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Crazy!
Am 14. Mrz 2011, 14:20 Uhr von Thorsten W.
Den Zettel oben hatte ich am Wochenende an meinem Scheibenwischer. Ist ja im Prinzip ein alter Hut, bzw. eine schicke alte Werberkappe in schwarz: Ich kündige etwas an, sag zwar, dass es voll dufte wird, aber nicht um was es geht, alle sind gespannt wie ein Flitzebogen und wenn die Auflösung kommt rennen alle in Strömen hin oder kaufen wie blöd oder was auch immer.
Ich erinnere mich da spontan an zwei solcher Aktionen: Einmal e.on, der Energiekonzern, der zur Verschmelzung (der Begriff bekommt in diesem Zusammenhang die Tage eine ganz neue Bedeutung) aus VEBA und VIAG bzw. zum Launch der neuen Marke einfach mal ganzseitige Anzeigen in Tageszeitungen geschalten hat, nur mit einer Farbfläche des neuen CI. Oder Alice, die wochenlang mit Plakaten angekündigt wurde (“Alice kommt” oder so) und ich dachte, es gehe um ein neues Frauenmagazin.
Super Sache so was, aber ich seh da grundsätzlich einfach mal drei Probleme:
1. Keinen interessiert’s: Man braucht natürlich ein dickes Mediabudget, um zu erreichen, dass schon mal ein großer Teil der Bevölkerung die “geheimnisvolle” Botschaft mitbekommt. Und selbst dann ist nicht gesagt, dass es die Leute überhaupt interessiert. Nicht einfach bei der Flut an Werbung und Medien heutzutage.
2. Keiner kriegt’s mit: Vielleicht schafft man es ja tatsächlich, dass viele Leute neugierig sind und gespannt drauf warten, was denn nun passiert, welch bahnbrechedes Produkt auf den Markt kommt oder welcher Event die Menschheit begeistern wird. Das Problem ist nur: Die Auflösung müssen die Leute auch mitkriegen. Und zwar nicht zu früh, weil dann war’s das mit dem Spannungsbogen, und nicht zu spät, weil dann interessiert’s keinen mehr oder die Leute haben es schlichtweg vergessen.
3. Die Erwartungen werden enttäuscht: Ok, nehmen wir an, alles richtig gemacht, die Leute sind gespannt wie ein Flitzebogen, die ganze Stadt wartet auf die Sensation, es gibt kein anderes Gesprächsthema mehr auf den Gassen und die Twitter- und Facebook-Walls quellen über. Und dann kommt endlich, genau zum richtigen Zeitpunkt, die Auflösung: In der Tübinger Straße eröffnet ein neues Sonnenstudio. Den Döner in der Marienstraße gibt’s jetzt Montags und Donnerstags von 17.30 bis 18.15 für 1,50 Euro. Es macht ein neuer Szeneclub mit Bierzapfanlagen an jedem Tisch auf. Bäm!
Genau aus diesen Gründen halten sich sowohl Neugierde als auch Erwartungshaltung in Sachen “Crazy in town” in Grenzen, und die raffinierte Suggestivfrage “What’s that..?” stellt sich mir nur in relativ begrenztem Rahmen. Aber das wird bestimmt ganz arg dufte, was auch immer es ist.
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Flyer des Monats
Am 14. Dez 2009, 16:23 Uhr von Thorsten W.
Bis vor ein paar Jahren gab’s in Sub Culture und Partysan noch die Rubrik “Flyer des Monats”. Wir (mein Bruder und ich) waren damals auch paar mal in den Top 3. Was nicht leicht war. Wir haben Klopapier bestempelt, VVS-Tickets nachgebaut und Brekkies-Packungen gefaltet. Damals gab es zwar nur einen Bruchteil der Partys von heute, aber eine ausgewachsene Flyer-Kultur in Stuttgart.
Und heute? Heute gibt es keine Flyer-Kultur mehr. Erst haben die Dumping-Preise in der Druck-Branche zu einer Flyer-Flut geführt, unter der zwangsweise auch die Gestaltungsqualität gelitten hat, und heute wirbt sowieso jeder nur noch mit virtuellen Flyern auf myspace und Facebook.
Wie schön, dass es da noch Ausnahmen gibt, wie diesen wunderschönen und wunderbar originellen Spielzeugauto-Flyer für eine Party im Schocken, den ich im Flaming Star mitgenommen habe. Glückwunsch!
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Back in the days – Part 2
Am 27. Nov 2009, 09:50 Uhr von Thorsten W.
Eine Serie macht natürlich nur Sinn, wenn sie mehrere Teile hat – deshalb wird auch diese nach dem überaus erfolgreichen ersten Teil nun fortgesetzt. Bilder als Zeitdokumente des Stuttgarter Nachtlebens. Ahoi!
Part 2: Oz-Flyer 1992.
Man mag es kaum glauben, aber es gibt durchaus sinnvolle Gruppen bei Facebook. So wie die “Oz Stuttgart Memories”, auf die ich gestern gestoßen bin. Die hat (zum Glück?) nichts mit den “In memory of Oz”-Partys zu tun, sondern ist eine private Erinnerungsseite mit leider erst 103 Mitgliedern.Aber eins der Mitglieder hat einen Stapel Oz-Flyer von 1992 eingescannt und eingestellt – das freut mich besonders, weil ich in dem Jahr das erste mal dort war. Und sicher auch bei der ein oder anderen Party, die hier zu sehen ist – auf jeden Fall waren Mate Galic, Dr. Motte und natürlich der Väth dabei.
Bei kessel.tv kommt ja immer wieder das Thema Oz auf, und diese Flyer sind wirklich eine coole Sache. DJs, die heute nicht mehr auflegen (Kid Paul), die heute keiner mehr kennt (Mate Galic) oder die gar nicht mehr leben (Mark Spoon). Zudem Eintrittspreise, über die wir heute nicht mehr diskutieren müssen (5-8 DM) und Layouts, die zum Teil wahrscheinlich mit Word gemacht sind.
Aber schaut selbst.
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Flyer-Art
Am 19. Feb 2009, 23:31 Uhr von Thorsten W.

Ich hab mal ein Worst Of aus kessel.tv-Beiträgen und -Kommentaren zusammengetragen und mit schönen neuen Fallbeispielen ergänzt. Damit’s nicht gleich so im Auge weh tut mehr nach dem Turn: Read more »
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We’re gonna rave like it’s 1992
Am 17. Jul 2008, 13:57 Uhr von Thorsten W.
Und für Merz-Aka-Studenten: Wer alle Schriften findet, die auf diesem Flyer verwendet wurden, bekommt eine Pille zum Ausprobieren gratis.
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