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Second Hand Presse
Am 26. Okt 2011, 09:19 Uhr von martin
Abbildung ähnlich wie heute in der S-Bahn – vermutlich.
Oh Menschheit. Is ja noch schlimmer als damals bei Jimmy Schmu @ H&M.
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fäshnwithpäshnfromraitelsberg.blogspot.com
Am 16. Aug 2011, 12:28 Uhr von Thorsten W.
Shit, ich hab immer noch keinen richtig fancy Namen für meinen Fashionblog gefunden. Ich muss da einfach noch weiter rumprobieren, so lange gibt’s weiter hier die heißesten Trends und neuesten Must-haves aus der Welt von High-Fashion und Low-Carb.
Einen der besten Blogs in letzter Zeit überhaupt habe ich tatsächlich bei Spiegel Online gefunden. Deren wöchentlich Blog-Tipps sind aber auch wirklich nicht schlecht, mal gucken wann Kessel.TV kommt.
Der Titel nerdboyfriend führt etwas in die Irre, denn der Macher zeigt, dass es Nerd bzw. Hipster schon seit 100 Jahren gibt, zeigt Beispiele aus der TV- und Kulturgeschichte und das Beste: Er (oder sie?) zeigt auch gleich immer dazu, wo man das Outfit auf dem Bild kaufen kann. Damn good!
Dann gibt es aus good old Stresslingen ein Modelabel, und zwar schon relativ lange: Himmelskörper. Die machen ganz nette Sachen, überwiegend mit – wie der Name schon vermuten lässt – Sternen- und Planetenmotiven. Doch jetzt kommt’s: Für die neue Biker-Deep-V-Collection konnte unser Afro-Dieter als Model gewonnen werden! Hat er gar nix von erzählt das alte Kidmodel, aber sieht gut aus, yeah!
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Ich geh als Blogger.
Am 8. Mrz 2011, 09:00 Uhr von Kollege Geiger
Auch auf die Gefahr, dass mich der RAM mit seiner Konfetti-Allergie jetzt feuert oder Kaubonbons nach mir wirft, aber man kann nicht immer nur schönwetternbloggen. Man darf in diesen dollen Tagen das heiße Eisen Karneval nicht unangepackt lassen. Denn viele junge Leser wissen doch gar nicht, was sie später mal werden sollen – Cowboy, Indianer oder Pirat?
Bevor morgen also alles wieder rum ist, hier noch schnell die kessel.tv Kostümprämierung:
Früher stand neben dem Breuninger beim Waschmaschinen Möck immer so ne laufende Geschirrspülmaschine auf dem Gehweg. Ich wollt die immer mopsen und damit irgendwo in ne Bar gehen. So geht’s aber auch:
„If you watch the movie Jaws backwards, it’s a movie about a shark that keeps throwing up people until they have to open a beach.“ Hier ist das Kostüm dazu.
Wenn der Spielwaren Kurtz um 13.00 Uhr schon zu hat, kann man sich diese Partner-Verkleidung auch zur Not noch beim Wienerwald organisieren. Wenn man zu dritt ist, kann ja noch einer als Zitronen-Erfrischungstüchle für die Hände gehen.
Ab hier ist dieser Beitrag jetzt FSK 18. Neulich in der Kinderabteilung: „Guten Tag, ich hätte gerne einmal erregter Guantanamo-Häftling in 48.“
Ich selber hab auch lange überlegt: wollte erst als Juchtenkäfer gehen….
…dann als 30. September….
…und hab dann aber festgestellt, dass ich Fasching nicht mag. Also geh ich als Blogger und bleib daheim.
P.S.: Um 14:00 Uhr beginnt der Umzug. Erwartet werden 200.000 Menschen. Wer das Spektakel großzügig umgehen will hier die Marschroute.
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Jeanshemd
Am 2. Mrz 2011, 10:55 Uhr von martin
Wie Thorsten möchte auch ich in diesem Laben noch Fashion-Bloggerin werden. Weiterhin habe ich mir als ziemlich leicht erreichbares Ziel gesetzt, die trendhinterherrennenste Fashion-Bloggerin aller Zeiten zu werden. Mit diesem Eintrag mache ich einen weiteren Schritt dahin.
Heute früh S-Bahn, Plakat, siehe oben, denke ich mir, ja Mann, auf die Evolutionsstufen der Mode ist auch in der heutigen Zeit noch Verlass. Irgendjemand kramt irgendeinen alten Scheiß raus, vielleicht auch aus Not, weil sonst alles in der Wäsche ist, ey guck an, das Jeanshemd vom Papa, das trug er doch in der Nacht als er mich 1991 in der Sportsbar gezeugt hat, mehrere Menschen machen´s nach, Copyshop, Massenproduktion, H&M, Thorsten W. (Okay! War fies, sorry mein Freund!) Und bitte kommt mir jetzt nicht mit der Macht von Mode-Blogs, ge.
Mein Mann Swist, der ein Jeanshemd auch wirklich tragen kann, weil er prinzipiell alles tragen kann, hat so ein Ding, keine Ahnung wann, vielleicht Ende 2009 ausgeführt. Der erste war er da sicherlich auch nicht, aber ich dachte mir damals, Junge, mutig. Respekt, Jeanshemd Alta. Musste ich direkt an die halbstarken Jungs aus meiner Mittelstufe denken, die trugen das zu besonderen Anlässen (“heute mach ich in der Pause die Braut klar”), dazu baumelte auch gerne mal ne Goldimitatkette ausm Hals. 1991 halt. Weiterhin muss ich bei Jeanshemd an hagere Mitvierziger mit ausgefransten Schnauzbärten, Karottenhosen und Cowboystiefel denken. Da wären wir wieder bei der Sportsbar.
Potenziert ein Jeanshemd eigentlich die Männlichkeit wie früher die Saddler, die Schwanz und Hoden brutaler aussehen liessen? Meine persönliche Meinung zu Jeans ist prinzipiell, dass der Stoff halt ans Bein gehört. Aber da hängt halt dieses Jahr, so sagt man uns, die bügelfaltrige Chino, also muss obenrum wohl Jeans dazu. Hatte nur einmal im Leben ne Jeansjacke. 1991. Oder 1993, weiß nimmer. Immer mal überlegt, wieder eine zu besorgen. Ach nee du.
Na ja, wie auf die Modeindustrie ist halt wie schon angedeutet auf den Thorsten Verlass. Obiges Bild geschickt. “Hol dir dein Jeanshemd!” Gut, klar ich hätte es wissen müssen. “Hab scho eins!”, kam fünf Minuten später als Antwort. Und: “Ist ja inzwischen auch nix Besonderes mehr
.” Logen.P.S: Noch ein guter, etwas älterer Artikel aus der ZEIT, wie bei H&M die Preise zustande kommen. Sachlich, nüchtern, informativ und ohne Drama geschrieben.
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Mystery-Shopping bei Hempels unterm Sofa
Am 22. Feb 2011, 09:06 Uhr von Kollege Geiger
Manchmal müssen auch Männer in Damenabteilungen – dann nämlich, wenn sie mit Damen shoppen gehen. Was die kessel-tv Spurensicherung dort sicherstellen konnte, lässt sich nur mit dem Aktenzeichen XY-Klassiker beschreiben:
„Am Nachmittag des 18. Februars machten Spaziergänger in der Stuttgarter Innenstadt einen grausigen Fund.“
Alter Verwalter, wie sieht’s denn hier aus???
Weiß gar nicht wirklich, wo ich da genau hingeraten war: Zara oder Mango? Zorro oder Manga? Egal, im Obergeschoss vom guten alten Peek & Cloppenburg jedenfalls. In der Herrenabteilung war noch alles in bester Ordnung. Aber dann…bei den Damen!
Ich sag mal: Wühltisch – ja gerne.
Aber Wühlladen???
Ich weiß: Schmutz ist nur Materie am falschen Ort. Aber für textiles Chaos gibt’s keine Entschuldigung. Und zum ersten Mal fand ich den Satz angebracht: „Ich finde nix zum Anziehen.“
Wunderte mich kurz, ob das vielleicht shabby-chic ist oder n anderer Trend, den ich nicht mitbekommen hab. Vom Lagerfeld Karle (de)(a)rrangiert. Der Bei-Hempels-Unterm-Sofa-Style? Oder doch eher Performance-Art? Von Kunden für Kunden. Und vom Personal geduldet? gutgeheißen? oder nur nicht weggeräumt?
Hab dann überlegt, meine ganzen Klamotten, aus denen ich rausgewachsen bin, von zuhause zu holen und auch da zu entsorgen.
Ich will ja auch niemanden dissen, bashen oder bitchen. Aber, liebe Store-Manager der Königstrasse 12: Einkaufserlebnis ist was anderes. Verglichen damit sieht’s im REWE Marienplatz um kurz vor Ladenschluss 23.59 Uhr aber tippi-toppi aus. Möglicherweise ja der bessere Spot zum Klamottenkaufen?
Stichproben zeigen das gleiche Bild übrigens auch in der Zara/Mango-Filiale hinterm Bahnhof:
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Dekumo 2010
Am 3. Dez 2010, 22:04 Uhr von Thorsten W.
Leute, wie die Zeit vergeht. Jetzt kündigen wir tatsächlich schon zum dritten Mal hier in unserem Heimathafen die jährlich stattfindende Dekumo an – die läuft zwar schon seit heute, geht aber bis Sonntag.
Und wieder gibt es Design, Kunst und Mode überwiegend von lokalen Anbietern zu kaufen – ich war zwar noch nie da, aber vielleicht tu ich es mir jetzt zum ersten Mal an.
Und weil ich die Frage doch in den letzten Tagen öfter gehört hab, hier noch mal: Die Dekumo findet im Kulturhaus Arena in Wangen statt, und das ist das alte Theaterhaus – und nicht das neue, und nicht in Feuerbach.
Dekumo 2010
Kulturhaus Arena, Ulmer Str. 241, S-Wangen
Sa 11-21 Uhr, So 11-19 UhrAlle Infos unter www.dekumo.de
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KTV-Classic: Die Ed Hardys der 90er: Doc Martens
Am 8. Nov 2010, 14:30 Uhr von martin
Jaja, bevor jemand heult: Die Überschrift ist natürlich 8lochmässig falsch. Aber ich dachte mir,wir bleiben bissle in der Spur. Außerdem waren in den frühen 90ern die ugly Dinger ebenfalls kurzzeitig ziemlich angesagt, ganz abgesehen davon, dass das Schuhwerk, erfunden von Dr. Klaus Märtens nach Ende des 2. Weltkrieges, in einigen Kulturkreisen seit Jahrzehnten Kultstatus genießt.
Allerdings nie bei mir: Ich habe Docs – wie später Buffalos – schon immer verachtet. Liegt vielleicht daran, dass ich noch nie im Leben eine Punk-, Wave- oder Skinhead-Phase hatte.
Wie zum Beispiel die Heike: Die Heike war in meiner Klasse die Quoten-Waverin. Um dahin zu kommen, machte sie eine schleichende Metamorphose im Laufe der Schuljahre durch. Zunächst probierte sie mehrere Side- und Undercut-Variationen in Kombination mit beängstigend vielen Haarfarben aus, ein handelsüblicher Regenbogen war ein ausgeblasster Dreck dagegen.
Später wurde ihr Outfit immer schwarzer und ihr Gesicht immer bleicher (geschminkt). Eines Tages schwebte sie in bodenlanger, schwarzer Kutte, stilistisch orientiert also am Sensenmann, ins Klassenzimmer ein. Auf Doc Martens natürlich.
Auch wenn Heike aussah wie der Tod, haben wir sie trotzdem gemocht. Im Schullandheim hat sie uns sogar beigebracht wie Waver tanzen. War aber relativ lame, wie gelangweilte Internetgören sagen. Ein Schritt vor und dabei bissle leicht vorgebeugt mit dem Oberkörper wackeln, und dann wieder ein Schritt zurück. Man musste glaub die Musik fühlen (Depeche Mode natürlich, was anderes war nicht greifbar). Wir fühlten aber lieber den harten Linoleum-Boden, wenn es uns nach einem verpatzten Breakdance-Move wieder mal auf die Fresse legte.
Mitunter meines eher schwarzen Musikhintergrunds zwischen HipHop und Techno waren Docs für mich noch nie eine Besohlungsoption. Genauer gesagt, Docs waren einfach ein absolutes No-Go, auch wenn sie damals nicht nur die Heike, sondern zunehmend mehr Leute um mich herum trugen; darunter gerne viele Gymnasiasten, deren Pubertät in eine (innerliche) mehrjährige Rebellion gegen alles und jenes umschlug, interessanterweise hauptsächlich Töchter und Söhne von Akademikern.
Meine Mutter hätte mir auch niemals ein Pärchen gekauft („Springerstiefel? Ha noi, die kommet mir net ins Haus!“). Und dann immer noch dieses Schnürsenkelgetue, rot links, weiß rechts, grün gegen Waldsterben oder was weiß denn ich… Zugegeben, quietsch bunte Fat Laces waren auch bei unseren ersten Nikes ein sehr wichtiges Statement.
Jede Szene hat eben ihre (modischen) Symbole, Docs sind ein besonders trendresistentes, streng über die Jahre konserviert in ganz bestimmten abgesteckten Milieus.
Nun haben Docs scheinbar wieder ihre angestammten Grenzen verlassen und sind Trend, wie zumindest schon seit ein, zwei Winter diverse Blogs behaupten und auch irgendwelche Special Kollabos ankündigen. Schlimmer kann es eigentlich kaum kommen. Falsch, vor ein paar Jahren schwappte aus London mal die Botschaft rüber, dass Birkenstocks der Shit der Saison sind. Sind sie ja auch, in meinen vier Wänden und raus bis zu Mülltonne.
Nun, wo ein Trend ist, ist z.B. der Tobsen nicht weit. Der schreibt vor einer Woche auf FB ungefähr: „Ey Leute, auf was muss man bei Docs achten? 8-eye schon klar, aber was noch?“
Ich: “Ey, bitte.”
“Was ist los, sag mal?”, fragte er.
“Ey Alta, ganz ehrlich, der Schuh ist absoluter Dreck! Der Einzige, der Docs darf ist unser Setzer!”
Awa und ich hätte keine Ahnung und überhaupt, das ist ein super Winterstiefel!
Daraufhin meinte ich: “Ganz ehrlich, bevor ich mir Docs kaufen würde, hol ich mir fürn Winter lieber ein Pärchen Timberlands!”
Den Spruch fand wiederum mein alter Freund Thorsten nicht ganz so cool und hat sich auf die Seite von Tobsen geschlagen. Denn, ich hätte es wissen müssen, die beiden klonen sich modisch seit einiger Zeit recht gerne, Thorsten kauft sich jetzt natürlich ein paar Docs mit scheinbar derselben Argumentation: „Super Winterstiefel“. Ein Freund bringt im direkt welche aus London mit! WTF und OMG.
Konnte aber zu meiner Beruhigung mit Majde, Baris und Alex prompt eine Docs-Hater-Fraktion aufmachen, die sich mit mir gleich mit amüsiert haben. Gründe jetzt noch eine StudiVZ-Gruppe, “I hate Doc(g)s”. Sehr praktisch, eine Fliege mit zwei Klappen geschlagen, äh, gleich zwei Ratten mit fünf Wintergärten beschossen.
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