• 15

    Facebook-Partys

    (Graphik Zeitmagazin, draufklicken)

    Seit Thessa mehr oder weniger ein Riesenthema, Minister wollen Facebook-Partys verbieten und die Berliner CDU wiederum lädt just in dieser Diskussion via Facebook zu einer Veranstaltung ein (“Wie sicher ist Berlin?”) und erntet einen, ähm, Shitstorm sagt man glaube ich. Die Kommentare wurden (leider) mittlerweile entfernt. War bisschen witzig.

    Schaut man sich die ZEIT-Karte von letzter Woche an, scheint alles relativ harmlos. Da hält Blueprint Thessa den Rekord. Scheinbar lässt sich wohl nicht alles mit “Gruppendynamik” erklären. Göppingen zitterte erst kürzlich vor eine FB-Party (und hatte zeitgleich mit einem Fake-Oberbürgermeister auf Facebook zu kämpfen), wie auch die StZ berichtete. Laut der Grafik kamen aber lediglich sechs Gäste, bei 2500 vorangemeldeten Gästen. Vielleicht weiß unser Göppinger Homie Dejan Genaueres darüber bzw. ob die Zeit schlecht informiert war und die Party total eskaliert ist mit 26 Menschen.

    In Ahrensburg im hohen Norden dasselbe Spiel: 5000 vorangemeldete Gäste, 50 fanden den Weg dahin. Leider verzichtet die Zeit, warum auch immer, bei jeder Party die Voranmeldungen zu vermerken. Wann kommen Googleplus-Events?

     
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  • 5

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    Gefunden von Tim.

     
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  • 32

    Thessa

    Gestern Abend nach dem Tatort, den ich wieder recht gut und spannend fand, war ich ziemlich müde, wartete aber noch auf einen Ken-Tatort-Comment der Marke “Sozialschmonzette” und warum Anne Will denn schon wieder den Faden aufgenommen hat – fürchterlich, Skandal, dafür zahlen wir Gebühren! Kam aber nicht, vielleicht war Ken noch auf einer Oz-Party. Dafür klang die Themen bei Spiegel TV recht spannend. Sprossen und Facebook.

    Genauer gesagt, wollte die bis vor kurzem 15jährige Thessa aus Hamburg am vergangenen Samstag (oder Freitag?) ihren 16. Geburtstag feiern und hat deswegen bei Facebook eine Veranstaltung angelegt. Auf dem Flyerbild mobilisierte sie ihre Freunde mit dem Spruch: “Alle kommen! :) ” Oder so ähnlich.

    Sind mehr gekommen als alle.

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    Die gute Thessa hat ihre Geburtstagsparty samt Adresse als öffentliches Event angelegt und nicht privat für ihren Freundeskreis. Haben dann rund circa 1.500 Leute als Einladung verstanden und stürmten zur Thessa mit Alkohol und selbstgemalten Plakaten. Oder haben sich vermumt. Thessa selbst flüchtete angeblich zu den Großeltern, Mum und Dad ließen das Haus von Polizei (mit Hubschraubereinsatz) und von Securitys überwachen.

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    Wie das zustande kam, klingt vielleicht zunächst logisch, aber mir ist diese Dynamik trotzdem nicht ganz erklärlich bzw. geh vielleicht zu stark von mir aus. Würde mich nie bei einer Thessa nicht eingeladen fühlen, egal wie öffentlich die Fete bei Facebook angepriesen wird. Oder weil vielleicht auch, wenn ich mal (öffentliche) Events bei FB angelegt habe, keine 1.500 Leute kamen. Corso Bar ist halt auch kein Straßenfest.

    Thessas Gäste hingegen juckte es nicht die Bohne, dass die Party schon längst wieder abgeblasen war, weil man aufgrund der vielen Voranmeldungen kalte Füsse bekommen hatte.

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    Einer hat sogar einen Song für Thessa komponiert…

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    …den man mittlerweile sogar auf iTunes laden kann. Alles in allem ist das soweit ich weiß nicht zum ersten Mal vorgekommen. Meine von einem ähnlichen Fall in Amerika gelesen zu haben und hierzulande ist das sicherlich auch schon passiert – wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Sprich Thessa buchen und die Party läuft.

    P.S.: Halb passend zum Thema habe ich morgen in der FAZ einen interessanten Artikel zum Thema Facebook-Fans ergeiern gelesen.

     
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  • 7

    40.000 und 4.000

    Heidenei, es gibt wieder was zu feiern – wobei wir dieses mal die runden Zahlen bissle verpasst haben. Auf jeden Fall haben wir schon Ende März, Anfang April die 40.000er-Marke an Comments durchbrochen, aktuell sind es genau 41.302.

    Warum das erwähnenswert ist? Weil wir uns einerseits damit sehen lassen können, es andererseits aber zeigt, welch großen Anteil unsere treuen Leser an dem Ding called Kessel.TV ausmachen. Ihr seid die Besten, schnief! 30.000 Kommentare hatten wir übrigens im August letzten Jahres erreicht, 20.000 nur ein halbes Jahr davor.

    Fast parallel haben wir dann auch noch die 4000er-Grenze an Facebooks-Fans durchbrochen – das ist natürlich nicht ganz so viel wie Lady Gaga, dafür buhlen wir auch nicht um Likes. Ihr dürft uns aber natürlich trotzdem mögen, wenn Ihr wollt!

     
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  • 20

    KTV-re.flect-Kolumne: Das Twitter und ich

    Seit vergangenen Freitag ist das neue, vollgepackte re.flect draußen, man beachte auch die immer noch brandneue Homepage der Kollegen. Nachdem Martin beim letzten Mal für die Kessel.TV-Kolumne seinen Facebook-Ausstieg und die Folgen dokumentierte, habe ich mich alter Sack für die aktuelle Ausgabe nochmals eingehend mit Twitter beschäftigt. Follow me, wie Aly-Us schon sang.

    Ich hab ja ein etwas gestörtes Verhältnis zu Statusmeldungen. Eine meiner Headlines bei Kessel.TV, auf die ich am meisten stolz bin, ist „Bin gerade kacken, läuft ganz gut…“. Der Artikel ist zwar schon zwei Jahre alt, und es ist unglaublich, was sich seitdem getan hat. Nur meine Meinung hat sich seitdem nicht allzu sehr verändert: Ich bin dem Thema Statusmeldung gegenüber immer noch skeptisch eingestellt. Wobei ich zugeben muss: Ich bin, was Facebook angeht, vom absoluten Statusmeldungs-Verweigerer zum gelegentlichen Poster geworden.

    Aber ich bin da, und man mag mich altmodisch nennen, vorsichtig. Ich denke nicht: Komm, die Sonne scheint, ich bin heute mit dem rechten statt mit dem linken Fuß aufgestanden, ich habe vorher eine Fliege gesehen, die fast einen Salto geflogen wäre, mein Mix wurde bei Soundcloud zum fünften Mal in drei Monaten angehört, das Marmeladenbrot hat heute besser geschmeckt als gestern, das dritte Buch von links im Regal ist umgefallen, das ist doch eine Statusmeldung wert – das interessiert die Welt!

    Ich denke: Ich habe zumindest einen Teil meiner Facebook-“Freunde“ selber angefragt, und da frage ich mich – ganz ehrlich – vor jeder Meldung: Interessiert das jetzt jemanden? Juckt irgendjemand meinen Schiss, den ich jetzt lasse? Oder gehe ich damit vielleicht jemandem auf die Nerven? Ich weiß, albern, weil bei jedem minütlich überflüssige Statusmeldungen aufpoppen, ohne dass die Welt untergeht. Aber ich bin eben altmodisch und höflich, ich will keinem auf den Sack gehen.

    Vielleicht ist es da umso überraschender, oder – bei längerem Nachdenken – sogar die logische Konsequenz, dass ich mich jetzt auch einfach mal dem Thema Twitter angenähert habe. Ich hab ja Twitter lange überhaupt nicht verstanden, weder die Mechanik noch wozu das Ding überhaupt gut sein soll. Und ich glaube, dass Twitter eine jener Plattformen im Internet ist, die man nur versteht, wenn man mitmacht. So wie knuddels.de oder Farmville oder eine Pro-Guttenberg-Fanpage.

    Einen Twitter-Account hab ich schon länger, „zu Recherche-Zwecken“, aber so funktioniert das nicht. Man muss da schon mitmachen, und dann erkennt man schnell, dass Twitter kein Sender-Medium ist, sondern ein Dialog-Medium. Weshalb es ziemlich sinnlos ist, wenn ein Stadtmagazin jede einzelne Veranstaltung, das es online stellt, twittert. Das ist Spam und bringt niemandem was.

    Um es mal kurz für die zusammenzufassen, die bei Twitter noch nicht mitmachen: Die zwei Währungen bei Twitter sind Retweets und @-Erwähnungen. Wobei @-Dialoge meistens bei Facebook oder in einem Chatprogramm besser aufgehoben wären, Retweets aber wiederum tausend Mal mehr wert sind als etwa Facebook-Likes. Weil geliked ist schnell, aber wenn jemand meinen Tweet retweeted, also seinen Followern zeigen will, was ich getwittert habe, dann ist das schon n dickes Ding.

    Nicht, dass das jetzt bei mir so oft vorkäme. Oder dass ich jetzt besonders viele Follower hätte. Wie hat neulich ein Kollege auf die Frage geantwortet, wie viele Follower er hat:

    „Ich hab heute noch nicht nachgeschaut, aber fast zweistellig!“

    Wobei ich schon feststellen musste, was aber auch keine große Überraschung ist, dass die Follower automatisch zunehmen, je mehr man twittert. Ich twittere überwiegend Links zu Artikeln, die das politische Tagesgeschehen angehen, auch Musikthemen, was ich halt so interessant und empfehlenswert finde. Also nix Privates, weil dafür nutze ich Facebook. Da gibt‘s dann auch mal ein Foto von meinem neuen Intimpiercing oder dem letzten Saufgelage mit Ram.

    Ich followe momentan so an die 100 Leuten, manche hab ich auch schon wieder entfollowed. Weil ich hab inzwischen herausgefunden, dass Twitter für mich dazu gut ist, interessante News, Links und Artikel zu finden. Und ab und zu nen lustigen Spruch.Was ich nicht brauchen kann sind langweilige Meldungen aus dem Lebensalltag – mich interessiert nen Scheiß, wie‘s an der Uni, auf dem Klo oder in der U-Bahn läuft. Etwas überraschend erfüllen da vor allem Modebloggerinnen alle Klischées, die man so erwartet.

    Überraschend finde ich auch, dass es tatsächlich mit am spannendsten ist, Promis zu folgen. Zum einen hat es natürlich einen gewissen Reiz, Auswürfe aus erster Hand von bekannten und im Idealfall auch interessanten Menschen zu bekommen. Zum anderen twittern Promis mitunter tatsächlich auch die witzigsten Geschichten. So wie Klaas von MTV Home etwa:

    „wirklich gerade so passiert: “ey bist du nicht der viva-sprecher? vielleicht kennst du mich auch :’teenager außer kontrolle’ 1.Staffel!”

    Ansonsten sind, wenig überraschend, die wirklich häufig eintreffenden Tweets von Dave Chappelle sehr witzig, vor allem die Retweets eines Fake-Oprah Winfrie-Accounts, und auch Charlie Sheen ist wirklich lustig. Auch wenn ich seine Tweets nie verstehe. Der hat übrigens in kürzester Zeit 3.360.360 Follower (Stand 01. April) gesammelt. Und weil ich da auch hin will, wo er ist: Follow me, Soulglow, that‘s where you find me baby!

     
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  • 15

    +1 Button

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    “Warsch du im Urlaub?” “Noi, warum?” “Ha, du bisch so braun.” Sorry, musste gerade an meine allerliebste Äffle und Pferdle Szene denken. Hat mir auch immer gerne meine Oma erzählt. Eigentlich dachte ich, von den zwei wichtigsten schwäbischen Einwohnern stammt auch der Satz: “Ha, du machsch mir au elles noach!” Komm ums verrecken nicht drauf wo wann das war.

    Auf jeden Fall, Sensation, Google macht au alles noach und kommt mit dem +1 Button ums Eck. Kennt man irgendwo her. Super Infotext auch: The +1 button is shorthand for “this is pretty cool” or “you should check this out.” Warum nicht niceone? Yo, check this out!

    Um die neue +1 Funktion nutzen zu können, benötigt man ein Google Profil. Ob +1 im gängigen Sprachgebrauch das neue Like wird, wird man sehen. Rollt zunächst komplizierter, aber vorhin wurde schon hier auf dem Blog in dem Duktus kommentiert.  Mehr Infos auch hier.

     
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  • 51

    Blog des Tages

    So, der letzte Beitrag unseres Thementages “Landtagswahl Ba-Wü gestern heute und morgen”. Der Tumblr Baden Wuerttemberg geht unter (ja ich weiß, man schreibt es eigentlich Baden-Württemberg), gefunden vom Kutmaster, dokumentiert überaus treffend die heutige Gefühlslage offensichtlich enttäuschter CDU- und FDP-Wähler mit echten Facebook-Statusmeldungen.

    Diese Stimmung konnte ich heute auch bei meinen (durchaus vorhandenen) eher konservativ gesinnten Facebook-Freunden beobachten – eine Diskussion hab ich mir bisher immer verkniffen, auch wenn es mehr lustige Angriffspunkte gibt als man an einem Tag abarbeiten kann.

    Hier ein paar Beispiele aus dem Blog, der ganze lustige Rest hier:



     
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