• 50

    Verlosung: Popnotpop Festival

    Schocken, Zwoelfzehn, Keller Klub, Universum, Bix, Speakeasy, Kap Tormentoso, Wurst & Fleisch, Galao und Là pour là – da braucht man keinen Bus. Gut, vom Galao in Süd zu dem neuen Oberbekleidungsladen Là pour là am HBF ist es ein gutes Stück zu Fuß, allerdings nicht so weit wie von S-Mitte nach Böblingen. Die acht anderen Locations kann man locker ablaufen und bekommt beim zweiten Popnotpop-Festival ein vielseitiges Programm geboten. War letztes Jahr ein ausverkaufter Renner, sogar Thorsten und Tobsen waren dabei, so mit Ramones-Shirt bestimmt. Oder Scorpions.

    Wer wie was wo auftritt oder auflegt kann man auf der Homepage nachlesen, die Gig-Blogger stellen schon die ganze Woche Interviews mit beteiligten Kapellen ins Netz, der Geiger bügelt sein Miami Sound Machine-Shirt, der Setzer putzt derweil seine Linkin Park-CDs und Miss Waterstream ihre Bon Jovi-Sammlung.

    Das Live-und-DJ-Care-Paket der Woche kostet im VKK 16 Euro (plus und so) an der AK 19 Tacken. Ab Mitternacht wird das Clubticket für 8 Euro angeboten – spätestens da kann man wohl nicht mehr motzen.

    2×2 Menschen haben noch weniger zu motzen, denn wir verlosen 2×2 Tickets für Samstag. Ihr müsst deswegen garantiert keine Facebook-Fans von uns werden und uns auch keinen Aufsatz schreiben, warum ihr so geil seid und die Tickets unbedingt verdient habt. Einfach unten kommentieren, Emailen oder Kontaktformular ausfüllen. Fußball isch so oifach.

    Homepage Popnotpop Fesitval 

    Interviews Bands Gig-Blog

     
    50 Kommentare »
     
  • 9

    Speakeasy Baustellenfotos

    (Eingang gesponsert von Optik Records)

    War vorhin im Speakeasy. Baustellenkunstfotos. Alle ziemlich erschöpft, Mongamania Daniel kurz vor Kollaps, Michas Baustellenbart wächst und wächst. Hab ihn mit Thorsten Frings verglichen, als der 2006 seine Haare erst schneiden wollte, wenn Deutschland aus dem Turnier ausscheidet. Also Bart ab nach Eröffnung. Den Vergleich fand Micha nicht so cool, weil Frings nicht ganz der Megatyp ist. Ich fand den Lutscher eigentlich immer ganz okay, meinte ich. Hat ihn dann beruhigt.

    Der Setzer hat schon mal vor längerem einen easy Post darüber rausgebumst, das ehemalige Doremi (“Musichall”, super, Homepage auch) wurde von der Wurst und Fleisch-Crew um Uwe Wagner, Micha Rieger und Anita Messerle übernommen. Das Doremi kennt der eine oder andere vielleicht noch von der “Schräge Zeiten” Party Mitte Juli.

    Nach gut zwei Monaten Umbauzeit ist das Ding jetzt fast fertig, Eröffnung diesen Samstag, aktuell steht noch viel Baustellenzeug rum und einmal durchwischen muss man auch noch, aber es zeichnet sich schon deutlich ab, dass das eine gute Sache wird.

    Im Eingangsbereich hat man einen Steh- und Sitzblock hingestellt. Falls mal unten der VfB spielt oder so.

    Gegenüber ist eine riesige Bar, entworfen und gebaut von Micha himself, der ist Schreiner.

    Geht dann um das Eck weiter…

    …an den obigen Gittern werden Monitore angebracht, auf den die Getränkekarten und anders Zeug flimmert.

    Der riesige Raum wurde etwas kompakter gemacht. Hinter der schwarzen Wand auf der Bühne ist nochmals ein kleiner Bar-Bereich, den man auch anmieten kann…

    …oder von Bands als Backstage-Raum genutzt wird. Am Sonntag tritt die erste Combo auf. Name leider vergessen, glaub es war Rock.

    Was man leider noch nicht sieht: Die schwarze Wand wird komplett mit LEDs verkleidet, laufen dann mitunter auch Videos drauf. Wird demnächst montiert, “eine 24-Stunden-Nummer”, so Uwe zu der Installation.

    Blick von der Bühne:

    Das DJ-Pult ist auch schon da.

    Im Speakeasy wird ausschließlich mit Holzpatten aufgelegt. Wer mit Serato etc. kommt muss zur Strafe ein Kilo Leberwurst pur essen und die mit drei Liter Milch runterspülen. Das wird ein Saumagen über den sich nicht mal der Helmut freuen würde.

    Daniel Geiger, der von der WuF-Tafel, hat sich um die Bemalung des Garderoben-Toiletten-Bereichs gekümmert – und halt alles was da noch so gemalt ist.

    Gibt sogar zwei extra Klos für die Damen. Hab den Jungs als Openinggeschenk eine 40er Packung zweilagiges Toilettenpapier mitgebracht.

    Sonst? Musik von hier bis da, alles dabei, oder halt auch “wurstundfleischig”, wie der Setzer damals schrieb. Und am Samstag das, wie heute früh schon gesagt:

    Speakeasy, Ex-Doremi, zwischen World of Kebab und Wurst und Fleisch, Rotebühlplatz irgendwas

     
    9 Kommentare »
     
  • 5

    Es gibt einen Gott


    Bild gefunden vom Aussenreporter. Neue Dimensionen in den Google-Suchanfragen.

    Es gibt einen Gott, und der hat gemacht, dass der Sommer dann im September doch noch gekommen ist, der hat den Wasen auf die andere Seite vom Neckar platziert, der hat den Papst nach Freiburg und nicht nach Stuttgart geschickt, und der hat das Wochenende erfunden.

    Und am Wochenende gibt’s ne dicke dicke dicke Paarty. Oder zwei oder drei. In der Schräglage zum Beispiel mit dem Flyer des Monats:

    Der Nachbar vom Ram hat zum ersten mal seit drei Jahren die Mütze abgenommen, und das ist was drunter war. Hammer. Ist seit Montag am Kämmen, um heute Abend frisch gebügelt mit Damish in der Schräglage zu stehen mit HipHop, Soul und so. Schräglage geht voll ab, alle die da waren finden’s super. Super, auch hier:

     

     

    Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es schon wieder eine neue Musikrichtung. Nennt sich Rub-A-Dub und ist eine Mischung aus Reggae-beeinflusstem Dubstep und Drum’n'Bass. Klar, Dubstep ist ja inzwischen auch schon Mainstream. Die Dubwars-Crew hat sich zum Start dieser neuen Partyreihe Kollegen aus Konstanz eingeladen und einen Rocksteady-Floor gibt’s außerdem.

    Ans Ganze bzw. an den Geldbeutel geht’s im Dillon. DJ Nightnurse alias Frau Friction hat sich diese schöne Party ausgedacht und ein paar Freunde und Kollegen eingeladen: Alle spielen umsonst, die Musik wird sicher bunt gemischt und der gesamte Erlös geht an Ärzte ohne Grenzen. Wer da an der Kasse um den Eintritt feilscht ist ein Penner, so!

    Marek Hemmann kommt aus Jena und hat gerade sein zweites Album auf dem Label Stil vor Talent veröffentlicht. Bei der Discotronic spielt er live, und Brünemman und Hehner, bekannt aus dem Climax, sind wohl Fans von ihm. Auch nicht fehlen darf Marius Lehnert.

    Das Toy verbinde ich ja immer noch bissle mit so Techno-Trance-Horror, aber wenn man das heutige Line-Up so anschaut geht das schon klar. Afri Lounge lassen sich wieder mal blicken, aus Köln kommen auch DJs vorbei und sonst halt aus Stuttgart.

    Ich glaub die Krawall und Remmidemmi-Partys sind immer relativ wild, auf jeden Fall können die Flyer immer was. Tomazz feiert Geburtstag und auf dem kleinen Floor (die Rauchkammer im Obergeschoss) spielen Turntablegossip alias die bezaubernde Magali und der Rick voll schönen Deephouse.

    Noch mal Schräglage: Die Snowboard-Saison fängt ja bald an, und hier kann man sich schon mal mit ner Filmpremiere in Stimmung bringen. Gambit und ÖÄ spielen im Anschluss die schönsten Aprés-Ski-Hits von Ötzi bis Jürgen.

    Bei den Rave-Acts kenn ich mich ja gar nicht aus, bin ich auch zu alt für. Die Namen Schlachthofbronx und Dem Slackers auf dem Kaputtraven-Flyer hab ich schon mal gehört, ich denk mal die spielen Dubpolka und Walzergrime. Ist  übrigens auch die offizielle Aftershowparty von dieser Veranstaltung:

    Ich weiß nicht, ob Poetry-Slammer so auf Rave stehen, aber Thomas Geyer (nicht zu verwechseln mit Geiger) veranstaltet halt beides. Ich war noch nie bei nem Poetry-Slam, muss ich echt mal machen.

    Am Samstag hat Patze ne feine Stil vor Talent Nacht ins Romy geholt, da freuen sich bestimmt schon ganz viele kleine Tanzmäuse drauf. Niko Schwind und das Duo Channel X reisen aus Berlin an, Residents sind natürlich auch dabei.

    The Badgers kommen aus dem Elsass, musste ich grad mal nachgucken. Die Songs bei myspace konnte ich leider nicht anhören, wahrscheinlich haben sie da im Serverraum schon das Licht ausgemacht. Minimalte, Karat und Adel Éclat sind auch dabei, welche Musik in der Finca läuft steht ja oben. Also im Groben gleich wie hier:

    Neue Partyreihe im Lehmann, gleich mal ein Hochkaräter am Start – so hab ich’s für Motor, äh, Flux.FM formuliert: “Techno aus Frankreich ist mehr als Laurent Garnier und Daft Punk. Terence Fixmer ist seit 1998 unterwegs, hat seine Karriere auf Hells Gigolo-Label begonnen und danach alle wichtigen Techno-Labels der Welt mit seinen Produktionen beglückt. Heute ist er im Lehmann bei der neuen Partyreihe „Ruhestörung goes wild“ live am Start, zusammen mit Traversable Wormhole, Drumcell und Monolog.”

    Im Ausschank Ost Business as usual…

    … und im Rocker 33 Kingston-Hot-Handtuch-Alarm. Silly Walks aus Hamburg sind das dienstälteste Soundsystem im Land, hab ich mir sagen lassen, seit 20 Jahren. Big Respect! Dazu natürlich noch Sentinel und auf dem kleinen Floor Dirty Daniela.

    Ich persönlich bin - wie man sieht – am Freitag bei der Benefizparty im Dillon am Start und hab am Samstag meinen allerersten Gig im Transit. Bin schon bissle aufgeregt, aber der alte Ratze wird mir beistehen, Gott sei Dank!

     

     
    5 Kommentare »
     
  • 1

    Schön trinken

    Link

     
    1 Kommentar »
     
  • 14

    Morgen Abend: Schräglage Opening

    (Neuer unterirdischer Skatepark von Tony Hawk: Die Tieflage)

    Ja, so sah es am Donnerstag noch aus. Sieht immer so aus, zwei Tage davor. Also koi Angscht. Man wird immer fertig, wenn man fertig werden muss. Hat zu mir zumindest mal ein schlauer Mensch gesagt.

    Rückblick: Wasserschaden, wir müssen schließen, ziemlich schneller Abriss, heul. Flossen viele Tränen Mitte Dezember, auch hier, scheint vielen gefallen zu haben das Clubhochhaus gegenüber vom Breuninger. So war auch gleich klar, dass Axel, Heiko und Marco weitermachen. Die neue Location, das ehemalige Adulis 2 in der Hirschstraße, nicht weit vom alten Spot entfernt, haben sie bereits letzten Sommer schon angeschaut, weil das mit der SL ja eh alles nie so richtig tight war, wie lange und überhaupt noch.

    Jetzt haben sie sich das Ding unter den Nagel gerissen und die letzten Wochen viel gehobelt. Machen alles selber. Gibt auch schicke Village-People-Gedächtnis-Fotos vom Umbau im neuen LIFT. Hätte auch geholfen, mit meinem Werkzeuggürtel, aber ruft keiner an. Kann ich verstehen.

    Bis Samstag ist das Ding in Schuss, sure, und dann geht es eben in der Tiefe weiter. Programm ist mehr oder weniger dasselbe, zumindest sieht es mal im September danach aus, Rap und dies und das. Die Location bietet sich weiterhin an für das eine oder andere Konzert, ab dem 17. September wird der 0711Club gerelauncht. Hab bloss noch nicht verstanden ob dann jede Woche oder nur ab und zu. Beim Opening spielt irgendein Heini von Seeed. Aso, Treff ist auch wieder jeden Donnerstag (dann in drei Locations, also Transe, Keller, SL).

    Ansonsten verspricht man in der rund 200qm großen Location Verbesserung in Sachen Klimatisierung. War kein Spass in der Alten. Hab mal beim Auflegen kein Feuerzeug mehr anbekommen. Kein Spass. Axel meinte im aktuellen LIFT scherzhaft, man könnte aber gerne das alte Feeling ab und zu herstellen: „Vielleicht schalten wir die Anlage ab und zu aus, damit es von der Decke regnet!“ Sie wissen, dass man den alten Laden nicht klonen kann, schon allein wegen der Dachterrasse. Neues Kapitel eben, ganz von vorne fangen sie aber nicht.

    Weiterhin wäre die Location “nicht ganz so verwinkelt, aber geschickt unterteilt. Es wird selbstverständlich wieder einen Kicker geben und ein Plätzchen zum Rauchen.“ Nü denn, wenn man quarzen kann, geht da geht dann auch der Krupa hin. Auch wenn er aussieht wie ein Zivibulle mit schwachem Herz und Lunge.

    Opening, Sa. 03.09., 22:00 Uhr, Schräglage, Hirschstraße 14, S-Mitte

    www.schraeglage.tv

     
    14 Kommentare »
     
  • 29

    Discoleichen 2 – ein paar Fotos

    Ja, beim alten Scheiß flippen wir gerne aus. Die Idee von den “52 Clubs”, die im Laufe der Diskussion gestern aufkam, klingt ziemlich gut, bloss schaffen wir das wahrscheinlich nicht alleine, sondern sind auf eure Mithilfe angewiesen. Wir überlegen noch ob und wie wir das angehen.

    Jetzt gibt es erst einmal als kleinen Nachschlag zu gestern, ein paar Bilder aus dem LIFT-Archiv von früher, als alles besser war, eine kleine Zeitreise, ebenfalls unter modischem Aspekt durchaus interessant. Sollte sich jemand auf dem Bild erkennen und überhaupt kein Bock drauf haben sich hier zu sehen, einfach kurz unter stuttgart@kessel.tv melden.

    Den ersten Club, den ich betreten habe war das OZ 1992. Den ersten Laden, den ich regelmässig besucht habe, war aber das Müsli. Phase 1993.

    War halt so die Einstiegsdisco für viele, sobald der Perso auf 16 umschaltete. Mitternacht wieder raus, klar. Ich war im Müsli nicht lange und weiß auch gar nicht mehr, ob es da drin wirklich so aussah.

    Coole Jungs auf jeden Fall.

    Nach meiner Müsli-Zeit “wohnte” ich von 1993 bis Anfang 1995 im OZ. Aber da war das OZ ja schon längst uncool. Egal. Nach der Razzia im Januar 1995 war das mit OZ dann gegessen.

    Es folgte bis Sommer 1995 eine karge Ausgehzeit, auch weil man als 17-18-jähriger kaum ins Red Dog und Tier reingekommen ist. Ich weiß auch überhaupt nicht warum uns Eulen die Tanja ins erste M1 reingelassen hat. Jede Woche. Wir waren da schätzungsweise die Jüngsten.

    Bei obigen Bild bin ich mir fast sicher, dass es aus dem ersten Laden ist, an diesen Käfig kann ich mich allerdings nicht mehr erinnern.

    Kann auch im zweiten M1 gewesen sein.

    Gegen Ende 1995, ich meine es war bei Abe Duque, schafften wir es dann doch auch zum ersten Mal ins Tier, gegenüber vom Palast der Republik.

    Theoretisch-praktisch ist das der gute Tes im Bild. Macht heute ein afrikanisches Restaurant. Ich hab es hier schon paar mal geschrieben: Das Tier ist der größte Verlust den das Stuttgarter Nachtleben damals hinnehmen musste. Im Sommer 1996 war es vorbei, wir leider nur ein halbes Jahr dabei, konnten trotzdem noch genügend magische Momente einsammeln. Der Closing-Mix von Stefan Strauß ist übrigens immer noch auf unserem Soundcloud-Profil zu finden (ganz unten).

    Viel zu spät, quasi nach dem Tier, entdeckten wir das Red Dog für uns. Vocal-House to the fullest, Tiefschwarz in full effect, Killer. Meinen 20. Geburtstag da gefeiert, Felix da Housecat hat dazu ein unfassbares Set kredenzt. Im Red Dog wurde auch der HipHop-Mittwoch geboren. Weiß schon gar nicht mehr warum genau das Dog zugemacht hat. Kein Bock mehr? Ich weiß es nicht.

    Im Herbst 1996 wurden das Prag und das zweite M1 eröffnet.

    (Ist das der Mone?)

    (Aufgeschlitzte Hosen Alta!)

    Mein Kumpel und ich waren glaub die einzigen, die sowohl freitags zum 0711Club als auch Samstag in die Neue Heimat ins Prag sind. War offiziell verboten beide Musikrichtungen gut zu finden. War auch immer geil im Soundshop im Radiobarth, wenn man von der House-Techno-Abteilung rüber zu den Rappern gelaufen ist – Blicke, die sagten “uh, die Techno-Wurst kommt!” musste man über sich ergehen lassen.

    Weiß gar nicht mehr, wann die Radio Bar eröffnet hat. War glaub auch so 1997. War lange Zeit überhaupt gar nicht mein Laden muss ich gestehen, erst so gegen Ende. Noch ein Promi-Shot:

    Das größte Phänomen zu der Zeit war aber das Pauls:

    Caprihosen FTW!!!! Leider kein Bild von den Menschenmassen vorhanden, sondern nur von einer relativ gechillten Atmosphäre.

    Links die Treppen nuff ging es zum Switzerland. Es musste nicht mal mega warm sein und der ganze Platz war gerammelt voll. Wirklich DER GANZE PLATZ, mit Verlaub kein Vergleich heute zum Waranga, bis zu den Treppen. Der Witz war: Hinter den Treppen war ein Italiener. Die Leute hätten auch da ihr Bier holen können, haben sich aber lieber durch die Massen bis an die Pauls Bar gedrückt. Ich meine, eines Tages sind auch gewiefte Jungs mit Bierkästen durch die Menge gelaufen und haben die Kolben direkt verkauft.

    Wir sassen meist auf den Treppen herum. Meine Jungs wollten da immer hin, “Weiber glotzen”. Die waren gut, keine Frage, sahen aber alle unerreichbar aus. Mir war das zu langweilig. Wollte lieber laut Rap oder Techno. Gerade so um die Jahrtausendwende herum wurde das zunehmend schwieriger. Seltsame Phase war das. Gerade im Jahr 2000 sind wir fast jedes Wochenende nach Göppingen in den Red Room gefahren, weil da halt die Party ging.

    Problem war damals auch, dass mein Freundeskreis das Le Fonque nicht so geil fand wie ich.

    (U-Turn Heidi links.)

    Und immer alleine weggehen ist auch doof, wie jeder weiß. Das Le Fonque mochte ich wirklich sehr. Zum einen war das Programm sehr ambitioniert und abwechslungsreich, gute Bookings, gute Musik und in den ersten Jahren immer gute Partys. Zum anderen hänge ich emotional sehr an dem Laden, weil ich hier quasi meinen ersten festen DJ-Club-Job hatte. Das lag an diesen Männern:

    Von unten nach oben: Jannis, Akö, Uwe und Jürgen. Uwe macht heute u.a. das Wurst & Fleisch, Jannis ist einer der lockersten Typen überhaupt und Akö my Man hat mich immer gebucht, später auch in die Suite nach oben. Ihm verdanke ich alles, heul! Nein, ehrlich, ist so. Danke Akö!

    Weiterhin hosteten der wahre Pimper und ich im Le Fonque die Partyreihe 2Times Freestyle. Alles rein in den Topf. War damals fast neu. Später stürzte das Le Fonque tief ab, was aber garantiert nicht an den obigen Männern lag, sondern an griechischen Weinfässern als Deko.

    Besagter Pru:Piper war damals mit seiner Gal-Crew – hieß doch so? – die 2Step-Instanz in Stuttgart und schmiss große Feten im gestern ein paar mal erwähnten Maria:

    Beliebter Lichtereffekt übrigens damals auf Partyfotos.

    Bin selbst mit dem Maria nie richtig warm geworden, finds einfach zu verschachtelt für eine Partylocation. Aber scheint ja mittlerweile im BIX bei gewissen Veranstaltungen gut zu funktionieren.

    Und hier, circa im Jahr 2000 endet die Geschichte. Ich kauf mir jetzt ein unbekanntes Tier. Vielleicht einen roten Hund.

     
    29 Kommentare »
     
  • 97

    Discoleichen

    In der aktuellen LIFT-Ausgabe weinen wir ein bisschen alten Clubs hinterher. Aber nur so leicht. Es ist wie es ist. Die Redaktion konnte noch ein paar alte Bilder aus dem Archiv ausgraben, Fotograf Ronny Schönebaum ist durch die Stadt gezogen und hat als Gegenstück den aktuellen Spot geschossen.

    (Draufklicken)

    Die Liste ist natürlich unvollständig, hab z.B. unter anderem Ken gebeten mir einen Zweizeiler zum On-U zu verfassen, kam aber nie. Weiterhin rausgefallen ist z.B. das Red Dog, auch aus dem Grund weil kein Bild von früher aufzutreiben war.

    Weiterhin hätte man natürlich zu jedem Laden eine große Story schreiben können – bei der Geschichte ging es um den “Vorher-Nachher-Effekt” – im Wandel der Zeit und so.

     
    97 Kommentare »