Kickers, vor.

    Alle Acts treten umsonst auf, der Eintritt liegt mit 10 Euro themengerecht im Regionalliga-Bereich und alle Einnahmen abzüglich der Produktionskosten kommen den Kickers-Fans zu Gute.

    Samstag, 7. August, 20:15 Uhr, Theaterhaus, Saal T2, Karten (inkl. Topabschlag) für 10 Euro unter 0711 / 4020 720 und www.theaterhaus.com

    Da Joe Bauer letzte Woche so fein über unsere Lesung berichtet hat, möchten wir dankenderweise auf ein sportliches Kulturevent im Theaterhaus am 7. August hinweisen, ausgerichtet von dem Blaublüter und rasenden Stadtreporter, "der seit 30 Jahren das macht, was wir seit 2 Jahren machen" (Aussi). Zwar schlägt das Kessel-Herz leicht röter, aber wir sind trotzdem für alle da und die Rivalität zwischen den Vereinen versteht nicht nur unser Setzer nicht. Also Aufbau Degerloch. "Hurra, wir kicken noch!" ist die 2. Kickers-Unterstützer-Show, quasi ein Doppelpass zwischen Kultur und Sport, pünktlich zum Saisonauftakt der Regionalliga Süd. Letztes Jahr herrschte erstklassige Stimmung im Theaterhaus und die Spieler haben sich angeblich voll gefreut. "Man sagt, kommt nicht von mir, der Auftakt mit Bühnenshow habe die bessere Atmosphäre im Gazi-Stadion beeinflusst... Gaziprom (Kickers), Gazistreifen (VfB)", meint Joe Bauer. Die Kickers spielen am 7. August nachmittags auf der Waldau gegen den Aufsteiger FC Memmingen, kommen danach inklusive Trainer und Ex-Buli-Kicker Dirk Schuster ins Theaterhaus und stellen sich unter anderem den Fragen von Stefan Kiss, Sportreporter beim SWR-Fernsehen. Das Kulturprogramm führt die Stuttgarter Band Wild Country an, spielt auch der Friseur René Asch mit, und die 7 Cowboyhütte reisen angeblich regelmässig nach Nashville zur Weiterbildung. Mag zwar kein Country, aber finds gut wenn Leute ihr Hobby ernst nehmen. Weiterhin singt Anja Binder, die u.a. sonst bei Joe Bauers Flaneursalon auftritt, auf ein paar Balladen auf die Regionalliga (kleiner schlechter Scherz), Comedian Nils Heinrich ist zwischendurch bissle lustig, der junge Football Freestyler René Mathussek macht den Zidane und Joe Bauer liest ein paar Texte über seine Leidenschaft, die Kickers, vor. Alle Acts treten umsonst auf, der Eintritt liegt mit 10 Euro themengerecht im Regionalliga-Bereich und alle Einnahmen abzüglich der Produktionskosten kommen den Kickers-Fans zu Gute. Samstag, 7. August, 20:15 Uhr, Theaterhaus, Saal T2, Karten (inkl. Topabschlag) für 10 Euro unter 0711 / 4020 720 und www.theaterhaus.com

     
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kessel.tv is the first stuttgart blog about urban kessel-life between hasenberg, birkenkopf and killesberg. kessel.tv is a blog for proud swabian gangsters, hustlers, bitches, hoes or häuslesbauers and represants music, clubculture, fashion, art and sports.

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