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    Der anatolische Schwabe

    Ich will jetzt bestimmt keine Wahlwerbung machen – ich bin wie vor jeder Wahl noch völlig unschlüssig, wo ich mein Kreuzle machen soll. Aber mir ist doch die ganz clevere Kampagne vom selbsternannten anatolischen Schwaben bzw. schwäbischen Obama Cem Özdemir aufgefallen, mit der er dafür wirbt, ihm bei der Bundestagswahl am 27. September die Erststimme zu geben.

    An den Straßenrändern tauchen jetzt Plakate auf, die den schon wieder allgegenwärtigen Politiker-Hackfressen ein schlichtes und dezent an ein Graffitti erinnerndes “Cem für Stuttgart” entgegensetzen. Die zugehörige Microsite ist in bester “Yes We Can”-Manier ganz auf Web 2.0 getrimmt und besteht hauptsächlich aus einem ganz sympathischen Video mit Cem und ein paar Social Community-Links. Cems eigentliche Website kommt im Vergleich dazu doch recht dröge daher.

    Seine Ansichten hören sich jedenfalls ganz vernünftig an – auch wenn er statt “Cem will Stuttgart 21 noch aufhalten.” auch gleich nen Porsche für jeden versprechen könnte.

     
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