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52 Albums/33: Div.
“Harthouse Compilation Chapter 2″Am 3. Nov 2009, 22:52 Uhr von Thorsten W.
Nach Dr. Alban bei meinem letzten Album und meiner Bekenntnis zu Schlager ist es glaube ich wieder mal an der Zeit, das Thema Techno anzusprechen.
Ich höre jetzt seit fast zwanzig Jahren elektronische Musik, war 1991 zum ersten mal bei einer Technoparty und 1992 zum ersten mal im Oz. Das Oz gibt es ja schon ziemlich lange, und zu der Zeit waren Mike Schmidt und Marco Zaffarano die Residents. Ich glaube das war gerade so noch die Techno-Hochzeit im Oz.
Ich war damals 16 und Oz bedeutete 140 km Autofahrt ein Weg. Natürlich extra früh hin um bei dem fies aussehenden Türsteher mit Iro (weiß jemand wie der hieß?) nen Stempel zu holen – damals war das mit dem Alter noch etwas lockerer, aber man weiß ja nie.
Und dann stand ich da unten und hab echt den Mund nicht mehr zugekriegt. Coole Menschen, coole Musik, coole Location, ich war sozusagen in meinem persönlichen Teenie-Himmel. Das war auch noch die Zeit, als ohne schlechtes Gewissen “Uh-uh-uh-uh-uh” intoniert wurde, jeder nen Rucksack dabei hatte und zu Mitternacht ne HipHop-Runde lief.
Damals war Trance auch noch kein Schimpfwort, sondern einfach der heiße Scheiß. Und Stuttgart mit dem Oz und mit Schmidt und Zaffarano auch bundesweit ganz gut mit dabei – ich müsste irgendwo noch eine der ersten Frontpages rumliegen haben, noch in schwarz-weiß, und da wurde der Stuttgarter Szene doch recht viel Platz eingeräumt.
Noch cooler in Sachen Techno war zu der Zeit nur Frankfurt. Und zwar hauptsächlich aus drei Gründen: Wegen Sven Väth, wegen des Clubs Omen (ich beiß mir immer noch in Arsch dass ich nie da war) und wegen des Harthouse-Labels.
Und alle drei Gründe finden sich auf dieser Harthouse-Compilation von 1993 wieder, die ich damals glaube ich von meinem Bruder geschenkt bekommen habe – Harthouse war ein Sublabel von Sven Väths Eye Q Records, und die Compilation ist dem Omen gewidmet.
Wenn ich mir die CD jetzt gerade wieder anhöre, bin ich doch erstaunt, wie gut Soundqualität und Produktion damals doch schon waren. Insgesamt sehr trancig, auch wenn Harthouse das etwas härtere Pendant zu Eye Q sein sollte.
Es gibt sogar einen Track, bei dem ich heute noch Gänsehaut bekomme. “Adventures of Dama” von Cybordelics. Das waren Mike Schmidt und Kollegen, der Track ist einfach nur der Hammer und damals durfte sich ein Intro auch mal zweieinhalb Minuten Zeit lassen bis der Beat einsetzt. Mann war das ein Geschrei im Oz.
Weitere Highlights sind “Human” von Resistance D., “Auralis” von der Frankfurt-Tokio-Connection oder “Schneller Pfeil” von Curare. Alles Namen, die damals groß waren, heute aber keiner mehr kennt. So wie auch Arpeggiators, Spicelab, Jiri Ceiver oder eben Marco Zaffarano auf der Compilation.
Hier das erwähnte “Adventures of Dama” zum reinhören – keine Ahnung, ob hier noch jemand meine Begeisterung teilen kann:
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