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Findest du Politik zum Kotzen?
Am 28. Sep 2011, 12:04 Uhr von martin
Gerade entdeckt in der Nachbarschaft. Jung in Stuttgart. Die Junge Union sucht scheinbar Mitglieder und hat vermutlich einen frechen Texter engagiert. Musste bisschen lachen. Kann man glaub noch bisschen schwerer lesen, nach dem Draufklicken wird es nur etwas besser.
Starke Sätze dabei. Kneipentour, eigene Regeln, Politik zum Kotzen und die ewige Stuttgarter Sinnfrage wird natürlich gestellt. “Aber sind wir wirklich so spießig?” “Für uns muss Stuttgart viel mehr sein. Eine weltoffene moderne Großstadt, die alles kann, auch Hochdeutsch.”
Jawohl! Ich lerne jetzt in der nächsten Stunde endlich Hochdeutsch und bestell mir dann um Punkt 13:00 Uhr in der Museumstube ein Schnitzel. Manche Regeln muss man einfach einhalten.
(Achtung: Die CDU ist eine super Partei! Wie auch die Grünen, die SPD, die Piraten und sogar die FDP, die ist sogar noch sehr schön! Es gibt kein Bier auf Hawaii, oleole! Achtung 2: Wenn sich junge Leute engagieren, egal ob als Pfadfinder, Zeitungsausträger, Babysitter, Schlangenzüchter, im Tigerentenclub, bei DSDS oder in der Politik ist das noch superer!)
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Netzhypes des Tages
Am 26. Jul 2011, 16:50 Uhr von martin
Heute der Hit, morgen wahrscheinlich schon wieder vergessen, kurz auf den Zug gesprungen, zwei Netzhypes des Tages:
Heute früh hat Spiegel Online über die Website www.c-wie.de eines 19jährigen (SPD-Mitglieds) berichtet, der auf der Homepage die Wahlkampfkampagne der CDU Mecklenburg-Vorpommern “C wie Zukunft” verarscht. Kann jeder einen Spruch eintragen, allerdings kontrolliert der Betreiber zunächst die Einträge (“sonst wird da jede Menge Müll reingestellt”). Falls ihr euch also schon den ganzen Tag wundert, warum eure Kollegen seltsames Zeug auf FB posten wie z.B. “C wie Cutmaster Crupa” oder “C wie Collerausfahrt” oder “C wie Leda” – daran liegt´s.
Wie garstig das Netz sein kann, sieht man bei der #fickdichberlin-Hashtag-Geschichte auf Twitter, die heute gegen 12:00 Uhr losgetreten wurde.
Wie man sieht, herrscht großer Unmut und Unzufriedenheit gegenüber der Hauptstadt und Regierung. Gibt dazu ein Vorbild, nämlich die gestrige #fuckyouwashington-Nummer von Jeff Jarvis, amerikanischer Journalist und Professor und Autor des Buches “What would Google do?”.
Dabei ist das Hashtag so gesehen gar nicht von ihm. Nachdem er im TV die Verhandlungen über die US-Schuldenkrise verfolgt hat, war er ziemlich pissed und twitterte: “Hey, Washington assholes, it’s our country, our economy, our money. Stop fucking with it.”
Und weiter: ”That’s all I was going to say. I had no grand design on a revolution. I just wanted to get that off my chest. That’s what Twitter is for: offloading chests. Some people responded and retweeted, which pushed me to keep going, suggesting a chant: “FUCK YOU WASHINGTON.” Then the mellifluously monikered tweeter @boogerpussy suggested: “.@jeffjarvis Hashtag it: #FUCKYOUWASHINGTON.” Damn, I was ashamed I hadn’t done that. So I did.”
Manche meinen nun, die #fickdichberlin-Nummer wäre ne billige Nachmache, sowieso nur Genörgel und man sollte doch selbst kreativ werden, so Nico Lumma auf seinem Blog.
Mal gucken, ob wir morgen noch darüber reden. Thorsten meinte, man sollte doch mal eine Tweet-Welle mit #dntfckwthstgt starten.
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Video-Fundstücke
Am 31. Mai 2011, 12:29 Uhr von Thorsten W.
Ein paar sehr nette Videos, gefunden letzte Woche:
Das Original lief glaube ich mal auf VH-1, ich hab ne sehr witzige Folge mit Pamela Anderson gesehen. Bester Satz hier: “The only thing more popular than your ‘like’-button is myspace’s ‘delete profile’-button”.
Sehr nette und einfache Idee, sehr sympathisch, New York regiert.
Die CDU zeigt Medienkompetenz. Hätte man wahrscheinlich nicht anders erwartet.
Und wie bei jedem anderen Unternehmen sind die Azubis bei BMW voll funky. So was sollte man einfach nicht machen. Nie.
Montagmorgen ist dann noch das hier aufgepoppt: Justin Timberlake, Lady Gaga und noch jemand. “Do the dick propeller”.
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Wahlwerbung
Am 18. Feb 2011, 15:09 Uhr von Thorsten W.
Jungs und Mädels, am 27. März wird gewählt. Landtagswahl in Baden-Württemberg (oben übrigens ein offizielles Motiv der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg). Wahrscheinlich so spannend wie schon sehr lange nicht mehr. Nach gefühlten 150 Jahren besteht eine echte Chance, dass nicht mehr die CDU Regierung und Ministerpräsident stellt. Stuttgart 21 macht’s möglich, wir kennen die Geschichte.
Seit einigen Tagen hängen auch die obligatorischen Wahlplakate. Und ich muss sagen: Mich kotzt das so dermaßen an. An jeder Straße grinsen mich diese Fressen an und ich muss mich immer wieder unweigerlich fragen, ob die für die Wahlwerbung Verantwortlichen ernsthaft glauben, dass ich Kandidat X wähle, weil ich seine Fresse auf einem Plakat am Straßenrand sehe.
Bei der letzten Bundestagswahl hatte ich ja kurz Hoffnung, aber wurde bald wieder eines Besseren belehrt: Immer noch, so wie seit gefühlten 150 Jahren, scheint man der Meinung zu sein, dass Politiker-Gesichter das Ding verkaufen. Verstehe ich nicht. Was sagt mir das Gesicht? Ist der Politiker (die Politikerin) sympathisch? Ist er jung oder alt? Runzlig oder geliftet? So what? Komplett austauschbar. Komplett.
Gut, kann man sagen, ist ja klar. Man sieht einem Menschen natürlich (natürlich) nicht an, ob er von der CDU oder von der SPD kommt. Klar. Nur: Das Erschreckende ist, dass es bei den so genannten “Themenplakaten” auch nicht so ist. Komplett austauschbar. Phrasen, die gefühlt 150 Jahre alt sind, abgedroschen und langweilig.
Diese beiden Erkenntnisse möchte ich mit einem kleinen Spiel demonstrieren: Ich hab mir die Mühe gemacht, aus den aktuellen Plakaten der vier großen Parteien Namen, Logos und Farben raus zu retuschieren. Und als Bonus gibt’s noch Fotos von Kandidaten. Nicht die Spitzenkandidaten, das wäre ja einfach, sondern Kandidaten aus den Wahlkreisen (ich glaube überwiegend Stuttgart). Die Namen finden sich im Bildnamen, aber das hilft natürlich auch nicht weiter.
Und jetzt geht’s los:
Welches Plakat gehört zu welcher Partei? Gut, ist teilweise vielleicht nicht so schwer, die ein oder andere Partei hat es tatsächlich geschafft, eine Art Corporate Design zu schaffen, das auch erkennbar ist.Aber dann wird’s schwer:
Welcher Politiker gehört zu welcher Partei? Macht keinen Sinn? Genau! Macht so viel Sinn wie meine geliebten Politiker-Gesichter-Plakate.(Wer spickeln will: Das Designtagebuch hat eine sehr schöne Analyse der BW-Wahlplakate. Und ab dem 28. Februar gibt es auch wieder den Wahl-O-Mat zur leichteren Wahlentscheidung.)
Zum Nachgucken:
CDU
Die Grünen
FDP
SPDUnd dann gab’s zum Thema die Woche noch diese Geschichte – und ich weiß wirklich nicht was peinlicher ist. Die Aktion von der CDU oder die besserwisserische Schadenfreude von der SPD:
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Skandal: Stuttgart ist nicht die Mutterstadt sondern die Musterstadt!
Am 18. Feb 2010, 09:55 Uhr von martin
Kessel.TV enthüllt was Stuttgart-Basher es schon immer wussten: Stuttgart ist völlig 0815. Totale Langeweile. Kennste eine Straße, kennste alle. Wie ausm Katalog. Austauschbar. Und dann erst die ganzen Kleingärten auf der Königstraße, unerträglich.
Noch schlimmer: Stuttgart ist namenlos. Das Wort Stuttgart gibt es gar nicht, sondern spukt nur in einer Handvoll Köpfen herum. Denn: Wir sind eigentlich Musterstadt!
Auf diese Niederlage muss ich erst mal einen trinken.
Euer
Max Musterram
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Wahl-Nachwehen
Am 6. Okt 2009, 08:08 Uhr von martin
Wahlkampf mit Folgen: Der Stuttgarter CDU-Politiker Stephan Kaufmann hat sich einen kleinen Fauxpas geleistet und für obigen Wahlspot ungefragt die Titelmelodie der “Sendung mit der Maus” verwendet, wie heute auf der Stuttgarter Zeitung nachzulesen ist.
Über die Konsequenzen wird gerade diskutiert, wie es in der Zeitung heißt. Eine Verletzung des Urheberrechts kann auch auf jeden Fall für einen Politiker gnadenlos sein.
“Umso weniger erfreut ist man in Köln, dass Kaufmanns Spot mit der Maus-Melodie wochenlang in Stuttgarter Kinos lief. Der Fall liegt nun zur Prüfung in der Rechtsabteilung des WDR. Sollten die Justiziare zum Schluss kommen, dass Kaufmann die Melodie widerrechtlich abgekupfert hat, droht eine Klage wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht. Dafür kann eine Geld-, in schweren Fällen sogar eine Freiheitsstrafe verhängt werden.”
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Freiheit und Gerechtigkeit
Am 2. Sep 2009, 08:40 Uhr von martin
Wenn wir schon in Bundestagswahl-Mood sind, dürfen wir natürlich nicht die fabelhafte Junge Union vergessen. Ich weiß nicht wie sich die lokalen schwarzen Jungspunde verkaufen, die aus Berlin/Brandenburg haben es aber definitiv drauf, wie folgendes Video beweist.
(Ob das ernst gemeint ist oder es sich um einen Satirebeitrag handelt, kann leider schwer beurteilen.)
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