-
21
Massive Attack – Heligoland
Am 5. Feb 2010, 07:00 Uhr von Thorsten W.

Es gibt Alben, die sind bei Veröffentlichung einen eigenen Post hier wert. Ein neues von Massive Attack gehört sicher dazu – und heute wird “Heligoland” (übrigens tatsächlich das Englische Wort für Helgoland) veröffentlicht. Und im Vorfeld wurde nicht nur bekannt, dass die Band jetzt wieder in voller Originalbesetzung ist, sondern das Album hat auch vorab sehr gute Rezensionen bekommen.
Dank des Links gestern von Martin konnte ich mir das Album schon mal vorab anhören – und ich kann die Begeisterung der Rezensenten durchaus teilen. Auch wenn MA nie wieder an die Dichte des ersten Albums “Blue Lines” herankommen werden (was sie meiner Meinung nach auch nicht mit “Protection” geschafft haben), birgt es doch wieder die alten Qualitäten in sich, die man geschickt in die Neuzeit transformiert hat, ohne sich wie auf “100th Window” zu verrennen.
Will heißen, die überwiegenden düsteren wie tiefen Beat- und Klangstrukturen klingen einerseits nach neuen Wegen, aber andererseits wieder mehr nach Massive Attack. Zärtlich an der Oberfläche mit wuchtigem Unterbau. Dafür muss man die Platte aber ein paar Mal hören. “Heligoland” fällt definitiv in die Kategorie: Wird jedes Mal noch besser.
Und es besticht durch sehr sorgsame Auswahl von Sounds sowie Gastsänger, die schwer zu toppen sind: Horace Andy, der alte Roots-Reggae-Haudegen, hat schon bei “Blue Lines” für Gänsehaut gesorgt, Martina Topley-Bird kennt man noch von Tricky und mit Blur- und Gorillaz-Mastermin Damon Albarn kann man sowieso nix falsch machen.
Meine Favourite Tracks sind “Splitting The Atom”, “Girl I Love You” (beide mit Horace Andy) und “Paradise Circus” mit Hope Sandoval, das sich schon vor Veröffentlichung im Internet als Liebling verbreitete.
Hier noch mal der Link zum Stream des kompletten Albums und auf iTunes kann man es natürlich auch kaufen.
21 Kommentare »








