• 10

    The Soul of KTV (19)

    Hat diesmal bissle länger gedauert, aber irgendwas ist halt immer, gell. Seit der letzten Kolumne gab es schon zwei The Soul-Partys, eine im speakeasy mit Frico und Florian Keller (Mix hier) und eine mit Sir Ed im Wurst & Fleisch. Beides gut, beides Mal Spaß gehabt, sauber. Jetzt aber weiter zur Musik.

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    Fangen wir halt gleich mit nem Hammer an. Ich feier Michael Kiwanuka ja seit ner Weile, hör sein Album hoch und runter und hab ihn hier auch schon vorgestellt. Startet gerade auch bissle durch, hab ich das Gefühl – läuft der schon auf SWR3? Ich hör doch kein Radio.

    Der Live-Stream auf Tape.TV von seinem Konzert neulich in Berlin war sogar auf Spiegel Online eingebettet, ich war leider unterwegs und hab nur noch die letzte Zugabe gesehen. Und die Konzerte in München und Zürich hab ich auch verpasst. Jetzt überleg ich ernsthaft, im September nur bzw. vor allem wegen ihm zum Berlin Festival zu fahren.

    Oben das neue Video zur neuen Single “I’ll Get Along”, wieder schön im Instagram-Style, aber passt halt. Und bei Tape.tv kann man das ganze Konzert noch mal anschauen. Und: Kauft das Album!

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    Das Album von Alex Clare ist schon ein Jahr alt, ging aber irgendwie an mir vorbei. Seine Songs fangen immer bissle klampfig an, dann setzt aber irgendwann ein Dubstep- oder Drum’n'Bass-Beat ein und dann hört man auch, dass Switch und Diplo den Engländer produziert haben. Äh, what, ich les gerade dass sein Album in Deutschland auf Nr. 1 war? Oooookay…

    Auch gut ist das Video zu Treading Water, weniger gut hingegen das Prince-Cover von “When Doves Cry“.

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    Stuttgarts Soulboy No. 1 Fetsum veröffentlicht am 25. Mai sein neues Album “The Colors of Hope” – hier eine Acoustic-Preview des Songs “Nobody Knows”. Mann-o-Mann, echt ne gute Stimme. Hört sich ziemlich erwachsen an finde ich, im positiven Sinn. Das Album erscheint auf dem Jazzanova-Label Sonar Kollektiv, was an sich ja auch schon mal eine Auszeichnung ist. Und live spielt er natürlich auch, am 2. Juni findet die Album-Releaseparty im Bix statt.

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    Etwas zu harmlos finde ich, wenn ich ehrlich bin, die zweite Single von Nneka – da hat mir “Soul Is Heavy” schon besser gefallen. Aber passt schon zum Frühling und überhaupt und so.

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    Puh, zum Glück kenn ich mich nicht mit Jazz aus, sonst müsste ich Esperanza Spalding wahrscheinlich kennen. Grammy-Gewinnerin und so. Kann singen, sieht gut aus und spielt auch noch mehrere Instrumente, darunter Bass.

    Diesen Song hätte ich jetzt auch gar nicht unbedingt in die Jazz-Schublade gesteckt, auch wenn’s hintenraus schon bissle dudelt… aber schön.

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  • 5

    Happy Weekend Mix by 2Deep (Philthy)

    Während sein 2Deep-KMitstreiter Wolle letztes Jahre einige Zeit lang durch Indien verweilt hat und das auch auf einem Fotoblog dokumentierte, gehen wir nochmals näher drauf ein, hat Kollege Philthy zum zweiten oder dritten Mal einen Mix für uns zusammengeklebt. Gibt heuer auch einen konkreten Anlass: Alexander “Heslach” Maier hat ihn heute Abend als Support-Act für seine neue Partyreihe  ”Mood Music – Deep People” im Climax verpflichtet. Philthy wird den Abend vor Filippo “Naughty” Moscatello anwärmen.

    Wenn er den Job so angeht wie auf seinem neuen Mix kann es nur gut werden. Würde sagen sein bester bislang hier. Hat sich zwar brav entschuldigt, dass es eher eine spontane Nummer wäre und es ab und zu bisschen ruckeln würde, sag ich, mach dir nicht ins Hemd, erstens höre ich keine richtig verkackten Übergänge und im Club ruckelt es auch manchmal. Außerdem konnte ich diesen Diplomarbeitmixen noch nie etwas abgewinnen, wie schon paar Mal gesagt.

    Weiterhin höre ich ausschließlich gute House-Disco-Musik, die im niederen BPM-Bereich beginnt, vielleicht ist es noch Slow-House, kein Plan wo man da eine Grenze zieht, und später die 120 auch nicht überschreitet. Spannende Tracks dabei, kenne glaub keinen einzigen. Aber so ist halt heute. Man kann nicht alles kennen, ge.

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    Viel Spass im Climax oder sonst wo und vor allem mit Harry. Deine Sally.

     
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  • 0

    Snoop in the Mix

    Snoop Dogg ist nun scheinbar auch DJ, sieht zumindest auf Soundcloud so aus. Da hat er vor drei Tagen einen “Tekno Euro Mix” hochgeladen, genauere Beschreibung: “DJ SNOOPADELIC WORLD MIXX EURO TEKNO SHIIT YA DIGG I PLAY IT ALL YA DIGG.”

    Klingt zunächst alles recht fürchterlich und man mag das nicht so recht glauben, dann hört man rein und das ist völlig okay. Frühlingshafter Disco-House (jaja und auch voll depp deep), deswegen gerade heute sehr postbar, wie ihn auch in Stuttgart ein paar Streber auflegen. Eigenartige Definition von Euro Tekno. Beim nächsten Mal bisschen mehr Volumen, wer den Mix auch immer gemacht hat.

    P.S.: Happy Birthday allerliebste Schwester!

     
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  • 2

    Happy Weekend Mix by Manuel Brenner

    (Schickes, ähm, Jäckle) 

    Das schönste DJ-Duo der Stadt sieht man an diesem Samstag nicht in der Corso Bar sondern in der Suite. Manuel Brenner und André Herzer an den Einsundzweis, Euphorie-Disco und Freuden-House und langsam kann auch mal fröhlich sein. Oder wie ging der Spruch nochmals?

    Wie auch immer, die Musik passt da morgen Abend definitiv, leg ich meine Hand für in Sack, und damit ihr wisst was auf euch ungefähr zukommt hat Manuel Brenner ein Mix zusammengestellt, sein zweiter für uns. Legt noch gar nicht so lange auf der Manuel, hat aber ein gutes Soundgespür wie ich finde, hält offensichtlich wenig von Untersparten, was ich noch besser finde und “Inspector Nurse” von Todd Terje ist bislang einfach die beste Kitsch-Electro-Nummer im ersten Quartal 2012. Ich könnte schon wieder tanzen. Solltet ihr jetzt auch tun. Macht glücklich(er). Happy Weekend.

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  • 0

    Soul im Loch

    Foffie ist schon ganz aufgeregt, denn im zweiten Anlauf – glaub beim ersten Mal kam die Halsüberkopfschließung vom Rocker in die Quere – besucht Sadar Bahar aus Windy City die Streber-Disco-House-Party TDSVW. Die geht ab heute wieder wie gewohnt jeden ersten Donnerstag im Camping/Rocker weiter – im April dann hoffentlich in einem clubtauglich gemachten Filmsaal im 1. OG.

    Muss ehrlich gestehen, kannte den Vogel nicht, tut wirklich mir leid, scheint eine Art unverwüstliche Underground-Legende zu sein, schon seit den 80ern dabei, hat hing in den alten Chicago-Clubs rum wo Frankie Knuckles, Marshall Jefferson oder Ron Hardy House zeugten. Und während die anderen irgendwann über den Globus jetteten, hing er mehr oder weniger weiterhin in Chicago rum, mit der Lebensaufgaube der deepste Seggel von allen zu sein.  Hat er wohl geschafft, für Theo Parrish ist Bahar der beste DJ überhaupt. Mal gucken was Stuttgart sagt.

    Mit einem Die-Hard-Disco-Mix kann man sich auf den heutigen Abend einstellen oder halt mit diesem Video:

    YouTube Preview Image

    Ansonsten das übliche heute: Transit, Schräglage, Keller Klub, Tonstudio, Brunnenwirt, Pinar Döner.

    thursdaysdontsuitverywell.wordpress.com

     
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  • 8

    The Soul of KTV (17)

    Welcome to the Pleasure Dome, der Soul ist zurück in der Stadt und der Funk hat schon den Zweitwohnsitz angemeldet. Musik, Partys, Konzerte und ich fang lieber an bevor mir schwindelig wird. Los!

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    Bissle Eigenlob zum Anfang: Die erste The Soul war super, hat Spaß gemacht wieder mal mit Tom aufzulegen, hat Spaß gemacht wieder mal den ganzen Abend nur Soul und Funk aufzulegen, es war voll, die Leute haben getanzt und viele Bekannte waren auch noch da. Was will man mehr.

    Bei der zweiten Ausgabe am 10. März ist mein Kumpel Tilli aka DJ TK zu Gast, von ihm hatte ich hier schon mal nen Mix und er ist der klassische “Bedroom-DJ” – was u.a. zur Folge hat, dass immer viele seiner Freunde kommen, wenn er dann mal außer Haus auflegt. Kann ja nur gut werden.

    The Soul
    Sa 10. März, 22 Uhr
    Wurst & Fleisch, Rotebühlplatz

    DJ Thorsten W.
    DJ TK

    Hier zusagen

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    YouTube Preview Image

    Boah, gleich mal nen Knaller am Anfang. Soul aus Malaysia? Hatte ich jetzt so auch nicht direkt auf dem Schirm. Yuna kommt aus Malaysia, und als Einflüsse nennt sie die Cardigans und Coldplay – soulig hört sich ihre erste Single “Live Your Life”, die Ende Februar auf einem New Yorker Label erschienen ist, trotzdem an. Was natürlich daran liegen könnte, dass Pharrell Williams sie produziert hat. Das Album wird dann für April erwartet.

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    http://www.dailymotion.com/video/xoliax

    Ja ja, der Fluch des großen Hits. Irgendwie hat den auch Estelle getroffen, weil nach dem Megabrett “American Boy” mit Kanye hat alles irgendwie nicht so richtig gefruchtet – da hat auch ein von David Guetta produziertes Album nix geholfen. Immerhin war “One Love” von Guetta mit Estelle an den Vokals einigermaßen erfolgreich.

    Jetzt ist sie mit dem neuen Album “All of Me” wieder am Start, das im Februar/März erscheint, und die erste Single heißt “Thank You”. Geht durchaus in Ordnung, gefälliger R’n'B, der aber halt doch nicht an die “alten” Sachen ranreicht.

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    Miles Bonny hab ich immer noch nicht so richtig auf dem Schirm – aber vielleicht sollte ich mir mal ein paar Sachen reinziehen. Denn der Bootleg, den er selber gemacht hat, kann wirklich Einiges – der soulige Gesang nimmt dem Timbaland-Beat das Synthetische.

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    Ja hey, Soul und Jazz, so wie Bruder und Schwester oder Großonkel und Nichte, oder so. Gregory Porter ist ein Jazz-Sänger, der erst 2010 sein erstes und jetzt im Februar sein zweites Album veröffentlicht hat. Daraus ist dieser wunderschöne Song “1960 What?”.

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    Baby Sol aus England macht auch schon eine Weile Musik, hat aber erst im Oktober ihre erste Solo-EP rausgebracht – “No No” erinnert stellenweise etwas an “Easy” von Lionel Richie, ist sonst aber ein schön fluffiger Song für wärmere Frühlingstage.

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    Jessie Ware kommt ebenfalls aus England und wurde u.a. durch eine Kooperation mit dem omnipräsenten Londoner Produzenten SBTRKT bekannt. Ihr eigener Song “Running” hat einen ganz besonderen und durchaus raffinierten 80s-Flavour, ist aber trotzdem absolut auf der Höhe der Zeit. Interessant!

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    Ich hab ja nix gegen von Marken gesponserte Musikproduktionen, so lange dabei gute Musik rauskommt und die dann auch noch umsonst rausgegeben wird – so wie “DoYaTing” von den Gorillaz, von denen ich ja immer gern mal was Neues höre. Hier ist es eine von Converse präsentieret Kollabo mit Andre 3000 von Outcast und James Murphy vom LCD Soundsystem – und interessanterweise kommt der Einfluss von allen drei Parteien gut zur Geltung, ohne unhörbaren Matsch draus zu machen.

    Hier kann man den Track runterladen.

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    Der nächste Song ist eigentlich auch ein richtiges Brett, Kopfnicken ab dem ersten Beat. Und Jazz-Bassläufe gehen bei mir eh immer. Teedra Moses hat schon mit Raphael Saadiq zusammengearbeitet, spielt ansonsten mehr live als sie Platten macht, wurde jetzt aber als erste weibliche Künstlerin auf Rick Ross’ Maybach-Label gesignt und triff hier auf Rapper Wale.

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    The Soul of KTV (16)

    Neues Jahr, noch mehr Soul, auch wenn mir Anfang des Jahres nicht so viel Zeug untergekommen ist wie sonst – aber für eine Kolumne reicht’s allemal. Here we go.

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    Und gleich zu Anfang die freudige Ankündigung: Wie letztes Mal schon angedeutet gibt es ab Februar tatsächlich die Party zur Kolumne! The Soul heißt das Baby und findet jeden Monat statt, immer zwei Mal im Wurst & Fleisch mit einem Gast-DJ aus Stuttgart, dann ein Mal im speakeasy mit einem Gast-DJ von weiter weg und dann wieder von vorne.

    Für die erste Ausgabe am Samstag, 11. Februar habe ich mir meinen alten Soulkumpan Tom de Beyer eingeladen, mit dem ich von 1999 bis 2004 als Soul Glow einiges gemacht habe – Party in Radio-Bar und Le Fonque, Clubtour mit Friction, Mixtapes und so. Die Musik des Abends ist nicht engstirnig aber strikt: Soul und Funk von Anfang 60er bis Ende 70er. Keine Remixe, keine Mash-Ups. Be there!

    The Soul
    Sa 11.02.2012, 22 Uhr
    Wurst & Fleisch
    Thorsten W.
    Tom de Beyer

    Facebook-Event

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    Als ersten musikalischen Tipp hätte ich hier Moody, bekannt auch als Moodyman oder Kenny Dixon Jr.. Kommt aus Detroit, macht sonst Techno und legt auch gern hinter nem Vorhang auf. Mit diesem neuen Track, mit dem er NuDisco grad mal rechts überholt, tritt er sozusagen erstmals an die Öffentlichkeit und zeigt auch sein erstes Musikvideo überhaupt. Nice.

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    Dann gleich mal noch bisschen in HipHop-Gefilden wildern. Aber Aloe Blacc singt, damit ist eh genug Soul drin, hier bei einem Track von The Kid Daytona. Schöner New York-Summer-Flow, das Video wurde irgendwie mit der Klamottenmarke LRG und ein paar bekannten Sprühen gedreht – in der New Yorker Bronx, natürlich.

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    Inzwischen auch einen Stammplatz hat die Kölner MPM-Truppe, hier mit dem neuen Projekt mit dem etwas seltsamen Namen The Türs. Dahinter verbirgt sich eine “transatlantische Supergroup”, der Beat wurde vom Kölner Twit One produziert, am Gesang ist MPM-Act Miles Bonnie zu hören und dann gibt es da noch ein paar Musiker. Der Song ist im Original übrigens von The Doors.

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    Das nächste Video ist schon ein Jahr alt, aber diese Loop-Aufnehmen-Drübersingen-Geschichten faszinieren mich nach wie vor, wenn so gut gemacht wie hier. Jarle Bernhoft kommt aus Norwegen, und seine andere Musik, in die ich so reingehört habe, gefällt mir nicht so – aber das Lied ist so fresh, das hat sogar die Macher der Ellen deGenres-Show überzeugt und sie haben ihn eingeladen. Und singen und Musik machen kann der Kerle allemal. Auch wenn er eine komische Frisur hat.

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