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    Es gibt keine Klischees

    Am 27. Okt 2010, 12:00 Uhr von Thorsten W.

    Ja, beide Autos werden von Frauen gefahren. Sonst wär’s ja wenigstens noch witzig. Der Cayman steht immer in der Alexanderstraße zum Eugensplatz hoch. Wo ich auch dieses Auto gesehen habe – womit mein Transportproblem für den nächsten Italienurlaub auch gelöst wäre:


    Ja, beide Autos werden von Frauen gefahren. Sonst wär's ja wenigstens noch witzig. Der Cayman steht immer in der Alexanderstraße zum Eugensplatz hoch. Wo ich auch dieses Auto gesehen habe - womit mein Transportproblem für den nächsten Italienurlaub auch gelöst wäre:

     
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    UGGs
    oder wie ein Klischee die Stadt erobert

    Am 29. Okt 2009, 17:43 Uhr von Jana

    UGG boots

    Es gibt Kleidungsstücke, die liegen irgendwo zwischen Statement und Stigmata. Ed Hardy Shirts sind so etwas, oder Zopfmusterpullover von Ralph Lauren. Wenn ich das nur sage, startet gleich das Kopfkino und eine ganze Ladung Klischees geraten in Wallung. Ich nenne diese Kleidungsstücke deshalb liebevoll Klischee-Klamotte.

    Ob das nun oberflächlich, undifferenziert oder einfach praktisch ist, möchte ich gar nicht weiter thematisieren. Ich denke, keiner hat einen Klischee freien Kleiderschrank. Fakt ist: Klischee-Klamotten sind immer wieder ein dankbares Thema für modische Diskussionen, Stil- und Einstellungsfragen.

    Heute bringe ich das Thema aufs Tablett, weil eine typische Klischee-Klamotte nach ca. fünf Jahren überraschend ihr Comeback feiert. Die UGG Boots, benannt nach UGG – ugly – hässlich.

    Für einen Teil der Welt ist damit eigentlich schon alles zu den Schuhen gesagt. Der andere Teil trägt die 300 Euro Boots (oder entsprechende Kopien) mit unglaublichem Stolz.

    Angeblich kühlen die Dinger im Sommer, sagen zumindest australische Farmer (oder waren’s die Marketing-Leute?!). Tolle Behauptung auf jeden Fall – wer kann bei einem deutschen Sommer schon das Gegenteil beweisen.

    Bis vor ein paar Wochen bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass die UGGs ihre Zeit hatten und in der „Ich wäre so gerne Paris Hilton“-Schublade verstauben. Jetzt werden sie aber zu einem Spezialfall der Klischee-Klamotte: die UGG Boots machen sich tatsächlich auf ihre Schublade zu verlassen.

    Mittlerweile sieht man die Stiefel nicht mehr nur zu pinken Nicki-Hosen und weißen Daunenjacken, die den Hüftspeck frei legen. Nein, die ganze Welt scheint auf einmal diese Stiefel zu tragen.

    Wenn ein Virus fünf Jahre nach dem ersten Ausbruch mit einer solchen Wucht zurück kommt, sagt man Mutation. Was also verursacht die UGG-Mutation?

    Eine meiner Theorien ist “der weibliche Trotz”. Der bringt uns dazu demonstrativ zu zeigen, dass es uns egal ist, wie die Schuhe aussehen. Sie sind warm. Natürlich könnten wir auch in anderen Schuhen warme Füße haben, aber dann würde man vielleicht als unmodisch durchgehen.

    Mit den UGGs setzen wir dagegen ein Statement gegen die High-Heel tragenden ‘Vorbilder’ bei Sex and the City, Lipstick Jungle und Co. Ganz demonstrativ kann man zeigen, dass man praktisch denkt.

    Die andere Variante wäre natürlich, dass diese UGGs einfach wahnsinnig clevere Marketing-Leute haben, die nach der Geschichte mit dem ‘kühlen im Sommer’ nun den nächsten Treffer gelandet haben.

    Wie auch immer: das Klischee wird salonfähig, oder so. Wir werden es sehen (müssen).

    Es gibt Kleidungsstücke, die liegen irgendwo zwischen Statement und Stigmata. Ed Hardy Shirts sind so etwas, oder Zopfmusterpullover von Ralph Lauren. Wenn ich das nur sage, startet gleich das Kopfkino und eine ganze Ladung Klischees geraten in Wallung. Ich nenne diese Kleidungsstücke deshalb liebevoll Klischee-Klamotte. Ob das nun oberflächlich, undifferenziert oder einfach praktisch ist, möchte ich gar nicht weiter thematisieren. Ich denke, keiner hat einen Klischee freien Kleiderschrank. Fakt ist: Klischee-Klamotten sind immer wieder ein dankbares Thema für modische Diskussionen, Stil- und Einstellungsfragen. Heute bringe ich das Thema aufs Tablett, weil eine typische Klischee-Klamotte nach ca. fünf Jahren überraschend ihr Comeback feiert. Die UGG Boots, benannt nach UGG - ugly - hässlich. Für einen Teil der Welt ist damit eigentlich schon alles zu den Schuhen gesagt. Der andere Teil trägt die 300 Euro Boots (oder entsprechende Kopien) mit unglaublichem Stolz. Angeblich kühlen die Dinger im Sommer, sagen zumindest australische Farmer (oder waren’s die Marketing-Leute?!). Tolle Behauptung auf jeden Fall - wer kann bei einem deutschen Sommer schon das Gegenteil beweisen. Bis vor ein paar Wochen bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass die UGGs ihre Zeit hatten und in der „Ich wäre so gerne Paris Hilton“-Schublade verstauben. Jetzt werden sie aber zu einem Spezialfall der Klischee-Klamotte: die UGG Boots machen sich tatsächlich auf ihre Schublade zu verlassen. Mittlerweile sieht man die Stiefel nicht mehr nur zu pinken Nicki-Hosen und weißen Daunenjacken, die den Hüftspeck frei legen. Nein, die ganze Welt scheint auf einmal diese Stiefel zu tragen. Wenn ein Virus fünf Jahre nach dem ersten Ausbruch mit einer solchen Wucht zurück kommt, sagt man Mutation. Was also verursacht die UGG-Mutation? Eine meiner Theorien ist "der weibliche Trotz". Der bringt uns dazu demonstrativ zu zeigen, dass es uns egal ist, wie die Schuhe aussehen. Sie sind warm. Natürlich könnten wir auch in anderen Schuhen warme Füße haben, aber dann würde man vielleicht als unmodisch durchgehen. Mit den UGGs setzen wir dagegen ein Statement gegen die High-Heel tragenden 'Vorbilder' bei Sex and the City, Lipstick Jungle und Co. Ganz demonstrativ kann man zeigen, dass man praktisch denkt. Die andere Variante wäre natürlich, dass diese UGGs einfach wahnsinnig clevere Marketing-Leute haben, die nach der Geschichte mit dem 'kühlen im Sommer' nun den nächsten Treffer gelandet haben. Wie auch immer: das Klischee wird salonfähig, oder so. Wir werden es sehen (müssen).

     
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    • martin: ich weiß nicht ob ein weiteres straßesmagazin den trottwar verdrängen würde....
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