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Happy Weekend Tribute To Guru Mix
by DJ FrictionAm 30. Apr 2010, 17:00 Uhr von martin
Dass Rapper Guru vergangene Woche verstorben ist, weiß wohl mittlerweile jeder. Er war freilich einer der besten im Bizz und gerade mit DJ Premier unter dem Duo Gang Starr lange Jahre stilbildend.
Unser Frico, ebenfalls wie viele andere HipHop-DJs dieser Stadt von Gang Starr stark beeinflusst, hat sich prompt hinter die Teller geklemmt und einen Tribut-Mix zusammen gemixt, gecuttet und gedoppelt.
Dabei verarbeitet er Rares, Bekanntes, selten Gehörtes wie auch längst Vergessenes aus 20 Jahre Guru, darunter freilich auch viele Gang Starr Tracks und mal jazzy, mal rougher Streetsoul, mal schmusi RnB-Rap. Guru eben. Great Work, “and watch my status escalate”.
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Das gesamte Team der Burger King Filiale Marienplatz wünscht an dieser Stelle ein schönes Wochenende.
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Guru R.I.P.
Am 20. Apr 2010, 11:52 Uhr von Thorsten W.

Oh Mann. Gestern ist Guru alias Gründer von Gang Starr alias Erfinder von HipHop-Jazz alias Gründer von Jazzmatazz nach langer Krebserkrankung gestorben (Danke Leser Dominik für den Hinweis).
Neulich hatte es Mischi noch davon in seinen Yo! KTV Raps, im letzten Jahr haben wir eine Karte für das Jazzmatazz-Konzert im Beat!Club verlost und ich durfte ihn noch live erleben.
Guru hat kurz vor seinem Tod noch einen Brief veröffentlicht, in dem er auf seine Karriere zurückblickt, seinen langjährigen Weggefährten Solar über den Klee lobt und in dem sein ehemaliger Gang Starr-Partner DJ Premier überhaupt nicht gut weg kommt. Den ganzen Brief gibt’s nach dem Jump:
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52 Albums/3: Gang Starr “Moment Of Truth”
Am 29. Mrz 2009, 16:47 Uhr von martin
Da dieses Album in der 0711-Club-Guru-Jazzmatazz-Woche super reinpasst, möchte ich als erstens in unserer neuen Serie “52 Albums” erzählen, was ich mit diesem Masterpiece alles verbinde.
Die Vorabsingle “You know my Steez” pumpte bereits schon ordentlich im Herbst 1997 und war neben Rakims “Guess Who´s Back” das Obergerät der Saison. Im April 1998 sollten Gang Starr vier Jahre nach “Hard To Earn” mit “Moment of Truth” den Zenit ihrens Schaffens erreichen.
Schon bei der Veröffentlichung war klar, dass man es hierbei mit einem Meisterwerk zu tun hat. Selten ging ein (Rap-)Album stärker los als “Moment of Truth”. Kurze Ansprache Guru, “You Know My Steez”, kurz danach der hochenergetische Klimperkasten “Work”, gefolgt dem majestätischen “Royalty”, das von dem phantastischen Klangteppich “Above The Clouds” abgelöst wird (hat sich tatsächlich neulich jemand bei mir gewünscht), im Anschluss die chillige Soul-Sample Nummer “Jfk 2 Lax”. Zwischendurch wütete Premier etwas über das aktuelle Rap-Bizz durch die Gegend. Das hohe Startlevel wurde bis zum Rest-in-Peace-Tune “In Memory of…” gehalten.
Ich glaube, ich hab das 20 Track starke Monumentalalbum rund 1000 Mal durchgehört. Allein 700 Mal im Auto, 100 Mal daheim und 200 Mal im Boarderurlaub 1998 in La Plagne. Die CD hab ich kurz vor dem Urlaub noch gekauft und wir haben die eigentlich eine Woche lang gehört, inklusive bei der Hin- und Rückfahrt im Bus.
Der Urlaub war der Oberknaller. Mein guter Kumpel Tilman hat den damals organisiert. Wir waren 20 – 25 Leute, unter anderem lernte ich da auch den verrückten Emre und seine Ditzinger Kumpels kennen. Der Emre war der Hammer. Hat sich auf der Hinfahrt im Bus so übel vollaufen lassen, nach der Ankunft weiter gesoffen, zwei Stunden geschlafen und ist dann morgens auf die Piste.
Prompt stand ihm da mir nichts dir nichts ein Kicker im Weg und der blaue Emre wollte eine steile Performance hinlegen. Also Vollgas drauf zu, zack auf die Fresse, Schlüsselbein am Sack. Urlaub nach einer Stunde boarden gelaufen. Der Tilman ist mit ihm damals in einem uralten Feuerwehrauto ins Krankenhaus gefahren.
Emre war nun eine Woche zum Chillen verdammt, was für den kleinen Zappelphilipp glaub echt schwer war. Abends konnte er dann wieder mit uns Gas geben. Wir soffen jeden Abend diesen total billigen Rotwein aus so einem schäbigen 10-Liter-Kanister und diese kleine Biers (Kronenberg oder so?), die man in französischen Skidörfern im 40er Pack kauft. Nach zwei Tagen Urlaub findet man vor lauter leeren Flaschen seine Schneehose nicht mehr.
Zu später Stunde haben wir dann zu “Moment Of Truth” auf dem Küchentisch getanzt, daran kann ich mich noch bestens erinnern. Morgens standen wir trotzdem wieder wie ne eins um halb 10 auf der Piste.
Am letzten Abend wollten wir mal alle zusammen die Dorfkneipe checken. Auf dem Weg dahin kommen wir an einer vereisten Pfütze vorbei. One-Arm-Emre, so geil wie er nun mal ist, dachte sich, Mensch, auf dieser Eispfütze könnte ich ach-so-cooler-Vogel doch eigentlich meiner Urlaubsgang einen Michael-Jackson-Gedächtnis-Moonwalk vorführen.
Gesagt, getan, zack, lag der Emre auf dem Eis und das andere Schlüsselbein war auch am Arsch. Völlig bewegungsunfähig wurde er auf der Heimfahrt von den Mädels gefüttert. Jedes Mal wenn ich den Emre seh, muss ich ihm das alles natürlich wieder unter die Nase reiben. Logisch oder?
Auf jeden Fall hatten wir dank Emre und Gang Starr eine super Woche, verdammt viel Spaß und immer wenn ich “Moments Of Truth” höre oder manchmal einzelne Lieder davon auflege, muss ich an diese verdammt geile Mid-End-90er Zeit denken – 0711 Club, La Saga etc – und natürlich auch an La Plagne.
HipHop mutierte kurz darauf zur allgemein gültigen Popmusik. Guru und Premier meldeten sich erst fünf Jahre danach wieder mit dem halblebigen Comeback-Album “The Owners” zurück – ihre Zeit war aber längst abgelaufen. “Moment Of Truth” markiert für mich somit in mehrere Hinsicht das Ende eine wahrhaft goldenen Ära.
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