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    Best of 2011: Ausflug zum MARS

    Am 6. Mai 2011, 12:22 Uhr von martin

    (Andrea Berg von Andrea Berg)

    Definitiv eine Überschrift in der Kategorie “Felix im Sturm”, aber das Wochenblatt würde wahrscheinlich “MTV-Awards-Feeling im Kessel” schreiben, da weiß ich dann auch nicht was besser ist. Isch weiss, dass was isch weiss, dass weiss isch, dass Thorsten und ich gestern einen Ausflug zum Planetarium gemacht haben. Nicht um Sterne zu gucken, sondern um auf Andrea Berg und Pur zu warten.

    Außerdem mussten wir einen Preis übergeben, Laudator nennt man das, aber ein richtiger Laudator hält in der Regel eine mehr oder weniger bewegende Ansprache, haben wir nicht gemacht. Die “Beste Clubreihe” ist ein definitiv ein schöner Preis, den wir überreichen durften, Party- und Turnschuhblog halt, aber tief bewegend war schon eher, dass Andrea Berg und Pur leider nicht da waren, so viel vorneweg.

    Vorneweg 2:  Ich hatte keine Erwartungen an die Veranstaltung und das ist nicht böse gemeint. Kleiner Regionalpreis halt, keine Ahnung was da auf uns zu kommt, aber auf gar keinen Fall MTV-Awards-Flair.

    Vorneweg 3: Die Veranstaltung war sehr knackig organisiert und lief ohne große Probleme ab. Hat die Ulli respektabel gemanaged, dafür durfte sie aber auch den ganzen Abend ein Headset tragen. Ich fands wirklich gut, obwohl ich kein Headset hatte, wobei der Thorsten bisschen zurecht meinte, man könnte den Award durchaus für die breite Öffentlichkeit gestalten, dann wäre die Stimmung besser als nur mit geladenen Gästen. Wobei ich die Atmo (voll die Atmo!) recht entspannt, freundlich und durchaus auch stimmvoll empfand. Gibts das Wort stimmvoll?

    (Der neugestaltete Eingangsbereich vom Breuni.)

    Wie es sich für zwei echte ordentliche schwäbische Seggel gehört, waren wir natürlich fast die ersten. Davor noch schnell meine Laugenkäsebrezel gevespert, weil ich mir ziemlich sicher war, dass es kein Catering vom Frieder geben wird. Zeitgleich kam die SEMF-Posse an und auch der immer gut gelaunte Martin Eyerer, der ebenfalls einen Preis übergeben durfte. Außerdem liess sich Setzer am Eingangsbereich blicken, und wir jubelten ihm zu wie minderjährige Groupies mit oder ohne Höschen. War ihm fast peinlich, weil er die Seggel ja auch kannte, die da jubeln.

    Erster Konsens des Abends: Wow, also im Planetarium war ich mit 8 zum letzten Mal. Und dann Thorsten: “Damals war ich so leicht, dass ich den Stuhl nicht nach hinten kippen konnte.” Ich: “Das kann man heute definitiv nicht mehr von dir sagen.” Shake-Hands und ein Sektchen gestürzt, nur einen, kenn mein Konfirmandenbläschen einfach zu gut und wollte nicht während der Verleihung dauernd rausstürzen.

    Wir standen am Eingang mit Schowi, Palina und Sentinel-Elmar herum, der dem Thorsten erzählte, dass ich, nachdem Elmar seine Ich-bin-Vater-geworden-juhu-Rundmail verschickt hat, geantwortet hätte: “Lass das Kind bitte kein Reggae hören.” Kann ich bezeugen, hab ich geschrieben.

    (Big Elmar von SentinAl)

    Dann kam Strachi mit einer Gucci-Tüte rein, Steilvorlage für uns natürlich: “Alta, bei dir läufts einfach! Spielerverchecker, Suchmaschinenoptimierung! Isch da dein Gucci-Bandana drin?” Oleole. Strachi wurde bisschen rot und lenkte ab: “Wow, hier war ich mit 10 zum letzten Mal.” Da konnte Thorsten natürlich gleich kontern: “Damals war ich so leicht, dass ich den Stuhl nicht nach hinten kippen konnte.” Ich: “Das kann man heute definitiv nicht mehr von dir sagen.” Schön wenn ein opaeskes Gesprächsthema hat.

    Nach und nach füllte sich die Bude. Dank den Outfits und den Frisuren konnte man die Menschen ungefähr der Musikrichtung zu ordnen. Der Glamour-Faktor war recht gering, eher erdig, hoher Adidas-Samba-Faktor, ich kannte wenige Menschen. Thorsten auch nicht.

    Um 20:00 gongte es Theater-mässig, und wir nahmen in dem Rondell platz. In der Mitte war die Bühne aufgebaut, normalerweise, also soweit ich mich erinnern kann, steht da die Lichtorgel. Hinter uns ein paar Rollergirlz, natürlich auf Rollschuhen, natürlich auch Thorstens starke Hälfte dabei. Und was sagt er zu den Mädels? ”Damals war ich so leicht, dass ich den Stuhl nicht nach hinten kippen konnte.”

    Das musst ich dann natürlich gleich mal twittern. “Du, ich twitter jetzt.” “Echt? Oder soll ich?” “Ach, lass mich ma.” “MANN, MÜSST IHR SCHON WIEDER BLOGGEN!?” blöckte es von hinten. “Nein, wir twittern!”

    Zum Opening spielte eine Band namens Yasmine Tourists, die später auch irgendeinen Preis bekommen sollten, der mit 5000 Euro dotiert war. Gab zwei Geldpreise, die anderen sieben waren eben Schwanzverlängerung, Buchstopper oder Blätterpresse. Das Ding war echt schwer, hatte es in der Hand.

    Anschließend begrüsste etwas langatmig Peter James, neuer Chef des Popbüros, die Gäste und bedankte sich bei Ulli mit einer Packung Mars-Riegel. Voll fies, jetzt hatte die ein Headset UND Mars-Riegel. Nächstes Jahr organisiere ich das Ding.

    Zackig ging es weiter. Palina von MTV moderierte in Blumen-Leggins und God-Save-The-Queen-Freizeit-Hütchen den Award und rief die einzelnen Laudatoren auf die Bühne. Großes Plus war die digitale Präsentation der Nominierten. Nach jeder Laudatio lief auf dem Halbkugel-Screen ein kleines Filmchen ab, zeigte alle potentiellen Kandidaten, dann zwei, drei Sekunden Anspannung und bumms stand der Gewinner dran. Fand ich super gemacht.

    Dieser Moment zwischen Vorstellung und Gewinner entwickelte sich nach und nach zu einem hohen Herzklopffaktor. Also bei mir zumindest. Thorsten hat aber glaub getwittert und unser Setzer ist derweil ausgetreten, äh, aufgetreten.

    Alle Bands sind ohne Drums und mit verstärkten Akustikgitarren angereist. Hatte ja kein Platz. Bei End Of Green ging dann erst das Mikro nicht, aber mit all ihrer Erfahrung haben sie die Situation überaus charmant gemeistert.

    Charmant war auch der Eyerer. Als hätte er schon 3000 Powerpoint-Folien-Vorträge gehalten, stand er da auf der Bühne und stellte die Kategorie “Beste Veranstaltung” vor und meinte, dass es in Stuttgart doch viele gute Veranstaltung gäbe und wir uns nicht verstecken brauchten. Ich zu Thorsten: “Das sagen wir nachher auch, passt auch bei uns.” Den Preis bekam für mich etwas überraschend das letztjährige, stark kontrovers diskutierte Day&Night Festival.

    Irgendwann durften dann wir auf die Bühne, haben bisschen halbgares Zeug gelabert und dann die Nominierten vorgelesen. Waren 1. Kingston Hot, da musste ich gleich erzählen, dass ich früher im Sub Culture öfters mal SentinAl anstatt Sentinel geschrieben habe, 2. Kaputtraven, Stammdisco vom Thorsten, 3. Urban Session im Bix, 4. White Rabbit und 5. We Are Techno. Hätte gerne meinen alten Homie Elmar den Preis überreicht, aber hab ich natürlich auch schwer für die leicht überraschten Kaputtraver Thomas Geyer und Andres Klein gefreut, die in Stuttgart wirklich in ihrer Sparte Neuland erobert haben.

    (Bild von Leser Andee)

    Weitere Preise gingen an das Popnotpop-Festival, das LKA, die Röhre und bester Act ist Philipp Poisel, der zum Schluss auch gesungen hat, und damit Pur, Andrea Berg und End of Green ausstach. Setzer meinte auf der Aftershowparty Guter-Verlierer-mässig, das ginge absolut in Ordnung und danach übten wir bis 5 Uhr morgens gemeinsam den Gothik-Dance auf das neue Silke Bischoff-Album. Ein Schritt vor, ein Schritt zurück.

    Der MARS hat an diesem Abend definitiv einen großen Schritt nach vorne gemacht sich als dauerhafte, würdige Award-Veranstaltung in Stuttgart zu etablieren.

    (Andrea Berg von Andrea Berg) Definitiv eine Überschrift in der Kategorie "Felix im Sturm", aber das Wochenblatt würde wahrscheinlich "MTV-Awards-Feeling im Kessel" schreiben, da weiß ich dann auch nicht was besser ist. Isch weiss, dass was isch weiss, dass weiss isch, dass Thorsten und ich gestern einen Ausflug zum Planetarium gemacht haben. Nicht um Sterne zu gucken, sondern um auf Andrea Berg und Pur zu warten. Außerdem mussten wir einen Preis übergeben, Laudator nennt man das, aber ein richtiger Laudator hält in der Regel eine mehr oder weniger bewegende Ansprache, haben wir nicht gemacht. Die "Beste Clubreihe" ist ein definitiv ein schöner Preis, den wir überreichen durften, Party- und Turnschuhblog halt, aber tief bewegend war schon eher, dass Andrea Berg und Pur leider nicht da waren, so viel vorneweg. Vorneweg 2:  Ich hatte keine Erwartungen an die Veranstaltung und das ist nicht böse gemeint. Kleiner Regionalpreis halt, keine Ahnung was da auf uns zu kommt, aber auf gar keinen Fall MTV-Awards-Flair. Vorneweg 3: Die Veranstaltung war sehr knackig organisiert und lief ohne große Probleme ab. Hat die Ulli respektabel gemanaged, dafür durfte sie aber auch den ganzen Abend ein Headset tragen. Ich fands wirklich gut, obwohl ich kein Headset hatte, wobei der Thorsten bisschen zurecht meinte, man könnte den Award durchaus für die breite Öffentlichkeit gestalten, dann wäre die Stimmung besser als nur mit geladenen Gästen. Wobei ich die Atmo (voll die Atmo!) recht entspannt, freundlich und durchaus auch stimmvoll empfand. Gibts das Wort stimmvoll? (Der neugestaltete Eingangsbereich vom Breuni.) Wie es sich für zwei echte ordentliche schwäbische Seggel gehört, waren wir natürlich fast die ersten. Davor noch schnell meine Laugenkäsebrezel gevespert, weil ich mir ziemlich sicher war, dass es kein Catering vom Frieder geben wird. Zeitgleich kam die SEMF-Posse an und auch der immer gut gelaunte Martin Eyerer, der ebenfalls einen Preis übergeben durfte. Außerdem liess sich Setzer am Eingangsbereich blicken, und wir jubelten ihm zu wie minderjährige Groupies mit oder ohne Höschen. War ihm fast peinlich, weil er die Seggel ja auch kannte, die da jubeln. Erster Konsens des Abends: Wow, also im Planetarium war ich mit 8 zum letzten Mal. Und dann Thorsten: "Damals war ich so leicht, dass ich den Stuhl nicht nach hinten kippen konnte." Ich: "Das kann man heute definitiv nicht mehr von dir sagen." Shake-Hands und ein Sektchen gestürzt, nur einen, kenn mein Konfirmandenbläschen einfach zu gut und wollte nicht während der Verleihung dauernd rausstürzen. Wir standen am Eingang mit Schowi, Palina und Sentinel-Elmar herum, der dem Thorsten erzählte, dass ich, nachdem Elmar seine Ich-bin-Vater-geworden-juhu-Rundmail verschickt hat, geantwortet hätte: "Lass das Kind bitte kein Reggae hören." Kann ich bezeugen, hab ich geschrieben. (Big Elmar von SentinAl) Dann kam Strachi mit einer Gucci-Tüte rein, Steilvorlage für uns natürlich: "Alta, bei dir läufts einfach! Spielerverchecker, Suchmaschinenoptimierung! Isch da dein Gucci-Bandana drin?" Oleole. Strachi wurde bisschen rot und lenkte ab: "Wow, hier war ich mit 10 zum letzten Mal." Da konnte Thorsten natürlich gleich kontern: "Damals war ich so leicht, dass ich den Stuhl nicht nach hinten kippen konnte." Ich: "Das kann man heute definitiv nicht mehr von dir sagen." Schön wenn ein opaeskes Gesprächsthema hat. Nach und nach füllte sich die Bude. Dank den Outfits und den Frisuren konnte man die Menschen ungefähr der Musikrichtung zu ordnen. Der Glamour-Faktor war recht gering, eher erdig, hoher Adidas-Samba-Faktor, ich kannte wenige Menschen. Thorsten auch nicht. Um 20:00 gongte es Theater-mässig, und wir nahmen in dem Rondell platz. In der Mitte war die Bühne aufgebaut, normalerweise, also soweit ich mich erinnern kann, steht da die Lichtorgel. Hinter uns ein paar Rollergirlz, natürlich auf Rollschuhen, natürlich auch Thorstens starke Hälfte dabei. Und was sagt er zu den Mädels? "Damals war ich so leicht, dass ich den Stuhl nicht nach hinten kippen konnte." Das musst ich dann natürlich gleich mal twittern. "Du, ich twitter jetzt." "Echt? Oder soll ich?" "Ach, lass mich ma." "MANN, MÜSST IHR SCHON WIEDER BLOGGEN!?" blöckte es von hinten. "Nein, wir twittern!" Zum Opening spielte eine Band namens Yasmine Tourists, die später auch irgendeinen Preis bekommen sollten, der mit 5000 Euro dotiert war. Gab zwei Geldpreise, die anderen sieben waren eben Schwanzverlängerung, Buchstopper oder Blätterpresse. Das Ding war echt schwer, hatte es in der Hand. Anschließend begrüsste etwas langatmig Peter James, neuer Chef des Popbüros, die Gäste und bedankte sich bei Ulli mit einer Packung Mars-Riegel. Voll fies, jetzt hatte die ein Headset UND Mars-Riegel. Nächstes Jahr organisiere ich das Ding. Zackig ging es weiter. Palina von MTV moderierte in Blumen-Leggins und God-Save-The-Queen-Freizeit-Hütchen den Award und rief die einzelnen Laudatoren auf die Bühne. Großes Plus war die digitale Präsentation der Nominierten. Nach jeder Laudatio lief auf dem Halbkugel-Screen ein kleines Filmchen ab, zeigte alle potentiellen Kandidaten, dann zwei, drei Sekunden Anspannung und bumms stand der Gewinner dran. Fand ich super gemacht. Dieser Moment zwischen Vorstellung und Gewinner entwickelte sich nach und nach zu einem hohen Herzklopffaktor. Also bei mir zumindest. Thorsten hat aber glaub getwittert und unser Setzer ist derweil ausgetreten, äh, aufgetreten. Alle Bands sind ohne Drums und mit verstärkten Akustikgitarren angereist. Hatte ja kein Platz. Bei End Of Green ging dann erst das Mikro nicht, aber mit all ihrer Erfahrung haben sie die Situation überaus charmant gemeistert. Charmant war auch der Eyerer. Als hätte er schon 3000 Powerpoint-Folien-Vorträge gehalten, stand er da auf der Bühne und stellte die Kategorie "Beste Veranstaltung" vor und meinte, dass es in Stuttgart doch viele gute Veranstaltung gäbe und wir uns nicht verstecken brauchten. Ich zu Thorsten: "Das sagen wir nachher auch, passt auch bei uns." Den Preis bekam für mich etwas überraschend das letztjährige, stark kontrovers diskutierte Day&Night Festival. Irgendwann durften dann wir auf die Bühne, haben bisschen halbgares Zeug gelabert und dann die Nominierten vorgelesen. Waren 1. Kingston Hot, da musste ich gleich erzählen, dass ich früher im Sub Culture öfters mal SentinAl anstatt Sentinel geschrieben habe, 2. Kaputtraven, Stammdisco vom Thorsten, 3. Urban Session im Bix, 4. White Rabbit und 5. We Are Techno. Hätte gerne meinen alten Homie Elmar den Preis überreicht, aber hab ich natürlich auch schwer für die leicht überraschten Kaputtraver Thomas Geyer und Andres Klein gefreut, die in Stuttgart wirklich in ihrer Sparte Neuland erobert haben. (Bild von Leser Andee) Weitere Preise gingen an das Popnotpop-Festival, das LKA, die Röhre und bester Act ist Philipp Poisel, der zum Schluss auch gesungen hat, und damit Pur, Andrea Berg und End of Green ausstach. Setzer meinte auf der Aftershowparty Guter-Verlierer-mässig, das ginge absolut in Ordnung und danach übten wir bis 5 Uhr morgens gemeinsam den Gothik-Dance auf das neue Silke Bischoff-Album. Ein Schritt vor, ein Schritt zurück. Der MARS hat an diesem Abend definitiv einen großen Schritt nach vorne gemacht sich als dauerhafte, würdige Award-Veranstaltung in Stuttgart zu etablieren.

     
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  • 4

    end of green “Tie Me A Rope”

    Am 20. Aug 2010, 15:30 Uhr von Thorsten W.

    Brandheiß und sackneu: Unser Autor Michael Setzer hat mit seiner Band end of green, die meinem fachkundigen Urteil nach bald die würdige Nachfolge von Metallica antreten wird, ein schmuckes Musikvideo gedreht.

    Den Song find ich sogar ganz gut, ist irgendwie ein Ohrwurm (wenn man das bei der Musik sagen darf), und Herr Setzer leg im Video eine astreine Tauchperformance hin. Sieht aber arschkalt aus.

    Wer end of green mal live sehen möchte, das nächste Date hier in der Nähe ist am 29.10. in Karlsruhe im Substage.

    [vimeo]http://vimeo.com/14191652[/vimeo] Brandheiß und sackneu: Unser Autor Michael Setzer hat mit seiner Band end of green, die meinem fachkundigen Urteil nach bald die würdige Nachfolge von Metallica antreten wird, ein schmuckes Musikvideo gedreht. Den Song find ich sogar ganz gut, ist irgendwie ein Ohrwurm (wenn man das bei der Musik sagen darf), und Herr Setzer leg im Video eine astreine Tauchperformance hin. Sieht aber arschkalt aus. Wer end of green mal live sehen möchte, das nächste Date hier in der Nähe ist am 29.10. in Karlsruhe im Substage.

     
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  • 6

    52 Albums/49: Social Distortion
    “White Light, White Heat, White Trash”
    von Michael Setzer

    Am 24. Mrz 2010, 18:00 Uhr von martin

    Ein lange ersehnter Gast-Beitrag, auf den wir uns besonders freuen. Der Mann mit dem roten Bärtchen und den Rastas ist in Stuttgart glaube ich so bekannt wie der oft zitierte bunte Hund.

    Tagsüber seit vielen Jahren bei PRINZ beschäftigt, abends Probe und Auftritte mit seiner Band End Of Green, die mit ihrem letzten Album sogar in die Charts einstiegen. Vorhang auf für Michael Setzer, ein wahrer Fels in der Brandung, und einem klasse Text. Er besitzt die beschriebene CD übrigens nicht mit obigen Cover, sondern mit diesem hier (PromoCopy):

    Martin sah immer etwas merkwürdig aus. Tolle Tolle, Teddyboy, Rockabilly und so. Einmal drückte er mir im Rauchereck auf dem Schulhof zwei CDs in die Hand, obwohl er gar nicht rauchte. „Gefällt Dir garantiert. Punk, irgendwie springsteen- aber auch so countrymäßig“, hat er gesagt.

    Er klang, als ob er sich selbst nicht sicher sei, was er eigentlich von Social Distortion halten sollte. Den Namen der Band kannte ich wiederum nur von T-Shirts anderer Punkbands. Aber auf dem einen Cover war eine Knarre, ein Gangster, Alkohol und ein bestrapstes Pin-Up-Girl. Da kommt selten was Schlechtes bei raus.

    Mittags hab ich gleich beide CDs gangstermäßig auf eine Kassette gezogen und mich wahnsinnig über “Cold Feelings“, „Sick Boy“ , „So Far Away“ gefreut. Super Lieder für Freaks auf dem Dorf, die sich dunkel kleiden. Angehört, mitgepfiffen, für gut befunden und dann vier Jahre lang keinen Gedanken daran verschwendet.

    Steffen sieht gar nicht komisch aus. Trotzdem drückte er mir 1996 eine Promo-CD in die Hand. „Hab ich doppelt, die neue Social Distortion. Wusste gar nicht, dass es die noch gibt. Voll gut.“ Auf dem Cover war ein Engel, eine Stripperin und Heroin. Zu Hause in der schäbigen WG fegte mich “White Light, White Heat, White Trash” von Social Distortion dann gegen die Wand.

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    Ein lange ersehnter Gast-Beitrag, auf den wir uns besonders freuen. Der Mann mit dem roten Bärtchen und den Rastas ist in Stuttgart glaube ich so bekannt wie der oft zitierte bunte Hund. Tagsüber seit vielen Jahren bei PRINZ beschäftigt, abends Probe und Auftritte mit seiner Band End Of Green, die mit ihrem letzten Album sogar in die Charts einstiegen. Vorhang auf für Michael Setzer, ein wahrer Fels in der Brandung, und einem klasse Text. Er besitzt die beschriebene CD übrigens nicht mit obigen Cover, sondern mit diesem hier (PromoCopy): Martin sah immer etwas merkwürdig aus. Tolle Tolle, Teddyboy, Rockabilly und so. Einmal drückte er mir im Rauchereck auf dem Schulhof zwei CDs in die Hand, obwohl er gar nicht rauchte. „Gefällt Dir garantiert. Punk, irgendwie springsteen- aber auch so countrymäßig“, hat er gesagt. Er klang, als ob er sich selbst nicht sicher sei, was er eigentlich von Social Distortion halten sollte. Den Namen der Band kannte ich wiederum nur von T-Shirts anderer Punkbands. Aber auf dem einen Cover war eine Knarre, ein Gangster, Alkohol und ein bestrapstes Pin-Up-Girl. Da kommt selten was Schlechtes bei raus. Mittags hab ich gleich beide CDs gangstermäßig auf eine Kassette gezogen und mich wahnsinnig über "Cold Feelings“, „Sick Boy“ , „So Far Away“ gefreut. Super Lieder für Freaks auf dem Dorf, die sich dunkel kleiden. Angehört, mitgepfiffen, für gut befunden und dann vier Jahre lang keinen Gedanken daran verschwendet. Steffen sieht gar nicht komisch aus. Trotzdem drückte er mir 1996 eine Promo-CD in die Hand. „Hab ich doppelt, die neue Social Distortion. Wusste gar nicht, dass es die noch gibt. Voll gut.“ Auf dem Cover war ein Engel, eine Stripperin und Heroin. Zu Hause in der schäbigen WG fegte mich "White Light, White Heat, White Trash" von Social Distortion dann gegen die Wand. Das ideale Futter für die widrigen Abschnitte im Leben. Da ist alles drin, was Linderung verspricht. Poesie, die auf einen Bierdeckel passt. Ehrlich und selbstgerecht. Billig und schön. Genau das Richtige, wenn man verlassen wird. Das war 1996 so und wird immer so bleiben. Melodien für die Ewigkeit und Worte, die helfen, so lange durchzuhalten. Quatsch. Die Ewigkeit zu überleben, darum ging’s. "White Light, White Heat, White Trash“ legt man auf, wenn man sich mit der Welt anlegt, Gott eine reinhauen will, ungefragt vom Leben gefickt wird, tief im Loch sitzt oder auch wenn die Kurve wieder nach oben zeigt, wenn man wieder nach vorne blickt. Immer halt. Das ist die Faust, die gegen die Wand schlägt und die Träne, von der Robert Smith nie gesungen hat. Sexy ist es auch. Es klingt nach Frauen, von denen Privatdetektive in Filmen aus den 30er-Jahren immer mit sonorer Stimme gesagt haben: „Als die Kleine mein Büro betrat, wusste ich sofort: Das riecht nach Ärger“. Social Distortion rechnen die Welt runter, wie man das halt macht, wenn’s dunkel ist und Hoffnung nur ein schlechter Witz ist. Der Rest des Abends war damals gelaufen: „Dear Lover“, um zu erklären, „Don't Drag Me Down“, um ein bisschen aufgestaute Aggression loszuwerden, „Untitled“, um das Herz nicht zu vernachlässigen, „I Was Wrong“, um Einsicht vorzugaukeln. Punkt. Das sind vier Lieder und die bockstärkste Eröffnung, die je eine Platte hatte. Und die selbstgefällige Achterbahnfahrt war längst nicht vorüber: „Through These Eyes“ machte einen zum tätowierten Franz Beckenbauer, zu so einem, der alles schon mal gesehen hat, den nix aus der Bahn werfen wird. „Down On The World“ ist das Zippo, um Innenstädte abzufackeln. „Give me tomorrow's broken dreams now / I'm feeling like a loaded gun“. Nimm das, Morrissey. Da man aber kein Wichser ist, gedenkt man auch denen, die’s nicht geschafft haben: „When The Angels Sing“. Ein bisschen Straßenpoesie bei „Gotta Know The Rules“, etwas Selbstmitleid in „Crown Of Thorns“ und ein bisschen plumpes Rumgeschwanze bei „Pleasure Seeker“ und sogar ein richtig doofes Lied: „Down Here (With The Rest of Us)“. Und gerade als ich dachte „Wow, das war jetzt aber huiuiui“ gab’s „Under My Thumb“ von den Rolling Stones. Im Sommer hab ich mir die CD von Mike Ness signieren lassen und mich dabei wie ein Teenager aufgeführt. Mike Ness ist der Sänger und spielt Gitarre. Er hat einen kleinen Anker ins Gesicht tättowiert. Einer dieser Typen, von denen man dann irgendwie doch nicht wissen will, wo sie schon überall waren. „Wow, das Cover kenn ich gar nicht. Kann ich die behalten?“, hat er gefragt. „Nö, bist du wahnsinnig? Das ist meine“. Ich glaube er hat verstanden, dass ich keinesfalls unhöflich sein wollte. Aber so eine Platte wie „ White Light, White Heat, White Trash“ verschenkt man nur, wenn man sie doppelt hat. Danke Steffen.

     
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  • 3

    Feiertage

    Am 18. Dez 2008, 13:54 Uhr von martin

    Puh, jetzt gehen die Partywochen los. Gestern Abend war ich auf der PRINZ Relaunch Party im Beat Club. PRINZ hat Optik und Inhalt hochgetuned und einen Neueinfang eingeläutet. Hut ab. Ein kurzes Resüme über den Abend.

    1. Der Beat Club ist schön geworden. Läuft zwar nicht meine Musik, aber kann man mal hingehen.

    2. Der neue PRINZ sieht auch ordentlich aus. Besonders gut sind die 100 Wahrheiten über Stuttgart.

    3. Der Micha Setzer spielt diesen Samstag mit seiner Band End Of Green in der Schleyerhalle als Vorband von In Extremo (oder so?).  End Of Green waren vor paar Monaten auch hoch in den Charts. Ich hab alle eingeladen, danach in die Corso zu kommen. Ich würde auch etwas Gothic auflegen, hab ich gemeint.

    4. Setzer meinte zu mir, es war wohl voll der Skandal in der Metal-Szene, dass Kirk Hammett und Lars Ulrich nach ihrem Konzert 1997 in der Schleyerhalle ins M1 sind. Ich war an dem Abend auch da und hab Kirk Hammett nicht erkannt, wusste aber, dass dieser Mensch vor mir nicht zu diesem Club und auch nicht zu dieser Stadt passt. Mein Kumpel hingegen war kurz vorm Durchdrehen. Die beiden spielen in einer Kapelle namens Metallica. Wir sind gestern darauf gekommen, weil ein Gast ein Metallica Shirt an hatte.

    5. Wenns was umsonst gibt, aber man etwas will, was es nicht umsonst gibt (Schnaps) sagen Barfrauen: “Das muss man aber zahlen!” So ganz nach dem Motto, man würde das dann nicht wollen, weil man ja nur auf der Party ist, weils was umsonst gibt. Man sagt dann am besten, “ich weiß, aber ich will trotzdem Schnaps” und gibt noch etwas Trinkgeld.

    6. Ich brauch Minimum vier bis fünf Schnaps um in Fahrt zu kommen. (Wusste ich aber schon davor.)

    7. Der Xinge aka Inge aka Ingmar, meine Arbeitsvermittlungsstelle beim LIFT, Zwischen-Wohni im September und lustiger Zeitgenosse, trägt bei offiziellen Anlässen seine schönsten Klettis. Klettis sind Turnschuhe mit Klettverschlüssen und trägt niemand auf der Welt ausser der Xinge.

    8. Wenn alles gut läuft, stellt mir heute der Xinge das Beckle vor. Wir gehen heute Abend nämlich gemeinsam on Tour (sozusagen meine Weihnachtsfeier) und landen wohl irgendwann im Tonstudio. Dem Beckle werde ich dann einen reinsingen, dass er gegen Bayern so fett war.

    9. Die Anja Wasserbäch (Ex-Prinz, heute Sonntag Aktuell) hat Bushido (plus 10 Bodyguards) auf den Frankfurter Buchwochen begleitet und meinte, das wäre ein netter Kerl. Und dumm wäre er auch nicht. Frau Wasserbäch nahm sogar das Wort “klug” in den Mund.

    10. Indie-DJs bekommen wohl die geringsten Gagen überhaupt.

    11. Ich hatte irgendwann gegen zwölf das Gefühl, ich bin der Dichteste auf der Party. Ich glaub aber, das war nur Einbildung.

    12. So, (folgendes hab ich gestern nicht gelernt, wills nur sagen), jetzt geh ich was essen und mach dann einen fluffigen 22 Km Lauf. Danach mal eine Art Jahresrückblick vorbereiten.

    Puh, jetzt gehen die Partywochen los. Gestern Abend war ich auf der PRINZ Relaunch Party im Beat Club. PRINZ hat Optik und Inhalt hochgetuned und einen Neueinfang eingeläutet. Hut ab. Ein kurzes Resüme über den Abend. 1. Der Beat Club ist schön geworden. Läuft zwar nicht meine Musik, aber kann man mal hingehen. 2. Der neue PRINZ sieht auch ordentlich aus. Besonders gut sind die 100 Wahrheiten über Stuttgart. 3. Der Micha Setzer spielt diesen Samstag mit seiner Band End Of Green in der Schleyerhalle als Vorband von In Extremo (oder so?).  End Of Green waren vor paar Monaten auch hoch in den Charts. Ich hab alle eingeladen, danach in die Corso zu kommen. Ich würde auch etwas Gothic auflegen, hab ich gemeint. 4. Setzer meinte zu mir, es war wohl voll der Skandal in der Metal-Szene, dass Kirk Hammett und Lars Ulrich nach ihrem Konzert 1997 in der Schleyerhalle ins M1 sind. Ich war an dem Abend auch da und hab Kirk Hammett nicht erkannt, wusste aber, dass dieser Mensch vor mir nicht zu diesem Club und auch nicht zu dieser Stadt passt. Mein Kumpel hingegen war kurz vorm Durchdrehen. Die beiden spielen in einer Kapelle namens Metallica. Wir sind gestern darauf gekommen, weil ein Gast ein Metallica Shirt an hatte. 5. Wenns was umsonst gibt, aber man etwas will, was es nicht umsonst gibt (Schnaps) sagen Barfrauen: "Das muss man aber zahlen!" So ganz nach dem Motto, man würde das dann nicht wollen, weil man ja nur auf der Party ist, weils was umsonst gibt. Man sagt dann am besten, "ich weiß, aber ich will trotzdem Schnaps" und gibt noch etwas Trinkgeld. 6. Ich brauch Minimum vier bis fünf Schnaps um in Fahrt zu kommen. (Wusste ich aber schon davor.) 7. Der Xinge aka Inge aka Ingmar, meine Arbeitsvermittlungsstelle beim LIFT, Zwischen-Wohni im September und lustiger Zeitgenosse, trägt bei offiziellen Anlässen seine schönsten Klettis. Klettis sind Turnschuhe mit Klettverschlüssen und trägt niemand auf der Welt ausser der Xinge. 8. Wenn alles gut läuft, stellt mir heute der Xinge das Beckle vor. Wir gehen heute Abend nämlich gemeinsam on Tour (sozusagen meine Weihnachtsfeier) und landen wohl irgendwann im Tonstudio. Dem Beckle werde ich dann einen reinsingen, dass er gegen Bayern so fett war. 9. Die Anja Wasserbäch (Ex-Prinz, heute Sonntag Aktuell) hat Bushido (plus 10 Bodyguards) auf den Frankfurter Buchwochen begleitet und meinte, das wäre ein netter Kerl. Und dumm wäre er auch nicht. Frau Wasserbäch nahm sogar das Wort "klug" in den Mund. 10. Indie-DJs bekommen wohl die geringsten Gagen überhaupt. 11. Ich hatte irgendwann gegen zwölf das Gefühl, ich bin der Dichteste auf der Party. Ich glaub aber, das war nur Einbildung. 12. So, (folgendes hab ich gestern nicht gelernt, wills nur sagen), jetzt geh ich was essen und mach dann einen fluffigen 22 Km Lauf. Danach mal eine Art Jahresrückblick vorbereiten.

     
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  • 6

    Hasenberg Popstar

    Am 1. Sep 2008, 12:04 Uhr von martin

    Ein nachbarschaftlicher Glückwunsch geht an Michael “Supasezz” Setzer und seine Band End Of Green, die am Freitag mit ihrem neuen Album “The Sick´s Sense” auf Platz 21 der deutschen Albumcharts eingestiegen sind. Und nächste Woche rauschen sie dann an Sido, Barth und Maalouf vorbei in Richtung Top 10. 

    Ein nachbarschaftlicher Glückwunsch geht an Michael "Supasezz" Setzer und seine Band End Of Green, die am Freitag mit ihrem neuen Album "The Sick´s Sense" auf Platz 21 der deutschen Albumcharts eingestiegen sind. Und nächste Woche rauschen sie dann an Sido, Barth und Maalouf vorbei in Richtung Top 10. 

     
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  • Kein Streetmag in Stuttgart (9)
    • martin: das mag wiederum schon sein – nur denke ich nicht, dass das dem trottwar...
    • Thorsten W.: Ach so, ich hab verstanden der Verkäufer kann den Preis selber bestimmen....
    • martin: oh alter geliebter bloggerfreund, les doch mal oben ;) empfohlen werden 1,50....
    • Thorsten W.: Wieso Gratis-Heftle, kosten doch beide Geld, Streetmag 1,50, Trott-War...
    • martin: ich weiß nicht ob ein weiteres straßesmagazin den trottwar verdrängen würde....
    • Thorsten W.: Naja, ich weiß nicht, gut gemeint ist halt auch nur das Gegenteil von gut....

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  • Am 11.02.2011: Lies Gerd (11.02.2011)
  • Am 11.02.2011: Lies Bestes Restaurant: Starpizza Service (11.02.2011)
  • Am 11.02.2011: Lies Happy Weekend Disco-Trance Mix by Thorsten W. (11.02.2011)

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