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SPU
Am 5. Feb 2011, 14:02 Uhr von martin
In den letzten Wochen haben mir mehrere Leser dieses Video geschickt – “poste mal!”, dann kann man das am Wochenende auch mal tun. Laut Thorsten (und Youtube) schon älter, ich kannte es bislang nicht.
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Mauerfallsong
Am 10. Nov 2009, 15:26 Uhr von martin
Noch mal kurz zum Thema Mauerfall. Bei den Kollegen Grohn & Grudzinski habe ich vorhin entdeckt, dass Paul van Dyk, der jederzeit wirklich meinen Respekt hat, die offizielle Hymne zum 20jährigen Mauerfall-Jubiläum komponieren durfte. Das klingt dann so:
“We Are One” wird gesungen von einem Herren namens Johnny McDaid. Ob man zu so einem Jubiläum auf deutsch oder englisch singen muss ist mir herzlich egal, aber nach drei Takten Schleimsosse muss ich fast spucken.
Da hätte man doch lieber eine dieser vielen Eine-Frau-drei-Männer-Bands der Marke Wir sind Helden verpflichtet oder eine Neuauflage des Überkrachers “Wind Of Change” angeleiert. Klaus Meine forever!
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Als ich vor 20 Jahren aufwachte
war die Welt eine andereAm 10. Nov 2009, 08:58 Uhr von martin
Meine Eltern haben mich nicht aufgeklärt. Zumindest nicht darüber wie die Babys in den Bauch von der Mama kommen und so. Das hat der Biologie-Unterricht in der 6. Klasse übernommen.
Doch: Mein Vater hat es tatsächlich zuvor mit der Bienchen-Nummer versucht. Da war ich noch sehr jung. Ich meine, ich war noch unter 10. Eltern sehen sich da glaube ich in einer gewissen Pflicht.
Ich weiß zwar nicht genau was mir mein Vater in dem Moment erklären wollte, ich weiß nur noch, dass sein Vortrag sehr wirr war und er ihn auch ohne zwingendes Ergebnis voreilig abgebrochen hat. Ich habe mir erst einmal nichts weiter gedacht. Mir ist das erst Jahre später wieder eingefallen.
Ich weiß nicht, wie Kinder heutzutage aufgeklärt werden. Ob sie mit Acht einfach schon bumsen oder sich mit Sechs einen Porno in den DVD-Player schieben oder ihn einfach kurz aus dem Internet saugen.
In den 80ern war Kind sein glaube ich einfacher. Entweder drin Lego spielen oder raus Skateboard fahren oder kicken.
Aus dieser Zeit weiß ich nicht mehr allzu viel. Ich weiß nur noch, dass ich doch von meiner Mutter aufgeklärt worden bin. Hinsichtlich einer ganz anderen Beziehung.
Ich hatte die Angewohnheit, mich nach dem Mittagessen auf die Essbank zu legen und am Ende die Beine runterbaumeln zu lassen. So konnte ich meiner Mutter ewig lang zuhören. Wie an diesem einem Nachmittag, vor weit über 20 Jahren.
Sie erklärte mir, warum auch immer, was ich davor so genau nicht wusste. Dass Deutschland ein geteiltes Land ist. Dass es noch ein anderes Deutschland gibt. Dass die Menschen im anderen Deutschland nicht einfach dahin reisen können, wo sie hinreisen wollen. Dass die Menschen im anderen Deutschland überwacht werden.
Dass die Supermärkte im anderen Deutschland immer leer wären. Dass man 20 Jahre lang auf ein Auto warten muss. Dass es prinzipiell an allem mangelt (sie erwähnte sicherlich auch die gute alte Banane, aber ich weiß es nicht mehr genau). Sprich im anderen Deutschland herrscht schlicht und einfach das Böse. Hält Menschen gefangen, ein paar 100 Kilometer entfernt von unserer heimeligen Westküche.
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