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Zeitreise: NKOTBSB
Am 7. Mai 2012, 15:30 Uhr von Jana
14 Monaten lang lagen die Tickets bei mir Zuhause – am vergangenen Samstag wurden sie eingelöst: NKOTBSB in der Schleyerhalle. Die Abkürzung aller Abkürzungen. Dagegen haben DSDS, GZSZ und GNTM keine Chance. Da bekommen die mittlerweile etwas größeren Mädchen wieder weiche Knie.
Die New Kids on the Block sind mit den Backstreet Boys auf Tour. 1989 meets 1998. Eine Zeitreise in gleich zwei Epochen meiner Backfischzeit.
Zugegeben, die New Kids on the Block habe ich eher aus der Ferne angehimmelt. Zu deren Hochzeiten war ich noch in der Grundschule. und ich habe mir mit meiner besten Freundin höchstens heimlich wie stolz die NKOTB-Mixed-Tapes ihrer älteren Schwester angehört. Dementsprechend weit in der Vergangenheit lagen die Hits der Jungs aus Boston. Das ging scheinbar nicht nur mir so: Viele Konzertbesucher konnten nur bei “Step by Step” ein wenig einsteigen.
Bei den Hochzeiten der Backstreet Boys war das anders. Da war ich für das Boyband-Drama eigentlich schon zu alt. Take That geschädigt wollte ich mich da nicht mehr so darauf einlassen (alles Schweine). Aber natürlich fand man Nick ganz schnuckelig und von den Kreisliga-Fußballer der örtlichen A- und B-Jugend, die alle wie Nick sein wollten, war man ebenfalls ziemlich hingerissen. Damals war noch alles gut und einfach, diesen Flashback will man sich nicht entgehen lassen, denn was ist heute schon gut und einfach?
Am Eingang der Schleyerhalle sammelt sich die erwartete große Mädchenmenge, aber auch überraschend viele Männer und verschiedene Sorten von Männern. Genau waren es zwei Sorten, die ich prompt in imaginäre Boxen am Security-Check einsortiert habe: ”Eier” und “Jugendträume”.
In die “Eier”-Box gehört die Sorte Jungs, die mit ihren Freundinnen gekommen sind. Man kennt sich seit ’98 und freut sich, nachher romantisch zu “Quit playing games” zu züngeln. Wie damals halt. Puh.
Die andere Box mit den “Jugendträumen” ist für die anwesenden Männercliquen – heute 2. oder 3. Herrenmannschaft des örtlichen Fußball-Clubs. Eigentlich wäre man immer noch gerne die Nick, oder zumindest so wie damals, als die ganzen Chicks noch hinter einem her waren, weil man so schön wie Nick ins imaginäre Mikro gesungen und im Red Room die Videochoreo nachgetanzt hat.
Ich gebe zu, auf dem Weg zur Schleyerhalle hatte ich trotz drei Glas Sekt intus Bedenken, ob das mit der Zeitreise klappt. Im grellen Licht der U11 ist der Lack der Erinnerungen dann schon etwas ab.
Drinnen spielte schon eine Vorband. Wenn mich nicht alles täuscht, war das eine Art Coverband, damit das jüngere Gemüse auch bei den New Kids on the Block mitsingen kann. Und dann gings los: Knall. Lichtershow. Schwarz-weiße (Kontrast natürlich ans Maximum gefahrene) Bilder unserer Helden auf der Leinwand. Ein Meer aus Handykameras wartet auf die Objekte der Begierde.
Stagetime. In Leder und mit Nieten. Alle im Partnerlook. Kurzer Moment fremdschämen. Dann war’s egal. Es war so schön! Mitsingen, an den richtigen Stellen kreischen und sich köstlich amüsieren, wie cool man das alles früher fand.
Nick Carter war wieder der stahlende Held im weißen Anzug und nicht die abgelegte Bumse von Paris Hilton. Der Lack war wieder drauf. War das Konzert besonders gut? Choreo oder Licht eine Innovation? Sicher nicht. Den New Kids on the Blocks muss man lassen, dass Stimmen und Stimmkörper noch äußerst beeindruckend in Schuss sind. Bei den Backstreet Boys hingegen haben diverse Entziehungskuren Spuren hinterlassen.
Macht nix: Es ist ein wenig wie bei Dieter Thomas Kuhn Konzerten. Der Künstler spielt den Schlager-Barden und das Publikum kreischende Teenies aus den 70ern. Am Samstag haben wir alle ein wenig uns selbst vor 15 Jahren gespielt.
Als bei “Quit playing games” dann endlich um uns herum gezüngelt wurde, haben die Backstreet Boys auch wie früher ein paar (herzinfaktgefährete) Damen aus dem Publikum auf die Bühne geholt und knieend vor ihnen gesungen. Nur waren das aber keine halbnackten Teenies mehr, wie noch in den 90ern, sondern teilweise fülligere Ladies in den 30ern, die aus einem Anflug von Nostalgie heraus nochmal das Nylon-Top von damals angezogen haben.
In dem Moment wurde mir klar, wie viel Arbeit und vielleicht auch Überwindung so eine Zeitreise für die Herren selbst auf der Bühne sein muss. Wenn diese Männer diese Show nüchtern überstanden haben, dann haben sie wirklich einen harten Job. Ich war zu dem Zeitpunkt nicht mehr nüchtern und das war gut so.
Liebe Boybands von Take That bis Backstreet Boys, wenn ihr wieder mal Geld braucht und eine Revival-Tour macht: Ich komme. Ich hab mich göttlich amüsiert.
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Last Call for Estelle
Am 26. Apr 2012, 14:56 Uhr von martin
Hossa! Die gute Estelle heute Abend in der Stadt und für einen Popstar in einem recht schnuckeligen Rahmen, das kann man noch Geschwind erwähnen. Hat vor vier Jahren schon wieder die Welt mit “American Boy” und dem Album “Shine” erobert, das ich als recht gelungen in Erinnerung habe, im Februar ist der Nachfolger “All Of Me” herausgekommen, haut mich beim schnellen Durchskippen zwar noch nicht richtig um, aber vielleicht führe ich mir das noch bei Gelegenheit in Ruhe zu Gemüte. Musik braucht Zeit. Die Nummer mit Rick Ross scheint wohl die Single zu sein:
http://www.dailymotion.com/video/xjhmir
Estelle live, Speakeasy, Einlass 20:00 Uhr AK 30 EuroAnsonsten das übliche Donnerstagprogramm, Toni, Treffi, Kelli, Zwölfzehni (?) usw. Wir sind auch bisschen on Road und feiern den Thorsten.
Und wenn wir schon beim Thema Konzerte und Speakeasy sind, nächsten Donnerstag, take this:
War vor nicht allzu langer Zeit im Mono, also letztes Jahr meine ich, und das muss richtig gewesen sein. Dazu noch R.A.G.-Legende Aphroe, das ist also fast Weihnachten für Heads. Kartenvorverkauf in der Hall und im WuF, 19 Euro, AK 23.
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Das Kreuz mit dem Ypsilon
Am 23. Mrz 2012, 14:30 Uhr von martin
Gefunden via Passion/Twitter. Auf Ebay gibt es übrigens noch Tickets, offiziell ist das Ding ausverkauft.
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Pete Philly im Universum
Am 15. Mrz 2012, 16:00 Uhr von martin
Ich weiß zwar nicht warum Leser Gimmig Talib Kweli in die “Ghetto Gangsta” Schublade rückt oder zumindest versucht hat (weil eines seiner Lieder “Ghetto Love” heißt?), aber in einem Fall hat Gimmig auf jeden Fall recht: Den Gig von Pete Philly am 29. März im Universum kann man auf jeden Fall ankündigen.
Kannte den bis vor kurzem gar nicht, genauer gesagt, bis wiederum Leser Giano auf den Herren ebenfalls in den Comments aufmerksam gemacht. Pete Philly hat Ende Januar sein Solo-Debüt “One” raus geklopft (oben kann man den Album-Sampler hören) und war bis zur Solokarriere als Duo mit dem Produzent Perquisite unterwegs.
“One” ist durchaus spannend, bisschen J.Dilla-Style, leichte Dubstep-Anleihen, da wieder mehr Soul (dann erinert er mich ein wenig an John Legend) und dort Pop-Einflüsse – so ein Album könnte/müsste Max Herre mal machen.
Pete Philly, Donnerstag, 29. März, Universum Karten kosten im VVK AchtzehnfuffzigP.S.: Unser Thorsten hat für den Gig-Blog eine Talib Kweli Review verfasst.
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Heute Abend Schleyerhalle…
Am 7. Mrz 2012, 12:06 Uhr von martin
…Ken geht nicht, Thorsten geht nicht, ich geh nicht. Wer geht?
Witzig war auch das Intro der Spiegel.TV-Moderatorin, leider oben nicht zu sehen. “Unsere Reporter meinten, wir müssen mal was über Deichkind bringen.” Fast wie bei uns.
Falls das Video nicht starten sollte: www.spiegel.tv
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We Run Gitarre
Am 5. Mrz 2012, 15:09 Uhr von martin
Zumindest der Setzer. In Berlin hat er unser Shirt auf der Bühne präsentiert, geht klar, is ja schwarz. “Klar, nicht so hot wie die Tobsen-Mädchen mit nem Bebber auf den Brüsten. Dafür hab ich eine Fender Telecaster Gitarre.”
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Watch The Throne Tour in Frankfurt
Am 22. Feb 2012, 15:30 Uhr von martin
Halb Stuttgart dreht hohle oder liegt ohnmächtig am Boden und plant sowieso schon Sonderzüge nach Frankfurt, denn Jay-Z und Kanye West gastieren im Rahmen ihrer Thronen-Tour am Dienstag, 05. Juni in der Frankfurter Festhalle. Einziger Deutschland-Gig überhaupt, da kann man schon mal hinfahren, wer weiß, wann die einzeln oder zusammen jemals wiederkommen. Der Spaß kostet knapp 70 Euro - wie man hört hat Blue Ivy einen gesunden Appetit.
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