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    Tatort-Alarm: Grabenkämpfe

    Am 24. Apr 2011, 14:40 Uhr von martin

    Großes Tatort-Wochenende: Heute Abend läuft die Wiederholung der preisgekrönten Frankfurter Folge “Weil sie böse sind”, einer der letzten Fälle von Dellwo und Sänger mit einem Matthias Schweighöfer in Hochform. Am 8. Mai debütiert übrigens im 800. Tatort das neue Frankfurter Ermittlerteam Joachim Król und Nina Kunzendorf.

    Am Ostermontag sind dann wieder die Stuttgarter Bootz und Lannert dran und in “Grabenkämpfe” hat man ziemlich viel reingepackt: Wagenhallen, Subkultur, Kunstmuseum, Hochkultur, Baulöwen, schwule Yoga-Lehrer und ja, halt auch ein ganz kleines bisschen S21. ”Du musst das auch mal als Kapitalanlage sehen, wenn der Bahnhof erstmal unter der Erde ist, ist das hier eine Toplage”, sagt ein alter Schulfreund zu Bootz  und will ihm “das grüne Herz” schmackhaft machen.

    Die StZ war alles in allem nicht so begeistert und schreibt: “Und so durchwaten die Kommissare bei ihren Mordermittlungen allerlei Klischee-Tümpel im Nesenbachtal.” Das Wort Klischeetümpel muss ich mir merken.

    Kollege Geiger kommt auch ohne dieses Wort aus. Er hat den Tatort bereits vor Monaten im Rahmen der Filmschau Baden-Württemberg im Kino gesehen und was zusammengeschrieben:

    Schon geil: Tatort in THX und man wartet danach eigentlich nur auf Maybrit Illner in 3-D (meinste eigentlich Anne Will?). Mitgespielt hat mein Ex-Mitbewohner Micha mit seiner Band Nu Sports. Die Rolle war ihm wie auf den Leib geschnitten, denn Micha spielt sich selber. Im Widerstand gegen den Abriss der Wagenhallen für ein Riesen-Immobilienprojekt hinter dem Bahnhof. Da hat wohl einer zuviel S21 Krimis auf fluegel.tv geguckt. Leicht drehbuchmodifiziert ruft Micha „Stuttgart muss bunt bleiben“ von der Bühne und meint doch eigentlich „oben bleiben“.

    Nicht nur die Wagenhallen spielen eine Hauptrolle in „Grabenkämpfe“, sondern auch das Kunstmuseum. Wie die Tatortmacher den sommerlichen Schlossplatz weiträumig abgesperren konnten, damit die Kamera 360 Grad um die Kommissare fährt: Respekt. Das ist schon Logistik.

    Wirklich beeindruckend auch die beiden „Die-haben-ein-Motiv-und-kein-Alibi-Figuren“ – gespielt von Rüdiger Vogler und Hans Löw. Super Chemie zwischen den beiden und dafür, dass Löw in Hamburg lebt und bei seinem Agenten „schwäbisch“ neben „Saxophon“ als Fähigkeit angibt, muss man sagen: das klingt sehr an- und eingeboren. Und gespielt hat er überragend.

    Alles in allem okay, nervig waren im Kino die ganzen Saxofonistinnen von nu Sports, die bei jeder Szene von Micha gekreischt haben als wäre es Justin Biber in 3D.

    Hier kann man trailern und abschließend noch ein Meldung aus dem echten Stuttgarter Cop-Leben, die sind glaub heute früh an mir vorbei gerast als ich heim gedackelt bin.

    Stuttgart-Mitte:

    Zu einem heftigen Streit und tätlichen Auseinandersetzungen kam es am frühen Morgen des Ostersamstags (23.04.2011) in einer Diskothek an der Königstraße. Um 04.35 Uhr gerieten mehrere Gäste aus noch unbekannten Gründen in Streit, der in der Folge auch in tätliche Angriffe ausartete.

    Die Türsteher des Lokals und starke Polizeikräfte konnten die Beteiligten trennen und 16 Personen im Alter zwischen 18 und 23 Jahren vorläufig festnehmen. Zwei Männer hatten leichte Verletzungen davon getragen. Nach Personalienfeststellung wurden gegen die Beteiligten Platzverweise ausgesprochen und die Personen entlassen.

    Ein 20-Jähriger, der zur Festnahme ausgeschrieben war, wurde in den Polizeigewahrsam eingeliefert. Insgesamt waren 84 Polizeibeamte eingesetzt, um die Situation zu beruhigen und die Festgenommenen zu transportieren.

    Na dann, frohe Ostern!

    Großes Tatort-Wochenende: Heute Abend läuft die Wiederholung der preisgekrönten Frankfurter Folge "Weil sie böse sind", einer der letzten Fälle von Dellwo und Sänger mit einem Matthias Schweighöfer in Hochform. Am 8. Mai debütiert übrigens im 800. Tatort das neue Frankfurter Ermittlerteam Joachim Król und Nina Kunzendorf. Am Ostermontag sind dann wieder die Stuttgarter Bootz und Lannert dran und in "Grabenkämpfe" hat man ziemlich viel reingepackt: Wagenhallen, Subkultur, Kunstmuseum, Hochkultur, Baulöwen, schwule Yoga-Lehrer und ja, halt auch ein ganz kleines bisschen S21. "Du musst das auch mal als Kapitalanlage sehen, wenn der Bahnhof erstmal unter der Erde ist, ist das hier eine Toplage", sagt ein alter Schulfreund zu Bootz  und will ihm "das grüne Herz" schmackhaft machen. Die StZ war alles in allem nicht so begeistert und schreibt: "Und so durchwaten die Kommissare bei ihren Mordermittlungen allerlei Klischee-Tümpel im Nesenbachtal." Das Wort Klischeetümpel muss ich mir merken. Kollege Geiger kommt auch ohne dieses Wort aus. Er hat den Tatort bereits vor Monaten im Rahmen der Filmschau Baden-Württemberg im Kino gesehen und was zusammengeschrieben: Schon geil: Tatort in THX und man wartet danach eigentlich nur auf Maybrit Illner in 3-D (meinste eigentlich Anne Will?). Mitgespielt hat mein Ex-Mitbewohner Micha mit seiner Band Nu Sports. Die Rolle war ihm wie auf den Leib geschnitten, denn Micha spielt sich selber. Im Widerstand gegen den Abriss der Wagenhallen für ein Riesen-Immobilienprojekt hinter dem Bahnhof. Da hat wohl einer zuviel S21 Krimis auf fluegel.tv geguckt. Leicht drehbuchmodifiziert ruft Micha „Stuttgart muss bunt bleiben“ von der Bühne und meint doch eigentlich „oben bleiben“. Nicht nur die Wagenhallen spielen eine Hauptrolle in „Grabenkämpfe“, sondern auch das Kunstmuseum. Wie die Tatortmacher den sommerlichen Schlossplatz weiträumig abgesperren konnten, damit die Kamera 360 Grad um die Kommissare fährt: Respekt. Das ist schon Logistik. Wirklich beeindruckend auch die beiden „Die-haben-ein-Motiv-und-kein-Alibi-Figuren“ – gespielt von Rüdiger Vogler und Hans Löw. Super Chemie zwischen den beiden und dafür, dass Löw in Hamburg lebt und bei seinem Agenten „schwäbisch“ neben „Saxophon“ als Fähigkeit angibt, muss man sagen: das klingt sehr an- und eingeboren. Und gespielt hat er überragend. Alles in allem okay, nervig waren im Kino die ganzen Saxofonistinnen von nu Sports, die bei jeder Szene von Micha gekreischt haben als wäre es Justin Biber in 3D. Hier kann man trailern und abschließend noch ein Meldung aus dem echten Stuttgarter Cop-Leben, die sind glaub heute früh an mir vorbei gerast als ich heim gedackelt bin. Stuttgart-Mitte: Zu einem heftigen Streit und tätlichen Auseinandersetzungen kam es am frühen Morgen des Ostersamstags (23.04.2011) in einer Diskothek an der Königstraße. Um 04.35 Uhr gerieten mehrere Gäste aus noch unbekannten Gründen in Streit, der in der Folge auch in tätliche Angriffe ausartete. Die Türsteher des Lokals und starke Polizeikräfte konnten die Beteiligten trennen und 16 Personen im Alter zwischen 18 und 23 Jahren vorläufig festnehmen. Zwei Männer hatten leichte Verletzungen davon getragen. Nach Personalienfeststellung wurden gegen die Beteiligten Platzverweise ausgesprochen und die Personen entlassen. Ein 20-Jähriger, der zur Festnahme ausgeschrieben war, wurde in den Polizeigewahrsam eingeliefert. Insgesamt waren 84 Polizeibeamte eingesetzt, um die Situation zu beruhigen und die Festgenommenen zu transportieren. Na dann, frohe Ostern!

     
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    Heute: Stuttgart-Krimiabend

    Am 14. Nov 2010, 17:16 Uhr von Thorsten W.

    Kurz zur Erinnerung: Heute lohnt es die Kiste einzuschalten. Also ab ins OnePiece und klassisch um 20.15 Tatort in der ARD angucken, heute endlich wieder mal aus Stuttgart – Titel “Die Unsichtbare”:

    “Eine namenlose Tote wird an einem Seeufer gefunden. Die Stuttgarter Kommissare Lannert und Bootz versuchen, die Identität der Frau zu klären und stellen fest, dass es sich um eine illegal in Deutschland lebende Ukrainerin handelte.

    Während sie das Leben von Taya Dawischenko zusammensetzen, erhalten die Kommissare Einblick in den Alltag von Menschen, die illegal in Deutschland leben und deshalb versuchen, unsichtbar zu bleiben.”

    Dann halbe Stunde Pause, Zeit um das Bier nachzufüllen oder neue Scheite in den Kamin zu legen, dann wie bereits angekündigt um 22.40 im SWR Fernsehen der Auftakt zur Mini-Thriller-Serie Alpha 07:

    “Stuttgart 2017: Der EU-Sicherheitsgipfel wird in wenigen Tagen beginnen. Zur Vorbereitung findet im Neurowissenschaftlichen Pre-Crime-Center (NPC) des Bundeskriminalamts eine Informationsveranstaltung statt. Im Mittelpunkt steht ein neu entwickelter Gehirnscanner. Über seine flächendeckende Verbreitung – das Kernstück eines neuen Sicherheitskonzepts – soll auf dem Gipfel entschieden werden”

    Kurz zur Erinnerung: Heute lohnt es die Kiste einzuschalten. Also ab ins OnePiece und klassisch um 20.15 Tatort in der ARD angucken, heute endlich wieder mal aus Stuttgart - Titel "Die Unsichtbare": "Eine namenlose Tote wird an einem Seeufer gefunden. Die Stuttgarter Kommissare Lannert und Bootz versuchen, die Identität der Frau zu klären und stellen fest, dass es sich um eine illegal in Deutschland lebende Ukrainerin handelte. Während sie das Leben von Taya Dawischenko zusammensetzen, erhalten die Kommissare Einblick in den Alltag von Menschen, die illegal in Deutschland leben und deshalb versuchen, unsichtbar zu bleiben." Dann halbe Stunde Pause, Zeit um das Bier nachzufüllen oder neue Scheite in den Kamin zu legen, dann wie bereits angekündigt um 22.40 im SWR Fernsehen der Auftakt zur Mini-Thriller-Serie Alpha 07: "Stuttgart 2017: Der EU-Sicherheitsgipfel wird in wenigen Tagen beginnen. Zur Vorbereitung findet im Neurowissenschaftlichen Pre-Crime-Center (NPC) des Bundeskriminalamts eine Informationsveranstaltung statt. Im Mittelpunkt steht ein neu entwickelter Gehirnscanner. Über seine flächendeckende Verbreitung - das Kernstück eines neuen Sicherheitskonzepts - soll auf dem Gipfel entschieden werden"

     
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  • 16

    Tatort Stuttgart – oder Karlsruhe?

    Am 10. Nov 2010, 10:18 Uhr von martin

    Am kommenden Sonntag ermitteln wieder Lannert und Bootz. Dieses Mal wird am vereisten Bärensee eine Leiche gefunden, aber wo ist der Tatort sonst? Nicht immer in Stuttgart, fanden Carsten Güth und Wulf Kramer für ihr Fanzine “Tatort Stuttgart – oder wo auch immer” heraus.

    Dass die logischen Ketten, z.B. bei Verfolgungsjagden selten eingehalten werden, ist bekannt. So entstehen manchmal – zumindest für Stuttgarter – kuriose Routen.

    Lachen halt nur wir drüber und möchten nicht wissen, wie das in Köln, München oder Berlin gehandhabt wird.

    “Dabei spielt es für den Zuschauer keine Rolle, ob die ihm gezeigten Orte einen realen Bezug zur dargestellten Stadt aufweisen. Oftmals wird auf Drehorte im weiteren Umfeld der Stadt ausgewichen, welche selbst für die Stuttgarter keine im Stadtbild präsenten Orte sind”, schreiben die Autoren.

    Erweitertes Umfeld heißt im Falle des Stuttgarter Tatorts:

    OMG, ausgerechnet in Karlsruhe, der zukünftigen Drittliga-Stadt :) . Zu 50 Prozent wird dort eine “Stuttgarter” Leiche gefunden. Weiterhin wird im Karlsruher Klinikum gedreht und die Außenaufnahmen des Polizeipräsidiums, während die Innenaufnahmen in Baden-Baden gefilmt werden. In Baden-Baden hocken übrigens auch die Kollegen von Ludwigshafen und Konstanz. Schätze mal, es handelt sich um eine SWR-Optimierung.

    Güth und Kramer haben sich auch die Mühe gemacht,auf Google-Maps aller Drehorte aller Stuttgarter Fälle abzustecken und kamen zu dem Ergebnis, dass ein Tatort nur noch 45 Minuten dauert, würde man alle Szenen rausschneiden, die nicht in Stuttgart spielen.

    “Stuttgart wird für den Tatort neu erfunden. Es wird auseinandergeschnitten, gemischt und neu collagiert. Dabei wird es größer, schneller und urbaner. Wollten wir nicht alle schon einmal am Palast sitzen und den Ausblick auf den Gaskessel genießen?”, sinnieren sie und kommen zu dem Entschluss: “Uns ist es egal wie sehr Bienzle mit seinem ‚Lokalkolorit‘ glänzte, mit dem heutigen Stuttgart hat er nichts mehr zu tun. Auch wenn viele Szenen nicht in Stuttgart gedreht sind, ist der neue Tatort mehr Stuttgart als Bienzle es heute sein könnte, und dabei genauso wenig schwäbisch wie Stuttgart selbst!”

    Ihr Fanzine ist jedenfalls sehr aufschlussreich und liebevoll zusammengestellt. Lohnt sich reinzuschauen. Bei Nachfrage kann auch ein PDF-Link geschickt werden.

    Am kommenden Sonntag ermitteln wieder Lannert und Bootz. Dieses Mal wird am vereisten Bärensee eine Leiche gefunden, aber wo ist der Tatort sonst? Nicht immer in Stuttgart, fanden Carsten Güth und Wulf Kramer für ihr Fanzine "Tatort Stuttgart - oder wo auch immer" heraus. Dass die logischen Ketten, z.B. bei Verfolgungsjagden selten eingehalten werden, ist bekannt. So entstehen manchmal - zumindest für Stuttgarter - kuriose Routen. Lachen halt nur wir drüber und möchten nicht wissen, wie das in Köln, München oder Berlin gehandhabt wird. "Dabei spielt es für den Zuschauer keine Rolle, ob die ihm gezeigten Orte einen realen Bezug zur dargestellten Stadt aufweisen. Oftmals wird auf Drehorte im weiteren Umfeld der Stadt ausgewichen, welche selbst für die Stuttgarter keine im Stadtbild präsenten Orte sind", schreiben die Autoren. Erweitertes Umfeld heißt im Falle des Stuttgarter Tatorts: OMG, ausgerechnet in Karlsruhe, der zukünftigen Drittliga-Stadt :). Zu 50 Prozent wird dort eine "Stuttgarter" Leiche gefunden. Weiterhin wird im Karlsruher Klinikum gedreht und die Außenaufnahmen des Polizeipräsidiums, während die Innenaufnahmen in Baden-Baden gefilmt werden. In Baden-Baden hocken übrigens auch die Kollegen von Ludwigshafen und Konstanz. Schätze mal, es handelt sich um eine SWR-Optimierung. Güth und Kramer haben sich auch die Mühe gemacht,auf Google-Maps aller Drehorte aller Stuttgarter Fälle abzustecken und kamen zu dem Ergebnis, dass ein Tatort nur noch 45 Minuten dauert, würde man alle Szenen rausschneiden, die nicht in Stuttgart spielen. "Stuttgart wird für den Tatort neu erfunden. Es wird auseinandergeschnitten, gemischt und neu collagiert. Dabei wird es größer, schneller und urbaner. Wollten wir nicht alle schon einmal am Palast sitzen und den Ausblick auf den Gaskessel genießen?", sinnieren sie und kommen zu dem Entschluss: "Uns ist es egal wie sehr Bienzle mit seinem ‚Lokalkolorit‘ glänzte, mit dem heutigen Stuttgart hat er nichts mehr zu tun. Auch wenn viele Szenen nicht in Stuttgart gedreht sind, ist der neue Tatort mehr Stuttgart als Bienzle es heute sein könnte, und dabei genauso wenig schwäbisch wie Stuttgart selbst!" Ihr Fanzine ist jedenfalls sehr aufschlussreich und liebevoll zusammengestellt. Lohnt sich reinzuschauen. Bei Nachfrage kann auch ein PDF-Link geschickt werden.

     
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  • 3

    40 Jahre Tatort

    Am 4. Nov 2010, 19:30 Uhr von martin

    Kleiner TV-Tipp für heute am späten Abend: Ende November feiert der Tatort 40-jähriges Jubiläum und der SWR lässt die vier Jahrzehnte ab 23:15 Uhr eine halbe Stunde lang Revue passieren.

    Der Jubiläumstatort läuft am 28. November, da wird dann der neue Frankfurter Ermittler Felix Murot (Ulrich Tukur) vorgestellt. Für uns fast noch spannender: Am Sonntag, 14. November läuft der nächste Stuttgarter, mit Leiche am Bärensee und so. Happy Birthday, du sonntäglicher Fels in der Brandung.

    Kleiner TV-Tipp für heute am späten Abend: Ende November feiert der Tatort 40-jähriges Jubiläum und der SWR lässt die vier Jahrzehnte ab 23:15 Uhr eine halbe Stunde lang Revue passieren. Der Jubiläumstatort läuft am 28. November, da wird dann der neue Frankfurter Ermittler Felix Murot (Ulrich Tukur) vorgestellt. Für uns fast noch spannender: Am Sonntag, 14. November läuft der nächste Stuttgarter, mit Leiche am Bärensee und so. Happy Birthday, du sonntäglicher Fels in der Brandung.

     
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    Neue SOKO Staffel & Mad Men

    Am 6. Okt 2010, 12:29 Uhr von martin

    “Auch wenn Stuttgart zu den eher sicheren, wohlhabend anmutenden Städten Deutschlands gehört, macht das Verbrechen leider nicht vor den Toren der Stadt Halt und es gibt einiges, das der Aufklärung bedürfte.” But hello!

    Das ist kein Satz aus der neuen Image-Broschüre der Polizei Stuttgart, sondern am morgigen Donnerstag, 7. Oktober, 18:00 Uhr startet nach einer qualvollen langen Sommerpause im ZDF die neue SOKO Stuttgart Staffel! Endlich! Dafür lohnt es GEZ-Gebühren zu bezahlen. Ehrlich jetzt.

    Ich mag insbesondere die Rollenverteilung: IT-Spezialist und Dauernörgler Rico Sander (ganz links) ist sozusagen der Kutmaster Krupa von der SOKO, Hausbootbesitzer Jo (daneben) inkl. Bauchansatz ist so ein luftigfluffiger Typ wie der Außenreporter, Chef-Ermittlerin Martina Seifert (Mitte) markiert die etwas biedere Mutti, Kriminaldirektor Kaiser wäre gerne nochmals John McClane, darf aber nicht so richtig (ändert sich aber in dieser Staffel), und Anna Badosi ganz rechts ist quasi der Quoten-Busen.

    Dieses Gesamtpaket, wie der Dieter sagt, gefiel in der ersten Staffel trotz unmöglicher Sendezeit um 18:00 Uhr durchschnittlich vier Millionen Menschen. Die dritte Staffel ist ebenfalls schon angedacht.

    Zum Auftakt der zweiten Staffel bekommt es das Team der SOKO Stuttgart mit einer spektakulären Geiselnahme, sowie mit einem besonders kaltblütigen Mord an einer Galeristin zu tun. Viel Material für circa 54 Minuten.

    Hier noch bissle lustiges Video mit Karl Kranzkowski (Kriminaldirektor Michael Kaiser)

    Um die Trauer über den endgültigen MTV-Abgang noch besser zu verkraften, startet wiederum heute Abend, 22:30 Uhr auf ZDF Neo die mit Containerladungen an Preisen überschüttete Serie “Mad Men”. Schon einiges drüber gelesen, klingt gut. Frag mich, warum da kein anderer Sender mehr Mut gezeigt hat.

    (1960 wäre Werber Thorsten so zur Arbeit gegangen.)

    Bei “Mad Men” gehts um gut sitzende Anzüge und attraktive Sekretärinnen. Fast zumindest.

    Link: Mad Men - Trailer 1

    Mad Men spielt im Jahr 1960 in einer fiktiven New Yorker Werbeagentur, Hauptfigur ist der Creative Director Don Draper (erfolgreich, schöne Frau, zwei Kinder), man trinkt frühmorgens Scotch, raucht Kette und bändelt mit der Sekretärin an und entwirft so ganz nebenbei tolle Kampagnen.

    Letztendlich dreht sich die Serie um die gesellschaftlichen (amerikanischen) Verhältnisse in dieser Zeit oder auch ”Die geheime Identität der 60er” wie es im Trailer heißt – klare Rollenverteilung zwischen Mann und Frau, ungezügelter Konsum, Sexismus, Rassismus. Neben dieser Ebene zeichnet “Mad Men” eine große Detailverliebtheit aus, die 60er wurden sehr genau rekonstruiert.

    Jut, ab Morgen im Anzug ins Büro.

    Mad Men, jeden Mittwoch, 22:30 Uhr, ZDF Neo

    Unter www.madmen.zdfneo.de kann man seine eigene Kampagne kreieren.

    "Auch wenn Stuttgart zu den eher sicheren, wohlhabend anmutenden Städten Deutschlands gehört, macht das Verbrechen leider nicht vor den Toren der Stadt Halt und es gibt einiges, das der Aufklärung bedürfte." But hello! Das ist kein Satz aus der neuen Image-Broschüre der Polizei Stuttgart, sondern am morgigen Donnerstag, 7. Oktober, 18:00 Uhr startet nach einer qualvollen langen Sommerpause im ZDF die neue SOKO Stuttgart Staffel! Endlich! Dafür lohnt es GEZ-Gebühren zu bezahlen. Ehrlich jetzt. Ich mag insbesondere die Rollenverteilung: IT-Spezialist und Dauernörgler Rico Sander (ganz links) ist sozusagen der Kutmaster Krupa von der SOKO, Hausbootbesitzer Jo (daneben) inkl. Bauchansatz ist so ein luftigfluffiger Typ wie der Außenreporter, Chef-Ermittlerin Martina Seifert (Mitte) markiert die etwas biedere Mutti, Kriminaldirektor Kaiser wäre gerne nochmals John McClane, darf aber nicht so richtig (ändert sich aber in dieser Staffel), und Anna Badosi ganz rechts ist quasi der Quoten-Busen. Dieses Gesamtpaket, wie der Dieter sagt, gefiel in der ersten Staffel trotz unmöglicher Sendezeit um 18:00 Uhr durchschnittlich vier Millionen Menschen. Die dritte Staffel ist ebenfalls schon angedacht. Zum Auftakt der zweiten Staffel bekommt es das Team der SOKO Stuttgart mit einer spektakulären Geiselnahme, sowie mit einem besonders kaltblütigen Mord an einer Galeristin zu tun. Viel Material für circa 54 Minuten. Hier noch bissle lustiges Video mit Karl Kranzkowski (Kriminaldirektor Michael Kaiser) Um die Trauer über den endgültigen MTV-Abgang noch besser zu verkraften, startet wiederum heute Abend, 22:30 Uhr auf ZDF Neo die mit Containerladungen an Preisen überschüttete Serie "Mad Men". Schon einiges drüber gelesen, klingt gut. Frag mich, warum da kein anderer Sender mehr Mut gezeigt hat. (1960 wäre Werber Thorsten so zur Arbeit gegangen.) Bei "Mad Men" gehts um gut sitzende Anzüge und attraktive Sekretärinnen. Fast zumindest. Link: Mad Men spielt im Jahr 1960 in einer fiktiven New Yorker Werbeagentur, Hauptfigur ist der Creative Director Don Draper (erfolgreich, schöne Frau, zwei Kinder), man trinkt frühmorgens Scotch, raucht Kette und bändelt mit der Sekretärin an und entwirft so ganz nebenbei tolle Kampagnen. Letztendlich dreht sich die Serie um die gesellschaftlichen (amerikanischen) Verhältnisse in dieser Zeit oder auch "Die geheime Identität der 60er" wie es im Trailer heißt - klare Rollenverteilung zwischen Mann und Frau, ungezügelter Konsum, Sexismus, Rassismus. Neben dieser Ebene zeichnet "Mad Men" eine große Detailverliebtheit aus, die 60er wurden sehr genau rekonstruiert. Jut, ab Morgen im Anzug ins Büro. Mad Men, jeden Mittwoch, 22:30 Uhr, ZDF Neo Unter www.madmen.zdfneo.de kann man seine eigene Kampagne kreieren.

     
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    Kommissar Eisele – Kripo Stuttgart

    Am 29. Aug 2010, 15:00 Uhr von martin

    Unser Film-Volker hat nen Comic entdeckt.

    Sonst gibt es von mir Filmtipps. Heute auch etwas mit Bildern, aber gedruckt. Per Zufall bin ich an ein Comic aus Stuttgart geraten. Bisher fiel mir bei Comic und Stuttgart nur Äffle und Pferdle ein. Aber ich bin eines Besseren belehrt worden.

    Jedenfalls, der Nachbar (also nicht “der Nachbar”, sondern der Nachbar von meinen Eltern) wollte meinem Vater etwas Gutes tun. Da hat er ihn gefragt, ob er Comics liest. Macht mein Vater nicht. Da hat er sich aus der Affäre gezogen und gesagt: “Nö, aber mein Sohn hat früher Comics gesammelt…”

    Der Nachbar war dann auf dem Comicsalon in Erlangen und ich habe jetzt den ersten Band von “Kommissar Eisele – Kripo Stuttgart” mit Widmung.

    Der Autor Martin Frei ist Stuttgarter und zeichnet unter anderem das Krokodil Fritzle für den VfB (kenn ich nicht, aber ich interessiere mich auch nicht für Fussball). Vor einiger Zeit hat er im Esslinger Gringo-Verlag ein Comic veröffentlicht, das nicht nur aus Stuttgart stammt sondern dessen Handlung auch in Stuttgart spielt.

    Der schwäbische Kommissar Gustav Eisele und seine neue Kollegin Klara Fietjen (gerade aus Hamburg hergezogen und will ihr altes Leben hinter sich lassen) ermitteln bei Mord in Stuttgart. Also eigentlich so wie Bootz und Lannert beim Stuttgarter Tatort, nur anders.

    Eine detaillierte Inhaltsbeschreibung gibt es hier. Soviel vorab: Der erste Band enhält die drei Kurzkrimis “Das Spätzle-Schätzle”, “Mord und Maultaschen” und “Der Casanova-Code”.

    Vielleicht gerade weil 3-in-1, kommt in den Geschichten nicht so wirklich Spannung auf. Für mich stellt sich auch die Frage, ob Schriftschwäbisch im Comic funktioniert (aber ist halt ein schwäbischer Kommissar).

    Die Geschichten sind auf jeden Fall sehr schön und detailliert gezeichnet, es gibt viele Stuttgarter Stadtansichten und für die Fälle wurde auch in der Stuttgarter Historie recherchiert (Siehe Making Of am Ende des Buchs).

    Vielleicht kein absoluter must-have für Comicfans. Aber für Stuttgarter und Leute die sich in Stuttgart auskennen gute Unterhaltung und hoher Wiedererkennungsfaktor bei alle “Außenaufnahmen”.

    Mehr Infos auf der Homepage

    Unser Film-Volker hat nen Comic entdeckt. Sonst gibt es von mir Filmtipps. Heute auch etwas mit Bildern, aber gedruckt. Per Zufall bin ich an ein Comic aus Stuttgart geraten. Bisher fiel mir bei Comic und Stuttgart nur Äffle und Pferdle ein. Aber ich bin eines Besseren belehrt worden. Jedenfalls, der Nachbar (also nicht "der Nachbar", sondern der Nachbar von meinen Eltern) wollte meinem Vater etwas Gutes tun. Da hat er ihn gefragt, ob er Comics liest. Macht mein Vater nicht. Da hat er sich aus der Affäre gezogen und gesagt: "Nö, aber mein Sohn hat früher Comics gesammelt..." Der Nachbar war dann auf dem Comicsalon in Erlangen und ich habe jetzt den ersten Band von "Kommissar Eisele - Kripo Stuttgart" mit Widmung. Der Autor Martin Frei ist Stuttgarter und zeichnet unter anderem das Krokodil Fritzle für den VfB (kenn ich nicht, aber ich interessiere mich auch nicht für Fussball). Vor einiger Zeit hat er im Esslinger Gringo-Verlag ein Comic veröffentlicht, das nicht nur aus Stuttgart stammt sondern dessen Handlung auch in Stuttgart spielt. Der schwäbische Kommissar Gustav Eisele und seine neue Kollegin Klara Fietjen (gerade aus Hamburg hergezogen und will ihr altes Leben hinter sich lassen) ermitteln bei Mord in Stuttgart. Also eigentlich so wie Bootz und Lannert beim Stuttgarter Tatort, nur anders. Eine detaillierte Inhaltsbeschreibung gibt es hier. Soviel vorab: Der erste Band enhält die drei Kurzkrimis "Das Spätzle-Schätzle", "Mord und Maultaschen" und "Der Casanova-Code". Vielleicht gerade weil 3-in-1, kommt in den Geschichten nicht so wirklich Spannung auf. Für mich stellt sich auch die Frage, ob Schriftschwäbisch im Comic funktioniert (aber ist halt ein schwäbischer Kommissar). Die Geschichten sind auf jeden Fall sehr schön und detailliert gezeichnet, es gibt viele Stuttgarter Stadtansichten und für die Fälle wurde auch in der Stuttgarter Historie recherchiert (Siehe Making Of am Ende des Buchs). Vielleicht kein absoluter must-have für Comicfans. Aber für Stuttgarter und Leute die sich in Stuttgart auskennen gute Unterhaltung und hoher Wiedererkennungsfaktor bei alle "Außenaufnahmen". Mehr Infos auf der Homepage

     
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    Im Angesicht des Verbrechens

    Am 3. Mai 2010, 17:23 Uhr von martin

    Seit Wochen im Feuilleton mit geradezu epischen Interviews gefeiert und letzten Dienstag auf Arte endlich gestartet, (können natürlich noch online angeschaut werden), ist “Im Angesicht des Verbrechens” eine Serie, die man sich durchaus anschauen kann.

    Ob die Geschichte über die russische Mafia in Berlin und zwei Cops, die in die Szene tief reinschlittern, ein “Meilenstein der deutschen TV-Geschichte” (Die Zeit) ist, weiß ich jetzt allerdings noch nicht, aber der Zehnteiler sah bislang wirklich amtlich aus, deswegen nochmals meine Empfehlung, “Im Angesichts des Verbrechens”, dienstags bzw. samstags auf Arte anzuschauen.

    Erste Folge war noch bissle Geplänkel, aber bei der Zweiten hat sich der Strang schon ziemlich verdichtet, Schauspieler gefallen mir, die Bildsprache ebenfalls.

    Auf der einen Seite wirkt die Serie manchmal ziemlich hektisch, auf der anderen Seite nimmt man sich wiederum für einzelne Szenen viel Zeit.  Man muss aber auf jeden Fall schon konzentriert zuschauen, damit man am Ball bleibt.

    Im Angesicht des Verbrechens, Doppelfolgen jeden Dienstag (ab 22:05 Uhr) und Samstag (ab 21:50 Uhr), Arte

    Seit Wochen im Feuilleton mit geradezu epischen Interviews gefeiert und letzten Dienstag auf Arte endlich gestartet, (können natürlich noch online angeschaut werden), ist "Im Angesicht des Verbrechens" eine Serie, die man sich durchaus anschauen kann. Ob die Geschichte über die russische Mafia in Berlin und zwei Cops, die in die Szene tief reinschlittern, ein "Meilenstein der deutschen TV-Geschichte" (Die Zeit) ist, weiß ich jetzt allerdings noch nicht, aber der Zehnteiler sah bislang wirklich amtlich aus, deswegen nochmals meine Empfehlung, "Im Angesichts des Verbrechens", dienstags bzw. samstags auf Arte anzuschauen. Erste Folge war noch bissle Geplänkel, aber bei der Zweiten hat sich der Strang schon ziemlich verdichtet, Schauspieler gefallen mir, die Bildsprache ebenfalls. Auf der einen Seite wirkt die Serie manchmal ziemlich hektisch, auf der anderen Seite nimmt man sich wiederum für einzelne Szenen viel Zeit.  Man muss aber auf jeden Fall schon konzentriert zuschauen, damit man am Ball bleibt. Im Angesicht des Verbrechens, Doppelfolgen jeden Dienstag (ab 22:05 Uhr) und Samstag (ab 21:50 Uhr), Arte

     
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