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Weiterbauen
Am 10. Jun 2011, 12:00 Uhr von martin
Top-Thema des Vormittags, Twitter läuft heiß, Facebook bestimmt auch, S21 wird weitergebaut. Die rot-grüne Regierung verzichtete im Lenkungskreis “auf einen förmlichen Antrag für einen weiteren Baustopp”, so die StZ.
Weiter heißt es da: “Die Regierung habe nur ihre „Erwartung“ geäußert, dass der Baustopp bis zur Veröffentlichung des Stresstests verlängert wird, sagte ein Sprecher der Landesregierung in Stuttgart.” Bei einem Antrag auf Baustopp, hätte sich das Land an den Kosten beteiligen müssen. Die Bauarbeiten sollen nächste Woche wieder aufgenommen werden.
Der Stresstest soll wiederum am 14. Juli im Rathaus vorgestellt werden, hat Schusti zumindest in einer völlig glückseligen Meldung angeboten, die gerade reinzimmerte.
OB Schuster zur Sitzung des Lenkungskreises: „Schwebezustand beendet“
Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster erklärte heute nach der Sitzung des Lenkungskreises zum Bahnprojekt Stuttgart 21:
„Ich freue mich über die Einigung im Lenkungskreis. Die Bahn wird der vertraglichen Verpflichtung nachkommen, das Projekt Stuttgart 21 weiterbauen. Der Schwebezustand war für die Bürgerinnen und Bürger – egal ob für oder gegen das Projekt – und für die heimische Wirtschaft nicht mehr länger hinnehmbar.
Jetzt gibt es eine klare Linie. Die Landesregierung hat auf die Beantragung eines Baustopps verzichtet und hat sich im Lenkungskreis zur vertraglich festgelegten Förderung des Projekts bekannt. Jetzt geht es nicht mehr darum, ob Stuttgart 21 gestoppt wird, sondern darum, wie wir die großartigen Chancen für die Stadt nutzen.
Stadt und Land wollen, dass das was die Bahn bei uns baut gut wird. Wir wollen einen modernen, leistungsfähigen Bahnhof. Gemeinsam müssen wir jetzt darauf schauen, ob und gegebenenfalls welche Optimierungen des Bahnprojekts der Stresstest aufzeigt. Ich habe angeboten, diesen am 14. Juli im Format der Schlichtung öffentlich im Stuttgarter Rathaus vorzustellen. Mein Vorschlag ist, dass Heiner Geißler die Moderation dieses Treffens übernimmt.“
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Twitter-DB
Am 8. Jun 2011, 12:30 Uhr von martin
Glaub normalerweise muss man Texte über die Bahn total fies beginnen. Kann aber selbst nix fieses sagen, weil ich 2002 zum letzten Mal Fernzug gefahren bin. Von Ravensburg nach Stuttgart. Ne Quatsch, 2004, Stuttgart – Frankfurt – New York und genauso zurück. Da war alles gut.
Aber komm, springen wir kurz auf den Heuwagen, Netzwerk-Thema des Tages: Die Bahn twittert, wie im Callcenter, mit achtköpfigen Team, siehe links, oder hier, bald Deutschlands berühmteste Twitterer, gleich nach Thorsten, Toni Disco, Boris Becker und Moritz Esyot.
Von echten (?) Online-Experten (kein Plan ob die cool bzw. relevant sind, bin dem Technik-Netz-Blog-Ding nicht drin) wird der Bahn und den 140-Zeichen-Callgirls-&-Boys, rekrutiert aus dem internen Callcenter, jetzt schon gute Arbeit attestiert, siehe hier oder hier. Angeblich hat man sich letztes Jahr auf Facebook versucht und das ging schön nach hinten los – und voll an mir vorbei. Sag ja, 2004, Stuttgart – Frankfurt – New York.
Heute schreibt de Blog Avatter, der am “Vorabend der Schlacht” von der Bahn eingeladen wurde: ”Die Bahn hat erkannt, dass es kein Drehbuch für die Online-Kommunikation gibt, dass es innerhalb etablierter Prozesse einen gehörigen Spielraum für Improvisationen geben muss.”
Basic Thinking erwähnt wiederum die so genannten Empathisanten, mein Wort des Tages, wenn nicht sogar des Jahres. “Wenn also eine böse Nachricht eingeht und ein Mitarbeiter nach sieben Stunden Arbeit etwa mit Sarkasmus reagieren will, soll ein Empathisant ihn stoppen und den Tweet objektiver formulieren.”
Bislang ist das virtuelle Callcenter ganz kuschelig angelaufen. Es hagelt Lob und Blumensträuße. Gibt nur noch ein Manko: Der Twitter-Kanal der Bahn hat Öffnungszeiten. Von Montag bis Freitag, 6:00 bis 20:00 Uhr. Fragen zu S21 werden übrigens nicht beantwortet. Und ab Juli startet die Bahn den nächsten Versuch auf Facebook.
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Gleis-Gangster
Am 23. Mai 2011, 18:19 Uhr von martin
Eine Meldung von der Polizeidirektion Reutlingen, die viele Fragen offen und noch mehr Spielraum für Fantasie lässt.
Wie am Montagmorgen entdeckt und bei der Polizei angezeigt wurde, haben dreiste Diebe vom Lagerplatz der Deutschen Bahn in der Noyon-Allee dort gelagerte und zum Abtransport bereit gelegte Eisenbahnschienen mit einer Gesamtlänge von 1.800 Meter gestohlen. Anwohner beobachteten bereits am Donnerstagvormittag, wie mindestens vier Personen die immerhin fast 90 Tonnen wiegende Beute im Wert von rund 28.000 Euro mit einem gelb-roten Kran auf einen gelben Container-LKW luden.
Aufgrund des Gewichts ist davon auszugehen, dass die Täter am helllichten Tag mindestens dreimal vorfuhren, um ihre Fracht abzutransportieren. Wer Hinweise auf die Täter geben kann, wird gebeten, sich unter Telefon 07123/9240 beim Polizeirevier Metzingen zu melden.
Will sich da jemand eine Gartenbahn basteln? Für die Vox-Serie “Ab ins Beet?” Stresstest selbst gemacht? Oder einfach Frustklau weil man nicht ins Village reingekommen ist?
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Flinkster
Am 10. Mrz 2009, 09:04 Uhr von martin
Neulich mal irgendwo eine Anzeige gesehen und mich gefragt, was dass denn wieder sein soll. Das Projekt “Flinkster” klingt aber gar nicht mal so doof (bis auf den Namen), oder wie Leser von Assisi meint:
“Nachdem wir demletzt ziemlich über die VVS hergezogen sind (zurecht!!!), finde ich ist das doch mal eine positive Erwähnung wert. gerade für die etwas Jüngeren unter uns, die (noch) nicht “I fahr Daimler” von sich behaupten können
.” Aight! STN, 9.3.:
Stuttgart – Die Deutsche Bahn baut ihre Leihwagen-Flotte aus: Mit dem Konzept “Flinkster” werden die Autos in Zukunft nicht mehr nur an ICE-Bahnhöfen angeboten, sondern auch in Innenstädten. Getestet wird das Carsharing-Konzept in Stuttgart und Köln, bei Erfolg soll es auf andere Großstädte ausgeweitet werden, wie die Bahn am Montag in Stuttgart mitteilte.
Dort stehen 70 auffällig lackierte Alfa Romeo des Typs Mito bereit. Sie können an 40 Standorten in der Innenstadt ausgeliehen werden, müssen später aber auch dorthin zurückgebracht werden. Das Auto kostet 1,50 Euro pro Stunde. Hinzu kommt eine Pauschale von 25 Cent pro gefahrenem Kilometer.
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