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    Schuhgröße 147

    Nochmals Gerberviertel: Herber Verlust für die Stuttgarter Cowboystiefel-Institution Boots by Boots. Ist echt ne Institution, hab mal ein Porträt über eine Dame mit Hang zu Cowboystiefeln geschrieben, die meinte, sie lässt sich ihre nur dort anfertigen. Jetzt wird gesucht: Ein Täter mit Schuhgröße 147.  

    PP Stuttgart / Cowboystiefel gestohlen

    Stuttgart-Mitte: Unbekannte haben zwischen Donnerstag (12.04.2012) und Freitag (13.04.2012) einen Cowboystiefel vor einem Schuhgeschäft an der Gerberstraße gestohlen.

    Der Diebstahl wurde offenbar erst am Donnerstag (19.04.2012) bemerkt (der größte Cowboystiefel der Stadt wurde scheinbar nicht vermisst.). Der Cowboystiefel war mit einem Fahrradschloss an einem Rohr vor dem Geschäft befestigt. Bei dem Schuh handelt es sich um eine zirka 90 Zentimeter große Handanfertigung aus braun-weißem Leder und der Schuhgröße 147. Der Stiefel hat einen Wert von zirka 2.500 Euro.

    Hinweise nehmen die Beamten des Polizeireviers 1 Hauptstätter Straße unter der Rufnummer 8990-3100 entgegen.

     
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    No sleep `til Gerber

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    Überschrift musste ich vom Geiger klauen. Erst schippen, dann shoppen, weisch Bescheid. Der allmächtige Fortschritt des Shoppings im Zeitraffer.

     
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    KTV-Ausflugtipps: Abenteuerurlaub in Stuttgart

    Die Urlaubszeit ist zwar offiziell vorbei, aber folgendes kann man auch mal zwischendurch unternehmen. Der Text ist bereits im aktuellen LIFT erschienen. 

    Die Kalifornien Rundreise haben sie schon fünfmal mit Sternchen und Hoover-Damm absolviert, für die große Asien-Tour reichen die zwei Wochen Urlaub nicht, die man ihnen gnädig gewährt (Stichwort Aufschwung), und die Domrep ist weit unterhalb ihrer Kniekehlen? Dann probieren sie etwas ganz Neues: Die 24 Stunden Survival-Tour durch Stuttgart.

    Großer Vorteil: Sie müssen kaum Vorbereitungen treffen. Ihr Outfit sollte ein Tag durchhalten und Geschmack mit Funktion verbinden. Empfehlenswert ist ein Brustbeutel für etwas Taschengeld und Kreditkarte, falls sie sich spontan bei Louis Vuitton in der Stiftstraße einen größeren Brustbeutel kaufen wollen. Aber bitte unter dem Shirt tragen! Um richtig abschalten zu können, lassen sie am besten ihre Handy-Gürteltasche inklusive Smartphone daheim.

    Ausschlafen mit den Parkschützern

    Für die Übernachtung benötigen sie keinen Cent. Legen sie sich einfach zu den Parkschützern in den Park, wählen sie eine Abdeckplane oder Zelt nach ihrem Geschmack und Einkommensklasse aus und ratzen in dem bunten Biotop endlich richtig ordentlich bis um 6:00 Uhr durch, bis sie von den ratternden U-Bahnen unter und dem hupendem Berufsverkehr neben ihnen geweckt werden. Den ersten Kaffee bekommen sie von ihren neuen Freunden. Geht immerhin um die Sache und nicht um Kaffee.

    Erkunden sie Europa

    Um gemütlich in Paris zu frühstücken, müssen sie Stuttgart überhaupt nicht verlassen, sondern nur das gerade entstehende Europaviertel hinter der BW-Bank besuchen. Wandern sie vom Park durch das Paralleluniversum Arnulf-Klett-Passage, das ist Disney Land und Tripsdrill in einem. Gönnen sie sich bei einer Schnellback-Kultur drei Brezel für 99 Cent, schnorren in dem besagten Geldinstitut etwas Butter bei einer attraktiven Bankerin und laden sie diese zum gemeinsamen Butterbrezel-Essen auf dem romantischen Pariser Platz ein.

    Mit viel Phantasie sehen sie hinter dem Bauzaun nicht nur die neue Bibliothek, sondern auch Budapest und Mailand. Savoir Vivre! Knutschen sie die Bankerin ab und sagen ihr danach, dass ihr Herz doch nicht für sie schlägt. Immerhin haben sie Urlaub. Es geht nur nach ihnen.

    Heißester Touri-Hotspot 2011: Die Gerber-Baustelle

    Vergessen sie das Daimler-, Porsche- oder Kunstmuseum: Die Gerber-Baustelle ist der Touri-Magnet schlechthin in dieser Saison. Fahren sie vom Hauptbahnhof zum Österreichischen Platz (U5, 6, 7, 15 bis Charlottenplatz, umsteigen in die U1) und laufen vor bis zur Tübingerstraße.

    Schauen betont fassungslos auf die Central Park große Baugrube zwischen Paulinenbrücke, Tübinger-, Sophien und Marienstraße. Setzen sie den Audioguide auf, der am Bauzaun hängt und Fragen beantwortet wie: Was kommt da hin? Ein Nutzungsmix aus Shopping, Büro und Wohnung. Ach so. Braucht man das? Sieht man dann, wenn es fertig ist. Ach so. Vorher war´s nicht schöner. Stimmt. Na ja.

    Unterhaltung, Spiel und Spass in der Marienstraße

    Nach dem Grubencheck und Staubsnack müssen sie die Tour auflockern. Die Marienstraße ist dafür bestens geeignet. Eine Bong im Udopea? Spielzeug im Beate Uhse? Trendige Turnschuhe in einem Fachgeschäft oder einen Kebab-, Pizza, Asia oder Burger-Snack? Notfalls können sie in einem der 20 Internetcafés endlich ihre Emails checken. Posten sie auf Facebook ein Bild von den Malediven: „Geile Großwetterlage hier, ihr Büroseggl!“

    Rolltreppenfahren im Königsbau

    Jetzt Action! Laufen sie die Königstraße hinunter bis zum Stilwerk, auch bekannt als Königsbaupassagen. Fahren sie dort solange die Rolltreppen rauf und runter bis sie die Verantwortlichen der schwachsinnigsten Rolltreppen-Planung der Welt mit der neuen CD von Andrea Berg foltern möchten oder sie einem der oberen Designermöbelläden aufgrund des penetranten Hotalo-Gestanks vor den Eingang speien.

    Gratulieren sie den Hotalo-Mitarbeitern, dass sie Menschenschlangen wie zu Zeiten des Real Existierenden Sozialismus generieren. Nachdem sie selbst einen Pappbecher verhaftet haben, wissen sie immer noch nicht warum.

    Cocktail-Time im El Chico

    Speien sie gleich nochmals oder spülen das hochwertige Asia-Food mit einem Jumbo Tequila Sunrise im El Chico in der Bolzstraße herunter. Nahtloser Übergang ins Frühabendprogramm, die Fiesta kann beginnen. Lassen sie sich noch einen Jumbo Pina Colada in ihren Hotalo-Pappbecher abfüllen und springen in der Haltestelle Kepler-Straße in die U-Bahn und steigen am Berliner Platz schon wieder aus.

    Abenteuer Vorglühen am Berliner Platz

    Entweder sie bekommen sofort die Fresse poliert oder schließen jede Menge neue Urlaubsbekanntschaften. Seit M1-Zeiten ist der Berliner Platz eine rechtsfreie Vorglüh-Zone und Ausgehtreff für Kids aus verschiedenen Szenen (Emos, Indies, Kleingangster). Der Stärkere überlebt und manchmal schaut sogar die Polizei vorbei.

    Abendessen und austreten im Brunnenwirt

    Nach so viel Nervenkitzel brauchen sie eine fettige Currywurst, ein Herrengedeck und pinkeln müssten sie ebenfalls längst, also auf zum Brunnenwirt. Nehmen sie die U4 oder U9 bis zum Rathaus und gehen durch Unterführung in die Altstadt. Achtung: Für den Urlaubsfick ist in diesem Ressort ein Unkostenbeitrag zu entrichten! Checken sie bei Interesse die Reserven in ihrem Brustbeutel oder genießen gleich die angeblich beste Currywurst im Kessel. Anschließen ausschütteln an einer der letzten Pissrinnen der Stadt. Stuttgarter Legende: Da lag vor langer Zeit eine Leiche drin.

    Saunieren im Transit

    Was wäre ein Urlaubstag ohne Wellness? Der Spa Transit bietet die patentierte Ellenbogenmassage an. Aufgegossen wird mit dem seltenen schwarzen Sambucca. Wenn sie Glück haben, wedelt ein DJ mit dem Handtuch. Stellen sie sich vor ihm hin, nehmen die Arme nach oben und lassen abschlagen. Im Hans im Glück Brunnen können sie anschließend baden und sich frisch machen.

    Das große Finale: Sex

    Was wäre ein gelungener Urlaubstag ohne Geschlechtsverkehr? Den bekommt man mit großer Wahrscheinlichkeit frühmorgens im frisch renovierten Dilayla, eine der Abschlepprampen der Stadt. Erzählen sie ihrem Zielobjekt von ihrem aufregenden Trip und dass sie schon morgens in Paris wussten, dass abends noch die Richtige kommen wird. Und wenn sie danach immer noch fit sind und ihnen der Tag höllisch Spass gemacht hat: Die Parkschützer sind bestimmt noch oder schon wieder wach.

     
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    Stuttgart in HDR von Johannes Müller

    Neulich war ich zum ersten Mal im rosabraun. Ist zwar in meiner Straße, aber ganz weit unten. Also sehr richtig weit weg. Macht die Sabine (hinten links), hat früher mal in der Suite geschafft. Gibts grob gesagt Kaffee, Möbel und Dekozeug. Frauenladen. 100 Prozent. An der Wand wiederum hängen dunkle Männerbilder.

    Frag ich: “Crazy in town? Ey was isch des?” “Ey, des isch der i-Punkt der Partys”, antwortet Sabine. Der Fotograf würde Johannes Müller heißen und die Ausstellung “Stuttgart in HDR”. Kontroverses Thema, wurde auch schon hier zwei, drei mal ausdiskutiert, ob geil oder nicht. Mir gefallen HDR-Bilder und Johannes Müller hat uns freundlicherweise einige überlassen. Ziemlich dark, aber guter Breitencheck für den neuen Blog.

    Besonders angetan hat es ihm die Paulinenbaustelle.

    Er reizt den Effekt sehr stark aus wie man sieht. Geschmacksache. Müller hat bewusst ganz banale Dinge fotografiert und die dann verfremdet.
    Johannes Mülle fotografiert seit 15 Jahren und hat kürzlich in der Suite oben seine Fotodoku über Afghanistan präsentiert.

     
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    Baustellen-Shopping

    Tragischkomisch: Wenn du mehrere Jahre lang vor deinem Laden ein Riesenloch hast, ist der Einzelhandel überhaupt gar kein Zuckerschlecken bzw. kann eventuell in Einzelfällen sogar zum Ruin führen.

    “Stuttgart, die ewige Baustelle”, schrieb uns Leserin Hanna und schickte uns Bilder von einem Laden namens Kallas in der Tübingerstraße, der noch ein paar Jahre Gerber-Staub schlucken muss und deswegen zum Sommerverkauf den “Baustellenrabatt” eingeführt hat.

     
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    Baustelle glotzen

    (Ein Paradies für Bagger-Fanatiker. Kennt noch einer die Lodown-Ausgabe mit dem Bagger-Special?)

    Bin heute früh beim Joggen kurz erschrocken. Geht ja doch recht zügig voran jetzt, um das Gerber-Dingens voranzubringen, nachdem es jahrelang eben nicht voran ging, weil auch die Paulinen-Apothekerin den “Männern in Grau” um mal den upcoming Tatort-Slang aufzunehmen, das Leben recht schwer gemacht hat. Man munkelt, es war ihr Hobby. Sie hat sich nun ergeben, ist umgezogen, hab vergessen wohin, wie auch schon längst der Vital-Lounge.

    Wird eh viel gebaut gerade so, auch so Straßen-technisch. Gerade am Rotebühlplatz fast vom Bus überfahren worden, dank der trickreichen temporären Verkehrsführung über den Fahrradweg. Kein Plan genau was das wird wenn es fertig ist.

    Und da Bagger das neue Kaminfeuer sind als Bonus eine Minute lang Bagger-Action. Wer die Datei für eine Endlosschleife will, also vielleicht die ARD, alles eine Frage des Preises.

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    Das Gerber wird soo hipp

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    Gefühlt wird die komplette Tübingerstraße abgerissen, und überaus große Plakate künden schon the next big thing in Sachen Stadtentwicklung an: Das Gerber, ein Bau zwischen Marienstraße, Paulinenbrücke und Tübinger Straße, einstiger Projektname Quartier S. Und wie man das heute so macht gibt es einen emotionalen und mitreißenden Imagefilm, der mit Superlativen nicht geizt: Wörter wie “Shared Spaces”, “hippe Modelabels”, “richtungsweisende Neuordnung” und “höchste Aufenthaltsqualität” werden da gedropped wie Reime beim Freestyle-Battle.

    Stellt sich wieder mal die Frage, wer sowas braucht, aber wenn es nur ansatzweise hilft, Marien- und Tübingerstraße wieder einen Tacken attraktiver zu machen, mir soll’s recht sein. Und zumindest in diesem Weichzeichner-Imagefilm sieht der Bau zumindest nicht ganz nach gläsernem Protzpalast aus, sondern sogar einigermaßen ins Stadtbild passend. Und die Website ist voll hip, sehr ausführlich und sogar die Utopia Parkway-Kunstprojekte finden Erwähnung. Direkt an der Paulinenbrücke wohnen würde ich aber trotzdem nicht wollen.

    A propos: War eigentlich schon mal jemand in der Detektei Eitel an der Paulinenbrücke? Nur so aus Spaß?

     
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