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    Best of 2011: Allgemeine Verkehrskontrolle oder Pissen im Lehen

    Am 25. Mai 2011, 10:59 Uhr von Aussenreporter

    (Cops in Shorts verfolgen Moritz.)

    Moritz Drung ist der Kessel.tv-Rookie of the year, sein Fortsetzungsroman über den größten lebenden Popstar der Erde, Cosimo, lief auf unserem kleinen Familien-Blog in heavy rotation. Jetzt hat Moritz wieder einmal für uns in die Tasten gegriffen, um von einer hübschen Begegnung mit der Stuttgarter Polizei zu berichten, die sich so vor seinem letzten Konzert im Kessel zugetragen hat. Ohne Cosimo, dafür mit Pipi.

    Zu Beginn zwei Bilder von Polizeieinsätzen. Berlin: Ein adretter Mann im Anzug wird von zwei Beamten auf die Rückbank eines Corsas gedrängt, die Politesse trägt Iro, der Polizist Glatze. Die Tür schlägt hinter dem Mann zu. Batsch. Wrrrum. Stuttgart: Die Rolltüre gleitet auf, es steigen drei Cops heraus. Alle haben Eis in den Händen: Cornetto, Caretta und BIG Sandwich. Die Rolltüre wird zugezogen. Klack. Schleck.

    Ich habe beide oben beschriebene Szenen so vor mir gesehen. Die Stuttgarter Polizei verschwendet ihre Energie auf völlig falschen Gebieten.

    Hallo, Stuttgart. Tempo 50 auf der Hauptstädter Straße, Handy in der rechten Hand, vier Kastenwägen tuckern entgegen. Ich verfalle in alte Genervtheit wegen der übermäßigen Polizeipräsenz, bevor mir der viel wichtigere Gedanke kommt: Telefonieren beim Autofahren ist ja gar nicht erlaubt. Zudem habe ich gestern Nacht bisschen was geraucht. Kontrolle wäre blöd.

    Normalerweise verbiete ich mir beides in Kombination mit Auto. Wenn es doch passiert, dann aus einer überschwänglichen Nachtlaune (Kiffen) und Hektik (Telefonieren) heraus. Heute: Ich muss dringend WG checken, Sachen ablegen, duschen und ein bisschen zur Ruhe kommen, und in knapp zwei Stunden schon wieder am Nordbahnhof sein für den Gig. Also Handy runter, Kastenwägen rauschen vorbei, Stop am Marienplatz, Wahlwiederholung, „bin in fünf Minuten da“, aufgelegt. Souverän gelöst.

    Dann sehe ich in meinem Rückspiegel ein Polizeiauto blinken.

    „Stop! Bitte folgen!“, blinkt das Display am nunmehr fünften Kastenwagen. „Folgen!“, denke ich in aufsteigender Wut, ich fahre doch vor euch, und drücke aufs Gas, ab in die nächste Seitenstraße. Ich werde einfach so tun, als hätte ich euch nie gesehen, euch abschütteln, rechts, Lehenstraße, links, Liststraße. Irgendwie gefällt mir die Situation.

    (Flucht ins Lehenviertel misslingt.)

    Allerdings nur, bis eine Stimme aus irgendeinem Verstärker in die Straße hinein brüllt: „Sofort anhalten!“

    Ich bin empört wie schon lange nicht mehr. Diese unerträgliche Kontrollwut hier! Aus Protest lege ich eine Vollbremsung hin. Ich schlage die Türe hinter mir zu und realisiere sogleich: Du hast keine Zeit und bist in einer schlechten Position: Lieber schnellstens zügeln. Unterdrückte Gefühle, das kann ich, ich wurde nicht konformistisch erzogen. Ein Kind meiner Zeit bin ich aber trotzdem, ob ich’s nun will oder nicht. Ich lächele mein liebenswürdigstes Lächeln. Zwei Polizisten laufen schnellen Schrittes auf mich zu.

    „Haben Sie uns nicht gesehen?“, fragt der Clevere. Nein, versuche ich. Soso, machen beide.

    „Kommetse aus Bärlin?“, lautet die Einstiegsfrage. Ob das die Rache für den Berliner Schwabenhass ist, würde ich gerne fragen, aber das wäre natürlich ein schlechter Start. Also sage ich: „Ja. Ich bin eigentlich von hier und wohne dort.“ Ich bin im Auto meiner Eltern unterwegs, es ist auf mich angemeldet. Daher das Berliner Kennzeichen, das mich meist eklig erhaben fühlen lässt. Das gebe ich auch zu Protokoll. Natürlich ohne meine Gefühle. Es geht schließlich um Sachverhalte.

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    (Cops in Shorts verfolgen Moritz.) Moritz Drung ist der Kessel.tv-Rookie of the year, sein Fortsetzungsroman über den größten lebenden Popstar der Erde, Cosimo, lief auf unserem kleinen Familien-Blog in heavy rotation. Jetzt hat Moritz wieder einmal für uns in die Tasten gegriffen, um von einer hübschen Begegnung mit der Stuttgarter Polizei zu berichten, die sich so vor seinem letzten Konzert im Kessel zugetragen hat. Ohne Cosimo, dafür mit Pipi. Zu Beginn zwei Bilder von Polizeieinsätzen. Berlin: Ein adretter Mann im Anzug wird von zwei Beamten auf die Rückbank eines Corsas gedrängt, die Politesse trägt Iro, der Polizist Glatze. Die Tür schlägt hinter dem Mann zu. Batsch. Wrrrum. Stuttgart: Die Rolltüre gleitet auf, es steigen drei Cops heraus. Alle haben Eis in den Händen: Cornetto, Caretta und BIG Sandwich. Die Rolltüre wird zugezogen. Klack. Schleck. Ich habe beide oben beschriebene Szenen so vor mir gesehen. Die Stuttgarter Polizei verschwendet ihre Energie auf völlig falschen Gebieten. Hallo, Stuttgart. Tempo 50 auf der Hauptstädter Straße, Handy in der rechten Hand, vier Kastenwägen tuckern entgegen. Ich verfalle in alte Genervtheit wegen der übermäßigen Polizeipräsenz, bevor mir der viel wichtigere Gedanke kommt: Telefonieren beim Autofahren ist ja gar nicht erlaubt. Zudem habe ich gestern Nacht bisschen was geraucht. Kontrolle wäre blöd. Normalerweise verbiete ich mir beides in Kombination mit Auto. Wenn es doch passiert, dann aus einer überschwänglichen Nachtlaune (Kiffen) und Hektik (Telefonieren) heraus. Heute: Ich muss dringend WG checken, Sachen ablegen, duschen und ein bisschen zur Ruhe kommen, und in knapp zwei Stunden schon wieder am Nordbahnhof sein für den Gig. Also Handy runter, Kastenwägen rauschen vorbei, Stop am Marienplatz, Wahlwiederholung, „bin in fünf Minuten da“, aufgelegt. Souverän gelöst. Dann sehe ich in meinem Rückspiegel ein Polizeiauto blinken. „Stop! Bitte folgen!“, blinkt das Display am nunmehr fünften Kastenwagen. „Folgen!“, denke ich in aufsteigender Wut, ich fahre doch vor euch, und drücke aufs Gas, ab in die nächste Seitenstraße. Ich werde einfach so tun, als hätte ich euch nie gesehen, euch abschütteln, rechts, Lehenstraße, links, Liststraße. Irgendwie gefällt mir die Situation. (Flucht ins Lehenviertel misslingt.) Allerdings nur, bis eine Stimme aus irgendeinem Verstärker in die Straße hinein brüllt: „Sofort anhalten!“ Ich bin empört wie schon lange nicht mehr. Diese unerträgliche Kontrollwut hier! Aus Protest lege ich eine Vollbremsung hin. Ich schlage die Türe hinter mir zu und realisiere sogleich: Du hast keine Zeit und bist in einer schlechten Position: Lieber schnellstens zügeln. Unterdrückte Gefühle, das kann ich, ich wurde nicht konformistisch erzogen. Ein Kind meiner Zeit bin ich aber trotzdem, ob ich's nun will oder nicht. Ich lächele mein liebenswürdigstes Lächeln. Zwei Polizisten laufen schnellen Schrittes auf mich zu. „Haben Sie uns nicht gesehen?“, fragt der Clevere. Nein, versuche ich. Soso, machen beide. „Kommetse aus Bärlin?“, lautet die Einstiegsfrage. Ob das die Rache für den Berliner Schwabenhass ist, würde ich gerne fragen, aber das wäre natürlich ein schlechter Start. Also sage ich: „Ja. Ich bin eigentlich von hier und wohne dort.“ Ich bin im Auto meiner Eltern unterwegs, es ist auf mich angemeldet. Daher das Berliner Kennzeichen, das mich meist eklig erhaben fühlen lässt. Das gebe ich auch zu Protokoll. Natürlich ohne meine Gefühle. Es geht schließlich um Sachverhalte. „Sie wisset scho, dass in Bärlin viel 'kifft wird?“ sagt der Clevere. Ach du Scheiße, denke ich, bloß kein Test. „Ja, das stimmt“, sage ich seelenruhig. Das punktet, nächstes Thema. „Sie haben gerade telefoniert.“ – „Oh ja!, das tut mir leid!“, bringe ich aufrichtig heraus, was die beiden auch bemerken, und gerate daraufhin idiotischerweise ins Plaudern. „Ich mache das sonst nicht. Bin aber total in Eile, in einer Stunde habe ich einen Auftritt am Nordbahnhof.“ – „Sie sind Musiker?“, fragt mich der Clevere. „Ja“, sage ich. Die beiden blicken sich an. „Was spielet se denn?“ – „Schlagzeug“, sage ich. – „Also, Schlagzeuger sin ja net ganz so schlimm. Aber Musiker ziehen ja scho' gern mal einen durch. Sie bestimmt auch, oder?“ Ich bemerke den Impuls, offen heraus „Ja, schon“ sagen zu wollen. Gott sei Dank bleibt mir die Sprache aber im Hals stecken. Nordbahnhof. Musiker. Bärlin. Ich bin erledigt. „Nein, ich habe das vor fünf Jahren das letzte Mal gemacht“, sage ich und schiebe ein „Seitdem nie wieder“ hinterher, wobei ich dem Cleveren dann doch nicht in die Augen gucken kann, wie ich mir das eigentlich vorgenommen hatte. „Dann haben sie ja sicher nichts gegen einen Test?“, sagt der Clevere. „Kein Problem, wenn's nicht ewig dauert“, sage ich. Interessiert die beiden natürlich nicht im Ansatz. Sie wollen ins Lehen, Pisstest. In meinem Kopf überschlagen sich die Gedanken. Die kriegen mich. Dabei kiffe ich nie... Ausgerechnet gestern und im Urin... Mein Führerschein – ok, nicht übermäßig tragisch – aber scheiße, danach bestimmt Bluttest im Revier – das braucht – in zwei Stunden ist der Gig! In all dieser Verwirrung laufe ich den Polizisten einfach so hinterher, während meine Fahrertüre noch weit offensteht. „Wollen Sie nicht abschließen?“, fragt mich der Clevere. Ich gehe zum Auto zurück. Wo ist mein Schlüssel? In der Jeansjacke? In der Brusttasche vom Hemd? Auf dem Beifahrersitz? „Mh, check ich nicht“, ich denke schon laut. In den Seitentüren? In meiner Jeans? Vorne? Hinten? Die beiden Polizisten betrachten das für ihre geraden Köpfe völlig unverständliche Spektakel. „Vielleicht im Schloss?“, sagt der Dümmliche. Ich werde über den hämischen Kommentar ein wenig hektisch, gehe erneut zur Beifahrertür. „Was ist denn mit Ihnen los?“, will der Clevere dann noch wissen. In dem Moment geht irgendetwas mit mir durch, was ich davor hinter meinen Pupillen verbergen konnte. „Na, ich bin total durch den Wind. Ich hab gestern richtig viel gekifft!“, erkläre ich feierlich. Der Dümmliche dreht sich schlagartig um, blickt mir mit hochgezogenen Augenbrauen direkt ins Gesicht. „Spaß“, sage ich. (Pisstest im Lehen.) Endlich finde ich den Schlüssel (er war unter den Fahrersitz gerutscht), wir schlendern ins Lehen. Ich betrete das schummrige Innere zwischen den beiden Polizisten. Komischer Tag: Da bin ich in einer soliden Kneipe, einer der wenigen Plätze, an die ich vollkommen glaube oder wenigstens daran teilnehme, und fühle mich beschissen. Einer der Stammgäste am Tresen zeigt auf mich, als wir auftreten, und sagt in den Raum hinein: „Ah, den kennen wir doch!“ Ich würde ihm jetzt gern erklären, dass er mich mit meinem Zwillingsbruder verwechselt, was aber nicht weiter schlimm ist und darauf drei, vier Kurze mit ihm verhaften, aber für den Ernst des Lebens ist jetzt keine Zeit. Ich muss pissen. „Sieben Tropfen genügen vollkommen“, belehrt mich der Dümmliche sanftmütig auf mein Einwand, ich müsse gerade einfach mal überhaupt nicht. „Ein Bier kann ich ihnen leider net bringen“, in einem Anflug von Lebensfreude. Wie komme ich aus dieser verfluchten Situation nur hinaus? Freunden um die Ecke eine SMS schicken, schnell ins Lehen und für mich pissen? Aber shit, clean sind die doch erst recht nicht. Was habe ich nochmal gehört? Ist ein Schweißtest nicht ungenauer? Vielleicht. Doch. Bestimmt. „Es geht gerade nicht“, beteure ich in bedauerlichem Ton, „in dem ganzen Stress habe ich heute nur eine einzige Cola getrunken. Keine Alternative?“ – „Die Alternative ist der Bluttest.“ – „Dafür habe ich wirklich keine Zeit!“, empöre ich mich. Dann fällt mir ein grandioser Satz ein. „Ich gebe wirklich mein Bestes. Können Sie nicht irgendwie auch auf mich zukommen?“ – „Sie könnten einfach zugeben, dass sie gekifft haben!“, meint der Clevere, der anscheinend hinter der Türe gelauscht hat. Zum zweiten Mal ziehen ihre psychologischen Tricks. Ich bin haarscharf davor zu fragen, ob ein Geständnis irgendetwas an meiner Strafe lindert, streite dann zu meiner Überraschung erneut in todernstem Ton ab. Ich glaube mittlerweile, der Ton ist mir nur gelungen, weil ich im Inneren davon überzeugt war, das Gras habe eh nichts getaugt. Ich war ja nicht mal richtig stoned gestern. Darüber hatte ich mich noch beschwert. Schließlich überreiche ich dem Dümmlichen seine gewünschte Flüssigkeit. „Könnten acht sein“,  sage ich. Das nennt man wohl Galgenhumor. Mit tiefschwarzen Gefühlen stolpere ich aus der Türe, wo mich der Clevere erwartet. „Was macht Ihr denn für Musik?“, fragt der Scharlatan interessiert –„Rock“ – „Vergleichbar mit..?“ – „Vielleicht Velvet-“ Jetzt bloß nichts Psychedelisches! „Schnell und laut“, sage ich. „Wie AC/DC?“ – „Genau“, sage ich lächelnd. Dann tritt der Dümmliche heraus. Meine Stimmung ist auf einem all-time-low – so minutiös ich mich bis dahin an alles erinnere, diese Momente habe ich vor lauter Niedergeschlagenheit nicht wahrgenommen. Ich bin so tot wie ein Christbaum nach dem 26.12.. Worüber wir sprechen, wie sie sich verhalten: nicht die geringste Ahnung. Wir stehen auf jeden Fall noch knapp zwei Minuten in lächerlichem Small-Talk vor der Türe, wieder so ein Psychotrick, bevor der Dümmliche sagt: „Wir können gehen. Alle vier negativ.“ Mir fällt so heftig ein Stein vom Herzen, mein erstes Wort lautet: „Danke.“ Im Zurücklaufen zu Auto sage ich dem Cleveren noch, einer meiner Wegzugs-Gründe nach Berlin seien die ständigen Kontrollen hier aufgrund abgedroschener Klischees wie langer Haare oder Hautfarbe. „So lange alles in einem freundlichen Ton geschieht, ist das doch völlig in Ordnung“, erwidert er. Ich will über Freiheitsberaubung, Prinzipienreiterei und reaktionäres Verhalten reden, aber: Fuck It. Um die Ecke, nur weg von denen. Noch bevor mir all der Ärger über die Borniertheit der Stuttgarter Bullen irgendwie nachhängen könnte, lache ich laut heraus. Die waren sich hundert Prozent sicher, mich dranzukriegen. Jetzt nichts wie weg aufs Festival am Nordbahnhof mit all meinen Freunden. Macht die Lichterketten an.

     
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  • 19

    Yo! KTV Raps (14): Koka und Karrieren

    Am 3. Sep 2010, 08:30 Uhr von Mischi

    Hallo liebe Yo! KTV Raps-Leserschaft,

    herzlich willkommen zu einer weiteren Line Runde Rap-Musik, Videos, Mixtapes und Gossip von euren Lieblings-Nachwuchs-Apothekern – also kommse rein, nehmen Sie ne Nase, wir haben genug akustischen Puder für selbst das überdrehteste Ego.

    Kolumbianische Grüße – die Yo! KTV Raps-Redaktion

    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

    … und damit sind wir auch schon gleich beim Thema: Während der eine Teil der Rapfraktion seine (angebliche) Tickervergangenheit glorifiziert, denkt sich der andere bekloppte Modetänzchen aus.

    Ein ganz Großer der zweiten Kategorie ist Soulja Boy Tell ´em: Mit seinem Überhit-Gehoppse “Crank That” hat er es zum Multimillionär gebracht und seitdem – zumindest in den USA – einige weitere Hits gehabt.

    Deswegen muss sich der Jung´ aber so dermaßen den Schädel weggeröstet haben, dass er sich nun kürzlich mit dem berüchtigten Groupie Kat Stacks eingelassen hat. Die ist bekannt dafür, pikante Details aus dem (Liebes-)Leben prominenter Rapper für ein paar Minuten Hood-Shine auszuplaudern (die nervige Ische und ihre Eskapaden hatten wir ja schon mal an dieser Stelle).

    Jetzt hat es also den kleinen Bub erwischt: Stacks hat sich in seinem Hotelzimmer gefilmt, macht Witzchen über seine Erektionsprobleme und – jetzt kommt´s! – filmt auch noch mehrere Kokalines, die im Esszimmer ausgelegt sind. Autsch.

    Hätte der Kerle sich doch lieber noch ein paar weitere Tanzschritte ausgedacht oder seine Haut nach paar Quadratzentimetern Platz für ein weiteres Tattoo abgesucht … (By the way: Herr Schmutzer, haben Sie eigentlich die Grafik für Kat Stacks gemacht? ;) )

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    Hallo liebe Yo! KTV Raps-Leserschaft, herzlich willkommen zu einer weiteren Line Runde Rap-Musik, Videos, Mixtapes und Gossip von euren Lieblings-Nachwuchs-Apothekern – also kommse rein, nehmen Sie ne Nase, wir haben genug akustischen Puder für selbst das überdrehteste Ego. Kolumbianische Grüße – die Yo! KTV Raps-Redaktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... und damit sind wir auch schon gleich beim Thema: Während der eine Teil der Rapfraktion seine (angebliche) Tickervergangenheit glorifiziert, denkt sich der andere bekloppte Modetänzchen aus. Ein ganz Großer der zweiten Kategorie ist Soulja Boy Tell ´em: Mit seinem Überhit-Gehoppse "Crank That" hat er es zum Multimillionär gebracht und seitdem – zumindest in den USA – einige weitere Hits gehabt. Deswegen muss sich der Jung´ aber so dermaßen den Schädel weggeröstet haben, dass er sich nun kürzlich mit dem berüchtigten Groupie Kat Stacks eingelassen hat. Die ist bekannt dafür, pikante Details aus dem (Liebes-)Leben prominenter Rapper für ein paar Minuten Hood-Shine auszuplaudern (die nervige Ische und ihre Eskapaden hatten wir ja schon mal an dieser Stelle). Jetzt hat es also den kleinen Bub erwischt: Stacks hat sich in seinem Hotelzimmer gefilmt, macht Witzchen über seine Erektionsprobleme und – jetzt kommt´s! – filmt auch noch mehrere Kokalines, die im Esszimmer ausgelegt sind. Autsch. Hätte der Kerle sich doch lieber noch ein paar weitere Tanzschritte ausgedacht oder seine Haut nach paar Quadratzentimetern Platz für ein weiteres Tattoo abgesucht … (By the way: Herr Schmutzer, haben Sie eigentlich die Grafik für Kat Stacks gemacht? ;)) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Da hätte der Soldatenbub vor seinem Kokain-Video-Fail lieber mal den Rapper Gunplay aus dem Rick Ross-Umfeld gefragt - der hat nämlich ebenfalls die absolute Business-Regel von Biggie (Stichwort: "Never get high / on your own supply") vor laufender Kamera verletzt und daraufhin ohne Ende Häme auf sich gezogen. Vollpfosten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Stress sucht ja auch immer unser Jung´ 50 Cent: Wenn´s darum geht, andere Rapper anzupissen, ist der Fuffi in seinem Element. Sein neustes Opfer ist Shyne: Der ist gerade ausm Knast gekommen, nachdem er wegen einer obskuren Schießerei in einem Nachtclub (bei der auch P. Diddy und dessen damalige Husche J.Lo involviert waren) zehn Jahre lang einsaß. Also: Shyne kommt aus dem Knast, wird dann aber straight nach Belize abgeschoben, wo er unter viel Tam-Tam einen Plattenvertrag bei Def Jam bekommt. Dort macht er ein paar Tracks, die gelinde gesagt absolute Vollflops sind und disst dann auch noch, um seine verrosteten Skills wieder anzuschieben, bissl den Fuffi. Beeeeep - bad idea! Das obrige Video zeigt, wie Fuffie den verdatterten Shyne bei einer Radio-Call-In-Show rund macht und dafür immer wieder von Def Jam aus der Leitung gekegelt wird. Funny as hell. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A propos der Puffy: Der ist halt ein moderner Papa und kümmert sich liebevoll um seine Kinder, in diesem Fall sein vierjähriges Töchterchen Chance. Wie geil ist es eigentlich, dass der Kerl sein typisches Adlib-Tourette ("Thake that!", "Don´t Stop!", "Yeah, yeah!") selbst dann nicht unterdrücken kann, wenn seine Tochter singt? Hammer, so mach ich das übrigens auch, wenn ich auf mein Mädele aufpasse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das "Rock The Bells"-Festival mit seinem diesjährigen Wahnsinns-Line-up hatten wir ja auch bereits vor ein paar Posts (zur Erinnerung: Snoop Dogg, A Tribe Called Quest und der komplette Wu-Tang-Clan performen ihre Klassiker-Alben "Doggystyle" bzw. "Midnight Marauders" und “Enter The 36 Chambers” von A bis Z, Premo macht ein Gangstarr-Tribute u.v.m.). Jetzt sind natürlich die ersten Videos vom diesjährigen Rock The Bells im Netz und, verdammte Scheiße, ich wäre wahnsinnig gern dabei gewesen. Exemplarisch sei an dieser Stelle obiges Video vom gemeinsamen ATCQ-Busta Rhymes-Auftritt empfohlen, ansonsten mal in youtube schwelgen … . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der Skate- und Streetwear-Brand DC Shoes hat für sein neuestes Musikvideo-Infomercial die Cool Kids verpflichtet. Neonleuchten, ein übergepimpter Ford Fiesta (der von DC Shoes-Gründer und Rallyefahrer Ken Block durch die Arena gedrückt wird), Graffiti-Drips, ein paar Schnittchen, dope Beats und Rhymes und natürlich Schuhwerk von DC und fertig ist Gymkhana THREE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auf 80ies-Sex-Rap-Schmuddeleien und Fäkalwitze ist Simon Rex a.k.a. Dirt Nasty abonniert: Der ehemalige MTV-VJ, Schauspieler und gefragte Video-Gast (u.a. Ke$ha, LMFAO) hat vom großen Alchemist ein reduziert-schiebendes Brett geschneidert bekommen. (Und dass der Bub ziemlich "nasty" ist, wissen US-Boulevard-Leser spätestens als bekannt wurde, dass Rex früher in ein paar Schwulen-Wichs-Filmchen mitgespielt hat ...) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mein Geheimfavorit derzeit ist Black Milk: Der Detroiter MC und Producer ist meiner Ansicht nach der einzige legitime Nachfolger des großen Dilla. Für sein "Deadly Medley" hat er denn neben Royce da 5"9 auch gleich Dillas alten Slum Village-Homie elZhi ins Boot geholt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... und weil draußen grad so schönes Wetter ist, legen wir gleich eine kleine Dancehall-Runde ein (Dancehall ist für mich einfach Sommermucke). Spragga Benz legt nach "Shotta Culture" mit einem weiteren Brett aus dem Hause Salaam Remi nach. Muss man laut hören, der Tune macht Laune wie "The Expendables" gucken mit einem Sixer Bier und deinen besten Kumpels. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Im Vergleich zu Spragga Benz gibt es bei Rick Ross-Schützling Magazeen keine Bikinipartys, sondern Baaad Maaan-Genuschel und Knarren für alle. Der Boss springt auf den Riddim mit auf und hey - da ist ja auch wieder unser Koksnascher Gunplay zu sehen! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Und was passiert, wenn man es mit dem Ticken übertreibt? Richtig – man landet im Knast. Und das ist es sicherlich bei weitem nicht so lustig wie im neuesten Video der ehemaligen "War Report"-Geschichten-aus-dem-Dealer-Alltag-Erzähler Capone-N-Noreaga. Faith Evans an der Hook, Joell Ortiz mit nem Knast-Ulk-Cameo, 100 Punkte für den Blödel-Humor (Zitat: "If you give him your cornbread now then by next week you´ll be clipping his toe nails and washing his drawers!"). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aber zurück zum Drogenmissbrauch: Statt einen auf Gunplay zu machen, sind Smoke DZA und Den10 eher die Grünzeug-Freunde. Kein Wunder, wenn man aus dem Umfeld von Curren$y, Wiz Khalifa und Co stammt. Der Track ist auch gleich der Opener zu Smoke DZAs aktuellem Mixtape "George Kush Da Button", das es auf DZAs myspace-Seite und bei djbooth.net zum Free Download gibt. Beats stammen u.a. von Ski Beatz und Big K.R.I.T., aktuelle Netzphänomene wie Curren$y, Mickey Factz oder Dom Kennedy haben Gastparts am Mic. Weitere Hörprobe gefällig? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hoppsa, schon sind wir in der Mixtape-Corner und bleiben gleich bei Big K.R.I.T.: Der hat mit "Big K.R.I.T. wuz here" ein wirklich beachtliches und hochgradig empfehlenswertes Mixtape abgeliefert, das er obendrein auch komplett in Eigenregie produziert hat (singen kann er übrigens auch). Auf sehr musikalischen und abwechslungsreichen Beats fernab von Dirty South-Synthie-Geballer erzählt Krit in seinem breiten Mississipi-Slang mal überheblich, mal sehr ehrlich und persönlich vom Hustle als ungesignter Künstler, den Verlockungen des Lebens und seinen Träumen. Sehr schönes Ding und wirklich uneingeschränkt empfehlenswert, ist bei mir seit Wochen auf Heavy Rotation – das Teil gibt es als Free Download auf djbooth.net, wo K.R.I.T. es selbst geleakt hat. (Auf hypebeast.com gibt es eine sehr passende und lesenswerte Review zu dem Album). Anspieltipps: "Just Touched Down" (Track 3), "Children of The World" (8), "Moon & Stars Feat. Devin The Dude" (13), "I Gotta Stay" (17). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . So, last but not least, gell, das Beste kommt zum Schluss: Den viel (und zu recht) gehypten Theophilus London hatten wir an dieser Stelle auch schon ein paar Mal – nun hat der ungewöhnliche MC aus Brooklyn ein mit viel Liebe zusammengestelltes Mixtape veröffentlicht. Und das Wörtchen "Mixtape" darf man durchaus wörtlich nehmen: TL hat für „I Want You“ einfach Instrumentals und Tracks genommen, die ihm gefallen, und ein paar Strophen / Takte dazu beigetragen. Die Bandbreite reicht von Ellie Goulding und Dam Funk über Vampire Weekend und Erykah Badu bis zu Marvin Gaye und Stevie Wonder. Dazu gibt es Ausflüge zu LA Electrofunk, Cosmic Disco, House, Afrobeat und Soul sowie ein Exclusive seines Projekts Chauffeur, das er gemeinsam mit - Achtung, jetzt kommt´s! – Sam Sparro und Mark Ronson betreibt. Klingt also so wie die Mixtapes, die man früher für seine Kumpels oder Mädels, die man anbetet, gemacht hat. (Gehostet wird das Ganze von der bezaubernden Va$htie.) Hater nennen sowas vielleicht Skinny-Jeans-Fensterglas-Rap - für mich ist es open minded und eklektisch. Das Mixtape gibt es auf seiner Homepage zum Free Download. Anspieltipps: "Starry Eyed (remix)" (Track 4), "Hey Wonderful" (7), "Accept The New" (10), "Dont Be Afraid" (13) und "Life Of a Lover" (15). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . So, das wärs mal wieder, wir sind raus wie Soulja Boys BRAVO-Kompatibilität Peace, Le Mischi für Yo! KTV Raps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . PS: Komm, einer geht immer noch: die Soulsängerin Jazmine Sullivan hat mit ihrer Single "Holding You Down" den amtlichen R&B-Übertune des Sommers an den Start gebracht. Vor allem die Eastcoast-Rap-Szene ist auf den Track angesprungen und pumpt Remixe und Freestyles am laufenden Band aus (u.a. Wale, Fat Joe, Lloyd Banks, Grafh,...). Kein Wunder: Der Track erinnert an die goldenen Zeiten, an Mary J. Blige, Lauryn Hill, Yvette Michelle, you name it (der offizielle Remix hat übrigens Mary und Swizz Beatz an Bord). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Und - ganz frisch reingekommen - das offizielle Video zu Cee-Lo Greens Internet-Hit "Fuck You", auf diesem Blog neulich schon mal in der Vorabversion angepriesen. Toller Track, tolles Video, toller Typ. Point blank.

     
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    Friday Fun

    Am 20. Nov 2009, 14:45 Uhr von martin

    Ha ja, bissle Spass kann nie Schaden am Freitagmittag. Ich kannte das bislang noch nicht, scheint aber wohl geläufig zu sein.

    Ha ja, bissle Spass kann nie Schaden am Freitagmittag. Ich kannte das bislang noch nicht, scheint aber wohl geläufig zu sein.

     
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