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    Verlosung: Jan Delay Konzert auf dem Schlossplatz plus Aftershowparty im Rocker

    Karohemd und Samenstau, ich studier´ Maschinenbau: Jedes Kind weiß es, diesen Freitag gastiert Joe Cocker aufm Schlossplatz, Tickets 83 Euro! Reißt ein tiefes Loch in die Urlaubskasse. Wäre ein schönes Ausflugsziel für den Außenreporter, wenn er nicht nach dem vergangenen Wochenende erst einmal genug von Konzerten hat. Er war da wo in Berlin. Hoffentlich schreibt er noch drüber.

    Zum vergleichsweise schmalen Tarif von 35 Tacken tritt am kommenden Samstag dann Jan Delay mit Band auf dem Schlossplatz auf. Kennt man, mag man, gute Geschichte, jeder Cent wert. Übrigens, wenn ich gut drauf bin, halte ich mir die Nase zu und singe Moonbootica: “Und der Mond ist unsere Sonne.” Jan Delay ist der einzige Promi den jeder ohne Probleme imitieren kann.

    VP für den Hamburger machen die Orsons, zukünftige Rap-Beatles und große Pop-Formation in einem, aus dem Hause Chimperator. Quartett-Mitglied Kaas hat neulich erst sein Solo-Album veröffentlicht, das übrigens auch gechartet ist.

    Im Anschluss wird im Rocker weitergefeiert.

    Und jetzt der Oberwahnsinn: Wir haben zwar keine Karten für Joe Cocker, aber wir verlosen 1×2 Tickets für das Delay-Konzert und als “Trostpreis” 1×2 Tickets für die Aftershowparty im Rocker.

    Wie immer gilt: Einfach via Kommentar das Interesse bekunden, ne Mail an stuttgart@kessel.tv schreiben, alternativ beim FB-Post schreien oder den Kontakt-Button links auf unserer Seite anwählen, den wir testweise installiert haben. Easy oder?

     
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    Es ist noch kein Rapper vom Himmel gefallen

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  • 18

    Hamburg ist super!

    Ursprünglich wollte ich vergangenen Sonntag in Hamburg Marathon laufen. Den Plan habe ich aber schon Mitte März verworfen. Der lange Winter war einfach zu stark oder ich zu schwach.

    Jedenfalls hat für halbwegs schmerzfreie 42 KM die Form gefehlt. Aber man kann ja trotzdem mal nach Hamburg gehen bzw. fliegen. War sicherlich schon jeder mal dort, außer ich halt.

    Also Freitagabend hin und am Samstag – natürlich – erst mal Deutschlands drittbekanntesten Stadtteil (nach Stuttgart-Pfaffenäcker und Prenzlauer Berg) gecheckt: Die Schanze. Jonger, war das ein Geschiebe. Also Kinderwagentetris. Balg vorne, Balg hinten, Balg im Buggy. Und dazwischen Ram ohne Balg. Und Obacht, Radfahrer!

    Radfahren ist ganz groß in HH, das Fahrradverkehrswegenetz ist ziemlich gut ausgebaut, auf dem auch ziemlich gut gerast wird. In HH dreht man sich ständig um die eigene Achse, nur um sich zu vergewissern, dass man keinem Radfahrer oder Kinderwagen im Weg steht.

    Weiterhin sind die Hanseaten große Künstler was die Fahrradabschließtechnik angeht.

    Abgesehen davon, dass es in der Schanze, wie wohl viele wissen, alles in allem sehr nett ist (ganz coole Shops, Restaurants etc.), hat man auch dort mit denselben Problemen zu kämpfen wie überall auf der Welt, von denen man aber meint, die gäbe es nur in Stuttgart. Aber das böse Geld ist halt doch überall.

    Aight. Abends waren wir der Vollständigkeit halber (Stichwort “Musste mal gesehen haben”) auf der Scheiße-Reeperbahn…

    (Rimba-Elektro, neuer Shit straight outta Hinterzarten.)

    …und haben uns nach zweimal hochundrunterlaufen und einer Bratwurst und einer Frikadelle in einer Seitenstraße in einer gemütlichen Pinte verschanzt, die fest in St. Pauli-Hand und Gitarrenmusik war. Samstagabend mit Oasis und einer osteuropäischen Servicekraft im Ed Hardy Shirt – wann erlebt man das sonst? Hab mich wirklich pudelwohl gefühlt.

    Und nein, ich war nicht im Pudel und auch nicht in einem anderen vermeintlich coolen Club. Ich brauch bei so Trips, Großstadt hin oder her, meine Ruhe von all dem. Übrigens: Ich trink ja kein Bier und man möge mich verteufeln, aber Astra geht einfach runter wie nix!

    Der Sonntag begann bei strahlendem Sonnenschein recht entspannt, und es ging wieder zur Schanze in ein innerstädtisches Freiluftgehege namens Central Park. Foxy Food Alta! Aber mal ehrlich, so was fehlt schon bissle in Stuttgart.

    Das klingt gut, auch wenn wir nur Schorle getrunken haben.

    Wir liegen da also ein paar Stunden, lassen uns von angenehmer Musik bedudeln, der Stall wird zunehmend von Berufsjugendlichen (mit Kindern) im Alter von Ende 20 bis Ende 30 bevölkert, lesen komische Magazine wie GQ (das Blatt ist wirklich unsäglich), ziehen an unserem Saft, nebenan killen sie um halb 3 eine Runde Kurze in der Mittagssonne (will au!) und auf einmal steht drei Meter vor mir ein Typ: Ey, isser das?

    Das Nike Air Modell war schon mal grundsolide wie geschmackvoll gewählt, man weiß ja von seinem Faible für den Treter, das Gesicht könnte ohne Sonnenbrille hinkommen – bissle klein oder? – aber sein Louis-Vuitton-Turnhallenbeutel hat ihn endgültig als Star entlarvt, noch bevor seine markante Stimme erschallte: Jan Delay! OMG! Ich wurde ohnmächtig. Krankenwagen, Polizei, Herzmassage.

    Als ich wieder aufwachte, sass er da halt, glaub mit einem von seiner Band (nicht der links von ihm). Eine kleine Gruppe hat bereitwillig für JD die Plätze geräumt (oder sie wollten eh gehen).

    (Sorry for Käsfuss.)

    Die lokale Blogszene (sah zumindest danach aus) wurde auch ganz hibbelig, aber is keiner hin und hat nach einem Autogramm gefragt.

    Weiterhin sehr interessant in diesem Central Park: Beim Durchlaufen zischte aus allen Ecken das Wort “Facebook”. “Und haste das nochmals kommentiert oder dich nicht mehr auf die Diskussion eingelassen?” Absolutes Konsens-Thema 2010.

    Okay, um den Promi-Faktor steif zu halten, ging es abends in die Bullerei, das Restaurant von Tim Mälzer. Kann man sich einmal im Leben leisten.

    Nee, mal ehrlich zum Vergleich: Ein guter Kumpel von mir hat neulich im Stuttgarter Gui mit drei weiteren Personen einen mittleren dreistelligen Betrag liegen lassen, da ist die Bullerei preislich definitiv näher beim McDo, mal ganz übertrieben formuliert.

    Im Internet steht über Mälzers Tempel teils wenig Gutes, aber vorneweg: Mir hats geschmeckt. Ich bin aber auch ein glücklicher Schnitzel-mit-Pommes-Typ und vielleicht kein Maßstab. Das Restaurant an sich ist in einem alten Backsteinhaus (Fabrik?) untergebracht und erdig-cool. Die Karte ist ebenfalls eher erdig als Gourmet. Service war auch freundlich.

    Allerdings könnte man behaupten, dass es sich hierbei durchaus um eine Massenabfertigung handelt. Man bekommt ein Zeitfenster von zwei Stunden und dann muss man wieder weg sein. Aber da ich nach zwei Stunden sowieso Po-Krämpfe bekomme, ist mir persönlich das egal.

    Ansonsten spielten sich teils bizarre Szenen ab: Mälzer war NICHT da, dafür wurde trotzdem ununterbrochen in die Küche rein fotografiert, andere wiederum knipsten sogar ihr Essen. Wäre der Herr Fernsehkoch wirklich erschienen, bin ich mir sicher, hätte es so ein Traumschiff-Flugzeug-Landung-Klatschen gegeben.

    Darüber hinaus feierte irgendeine Hamburger Größe Geburtstag und Sänger Tobi Schlegl war einer der Gäste (im Boarderlook). Außerdem saß ein überaus bekannter deutscher Schauspieler alleine und wie auf dem Präsentier-Teller im Lokal. Wir kamen einfach nicht auf den Namen, aber so ist das halt mit den deutschen Stars.

    Okay, bisherige Starbilanz am Sonntag: 1 Popstar, beim Fernsehkoch gewesen, 1 Fernsehstar gesehen, eine B-Prominenz erspäht. Da geht noch was!

    Wir steigen also in die S-Bahn und wollen zurück ins Hotel fahren. Meine Freundin guckt mich an und flüstert auf einmal: “Pssst, guck mal, da drüben, Kim, Kim!” “Äh was?” “Da hinten, Kim Gloss!”

    Alta!!!!! Kim Debkowski aka Kim Gloss in der S-Bahn nach Poppenbüttel über HBF! Damn! War geschminkt wie in einer Motto-Show, türlich, türlich.

    Ein Mädchen kam zu ihr und hat sich auf einem Schmierzettel ein Autogramm geben lassen, Foto am Handy war leider am Arsch. Zwischendurch telefonierte diese wildjapsend mit ihrem Freund. “Hier sitzt Kim Gloss in der S-Bahn!”

    Was lernen wir daraus? Du kannst bei DSDS Vierter werden und fährst immer noch Öffis. Gut, sie ist 17, aber manche Kids denken vielleicht, die Plunz hat nen Chauffeur. Nein, liebe Kinder, das wahre Leben sieht auch nach Dieter B. immer noch anders aus.

    Die nächsten Tage waren sehr schön, aber nicht mehr so aufregend wie der Sonntag. Am Montag bissle Shopping des Grauens durch alle Stadtteile, das muss ich aber nochmals gesondert bearbeiten, weil mir hierbei etwas Interessantes aufgefallen ist (außerdem gibt es in HH noch sehr viele Plattenläden) und am Dienstag den Trip ausklingen lassen, u.a. im Miniaturwunderland. :)

    Der Krupa hat mich dafür letzte Woche schon als Nerd beschimpft, war aber mega! Okay, hat bissle gemuffelt, aber sonst genau das Richtige für einen Modelleisenbahner i.Z. (in Zukunft, 2040 oder so).

    Hamburg ist also super und selbst Jay-Z hat sich hier für seinen aktuellen Welthit “Empire State of Döner” inspirieren lassen:

    Die Betonung liegt freilich auf UND Bäckerei.

     
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  • 26

    Jan Delay & Disko No. 1 @ Schleyerhalle

    Jawohl, Deutschlands letzter Entertainer (okay, das war jetzt etwas zu weit gegriffen, aber er ist ja schon ein ganz Großer), setzt im 2010 seine “Wir Kinder vom Bahnhof Soul” Tour samt Band Disko No. 1 fort und gastiert am Freitag, 19. März in der Schleyerhalle. Kriegt er bestimmt ausverkauft der Jan.  Tickets gibts ab 30,50 Euro.

    Die Aftershowparty wird übrigens von 0711 im Romy S. ausgerichtet, Lein-Ab Schowi und DJ Mad (Beginner, Tour-DJ). Der Chef wird sicherlich auch vorbei schauen, weil das Romy, das kennt er. Hat ja dort schon aufgelegt.

    www.jandelay.de

     
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  • 17

    52 Albums/37:
    Beginner “Blast Action Heroes”

    beginner_blastactionhero

    Ich bin mir fast sicher, wie schon beim Kopfnicker-Eintrag erwähnt, dass “Blast Action Hero” das letzte deutschsprachige Werk ist, dass ich mir gekauft habe. Und die Platte ist von 2003. Dafür habe ich sie aber sowohl auf Triple-Vinyl als auch auf CD.

    Bei Veröffentlichung habe ich sie mir brav im Soundshop geholt und ein paar Jahre später wollte ich sie gerne wieder mal im Büro hören, also hab das dritte Beginner Album kurzerhand glaub für 8 Euro auf Ebay ersteigert.

    Auch wenn der vermeintliche große Smasher der Marke “Rock On” oder “Füchse” (beide aus “Bambule”) hierauf fehlt und von den Singles “Gustav Gans” oder “Fäule” auch sicherlich nicht kompensiert werden konnte, ist “Blast Action Heroes” zumindest für meine Begriffe ein zeitloses Statement sowohl in musikalischer als auch in textlicher Hinsicht.

    Das Wort “Blast” im Albumtitel sagt eigentlich schon alles: Allein diese Beats blasen einen noch heute weg.

    Ich bin kein Produzent, aber egal ob härtere Tunes wie “Wer bist´n Du?” oder “Schiss” oder ruhigere, atmosphärische Tunes wie z.B. die Hamburg-Hommage “City Blues”, das klingt bis ins hinterste Eck derartig brillant, präzise, klar und druckvoll zugleich ausgetüftelt, wie ich es zuvor von einer Deutsch-Rap Platte nicht kannte.

    Neben den Produzenten, Delay und Denyo selbst, haben die Herren Vaul & Späth (“Recorded and flashed by…”), wer auch immer das sein mag, ganze Arbeit geleistet. Und nicht zu vergessen das Mastering von Tom Krüger in Stuttgart (No Sé Studio).

    Darüber hinaus erreichen Jan Eißfeldt und Denyo wohl ihren Rap-Zenith. Natürlich ist gerade Jan Delay auch heute noch äußert wortgewandt, aber auf “Blast Action Heroes” bekommt man schlicht und einfach das Gefühl, dass sich beide während der Aufnahmen gesagt haben: “Wir gehen hier erst raus, wenn wirklich jede Zeile, jeder Reim perfekt sitzt.”

    So heißt es z.B. schon im Opener “Back in Town”: ”4 Jahre und es passierte so vieles, der Aufstieg und der Fall eines ganzen Musikstiles / Alle sind weg, Rap ist Ego-Musik / auch die Beginner waren bei ihrem 1sten Demo zu siebt / doch wir drei lieben das halt, wir blieben am Ball, während alle zweitklassig blieben wie Steven Segal.”

    Auf opulenten 14 Tracks zeigt man anderen Rappern was bzw. wer derzeit die Messlatte ist, gibt sich sozialkritisch (“Wunderschön”) oder stimmt Raps gegen Fremdenhass an (“Das ist ne Kopfnuss in Cottbus, oder n Anschlag in Darmstadt, oder ne Schelle in Celle, ein gebrochenes Schlüsselbein in Rüsselsheim, und Flaschen mit Benzin in Maschen und Schwerin.”).

    Als ich die Platte damals gehört habe, war ich jedenfalls von dem Einfallsreichtum, ja geradezu der Genialität des Duos schlichtweg begeistert und auch sprachlos. Jeder Vers ein Knaller, jede Strophe ein Meilenstein.

    Glück und Tragik lagen übrigens damals im September 2003 eng beisammen. “Blast Action Heroes” ging von 0 auf die 1, zeitgleich mussten die Beginner das Ende ihres Labels Eimsbush verkünden.

    Denyo spielt heutzutage lieber Gitarre, wie man so hört, und Jan Delay ist mehr oder weniger zum “Superstar” aufgestiegen. Ihr eigenes Ende haben sie offen gelassen. Wäre schön, wenn die Beginner nochmals zusammen kämen.

     
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    Wir Kinder vom Bahnhof Soul

    Beugen auch wir uns eine Minute lang dem allgemeinen Jan Delay Wahnsinn. Heute erscheint sein neues Album “Wir Kinder vom Bahnhof Soul”.

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    Ich kenne bislang nur die Single “Oh Jonny.” Die Frau vom Promo-Schalter kippt gleich um vor Freude und kann kaum nach Luft schnappen:

    “Das Ding ist so tight, das schnürt selbst Helmut Kohl eine Wespentaille. In zwölf Kapiteln jagen das Hamburger Mastermind und seine Disko No.1 durch alle Stilarten des Funk. War „Mercedes Dance“ schon eine Klasse für sich, ist „Bahnhof Soul“ ein Meilenstein:

    Die Songs sind derbe und die Band auf der absolut höchsten Höhe. Rollendes Schlagzeug, fetter Bass und funky Gitarre, präzise und scharfe Bläsersätze, schillernde Seventies-Keyboards und fantastische Sängerinnen, Jan Delay textlich und stimmlich in Topform sowie Matthias „Macht den Shit tight“ Arfmann und Tropf als Unterstützung bei einer unglaublich aufwändigen Produktion. Mehr braucht es doch gar nicht, um ein Meisterwerk auf Platte zu bringen.”

    Jan Delay geht mit seiner Band Disko No. 1 auf Tour, kommt aber erst mal nicht nach Stuttgart. Es soll eine weitere Tour folgen.

    Album gibt´s natürlich auf iTunes

     
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    H2O Style

    On Saturday we worked at the Hip Hop Open. That’s always very funny because there are only cool people from the music biz who are crazy and do funny stuff. the most beautiful highlight was making pipi together with Jan Delay backstage. because we are collecting making pipi together with famous people. than we can always look whether famous people are famous because there lulus are bigger. jan delay was not interested in a penis battle, so unfortunately he took the cabine, where as we were strulling next to the pissoir. but then a scandal: he did not wash his hands afterwards. pfui. and pfui for samy deluxe, because he had to share the mic with delay.

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