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    Kessel.TV Urlaub 2011

    Bild: GQ / yacht island design

    Schon in den letzten beiden Jahren hab ich hier die Ziele für den Kessel.TV-Jahresurlaub vorgestellt: 2009 haben wir uns Body-Modifications gegönnt, 2010 waren wir in einem abgefahrenen Hotel auf nem Hochhaus. Leider find ich die beiden Artikel nicht mehr, verdammt. Aber egal.

    In diesem Jahr möchten wir etwas mobiler sein und haben uns bei Yacht Island Design ein Boot bestellt – steigende Werbeeinnahmen und cleveres Wetten auf den Dax machen’s möglich. Die haben schon die “The Streets of Monaco” (Bild oben) und die “Tropical Island Paradise” entwickelt, wie die GQ berichtet.

    Wir haben uns natürlich die “The Kessel of Stuttgart” bauen lassen mit Killesberg und Weinsteige auf dem Oberdeck, dem Schlossplatz unten und dem Max-Eyth-See in Originalgröße am Heck. Im Untergeschoss wird die Maik-Franz-Lounge eingerichtet, wo der Pate und David Puentez (was macht der eigentlich?) abwechselnd 24 Stunden am Tag auflegen.

    An der Stelle wollten wir eigentlich einen eigenen Durchgangsbahnhof haben, aber der wäre leider doppelt so teuer geworden wie geplant. Das Geld haben wir dann für eine Schnapsbar für Martin, ein zweigeschossiges Ankleidezimmer für Jana, eine Konzerthalle für 5000 Leute für Setzer, eine Fußballreporterkabine für den Außenreporter, eine sächsische Sauna für Kollege Geiger, eine Nachbildung der Bronx für Mischi und einen Rollerstellplatz für mich ausgegeben. Auch gut.

     
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  • 8

    Best Of 2011: Drei Jahre KTV Review von Afro-Dieter

    Letztes Jahr berichtete er vom Southside, nun über unsere Jubiläumslesung im Transit: Afro-Dieter. Bisschen spät, schon wieder knapp zwei Wochen her, aber den hervorragenden, ziemlich langen Text möchten wir euch nicht vorenthalten.

    Neapolitanischer Strassenverkauf vor meinem Hotel am Bahnhof, kurz vor halb eins nachts, 26 Grad und leicht auffrischender Wind. Ich habe aus einer Vier- eine Zweieinhalb-Tage Reise gemacht, um den Geburtstag eines guten Freundes zu erwischen. Dummerweise zwingt mich der Rückflug, auf das Sonnenterrassen-Frühstück mit fantastischem Blick über die erwachende, charmant verkommene Stadt zu verzichten. Aber mit leerem Magen schlafen und fliegen ist wie mit ohne Hose im Bus und alle schauen dich komisch an: nicht gut.

    Also steh ich nachts noch an der Kreuzung, warte auf einen Burger und wippe angetrunken zu “My sharona”, das gerade aus dem Weltempfänger dröhnt und mich an 90er Filme mit Winona Ryder erinnert.

    Als eine von weitem aufreizende und von nahem nicht mehr so hübsche Transsexuelle auf den Stand stürmt und viel zu arg mittanzt, versuch ich noch charmant vorbei zu schauen. Doch nachdem sie kurz darauf untenrum blank zieht, propellert und meine Aufmerksamkeit sucht, hole ich mein Handy aus der Tasche und schreibe hochkonzentriert gelangweilt eine SMS. Das hält Sie jedoch nicht davon ab, mich mit bassigem italienisch verbal auszuziehen.

    Ich verfluche den theatralischen Burger-Bau-Prozess und denke an Flucht. Die Putze des Strassenstand überredet Lola, sich wieder halbwegs anzuziehen, was bei dem aktuell abreizenden Modeverständnis immer noch nackt wäre. Die Situation entspannt sich, und ich habe die Chance, aus der Geschichte mit mangelnden Sprachkenntnissen und fordernder Verlobten rauszukommen.

    Einen Handkuss bekomm ich trotzdem. Und einen widerlichen Burger, dessen Einzelheiten noch vor dem Hoteleingang im Müll landen. Unter diesem Eindruck schlafe ich ein, wache sofort wieder auf, fliege heim, arbeite in Trance und erscheine apathisch bei Bernd zum Duschen.

    Kurz mal für 20 Minuten wach, Cuba Libre im einem Liter Plastikglas und auf in die Stadt. Vorm Transit wartet schon das Geburtstagskind, verkörpert in zwei Stuttgarter DJs, nebenberuflich in einer Fernsehanstalt mit viel Text beschäftigt.

    Nach Betreten vom Transit alles wie gewohnt. Viele nette und laute Menschen, trotz 15 Grad Aussentemperatur und Regen bildet sich ein Eigenklima. Nur die Musik fehlt, obwohl DJ Emilio an den Reglern steht. Doch heute ist er mal nur Nachbar und Erfüllungsgehilfe, der milde Texte mit musikalischen Einspielern würzt.

    Denn oben auf der improvisierten Bühne, wo sonst das Publikum den Lapdance probt, präsentieren sich die N’sync des Stuttgarter Internetautoren, die Otti Fischers der Kleinstadt-Humoristen und die Sascha Lobos der Internetrebellen. Bunt gemischt wie die S-Bahn Sonntag morgens um halb sieben.

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  • 11

    Danke, Blumen & Kuchen

    Möchte zu gestern Abend nicht mehr viel sagen, außer:

    Danke an Ante für die Blumen und die Flasche Slivo…

     

    …die pünktlich zum Lesebeginn um 21 Uhr vom Fleurop-Mann überbracht wurden. Nicht weniger überrascht waren wir bei der feierlichen Übergabe des unglaublich leckeren Schokokuchens von meiner Freundin.

    Ein riesiges Dankeschön an Euch, die weltbesten Gäste und Leser, für die fantastische Stimmung trotz Hitze und Mief und natürlich auch an die eisernen Streamgucker (44 an der Zahl, mehr als beim Frauenfußball meinte Krupa).

    Big Up an Anlagen-Faris für die Technik.

    La Ola für die Transit-Boys Janusch, Benni & Heiko (und Locke, gestern leider nicht da), wir sehen uns später.

    Küsschen für Nachbar Emil für Musik und Skits.

    Dicke Rap-Umarmung an Schwarz von Black´n´Proud für seine Performance von “Den Namen nicht mal sagen”.

    Lauter Applaus für Moritz Drung, der extra aus Berlin heruntergefahren ist, um seinen Cosimo-Text vorzulesen.

    Und jetzt, Trommelwirbel, Feuerwerk und Wetten dass?!-Klatschen für alle, die das Ding hier am Laufen halten: My main man Thorsten, Kutmaster Krupa, der Synthax-Aussi, Louis-Jana, Schwarze-Cola-Setzer, Aufguss-Geiger, Raps-Mischi und natürlich meine einzigartige Schwester Klüdi.

    Und wie Krupa schon durchgesagt hat: Nächstes Jahr Schleyerhalle, VVK startet heute, VIP-Tickets (inklusive Garderobe) zum Schnäppchen-Preis von 150 Euro bei allen bekannten VVK-Stellen wie Eventim oder U-Bahn-Haltestelle Wilhelm-Geiger-Platz.

    Bin raus. Am Bärensee soll es wohl junge Leute geben. Geh ich mal überprüfen.

     
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  • 26

    Kessel.TV-Lesung: Der Live-Stream

    Wer’s verpasst hat: Hier kann man das letzte Drittel der Lesung noch mal angucken (leider hat die Aufzeichnung vorher nicht funktioniert).

    Live video by Ustream

     
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  • 10

    3 Jahre KTV: Lesung, Rollerausfahrt & Party

    Gerade im Büro, Dennis aka Device: “Ey, was geht da so im Transit am Mittwoch?”

    “Wir lesen halt ein paar Texte vom Blog vor.”

    “Ist das gut?”

    “Keine Ahnung ob das gut ist, letztes Jahr in der Suite hat es gepasst.”

    Schönen guten Tag und herzlich willkommen zu unserer kleinen Jubiläumsrunde in KW 29. Zu allererst: Rein jahreszeitentechnisch nicht sonderlich schön, aber laut meinem Mac-Wetter-Widget kommt das Thermometer am Mittwoch auf unfassbare 14 Grad plus Regen. Das sind satte 20 Grad weniger als im letzten Jahr oben in der Suite. Fiese Ansage im Juli, auf der anderen Seite absolutes Kulturwetter.

    Oder Daheimbleibwetter: Deswegen und natürlich in erster Linie für unsere auswärtigen Leser von Korcula über Oldenburg bis nach Sao Paulo hat Technik-Thorsten einen Stream eingerichtet, den wir pünktlich zum Lesebeginn starten (Laptop-Cam, regelmässige handmade Schwenks ins Publikum). Keine Garantie für gute Übertragung.

    Wir sind vorbereitet, haben ein Best Of der letzten Monate rausgesucht, unsere Hausband DJ Emilio feat. Die Krähen ist besser eingespielt als Helmut Zerlett und seine Band und als Höhepunkt machen wir den Stühlerücken-Stresstest. Vorhin schon vom Rad gefallen vor Transit-Barfrau Rosa, gut peinlich und guter Warm-Up. Das Transit ist ab 20:00 Uhr geöffnet, die Lesung beginnt um 21:00 Uhr.

    Wegen dem streng wechselhaften Wetter steht Programmpunkt zwei aktuell auf der Kippe: Die Rollerausfahrt am Samstagmittag. Wollen uns da aber erst final Donnerstagmittag festlegen ob oder nicht.

    Die Party am Samstagabend im Wurst und Fleisch ist natürlich geritzt, neue Anlage am Start.

     

     

    Die Flyer sind übrigens von Mongomania, sonst u.a. für die WuF-Tafel verantwortlich. Herzlichen Dank an Daniel Thomas Geiger.

    Infoseite 3 Jahre Kessel.TV

     
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  • 32

    Wo die Sonne in den Kessel lacht:
    3 Jahre Kessel.TV

    Zunächst, auch wenn sie das hier wahrscheinlich nicht lesen wird, hoffe ich, dass die L. aus Tübingen heil mit ihrer Freundin heimgekommen ist. L. ist am Sonntagmorgen auf die Fresse geflogen, glaub sogar die Treppen hoch, und eine Bekannte und ich haben uns um das blutende junge Ding, gerade 20 geworden, ewig gekümmert. Okay, Frauen sind einfühlsamer, ich stand daneben und hab semikomische Sprüche geklopft, wie man sie halt so reißt, morgens um halb 7, wenn “die Sonne in den Kessel lacht.” Aber ich hab ihr sogar mein DJ-Handtüchle (frisch gewaschen, kaum gebraucht) geschenkt!

    Hat ohne Ende geheult, die Arme. Konnte nicht aufhören, beziehungsweise wir sie nicht beruhigen. Dachte, sie hätte sich alles gebrochen, Nase, Hand, Fuß. Sie wäre noch nie hingefallen, könne normal in hohen Schuhen super laufen, und überhaupt wäre ihr das alles unendlich peinlich! Wir meinten, wir waren in unseren addierten 66 Jahren schon um einiges peinlicher. Passiert halt.

    “Ich hab gar nicht so viel getrunken, mir hat jemand was ins Glas!” Ach was und morgen lachste drüber… Kaum gesagt, nächster Heulkrampf! ”Guck mal, ich damals im 0711Club…” “Martin, ich glaube kaum, dass die Mädels noch den 0711Club kennen…”, meinte die Bekannte, als wir sie in Richtung S-Bahn-Station zerrten. “Raff dich!” Wie damals, der Udo Bölts zum Ulle. Falsch: “Quäl dich, du Sau!” Tour ging ja auch wieder los am Wochenende.

    Vor zwei Jahren am selben Termin habe ich nicht geschrieben, aber gemeint, falls ich mich hier eines Tages quälen sollte, lass ich es. Just fragte mich heute an unserem Online-Geh-Tag vor drei Jahren eine andere Bekannte, von der ich länger nichts gehört habe, ob ich “ein tolles neues Projekt” hätte. Schreib ich zurück, mein tollstes, neuestes Projekt ist immer noch der Blog. Muss ja nicht immer das größte Projekt sein. Könnte auch keine Bahnhöfe bauen oder so. Hauptsache, Klima beim Projekt stimmt.

    Bei dem Menüpunkt “Über mich”  macht Googleplus bei “Dies und Das” Vorschläge wie: “Gymnasium überstanden, 3 Kinder in die Welt gesetzt…” Guter Humor, kann man nichts sagen. Hab ich reingeschrieben: “Fan von Thorsten Weh, Mario Krupa, Ingmar Volkmann, Michael Setzer, Jana Ullsperger, Thomas Geiger, Michael Thilow, Claudia Elbert und natürlich von DJ Emilio.” Letzterer passt nicht ganz in die Reihe, alle anderen machen mich regelmässig überglücklich auf diesem Brett hier, vorne wie hinten. Ui.

    Die Fanliste ist noch unvollständig, denn nach drei Jahren bin ich auch ungebrochen Fan von euch. Wir wissen alle, wie es in diesem Internet zugehen kann. Hässlich. Mitunter hässlich. Hier ist es eher selten hässlich, manchmal mehr oder weniger stark kontrovers, aber meistens immer lieb und allerseltenst persönlich. Wirkt wahrscheinlich auf jeden etwas anders, aber manchmal empfinde ich diese Lieblichkeit als ein kleines Wunder.

    Aight: Spitzen Projekt, super Mannschaft, Jahrhundert-Leserschaft: Würde euch allen so viel Kurze ausgeben wie L. aus  Tübingen am Samstag getrunken hat, aber hab genug Händchen gehalten für dieses Jahr. Abklatschen kann man mit uns trotzdem. Wir haben ein kleines Geburtstagsprogramm arrangiert, sieht man nach dem Sprung oder ist schon als Seite eingerichtet. Lesung, Rollern, Party, Fußball-Lesung.

    Aight 2: Love you all, wie Michael schon sagte, und schauen wir mal was im vierten Jahr alles passiert. Danke.

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  • 7

    40.000 und 4.000

    Heidenei, es gibt wieder was zu feiern – wobei wir dieses mal die runden Zahlen bissle verpasst haben. Auf jeden Fall haben wir schon Ende März, Anfang April die 40.000er-Marke an Comments durchbrochen, aktuell sind es genau 41.302.

    Warum das erwähnenswert ist? Weil wir uns einerseits damit sehen lassen können, es andererseits aber zeigt, welch großen Anteil unsere treuen Leser an dem Ding called Kessel.TV ausmachen. Ihr seid die Besten, schnief! 30.000 Kommentare hatten wir übrigens im August letzten Jahres erreicht, 20.000 nur ein halbes Jahr davor.

    Fast parallel haben wir dann auch noch die 4000er-Grenze an Facebooks-Fans durchbrochen – das ist natürlich nicht ganz so viel wie Lady Gaga, dafür buhlen wir auch nicht um Likes. Ihr dürft uns aber natürlich trotzdem mögen, wenn Ihr wollt!

     
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