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Bitter (2): Schwerer Wasserschaden in der Schräglage
Am 1. Dez 2010, 17:06 Uhr von martin
Harte Nummer: Die Schräglage, bzw. das ganze Haus, wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag von einem schweren Wasserschaden heimgesucht. Die Ursache war laut Polizei ein gelöster Füllschlauch in einer leerstehenden Wohnung im obersten Stock der Schräglage (quasi neben der Dachterrasse).
Laut Clubbetreiber Axel Steinbeck stand in den Räumen zentimeterhoch das Wasser. Aktuell wird getrocknet und neue Brandschutzdecken eingezogen, deswegen bleibt die Schräglage an diesem Wochenende komplett geschlossen. Am Montag wird der Strom wieder angestellt und entschieden ob man am nächsten Wochenende weiter feiern kann.
Noch härter getroffen hat es laut Axel den Abseits-Ableger “Gib Alles” (früher Artcore) im EG, über den Thorsten mal vor längerer Zeit berichtet hat, der einen wesentlich höheren Schaden verbuchen muss.
Und noch die passende Polizeimeldung:
Wasserschaden
Stuttgart-Mitte: Ein gelöster Füllschlauch einer Heizung in einer leerstehenden Wohnung war am Dienstag (30.11.2010) gegen 08.30 Uhr offenbar die Ursache für einen Wasserschaden in einem Gebäude an der Marktstraße.
Das Wasser floss vom dritten Obergeschoss bis in den Keller des Wohn- und Geschäftshauses und stand stellenweise mehrere Zentimeter hoch, sodass sich Decken-Rigipsplatten und Tapeten teilweise lösten. Ein Anwohner stellte die Wasserzufuhr für das Gebäude ab. Sowohl die Feuerwehr als auch ein Energieversorger waren vor Ort, um das Wasser abzupumpen und den Strom abzustellen.
Das Gebäude wurde vorübergehend vorsorglich mit einem Bauzaun abgesperrt. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro.
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Firnhaber Brand
Am 12. Okt 2010, 15:06 Uhr von martin
(Brennender Firnhaber in der Kronprinzstraße, heute an der Stelle u.a. Habitat)
Auch wenn die Sonne scheint, muss man mal über die Tragödien dieser Stadt reden. Im Gegensatz zum Außenreporter, der bekanntlich auf Events wie dem Juristenball oder 130 Jahre Lapp-Kabel herumstreunt, oder ab und zu den einen oder anderen mehr oder weniger wichtigen (Lokal-)Politiker trifft, sind meine Termine eher bescheiden.
Neulich hat man mich wieder auf die Menschheit losgelassen. Ein Date mit Frank Firnhaber stand auf dem Programm, Geschäftsführer in der 3. Generation des gleichnamigen Möbelhauses beim Gaskessel direkt an der Grenze zu Wangen. Grüsse an Ante an dieser Stelle, der übrigens die Tage nach Stuttgart kommt.
Gespräch ging primär freilich über Möbel. Der Chef, schätze so Mitte bis Ende 30, hat mir gleich angesehen, dass Inneneinrichtung nicht zu meinen Stärken gehört, also hat er mich vor der Öffnungszeit durch sein Haus geführt. Der Schreiberling soll ja auch einen positiven Eindruck bekommen.
Dabei hat mir unter anderem erzählt, dass multifunktionale Möbelstücke (z.B. das Schlafsofa) hoch im Kurs stehen, dass man für eine durchschnittliche Ledercouch sechs bis acht Rinder benötigt und dass auch jüngere Leute auf solide Wohnzimmerschrankwände stehen. War ich sehr stolz auf diese private Audienz. Hatte auch die Ehre um 9 via den Hintereingang reinzudürfen. Dunkle Möbelhäuser sind, ähm, ja, fast schon erotisch.
Zuvor kamen wir kurz auf den größten Brand Stuttgarts zu sprechen. 1992, als Thorsten noch im Schwarzwald via Mailorder Streetwear bestellt hat, fackelte das ehemalige Stammhaus in der Kronprinzstraße bis auf die Knochen nieder.
Kann ich mich noch gut daran erinnern, was Firnhaber etwas gewundert hat. “Die heute 35jährigen wissen es noch.” Och, geht auch mit 33. Aber doch nicht mehr so ganz im Detail, wenn ich mir die Firmengeschichte anschaue:
“Am 22. Juni versucht ein wahnwitziger Kneipier seine finanzielle Lage durch Versicherungsbetrug zu verbessern. Er schüttet 60 Liter Benzin in seinem Lokal aus und zündet sie an. Damit verursacht er den größten Nachkriegsbrand in der Stuttgarter Innenstadt und vernichtet auch die gesamten Firnhaber-Verkaufsräume mit ca. 6.000m². Firnhaber steht über Nacht ohne Verkaufshaus da.”
Das mit dem Versicherungsbetrug und dem Kneipier habe ich bis gerade eben vergessen, weiß auch nicht mehr wie angrenzende Spelunke hieß. Bei mir hat sich vielmehr das Bild von dem abgebrannten Gerippe im Kopf eingebrannt, sah ziemlich gruselig aus. Hat ewig gedauert, bis an dieser Stelle neu gebaut wurde und u.a. der Habitat eingezogen ist.
Firnhaber konnte Ende 1992 am Gaskessel wieder eröffnen, welche Strafe der Brandstifter bekommen hat, weiß ich nicht mehr. Erinnere mich nur dunkel daran, dass der Prozess ein großes Thema in den Tageszeitungen war.
Hier noch eine etwas veraltete Chronik Stuttgarter Brandkatastrophen.
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Zündler der Woche
Am 9. Jul 2010, 17:15 Uhr von martin
Bis gestern hieß es noch, die Deutschen wären nicht frustriert darüber, dass ihre Adler ausgeschieden sind. Traurig ja, aber auch Stolz.
Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel, deswegen hier der Hirbel of the Week. Kann man sich so richtig schön bildlich vorstellen. Auch zündeln will also gelernt sein. Außerdem: Läuft Flaggen anzünden nicht unter Landesverrat oder ähnliches? Krupa übernehmen sie.
Deutschlandfahne angezündet – Feuerwehreinsatz ausgelöst
Stuttgart-Ost: Frustriert über den Ausgang des Fußballspiels am Mittwochabend (07.07.2010) hat ein 34 Jahre alter Mann bei der Rückkehr in sein Zimmer eines Wohnheims an der Plettenbergstraße am Donnerstag (08.07.2010) gegen 00.40 Uhr seine Deutschlandfahne angezündet und damit einen Einsatz der Feuerwehr ausgelöst.
Die um seine Schultern liegende Fahne brannte so heftig, dass er sie von sich riss und auf den Boden warf, wo Schmutzwäsche Feuer fing. Er versuchte, das Feuer auszutreten, packte anschließend die noch glimmenden Stoffteile zusammen und trug sie in einen Fahrradkeller, um die Glut dort ausgehen zu lassen.
Inzwischen hatte aber der Rauch die Brandmelder ausgelöst und Hausbewohner hatten die Feuerwehr gerufen. Ein Dutzend Hausbewohner verließen das Gebäude, und warteten draußen auf das Ende der Löscharbeiten. Um 01.01 Uhr meldete die Feuerwehr “Feuer aus”. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden blieb gering.
Der Mann wurde in der Nacht wegen des Verdachts der Brandstiftung vorläufig festgenommen, im Laufe des Tages nach seiner Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt.
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Live vom Tatort
Am 2. Mrz 2010, 14:26 Uhr von Thorsten W.
Jesses Gott, in Stuttgart brennt’s. Und zwar am Charlottenplatz, in dem Haus wo unten die Akademie der schönsten Künste drin ist. Riesenaufgebot an Feuerwehr, Straßen gesperrt, Rauch ausm Dach, die Omas an der Stadtbahn-Haltestelle mit Tüchle vor dem Mund.
Ich war in der Mittagspause im Edeka, also quasi hautnah vor Ort. Scheint aber was Größeres zu sein, es qualmt jetzt schon ne ganze Weile, und über meinem Kopf kreist seit ner halben Stunde ein Helikopter und hindert mich am Arbeiten.
Hier die offizielle Version in der StZ, hier und hier Bilder über Twitter und hier ein relativ unspannendes Video. Zurück ins Studio.
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Wurfgeschoss
Am 18. Jan 2010, 16:10 Uhr von martin
Ein zweijähriger Racker hat heute früh im Westen Polizei und Feuerwehr ordentlich beschäftigt:
“Spielsachen aus dem Fenster geworfen
Stuttgart-West: Zu einem Einsatz von Polizei und Feuerwehr ist es am Montag (18.01.2010) gegen 10.00 Uhr an der Bebelstraße gekommen, als ein Kleinkind Spielsachen aus dem Wohnzimmerfenster eines Mehrfamilienhauses geworfen hat.
Verletzt wurde niemand. Anwohner beobachteten den zweijährigen Jungen, wie er zwischen 09.00 Uhr und 10.00 Uhr Spielsachen aus dem Fenster im vierten Obergeschoss auf den Gehweg warf.
Alarmierte Polizeibeamte trafen gegen 10.00 Uhr vor dem Haus ein und versuchten vergeblich, in die Wohnung zu gelangen. Da der Junge offensichtlich allein zu Hause war und die Eingangstür nicht selbstständig öffnen konnte, verständigten die Beamten die Feuerwehr.
Nachdem sich das Öffnen der einbruchsicheren Tür verzögerte, setzte die Feuerwehr eine Drehleiter ein, um schneller an das Fenster zu dem Jungen zu gelangen. Die Polizisten sperrten währenddessen die Straße ab.
Ein Feuerwehrmann stieg zu dem Jungen nach oben. Der Zweijährige war offenbar gegen 09.00 Uhr aufgewacht und hatte bemerkt, dass er alleine in der Wohnung war. Er war auf das Sofa geklettert, hatte das Fenster geöffnet und Spielsachen nach draußen geworfen. (Ganz schön wacher Bursche, der Kloi.)
Der Feuerwehrmann übergab den Zweijährigen den Polizisten, die ihn mit zur Wache nahmen, bis sie die Eltern erreichen konnten. Diese holten den Jungen gegen 12.00 Uhr ab. Die Mutter gab an, die Wohnung lediglich für Besorgungen verlassen zu haben.
Durch die Spielsachen wurde offenbar ein am Straßenrand abgestellter BMW beschädigt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von zirka 4 000 Euro.” (Äh hä? Kurz bei nem Kumpel in der Werkstatt nen saftigen Kostenvoranschlag machen lassen oder wie?)
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Fire It Up
Am 18. Feb 2009, 10:11 Uhr von martin
Vielleicht, aber nur vielleicht, ist ja einer oder eine von euch Feuerwehrmann/frau. Dann könnt ihr dort diesen Samstag hingehen. Geile Motto-Party. Man lernt nie aus. Auch nicht im Nachtleben.
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