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Der Schlecker und das Bildungsniveau
Am 28. Okt 2011, 15:00 Uhr von Jana
Großes Management, große Probleme: Das merken wohl auch gerade die Schlecker-Sprösslinge Meike und Lars. Als die letztes Jahr die Drogeriekette von Daddy übernommen haben, gab’s gleich ein großes Portrait im Manager Magazin mit noch größeren Ankündigungen: Schluss mit schmuddeligen Filialen und Schweigen in der Kommunikation. Jetzt wird alles besser, schöner und moderner.
Im Mai kam der neue Slogan “FOR YOU. VOR ORT” (übrigens von Grey), den der Spiegel (der ist auch immer fies) als “dümmlichen Denglisch-Slogan” bezeichnet. Ende Juni folgte dann der neue Blog. Denn Bloggen ist cool. Deshalb machen wir es auch.
Schöne neue Welt bei SchleckerLeider teilte die “Deutsche Sprachwelt” die Auffassung des Spiegels über den Denglischen Slogen und einer der schönsten Muster-Shitstorms seit Kitkat und Jako macht nun seine Runde im Web. Hier eine kleine Chronik zum Lernen und Vermeiden:
Schlecker-Sprecher Florian Baum antwortet der “Deutschen Sprachwelt” in einem Brief, den diese auf Facebook veröffentlicht. Darin verteidigt er den neuen Slogan, da dieser “den durchschnittlichen Schlecker-Kunden” anspreche, der einem “niederen bis mittleren Bildungsniveau zuzuordnen” sei. Nun gut, das mag ehrlich und offen gewesen sein, aber sicher nicht sonderlich clever. Shitstorm Phase 1.
Bei Schlecker entsteht daraufhin wohl etwas Panik: Laut der neuen Unternehmenslinie will man offen sein. Man hat einen Blog, man müsste was sagen. Was tut man also: Man entscheidet sich für einen Kompromiss, die Agentur soll was sagen. Also muss der Junior-Berater von komm.passion ran und ein sauber abgestimmtes Statement posten. Diese Art von Corporate-Sprech auf einem Blog war nun schon wieder keine clevere Idee, aber für richtig Zündstoff sorgt dieser Absatz:
“Und ja, wir stehen zu diesem Motto, wie wir auch zu einer unserer wichtigsten Zielgruppen stehen: Menschen mit einfachem bis mittlerem Bildungsniveau. Menschen also, die ganz normal einen Haupt- oder Realschulabschluss gemacht haben und heute in vielfältigen Berufen das Rückgrat unserer Gesellschaft bilden – zum Beispiel als Handwerker, Briefträger, Krankenschwestern, Büroangestellte oder auch als Hausfrauen und -männer.
Fakt ist: Sie bilden die breite Mehrheit in Deutschland – nach Angaben des Statistischen Bundesamts mehr als 60 Prozent. Vor allem für sie gibt es Schlecker – For You. Vor Ort.” Shitstorm Phase 2.
In den Kommentaren echauffieren sich daraufhin Akademiker und Briefträger gleichermaßen. “Niedriges Bildungsniveau” wird mit “dumm” gleichsetzt. Wie falsch das doch sei, stellt Schlecker dann in Shitstorm Phase 3 fest. Der aktuelle Höhepunkt ist jedoch, dass der PR-Berater den Slogan im Blogbeitrag falsch geschrieben hat: For you for Ort. Eigenes Wortspielchen zerstört. Die Kommentare nehmen kein Ende und so entschuldigt sich der Arme seit Tagen für den Tippfehler.
Die Presse und die Blogosphäre freut es: Endlich mal wieder ein Thema, bei dem alle Mitreden können.
Wer’s verfolgen will:
Schlecker auf Facebook
Schlecker-Blog8 Kommentare » -
Deutschland häufigste Netzwelt
Am 26. Okt 2011, 17:39 Uhr von martin
Den Artikel auf Spiegel hat heute bestimmt schon jemand gelesen, die nette Agentur JVM hat nach dem typischen deutschen Wohnzimmer und dem typisch deutschen Jugendzimmer (steht übrigens in Stuttgart) das typische deutsche Netzverhalten ermittelt und mit einem Onlinetool rekonstruiert wie die fiktive Person Thomas Müller im Laufe einer Woche das Internet nutzt. Dabei, schreibt der Spiegel, “ist diese Darstellung qualitativ, nicht als repräsentativ zu verstehen: Sie vermittelt einen Eindruck davon, wie viele Deutsche das Internet nutzen.” Die Daten basieren auf verschiedenen Studien, Quellen und Interviews mit deutschen Familien.
Das kenne ich irgendwo her: ”Wenn Thomas zum Beispiel zu Ebay will, kann es sein, dass er nicht Ebay.de in die Browser-Adresszeile, sondern das Wort Ebay bei Google eintippt – um dann auf den ersten Suchtreffer zu klicken.” Geht mir mit Youtube so. Immer wenn ich auf Youtube gehen will, gebe ich meistens zuerst bei Google Youtube ein und klicke dann auf Youtube. Das ist völlig verrückt, mehr als saudämlich, aber ich kriege diese Angewohnheit nicht los. Muss mich mehr zusammenreißen.
Und was macht ihr so im Netz?
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Happy Birthday Wikipedia!
Am 14. Jan 2011, 15:30 Uhr von Jana
Am Wochenende wird unser aller Allgemeinwissen 10 Jahre alt! Das muss man sich mal vorstellen: 10 Jahre ist es her, dass Wissen “elitär” war, man einen Brockhaus im Schrank hatte oder für Allgemeinwissen eine Tagszeitung gebraucht hat. Naja, fast.
Aber unbestreitbar ist Wikipedia eine der Erfolgsgeschichten im Social Web, im Internet überhaupt. Ein Mythos, ein omnipräsentes Alltags-Werkzeug, die Erfolgsgeschichte einer Idee. Anlässlich des 10. Geburtstags mal ein paar Fakten zu unser aller Allgemeinbildung:
Was ist Wikipedia?
Das sagt Wikipedia über Wikipedia.Was heißt Wikipedia?
Wikipedia ist ein Fantasiewort aus “Wiki” (hawaianisch für ‘schnell’) und der Endung des englischen Worts “Encyclopedia”.Was hat Wikipedia in den letzten 10 Jahren für uns getan?
50% mehr Platz im Wohnzimmerrschrank, da der Brockhaus raus kann. 50 Euro mehr. (Hat der Brockhaus auf dem Karlsplatz gebracht) 500% mehr Unnötiges Wissen und das 100% schneller.Hier ein paar Beispiele, was ich dank Wikipedia neuerdinge alles weiß:
Flohsamen – unglaublich, was die alles können. Gegen Verstopfung z.B – was das genau ist, da überarbeitet Wikipedia aber gerade. Können wir uns aber vielleicht aus den Resten Allgemeinwissen zusammenreimen. Auch die Volksgruppe der Schwaben oder unsere Brezel finden sich für den Rest der Welt bei Wikipedia.Über den britischen Schuhdesigner Rupert Sanderson findet man auch etwas auf Wikipedia und das hat man sogar mir zu verdanken: Dieser Artikel ist nämlich der Rest meines Ausflugs zur Wikipedia.
2009 habe ich mich einmal mit der Plattform beschäftigt und etwas blauäugig einige Artikel erstellt. Die wachende Wikipedia-Meute (ich denke, gegen den Begirff Nerds haben die nichts einzuwenden) hat mich recht schnell wieder verjagt. Die Qualitätskontrolle bei Wikipedia liegt nämlich bei zig freiwilligen, die ihren Job auch ziemlich ernst nehmen und eine ziemlich harte Einheit bilden. Meine Texte wurden durchweg zerpflügt: “zu werblich” (Schuhe), “Befangen” (ehem. Arbeitgeber) oder auch mal “unrelevant”.
Wie dem auch sei, ich bleib dir treu, liebes Wikipedia. Allein durch die ständigen Top-Rankings und meine Faulheit zu scrollen bist du einfach meine Hilfe für immer und alles. Auch für Flohsamen und Co. Happy birthday!
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“Nen Lobo gebaut”: Uwe Wöllner trifft Sascha Lobo
Am 19. Nov 2010, 15:00 Uhr von martin
Kann mich nur wiederholen: Die Snobs auf ZDF Neo, jeden Donnerstag 22:30 Uhr, ist richtig gut. Noch guter natürlich (Zeit für neue Komparative), dass der Robin dafür die Musik gediggt hat, hab ich aber gleich an der exzellenten Auswahl gehört! Damn, leck mich am Arsch(loch)!, wie Oscar, der Besitzer der Haifischbar zu sagen pflegt.
Ulmen spielt aktuell nicht nur einen Snob oder hüpft auf die Collien oder lässt sich von Collien behüpfen, sondern hat auch für ein paar Folgen seine Figur “Uwe Wöllner” aus der alten Serie “Mein neuer Freund” reaktiviert.
Für eine Folge hat unser alten Homie Sascha Lobo getroffen. Habs nicht ganz durchgeschaut, geht am Anfang bisschen über die Vodafone-Geschichte, dann über seine Bücher – verkauft wohl so 50.000 (“ey voll krass wenig”) – und wie er sonst noch Kohle verdient. Und dass er den Leuten gerne das Internet erklärt.
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Deine Stadt im Netz
Am 14. Okt 2010, 12:03 Uhr von martin
Ab und zu fragt man sich (okay, nicht nur ab und zu), wer eigentlich das Rathaus berät, egal ob große oder kleine Baustellen. Seit kurzer Zeit hängen diese Plakate in der City:
Um die Stadt-Homepage, die sich letztes Jahr einem Relaunch unterzogen hat, wir hatten es auch hier davon, etwas zu promoten, ist man nach Zion gedampft, hat mit Morpheus abgeklatscht, sich in die Matrix eingeloggt und das Orakel nach zielgruppenorientierter Werbung gefragt. War wahrscheinlich ungefähr so:
“Du Oraggel, wir müsset a weng mehr die junge Loid oasprecha mit unserer Pätsch.”
“Koi Problem, machsch bissele Räklamä im Matrix-Look, des fetzt!”
“Des fetzt oder des putzt?”
“Ha beides!”
“Subbr, des machet mer!”
Aber mei, was soll man auch immer tun? Keine Ahnung, nicht mein Job – so bezugslos jedenfalls nicht.
Update:
Auch mit diesem Motiv wird Werbung für stuttgart.de gemacht. Nein, das ist kein Fake:
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Gott bei Facebook…
Am 9. Sep 2010, 18:10 Uhr von martin
Etwas Spass muss mal wieder sein. Wir hatten schon zwei, dreimal ähnliches am Start. Folgende die Dinger gehen gerade durch die internationalen Blögs, kennt deswegen bestimmt schon so manch einer, haben laut Thorsten auf diesem ihren Ursprung, Krupa wiederum hats vorhin hierauf entdeckt, und gehen der Frage nach, wie historische Ereignisse wohl auf Facebook ausgesehen hätten.
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Internationales Problem
Am 18. Jun 2010, 10:30 Uhr von martin
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