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    Neue Videos aus Stuttgart

    Sind mir zufällig alle vier gestern über den Weg gelaufen, und alle auch so neu wie Selfiesticks und fehlende Eisdielen: Neue Musikvideos aus Stuttgart im heiligen Dreiklang aus HipHop, Techno und Gitarre.

    Neuer Track von Sickless, den wir schon öfter aufm Blog hatten, auch gern mal zusammen mit Marz und/oder Nasou. Ich bin vielleicht altmodisch, aber ich mag einfach Beats mit Soul-Sample mehr als Laptop-Synthiebank-Beats und eine gut gerappte Hook mehr als eine schlecht gesungene. Deshalb von mir: Top, Daumen hoch und drei Sternle.

    Der Beat ist von Drum Quixote, 7apes und Josen45, das meiner Meinung nach technisch sehr saubere und mit Stuttgart-Bildern unterlegte Video kommt von David Dollmann.

    Der Track ist nicht ganz brandneu, hat meines Wissens schon paar Wochen aufm Buckel, aber das Video wurde gestern frisch wie aus dem Kreißsaal rausgepresst: Der alte Bruddler Alexander Maier und sein Brudi Marius Lehnert haben unter dem gemeinsamen Projekt almaMALE eine Ode an das Rocker 33 produziert.

    Das Video haben die Jungs von Frischvergiftung aus Aufnahmen aus dem “alten” Rocker bei einer Party 2008 (boah, voll lang her) zusammengebastelt.

    Und dann noch ein neues Video von der Stuttgarter (oder Umgebung?) Band Die Nerven. Setzer hat die letztes Jahr ab und zu bei uns erwähnt, zuerst wusste er nicht ob er sie gut finden soll, dann fand er blöd, dass manche sie nicht gut finden, weil viele sie gut finden. Und bei Spex habe ich ein geradezu euphorisches Portrait gefunden.

    Scheint also einen ziemlichen Hype um die Jungs zu geben (“Das beste Trio aus Deutschland seit Trio”), mit der Musik kann ich nur so semi was anfangen, das Video (von Fabian Beger und Maximilian Rossner) find ich aber echt gut – erstaunlich, was man so aus dem klassischen Band-spielt-Musikvideo noch rausholen kann. Der Song “Eine Minute schweben” ist aus dem Album “Fun”.

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    Und wir schließen den Kreis mit Sickless Kollege Marz, der von seinem letzten Mixtape Hoes. Flows. Kollabos die Nummer “Wer aaaah sagt” ft. Lakmann videoausgekoppelt hat. Bisschen im IAM-Stil musikalisch, kommt mir zumindest so vor. Von Dexter gibt es auch schon einen Remix.

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    Happy Jahreswechsel Mix by RAM

    schrittfahren

    (Ich fordere hiermit: freie Fahrt für freie Fahrradbürger!111!!1!!!!11 Scheiß Politiker!!!11!!)  

    Kommt so häufig wie Dinner for one: ein neuer Mix von mir. Wie immer einfach so, ohne konkreten Plan wohin die Reise geht, geleitet von der glückseligen zwischen-den-Jahren-Stimmung und der Jogginghose, verbaut wurden neue und alte (mitunter richtig alte) Platten. Zwischen Minute 60 und 70 leichte Aufnahmeprobleme, Kabel hatte wohl einen Wackler, paar Minuten mono, aber die Musik trotzdem nie wie im mono am Wilhelmsplatz.

    Tracklist habe ich keine geschrieben, musst bei Interesse shazamen oder fragen. Danke und schönes Wochenende.

     
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    Happy Weekend SEMF Mix by Krize

    kriZe Kopie

    Geiler Typ, geiles Set. Respekt, nach keine Ahnung wie viel Stunden auf den Beinen, noch von 06:30 bis 08:00 Uhr einen tighten Mix hinzulegen, nahezu makellose Übergangsjacke (gestern meinte der Setzer, Hammer FB-Post von Fuffi “Manche DJs brauchen eine Übergangsjacke.”). Ich war da längst platt und im Bett und hätte auf keinen Fall mehr auflegen können.

    Krize ist zwischenzeitlich in der Urgesteinphase angekommen, ein echter Stuttgarter Klassiker, jeder kennt ihn, oder halt die Technoheimer, und wir kennen uns jetzt auch schon wieder seit 15 Jahren, er damals beim Partysan Anzeigen verklopft und ich beim Mehrflyer/re.flect Texte geschrieben.

    Der Kontakt hat immer gut gehalten und wird gerade zum Jahresende intensiver wegen dem SEMF. Krize wuselt und organisiert da seit Beginn an mit und hat sich dieses Jahr nochmals intensiver um den Chilloutfloor im Atrium gekümmert. Dieser wurde zur Plattform für einen Haufen interessanter und hoffnungsvoller lokaler Acts verwandelt. Haben wir neulich auch kurz etwas angerissen

    “Musikalisch konnte man stolz auf Stuttgart sein. Sehr feine Live Acts dabei und insgesamt wurde der Floor gut angenommen und auch mal betanzt”, zieht er als Fazit. Lobenswerte Geschichte jedenfalls. Kann man nächstes Jahr weiter drauf aufbauen.

    Krize selbst hat dann den Floor morgens abgeschlossen und ich finde, das hat er gut gemacht. Urgesteine können es halt. Meistens. Schönes Wochenende.

     
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    Kochsession mit Tiefschwarz und neues Album

    News von Ex-Stuttgartern aus der Ferne: Ali und Basti Schwarz alias Tiefschwarz haben für Electronic Beats eine kleine Kochsession in Alis Berliner Butze gedreht. Im zugehörigen Interview ein paar interessante Aussagen, filmisch merkt man, dass es etwas schwierig ist, die Zubereitung von Fleischküchle mit Kartoffelsalat über 7 Minuten zu dokumentieren.

    Interessante Info am Rande: 2015 kommt das vierte Album von Tiefschwarz auf ihrem eigenen Label Souvenir, das die beiden erstmals alleine, d.h. ohne Produzenten, produziert haben.

     
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    SEMF 2014 Foto-Recap

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    (Alle Fotos von Saeed, danke.) 

    Schnelldurchlauferhitzer SEMF Recap, neuer Rekord, sold out Concerts wie bei Jay-Z, 16.600 verkaufte Tickets (letztes Jahr 15.500), gefühlt geht der Trend weg von den Sonnenbrillen und Neonbänder hab ich auch weniger gesehen. Dafür eine mit Indianerkopfschmuck. Kann man machen. Muss man aber nicht. Ganz stark auch das Jeanshemd von Rødhåd – und sein Set hat mir ebenso gut gefallen, wie Fritzle live oder Väth auch sehr solide.

    Der Termin für nächstes Jahr ist optioniert und dann wäre es begrüßenswert, wenn man die zwei großen Probleme Token-Rückerstattung und Toilette in Griff bekäme. Ansonsten wirkt das auf mich alles schon sehr tight, was da oben hingestellt und organisiert wird.

    Die meisten Leute schienen ganz offensichtlich ihren Spass zu haben, wir ebenso, manch einer hatte (natürlich) auf FB noch das eine oder andere noch zu motzen, wie z.B. zu viele Schutz(zivi)polizeipräsenz, hier übrigens der Polizeibericht, oder schlechte Beschilderung auf dem Festivalgelände. Beim letzteren Punkt sag ich mal: Augen auf und lesen hilft.

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    #babba #gudelaune #semf #semfgang #väth #latergram #bis2015

    Ein von kesseltv (@kesseltv) gepostetes Foto am

     
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    Stuttgart Electronic Music Post (SEMP)

    So ihr Wurstfabrikanten, Samstag SEMF-Time, wie gehabt auf der Messe…

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    ….ganz viele Menschen am Start und sogar ein paar DJs und die #aufthorsten Crew (3/4 zumindest). Lobenswert: Dieses Jahr werden noch mehr Locals eingebaut, an die 20 Acts sind am Start, sie heißen Niklas Ibach, Maliph, Nemelka & Noah Kwaku, Tanzburg, Chris Sonaxx, Intial Pattern, Lehnert, Dincsoy, Milyano, Maliph, Kneer & Koegler, Mazza, Erkan Baran, Cello Nero, Ben Muetsch, Robin Seitter und natürlich: Dundu. Der Star des Abends, wie jedes Jahr.

    Mitunter ziemlich unterschiedliche Arbeitsweise, ein Ibach klingt z.b. eher so…

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    …während Maliph oder Nemelka & Noah Kwaku Live-Elemente integrieren und auf der Bühne eher jammen.

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    Tanzburg klingen auch interessant:

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    Brandaktuell gibt es eine neue EP von Maier und Lehnert, mit letzterem wird wieder sehr viel gelacht am Samstag. Top-Typ. Ja, Heslach-Maier, du natürlich auch!

    Heißt: Rocker33 Ep. Warum auch immer. Spass! Nennen sich gemeinsam Almamale (Anfangsbuchstaben der Vor- und Nachnamen, blicksch). Original plus drei Remixe, wobei bei beim ersten Durchskippen sagen würde, Original gewinnt ein Wurstbrot mit Glühwein.

    Johannes Brecht ist nicht auf dem SEMF, zumindest nicht als Gast, wobei: vielleicht unterstützt er seinen jüngeren Bruder Matthias, der eine Hälfte von Maliph ist. Der ältere Brecht hat ne neue EP am Start, hatte auch schon eine VÖ auf Henrik Schwarz Label Sunday Music.

    Jo Brecht kann man als VBM (Vollblutmusiker) bezeichnen, hat ja diese Live-plus-DJ-Reihe Urban Sessions im Bix gemacht, hört man auf Enjoy The Void EP. Vor allem der Titeltrack ein Aufbaumonster.

    Dann hammer noch was neues, beziehungsweise ein neuer Name, Ackermann, erste Koop mit Martin Eyerer, Grüße nach Berlin an dieser Stelle, auf Get Physical. Guter Einstieg.

    Hinter Ackermann steckt zu einen Hälfte Marlon von Super Super und Music to make Babies to, wo wiederum der Traktor-Andres dabei ist. Und vielleicht auch bei Ackermann? Total geheimnisvoll immer alles. Voll aufregend. Ja.

    Music to make Babies to ist auf den, Eigenbeschreibung, Planeten Deep, Dub und Disco daheim und das kann man seit kurzem auf Albumformat hören.

    Einige Tracks gab es schon, für das Komplettding haben Andres und Co viel Arbeit reingesteckt, meinte er. Die meisten Tracks mit Sänger, manchmal etwas schmachtig für meine Begriffe, ja, gibts auch nicht das Wort, aber die Discofox-Atmosphäre, die passt.

    Ob man dazu wirklich Babys machen kann, weiß ich nicht, ich hör aber beim Sex prinzipiell keine Musik. Und jetzt wisst ihr das auch.

    Auch und wie immer bei sowas: keine Garantie auf Vollständigkeit. Was mir halt gerade so zugeflogen ist.

     
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    Happy Weekend Mix by Waffel & Pfannkuchen

    waffelundpfannkuchen

    Muss ich sagen: ein wirklich exzellenter Mix. Konsequent reduziert und zurückgenommen, fast schon schüchtern und unaufdringlich wie indirekte Beleuchtung, meist dubbiger Unterboden, die Strukturen verändern sich spärlich und du bist schnell gefangen in dieser Hypnose. So ging es mir zumindest.

    Dann der Moment, an dem ich fast angefangen habe zu weinen: Bauen Waffel & Pfannkuchen halt echt eine Studio 1 ein, die Mittneunziger Konzeptserie (sortiert nach Farben) von Wolfgang Voigt. W&P wählen die Orange, meiner Erinnerung nach auch eine der stärksten, und direkt danach ne Basic Channel! Und zwar für mich mit das beste BC Stück: Phylyps Trak II / II. Diesen Übergang haben wir damals übrigens auch ganz gerne gemacht (also ich zu derzeit noch und nur im Zimmer bei meinen Eltern oder dann beim Tes im Diva).

    Wie ich das in I-Shops gesehen, wurden die ganzen BCs gerade nochmals neu aufgelegt. Und das kann man immer wieder machen, muss man immer wieder machen, diese Musik muss für Nachwelt und nächsten DJ Generationen erhalten bleiben. So! Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!

    Das vorliegende Set ist auch: ein gutes VP. Und das Vorprogramm bestreiten Waffel und Pfannkuchen morgen Abend, 6. Dezember im Romy S. – man feiert sieben Jahre elektronische Romy. Die KTV-Holding gratuliert zu diesem Anlass der Patze-Janni-Yusuf-Entertainment & Enterprises Ltd. und schickt ein paar Biers mit Wunderkerzen rüber.

    Good Job, weiß noch, wie es damals los ging, dieser Wechsel, nach sieben Jahren HipHop / Mixed, war gerade in den ersten Monaten nicht immer einfach, aber auch anhand dieses Beispiels sieht man, am Ball bleiben (und natürlich “bin Promo machen”, legendär) kann sich doch auszahlen bzw. ist letztendlich der einzige wahre Weg, anstatt alle drei Monate das Programm zu ändern. Wobei Yusuf schon mal wieder sein berühmtes Van Halen Intro (geht fünf Minuten oder so) laufen lassen könnte. Die Gesichter würde ich dann ganz gerne sehen.

    Längst all black everything und nicht mehr rot wie früher, haben im Romy auch Waffel & Pfannkuchen ein Zuhause gefunden. Außerdem sind Dimi und Vincenzo in der Finca oder im Dresden und mal dort und hier oder hier und dort zu hören und auch mal außerhalb. Längst eilt ihnen  ein guter Ruf voraus, geschätzt auch von einigen älteren Kollegen und sowieso spricht dieser Mix für sie, produzieren tun sie ebenso, aber da gibt es scheinbar noch nix zu hören. Wenn es soweit ist, werden sicherlich Plakate geklebt.

    Dann mal viel Spaß morgen, zu Gast übrigens Virginia, früher Vocal.House-Dame u.a. im Red Room, heute Ostgut-Stall und ein Herr namens Jonas Kopp. Und übrigens: Im Romy ist morgens erst dann Schluss, wenn keiner mehr da ist (bzw. Chef sagt, jetzt ist Feierabend) und nicht um Punkt 5 Uhr. Alles absolut wasserdicht geregelt hier. Feels like Oase mitten im Ordnungsamtwahn.

    W&P FB

    Romy S. FB  

     
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