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    Schreie an der Uni

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    Wie nennt man dieses Genre? Mystery-Thriller? Mystery-Krimi? Zugegeben, nicht ganz mein Gebiet, bin mir nicht ganz sicher ob ich mir “Schreie der Vergessenen” heute Abend, 20:15 Uhr auf ProSieben antue, obwohl der Film an der Uni Stuttgart gedreht wurde, worauf uns Leserin Daniela hinwies. So ein Filmaka-Lubu-Ding, unter anderem mit Stunts von Ferdinand Fischer – wenn ich jetzt noch wüsste wo ich das gelesen habe – berühmt geworden dank seinem Riesensatz von so einem kleinen Hügel in Bayern. 

    Klappentext und mehr Infos auf der nächsten Seite, Quelle Tittelbach.tv, “der Fernsehfilm-Beobachter”. Never heard before, keine Ahnung wie renommiert oder nicht die sind. Finden den Streifen scheinbar ganz gut.

    “Schreie der Vergessenen”, ProSieben, 20:15 Uhr

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    Wasenraffer 2

    Scheinbar ein kleiner Trend. Dieses mal um einiges kurzer, auf dem aktuellen Volksfest aufgenommen und mit Nintendomugge (war das nicht Super Mario Land?) unterlegt.

    www.stn-europe.com

     
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    Rummel

    So ist auch der Wasen zu ertragen. Der neue Zeitrafferfilm von den Machern von stuttgart24h sieht ganz nice aus. “Rummel” wurde in dreiwöchiger Drehzeit auf dem Frühlingsfest gedreht, die Musik stammt wieder von dem Komponisten Sebastian Bartmann.

    Mehr Details: “A time-lapse photography film shot at the biggest (1,3 million visitors) spring funfair in europe called Stuttgarter Frühlingsfest. The pictures were captured during 3 weeks at the Cannstatter Wasen in Stuttgart (Germany). The DSLR Canon 5D Mark II photographed over 200.000 shots (over 3TB RAW files) always at an interval of one second. The time lapse effect was created by stringing together the single photos to video sequences.”

    www.facebook.com/rummelfilm www.rummel-film.de/

     
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  • 7

    The Red Cap Project

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    Man kann Nachwuchskräfte á là BMW herbei rappen oder sich auch etwas anderes einfallen lassen, wie z.B. fischerAppelt tv media aus Stuttgart. Dabei nimmt sich der ganze Laden bisschen aufs Korn. Kann ich lachen. Thorsten vielleicht nicht. Keine Ahnung. Unsere Jana springt in dem Filmchen in schicken Hausschuhen herum, glaub der Nachbar hat so ähnliche.

    fischerAppelt sucht frische kreative Potentials (unschlagbarer Ausdruck, von einem Tatort gelernt) und die Interessenten können sich bewerben, indem sie ihre Version von Rotkäppchen (z.B. als Film, Animation, Bierdeckelpuzzel, Fixie-Rennen, etc) auf dem fischerAppelt Youtube Kanal einreichen. Da findet man auch mehr Infos. Gibt komischerweise drei Gewinner, aber nur einer bekommt einen Job und die anderen dafür gute Kamera. Zeit habt ihr noch bis Ende Februar 2012.

    P.S.: Will jemand einen Gutschein von Zalando? Ja? Scheiße, gibt´s doch nicht.

    P.P.S. oder P.S.S.: Ab jetzt DSDS Casting Kronprinzstraße Ecke Büchsenstraße!

     
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    Neulich bei Hitler

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    Müssen wir eigentlich über Lars von Trier reden? Wen? Lars von Trier. Dänischer Regisseur, für den einst beschlossen wurde, dass es im Kino bestmöglich dunkel sein sollte, damit niemand den vor Freude masturbierenden Feuilletonisten auf die Finger sehen muss.

    “Also, jetzt reicht’s echt”, hörte ich vor ein paar Jahren eine Frau im Metropol Kino sagen. Ich habe nicht gesehen, wie sie aussah. Nur ihre Umrisse als sie sich mit zwei Freundinnen nach circa 60 Minuten des Von-Trier-Films “Antichrist” lautstark echauffierte und aufstand. Auf der Leinwand ejakulierte Willem Dafoe gerade Blut. “Ja, echt. Ekelhaft. Frechheit. Sauerei”, pflichtete ihr eine ihrer Begleiterinnen bei. Dann wurde sie kleiner. Immer kleiner. Dann krachte es. Sie ist umgekippt. Wie dieser Sack Reis in China plumpste sie einfach um. “Reingefallen!”, wollte ich rufen. “Du bist auf Lars von Trier reingefallen, Säckin.”

    Etwas Kunst, viel Unappetitliches, menschliche Abgründe, Opfer, ein paar steife Schwänze und ein nebulöser Bilderstrom, dessen Ordnung so vage war, dass man sich halt selbst etwas zusammenreimen musste. Und wenn’s künstlerisch doof läuft, dann bleibt da von “Antichrist” unterm Strich halt nur ein Schwanz und etwas Blut übrig.

    “Provokation” nennen das dann Feuilletonisten. Von Trier lässt seine Zuschauer damit gerne alleine. Vergleichbar mit David Lynch, nach dessen Filme Leute auch nur selten sagen: “Was für ein selbstgerechter Mist”. Man könnte sich ja als Banause outen. Aber Lynch’s “Inland Empire” ist selbstgerechter Mist.

    Man möge mich bitte nicht falsch verstehen: Lars von Trier ist kein dahergelaufener Schmierfilmer und die Dogma95-Sache, der er einst vorstand, war eine sehr gute Idee, wie vieles aus seiner Feder. Aber jeder der sich eingehend mit dem Horror-, Psycho- und Splatter-Genre befasst hat, wurde bei “Antichrist” höchstens durch die Mittelmäßiglkeit provoziert. Schockiert, verstört und so weiter – das haben Jörg Buttgereit, Michael Haneke, Takashi Miike und selbst Russ Meyer schon treffender hinbekommen.

    Buttgereit beispielsweise ließ schon 1993 in “Schramm” des Hauptdarstellers Schwanz an den Tisch nageln.  Großaufnahme. Nicht gut. Nicht schön. Aber krass. Und wer da Assoziationen, Meinungen, Theorien und Interpretionen lostreten will: der Kunstmarkt ist eröffnet. Davon lebt sie schließlich, die Kunst.

    “Melancholia”, Von Triers neuer Film, braucht nun wieder etwas Reklame: Deshalb gab der Regisseur bei der Pressekonferenz der Filmfestspiele in Cannes wieder ordentlich Gas und sonderte mehr, ‘zeihung,  Scheiße ab als einer mit Dünnpfiff im Zeltlager. Der Feuilleton ist sich einig: “Enfant Terrible”, das ist Französisch, heißt aber leider nicht “Arschlochkind” oder wenigstens “Vollidiot”.

    “Enfant Terrible” – so was sagen sie zu Leuten, denen sie sich nicht trauen, auf die Fresse zu hauen. Weil sie irgendwie okay, oft sogar sehr gut aber manchmal eben auch riesengroße Vollpfosten sind. Einer wie Pete Doherty zum Beispiel.

    Hier Von Triers Bewerbung für den diesjährigen Kleinkunst-Award:

    “Das einzige, was ich sagen kann, ist, dass ich für eine lange Zeit dachte,
    ein Jude zu sein. Und ich war glücklich darüber. [...] Aber es kam heraus,
    dass ich kein Jude war. [...] Ich wollte wirklich ein Jude sein. Und dann
    fand ich heraus, dass ich in Wirklichkeit ein Nazi war, weil meine Familie
    deutsch ist. [...] Und das bereitete mir auch etwas Vergnügen.

    Also, was kann ich sagen? Ich verstehe Hitler. Ich glaube, dass er ein paar
    schlechte Dinge gemacht hat, klar, aber ich kann ihn mir in seinem Bunker
    vorstellen, am Ende. Ich will sagen, dass ich den Mann zu verstehen glaube.
    Er ist niemand, den wir einen guten Kerl nennen würden, aber ich weiß über
    ihn Bescheid und ich sympathisiere mit ihm. [...]

    Ich bin nicht für den Zweiten Weltkrieg. Und ich bin nicht gegen Juden.
    [...] Ich bin sehr für Juden – aber nicht zu sehr, weil Israel absolut
    schrecklich ist. Wie komme ich aus dem Satz wieder heraus? [...]

    Ich will noch etwas über die Kunst sagen. Ich bin sehr für Speer, Albert
    Speer habe ich sehr gemocht. Er war vielleicht auch eines von Gottes besten
    Kindern. Er hat Talent. [...] Okay, ich bin ein Nazi.”

    Eine Provokation ist das nur für ausgemachte Idioten, beziehungsweise: Da muss man schon  Henryk M. Broder ranlassen, wenn man Polemik, Provokation und Stammtischgepöbel unbedingt als Olympia-Disziplin etablieren will.

    Manchmal lese ich “Die Zeit”. Da stand jetzt ein toller Satz: “Wenn man sich schon wundern will, dann darüber, dass von Trier mittlerweile auch zur billigsten aller Provokationen greift, um Aufmerksamkeit zu heischen.”

    Jetzt wurde Lars von Trier in wegen Hitler und so in Cannes zur unerwünschten Person erklärt. Bemerkenswert auch, dass keiner daran Anstoß nahm, dass von Trier auch verkündete, er wolle als nächstes einen Hardcore-Porno mit Kirsten Dunst drehen: „Ohne viel Dialoge, also so, wie es Frauen mögen.“ Da musste ich kurz grinsen. In der Hoffnung, dass es ebenso ein Schmetterball von der Stammtischkante war wie der Hitlerjudenspeer-Quatsch.

    Aber eben genau das ist es, was Sinn machen würde: So muss Lars von Triers Oevre immer wieder als gute Ausrede herhalten für die Leute, die gerne ruppigen Sex und ein beschisssenes Frauenbild sehen wollen, sich aber nicht trauen, in der Videothek “Fick und Fotzi die lesbischen Nymphomaninnen-Stewardessen unterwegs im Bumsbomber nach Bangok” auszuleihen.

    “Du Depp”, sagt mein Stofftiger Tieschäh gerade. “Du bist auch auf Von Trier reingefallen. Du schreibst über ihn”. “Tiehschäh”, hab ich zu ihm gesagt. “Nein, ich will, dass der Mann sehr berühmt und auch finanziell erfolgreich wird. Dann hört er vielleicht auf mit den billigsten Tricks um Aufmerksamkeit zu buhlen.” Selbst wir hier im Party- und Turnschuh-Blog wollen ihm helfen.

     
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    Heute im Delphi: Station Solitude

    Nach Tod und Motorsport etwas Kultur. Früher dachten meine Eltern, wie wahrscheinlich viele andere Eltern auch, man müsse mit den Kindern am Wochenende austreten. Frische Luft und so, nach 25 Stunden vor dem Vectrex, der ja eigentlich Papi gehörte, aber die Junge auch mal Dreistrich-Kampfbomber abballern durften. Fantastische Graphik. Wie viele Tätowierung heute.

    Fand man nie so cool, also das mit dem Spazieren gehen, weil es im Wald kein Lego gab und auch keinen Vectrex, aber dafür war der Weg hin zum Bärenschlössle mit dem Roller und später Fünfzigmarkkomplettskateboard – jeder fängt mal an – für fußfaule Kids sehr einfach zu bewältigen. Zurück halt übel Gemotze, will heim, muss aufs Klo, will nen Stockbrot, will ne Wurst, will das und dies und vor allem Lego. Meine Eltern zogen, neben dem Killesberg (damals noch mit Eintritt!) also die Gegend rund um den Bärensee und Schloss Solitude vor. Viel weiter bin ich heute übrigens zu Fuß nicht gekommen. Doch, zum Killesberg.

    Neben dem Schloss Solitude gibts diese herrlichen kleinen Häuschen. Wusste jahrelang nicht, was da getrieben wird, Hanf-Züchtung, Porno-Dreh, Youtube-Treffen, Twitter-Zentrale, GRÜNEN-Teambuilding, Wachtturm-Lesungen oder Christoph Sonntag sucht heimlich nach der schönsten Wollpulli-Wollsocken-Kombination für seinen nächsten Max-Eyth-See-Gig. Wasweißdennich.

    Die schönen Anwesen sah jedenfalls immer so verlassen aus. Irgendwann hat es sich auch bis zu mir rumgesprochen, dass man da irgendwas mit Kunst passiert, also so in dem kompletten Areal und in den Häusern wohnen die Stipendiaten. Genauer gesagt kann man sich da irgendwie frei entfalten.

    “Sie (die Akademie) legt besonderen Wert darauf, ihren Gästen eine andere Zeit, eine Zeit von besserer Qualität anzubieten, als die, die Künstler womöglich in ihrem Alltag erleben”, steht auf der Homepage. Klingt nach einem schönen Leben, kann mich aber auch brutal täuschen.

    Seit 1990 gibt es jedenfalls die Akademie Schloss Solitude und “seit 1990 ziehen jedes Jahr zwischen 50 und 70 junge Künstler, Musiker, Architekten, Schriftsteller und Regisseure aus aller Welt auf Schloss Solitude ein”, so der Infotext zu dem Film “Station Solitude”, der zum 20jährigen Jubiläum gedreht wurde und ein paar Einzügler, eben aus aller Welt, begleitet.

    Wird heute Abend im Delphi gezeigt wird (19:30 Uhr). Ich weiß, ist vielleicht nicht ganz der optimale Doku-Kino-Abend, aber Hugo kann man auch morgen noch trinken und der geplante Spaziergang zum Bärensee ist nur aufgehoben und nicht aufgeschoben. Außerdem sieht der Trailer ganz romantisch aus.

    www.solitude-film.de

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    Stuttgart24h – die Ausstellung

    stuttgart24h - Schlossplatz

    Kleine Wiederholung mit konkretem Anlass: Vor über einem Jahr haben wir den Film “Stuttgart24h” von den HdM-Studenten Christoph Kalck und Jascha Vick gepostet – und werden seitdem öfters immer mal wieder drauf hingewiesen, danke danke.

    Im Winter 2009 haben die beiden an verschiedenen Stuttgarter Spots zu verschiedenen Tageszeiten insgesamt 100.000 Bilder geschossen und circa 15.000 davon zu einem 10minütigen Zeitraffer Film zusammen gesetzt.

    Von Mittwochabend, 13. April (Beginn 19:00 Uhr) bis zum 28. April werden im Rathaus im zweiten Obergeschoss 12 großformatige Motive davon ausgestellt.

    Nochmals der Film…

    …und mehr Infos nach dem Sprung.

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