• 18

    Deine Stadt im Netz

    Ab und zu fragt man sich (okay, nicht nur ab und zu), wer eigentlich das Rathaus berät, egal ob große oder kleine Baustellen. Seit kurzer Zeit hängen diese Plakate in der City:

    Um die Stadt-Homepage, die sich letztes Jahr einem Relaunch unterzogen hat, wir hatten es auch hier davon, etwas zu promoten, ist man nach Zion gedampft, hat mit Morpheus abgeklatscht, sich in die Matrix eingeloggt und das Orakel nach zielgruppenorientierter Werbung gefragt. War wahrscheinlich ungefähr so:

    “Du Oraggel, wir müsset a weng mehr die junge Loid oasprecha mit unserer Pätsch.”

    “Koi Problem, machsch bissele Räklamä im Matrix-Look, des fetzt!”

    “Des fetzt oder des putzt?”

    “Ha beides!”

    “Subbr, des machet mer!”

    Aber mei, was soll man auch immer tun? Keine Ahnung, nicht mein Job – so bezugslos jedenfalls nicht.

    Update:
    Auch mit diesem Motiv wird Werbung für stuttgart.de gemacht. Nein, das ist kein Fake:

     
    18 Kommentare »
     
  • 5

    Gott bei Facebook…

    Etwas Spass muss mal wieder sein. Wir hatten schon zwei, dreimal ähnliches am Start. Folgende die Dinger gehen gerade durch die internationalen Blögs, kennt deswegen bestimmt schon so manch einer, haben laut Thorsten auf diesem ihren Ursprung, Krupa wiederum hats vorhin hierauf entdeckt, und gehen der Frage nach, wie historische Ereignisse wohl auf Facebook ausgesehen hätten.

     
    5 Kommentare »
     
  • 4

    Internationales Problem

    Logisch eigentlich.

    Gefunden von Leser Feli und als Kommentar bei den Gelben Seiten gepostet.

     
    4 Kommentare »
     
  • 38

    Chatroulette

    Leserin Adi schrieb uns am Freitag eine auffordernde Mail: “Hallo Kessel.tv, testet doch mal bitte diese Seite: www.chatroulette.de.”

    Da wir bekanntlich alles mitmachen müssen, darf man natürlich auch laut Spiegel den “Internet-Hype der Stunde” nicht verpassen.

    Also mal drauf gegangen. Bei Chatroulette chattet man im Zufallsmodus, Roulette eben, mit wildfremden Leuten und sieht sich dabei via Webcam. Mit F9 gehts zum nächsten Kandidaten, wenn man vom aktuellen Chatpartner die Schnauze voll hat. Wie bei MTV Next oder so.

    Macht aber natürlich nur richtig Sinn, wenn man eine Webcam hat. Ich habe im Büro keine. Deswegen will mit mir keiner reden. So wie der dieser junge Mann hier:

    Na ja, ich bin wohl wieder raus ausm Hype und chatte ganz traditionell über iChat mit dem Krupa weiter. Viel Spass!

    Chatroulette

    Zum Spiegel-Artikel

     
    38 Kommentare »
     
  • 19

    Missverständnisse

    skyrock-emoticons

    Das Internet, so schön es auch sein mag, dieses tolle Ding, ist voller Missverständnisse. Zumindest die Kommunikation steckt voller Tücken, sei es per Mail, Chat oder Statusmeldungen.

    Ich habe vor Jahren mal einen ziemlich guten Artikel gelesen, dass man heutzutage eine Armada an sogenannten Emoticons oder diverse Abkürzungen auf dem Kasten haben muss, damit der Kommunikationspartner dich auch immer richtig versteht, also z.B. Freude, Trauer, Ironie etc. Also man muss quasi immer :) ;) oder :D hinzufügen, wenn man etwas lachend bis extrem witzig meint. Oder so.

    Ich kann nur die Witzigen. Die traurigen gehen so schwer auf der Tastatur, :-( , Doppelpunktstrichklammerauf, voll der Stress. Ich weiß nicht mal genau was ROFL oder ROLF (Rolfe von Heidi Klum) bedeutet. OMG hab ich zwischenzeitlich aber ziemlich gut drauf.

    Auch mir macht dieses Kommunikationsproblem zu schaffen. Es gibt Menschen, die auf den ganzen Zeichen-Schmotter verzichten. Ich frage mich dann auch oft genug, wie hat der oder die das jetzt gemeint? Hat er meine Antwort geblickt? Den Witz verstanden? Falsch aufgefasst? Ist er sauer? Gerade beim Email-Verkehr kannst du so manche Tonart schwer interpretieren.

    Wie auch immer, gestern stellt einer unserer ersten und treuesten Leser Tobi Tobsen mit Faible für die Crackhuren ein Foto von seinem neuen Arbeitsplatz – denke ich zumindest mal – auf Facebook.

    Eine kleine Apple Kathredrale, riesiger iMac hier, iPhone da, alles blitzblank geputzt, ein staub- wie keimfreier Raum. Auf dieser Arbeitsplatte könnte man eine OP am offenen Herzen vollführen. Sprich es sah beziehungsweise sieht einfach geil aus. Das Bild hat geleuchtet. Bis an den hintersten Winkel unseres Universums gestrahlt.

    Steve Jobs hätte vor lauter Erregung seinen Rollkragenpulli zerrissen und innerhalb zwei Sekunden einen Organismus bekommen. Ich gehöre ebenfalls zu den eher Mac-affinen Menschen dieses Planeten und hatte auch schon eine ganz kleine Latte.

    Ich dachte mir, klar sieht super aus, seine anderen Freunde kommentierten schon fleißig, optitopti, aber gibste bissle kontra und bist mal richtig witzig und antwortete: “Es ist schon cool, wie stylisch PCs heutzutage sind, wenn man da an früher denkt. Bist du zufrieden mit Windows 7?”

    Vielleicht hätte ich einfach ein :D dahinter machen sollen, jedenfalls kam mein doppelter, klarer, deutlicher wie brillanter Gag, wie ich finde, überhaupt nicht an.

    Zwar könnte die Frage durchaus berechtigt sein, seit Intel-Zeitalter bekommt man zwar auch Windows-Zeug auf einen Mac, aber ich kenne keine Sau, die das macht. Warum auch, OS X ist das beste Betriebsystem in der gesamten Milchstraße.

    Jedenfalls antwortete Herr Tobsen irritiert: ”hä? wie kommst du auf windows7?”

    Ich erhoffte mir jedenfalls eine andere Reaktion. Vielleicht ein typisches Internet-Missverständnis. Oder mein Witz war einfach nur schlecht. Ich übe weiter, Rolf. :)

     
    19 Kommentare »
     
  • 48

    The greatest Kackbratze
    in the entire Internet

    dersascha

    Auf Kessel.tv wurde dieser Herr hier bisher verschont. Gestatten, Sascha Lobo, Deutschlands bekanntester Blogger, Twitterer und Irokesen-Schnitt, natürlich aus Berlin.

    Herr Lobo ist so etwas wie der Pate No. 1 der, Achtung, Thorstens Lieblingswort, Blogosphäre. Seine Fähigkeiten sind unbestritten, er ist super schön, hat einen echt pfiffigen Haarschnitt und ist quasi omnipräsent.

    Ich fand ja Leute, die sich mit einem frisurlichen Markenzeichen stilisieren, schon immer richtig sympathisch. Wenn sie dann aber noch so schlau sind, dass sie für die SPD Wahlkampf machen dürfen, von Vodafone gesponsert werden und lauter intelligentes Zeug bloggen, das ich nicht blicke, dann also echt Hut ab und so.

    Kürzlich hat er mit anderen ganz schlauen Menschen – die meisten natürlich in Berlin wohnhaft – ein neues Internet-Manifest mit dem Untertitel „Wie Journalismus funktioniert“ veröffentlicht, in dem lauter schlaue Sachen stehen, die zwar ziemlich egal sind, ne Menge Menschen aber ganz fuxig gemacht hat: http://internet-manifest.de/

    Wer noch mehr über die greatest Kackbratze des deutschen Internets erfahren will, wird hier mehr als gut bedient: http://saschalobo.com/hier/

    Super Typ, der Typ.

     
    48 Kommentare »
     
  • 14

    Das große T

    telekom_2

    Als wir im Frühjahr mit unserer Bürogemeinschaft von Mitte nach West zogen, haben wir die Aufgaben verteilt. Ich bin seitdem der Mann für das Telefon und kümmere mich um alles was damit zusammenfällt, sprich zunächst Anbieter finden, Verträgle machen, später Rechnung aufdröseln, gegebenenfalls Callcenter anrufen, motzen, etc.

    Nach kurzer Recherche war klar, dass wir, wie schon im alten Büro, bei der Telekom bleiben, weil das für Geschäftskunden doch immer noch das Einfachste ist (Stichwort “kleinstes Übel”, O-Ton famous DJ Wallplayer).

    Privat bevorzuge ich bislang Arcor (überlege nächstes Jahr zu Kabel BW zu wechseln). Arcor ist so lange cool und nett zu dir, wenn sie deine Kohlen wollen. Da sind sie gleich dabei. Brauchst wiederum DU aber was von Arcor, sprich haste z.B. eine Problem technischer Art, biste hoffnungslos aufgeschmissen.

    Kennt jemand das Arcor-Saxophon aus der Hotline? Ich glaube, ich hing schon mal 25 Minuten in der Schleife, danach nochmals 20, bis da mal ein Mensch kam. Das ist Foltermusik.

    Bist du Telekom-Geschäftskunde hat man das Problem nicht. Da geht immer sofort ein Mensch ran, keine Schleife, kein Saxophon. Und wenn von der automatischen Ansage gefragt wird, warum man denn anruft, kann man in allen Variationen z.B. “Rechnung” sagen. Also man kann z.B. “Rchnun” nuscheln, gelangweilt “Räächnuunnggg” gähnen oder absolut aggro “RECHNUNG!!!!!11111!!” in den Hörer brüllen. Man kommt immer zum Ziel. Das ist toll.

    Auch die Menschen dort sind sehr freundlich und bleiben auch freundlich, selbst wenn man ziemlich genervt ist und dabei nicht nur deutlich suggeriert, dass man es mit einem verschissenen Drecks-Unternehmen zu tun, sondern das auch so sagt. In dem Punkt sind die Mitarbeiter, jaja, sie können ja nix dafür, supi geschult. Ist bestimmt Gehirnwäsche unter der Leitung des ewig stoischen Jan Ullrich.

    Jetzt wäre nur gut, wenn man sich intern auf, sagen wir mal, gewisse Standards einigen könnte.

    Read more »

     
    14 Kommentare »