• 26

    Day & Night Review

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    Beim Day & Night Festival vergangenes Wochenende im Sindelfinger Glaspalast, ist, wie auch hier schon kommentiert wurde, so manches in Punkto Organisation schiefgegangen. Einige der 5000 Besucher äußersten auf der FB-Seite u.a. aufgrund mangelnden Bars und ausgehenden Getränken mal mehr mal weniger deutlich ihren Unmut. Die Stuttgarter Zeitung berichtet heute ebenfalls davon.

    Die Veranstalter, der Partysan und die Cosmopop GmbH – letztere organisiert sonst wesentlich größere Festivals wie die Time Warp oder den Love Family Park, sollten also eigentlich erfahren genug sein – haben sich bereits auf der Homepage entschuldigt und darauf verwiesen, dass man von dem frühen Ansturm am Nachmittag und den hohen Temperaturen “überrascht” wurde (ähm, VVK lief gut, kurz Wettterbericht lesen?).

    Unsere Leserin Silke, erst kürzlich vom Melt! verwöhnt worden und ursprünglich aus der Region BB-Sifi stammend, hat das Spektakel besucht und einen umfangreichen, freilich subjektiven Nachbericht eingesandt.

    Die Namen Koletzki und Kalkbrenner haben uns blind gemacht gegenüber der großen Gefahr Glaspalast Sindelfingen. „Ach, der Oli, der hat auf dem Melt so nett aufgelegt!“ Und: „Mit dem Paule, da kann man ja nix falsch machen, hab ich gehört.“

    Also für schlappe 33 Euros (zzgl. 4 Euro Vorverkaufsgebühr) pro Nase die Tickets geordert. Um so viel Asche nicht ungenutzt in den Wind zu pusten (bin schließlich Schwäbin), sogar durchgesetzt, noch bei Tageslicht zum „Open Air“-Teil des „Festivals“ anzureisen. Wohlgemerkt per Auto – Shuttle funktioniert ja nie. Was man uns später bereitwillig bestätigt.

    Um 19 Uhr also angekommen, erstmal 5 Euro für den Parkplatz abgedrückt und freudig erregt auf die abschüssige Wiese geeilt, die mit zwei bis drei aufgestellten Segeln so richtig was als Open air-Location hermacht. Während „Extrawelt“ keine schlechte Sache macht, fällt uns langsam die hohe Konzentration an übertrainierten braungebrannten Feinripp- und Gar-kein-Shirt-Trägern auf. Gut, die ganzen Tattoos (letzter Schrei Sterne recht uns links des Schlüsselbeins!) müssen ja auch mal woanders als im Böblinger Freibad gezeigt werden.

    Bei der weiblichen Fraktion sind eher Piercings und mehrschichtig gefärbte Haare vertreten. Und wieder bauchfrei – Mist, modisch können wir einfach nicht mithalten und fühlen uns unwohl. Um uns rum zappeln die Menschen allenthalben wie auf der Mayday.

    Komm, lass uns betrinken! Ach, es gibt nur einen (!) Getränkestand für geschätzte 4.000 Menschen? Das nenn’ ich ne Planung. Und 4 Euro fürn Bier und 8 fürn Wodka Bull sind völlig okay, nachdem der Eintritt ja ein Schnäppchen war. Nicht bar zahlen, sondern Wertmarken kaufen? Wir stellen uns gerne an. Und auf die Einwegplastikbecher, die alleine durch angucken hinüber sind, 2 Euro Pfand? Durchaus sinnvoll. Dann liegt auch nachher nicht alles voller Müll. Allerdings nur, wenn man nicht gleichzeitig Millionen von Flyern verteilt.

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  • 17

    Day&Night und SEMF 2010

    Guten Morgen,

    Meteorologe Ram empfiehlt heute schwänzen und blaumachen (blau machen geht so: 10 Vodka-Fanta plus 15 Fernet) und die Seele baumeln zu lassen, so wie Thorsten in Paris, der Fuchs. Isser hin um endlich mal mit seinem geliebten Roller allein sein zu können.

    Heute jedenfalls schön mollig warm, bevor es morgen schon wieder runter geht. Aber es geht mal runter und mal hoch, es ist halt so, doch zu wissen wann und wo, ist das A & O. Danke Kev, back to Electronic.

    Wir wünschen jedenfalls zwei Großveranstaltungen gutes Wetter. Da wäre zum ersten das Day&Night Festival, schon übernächsten Samstag, 21.08. im Sindelfinger Glaspalast. Die S-Bahn-Linie 60 Richtung Renningen über Sindelfingen ist übrigens noch nicht fertig. (War mal auf Juni 2010 geplant, jetzt wird es Dezember.)

    Shuttle Busse von Böblingen bringen die Ravers zum Glaspalast. Line-Up erklärt sich von selbst, denke ich. Tickets kosten 33 Ören plus VVK-Gebühr. FB-Status heute morgen 2649 Zusagen. Hat zwar nix zu heißen, zeigt aber ne gewisse Tendenz bzw. sieht nach gut besucht aus. Underground-Hero Paule zieht halt. Darauf eine Aspirin ins Bier gekippt. Prost.

    Dann zwei Wochen später, am Samstag 4. September, wird nach einem Jahr Pause wieder gesemft. FB-Zwischenstand hier: 2269 Zusagen heute früh.

    Das SEMF 2010 ist quasi wie ne Apollo-Rakete eingeteilt. Drei-Stufen-Zündung. Tagsüber am, im Eisstadion Esslingen auf einer Neckarinsel, nächtens im Rögger, frühmorgens im Toy. Auf die drei Spots verteilen sich circa drei Millionen DJs und Live-Acts. Wer wann wo spielt ist leider nicht ganz ersichtlich, TTR, Moonbootica und TS giggen auf jeden Fall in Esslingen.

    Promo-Video hat man auch noch gedreht:

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    Der Ticketpreis liegt auch hier bei 33 Euro plus Gebühr und berechtigt den Zugang zu allen drei Locations.

    Freu mich auf “des-isch-aber-doia”-Diskussionen und wünsche einen schönen Tag, in Stuttgart, Paris oder wo auch immer.

    www.dayandnight-festival.de www.semf.net

     
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  • 15

    Southside Refjuh by Afro-Dieter
    Tag 3 und Abreise

    Afro, Manu und Tobsen gehen am dritten Tag (Sonntag, 20. Juni) langsam aber sicher am Stock. Aber sie schaffen es.

    So langsam wirds etwas zäh, nachmittags um 14:00 hat es immer noch frische 14 bis 16 Grad und es wurde sicher nicht wärmer. Hinzu kam gelegentlicher Regen und ein reger Abreisestrom. Konnte es denen auch nicht verdenken, aber große Namen wie DANKO JONES, SKUNK ANANSIE, STONE TEMPLE PILOTS, 2 DOOR CINEMA CLUB und die arroganten (so sagt man) MANDO DIAO warfen Ihre Schatten voraus.

    Nach einer bzw. der dritten durchzechten Nacht musste ich nachmittags noch mal einen Power-Nap einlegen und wurde von der zarten und gleichzeitig aggressiven, fordernden und doch zuckerweichen Stimme der Power-Amazone Skin geweckt, Frontfrau von Skunk Anansie / 17:00, Green Stage. War wohl ein energetisches Konzert mit einer elektrisierenden Skin, die das P aus Powerfrau sein könnte. Genau richtig zum Aufstehen, Zähne putzen und in die Gänge kommen.

    Doch erst zu Danko Jones / 18:00 Blue Stage war ich dann wirklich aufmunitioniert, komplett anwesend und hochmotiviert mir mit Simonster und den Kellerkollegen den Rest zu geben.

    Der Prahl-Kanadier Jones is son bisschen THE ROCK des RocknRoll. Mit druckvollem, starken Drei-Mann-Rock, der lyrische Doppelsaltos eher durch klare Worte in überzeugenden Botschaften ersetzt, hat er die letzten Kraft aus unseren müden Kadavern geholt und mich eine Stunde lang schranzen lassen, inkl. fünfminütiger Ansprache an alle Neider, Hater, Raver und Hipster, die ihn zu dem gemacht haben, der er heute ist.

    Meiner Meinung nach ziemlich authentisch, unverfälscht und ideal, um mal jedem das Textbrett zu geben, dass er schon lange nötig hätte (und damit mein ich nicht nur „Do you kiss at the first date“).

    Leider dadurch (aufgrund dispositioneller Überschneidung bzw. dem unwiderruflichen Raum / Zeit-Kontinuums) 2 Doors Cinema Club verpasst, doch wie es bei Seelenverwandten so ist, waren Manu und Tobsen dort:

    Nachdem wir aufgrund unseres ausgewogenen Schlafes das 60minütige Gaffen und zählen der Tatoos von Jennifer Rostock verpassten, standen wir pünktlich zu Two Door Cinema Club / 18:00 Red Stage (Zelt) auf der Matte.

    Die Newcomer aus Nordirland, dessen Debütalbum schon einiges versprach, konnten auch Live anstandslos überzeugen. Das Zirkus-Zelt war von Beginn ausgebucht, das Klima dadurch subtropisch und die wenige Luft grenzte schon fast an Gestank (remember „Duschen auf Festivals“ – Anm. von Afro-Dittsche)

    Mit ihren Hits “Undercover Martyn” und “I can´t talk“ (Anspieltip!) pumpten die Jungs das letzte Stück Luft aus dem Ballon und das Zelt zur Extase (Jubelgeschrei, weinende Mädchen, Kreislaufzusammenbrüche).

    Konsequenterweise hätten auch hartgesottene Männer zwischendurch mal an die frische Luft müssen und leichtsinnige Tetra-Pack-Mischkonzentrat durch Erfrischungsgetränke ersetzen, doch niemand wollte bei der Band auch nur 5 min verpassen (#*#°! – Anm. v. Afro)

    Nach Zugabe und dem letzten “THANK YOU FOR BEEING HERE” der Band mussten selbst wir zwecks Sauerstoffausgleich schnellsten das Zelt verlassen. Noch ordentlich vor der White DJ-Stage zu deftigen Elekto-Beats einen heißen Tanz in Gummistiefel aufs Schlamm-Parkett gezaubert.

    Elektro Beats auf einem Rock-Festival? Der Gedanke führte uns zu einer Grundsatzdiskussion, wir einigten uns jedoch auf „Gute Musik mitnehmen“ und gaben den Beinmuskeln noch mal die Sporen.

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  • 14

    Southside Refjuh by Afro Dieter – Day 2

    Afro-Dieter hat die zweite Nacht im Zelt gut rumgebracht, Tobi und Manu haben wohl hingegen luxuriös im Trailer geknackt.

    Ich glaub so um 10:00 wieder raus, im Zelt siehts so schön hell und warm aus – in fact waren es aber bewölkte 15 Grad. Der Schlamm hatte uns mittlerweile eingekesselt, mit Flip Flops zum Duschzelt zu kommen grenzte ans Unmögliche, allerdings konnte man auch nicht mehr umfallen. (Saug-Glocken-Technik)

    Gegen Mittag war ich tatsächlich angeheitert Duschen (auf nem Festival für viele nicht selbstverständlich), im Vergleich zu den BW-Sammel-Duschen der letzten Jahre gabs mittlerweile Einzelkabinen mit Vorhang, allerdings gemischt – und manchmal is es kein Fehler, wenn Leute weite Sachen anstatt nichts anhaben.

    Da auf nem Festival nachmittags um 3 auch die Letzten leicht angeheitert sind, stieg beim Abtrocknen noch ne Propeller-Party, die ich mir natürlich nur von weitem reingezogen habe – Je schlechter das Wetter desto wahnsinniger die Leute.

    Gegen 16:00 aufgrund mehrerer widriger Umstände leider die SHOUT OUT LOUDS verpasst, doch auch unsere Wohnmobil-Hipster haben Zeit eher als relativ aufgefasst….

    Manu (Co’ von Tobi Tobsen):

    16:30 – Viel zu viel Zeit verbracht um das Feuer für die Frühstücks-Bratwürste auf Temperatur zu bringen und meine (Manu’s – Anm. v. Afro) absolute favourite Band The Gaslight Anthem hatte schon angefangen.

    Also schnellstmöglich, wobei schnell ca. 1,5 Matschmeter pro Sekunde bedeutet, zur Green Stage. Kurz nachdem wir es zur Bühne schaffte, beförderte uns der vorwärtstreibende Sound von „hinten im Schlamm wippen zu „vorne springen“.

    Die Jungs aus Amerika waren an diesem rainy day bestens gelaunt, was sich sofort aufs Publikum übertrug. Es folgten Songs aus ihrem neuen Album „American Slang“, sowie auch die älteren Hymnen, und nach einer Aufwärmphase sprang stellenweise das komplette Publikum, was um diese Uhrzeit nicht selbstverständlich ist.

    Danach rüber zu Dendemann (17:30 Blue Stage). Dende ist auch Solo (R.I.P EinsZwo) ein Hammer-Typ, super locker und sympathisch bis in die Zehenspitzen, zieht er komplett inklusive Band den 80er Proll-Lock mit passendem Outfit durch: Fetter Oberlippenbart + Jogginanzug waren Dresscode, weshalb dies schon Optisch auch im Publikum für viel Amüsement und geile Bilder sorgte.

    Aber auch musikalisch mit seinen oft zwei- oder dreideutigem Storytellern war der (bürgerliche) Daniel Ebel ein Sahnestück, der mit Lieder wie „Stumpf is Trumpf“ oder „Freischwimmer“ mindestens soviel Höhenmeter wie Gaslight Anthem aus seinem Publikum rauspresste.

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  • 12

    Southside Refjuh by Afro-Dieter
    Day 1 / Part 2

    Afro-Dieter, Tobi Tobsen und Manu sind am Tag 1 auf dem Festival-Gelände und haben die Jägermeister-Bühne entdeckt…

    An der Jägeremeister-Bühne angekommen wurde uns von der Bedienung ohne Stimme via Megaphon offenbart, dass es an der Jägermeister-Bar keinen Jägermeister Pur gibt! Alles betteln, flehen und bestechen half nichts, der Veranstalter hat dieses Teufelszeug im Urzustand verboten und man musste sich mit Mischgetränken begnügen. Very lame.

    Zumindest hatten Sie auf der „Dachterasse“ einen minderwertigen, aber bespielbaren Kicker sowie einen wirklich anständigen Fijhu auf das komplette Festival. Schnell wurde dem geübten Auge / Ohr klar, dass man auf beiden Bühnen, wenns abging, beides hören konnte, wobei die Größere wiederum die Leisere war (WTF!?)

    Somit musste man auf der Linken, größeren Bühne ganz links aussen oder weit vorne stehen, um sauberen Sound zu bekommen. Ok, Outdoorabmischen is sicher nicht einfach, aber da hatte ich mir gegenüber der letzten Jahre eigentlich ne Verbesserung erhofft.

    Anyway, um 19:00 war Treffpunkt für Jack Johnson, Klischee-Surfer, unermüdlicher Viel-zu-gut-drauf-Typ, der nach nem heftigen Surfcrash seine Vorderzähne und die Surfkarriere sowie die 150 Stiche hinter sich gelassen hat und seitdem die Welt mit entspanntem Sound beglückt – genau meine Liga.

    Tobsen und Manu haben sich zeitgleich FLORENCE AND THE MACHINE um 19:00 Uhr auf der Blue Stage reingezogen und haben uns freundlicherweise auch Ihren Eindruck hinterlassen, Vorhang auf für die Aktiv-Camper:

    Vom Jägermeister-Stand aus, den Becher in der einen, den Kicker fest umschlungen in der anderen, zwischendurch ein wenig zu den New Yorker Hipstern Vampire Weekend abgezappelt und ging es rüber zu Florence and the Machine.

    Zuerst waren wir ein wenig skeptisch: “Alter, was will den der verheizte Rowdie (war früher attraktiver – Anm. Afro) da oben!?“ Doch, schau an, die verlebte Frontfrau (besser gesagt Florence :-) ) hat eine Stimme, bei der dir die Hoden abheben und im Takt anfangen zu wackeln. Wunderschön, teilweise in Begleitung einer Harfe (!) ein wirklich „anderes“ Setting hingelegt.

    Natürlich ihren mega gehypten Track „You’ve Got The Love“ gespielt und das Publikum war am Start. Super Set, hat wirklich Spaß gemacht hat. Das fand der “fertige Rotschopf” auf der Bühne wohl auch und es wurde es ne richtig gute Zeit.

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  • 20

    HipHop Open 2010 fällt aus

    Schnelle Information. Gerade eben schreibt Strachi auf seine Facebook-Wall, dass 2010 das HipHop Open ausfällt.

    “Wir werden 2010 leider mit dem HipHopOpen pausieren. So wie schon im letzten WM Jahr – 2006. Wir haben nicht den Headliner bekommen, an dem wir jetzt lange dran waren.

    Und an unserem 10.ten HHO wollten wir das Line Up von letztem Jahr sogar noch toppen. Das wäre uns jetzt nicht gelungen, daher haben wir uns nun schweren Herzens dazu entschieden zu pausieren. 2011 geht es wieder weiter.”

    Übrigens: Das Line Up des Frauenfeld Festivals (9. bis 11. Juli) in der Schweiz ist mit Hauptacts wie Eminem, Jay-Z, Fanta4, Jan Delay, Dizzee Rascal usw. extrem namhaft.

    www.openair-frauenfeld.ch

     
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