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Donnerstag: Rohleder im Merlin & Blackout im Rocker
Am 6. Apr 2011, 12:00 Uhr von martin
Hochkulturwoche: Neben Pecha Kucha heute oder Lange Nacht der Museen am Samstag liest am Donnerstagabend, 7. April im westlichen Merlin Jörg Harlan Rohleder aus seinem auch hier mächtig abgefeierten Buch “Lokalhelden”. Wer im Sommer nicht mehr aufs Schräglage-Dach gepasst oder Järgs Gig in der Waschstraße verpasst hat, sollte diese Gelegenheit nutzen und ihm Händchen halten. Ist immer bisschen nervös vor einer Lesung.
Los geht es um 20:30 Uhr, AK 10 Euro, im Preis enthalten sind Häppchen und ein Getränk, also Wohni-Tarif. Schätze mal Inge wird nicht nur wegen den Häppchen Vorort sein. Musik kommt von einer Kapelle oder einem Kapellmeister namens Superorgel. Mehr Infos hier.
Film- und Tanz-Kultur wird am Donnerstagabend auch im Rocker Miniclub dargeboten von der TDSVW-Crew, die besser aussieht ist als die GNTM-Crew. Glaube ich zumindest.
Nur Party wäre zu plump, also zeigt man ab 21:00 Uhr die Dokumentation “The Coolest Year in Hell” über den großen Blackout in New York 1977. 24 Stunden war damals der Saft weg und in dem Film erinnern sich auch Pioniere der Disco-, Punk- oder HipHop-Szene an Tag.“Out of chaos came creation. From the South Bronx came hip hop. From the Lower East Side, the thrashing guitars of punk. And all over the city, a disco revolution was underway. Elaborate, finely crafted graffiti art decorated the subway cars and break-dancers shimmied in the streets.”
Im Anschluss des Films legen Christian Beets aus Darmstadt und Rob Land aus Stuttgart (Italo-)Disco auf. Der Kulturbeitrag beträgt den ganzen Abend genau Null Euro.
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Waschstraßen-Review
Am 25. Okt 2010, 10:10 Uhr von Thorsten W.

Am Samstag haben wir mit Kessel.TV einen auf Norman aka gemütlich gemacht. Im Rahmen der Stuttgart Nacht haben Ram und ich Jörg Rohleder bei einer Lesung in der so genannten “Lesestraße” unterstützt – was sich auf die Location bezieht, tatsächlich die alte Waschstraße der ehem. Mercedes-Niederlassung (wo u.a. auch das Schwabylon untergebracht ist). Was eine wirklich coole Location ist, noch mit Fliesen und Bürsten und Schildern und so.
Tatsächlich war der Raum schon recht früh gefüllt, weil Kulturliebhaber im Gegensatz zu Clubliebhabern noch einen Sinn für Timing haben. Die erste von drei Lesungen, nur rudimentär vorbereitet, war dann auch die beste – Rohleder souverän den ersten Oz-Besuch vorgelesen, ich den Boa-Besuch und Ram wiederum seinen ersten Oz-Besuch. Die Leute haben an den richtigen Stellen gelacht und es gab warmen Applaus.
Im Anschluss hat Mr. Santos alias Ju ein paar Tracks performed, dann bissle Mukke, dann die nächste Runde Lesung. Rohleder mit der Oz-Razzia, ich mit dem Klassiker “Nerd&Sexy” und Ram mit den 10 meistgehassten DJ-Wünschen. Stimmung immer noch freundlich, auch wenn es etwas länger gedauert hat, bis Ruhe im Saal einkehrte.

Danach entfloh Ram in die Metropole Esslingen, und die dritte Lesung bestritten Rohleder und ich allein. Wobei schon der Anfang etwas holprig war, weil die Leute nicht so ganz verstanden, dass es eines gewissen Ruhepegels bedarf, um zu lesen. Rohleder dann das erste Kapitel seines Buches gelesen und ich Boa und Nerd&Sexy im Doppelpack.
Und irgendwie hatten die Leute zu dem Zeitpunkt das Gesamtkonzept etwas aus den Augen verloren. Ständig klingelte irgendwo ein Handy, ein Typ fand es lustig, in seinen Knochen zu brüllen “Hey neeee, geht grad net, ich bin in so ner Lesung”, die Gags kamen nicht so richtig gut an und der Applaus war eher ein wenig mitleidig als ehrlich – so hatte zumindest ich den Eindruck.

Aber egal, später gab es noch mal eine gelungene Performance von Ju, danach kam sogar Partystimmung auf und alle hatten noch einen schönen Abend. Jörg Rohleder ist auch in echt sehr nett, war tatsächlich noch nervöser als Ram und ich, die Location ist ungewöhnlich und cool, und es bleibt zu hoffen, dass dort noch mehr schöne Veranstaltungen stattfinden.
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Stuttgart Nacht: Lesestraße mit Jörg Rohleder und Kessel.TV
Am 18. Okt 2010, 13:30 Uhr von martin
Hochkultur am kommenden Samstag. Im Rahmen der Stuttgart Nacht liest Jörg Harlan Rohleder nochmals aus seinem auch hier gefeierten Romandebüt “Lokalhelden”. Die Lesung findet in der ehemaligen Waschstraße in der Mercedes-Benz-Niederlassung in der Türlenstraße statt. Da bei der Stuttgart Nacht ein strammer Durchlauf herrscht, hat man gleich drei Slots veranschlagt: 21, 22 und 24 Uhr.
Das ist nicht alles, denn: “Stuttgarter Blogger lesen Texte aus der heutigen Club-Kultur. War früher wirklich alles besser oder werden wir nur schneller älter?”, heißt es auf der Stuttgart Nacht-Homepage. Die mitsenfenden Blögger sind wir, Thorsten “Undercut” W. wie Weinsteige und Wrangler-Ram. Wir sind Tiere.
Da wir so Tiere sind, werfen wir ein paar Texte in die Runde, die speziell um das Thema Stuttgarter Clubkultur kreisen und labern dann noch ein wenig (“Diskutier-Runde”). Wie das genau abläuft, sehen wir dann am Samstag.
Nach der letzten Lesung legt Thorsten noch ein wenig auf, und Ju von den Massiven stellt sein Projekt Mister Santos live vor.
Die Stuttgart Nacht Tickets kosten 15 Euro, dafür kann man mit den SSB-Bussen wieder drei Milliarden Spots abklappern.
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Zeitzeugen gesucht: Die Oz Razzia
Am 29. Jul 2009, 17:34 Uhr von martin
Heuer ist der Obrigkeit das Flatrate-Bechern ein Dorn im Auge, in den 90ern war es die Pillen-Pipeline. Das bekam in Stuttgart insbesondere zweimal der legendäre Techno-Club Oz zu spüren.
Just heute bin ich mit Journalist Jörg Rohleder in Kontakt getreten, ehemaliger Stuttgarter, der mit seiner Schreibe deutschlandweite Kreise zieht. Lehrjahre beim Focus, bis zu Redaktionsauflösung bei der Vanity Fair in Berlin, jetzt frei tätig und Aufträge für u.a. den Spiegel und Termine mit Eminem und so.
Momentan arbeitet Rohleder an “Coming Of Age”-Buch unter dem Arbeitstitel “Wir, die Kinder der dämlichen Neunziger Jahre”. Mal ganz abgesehen davon, dass die 90er total toll waren, schreibt Rohleder auch ein Kapitel, dass sich mit der Stuttgarter Clubkultur in den 90ern befasst.
Unter anderem kommt darin das legendäre Oz vor (heute Aer Club, davor P-Club), in dem zweimal große Razzien durchgeführt wurden, zum einen im Januar/Februar 1995 und irgendwann noch 1997.
Rohleder ist für seinen Roman auf der Suche nach Augenzeugen, die damals dabei live waren. Ich konnte ihm bereits ein wenig helfen. 1995 war ich dabei, wenn auch nur als “Zaungast”.
Wir waren, wie so oft samstags, im Oz und sind für einen Mitternachtssnack zu Mäckes. Als wir zurückkamen, formierte sich in dem Moment vor dem Eingang kreisförmig eine Armee an Cops und der Platz wurde tageshell von einem Spezialfahrzeug ausgeleuchtet.
So naiv wie wir damals waren, dachten wir zuerst, es handelt sich wohl um eine Bombendrohung. Aber nee, der Laden wurde bis in den letzten Winkel durchsucht und – so die Legende – auch unter dem DJ-Pult etliche Gramm Koks gefunden. (Die genaue Bilanz der Razzia weiß ich nicht mehr. Wurde jedenfalls als toller Erfolg verbucht.) Tröpfchenweise wurden die Gäste rausgelassen. Wir froren uns hingegen einen Ast ab. Es hatte unter 0 Grad und unsere Jacken hingen unten an der Garderobe.
Wer mehr Anekdoten zu den beiden Oz-Razzien hat, sprich wer war unten, wie ging es zu, wie war es vor allem 1997, einfach hier posten oder Jörg direkt unter jrohleder@gmail.com anschreiben. Er freut sich.
Check sein Portofolio, auch sehr spannend: www.derrohleder.de
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