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Best of 2011: Kreisch! Heidi im Drogeriemarkt
Am 26. Jan 2011, 16:39 Uhr von martin
Da man selbst als Kerl vom Stengel fallen kann, wenn Heidi Klum in der Stadt ist, habe mich vor diesem spektakulären Promi-Abenteuer (Heidi im Drogeriemarkt, yep, das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen) mit einem deftigen Lahmacun Spezial beim World Of Kebab gestärkt. Das wiederum konnte ich nicht mal in Ruhe genießen, weil mich zwischendurch schon Autogrammjäger Thorsten total aufgeregt angerufen hat und mir mitteilte, dass er auch am Start wäre. Schön, wenigstens auf einen ist Verlass, wenn schon der Außenreporter seine außenreporterischen Pflichten nicht mehr erfüllt.
Gegen 13:45 Uhr auf der Höhe vom Wittwer hat man schon das Teenie-Geschrei gehört, zeitgleich ging Thorstens SMS ein: “Alter!” Yeah, das klingt doch mal vielversprechend. Die Szenerie war dann aber eher etwas enttäuschend: Schätze mal so 200, 300 Kids fanden sich vor dem Drogeriemarkt ein, der freilich standesgemäss mit Gattern abgeriegelt war.
Dachte das wird eine todessternmässige Invasion der Heidi-Jüngerinnen. Danach wächst im Drogmarkt kein Lippenstift und Apfelbaum mehr. Aber alles recht gesittet zu diesem Zeitpunkt.
Thorsten stand wie die Eule vom Dienst aka Falschgeld aka Zivibulle gegenüber beim Apollo Optik, wie er halt immer so rumsteht. Da hab ich mich prompt dazugestellt und mitgeeult.
Paar Minuten später kam Leser Stegoe, der eigentlich tatsächlich in den Drogeriemarkt musste, Pflegemittel für Kontaktlinsen kaufen oder so. Dachte sich sicherlich auch, geil, nur Teenies da und halt die zwei Blogsegglopas. Wir haben ihm dann erklärt, dass er jetzt nicht in diesen Drogeriemarkt könne.
Derweil hielt in der eher unangenehmen Witterung ein Moderator die Jugendlichen ohne Jugendhaus bei Laune; die gute alte DJ Hille-Nummer, gehts euch gut, seid ihr gut drauf, habt ihr Bock auf Heidi, gleich kommt Heidi, Heidi ist jetzt gelandet, oleole, öööööööööeeeeeeeeeeey, zack, bumm, wusch, peng und vor allem – KREISCH! Und ach ja, bitte nachher bei der Autogrammstunde die Contenance bewahren, die jungen Damen. Logen! Dafür würden dann auch die Securitys sorgen.
Ich glaub, wenn du einen Job als Wachmann willst, musst du als erstes diesen in der kompletten Milchstraße gültigen Wachmannblick beherrschen.
Wir standen derweil halt blöd in der Gegend rum…
… und feixten zu dritt, was Astor überhaupt für eine Marke ist, ob das jetzt cool ist oder nicht, oder einen Image-Abstieg für Heidi bedeutet. Stegoe meinte irgendwas von “billige Massenware” oder so ähnlich. Wir hätten vielleicht eines der vielen Mädels fragen sollen, waren sicherlich auch welche von einem der zahlreichen Schminktipp-Blogs am Start.
Und wären wir eine Dame zulaberten, es handelt sich bei diesem Auflauf um eine Pro-Heidi21-Veranstaltung…
…war die Olle auf einmal da! Seal konnten wir nicht entdecken. Rolfe oder wie der Eierkopf heißt auch nicht.
Oder hier:
Boah ey! Thorsten ist sofort in Ohnmacht gefallen und ich direkt auf ihn drauf. Da lagen wir dann Sandwhich eine halbe Stunde auf dem nassen Boden bis wir von Heidi persönlich wiederbelebt wurden.
Spass. Thorsten hat sich nach zwei, drei Fotos verkaramellisiert, und ich hab mir noch kurz angeschaut was da passiert. Heidi gab irgendeinem Fuzzi ein Interview, was nicht über die Boxen übertragen wurde. Schätze mal es ging darum, wie toll Astor schminkt, wie super der Drogeriemarkt Müller ist und wie glücklich sie ihr neues Werbeverträgle macht. Wie wenn ein Fußballer den Verein wechselt halt, dann ist ja am Anfang auch immer alles ganz toll (“Der SC Pfullendorf ist ein starker Verein mit langer Tradition und ich bin stolz hier zu sein und will für den Club alles geben.”).
Wahrscheinlich hat sie dann noch zum Volk gesprochen, schätzungsweise “Hallo Mädels!” ins Rund geblöckt, aber mir war dann kalt, Autogramm wollte ich eh keines und bin dann ins Waranga Kaffee trinken. Da sass dann ordnungsgemäss der Pierre und der redet wenigstens keinen Stuss.
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Königstraße mit 2 Brunnen: 9 Millionen
Am 7. Dez 2010, 16:09 Uhr von martin
Was ist was wert in der Stadt? Dieser Frage ist man im Zuge der “Umstellung des städtischen Haushaltes auf die Doppik (doppelte Buchführung in Konten)” nachgegangen und öffentliche Gründstücke oder Gebäude mit einem Preis versehen, wie man im brandneuen Newsroom nachlesen kann.
Demnach ist der Killesberg 13 Millionen Euro wert, das Kunstmuseum schlappe 55 Mios, die Königstraße 9 Millionen (aber mit 2 Brunnen, Sackzement!), der Wasen liegt bei 8 und das hoffentlich nicht baldige Zweitliga-Stadion bei 59 Millionen.
Richtig günstig ist da hingegen der prächtige Galateabrunnen am Eugensplatz. Der wird von Stadt mit 410.000 Euro bilanziert. Wir wollen nun zusammenlegen und den Brunnen als Stagedive-Abflugrampe ins Transit einbauen.
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Schnäppchenjagd um jeden Preis
Am 30. Jul 2010, 12:00 Uhr von Jana
Ich weiß nicht woran es liegt, diese Schuh-Themen springen mich an. Hab schon wieder eines gefunden. Bin praktisch nichtsahnend mitten rein geraten.
Am Samstagnachmittag war ich auf der Königstraße unterwegs (gut, da bin ich selber Schuld, was macht man da auch am Samstag). Es war, wie erwartet, voll, aber vor dem Nanu Nana war es noch ein Ticken voller. Eine Traube von ca. 20 Leuten steht vor dem offenen (!) Eingang und wartet. Ich mich selbstverständlich dazu gestellt, hier scheint’s ja gleich was umsonst zu geben.
Während die Traube wächst und wächst kommt sie: Die Verkäuferin mit einem Wägelchen voller Kartons. Geschenke, ich hatte es ja geahnt. Die Spannung steigt. Der erste Klebestreifen fällt dem Tapeziermesser zum Opfer. Ratsch, der nächste und dann wird das Geheimnis gelüftet: Espandrilles! Bastschlappen! Stehe ja total auf Espandrilles.
Alle stehen hier für Bastschlappen an. Beim ersten Anblick der Espandrilles geht ein leichter Tumult los. Wer wagt es als erster in den Karton zu grapschen? Keiner! Muss an der autoritären Art der Verkäuferin liegen. Hui, der Blick. Die hat als Kind bestimmt nicht ihren Namen in den Waldboden getanzt. Vielleicht ist es ihr nach zwei Monaten Schuh-Krieg am Samstag auch vergangen.
Alle warten auf jeden Fall, bis die Schlappen auf dem Ständer sind. Aber keine Sekunde länger. Eine Chance sich und das Wägelchen in Sicherheit zu bringen bekommt die Dame nicht.
Über die Köpfe zu den Herrenschuhen. Unten drängeln sich alle schon an der begehrten 39. Es geht hier um Schuhe für 2,50 Euro! Da darf man nicht zimperlich sein.
Erinnert mich an die Szene von Sex and the City als Carrie die 20 Dollar Schuhe auf dem Markt entdeckt. (“Schuhe? Für 20 Dollar? Ich geb ne Runde aus!”) Habe das Spektakel natürlich festgehalten. 15 Sekunden später war ich aber mittendrin und habe meine Schnäppchen eingesammelt.
Seitdem regnet’s und es gibt keinen Anlass für Bastschuhe, auch nicht für billige. Das war wohl nichts mit dem Schnäppchen. Immer diese Fehlkäufe. Aber der gewitzte Schwabe, weiß sich natürlich zu helfen: Wir haben die Espandrilles einfach mal umfunktioniert. Bei den 8 Euro Teilen von Korbmayer hätte ich Hemmungen, hier nicht. Et voila, die beschte Geburtstagskarte ever.
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Der grüne Teppich
Am 25. Jun 2010, 16:38 Uhr von Thorsten W.

Auf der Königstraße liegt ein grüner Teppich. Hört sich komisch an, ist aber so. Sieht nach Fußball aus, hat aber wohl damit zu tun, dass Die Grünen ihr 30-jähriges im Landtag feiern. Wer sich beeilt schafft es noch zum ein oder anderen Gespräch auf dem grünen Teppich – um 16.45 Uhr ist Erwin Teufel zu Gast, um 17.20 Uhr u.a. Rezzo Schlauch. Genaues Programm siehe unten.

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Vier Sorten Schoko
Am 6. Mai 2010, 18:30 Uhr von Jana
Es gibt doch noch einen Sommer…
Kurz war es da, das Sommer-Frühling-Hochgefühl, dann kam Tief ‘Ulrike’. Es gießt in Strömen, es ist schweinekalt, aber die Vorboten des Sommers sind noch da! Sie sind unter uns, in Stuttgart, in Form von vier Sorten Schoko-Eis!
Der Eispavillion am Ende der Königstraße (auf Höhe Depot, NanuNana – Name habe ich vor lauter Eis vergessen) hat in der Tat vier unterschiedliche Sorten Schokoladeneis: Zartbitter, Zartbitter mit Kokos (Bounty?!), Vollmilch und Galak (die Nestle-Kinderschoki mit dem Delphin).
Ich liebe Kreativität, wer tut das nicht. Aber kein Mensch braucht Eis, das nach Pina Colada, Gurken, Roastbeef oder Erbsensuppe schmeckt. Aber vier Sorten Schoko? Ja! Das braucht man. Lasst uns acht draus machen. Ich hab noch Vorschläge:
- Weiße Schokolade
- Kinderschokolade (mit dem weißen Zeug!!)
- Kuhflecken-Eis (Weiß und Braun)
- Adventskalender-Schokolade (die schmeckt anders, als andere)Weitere Vorschläge?
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30 Jahre Crêpes-Stand
Am 15. Mrz 2010, 11:21 Uhr von martin
Ich selbst esse eigentlich so gut wie nie Crêpes (glaub zwei in 33 Jahren), aber dieser Puschel-Stand am unteren Ende der Königstraße ist fast schon ein Stuttgarter Wahrzeichen wie der Fernsehturm. Vor 30 Jahren eröffnete Walentin Hölscher seinen Crêpes-Stand am HBF, wie man heute auf der StZ nachlesen kann. Da kann man mal gratulieren würde ich sagen.
Hölscher verarbeitet pro Jahr “sechs Tonnen Weizenmehl, 50.000 Eier, und 7000 Liter Milch” zu den haudünnen Fladen, wie man in dem Artikel lesen kann.
Der wiederum ist ganz unterhaltsam geschrieben inklusive einer kleinen Kunden-Typologie (Es gibt die jungen Männer mit dicken Goldketten und glänzenden Jogginganzügen, die nicht lang um den heißen Brei herum reden: “Machsch du mir Schoko!”) bloss fehlt in dem Text, wie schon ein Kommentator auf der StZ richtig sagte, die wichtigste Komponente: Der Crêpes-Stand ist wohl neben dem Denker einer der wichtigsten Treffpunkte in Stuttgart überhaupt!
Wie oft hat man sich schon “beim Crêpes-Stand” verabredet? Hier hat zusammen gefunden was zusammen gehört, oder auch nicht. Junge Pärchen, alte Pärchen, Swinger Pärchen, erste Dates, Blind Dates, Trennungs-Dates oder wenn ich meinem Vadder Stadionkarten VfB vs. FCB überreicht habe, die Bretter-Bude ist der Meeting-Spot-Klassiker schlechthin in Stuttgart.
Deswegen danke Crêpes-Stand, dass es dich gibt. Sonst hätte ich so manche Menschen nicht gefunden (okay, pure Übertreibung jetzt, aber klingt gut). Vielleicht hole ich mir mal wieder was bei dir. Aber ohne Nougat sondern mit fett Zwiebeln und Pfeffer.
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Funktionalität rules
Am 10. Mrz 2010, 18:45 Uhr von martin
Graphiker, Webdesigner, Programmierer und Agenturen, unsere allerliebste Kleingarten-Meile hat ein kleines Online-Problem: Sie ist zwar saufunktional, aber sieht letztendlich furchtbar aus. So aus Internet-Urzeiten, Thorsten würde vielleicht sagen “schwer im 1998er Style”.
Dabei ist sie laut Mediadaten wohl aus dem Jahr 2008 und ging mit folgendem Projektziel online:
Wir sagen, das kann man besser machen, immerhin ist die Königstraße die längste Leder-Leggins der Welt.
Aber gesagt, die Seite ist äußerst praktisch und übersichtlich, wie man sieht. Drop down, drop down.
So ansprechend werden die Läden präsentiert:
(Adidas “Performance Center” übrigens zwischenzeitlich geschlossen.)
Und scheinbar kein schlechtes Geschäft: Der Homepage-Betreiber verlangt für einen Eintrag von Büros, Praxen oder Firmen auf der Königstraße 60 Euro pro Jahr und von Händlern 180 Euro/ Jahr (beide Preise zzgl. Mehrwertsteuer). Da kann man sich also etwas frisch machen.
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