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Amen Break
Am 2. Mrz 2010, 10:00 Uhr von martin
Zwar Basiswissen für alle HipHop-, Jungle- und Drum´n´Bass-Kenner, aber passend zu Thorstens Youtube-Eintrag meinte Leser Timo, dass folgender Clip doch gerade ganz gut passen würde.
In 18 Minuten wird die Geschichte des sogenannten Amen Breaks erzählt, auf dem etliche frühe HipHop-Platten bauen und das auch die Essenz für Jungle & Drum´n´Bass ist.
Selbst so eine Nerd-Sache gucken sich über 2 Millionen Leute an.
“This fascinating, brilliant 20-minute video narrates the history of the “Amen Break,” a six-second drum sample from the b-side of a chart-topping single from 1969.
This sample was used extensively in early hiphop and sample-based music, and became the basis for drum-and-bass and jungle music — a six-second clip that spawned several entire subcultures. Nate Harrison’s 2004 video is a meditation on the ownership of culture, the nature of art and creativity, and the history of a remarkable music clip.”
So, eine Schulstunde wieder vorbei.
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Fundstücke #4: Mixtapes
Am 24. Feb 2010, 17:00 Uhr von martin
Neulich musste ich meine Plattensammlung um circa 10 Meter verschieben. Sprich Regale ausräumen, Regale abbauen, Regale verlegen, Vinyl wieder einsortieren. War geil, auch fürn Rücken. Unfassbar was man alles so in rund 17 bis 18 Jahren zusammen sammelt. Hab noch nie auch nur eine Platte verkauft. Will ja auch heute keiner mehr das Zeug.
Wie auch immer, wenn man so um- bzw. aufräumt, krustelt man ja allgemein immer bissle mehr rum als nötig, und es fallen einem immer wieder Gegenstände in die Hände, bei denen einem ganz warm ums Herz wird.
Auf einmal hatte ich jedenfalls im Rahmen der Schallplattenumlagerung obige Kassetten in der Hand. Damn, denke ich mir, der gute alte Hilm und der Web und der noch ältere Tease. Und damn (2), wie oft hab ich die Tapes vor allem in meinem ersten Daimler 200 gehört?
Nach dem Fund habe ich die Dinger gleich mal am nächsten Tag im Büro in meinen Grundig Partycenter 2600, Baujahr 1990 (treuer Begleiter seit zwei Dekaden) geworfen (klingt aber mittlerweile furchtbar, also nicht die Tapes, sondern der Partycenter), Auto hab ja keines mehr.
Bei Hilm und Web hab ich gleich schön mit geknickt. Höchste Qualität wie Jogi sagen würde, bester HipHop, bissle Westcoast-lastig, u.a. hat der Hilm einen meiner liebsten Defari Tracks vom “Focused Daily” Album draufgehauen. Was macht eigentlich Defari?
Warum Hilmatic und DJ Web ihr Tape damals – wann überhaupt, so 2000 rum? – mit “Broken Arms” bezeichnet haben kann man nur vermuten. Die beiden haben sich jedenfalls beim Mixen, Cutten und Scratchen ordentlich einen abgebrochen. Only two Turntables und vier fähige Hände. Kein Serato und andere Sperenzchen. Gab ja nix damals. Wir waren so arm.
Der Tease hingegen brauchte nur zwei Hände und zwei Turntables (und den Mixer nicht vergessen) und klopfte ein paar seinerzeit aktuelle Drum´n´Bass Tunes zusammen.
DnB spielt er heute ja eher selten, sondern mehr so von HipHop bis Rave. Sein Mix ging auch immer gut im Auto, wenn man so voll aggro war z.B., aber im Büro war mir das dann auf meinem Schepper-Partycenter doch zu stressig, so dass ich den Most Wanted nach zwei Minuten wieder auswerfen musste.
Die Kassette an sich könnte man heutzutage fast schon als Designklassiker bezeichnen. Nur wir kurz nachm Krieg Geborenen erinnern uns noch an den Stress, ob man jetzt ein Eisen-, Chrom- oder gar Metalband für 11 Mack bei der Lerche holt – für die richtig gute Mugge natürlich nur!
Alle zwei Wochen musste man wieder Tapes holen gehen, weil wir überspielt haben wie blöd (Stichwort High-Speed-Dubbing). Dabei bildeten wir uns ein, den Gewinn von BASF exorbitant in die Höhe zu treiben.
Und wir dachten wirklich, dass eines Tages die Cops unser Kinderzimmer stürmen und alle Kassetten einsacken. “Raubkopie! Alles mitnehmen!” Das waren Jugendsorgen in den 80ern und Früh-90ern, puh.
Und das klingt jetzt vielleicht blöd, aber ich wenn ich son Plastik-Tonspeicher in der Hand halte bekomme ich fast schon Gänsehaut. Das fühlt sich irgendwie gut an. Also nicht so gut wie Vinyl, aber son Tape isch schon irgendwie schtylisch.
Na ja, vielleicht kram ich mein hochklassiges Technics-Tapedeck raus und digitalisiere die oberen mal. Falls die Herren nix dagegen haben.
P.S.: Eines Tages folgt sicherlich noch eine Hommage an die großartigen Soul Glow Tapes von Kollegen Thorsten und dessen Kollege Tom Bäuerle.
P.S.S.: Eines Tages (2): Mein erster Walkman und ich. Wie wir uns auf dem Schulhof verliebten.
Und hier noch eine schöne passende Graphik vom Krupa, hängt wohl so im Berliner Tape Club:
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52 Albums/13: Goldie “Timeless”
Am 9. Jun 2009, 10:38 Uhr von martin
Die Geschichte zu diesem Album ist relativ einfach. Die Platte ist extrem gut, euphorisch, energetisch und hat mir speziell in diversen Frühlingen einen neuen Schwung gegeben. „Timeless“ ist sozusagen mein Sonnenschein-Album.
Ich war ganz klar Trend-Drum´n´Bass-Hörer. Sprich, als Mitte der 90er Künstler wie 4Hero, A Guy Called Gerald (boah!), Roni Size/Reprazent, Photek, J-Magik oder eben Goldie, mit ihren ersten Alben um die Ecke bogen, war ich voll dabei. Diese Beats waren frisch, mitreißend, experimentell und spannend und die Ideen der Protagonisten, die Soundfülle und die Fusion verschiedener Stile teilweise unfassbar.
Im Club hat mich DnB selten tangiert. Soweit ich weiß, gehe ich mal von einer U-Turn aus, wobei das auch schon wieder Jahre her ist, als ich zuletzt eine U-Turn besucht habe, ist der Club-Sound heutzutage auch relativ hart und ich halt das keine Viertelstunde aus. Außerdem, obwohl ich nach Cosimo der beste Tänzer Stuttgarts bin
, wusste ich nie so recht wie ich darauf zappeln soll.10 Kommentare » -
God bless Drum´n´Bass
Am 22. Okt 2008, 12:35 Uhr von martin
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Na, da können die U-Turn Jünger aber noch nen freshen Move abgucken…
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