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    Happy Weekend Mix by DJ Swist

    (“Da konnte ich mir noch Paris-Urlaube und Zigaretten erlauben. Und mich ‘KOOL’ nennen.”)

    Lang erwarteter Mix von (Ex-)Kool DJ Swist. Kool ist er trotzdem noch. Musikalisch höchst interessiert, sehr vielseitig, technisch ziemlich versiert. Ein Auge aufs Publikum, eins auf sein Ding. Manchmal auch kompromisslos. Ich kann mich noch gut erinnern, vor fünf Jahren zu Mono-WM-Zeiten, da ging das Gerücht in der Stadt um, da gibt es diesen verdammt jungen Swist, der vermixt so verdammt abartig Funk-Originals mit gesampelten HipHop-Tracks. Das war das erste was ich von dem damaligen Newcomer vernommen habe.

    Heute ist Swisto bestens in der Stadt etabliert, viel gefragt, gern gesehen, das Gesamtpaket stimmt, wie der Dieter sagt, guter DJ, guter Typ. Sein Musikspektrum hat er ebenfalls über die Jahre um Disco, House oder härteren Electro erweitert, momentan gerne leichte Tendenz zu (Neo)Disco und verschmusten House, behaupte ich mal, HipHop macht er freilich auch noch, je nach Ort und nach Laune. Immer gefühlsecht.

    Sein Mix “I really do love to give” für uns ist ebenfalls ziemlich gefühlsecht,  hat er schon vor zwei Wochen selbst gespreadet und fand sofort rege Begeisterung. Konzept: “Ein paar mir wichtige Platten aus gut 30 Jahren von mir gewohnt holzig gemixt. Stellenweise Unzulängliches wird an anderer Stelle durch Effekthascherei ausgebügelt. War ursprünglich als strictly Vinyl angedacht, jetzt sind aber doch 3 Dateien dabei.”

    Dabei vermischt Swist seine Funk-Wurzeln mit Boogie-Disco und später House, manchmal mit soften Fade-Out-Fade-In-Übergängen, die neueste Platte ist von 1999, Quatsch 2003, hat immer brav das Releasejahr dazugeschrieben bei der Tracklist.

    Kann als kleiner Aufwärmer für die Party morgen Abend im Victor von Hase verstanden werden, die Swist zusammen mit Tipura und Konrad Kuhn schmeißt, da sollen dann auch die “A-Seiten” gespielt werden, aber eben nur kompromisslos gute Sachen, also was das Trio eben gut findet. Kommt sicher kein Scheiß raus.

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    Wünschen ein kompromisslos gutes Wochenende

    Kool DJ Kessel.TV

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    Happy Weekend Mix by Duke

    Wenn Thorstens MIx letzte Woche das Vorprogramm war, ist der Mix von Stan aka Duke aka der ominöse Russe die passende Primetime dazu: Discofunk und Classic Uptempo HipHop, rasant gemixt, mit Double- und Scratch-Skills gespickt. Oldshool-Party pur inklusive jeder Menge Gute-Laune-Gassenhauer. Tippe auch (unabhängig vom Bild) auf einen Vinyl-Mix, klingt jedenfalls ziemlich amtlich.

    Duke lebt eigentlich in Balingen, hat vor Jahren mal den Soulglow Tape Contest gewonnen, vielleicht erinnert sich Veranstalter Thorsten noch dran und war “Rookie of the year” 2008 im der Coke DJ Culture, wie man auch unter diesem Link nachlesen kann.

    Ab und zu kommt der angenehme Zeitgenosse mich mal beim Auflegen besuchen, wenn er nicht selbst von Radolfzell bis Moskau Disco auflegt oder in Balingen (das schwäbische Manchester, sagt er) die Partyreihe “Sure Shot” veranstaltet, bei der neulich erst unser Frico am Start war und nächste Woche der Fuffi und der Tease. “Bei der Party fahren sogar die Stuttgarter nach Balingen zum Feiern, hehe.” Nun denn.

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    Wir wünschen ein schönes Wochenende, keine Schneeketten verschlucken, schreibt riesige Zettel für den Paketdienst (schlafe noch, bitte beim Nachbar klingeln, hier seine Nummer), pflanzt ein Maiglöckchen oder macht euch Kuskus mit Vodka Lemon.

    Und noch ein bisschen Brüller-Optimismus: Was ist der Unterschied zwischen S21 und dem VfB? Der VfB ist drei Plätze besser.

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    Happy Weekend Jahrzehnt Mix

    (Hat meinen Allerallerlieblings-Tune des Jahrzehnts produziert: James Holden kickt mich mit seinem Remix für Andre Kramls “Safari” immer und immer wieder.)

    (Deep-House-Hero: Henrik Schwarz brachte wieder den Soul ins House und lieferte mit seinem Remix für Coldcuts “Walk A Mile” einen tiefemotionalen Klassiker ab.)

    (Stuttgarter Helden: Die Jahre 2003 bis 2005 gehörten Tiefschwarz. Auch dank ihrem Masterpiece, dem Remix für Spektrums “Kinda New”.)

    (Er saß schon am Piano von “Strings of Life”, schuf Meilensteine in den 90ern und bekam in diesem Jahrzehnt die endgültige Anerkennung: Carl Craig.)

    (Vergessenes Talent: Ihr Song “Don´t Cha” ist das Fundament für die Weltkarriere von fünf Hupfdohlen namens Pussycat Dolls. Die Musikindustrie fand Tori Alamaze selbst angeblich zu unsexy und verscherbelten die Nummer.)

    (Ohne Zweifel einer der ganz großen Typen des Jahrzehnts: James Murphy, DFA/LCD Soundsystem…)

    (Bring Disco back: Metro Area. Uuhuuh uuhuuh.)

    (Und der nächste Disco-King: Maurice Fulton. Es gibt nichts, was er nicht produzieren kann. Sein Remix für Chateau Flights “Superflight” ist einer meiner absoluten Lieblingstracks.)

    (Schuf mit “Sometimes” eine “Stuttgarter Hymne”: Chloe.)

    (Einer der größten Clubs-Hits des Jahrzehnts: Tigas “Pleasure From The Bass”)

    (Unermüdliche “Time Bomb”: John Tejada)

    (In white rooms und im “hohen Alter” erfolgreich: Booka Shade sahnten gut ab.)

    (“Call on me” hat man ihm längst verziehen: Sowohl Disco-Tösen als auch DJs lieben Eric Prydz. Für mich einer der beständigsten Produzenten der Nullerjahre.)

    (Blaupause für das Nu-Rave-Zeitalter: Digitalism, auch heute wieder in der Werbung mit ihrem 2005-Blockbuster “Zdarlight” präsent.)

    Ursprünglich hatte ich das nicht geplant, aber das heute endende Jahrzehnt hat mir keine Ruhe gelassen und ich musste doch noch schnell ein paar (elektronische) Tracks zusammen mixen, die mir in den vergangenen 10 Jahren besonders gut gefallen haben und ich nicht wenige davon, je nach Anlass, gerne heute noch ab und zu spiele.

    Neuere Sachen sind kaum darunter, ein Großteil der vermixten Tracks wurde zwischen 2002 und 2005 veröffentlicht, große Lieder, einprägsame wie stilprägende Tunes, Klassiker, jede Platte ein sure shot. Die fehlten meiner Meinung nach in den letzten Jahren ein wenig.

    An die besagte Zeit Mitte des Jahrzehnts erinnere ich mich gerne zurück, z.B. an die Nächte oben in der Suite zusammen mit meinem Kumpel Manuel Bürger, an den ich ein paar Mal während des Sets denken musste.

    Schauen wir mal was das neue Jahrzehnt so bringt.

    Hier gehts zum Download.

    Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals für das schöne Jahr 2009 und wünschen einen guten Rutsch. Thorsten ist wie gesagt in der Corso Bar und ich bei der Liebreizparty in der Teppichgalerie.

    The Kessels Five

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