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    The Art of Sessellift

    Am 15. Nov 2011, 15:43 Uhr von martin

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    Im Frühjahr denke ich mir seit Jahren, kauf dir doch mal wieder ein Skateboard. Im Herbst denke ich mir, fahr doch mal wieder Snowboard. So geht das seit über einem Jahrzehnt. Meine Jungs fragen immer, wann ich endlich mal mitkomme, all´n´together, so wie früher, als man noch abends den widerlichen französischen Rotwein aus dem Kanister (!) für fünf Franc vernichtet hat, dabei Gang Starr oder DJ Honda hörte, und morgens trotzdem pünktlich zum Lift-Opening stramm stand. Logisch, der Skipass ist/war teuer. Muss man voll ausnutzen. Bis zur letzten Fahrt. Und immer schnell dahin wo die Sonne scheint.

    Auch wenn der letzte bald zwölf Jahre her ist – hat sich einfach nicht mehr ergeben mit meiner Posse – bin nach ich wie vor der Meinung, dass eine Woche Wintersporturlaub die Lebensqualität erhöht. Danach ist man neu aufgesetzt. Refreshed.

    Kam lange Jahre nie in den Genuss eines Winterurlaubs. Stamme nämlich aus einer Nicht-Wintersport-Familie. Nicht-Wintersport-Kinder, so waren wir zumindest früher, sind immer ganz traurig und bisschen neidisch, wenn an Weihnachten, Fasching oder Ostern oder in allen drei Ferien, abhängig von der Einkommensklasse der Eltern, ihre Wintersport-Familien-Freunde in die Berge abhauen. Wie gerne wäre man auch mal. Meine Eltern sind nie Ski gefahren. Deswegen war das kein Thema bei uns. Berge im Sommer okay, wandern voll geil, im Winter aber viel zu teuer. Und die ganze Ausrüstung! Menno. Dabei wollte ich so arg. Und als der Snowboard-Hype Anfang der 90er nach Deutschland schwappte erst recht.

    Ich habe 1989/90 “aktiv”, sagen wir leidenschaftlich, angefangen Skateboard zu fahren. Ich war nicht schlecht für meine Zeit. Ehrlich. Konnte zwar keinen Impossible wie der Helge vor dem Wittwer, dafür für über sieben bis acht nebenaneinanderliegende Decks ollien, einen 540° Shove It und einen 180° Kick-Flip. Klingt heute grandios lächerlich, damals konnte man zumindest seine Kumpels bisschen beeindrucken. Die Mädchen selten. Hab es versucht. Dass Mädchen auf Skater stehen bleibt zumindest in meinem Leben eine Legende. War wahrscheinlich nicht richtig rough genug mit 14/15. Bart wuchs auch keiner. Bier schmeckte schon damals nicht. Laut rülpsen brachte mich den Zielobjekten ebenfalls keinen Schritt näher.

    Ich war schon wieder Skater a.D., weil die Dreifach-Kickflip-to-Bluntslide-to-Frontfood-Doubleflip-off-Welle meinen 540° Shove It abartig verblassen ließen wie heutzutage mein Outfit neben einem Herrn Thorsten W. oder Moritz E., als ich 1994 ich mein Snowboard-Debüt hatte. Die befreundete Wintersport-Familie P. hatte einen Platz frei im roten Panzsat ohne Servolenkung, den später mein Kindergartenfreund Robbe übernehmen sollte.

    Es ging nach Balderschwang in Bayern. Im Kombi: Mutti P. und ihre drei famosen Söhne, genannter Robbe, Matze und Bernie. Drei völlig unterschiedliche Charaktere mit einer gemeinsamen Eigenschaft: Beim Sport muss es absolut selbstlos in eine Richtung gehen. Nach vorne. Vollgas. Lebensmotto: No risk no fun. Die meinten das ernst. Ich kenne heute niemanden, der no risk no fun sagt. Folgerichtig holte sich Robbe irgendwann auf dem Skateboard seinen Kreuzbandriss ab.

    Ich war vor meinem ersten Schneebrett-Erlebnis selbstbewusst und tief überzeugt, dass das mit dem Boarden völlig easy ist, tönte im Vorfeld rum, jaja, ich bin ja schon Skateboard gefahren. Voll easy!

    Ich bin in den letzten zwölf Jahren mehrere Tausend Kilometer gelaufen. Grob überschlagen zwischen 25 bis 30.000. Darunter waren unter anderem drei Marathons plus das dazugehörige sehr intensive Training. Nach einem Marathon läuft man etwas breitbeinig, und es schmerzt ein, zwei Tage ein bisschen – aber ich war noch nie in meinen Leben so fertig wie nach meinen ersten Boardertag in Balderschwang. Gut, 1994 war ich eben auch einfach alles andere als fit.

    Pfeifendeckel war es mit easy. Paar Meter geradeaus gefahren, im Tiefschnee-Feld gelandet. Mühselig und keuchend wieder ausgegraben, wie aus einem Sumpf. Am Ufer drei lachende Brüder. Und Stress haben sie gemacht. Wir müssen hier runter, wow, da 10 Meter Tiefschnee, da drüben ist die Sonne, lass uns schnell dahin fahren. Ich kam natürlich kaum hinterher. Nach zwei, drei Stunden konnte ich so bisschen den Berg runter, ähm, auf der Kante rutschen.

    Gegen Mittag wartete ich mit Bernie am Sessellift. Er hat sich aufopferungsvoll um mich gekümmert hat, Robbe und Matze war ich zu lahm. Es war ein sonniger Tag, Balderschwang war ausgebucht wie die Schräglage am Wochenende, circa 200 bis 300 Menschen warteten auf ihren Transport nach oben. Wir kamen an die Reihe, er, goofy, links, ich, regular, rechts. Der Zweisitzer rauschte an, ich stand wohl zu weit aussen, verpasste den optimalen Draufspringpunkt, wurde von dem Lift mitgerissen, hielt mich an dem Stahlgerüst fest und ließ mich John McLane-mässig noch circa 20, 30 Meter lang mitschleifen. Vor meiner Nase tobte vor Lachen der Bernie. Ich ließ schließlich los und versank im Schnee, der Lift-Wächter blöckte mich wie blöd auf bayrisch an, hinter mir 300 Menschen, die sich in der Mittagssonne an meinem Stunt erfreuten. Guck dir den geilen Depp an. Ja sorry.

    Den restlichen Tag brachte ich solide herum, hatte das Board gegen Ende okay im Griff und Robbe beruhigte mich, dass ich nicht der erste sei, der den Einsatz am Lift verpasst. Ich merkte schon auf der Rückfahrt, dass ich völlig am Ende bin. Jedes Körperteil brannte. Knochen wie Muskeln. Keine Kraft für nichts. Zu oft aus dem Tiefschnee gebudelt. Daheim erst mal Badewanne. Soll gut tun. Ich war nicht mal mehr fähig meine damals langen Haare zu waschen und musste Mutti rufen. Ehrlich. Meine Finger waren taub. War peinlich Part 2 an diesem Tag. Sie hat es aber gerne gemacht. Mutti halt.

    Hat übrigens danach dann immer gut geklappt, konnte sogar irgendwann paar Moves, und die Snowboard-Urlaube zählen zu meinen schönsten Erlebnissen. Wenn sich jetzt im Winter die Snowboardpremieren häufen, wie am kommenden Samstag im Delphi mit dem Maßstäbesetzer-Streifen “The Art Of Flight”, dann denke ich nicht nur an die Wochen in Frankreich sondern zu allererst an Balderschwang, Home of Muskelkater.

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    The Art of Flight Premiere
    Delphi Kino
    Samstag, 19. November, Beginn 22:30 Uhr 
    Afterparty im Speakeasy
    Karten im VK gibt es für 7 Euro in der Funbox

    Artofflightmovie.com

    [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=t4CUNVYxxZM [/youtube] Im Frühjahr denke ich mir seit Jahren, kauf dir doch mal wieder ein Skateboard. Im Herbst denke ich mir, fahr doch mal wieder Snowboard. So geht das seit über einem Jahrzehnt. Meine Jungs fragen immer, wann ich endlich mal mitkomme, all´n´together, so wie früher, als man noch abends den widerlichen französischen Rotwein aus dem Kanister (!) für fünf Franc vernichtet hat, dabei Gang Starr oder DJ Honda hörte, und morgens trotzdem pünktlich zum Lift-Opening stramm stand. Logisch, der Skipass ist/war teuer. Muss man voll ausnutzen. Bis zur letzten Fahrt. Und immer schnell dahin wo die Sonne scheint. Auch wenn der letzte bald zwölf Jahre her ist - hat sich einfach nicht mehr ergeben mit meiner Posse - bin nach ich wie vor der Meinung, dass eine Woche Wintersporturlaub die Lebensqualität erhöht. Danach ist man neu aufgesetzt. Refreshed. Kam lange Jahre nie in den Genuss eines Winterurlaubs. Stamme nämlich aus einer Nicht-Wintersport-Familie. Nicht-Wintersport-Kinder, so waren wir zumindest früher, sind immer ganz traurig und bisschen neidisch, wenn an Weihnachten, Fasching oder Ostern oder in allen drei Ferien, abhängig von der Einkommensklasse der Eltern, ihre Wintersport-Familien-Freunde in die Berge abhauen. Wie gerne wäre man auch mal. Meine Eltern sind nie Ski gefahren. Deswegen war das kein Thema bei uns. Berge im Sommer okay, wandern voll geil, im Winter aber viel zu teuer. Und die ganze Ausrüstung! Menno. Dabei wollte ich so arg. Und als der Snowboard-Hype Anfang der 90er nach Deutschland schwappte erst recht. Ich habe 1989/90 "aktiv", sagen wir leidenschaftlich, angefangen Skateboard zu fahren. Ich war nicht schlecht für meine Zeit. Ehrlich. Konnte zwar keinen Impossible wie der Helge vor dem Wittwer, dafür für über sieben bis acht nebenaneinanderliegende Decks ollien, einen 540° Shove It und einen 180° Kick-Flip. Klingt heute grandios lächerlich, damals konnte man zumindest seine Kumpels bisschen beeindrucken. Die Mädchen selten. Hab es versucht. Dass Mädchen auf Skater stehen bleibt zumindest in meinem Leben eine Legende. War wahrscheinlich nicht richtig rough genug mit 14/15. Bart wuchs auch keiner. Bier schmeckte schon damals nicht. Laut rülpsen brachte mich den Zielobjekten ebenfalls keinen Schritt näher. Ich war schon wieder Skater a.D., weil die Dreifach-Kickflip-to-Bluntslide-to-Frontfood-Doubleflip-off-Welle meinen 540° Shove It abartig verblassen ließen wie heutzutage mein Outfit neben einem Herrn Thorsten W. oder Moritz E., als ich 1994 ich mein Snowboard-Debüt hatte. Die befreundete Wintersport-Familie P. hatte einen Platz frei im roten Panzsat ohne Servolenkung, den später mein Kindergartenfreund Robbe übernehmen sollte. Es ging nach Balderschwang in Bayern. Im Kombi: Mutti P. und ihre drei famosen Söhne, genannter Robbe, Matze und Bernie. Drei völlig unterschiedliche Charaktere mit einer gemeinsamen Eigenschaft: Beim Sport muss es absolut selbstlos in eine Richtung gehen. Nach vorne. Vollgas. Lebensmotto: No risk no fun. Die meinten das ernst. Ich kenne heute niemanden, der no risk no fun sagt. Folgerichtig holte sich Robbe irgendwann auf dem Skateboard seinen Kreuzbandriss ab. Ich war vor meinem ersten Schneebrett-Erlebnis selbstbewusst und tief überzeugt, dass das mit dem Boarden völlig easy ist, tönte im Vorfeld rum, jaja, ich bin ja schon Skateboard gefahren. Voll easy! Ich bin in den letzten zwölf Jahren mehrere Tausend Kilometer gelaufen. Grob überschlagen zwischen 25 bis 30.000. Darunter waren unter anderem drei Marathons plus das dazugehörige sehr intensive Training. Nach einem Marathon läuft man etwas breitbeinig, und es schmerzt ein, zwei Tage ein bisschen - aber ich war noch nie in meinen Leben so fertig wie nach meinen ersten Boardertag in Balderschwang. Gut, 1994 war ich eben auch einfach alles andere als fit. Pfeifendeckel war es mit easy. Paar Meter geradeaus gefahren, im Tiefschnee-Feld gelandet. Mühselig und keuchend wieder ausgegraben, wie aus einem Sumpf. Am Ufer drei lachende Brüder. Und Stress haben sie gemacht. Wir müssen hier runter, wow, da 10 Meter Tiefschnee, da drüben ist die Sonne, lass uns schnell dahin fahren. Ich kam natürlich kaum hinterher. Nach zwei, drei Stunden konnte ich so bisschen den Berg runter, ähm, auf der Kante rutschen. Gegen Mittag wartete ich mit Bernie am Sessellift. Er hat sich aufopferungsvoll um mich gekümmert hat, Robbe und Matze war ich zu lahm. Es war ein sonniger Tag, Balderschwang war ausgebucht wie die Schräglage am Wochenende, circa 200 bis 300 Menschen warteten auf ihren Transport nach oben. Wir kamen an die Reihe, er, goofy, links, ich, regular, rechts. Der Zweisitzer rauschte an, ich stand wohl zu weit aussen, verpasste den optimalen Draufspringpunkt, wurde von dem Lift mitgerissen, hielt mich an dem Stahlgerüst fest und ließ mich John McLane-mässig noch circa 20, 30 Meter lang mitschleifen. Vor meiner Nase tobte vor Lachen der Bernie. Ich ließ schließlich los und versank im Schnee, der Lift-Wächter blöckte mich wie blöd auf bayrisch an, hinter mir 300 Menschen, die sich in der Mittagssonne an meinem Stunt erfreuten. Guck dir den geilen Depp an. Ja sorry. Den restlichen Tag brachte ich solide herum, hatte das Board gegen Ende okay im Griff und Robbe beruhigte mich, dass ich nicht der erste sei, der den Einsatz am Lift verpasst. Ich merkte schon auf der Rückfahrt, dass ich völlig am Ende bin. Jedes Körperteil brannte. Knochen wie Muskeln. Keine Kraft für nichts. Zu oft aus dem Tiefschnee gebudelt. Daheim erst mal Badewanne. Soll gut tun. Ich war nicht mal mehr fähig meine damals langen Haare zu waschen und musste Mutti rufen. Ehrlich. Meine Finger waren taub. War peinlich Part 2 an diesem Tag. Sie hat es aber gerne gemacht. Mutti halt. Hat übrigens danach dann immer gut geklappt, konnte sogar irgendwann paar Moves, und die Snowboard-Urlaube zählen zu meinen schönsten Erlebnissen. Wenn sich jetzt im Winter die Snowboardpremieren häufen, wie am kommenden Samstag im Delphi mit dem Maßstäbesetzer-Streifen "The Art Of Flight", dann denke ich nicht nur an die Wochen in Frankreich sondern zu allererst an Balderschwang, Home of Muskelkater. [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=kh29_SERH0Y [/youtube] The Art of Flight PremiereDelphi KinoSamstag, 19. November, Beginn 22:30 Uhr Afterparty im SpeakeasyKarten im VK gibt es für 7 Euro in der FunboxArtofflightmovie.com

     
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    Paranoid Places Premiere Review

    Am 8. Nov 2011, 08:34 Uhr von martin

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    Vergangenen Freitag feierte die Dokumentation “Paranoid Places – 20 Jahre Graffiti in Stuttgart” im Delphi Premiere. Das Streetlove Magazin hat ein paar Stimmen und Stimmung eingefangen. Mehr Infos zum Film hier, die DVD kann man im Thirdrail (H7 Gebäude) kaufen.

    [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=87E30JngG4A[/youtube] Vergangenen Freitag feierte die Dokumentation "Paranoid Places - 20 Jahre Graffiti in Stuttgart" im Delphi Premiere. Das Streetlove Magazin hat ein paar Stimmen und Stimmung eingefangen. Mehr Infos zum Film hier, die DVD kann man im Thirdrail (H7 Gebäude) kaufen.

     
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    Cinematrics

    Am 28. Sep 2011, 18:30 Uhr von martin

    Gerade erst entdeckt, der Student Frederic Brodbeck hat für seine Bachelor Arbeit einen visuellen “Fingerabdruck” von Filmen entwickelt.

    Mehr Infos hier. 

    Gerade erst entdeckt, der Student Frederic Brodbeck hat für seine Bachelor Arbeit einen visuellen "Fingerabdruck" von Filmen entwickelt. [vimeo]http://vimeo.com/26584083[/vimeo] Mehr Infos hier. 

     
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    Kurzfristiger Film-Tipp: Bad Boy Kummer im EM

    Am 15. Jun 2011, 11:30 Uhr von Aussenreporter

    Kessel.tv-Leser sind ja megaspontan und derbe interessiert, daher ein super kurfristiger Tipp für all diejenigen, die heute schon um 14 Uhr vom Bad Berg genug haben, nicht den ganzen Tag in Metzingen shoppen wollen oder gestern schon acht Stunden im Studio rumgegammelt sind. Um 17:45 Uhr läuft die sehenswerte Doku Bad Boy Kummer im EM.

    In der Doku geht es um Tom Kummer, der in den 90er Jahren den größten Skandal im deutschen Jorunalismus ausgelöst hat. Kummer hatte reihenweise geile Interviews fürs SZ Magazin und andere dufte Publikationen abgeliefert, bei denen alle Kollegen vor Neid den Job wechseln wollten.

    Kummer ließ Pamela Anderson über Philosophie schwadronieren, entlockte der strunzblöden Beyoncé Knowles Erhellendes und schaffte es ganz Allgemein, dass US-Stars und -Sternchen auf einmal interessant rüberkamen. Allerdings nur in seiner Phantasie, nach einer Weile kam nämlich raus, dass Kummer alles nur erfunden hatte. Gab natürlich zurecht ordentlich Stunk, einige Köpfe rollten und Kummer definierte nebenbei ein neues Genre: Borderline-Journalismus, also Kessel.tv für Printpublikationen.

    Das hier sagt der Verleih über den Streifen: „Tom Kummer ist der Star der gefälschten Interviews. Seine Spezialität war Hollywood. Er traf Sharon Stone, Sean Penn oder Bruce Willis zu langen, ernsthaften Gesprächen, die alle erfunden waren. Vier Jahre lang belieferte Kummer seriöse Blätter in Deutschland und der Schweiz, bis er aufflog. Heute arbeitet er als Tennislehrer in Los Angeles. Kummer hat alle über den Tisch gezogen: Die Medien, die Stars, und vielleicht sich selber. Ein Film über das weggeworfene Leben eines grossen Talents. Und über die Frage, was Wahrheit ist.“

    Mein Traum: eine Tennisstunde in LA bei Kummer mit anschließendem Interviewtraining. Bis dahin schau ich mir noch den Film an. Der Streifen läuft wohl noch mindestens eine Woche.

    Kessel.tv-Leser sind ja megaspontan und derbe interessiert, daher ein super kurfristiger Tipp für all diejenigen, die heute schon um 14 Uhr vom Bad Berg genug haben, nicht den ganzen Tag in Metzingen shoppen wollen oder gestern schon acht Stunden im Studio rumgegammelt sind. Um 17:45 Uhr läuft die sehenswerte Doku Bad Boy Kummer im EM. In der Doku geht es um Tom Kummer, der in den 90er Jahren den größten Skandal im deutschen Jorunalismus ausgelöst hat. Kummer hatte reihenweise geile Interviews fürs SZ Magazin und andere dufte Publikationen abgeliefert, bei denen alle Kollegen vor Neid den Job wechseln wollten. Kummer ließ Pamela Anderson über Philosophie schwadronieren, entlockte der strunzblöden Beyoncé Knowles Erhellendes und schaffte es ganz Allgemein, dass US-Stars und -Sternchen auf einmal interessant rüberkamen. Allerdings nur in seiner Phantasie, nach einer Weile kam nämlich raus, dass Kummer alles nur erfunden hatte. Gab natürlich zurecht ordentlich Stunk, einige Köpfe rollten und Kummer definierte nebenbei ein neues Genre: Borderline-Journalismus, also Kessel.tv für Printpublikationen. Das hier sagt der Verleih über den Streifen: „Tom Kummer ist der Star der gefälschten Interviews. Seine Spezialität war Hollywood. Er traf Sharon Stone, Sean Penn oder Bruce Willis zu langen, ernsthaften Gesprächen, die alle erfunden waren. Vier Jahre lang belieferte Kummer seriöse Blätter in Deutschland und der Schweiz, bis er aufflog. Heute arbeitet er als Tennislehrer in Los Angeles. Kummer hat alle über den Tisch gezogen: Die Medien, die Stars, und vielleicht sich selber. Ein Film über das weggeworfene Leben eines grossen Talents. Und über die Frage, was Wahrheit ist.“ Mein Traum: eine Tennisstunde in LA bei Kummer mit anschließendem Interviewtraining. Bis dahin schau ich mir noch den Film an. Der Streifen läuft wohl noch mindestens eine Woche.

     
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    Neulich bei Hitler

    Am 20. Mai 2011, 14:38 Uhr von Setzer

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    Müssen wir eigentlich über Lars von Trier reden? Wen? Lars von Trier. Dänischer Regisseur, für den einst beschlossen wurde, dass es im Kino bestmöglich dunkel sein sollte, damit niemand den vor Freude masturbierenden Feuilletonisten auf die Finger sehen muss.

    “Also, jetzt reicht’s echt”, hörte ich vor ein paar Jahren eine Frau im Metropol Kino sagen. Ich habe nicht gesehen, wie sie aussah. Nur ihre Umrisse als sie sich mit zwei Freundinnen nach circa 60 Minuten des Von-Trier-Films “Antichrist” lautstark echauffierte und aufstand. Auf der Leinwand ejakulierte Willem Dafoe gerade Blut. “Ja, echt. Ekelhaft. Frechheit. Sauerei”, pflichtete ihr eine ihrer Begleiterinnen bei. Dann wurde sie kleiner. Immer kleiner. Dann krachte es. Sie ist umgekippt. Wie dieser Sack Reis in China plumpste sie einfach um. “Reingefallen!”, wollte ich rufen. “Du bist auf Lars von Trier reingefallen, Säckin.”

    Etwas Kunst, viel Unappetitliches, menschliche Abgründe, Opfer, ein paar steife Schwänze und ein nebulöser Bilderstrom, dessen Ordnung so vage war, dass man sich halt selbst etwas zusammenreimen musste. Und wenn’s künstlerisch doof läuft, dann bleibt da von “Antichrist” unterm Strich halt nur ein Schwanz und etwas Blut übrig.

    “Provokation” nennen das dann Feuilletonisten. Von Trier lässt seine Zuschauer damit gerne alleine. Vergleichbar mit David Lynch, nach dessen Filme Leute auch nur selten sagen: “Was für ein selbstgerechter Mist”. Man könnte sich ja als Banause outen. Aber Lynch’s “Inland Empire” ist selbstgerechter Mist.

    Man möge mich bitte nicht falsch verstehen: Lars von Trier ist kein dahergelaufener Schmierfilmer und die Dogma95-Sache, der er einst vorstand, war eine sehr gute Idee, wie vieles aus seiner Feder. Aber jeder der sich eingehend mit dem Horror-, Psycho- und Splatter-Genre befasst hat, wurde bei “Antichrist” höchstens durch die Mittelmäßiglkeit provoziert. Schockiert, verstört und so weiter – das haben Jörg Buttgereit, Michael Haneke, Takashi Miike und selbst Russ Meyer schon treffender hinbekommen.

    Buttgereit beispielsweise ließ schon 1993 in “Schramm” des Hauptdarstellers Schwanz an den Tisch nageln.  Großaufnahme. Nicht gut. Nicht schön. Aber krass. Und wer da Assoziationen, Meinungen, Theorien und Interpretionen lostreten will: der Kunstmarkt ist eröffnet. Davon lebt sie schließlich, die Kunst.

    “Melancholia”, Von Triers neuer Film, braucht nun wieder etwas Reklame: Deshalb gab der Regisseur bei der Pressekonferenz der Filmfestspiele in Cannes wieder ordentlich Gas und sonderte mehr, ‘zeihung,  Scheiße ab als einer mit Dünnpfiff im Zeltlager. Der Feuilleton ist sich einig: “Enfant Terrible”, das ist Französisch, heißt aber leider nicht “Arschlochkind” oder wenigstens “Vollidiot”.

    “Enfant Terrible” – so was sagen sie zu Leuten, denen sie sich nicht trauen, auf die Fresse zu hauen. Weil sie irgendwie okay, oft sogar sehr gut aber manchmal eben auch riesengroße Vollpfosten sind. Einer wie Pete Doherty zum Beispiel.

    Hier Von Triers Bewerbung für den diesjährigen Kleinkunst-Award:

    “Das einzige, was ich sagen kann, ist, dass ich für eine lange Zeit dachte,
    ein Jude zu sein. Und ich war glücklich darüber. [...] Aber es kam heraus,
    dass ich kein Jude war. [...] Ich wollte wirklich ein Jude sein. Und dann
    fand ich heraus, dass ich in Wirklichkeit ein Nazi war, weil meine Familie
    deutsch ist. [...] Und das bereitete mir auch etwas Vergnügen.

    Also, was kann ich sagen? Ich verstehe Hitler. Ich glaube, dass er ein paar
    schlechte Dinge gemacht hat, klar, aber ich kann ihn mir in seinem Bunker
    vorstellen, am Ende. Ich will sagen, dass ich den Mann zu verstehen glaube.
    Er ist niemand, den wir einen guten Kerl nennen würden, aber ich weiß über
    ihn Bescheid und ich sympathisiere mit ihm. [...]

    Ich bin nicht für den Zweiten Weltkrieg. Und ich bin nicht gegen Juden.
    [...] Ich bin sehr für Juden – aber nicht zu sehr, weil Israel absolut
    schrecklich ist. Wie komme ich aus dem Satz wieder heraus? [...]

    Ich will noch etwas über die Kunst sagen. Ich bin sehr für Speer, Albert
    Speer habe ich sehr gemocht. Er war vielleicht auch eines von Gottes besten
    Kindern. Er hat Talent. [...] Okay, ich bin ein Nazi.”

    Eine Provokation ist das nur für ausgemachte Idioten, beziehungsweise: Da muss man schon  Henryk M. Broder ranlassen, wenn man Polemik, Provokation und Stammtischgepöbel unbedingt als Olympia-Disziplin etablieren will.

    Manchmal lese ich “Die Zeit”. Da stand jetzt ein toller Satz: “Wenn man sich schon wundern will, dann darüber, dass von Trier mittlerweile auch zur billigsten aller Provokationen greift, um Aufmerksamkeit zu heischen.”

    Jetzt wurde Lars von Trier in wegen Hitler und so in Cannes zur unerwünschten Person erklärt. Bemerkenswert auch, dass keiner daran Anstoß nahm, dass von Trier auch verkündete, er wolle als nächstes einen Hardcore-Porno mit Kirsten Dunst drehen: „Ohne viel Dialoge, also so, wie es Frauen mögen.“ Da musste ich kurz grinsen. In der Hoffnung, dass es ebenso ein Schmetterball von der Stammtischkante war wie der Hitlerjudenspeer-Quatsch.

    Aber eben genau das ist es, was Sinn machen würde: So muss Lars von Triers Oevre immer wieder als gute Ausrede herhalten für die Leute, die gerne ruppigen Sex und ein beschisssenes Frauenbild sehen wollen, sich aber nicht trauen, in der Videothek “Fick und Fotzi die lesbischen Nymphomaninnen-Stewardessen unterwegs im Bumsbomber nach Bangok” auszuleihen.

    “Du Depp”, sagt mein Stofftiger Tieschäh gerade. “Du bist auch auf Von Trier reingefallen. Du schreibst über ihn”. “Tiehschäh”, hab ich zu ihm gesagt. “Nein, ich will, dass der Mann sehr berühmt und auch finanziell erfolgreich wird. Dann hört er vielleicht auf mit den billigsten Tricks um Aufmerksamkeit zu buhlen.” Selbst wir hier im Party- und Turnschuh-Blog wollen ihm helfen.

    [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=luMj8lv3ZEY[/youtube] Müssen wir eigentlich über Lars von Trier reden? Wen? Lars von Trier. Dänischer Regisseur, für den einst beschlossen wurde, dass es im Kino bestmöglich dunkel sein sollte, damit niemand den vor Freude masturbierenden Feuilletonisten auf die Finger sehen muss. "Also, jetzt reicht's echt", hörte ich vor ein paar Jahren eine Frau im Metropol Kino sagen. Ich habe nicht gesehen, wie sie aussah. Nur ihre Umrisse als sie sich mit zwei Freundinnen nach circa 60 Minuten des Von-Trier-Films "Antichrist" lautstark echauffierte und aufstand. Auf der Leinwand ejakulierte Willem Dafoe gerade Blut. "Ja, echt. Ekelhaft. Frechheit. Sauerei", pflichtete ihr eine ihrer Begleiterinnen bei. Dann wurde sie kleiner. Immer kleiner. Dann krachte es. Sie ist umgekippt. Wie dieser Sack Reis in China plumpste sie einfach um. "Reingefallen!", wollte ich rufen. "Du bist auf Lars von Trier reingefallen, Säckin." Etwas Kunst, viel Unappetitliches, menschliche Abgründe, Opfer, ein paar steife Schwänze und ein nebulöser Bilderstrom, dessen Ordnung so vage war, dass man sich halt selbst etwas zusammenreimen musste. Und wenn's künstlerisch doof läuft, dann bleibt da von "Antichrist" unterm Strich halt nur ein Schwanz und etwas Blut übrig. "Provokation" nennen das dann Feuilletonisten. Von Trier lässt seine Zuschauer damit gerne alleine. Vergleichbar mit David Lynch, nach dessen Filme Leute auch nur selten sagen: "Was für ein selbstgerechter Mist". Man könnte sich ja als Banause outen. Aber Lynch's "Inland Empire" ist selbstgerechter Mist. Man möge mich bitte nicht falsch verstehen: Lars von Trier ist kein dahergelaufener Schmierfilmer und die Dogma95-Sache, der er einst vorstand, war eine sehr gute Idee, wie vieles aus seiner Feder. Aber jeder der sich eingehend mit dem Horror-, Psycho- und Splatter-Genre befasst hat, wurde bei "Antichrist" höchstens durch die Mittelmäßiglkeit provoziert. Schockiert, verstört und so weiter – das haben Jörg Buttgereit, Michael Haneke, Takashi Miike und selbst Russ Meyer schon treffender hinbekommen. Buttgereit beispielsweise ließ schon 1993 in "Schramm" des Hauptdarstellers Schwanz an den Tisch nageln.  Großaufnahme. Nicht gut. Nicht schön. Aber krass. Und wer da Assoziationen, Meinungen, Theorien und Interpretionen lostreten will: der Kunstmarkt ist eröffnet. Davon lebt sie schließlich, die Kunst. "Melancholia", Von Triers neuer Film, braucht nun wieder etwas Reklame: Deshalb gab der Regisseur bei der Pressekonferenz der Filmfestspiele in Cannes wieder ordentlich Gas und sonderte mehr, 'zeihung,  Scheiße ab als einer mit Dünnpfiff im Zeltlager. Der Feuilleton ist sich einig: "Enfant Terrible", das ist Französisch, heißt aber leider nicht "Arschlochkind" oder wenigstens "Vollidiot". "Enfant Terrible" – so was sagen sie zu Leuten, denen sie sich nicht trauen, auf die Fresse zu hauen. Weil sie irgendwie okay, oft sogar sehr gut aber manchmal eben auch riesengroße Vollpfosten sind. Einer wie Pete Doherty zum Beispiel. Hier Von Triers Bewerbung für den diesjährigen Kleinkunst-Award: "Das einzige, was ich sagen kann, ist, dass ich für eine lange Zeit dachte, ein Jude zu sein. Und ich war glücklich darüber. [...] Aber es kam heraus, dass ich kein Jude war. [...] Ich wollte wirklich ein Jude sein. Und dann fand ich heraus, dass ich in Wirklichkeit ein Nazi war, weil meine Familie deutsch ist. [...] Und das bereitete mir auch etwas Vergnügen. Also, was kann ich sagen? Ich verstehe Hitler. Ich glaube, dass er ein paar schlechte Dinge gemacht hat, klar, aber ich kann ihn mir in seinem Bunker vorstellen, am Ende. Ich will sagen, dass ich den Mann zu verstehen glaube. Er ist niemand, den wir einen guten Kerl nennen würden, aber ich weiß über ihn Bescheid und ich sympathisiere mit ihm. [...] Ich bin nicht für den Zweiten Weltkrieg. Und ich bin nicht gegen Juden. [...] Ich bin sehr für Juden - aber nicht zu sehr, weil Israel absolut schrecklich ist. Wie komme ich aus dem Satz wieder heraus? [...] Ich will noch etwas über die Kunst sagen. Ich bin sehr für Speer, Albert Speer habe ich sehr gemocht. Er war vielleicht auch eines von Gottes besten Kindern. Er hat Talent. [...] Okay, ich bin ein Nazi." Eine Provokation ist das nur für ausgemachte Idioten, beziehungsweise: Da muss man schon  Henryk M. Broder ranlassen, wenn man Polemik, Provokation und Stammtischgepöbel unbedingt als Olympia-Disziplin etablieren will. Manchmal lese ich "Die Zeit". Da stand jetzt ein toller Satz: "Wenn man sich schon wundern will, dann darüber, dass von Trier mittlerweile auch zur billigsten aller Provokationen greift, um Aufmerksamkeit zu heischen." Jetzt wurde Lars von Trier in wegen Hitler und so in Cannes zur unerwünschten Person erklärt. Bemerkenswert auch, dass keiner daran Anstoß nahm, dass von Trier auch verkündete, er wolle als nächstes einen Hardcore-Porno mit Kirsten Dunst drehen: „Ohne viel Dialoge, also so, wie es Frauen mögen.“ Da musste ich kurz grinsen. In der Hoffnung, dass es ebenso ein Schmetterball von der Stammtischkante war wie der Hitlerjudenspeer-Quatsch. Aber eben genau das ist es, was Sinn machen würde: So muss Lars von Triers Oevre immer wieder als gute Ausrede herhalten für die Leute, die gerne ruppigen Sex und ein beschisssenes Frauenbild sehen wollen, sich aber nicht trauen, in der Videothek "Fick und Fotzi die lesbischen Nymphomaninnen-Stewardessen unterwegs im Bumsbomber nach Bangok" auszuleihen. "Du Depp", sagt mein Stofftiger Tieschäh gerade. "Du bist auch auf Von Trier reingefallen. Du schreibst über ihn". "Tiehschäh", hab ich zu ihm gesagt. "Nein, ich will, dass der Mann sehr berühmt und auch finanziell erfolgreich wird. Dann hört er vielleicht auf mit den billigsten Tricks um Aufmerksamkeit zu buhlen." Selbst wir hier im Party- und Turnschuh-Blog wollen ihm helfen.

     
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    Heute im Delphi: Station Solitude

    Am 11. Mai 2011, 16:02 Uhr von martin

    Nach Tod und Motorsport etwas Kultur. Früher dachten meine Eltern, wie wahrscheinlich viele andere Eltern auch, man müsse mit den Kindern am Wochenende austreten. Frische Luft und so, nach 25 Stunden vor dem Vectrex, der ja eigentlich Papi gehörte, aber die Junge auch mal Dreistrich-Kampfbomber abballern durften. Fantastische Graphik. Wie viele Tätowierung heute.

    Fand man nie so cool, also das mit dem Spazieren gehen, weil es im Wald kein Lego gab und auch keinen Vectrex, aber dafür war der Weg hin zum Bärenschlössle mit dem Roller und später Fünfzigmarkkomplettskateboard – jeder fängt mal an – für fußfaule Kids sehr einfach zu bewältigen. Zurück halt übel Gemotze, will heim, muss aufs Klo, will nen Stockbrot, will ne Wurst, will das und dies und vor allem Lego. Meine Eltern zogen, neben dem Killesberg (damals noch mit Eintritt!) also die Gegend rund um den Bärensee und Schloss Solitude vor. Viel weiter bin ich heute übrigens zu Fuß nicht gekommen. Doch, zum Killesberg.

    Neben dem Schloss Solitude gibts diese herrlichen kleinen Häuschen. Wusste jahrelang nicht, was da getrieben wird, Hanf-Züchtung, Porno-Dreh, Youtube-Treffen, Twitter-Zentrale, GRÜNEN-Teambuilding, Wachtturm-Lesungen oder Christoph Sonntag sucht heimlich nach der schönsten Wollpulli-Wollsocken-Kombination für seinen nächsten Max-Eyth-See-Gig. Wasweißdennich.

    Die schönen Anwesen sah jedenfalls immer so verlassen aus. Irgendwann hat es sich auch bis zu mir rumgesprochen, dass man da irgendwas mit Kunst passiert, also so in dem kompletten Areal und in den Häusern wohnen die Stipendiaten. Genauer gesagt kann man sich da irgendwie frei entfalten.

    “Sie (die Akademie) legt besonderen Wert darauf, ihren Gästen eine andere Zeit, eine Zeit von besserer Qualität anzubieten, als die, die Künstler womöglich in ihrem Alltag erleben”, steht auf der Homepage. Klingt nach einem schönen Leben, kann mich aber auch brutal täuschen.

    Seit 1990 gibt es jedenfalls die Akademie Schloss Solitude und “seit 1990 ziehen jedes Jahr zwischen 50 und 70 junge Künstler, Musiker, Architekten, Schriftsteller und Regisseure aus aller Welt auf Schloss Solitude ein”, so der Infotext zu dem Film “Station Solitude”, der zum 20jährigen Jubiläum gedreht wurde und ein paar Einzügler, eben aus aller Welt, begleitet.

    Wird heute Abend im Delphi gezeigt wird (19:30 Uhr). Ich weiß, ist vielleicht nicht ganz der optimale Doku-Kino-Abend, aber Hugo kann man auch morgen noch trinken und der geplante Spaziergang zum Bärensee ist nur aufgehoben und nicht aufgeschoben. Außerdem sieht der Trailer ganz romantisch aus.

    www.solitude-film.de

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    [vimeo]http://vimeo.com/20132425[/vimeo] Nach Tod und Motorsport etwas Kultur. Früher dachten meine Eltern, wie wahrscheinlich viele andere Eltern auch, man müsse mit den Kindern am Wochenende austreten. Frische Luft und so, nach 25 Stunden vor dem Vectrex, der ja eigentlich Papi gehörte, aber die Junge auch mal Dreistrich-Kampfbomber abballern durften. Fantastische Graphik. Wie viele Tätowierung heute. Fand man nie so cool, also das mit dem Spazieren gehen, weil es im Wald kein Lego gab und auch keinen Vectrex, aber dafür war der Weg hin zum Bärenschlössle mit dem Roller und später Fünfzigmarkkomplettskateboard - jeder fängt mal an - für fußfaule Kids sehr einfach zu bewältigen. Zurück halt übel Gemotze, will heim, muss aufs Klo, will nen Stockbrot, will ne Wurst, will das und dies und vor allem Lego. Meine Eltern zogen, neben dem Killesberg (damals noch mit Eintritt!) also die Gegend rund um den Bärensee und Schloss Solitude vor. Viel weiter bin ich heute übrigens zu Fuß nicht gekommen. Doch, zum Killesberg. Neben dem Schloss Solitude gibts diese herrlichen kleinen Häuschen. Wusste jahrelang nicht, was da getrieben wird, Hanf-Züchtung, Porno-Dreh, Youtube-Treffen, Twitter-Zentrale, GRÜNEN-Teambuilding, Wachtturm-Lesungen oder Christoph Sonntag sucht heimlich nach der schönsten Wollpulli-Wollsocken-Kombination für seinen nächsten Max-Eyth-See-Gig. Wasweißdennich. Die schönen Anwesen sah jedenfalls immer so verlassen aus. Irgendwann hat es sich auch bis zu mir rumgesprochen, dass man da irgendwas mit Kunst passiert, also so in dem kompletten Areal und in den Häusern wohnen die Stipendiaten. Genauer gesagt kann man sich da irgendwie frei entfalten. "Sie (die Akademie) legt besonderen Wert darauf, ihren Gästen eine andere Zeit, eine Zeit von besserer Qualität anzubieten, als die, die Künstler womöglich in ihrem Alltag erleben", steht auf der Homepage. Klingt nach einem schönen Leben, kann mich aber auch brutal täuschen. Seit 1990 gibt es jedenfalls die Akademie Schloss Solitude und "seit 1990 ziehen jedes Jahr zwischen 50 und 70 junge Künstler, Musiker, Architekten, Schriftsteller und Regisseure aus aller Welt auf Schloss Solitude ein", so der Infotext zu dem Film "Station Solitude", der zum 20jährigen Jubiläum gedreht wurde und ein paar Einzügler, eben aus aller Welt, begleitet. Wird heute Abend im Delphi gezeigt wird (19:30 Uhr). Ich weiß, ist vielleicht nicht ganz der optimale Doku-Kino-Abend, aber Hugo kann man auch morgen noch trinken und der geplante Spaziergang zum Bärensee ist nur aufgehoben und nicht aufgeschoben. Außerdem sieht der Trailer ganz romantisch aus. www.solitude-film.de "Seit 1990 ziehen jedes Jahr zwischen 50 und 70 junge Künstler, Musiker, Architekten, Schriftsteller und Regisseure aus aller Welt auf Schloss Solitude ein. Unter 1.000 Bewerbern wurden sie für ein Stipendium an der dortigen Künstlerresidenz ausgewählt. Zum 20. Jubiläum der Akademie begleitet der Dokumentarfilm "Station Solitude", den 3sat am Sonntag, 20. Februar 2011, 11.30 Uhr, in der Matinee in Erstausstrahlung zeigt vier der Stipendiaten der Jahre 2009-2011 über ein Jahr. Er beobachtet, wie sie sich persönlich und künstlerisch austauschen und weiterentwickeln. Das Stipendium der vier Künstler begann im Oktober 2009. Der 1975 geborene französische Schriftsteller Martin Page nutzte die Zeit auf Schloss Solitude bis September 2010 dazu, den tragischen Tod seines Vaters in einem neuen Roman zu verarbeiten. Die amerikanische Bildhauerin Lan Tuazon (geboren 1976) gab für das Stipendium ihre Dozentenstelle in New York auf und baute bis Juli 2010 eine vier Meter hohe Skulptur, die sich mit Klassenunterschieden auseinandersetzt. Ebenfalls bis Juli 2010 war der iranische Theaterregisseur Hamed Taheri (geboren 1975) Stipendiat der baden-württembergischen Akademie. Er inszenierte seine Frau in einem dramatischen Solostück. Der 1980 geborene deutsche Grafiker Demian Bern versteht sich als Kommunikator und nutzt die gesamte Stadt Stuttgart als Ausstellungsort für seine Aktionskunst. Er war bis März 2010 Stipendiat auf der Solitude. Die Akademie Schloss Solitude wurde 1990 mit ihrem internationalen Programm eröffnet. Sie fördert junge, besonders begabte Künstler mit Wohnstipendien. Alle zwei Jahre werden neuen Künstler für diese Stipendien eingeladen. Das idyllisch und einsam gelegene Schloss bei Stuttgart ist in den vergangenen 20 Jahren zu einem Ort des künstlerischen Austausches und der Kreativität geworden. Es bietet den Stipendiaten den Freiraum, um sich unabhängig von finanziellen Sorgen ganz ihrer künstlerischen Arbeit zu widmen."

     
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    Afro-Dieters Filmtipp: Dear Wendy

    Am 5. Mrz 2011, 15:28 Uhr von martin

    Hochwertige Mattscheibenwoche bei KTV: Nach der Philosophen-Serie “Two and a half men” und dem Programmkinoschmankerl “Zurück in die Zukunft” biegt unser Afro-Dieter noch mit einem Tipp um die Ecke und unterstützt damit etwas den guten Volker, der leider seit einiger Zeit ziemlich im Stress ist, hat aber ein baldiges Comeback angekündigt.

    Da ich ja schön längers latent filmsüchtig bin und es diesen Winter bestimmt wieder gut und gerne 40 Streifen geworden sind, wollt ich als kleines Rad im wilden Party- und Turnschuh-Getriebe mit mehr als Party- und Festvial-Geschichten dienen. Daher, als neuer Mitstreiter des Film-Volkers, dessen wertvolle Filmtipps (“Lars und die Frauen”!!, “The Fall”!!!) ich ungemein schätze, meine Empfehlung für einen komischen, unrealistischen, skurillen und m.M. äusserst sehenswerten Film: DEAR WENDY.

    YouTube Preview Image

    Der Film erzählt die Geschichte des jungen Einzelgängers Dick (*prust*), der in einer kleinen, amerikanischen Bergminen-Stadt aufwächst und nahezu Elternlos von der Haushälterin Clarabelle aufgezogen wird. Da er sich zur Arbeit in den Minen und damit zum Lebensunterhalt von 95% der Bewohner nicht berufen fühlt, landet er als blasse Aushilfe im Tante Emma Laden, der von einem noch blasseren und paranoiden Eigentümer geführt wird. Als pazifistischer Nicht-Minenarbeiter trägt er damit in der Dorf-Hierarchie einen Looser-Status, bei dem selbst der VfB momentan noch glänzend dastehen würde.

    Und wie die Fliegen zum Gitter zieht es alle anderen unscheinbaren Leuchten der Stadt in sein Umfeld: die verzwungene Susan, Tochter des örtlichen Krims-Krams-Laden-Besitzer, den schüchternen wie maulfaulen Kollegen Stevie, den verkrüppelten Nachbarsjungen Huey und dessen einfältigen Bruder Freddie – alle spielen eigentlich keine Rolle und dies ohne jedes Selbstwertgefühl.

    Doch der Lauf dieser unbedeutenden Vorstadtgeschichte ändert sich grundlegend, als Dick durch Zufall auf seine große Liebe “Wendy” trifft. Auf den ersten Blick eine kleine Spielzeug-Knarre aus dem 19. Jahrhundert, doch nach unerwartet fachkundiger Auskunft des sonst so passiven Kollegen Stevie eine voll funktionstüchtige Handfeuerwaffe für Damen.

    Mit Unterstützung des belesenen Stevie lernt er alles, was man über die Waffe wissen kann, gibt ihr einen Namen und schmiedet den Plan, mit ihr und allen anderen Loosern des Fleckn einen pazifistischen Waffenclub zu gründen: Die Dandies.

    Jedes Mitglied wählt sich je nach Verfügbarkeit eine skurrile Handfeuerwaffe und tauft diese in okkulten Ritualen mit bedeutungsschwangeren Namen. Im Gegensatz zu den Besitzern hat jede Waffe ihre eigene Geschichte, versagte im entscheidenden Moment oder trifft auch mal blind.

    Und mit jedem Schuss überträgt sich ein Teil der Feuerkraft auf das schwammige Rückgrat der Hippster, äh Dandies. Mit stolzgeschwellter Brust stellen sie sich mitten auf den Dorfplatz und fühlen zum ersten Mal Stärke und Selbstsicherheit in ihrem bis dato bedeutungsfreien Leben. Man übt Fechten, schießen, kleidet sich im Stil der aktuellen Hilfiger-Kollektion, studiert Munitionskunde und debattiert über Ein- & Austrittswunden wie andere über das neue Parksystem im Westen.

    Doch als ein neues Mitglied dem Club beitritt und mit Wendy fremdgeht, zeigt Dick ganz und gar unpazifistische Seiten – spätestens hier wird klar, dass der Schluss kein Sonntag-Nachmittag-Picknick auf einer blütenreichen Wiese enthält und definitv alles grandios zum Scheitern verurteilt ist. Als dann die mittlerweile demente und paranoide Haushälterin Clarabelle zum Geburtstag ihrer Cousine eskortiert werden muss, geht eine Handlungslawine ab, die alles mit sich reisst: die Looser, die Gewinner, die Wahrheit und die Realität.

    Der Film basiert auf einem Drehbuch des Dänischen Regisseurs Lars von Trier, der allerdings die Regie seinem Landsmann Thomas Vinterberg überließ.

    Seit “Jalla Jalla”, “Dänischen Delikatessen” und “Adams Äpfel” wissen wir, dass die Skandinavier ein Faible für Abstruses haben, aber die Jungs um “Dear Wendy” haben mal richtig wild am Surrealismus-Baum geschüttelt. Und dies mit System: Die 2 Dänen sind (Guttenberg-Strg-C/on) “Mitbegründern der Dogma 95-Bewegung, die zum Ziel hatte, einen neuen Realismus im Film zu erreichen.” (Guttenberg-Strg-C/off) Für tiefergründig Interessierte empfiehlt sich der Wiki-Eintrag zu Dogma 95.

    Kurzum, ich hoffe, ich konnte meine Faszination für diesen ungewöhnlichen Film glaubhaft beschreiben, ohne zuviel preiszugeben. Wer mehr so auf den “Pferdeflüsterer” steht, sollte sich stattdessen denselbigen vielleicht einfach nochmal reintun, Robert Redford sieht da aber auch echt noch gut aus. Doch wer für Hippsterism und Surrealismus empfänglich ist, sollte sich die 100 Minuten Zeit für “Dear Wendy” nehmen.

    Hochwertige Mattscheibenwoche bei KTV: Nach der Philosophen-Serie "Two and a half men" und dem Programmkinoschmankerl "Zurück in die Zukunft" biegt unser Afro-Dieter noch mit einem Tipp um die Ecke und unterstützt damit etwas den guten Volker, der leider seit einiger Zeit ziemlich im Stress ist, hat aber ein baldiges Comeback angekündigt. Da ich ja schön längers latent filmsüchtig bin und es diesen Winter bestimmt wieder gut und gerne 40 Streifen geworden sind, wollt ich als kleines Rad im wilden Party- und Turnschuh-Getriebe mit mehr als Party- und Festvial-Geschichten dienen. Daher, als neuer Mitstreiter des Film-Volkers, dessen wertvolle Filmtipps ("Lars und die Frauen"!!, "The Fall"!!!) ich ungemein schätze, meine Empfehlung für einen komischen, unrealistischen, skurillen und m.M. äusserst sehenswerten Film: DEAR WENDY. [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=4naVF76volw[/youtube] Der Film erzählt die Geschichte des jungen Einzelgängers Dick (*prust*), der in einer kleinen, amerikanischen Bergminen-Stadt aufwächst und nahezu Elternlos von der Haushälterin Clarabelle aufgezogen wird. Da er sich zur Arbeit in den Minen und damit zum Lebensunterhalt von 95% der Bewohner nicht berufen fühlt, landet er als blasse Aushilfe im Tante Emma Laden, der von einem noch blasseren und paranoiden Eigentümer geführt wird. Als pazifistischer Nicht-Minenarbeiter trägt er damit in der Dorf-Hierarchie einen Looser-Status, bei dem selbst der VfB momentan noch glänzend dastehen würde. Und wie die Fliegen zum Gitter zieht es alle anderen unscheinbaren Leuchten der Stadt in sein Umfeld: die verzwungene Susan, Tochter des örtlichen Krims-Krams-Laden-Besitzer, den schüchternen wie maulfaulen Kollegen Stevie, den verkrüppelten Nachbarsjungen Huey und dessen einfältigen Bruder Freddie - alle spielen eigentlich keine Rolle und dies ohne jedes Selbstwertgefühl. Doch der Lauf dieser unbedeutenden Vorstadtgeschichte ändert sich grundlegend, als Dick durch Zufall auf seine große Liebe "Wendy" trifft. Auf den ersten Blick eine kleine Spielzeug-Knarre aus dem 19. Jahrhundert, doch nach unerwartet fachkundiger Auskunft des sonst so passiven Kollegen Stevie eine voll funktionstüchtige Handfeuerwaffe für Damen. Mit Unterstützung des belesenen Stevie lernt er alles, was man über die Waffe wissen kann, gibt ihr einen Namen und schmiedet den Plan, mit ihr und allen anderen Loosern des Fleckn einen pazifistischen Waffenclub zu gründen: Die Dandies. Jedes Mitglied wählt sich je nach Verfügbarkeit eine skurrile Handfeuerwaffe und tauft diese in okkulten Ritualen mit bedeutungsschwangeren Namen. Im Gegensatz zu den Besitzern hat jede Waffe ihre eigene Geschichte, versagte im entscheidenden Moment oder trifft auch mal blind. Und mit jedem Schuss überträgt sich ein Teil der Feuerkraft auf das schwammige Rückgrat der Hippster, äh Dandies. Mit stolzgeschwellter Brust stellen sie sich mitten auf den Dorfplatz und fühlen zum ersten Mal Stärke und Selbstsicherheit in ihrem bis dato bedeutungsfreien Leben. Man übt Fechten, schießen, kleidet sich im Stil der aktuellen Hilfiger-Kollektion, studiert Munitionskunde und debattiert über Ein- & Austrittswunden wie andere über das neue Parksystem im Westen. Doch als ein neues Mitglied dem Club beitritt und mit Wendy fremdgeht, zeigt Dick ganz und gar unpazifistische Seiten - spätestens hier wird klar, dass der Schluss kein Sonntag-Nachmittag-Picknick auf einer blütenreichen Wiese enthält und definitv alles grandios zum Scheitern verurteilt ist. Als dann die mittlerweile demente und paranoide Haushälterin Clarabelle zum Geburtstag ihrer Cousine eskortiert werden muss, geht eine Handlungslawine ab, die alles mit sich reisst: die Looser, die Gewinner, die Wahrheit und die Realität. Der Film basiert auf einem Drehbuch des Dänischen Regisseurs Lars von Trier, der allerdings die Regie seinem Landsmann Thomas Vinterberg überließ. Seit "Jalla Jalla", "Dänischen Delikatessen" und "Adams Äpfel" wissen wir, dass die Skandinavier ein Faible für Abstruses haben, aber die Jungs um "Dear Wendy" haben mal richtig wild am Surrealismus-Baum geschüttelt. Und dies mit System: Die 2 Dänen sind (Guttenberg-Strg-C/on) "Mitbegründern der Dogma 95-Bewegung, die zum Ziel hatte, einen neuen Realismus im Film zu erreichen." (Guttenberg-Strg-C/off) Für tiefergründig Interessierte empfiehlt sich der Wiki-Eintrag zu Dogma 95. Kurzum, ich hoffe, ich konnte meine Faszination für diesen ungewöhnlichen Film glaubhaft beschreiben, ohne zuviel preiszugeben. Wer mehr so auf den "Pferdeflüsterer" steht, sollte sich stattdessen denselbigen vielleicht einfach nochmal reintun, Robert Redford sieht da aber auch echt noch gut aus. Doch wer für Hippsterism und Surrealismus empfänglich ist, sollte sich die 100 Minuten Zeit für "Dear Wendy" nehmen.

     
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