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Nie mehr 4. Liga
Am 7. Mai 2012, 18:30 Uhr von martin
Normalerweise absolutes Geiger-Ressort, klar, aber der feiert immer noch in Hoffenheim II am Zaun oder spielt Mäxle im Seeblick, deswegen kurzes Infotainment weil man darüber definitiv infotainen kann: Die Kickers steigen nach, öhm, zwei Jahren (?) Regionalliga (aka 4. Liga) wieder in die 3. Liga auf.
Bereits am Freitag hat man den FC Pitu Memmingen 1:0 auf der Waldau geschlagen, vorzeitig perfekt machte aber erst gestern Hoffenheim II das Aufstiegsglück. Die klatschten nämlich den direkten Kickers Verfolger Sonnenhof Berg mit 3:2 und somit liegen die Kickers zwei Spieltage vor Saisonende uneinholbar auf Platz 1 der Regionalliga Liga Süd. Ganz nicer Spielbericht auch auf der Kickers-Seite, mit dem einen oder anderen fein abgestimmten Seitenhieb gegen Großaspach.
Nächstes Jahr muss man nun nicht mehr den Anblick vom Andrea-Tourbus ertragen, sondern fährt in Städte wie Saarbrücken, Heidenheim, Burghausen, Münster, Chemnitz oder Stuttgart II.
Am kommenden Wochenende geht es aber erst einmal mit einem Sonderzug nach Nürnburg II. Nürnberg II liegt auch da wo Nürnberg I ist. Kickers-Fan Bernd will mitfahren und Geiger sitzt dann wohl immer noch beim Mäxle.
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Blinde Bratwurst und andere Mythen
Am 2. Apr 2012, 12:30 Uhr von martin
(Bratwürste und Schmierfinken)
Die LBBW (oder BW-Bank, wer weiß das schon und was ist eigentlich der Unterschied?) ist bekanntlich die schönste Bank der Welt. Und die schönste aller Bankfilialen dieser Erde ist die BW-Bank-Aussenstelle Kronprinzstraße. Bring ich immer meine Kröten hin. Die Kassiererin guckt manchmal bisschen skeptisch die zerknitterten Scheine an. “Keine Angst, das ist nur Discogeld”, sag ich dann. “Stickt auch nicht. Oder vielleicht bisschen mehr nach Rauch. Schnaps ist mir jedenfalls keiner drüber gelaufen. Da achte ich sehr drauf.”
Nur einmal hab ich von Bubbi Schuster einen derart verratzten 20er bekommen, den meine vertraute Kassiererin ums Verrecken nicht annehmen wollte. Der war ihrer Bank unwürdig. Beziehungsweise dem Zählgerät. Der war so gesehen schon falsch. Hab den dann im Schnellbäcker gegenüber klein gemacht. Sollen die sich sich doch damit rumschlagen. Hatte danach trotzdem ein schlechtes Gewissen, weil ich Falschgeld unter die Leute gebracht habe. Wer kriegt den Schein wohl als nächstes? Aber ey, Bubbi hat damit angefangen!
Mal kurz über Geld geredet. Kommen wir zum Sport. Letzte Woche in die Filiale eingelaufen und mich über die VfB-Beflaggung gewundert. Alles Rotweiss. Oder weissrot? Bisschen zu viel des Guten, dachte ich mir zunächst, bei Tabellenplatz 7 (letzte Woche). Ach nee, ist ja ne Ausstellung hier, “Mythos VfB – 100 Jahre Fusion”, heißt die. Wurde bereits vor einer Woche eröffnet und geht noch bisschen Gründonnerstag, 5. April.
Am 2. April 1912 schlossen sich nämlich der FV Stuttgart 1893 und der Kronenklub Cannstatt zum VfB Stuttgart 1893 zusammen. “Ohne diese mit Weitsicht und Zukunftsorientierung getroffene Entscheidung zur Fusion würde es den VfB heute nicht geben”, steht auf der VfB-Seite. Ob man 1912 schon das Wort Fusion in den Mund nahm?
Fährt allerhand Zeug rum, bisschen Meisterschale, bisschen Championsleague-Teilnahme-Nachweise, bisschen alte Bälle und sonstiges Zeug. Baut wohl auf die Wanderausstellung “Mythos VfB”, keine Ahnung wo die bislang schon überall hingewandert ist. Mehr Informationen bekommt man im hauseigenen Clip.
Ansonsten viel los die Tage beim VfB. Präsi Gerd Mäuser hat rumproletet und vor angehenden Sportjournalisten der Macromedia Hochschule die ausgelernten Sportberichterstatter dieser Stadt als Schmierfinken bezeichnet. Soll allgemein bisschen ein Stoffel sein, der Typ. Will vielleicht an die legendäre MV-Zeit anknüpfen. Stoffel hat mich manchmal mein Vater genannt. Passt schon. Geb mir voll oft zu erst Feuer und dann den erst Damen.
Die Mannschaft selbst lieferte hingegen (bekanntlich) schon am Freitag das “Spiel des Jahres” ab, 4:4 in Dortmund. Setzer wollte es nicht gucken, meinte er am Donnerstag. Wer es ebenfalls nicht gesehen haben sollte, hier zumindest alle Tore…
…und die Pressekonferenz im Anschluss.
Sport im Dritten hat sich dann gestern noch einen gar nicht so schlechten Aprilscherz erlaubt, zumindest bin ich glatt drauf reingefallen. Giovani Elber kehre mit 39 Jahren zu Hoffenheim in die Bundesliga zurück, meinten die. Er sei ohne Vertrag, züchtet gerade Rinder in Brasilien und wäre aber topfit und würde schon nächste Woche auf dem Platz gegen den FCK stehen. Magische Dreiecke in Hoffe? Ersma bisschen Erodigg.
Hab das wie gesagt gestern Abend bei der üblichen sonntäglichen minimalen Hirnleistung sogar prompt geglaubt. War aber auch ganz gut umgesetzt vom SiD. Haben alle mitgemacht, sowohl Trainer Babbel (“Ibisevic ersetzen”) als auch der einstige magische Spielkamerad Bobic, der sich schon in Dortmund dazu äusserte und meinte, Elber habe ihn schon angerufen, warum auch nicht, die “alte Bratwurst” trainiere auf seiner Farm wie ein Verrückter. Allzeit bereit. Falls eben Hoffenheim anruft.
Bei Bratwurst muss natürlich das noch kommen. Legendäre Fußballausraster. Bobic auf Platz 9 mit der blinden Bratwurst, ab Minute fünf.
Mythos VfB – 100 Jahre Fusion noch bis Gründonnerstag, 5. April, 09:00 bis 18:00 Uhr, Eintritt frei LBBW Filiale Kronprinzstraße2 Kommentare » -
kickerle.tv: Steht auf, wenn Ihr Heidenheimer seid
Am 26. Mrz 2012, 09:41 Uhr von Kollege Geiger
Nach dem fulminanten 4:0 Sieg der Stuttgarter Kickers am Freitag gegen Fürth (II) und dem Federnlassen der Verfolger – Fußi-Floskeln forever – darf und muss man sich als Fan der Kickers langsam mal mit Liga 3 beschäftigen. Apropos: Ab welchem Bildungsgrad sagt man eigentlich Liga 3, Liga 2, Liga 1 und nicht mehr 1., 2. und 3. Liga? Wahrscheinlich ab dem gleichen, ab dem Nudeln Pasta heissen.
In Liga 3 kickt jedenfalls der FC Heidenheim. Hatte mit denen mal vor einiger Zeit Kontakt – und fand die auf Anhieb gut. Ja, sie haben Geld, weil die Unternehmen Voith (Mischkonzern, was immer das auch heißt) und Hartmann (Verbandsmaterial, wovon man im Fussball nie genug haben kann) welches reinstecken. Und nein, sie sind trotzdem kein zweites Hoffenheim.
Hier an der Brenz wirkt Fußball real, ambitioniert und weder gekauft noch höhenfliegend. Mannschaft und Umfeld sind sympathisch und achten drauf, dass hauptsächlich Spieler aus eigener Erzeugung auf dem Platz stehen. Und wer die Gegend kennt, weiss, dass da wahrscheinlich viel Erzeugung stattfindet.
Man fragt sich ja oft, was die Menschen in solch einer Region den ganzen Tag so machen. Das offizielle Vereinslied gibt Auskunft. Da singt ein Hans Harz Double “FC Heidenheim. Meine Liebe zu dir ist das, was mich am Leben hält.”
Der Rudi Assauer der Ostalb? Wer immer das ist, Herr Voith oder Hartmann – Fußball braucht solche Typen!
Am Samstag waren Arminia Bielefeld, ich und 8.000 andere zu Gast. 8.000 Zuschauer in Liga 3! Beim kleinen VfB II kommen glaube ich so 300-800. Arminia Bielefeld muss sich natürlich die Frage gefallen lassen: “Wie, die spielen in der 3. Liga? Waren die nicht mal…?” Doch waren sie. Und wehmütig klingen Namen wie Wichniarek, Labbadia, Rapolder, Möhlmann, Feldkamp oder Giuseppe Reina nach.
Samstag war der bekannteste Name auf dem Platz Michael Thurk. Augsburgs enfant terrible - von Heidenheim adoptiert. Wobei man ja bis heute gar net weiß, was an dem so terrible sein soll.
Bester Mann auf dem Feld war aber Paule. Top-Körperspannung schon vor dem Anpfiff. Und das, obwohl das Publikum sich bissle schwer tat, den Takt zum Einlaufmarsch “whatever you want” zu finden. Let’s dance auf der Ostalb:
Hoppala – war plötzlich aus Versehen in der Mixed Zone. Wo ich wirklich gar nix verloren hatte. Hab die vierte Gelbe gesehen und bin für die Partie gegen den SV Wehen jetzt leider gesperrt.
Nochmals hoppala – stand bisschen unvermittelt direkt neben den “Kollegen” der Presse. Thorsten meinte neulich erst: die grauen Objektive sind die richtig teuren. Hab n schwarzes. Hab außerdem natürlich kein DFB-Westchen geholt. Anfängerfehler! Hätte mir mal RAMs High Tech Laufjäckle ausborgen sollen.
Freud und Leid und so. Am Ende siegte Heidenheim in letzter Minute noch 2:1 und feierte das wie den Einzug ins Pokalfinale. Ausgehungert sind sie hier, zwischen Ulm und äh….lange nix… und dann Geislingen.
Im nächsten Leben halte ich’s mit Mehmet Scholl und möchte auch als Spielerfrau wiedergeboren werden.
Auch die Stadionwurst ganz ausgezeichnet, finanzierbar (2.50) und vor allem mit Bargeld bezahlbar. Das mit dem Senfkleckern passiert mir irgendwie immer, egal in welcher Liga.
Ob das mit dem Heidenheimer Aufstieg noch klappt, muss man abwarten. Gegen Bielefeld ging’s nur vom 6. auf den 5. Platz für den FCH. Zweiltligareif wären sie hier, wenn man sich Stadion, Spielstärke und Begeisterung anschaut. Ansonsten komm ich halt nächste Saison zum Auswärtsspiel mit den Kickers nochmals. Vielleicht kann ein Mäzen bis dahin ja ne Autobahnausfahrt bauen?
Apropos Autobahn – sah so als, als hätte die Arminia für den Heimweg nach Bielefeld noch 26 Calzone Wegzehrung bestellt.
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“Jeder Idiot kann sich im Internet über so einen Namen anmelden”
Am 2. Mrz 2012, 15:30 Uhr von martin
“…und kann da seine Scheiße reinschreiben, weil er zur Hause von der Frau auf die Ohren kriegt.” Friday Fun mit Mario Basler über das Internet, Fußballfans und das Leben.
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Kickerle.TV: Die Antitrainer – Christoph Daum
Am 24. Jan 2012, 16:36 Uhr von martin
In unserer losen Serie “Die Antitrainer” huldigen wir Fußballlehrer aus einer scheinbar längst vergangenen Zeit. Heute zieht unser Fussballfachmann JMO2 nach Peter Neururer, Stepi und Otto Rehhagel eine wahrhaft schillernde Gestalt aus dem Hut: Christoph Daum. Da rattert es doch sofort los: Haarprobe, vier Ausländer aufm Platz und natürlich die Meisterschaft mit dem VfB im Jahr 1992. Hat seitdem nur der Armin geschafft. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es auch diese Saison nix mit der Schüssel.
Als letztens der Präsident und Lichtgestalt des FC Bayern, Uli Hoeneß, seinen 60. Geburtstag feierte, da war ich leider nicht eingeladen. Nehme an der Bericht vom Aussi folgt aber zeitnah. Wer ebenfalls nicht eingeladen war und wohl auch bei einer Einladung nie gekommen wäre: Christoph Daum. Immerhin hat er dem bekannten Wurstfabrikanten gratuliert, nicht ganz selbstverständlich, wenn man bedenkt, das es schlussendlich Hoeneß war, dem dem diplomierten Fußballtrainer Daum den Höhepunkt seiner Karriere indirekt verbaut hat.
Von vorne: Geboren wurde Christoph Daum im lieblichen Zwickau in der damaligen DDR und kam dann im Alter von sechs Jahren ins malerische Duisburg. Das Leben dort war hart als Knirps, besonders beim Bier holen, wie er später berichtete: „Entweder du hast den Jungs Wegezoll bezahlt, oder es gab einen Tritt und die Bierpullen waren kaputt.“
All das konnte ihn nicht brechen, er behauptet sich und macht fußballerisch Karriere bei Hamborn 07, deren DFB-Pokalspiel gegen den FC St. Pauli im Dezember 1952 als erstes Spiel im deutschen TV übertragen wurde, außerdem bei Eintracht Duisburg. Dies allerdings, wie die meisten Trainer aus dieser Reihe, im unterklassigen Bereich. Immerhin langt es 1981 zur deutschen Amateurmeisterschaft mit der zweiten Mannschaft des 1.FC Köln.
Zeitgleich mit seiner Zeit als Spieler in Köln studierte er an der Sporthochschule in Köln und seine Diplomarbeit mit dem Namen „Die Wichtigkeit und Bedeutung von pädagogischen und psychologischen Maßnahmen eines Fußballtrainers“ müssten ihn eigentlich als Ur-Tuchel stigmatisieren, aber sein Schaffen war und ist einfach zu facettenreich um ihn außen vor zu lassen. Zumal der Tuchel garantiert nie „Bierpullen“ für seine Familie von der nächstgelegenen Trinkhalle holen musste. Falls doch, soll er es beweisen!
Neben der Knochenmühle Amateur- und Co-Trainer beim EffZäh in Köln, hält er bereits seit Mitte der 80er nebenbei Motivationsvorträge für Manager und ähnlichen Kram. Auf Daums Webseite klingt das dann so: „Es dauert nicht lange, da hält Christoph Daum, der ein Publikum mit seiner Mischung aus flamboyanter Rede, profunder Sachkenntnis und innovativen Ideen zu fesseln versteht, Vorträge zu Mitarbeitermotivation und Unternehmensführung auch vor Managern aus der Wirtschaft“. Toll!
Beim EffZäh hat er dann lange genug gebuckelt und intrigiert um dann ab 1986 Nachfolger Cheftrainers Georg Keßler zu werde. Hier legt er schlussendlich den Grundstein für seine späte Karriere, wird in knapp vier Jahren einmal dritter und zweimal Vizemeister.
Besonders gerne erinnere ich mich an das Rededuell im Aktuellen Sportstudio mit Jupp Heynckes und Uli Hoeneß kurz vor dem entscheidenden Spiel im Mai 1989 beider Mannschaften gegeneinander. Wer nach all den Soulvideos noch 30 Minuten Zeit hat – die sind hier wirklich gut angelegt:
Allerdings konnte Daum die Meisterschaft nicht an den Rhein holen, verlor das Duell gegen Bayern auf dem Spielfeld. Während der WM 1990 wurde Daum dann unter ungeklärten Umständen dann bei seiner „Herzensangelegenheit“ vor die Tür gesetzt.
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Problemfans
Am 30. Okt 2011, 16:25 Uhr von martin
Zwar alles andere als cool, aber Problemfans ist mein Wort zum Sonntags. Wild wild Bronns.
PP Stuttgart / Staatsanwaltschaft Heilbronn und Polizei Stuttgart geben bekannt: Problemfans des VfB Stuttgart aus dem Bereich Heilbronn versuchen Fanbus von Borussia Dortmund zu überfallen – Zeugen gesucht
Autobahnraststätte Wunnenstein-West (A 81 / Gemarkung Ilsfeld): 10 – 12 vermummte Personen versuchten am Samstag (29.10.2011) gegen 11.50 Uhr einen Reisebus mit Fans von Borussia Dortmund zu überfallen, der an der Raststätte einen Halt machte.
10 – 12 vermummte Personen versuchten am Samstag (29.10.2011) gegen 11.50 Uhr einen Reisebus mit Fans von Borussia Dortmund zu überfallen, der an der Raststätte einen Halt machte. Die Dortmunder Fans hatten gerade ihre Pause beendet und waren im Begriff weiterzufahren, als plötzlich 10 – 12 Vermummte, die mit drei Autos zur Rastanlage gekommen waren, auf den Bus zustürmten.
Nachdem Businsassen auf die Situation aufmerksam wurden, schloss der Busfahrer die Türen und fuhr an. Hierauf traten die Angreifer wahllos gegen den Bus, wodurch ein Sachschaden von ca. 3.000 € entstand. Außerdem öffneten sie am fahrenden Bus eine Kofferraumklappe, um an möglicherweise dort deponierte Fanutensilien zu gelangen.
Letztendlich gelang es dem Busfahrer, wieder auf die A 81 zu fahren. Auf der Weiterfahrt nach Stuttgart wurde der Bus zeitweise von den drei Pkw mit Heilbronner Kennzeichen verfolgt. Insassen hatten noch während der Fahrt die Polizei verständigt.
Im Rahmen der Fahndung konnte bislang ein 21-jähriger Beteiligter aus dem Bereich Heilbronn ermittelt werden, der sich zu den Hintergründen ausschweigt. Er wurde nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Das Dezernat 1.4 des Polizeipräsidiums Stuttgart, u.a. zuständig für jugendspezifische Banden- und Gewaltkriminalität, hat die Ermittlungen übernommen.
Hinweise werden unter der Rufnummer 0711/8990-5461 erbeten.
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Best of 2011: Kickerle.tv-Doppelpass: Der dritte Spieltag im Vergleich
Am 23. Aug 2011, 12:12 Uhr von Kollege Geiger
Am Wochenende fast schon Fußball-Overkill in dieser Stadt: Samstag VfB Stuttgart gegen Bayer 04 Leverkusen 0:1 (0:1) und Sonntag SV Stuttgarter Kickers gegen SG Sonnenhof Großaspach 1:1 (1:1). Berühmt war das beides nicht. Aber aufschlussreich im Vergleich.
Kredit-Logistik
(Geiles Wort, gerade selbst erfunden, lass ich mir eintragen): Im Neckarstadion zahlt man mit der VfB Fancard, damit alles schneller geht. Außer natürlich das Erwerben und das Aufladen der Fancard.
Meanwhile in Degerloch ein altüberliefertes System: Man gibt Geld und bekommt dafür eine Wurst. Punkt für die Kickers.
Spielverlauf
Für mich ist ja Fußball dann gut, wenn Pavel Pogrebnyak nicht mitspielt. So gesehen hab ich bei den Kickers 90 Minuten lang guten und in Cannstatt ab der 60. Minute nicht ganz so guten Fußball gesehen. Erschwerend kam Christian Molinaro dazu (kickerle-Note 5), der nicht nur ähnlich heißt wie ein Sambuca, sondern auch so gespielt hat.
Promi-Faktor
Alle waren sie wieder da in Cannstatt:
Auch der Jogi, der Köpke Andi und der Hubschrauber-Passagier Jens Lehmann saßen auf der Tribüne. Dazu der Ballack – ach nee, war ja gar nicht Tribüne, war ja Bank. Bei den Kickers war wahrscheinlich wie immer Joe Bauer.
Und natürlich die Ochsenknecht-Zwillinge Stonewashed- Denim-Ochsenknecht und Potatoe-Skin-Joe-Ochsenknecht. Die beide beim unberechtigten Elfmeter und dem total berechtigten Ausgleich auf die Barrikaden gingen.
Typologie
Im Daimler-Stadion hohe uvex Sportbrillen-Dichte. Typ: kumpelhafter Caprihosen-Träger. In Degerloch dagegen eher der Individualist:
Zuschauer: 53.000 (VfB) : 2.825 (Kickers).
Sound
Wie in der benachbarten Schleyerhalle, so scheint man auch im Stadion keine ordentliche Akustik hinzubekommen. Wenn ich da Werbepartner wär, wär ich sauer.
Nach dem Knarz-Geräusche-Skandal aus Hoffenheim aber Entwarnung aus Cannstatt: da knarzt gar nix. In Degerloch allerdings wurden alle drei gegnerischen Fans mit The Final Countdown beschossen.
Schmährufe für den Gegner
SG Sonnenhof Großaspach kann man weder singen noch beleidigen. Wahrscheinlich ist der Vereinsname Schmähruf genug. Stelle mir vor, wie die gegnerischen Fans den Club dissen, indem man einfach ruft „SG Sonnenhof Großaspach!“
„Ihr steht auf Schwänze. Und nicht auf Busen. Ihr seid die Fans von Leverkusen“ – kommt dagegen nicht von Tocotronic sondern aus der Cannstatter Kurve. Klarer Punktsieger VfB.
Produktportfolio des Gegners
Der Traditionsverein SG Sonnenhof Großaspach (est. 1994) gehört dem Uli Ferber. Dem gehört auch Mario Gomez, ein Hotel und Andrea Berg.
Leverkusen gehört dem Bayer-Konzern. Und die stellen ja nicht nur die Dauerwellenflüssigkeit für Tante Käthe’s graue Krause her, sondern auch Bepanthen, das Insektizid Calypso oder den Polyurethan-Integralschaum Baydur. Weiß jetzt net, was härter ist: Andrea Berg oder Polyurethan?
Transportmittel des Gegners
Keine Ahnung, wie Leverkusen mit den drei Punkten am Samstag nach Hause gekommen ist. Ob die vielleicht auch mit dem Zug gefahren sind?
Aber Sonnenhof Großaspach musste mit dem Andrea-Berg-Mobil reisen. Und nach dem Unentschieden vermutlich auf der Strecke Degerloch-Backnang ihre größten Erfolge hören: „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ „Wenn Du mich willst (dann küss mich doch)“ und „Ich liebe das Leben (Tanzcafé Version)“.
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