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Yo! KTV Raps (20): 0711, Savas und andere Küsten
Am 30. Nov 2011, 14:00 Uhr von Gastautor
Ein dreifach donnerndes YoYoYo, nicht zu verwechseln mit dem zu dieser Jahreszeit noch öfter gehörten HooHooHoo und sonstigen (vor)weihnachtlichen Grausamkeiten, wie den eher belanglosen Weihnachtssongs, mit denen man so im Radio und den Geschäften penetriert wird. Da der eigentliche Yo! KTV Raps Autor Mischi weiterhin leider mehr zu tun hat als der Weihnachtsmann an Heiligabend oder die Stadtreinigung nach Silvester – Heftle-Machen ist eben kein Zuckerschlecken – ich, der Öffi, wiederum ab und zu nach einer neuen Raps-Kolumne nörgelte, helfe ich einmal aus und hoffe schwer, dass der Mischi in Kürze wieder mehr Zeit für diese Rubrik hat. Die Kolumne soll ja nicht sterben, das wäre zu schade.
Mit dem üblichen Gossip aus den Staaten kann ich nicht so wirklich dienen, die HipHop Bravo war vergriffen, und so gibt es erst mal News aus good old 0711 City. Das Label Chimperator (Die Orsons, Kodimey, Cro) macht einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Weltherrschaft und kooperiert in Zukunft noch enger mit den 0711 Jungs und Four Artists. Und mit dem vielfach gefeierten Nachwuchstalent Cro, dem letzte Woche auch auf diesem Blog applaudiert wurde, zieht man musikalisch gerade wieder bundesweit die Aufmerksamkeit auf sich.
Das Video zu „Easy“ ist jetzt schon ein Youtube-Hit (bald 300.000 Aufrufe in EINER Woche!) und während man auf das neue Mixtape wartet, das am 2. Dezember auf die Server geladen werden soll, kann man sich derweil mit dem Alten trösten, auf dem der gute Junge unter anderem recht gekonnt über das „I Need A Dollar“ Instrumental rappt. Sogar ein Lob von Jan Delay gab es für Stuttgarts neuen Stern neben dem Daimler. Da kann man nur zu gratulieren und hoffen, dass sich diese junge Karriere dauerhaft stabilisiert. Aso, besagter Jan Delay hat neulich eine schöne “Musikindustrie-Filesharing-Diskussion” auf Facebook losgetreten – falls es jemand nicht mitbekommen hat.
Übrigens gehen die Orsons, wohl der bekannteste Chimperator Act, im nächsten Jahr zuerst mit Kool Savas und dann mit Herbert Grönemeyer auf Tour – ja sapperlott!
Kool Savas — AURA Official HD Video 2011 – MyVideoApropos Kool Savas: Der landete, jedes Kind weiß es, die Tage mit seinem neuen Album “Aura” auf Platz 1 der deutschen Charts. Übrigens komplett im Alleingang, ohne Major-Backing. Seine Solotour ist jetzt schon so gut wie ausverkauft und für seinen Gig in “Stuttgart-Filderstadt” im Januar gibt es scheissendrecknochmal scheinbar gar keine Tickets mehr. Bleibt die erwähnte zweite Tour (Kool Savas und die Liga der außergewöhnlichen Mcees) u.a. mit den erwähnten Orsons – ach nee, sorry, kein Gig in der näheren Umgebung. Okay, Ulm und Mannheim geht doch klar für harte Fans.
Ein kurzes neues Video gibt es auch von DJ Cins Homie Nasou, für Anfang 2012 ist da wohl ein Release geplant.
Heusteigviertel-Clip?
Allgemein bin ich nicht so der ganz große Deutschrap-Fan, war mir irgendwann meistens zu MASSIV das alles, dass dennoch noch freshe Songs zu finden sind beweist aber unter anderem auch „Rucksack Legende“ Laas Unltd. mit seiner Ode an Hamburg namens „Letter to the city“ zu dem es ein Videosnippet gibt:
Städtehymnen haben immer ihren eigenen Reiz, „Representin to da fullest“ und so – ihr wisst Bescheid! Gerne erinnern wir uns an die hier schon extrem abgefeierte aktuelle Stuttgart Hymne.
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Let´s Move
Am 24. Okt 2011, 21:11 Uhr von martin
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1999 Heilbronnerstreet
Am 13. Sep 2011, 12:25 Uhr von martin
http://www.dailymotion.com/video/x1ewi8
Wiederentdeckt. Auf der Höhe Pragsattel. Dieser Beat während du abends um halb 11 die Heilbronnerstraße runterbretterst, dann ist die Welt in Ordnung. Schnelle Spurwechsel. Der Nachbar sucht die Lücke. Wir sind spät dran. Ich bin gerne pünktlich. Sehr gerne sogar.
Kurz vor dem Pragsattelgipfel aus Lubu kommend hat er schon vor den Tunnels einen Walter Röhrl-Move hingelegt, den Thorsten nicht mal mit in seinem 3er BMW auf irgendeinem komischen Ring schaffen würde. Mich presst es in den Sitz. “Wohohoh!” “Bin gerade mit den Spuren bisschen durcheinander gekommen.” Versteh ich. Am Pragsattel kann man schon mal durcheinander kommen.
Die Ampeln schalten grün, die Stadt will für mehr grüne Wellen sorgen, und dann kommt dieser Beat. Rechts hinten war das Prag. Hab sogar die Maxi damals gekauft, weil mir dieser Beat so unglaublich gut gefallen hat. Mir ist es schon immer mehr oder weniger egal gewesen, was die Rapper einem erzählen wollen. Oder auch eine Sängerin oder Sänger. Hauptsache der Sound stimmt. Kann man jetzt doof finden. Soll Leute geben, die hören intensiv nur auf den Text.
In der Spex schrieb neulich ein Autor, es ging um das Buch von Jay-Z, die deutsche HipHop-Szene war damals, als Jay-Z Ende 90 in Amerika aufgestiegen ist und das in Deutschland kaum jemand notiert hat, zu sehr mit Rawkus beschäftigt, was wiederum, so der Autor, eine Sackgasse war. Ich fand, man konnte sich mit beidem beschäftigen. Oder kann. Hab Minimum 20 Zentimenter breit Rawkus Platten daheim, überwiegend Alben.
Wenigstens eine gute Compilation sollte ein gutes Label gemacht haben. Rawkus hatte mehrere davon. Lyricist Lounge Vol. 1, Vierfach-Vinyl, elendig teuer. Glaub 45 Mark. 1998 schon bisschen Geld. Hab damals studiert. 1999 immer noch. Und dann auch tschüss gesagt, zur Uni, dieser seltsamen Institution, die ich nicht verstanden habe, lag bestimmt an Vaihingen – oder halt doch an mir. Wollte lieber Common werden. Oder halt TimXtreme. Nee, natürlich nicht. Nur im Prag feiern. Body Rock. Kommt übrigens wieder nicht am 16. September, der gute Common, schon zum zweiten Mal abgesagt. Wäre ich wirklich gerne hingegangen.
Soundbombing II heißt die andere gute (Mix)-Compilation aus dem Hause Rawkus. Ich sags mal so: Die Kruder & Dorfmeister DJ-Kicks unter den HipHop-Mix-Compilation in den 90ern. Der Vergleich ist okay oder? Hat jeder. End-90er-Soundtrack, “B-Boy Document `99″ und so, bevor wir auf dem Dach der Radiobar das neue Jahrtausend begrüsst haben.
Babu von den Dilated Peoples fand den Beat wohl auch ziemlich gut. Dehnt und doppelt die ersten Takte vom Instrumental ohne Serato in die Länge, bevor Common rappen darf. Nächster Spurwechsel. Guter Moment zum Durchatmen, bevor es los geht. Später sollte es nicht mehr schöner werden.
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Some HipHop-Picks
Am 16. Mrz 2009, 23:40 Uhr von Thorsten W.

Ich kauf ja schon regelmäßig HipHop-Sachen, aber in den letzten Monaten hat mich das alles nicht so richtig gekickt. Entweder gab’s nix oder ich hab einfach nicht genug gediggt. In letzter Zeit hab ich aber ein paar Tracks für mich entdeckt, die mir wirklich gut reinlaufen. “Swagger” von Grandmaster Flash z.B. haben wir hier ja schon diskutiert, und ich finde der Track ist wirklich nice, mit nem leichten Oldschool-Touch.
In ne ganz andere Richtung geht “Chip Diddy Chip” vom UK-Act Chipmunk. Eigentlich mag ich Gitarre bei HipHop nie, aber hier funktioniert’s einwandfrei und das Ganze klingt irgendwie sehr frisch. Mein Highlight der letzten Tage ist aber “The Key” von Speech Debelle, ebenfalls aus UK. Das Teil würde die Native-Tounge-Kollegen glücklich machen, Jazz-Sampling at its best mit gutem Female Flow.
“I Cried” von Recordkingz & Tragedy wiederum ist einfach solider HipHop mit schönen Samples. Ein ganz anderes Kaliber ist dann wieder “Quiet Dog” vom guten alten Mos Def. Astreiner Minimal-HipHop zum Mitklatschen. Super. Von Common hatten wir es auf kessel.tv ja auch schon, aber “What a World” vom “Universal Mind Control” Album ist im Moment einer meiner absoluten Lieblings-Tracks – passt perfekt in den aktuellen Neo-80s-Disco-Trend.
Und zum Schluss noch ein Blick in die Charts: Ich weiß nicht was es ist, aber irgendwas an “Crack a Bottle” von Eminem, Dr. Dre und 50 Cent gefällt mir. Solide Arbeit vom Doctor halt.
Speech Debelle – The Key
speech-debelle-the-keyMos Def – Quiet Dog
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