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Social Media Nostalgie
Am 16. Jan 2012, 11:37 Uhr von martin
1997 hatten wir beim Zivi genau einen Computer mit Internetanschluss (“Dürfen wir auch mal surfen?”), später im selben Jahr nutzte ich das Netz erstmals ein wenig häufiger im Computerraum der Uni Vaihingen. Was da aber damals genau gesucht habe ausser Eroddigg weiß ich nicht mehr so genau. Und wie das Internet damals ausgesehen hat ebenso wenig. Und Twitter gab es auch noch nicht, damn.
Die Stuttgarter Olia Lialina and Dragan Espenschied (Mboy-Umfeld) haben sich genau darüber Gedanken gemacht und unter dem Projektnamen Once Upon Facebook, Google+1 und Youtube im 97er Look nachgebaut.
Um das Damals-Feeling zu bekommen empfehlen sie: ”Best viewed with Netscape Navigator 4.03 and a screen resolution of 1024×768 pixels, running under Windows 95. We recommend using a Virtual Machine or appropriate hardware, connected to a CRT monitor. If such an environment unachievable, it should be possible to experience the piece with any browser that still supports HTML Frames. The transfer speed of our server is limited to 8 kB/s («dial-up» speed).”
Bei der “Home Vernissage” im Dezember war das Staunen groß.
Manuel Bürger guckt auch ganz fasziniert auf die Monitore.
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Google Zeitgeist 2011
Am 19. Dez 2011, 13:03 Uhr von martin
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Music for the Masses
Am 13. Dez 2011, 09:00 Uhr von Thorsten W.
Mir ist letzte Woche eine Nachricht aufgefallen, die ansonsten nicht besonders für Aufsehen gesorgt hat: Wie SPON berichtet, haben sich der IT-Branchenverband Bitkom und die Gema (endlich) auf ein Lizenzmodell für Online-Musikdienste geeinigt.
Das betrifft vor allem Streaming-Dienste wie Simfy oder Spotify, aber auch Google Music und Apples iTunes Match können jetzt auch in Deutschland starten. Bei den ersten beiden Diensten handelt es sich ja um reine Streaming-Anbieter, d.h. man kann entweder kostenlos – mit Werbung – oder gegen Gebühr gestreamte Musik anhören. Runterladen und/oder speichern kann man sie nicht.
Ich bin kein Fan von solchen Streaming-/Flatrate-Angeboten – ich möchte zum einen die Musik auf dem Rechner haben, zum anderen möchte ich nicht Zugriff auf eine riesige Masse an Musik haben, die mich überfordert, sondern gezielt Musik aussuchen.
Interessanter ist dabei für mich das Thema iTunes Match, das mit dieser Einigung auch in Deutschland möglich wird – denn da wird meine eigene iTunes-Bibliothek gescannt, und gegen eine Gebühr (in den USA momentan 25 Dollar/Jahr) kann ich alle Songs vom iTunes-Server auch auf andere Geräte runterladen – d.h. ich muss z.B. nicht mehr meine Musik von zu Hause per USB-Stick ins Büro tragen (wie ich es momentan mache), sondern ich kann sie überall runterladen.
Der zusätzliche Vorteil: Wenn ich von einem Song nur ein schlechtes mp3 oder ein Vinyl-Recording mit Kratzern habe, bekomme ich vom Server trotzdem das File in der Qualität, die Apple eben anbietet. Dabei wird nicht überprüft, woher ich die Musik in meiner iTunes-Bibliothek habe, das Ganze ist also auch ein Weg, seine Musiksammlung zu “legalisieren”.
Ein neuer Streaming-Anbieter – ähnlich wie Simfy oder Spotify – namens Deezer startet demnächst in Deutschland. Auch hier kann man Millionen von Songs kostenlos streamen und anhören, will man auch offline Musik hören muss man eine monatliche Gebühr zahlen. Neu an diesem Anbieter: die enge Verknüpfung mit Facebook. Die FB-Freunde sehen, welchen Song ich gerade höre, und wenn es einem gefällt kann er Deezer erst mal zwei Wochen gratis nutzen.
Ach ja, wer jetzt schon gehofft hat – die Einigung betrifft leider nicht YouTube, d.h. so lange sich Gema und YouTube nicht einigen, wird es auch weiterhin die besch*** “Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar…”-Meldungen geben.
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Um welche Uhrzeit kann man besoffene Weiber abschleppen?
Am 27. Jul 2011, 09:10 Uhr von kutmaster
Google kennt mich – ziemlich gut sogar. Seit Jahren frage ich nämlich statt Mutti einfach das Suchfenster in meinem Browser. “Symptome Schlaganfall Augenzucken”, “Minuten Hühnerbeine Backofen Grad”, so in etwa beschaffe ich mir das nötige Wissen um meinen komplizierten Lebensalltag lässig zu meistern.
Spiegel Online meinte neulich, dass man dadurch nix mehr lernt und wir deshalb bald gehörig auf dem Schlauch stehen weden, wenn das Internet voll ist.
Muss ich gleich mal googeln ob das stimmt.
Was andere Leute so eingeben um auf kessel.tv zu landen, könnt ihr dank der monatelangen, akribischen Statistik-Auswertung unsererseits nach dem Sprung lesen – die Besucher der Lesung letzte Woche im Transit kamen vorab in den Genuss.
Viel Spass, auf gut Glück!27 Kommentare » -
Der Tag an dem Google+ kam
Am 1. Jul 2011, 15:00 Uhr von Thorsten W.
Party- und Turnschuhblog. Google-Schuhe von BrassMonki.
Wo warst du als die Mauer fiel, als Lady Di verunglückte, als die Twintower einstürzten, als Google+ kam? Bei Mama auf dem Sofa, im Bett in der ersten eigenen Wohnung, in Tokio, uff Arbeit. Ein Protokoll des vielleicht wichtigsten Tages seit Rams Facebook-Abmeldung.
8.35
Auf meiner morgendlichen Runde lese ich, dass über Nacht Google+ gestartet ist. Wie Facebook, nur anders. Ich bin jetzt kein großer Google-Fan – Mark Zuckerberg bekommt von mir auch meine Unterhosengröße wenn er will, Google verrate ich höchstens meine sexuellen Suchvorlieben. Da bin ich altmodisch. Also interessiert mich das erst mal nicht weiter.9.12
Ich gehe auf Google, das schon seit einigen Tagen anders aussieht. Ich komme in meinem Alter ja nicht mehr so gut mit Veränderungen zurecht. Und plötzlich sehe ich da einen Button “Profil erstellen”. Boah. Jetzt packt’s mich. Und wie ich ein Profil anlege. Natürlich in vollem Glauben, dick bei Google+ dabei zu sein. Muss ich natürlich gleich twittern:9.13
Da hab ich was losgetreten. “invite????” “Taugt das was?” “schick mal link” “schick mal einladung”. Scheint cool zu sein, so ein Google+ Account. Leider dämmert mir inzwischen schon, dass ich da wohl was missverstanden und gar keinen Google+ Account habe. Ich hab ein Profil, kann aber keine der vermeintlich tollen + Funktionen nutzen. Bissle blöd halt jetzt. Was tun? Auf Google schieben und den Dummen markieren:14.03
Wuah – in einer schicken Networking-Gruppe bei Facebook (was eine Ironie, ha-ha… ha) will jemand Einladungen für Google+ verteilen. Ich habe unterdessen schon gelesen, dass manche Leute, die drin sind, zwar noch Einladungen verschicken können, diese den Empfänger aber nicht reinbringen. Ich probier’s trotzdem und lass mir eine schicken. Und, siehe da – ich bin drin wie Bobbele in Twitter! Ich bin jetzt ein cooler Typ, Early Adopter, Social-Media-Guru. Und jetzt? Erst mal twittern:14.08
Aha. Das ist also Google+. Blogs und Onlinemagazine nennen das “aufgeräumtes und klares Design”, ich denke, klar, wenn man gar nicht gestaltet, sieht es auch irgendwie aufgeräumt aus. Aber mir hat Google wie gesagt eh noch nie gefallen. Und sonst? Nett ist die Funktion, per Drag and Drop Freunde in die “Circles” zu ziehen, also in die verschiedenen Gruppen wie “Freunde”, “Bekannte” oder “Familie”. Nett sind die “Sparks”, eine Art Stream mit Nachrichten und Videos zu Themen bzw. Interessen, die man selbst definieren kann. Sonst eigentlich alles wie bei Facebook, nur weniger.15.24
Hallo hallo Hallo… Echo Echo Echo… Ich bin einsam. Ich als Social-Media-Guru weiß, dass für ein Soziales Netzwerk Leute nicht schlecht sind. Da aber Google+ Einladungen rarer sind als S-Kennzeichen auf der Theo, gibt’s da noch nicht viele Leute. Ich hab jetzt vier Kontakte und drei Statusmeldungen.16.07
Dafür bin ich jetzt so beliebt wie zuletzt in der 10. Klasse, als sich beim Tanzkurs-Abschlussball 23 Mädels in meiner Klasse um 7 Jungs prügeln mussten. Seit ich nämlich bei Facebook (was eine Ironie, ha-ha… ha) gepostet habe, dass ich drin bin, werde ich um Einladungen angebettelt was das Zeug hält. Mir wird Geld angeboten, Sex und Unterwäsche (und das alleine von Ram und Tobsen). Leider kann ich keine Einladungen verschicken.18.01
Ich habe jetzt siebe Freunde bei Google+, und die Zusammenstellung dieser Leute zeigt das erwartete Bild: Die üblichen Trendsetter, die immer als erste irgendwo dabei zu sein, nur um denen, die später kommen zu erzählen, wie langweilig das doch schon wieder ist. Und ich bin jetzt auch einer von ihnen. Yeah! Die Betteleien um Einladungen nehmen verzweifelte Züge an. Die Zahl der Statusmeldungen hat sich auf vier erhöht.00.23
Oh nein. Inzwischen scheint jeder Anfänger, der bei Google+ ist, Einladungen verschicken zu können. Und die funktionieren auch noch. Twitter, Google+ und Facebook (was eine Ironie, ha-ha… ha) quellen über vor Leuten, die sich nen Wolf freuen, endlich drin zu sein. Die ersten feiern schon offiziell den Abschied von Facebook. Pah. Wichtigtuer. Als ob das was Besonderes wäre.08.52
Achso, ob Google+ gut ist? Besser als Facebook? Muss man dabei sein? Könnt ihr hier lesen, hier oder woanders.Und wer sich mit der Umstellung schwer tut – eine kleine Änderung im CSS, und alles sieht aus wie gewohnt. Und zeigt, wie
großklein die Unterschiede doch sind:Gefunden bei TechCrunch
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Tagesthemen
Am 30. Jun 2011, 18:00 Uhr von martin
Twitter-Themen des Tages waren der beschlossene Atomausstieg, gerüchteweise tritt Bahnchef Grube zurück und natürlich Googleplus. Beziehungsweise, die Maßeinheit des Tages war bzw. ist eine Googleplus-Einladung.
(Comic von xkcd)
Thorsten hatte natürlich eine, logisch als Sascha Lobo von Stuttgart wäre alles andere eine Enttäuschung, hier der Beweis, wurde uns zugespielt.
Man sieht, die Leute lechzen um Einladungen. Okay, geb´s zu, hab ihn auch gefragt. Und klar gefällt das Tobi Tobsen. Schreit nach einem richtigen Eintrag. Macht er auch. Bestimmt. Und jetzt?
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+1 Button
Am 31. Mrz 2011, 13:00 Uhr von martin
“Warsch du im Urlaub?” “Noi, warum?” “Ha, du bisch so braun.” Sorry, musste gerade an meine allerliebste Äffle und Pferdle Szene denken. Hat mir auch immer gerne meine Oma erzählt. Eigentlich dachte ich, von den zwei wichtigsten schwäbischen Einwohnern stammt auch der Satz: “Ha, du machsch mir au elles noach!” Komm ums verrecken nicht drauf wo wann das war.
Auf jeden Fall, Sensation, Google macht au alles noach und kommt mit dem +1 Button ums Eck. Kennt man irgendwo her. Super Infotext auch: The +1 button is shorthand for “this is pretty cool” or “you should check this out.” Warum nicht niceone? Yo, check this out!
Um die neue +1 Funktion nutzen zu können, benötigt man ein Google Profil. Ob +1 im gängigen Sprachgebrauch das neue Like wird, wird man sehen. Rollt zunächst komplizierter, aber vorhin wurde schon hier auf dem Blog in dem Duktus kommentiert. Mehr Infos auch hier.
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