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    KTV-Classic: Die Ed Hardys der 90er: Doc Martens

    Am 8. Nov 2010, 14:30 Uhr von martin

    Jaja, bevor jemand heult: Die Überschrift ist natürlich 8lochmässig falsch. Aber ich dachte mir,wir bleiben bissle in der Spur. Außerdem waren in den frühen 90ern die ugly Dinger ebenfalls kurzzeitig ziemlich angesagt, ganz abgesehen davon, dass das Schuhwerk, erfunden von Dr. Klaus Märtens nach Ende des 2. Weltkrieges, in einigen Kulturkreisen seit Jahrzehnten Kultstatus genießt.

    Allerdings nie bei mir: Ich habe Docs – wie später Buffalos – schon immer verachtet. Liegt vielleicht daran, dass ich noch nie im Leben eine Punk-, Wave- oder Skinhead-Phase hatte.

    Wie zum Beispiel die Heike: Die Heike war in meiner Klasse die Quoten-Waverin. Um dahin zu kommen, machte sie eine schleichende Metamorphose im Laufe der Schuljahre durch. Zunächst probierte sie mehrere Side- und Undercut-Variationen in Kombination mit beängstigend vielen Haarfarben aus, ein handelsüblicher Regenbogen war ein ausgeblasster Dreck dagegen.

    Später wurde ihr Outfit immer schwarzer und ihr Gesicht immer bleicher (geschminkt). Eines Tages schwebte sie in bodenlanger, schwarzer Kutte, stilistisch orientiert also am Sensenmann, ins Klassenzimmer ein. Auf Doc Martens natürlich.

    Auch wenn Heike aussah wie der Tod, haben wir sie trotzdem gemocht. Im Schullandheim hat sie uns sogar beigebracht wie Waver tanzen. War aber relativ lame, wie gelangweilte Internetgören sagen. Ein Schritt vor und dabei bissle leicht vorgebeugt mit dem Oberkörper wackeln, und dann wieder ein Schritt zurück. Man musste glaub die Musik fühlen (Depeche Mode natürlich, was anderes war nicht greifbar). Wir fühlten aber lieber den harten Linoleum-Boden, wenn es uns nach einem verpatzten Breakdance-Move wieder mal auf die Fresse legte.

    Mitunter meines eher schwarzen Musikhintergrunds zwischen HipHop und Techno waren Docs für mich noch nie eine Besohlungsoption. Genauer gesagt, Docs waren einfach ein absolutes No-Go, auch wenn sie damals nicht nur die Heike, sondern zunehmend mehr Leute um mich herum trugen; darunter gerne viele Gymnasiasten, deren Pubertät in eine (innerliche) mehrjährige Rebellion gegen alles und jenes umschlug, interessanterweise hauptsächlich Töchter und Söhne von Akademikern.

    Meine Mutter hätte mir auch niemals ein Pärchen gekauft („Springerstiefel? Ha noi, die kommet mir net ins Haus!“). Und dann immer noch dieses Schnürsenkelgetue, rot links, weiß rechts, grün gegen Waldsterben oder was weiß denn ich… Zugegeben, quietsch bunte Fat Laces waren auch bei unseren ersten Nikes ein sehr wichtiges Statement.

    Jede Szene hat eben ihre (modischen) Symbole, Docs sind ein besonders trendresistentes, streng über die Jahre konserviert in ganz bestimmten abgesteckten Milieus.

    Nun haben Docs scheinbar wieder ihre angestammten Grenzen verlassen und sind Trend, wie zumindest schon seit ein, zwei Winter diverse Blogs behaupten und auch irgendwelche Special Kollabos ankündigen. Schlimmer kann es eigentlich kaum kommen. Falsch, vor ein paar Jahren schwappte aus London mal die Botschaft rüber, dass Birkenstocks der Shit der Saison sind. Sind sie ja auch, in meinen vier Wänden und raus bis zu Mülltonne.

    Nun, wo ein Trend ist, ist z.B. der Tobsen nicht weit. Der schreibt vor einer Woche auf FB ungefähr: „Ey Leute, auf was muss man bei Docs achten? 8-eye schon klar, aber was noch?“

    Ich: “Ey, bitte.”

    “Was ist los, sag mal?”, fragte er.

    “Ey Alta, ganz ehrlich, der Schuh ist absoluter Dreck! Der Einzige, der Docs darf ist unser Setzer!”

    Awa und ich hätte keine Ahnung und überhaupt, das ist ein super Winterstiefel!

    Daraufhin meinte ich: “Ganz ehrlich, bevor ich mir Docs kaufen würde, hol ich mir fürn Winter lieber ein Pärchen Timberlands!”

    Den Spruch fand wiederum mein alter Freund Thorsten nicht ganz so cool und hat sich auf die Seite von Tobsen geschlagen. Denn, ich hätte es wissen müssen, die beiden klonen sich modisch seit einiger Zeit recht gerne, Thorsten kauft sich jetzt natürlich ein paar Docs mit scheinbar derselben Argumentation: „Super Winterstiefel“. Ein Freund bringt im direkt welche aus London mit! WTF und OMG.

    Konnte aber zu meiner Beruhigung mit Majde, Baris und Alex prompt eine Docs-Hater-Fraktion aufmachen, die sich mit mir gleich mit amüsiert haben. Gründe jetzt noch eine StudiVZ-Gruppe, “I hate Doc(g)s”. Sehr praktisch, eine Fliege mit zwei Klappen geschlagen, äh, gleich zwei Ratten mit fünf Wintergärten beschossen.

    Jaja, bevor jemand heult: Die Überschrift ist natürlich 8lochmässig falsch. Aber ich dachte mir,wir bleiben bissle in der Spur. Außerdem waren in den frühen 90ern die ugly Dinger ebenfalls kurzzeitig ziemlich angesagt, ganz abgesehen davon, dass das Schuhwerk, erfunden von Dr. Klaus Märtens nach Ende des 2. Weltkrieges, in einigen Kulturkreisen seit Jahrzehnten Kultstatus genießt. Allerdings nie bei mir: Ich habe Docs – wie später Buffalos - schon immer verachtet. Liegt vielleicht daran, dass ich noch nie im Leben eine Punk-, Wave- oder Skinhead-Phase hatte. Wie zum Beispiel die Heike: Die Heike war in meiner Klasse die Quoten-Waverin. Um dahin zu kommen, machte sie eine schleichende Metamorphose im Laufe der Schuljahre durch. Zunächst probierte sie mehrere Side- und Undercut-Variationen in Kombination mit beängstigend vielen Haarfarben aus, ein handelsüblicher Regenbogen war ein ausgeblasster Dreck dagegen. Später wurde ihr Outfit immer schwarzer und ihr Gesicht immer bleicher (geschminkt). Eines Tages schwebte sie in bodenlanger, schwarzer Kutte, stilistisch orientiert also am Sensenmann, ins Klassenzimmer ein. Auf Doc Martens natürlich. Auch wenn Heike aussah wie der Tod, haben wir sie trotzdem gemocht. Im Schullandheim hat sie uns sogar beigebracht wie Waver tanzen. War aber relativ lame, wie gelangweilte Internetgören sagen. Ein Schritt vor und dabei bissle leicht vorgebeugt mit dem Oberkörper wackeln, und dann wieder ein Schritt zurück. Man musste glaub die Musik fühlen (Depeche Mode natürlich, was anderes war nicht greifbar). Wir fühlten aber lieber den harten Linoleum-Boden, wenn es uns nach einem verpatzten Breakdance-Move wieder mal auf die Fresse legte. Mitunter meines eher schwarzen Musikhintergrunds zwischen HipHop und Techno waren Docs für mich noch nie eine Besohlungsoption. Genauer gesagt, Docs waren einfach ein absolutes No-Go, auch wenn sie damals nicht nur die Heike, sondern zunehmend mehr Leute um mich herum trugen; darunter gerne viele Gymnasiasten, deren Pubertät in eine (innerliche) mehrjährige Rebellion gegen alles und jenes umschlug, interessanterweise hauptsächlich Töchter und Söhne von Akademikern. Meine Mutter hätte mir auch niemals ein Pärchen gekauft („Springerstiefel? Ha noi, die kommet mir net ins Haus!“). Und dann immer noch dieses Schnürsenkelgetue, rot links, weiß rechts, grün gegen Waldsterben oder was weiß denn ich... Zugegeben, quietsch bunte Fat Laces waren auch bei unseren ersten Nikes ein sehr wichtiges Statement. Jede Szene hat eben ihre (modischen) Symbole, Docs sind ein besonders trendresistentes, streng über die Jahre konserviert in ganz bestimmten abgesteckten Milieus. Nun haben Docs scheinbar wieder ihre angestammten Grenzen verlassen und sind Trend, wie zumindest schon seit ein, zwei Winter diverse Blogs behaupten und auch irgendwelche Special Kollabos ankündigen. Schlimmer kann es eigentlich kaum kommen. Falsch, vor ein paar Jahren schwappte aus London mal die Botschaft rüber, dass Birkenstocks der Shit der Saison sind. Sind sie ja auch, in meinen vier Wänden und raus bis zu Mülltonne. Nun, wo ein Trend ist, ist z.B. der Tobsen nicht weit. Der schreibt vor einer Woche auf FB ungefähr: „Ey Leute, auf was muss man bei Docs achten? 8-eye schon klar, aber was noch?“ Ich: "Ey, bitte." "Was ist los, sag mal?", fragte er. "Ey Alta, ganz ehrlich, der Schuh ist absoluter Dreck! Der Einzige, der Docs darf ist unser Setzer!" Awa und ich hätte keine Ahnung und überhaupt, das ist ein super Winterstiefel! Daraufhin meinte ich: "Ganz ehrlich, bevor ich mir Docs kaufen würde, hol ich mir fürn Winter lieber ein Pärchen Timberlands!" Den Spruch fand wiederum mein alter Freund Thorsten nicht ganz so cool und hat sich auf die Seite von Tobsen geschlagen. Denn, ich hätte es wissen müssen, die beiden klonen sich modisch seit einiger Zeit recht gerne, Thorsten kauft sich jetzt natürlich ein paar Docs mit scheinbar derselben Argumentation: „Super Winterstiefel“. Ein Freund bringt im direkt welche aus London mit! WTF und OMG. Konnte aber zu meiner Beruhigung mit Majde, Baris und Alex prompt eine Docs-Hater-Fraktion aufmachen, die sich mit mir gleich mit amüsiert haben. Gründe jetzt noch eine StudiVZ-Gruppe, "I hate Doc(g)s". Sehr praktisch, eine Fliege mit zwei Klappen geschlagen, äh, gleich zwei Ratten mit fünf Wintergärten beschossen.

     
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  • 108

    KTV-Classic: Die Ed Hardys der 90er:
    Der Chiemsee Pulli

    Am 19. Mai 2010, 11:01 Uhr von martin

    Eine sehr lose Serie, die vor langer Zeit mit den berühmten Buffalo-Schuhen begonnen hat, führen wir heute fort und zwar mit Sozialneid 1992: der Chiemsee Pulli.

    War der Buffalo-Schuh in den Mid-90ies schnell in der eher asseligen Schublade gelandet, war ein paar Jahre zuvor der Chiemsee-Pulli voreilig als “Bonzenuniform” verschrieen (war zumindest bei uns so, das Wort “Bonze” darf man hierbei aber nicht allzu überbewerten) und verschärfte zudem rasant den Markenwahn bzw. Markendruck auf deutschen Schulhöfen.

    Warum es soweit kam, kann man nur spekulieren. Chiemsee war eigentlich in der Surfszene verwurzelt. Surfen hatte zu der Zeit einen kleinen Hype und wahrscheinlich wollten alle Nicht-Hang-Looser mit dem waghalsigen Jumper auf dem Rücken ein gewisses Sunnygirl/boy-Feeling suggerieren.

    Auch ich als Anti-Surfer hätte gerne einen gehabt, aber meine Muddi sah das überhaupt nicht ein (die guten Teile notierten meiner Erinnerung nach bei bei einem Stückpreis von 150 Mack und darüber hinaus) und mein Taschengeld und Zeitungsaustrage-Kohle war dafür definitiv zu spärlich. So war das eben, damals, kurz nach dem Krieg, äh, der Wende. Oooooh, armer Rammy.

    Der Chiemsee-Pulli steht übrigens stellvertretend für das ganze “Best-Company-Blue-System-alles-ausm-Campus”-Gedöns. Kam ja alles so zeitgleich. Und konnte ich mir alles zeitgleich nicht leisten. Die Qualität liess oft zu wünschen übrig.

    Das typische Chiemsee-Design sah bzw. sieht übrigens so aus.

    Chiemsee gibt es auch heute noch, ich kenne aber niemanden, der das trägt. Nicht mal meine Surf-Kumpels.

    Eine sehr lose Serie, die vor langer Zeit mit den berühmten Buffalo-Schuhen begonnen hat, führen wir heute fort und zwar mit Sozialneid 1992: der Chiemsee Pulli. War der Buffalo-Schuh in den Mid-90ies schnell in der eher asseligen Schublade gelandet, war ein paar Jahre zuvor der Chiemsee-Pulli voreilig als "Bonzenuniform" verschrieen (war zumindest bei uns so, das Wort "Bonze" darf man hierbei aber nicht allzu überbewerten) und verschärfte zudem rasant den Markenwahn bzw. Markendruck auf deutschen Schulhöfen. Warum es soweit kam, kann man nur spekulieren. Chiemsee war eigentlich in der Surfszene verwurzelt. Surfen hatte zu der Zeit einen kleinen Hype und wahrscheinlich wollten alle Nicht-Hang-Looser mit dem waghalsigen Jumper auf dem Rücken ein gewisses Sunnygirl/boy-Feeling suggerieren. Auch ich als Anti-Surfer hätte gerne einen gehabt, aber meine Muddi sah das überhaupt nicht ein (die guten Teile notierten meiner Erinnerung nach bei bei einem Stückpreis von 150 Mack und darüber hinaus) und mein Taschengeld und Zeitungsaustrage-Kohle war dafür definitiv zu spärlich. So war das eben, damals, kurz nach dem Krieg, äh, der Wende. Oooooh, armer Rammy. Der Chiemsee-Pulli steht übrigens stellvertretend für das ganze "Best-Company-Blue-System-alles-ausm-Campus"-Gedöns. Kam ja alles so zeitgleich. Und konnte ich mir alles zeitgleich nicht leisten. Die Qualität liess oft zu wünschen übrig. Das typische Chiemsee-Design sah bzw. sieht übrigens so aus. Chiemsee gibt es auch heute noch, ich kenne aber niemanden, der das trägt. Nicht mal meine Surf-Kumpels.

     
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  • 7

    WzKLdJ – die Kandidaten:
    Die Uggs, die Uggalos & die Edggalos

    Am 22. Dez 2009, 19:00 Uhr von martin

    Ende Oktober stellten wir freudig die erste Dame im Team vor. Zwei Tage später debütierte Jana mit ihrem Ugg Boots-Eintrag und sorgte prompt für eine ausufernde Diskussion.

    Es hätte wohl nicht mehr viel gefehlt und ich hätte die Dinger ein paar Wochen später ebenfalls zerrissen. Während meines USA-Aufenthalts im September hat mich an jeder Straßenecke die Schafherde überrollt. Ich dachte eigentlich, die Dinger sind längst begraben oder auf allen Dachböden dieser Erde verstaut.

    Der Ugg-Eintrag ist wiederum auch ein Beweis wie gut das Zusammenspiel zwischen Blog und unseren Lesern funktioniert.

    Relativ früh meinte Leser Marcus in den Ugg-Kommentaren, man müsste doch, um einen ordentlichen Reibach zu machen, nur den Ugg mit dem Buffalo klonen – ich bin allein bei der Vorstellung weggebrochen vor Lachen. Ein paar Wochen später hat Marcus den “Uggalo” eingeschickt – großartig!

    Aber es sollte am selben Tag noch besser kommen: Leser Swen wiederum ließ der Uggalo keine Ruhe – er musste kurzerhand den Edggalo nachlegen! Ein traumhafter Tag für uns. So macht das alles hier gleich noch viel mehr Spass.

    Der Publikumspreis sozusagen geht von meiner Seite aus auf jeden Fall an die Uggalos & die Edggalos.

    www.kessel.tv/uggs-oder-wie-ein-klischee-die-stadt-erobert/

    www.kessel.tv/weltneuheit-die-uggalos/

    Ende Oktober stellten wir freudig die erste Dame im Team vor. Zwei Tage später debütierte Jana mit ihrem Ugg Boots-Eintrag und sorgte prompt für eine ausufernde Diskussion. Es hätte wohl nicht mehr viel gefehlt und ich hätte die Dinger ein paar Wochen später ebenfalls zerrissen. Während meines USA-Aufenthalts im September hat mich an jeder Straßenecke die Schafherde überrollt. Ich dachte eigentlich, die Dinger sind längst begraben oder auf allen Dachböden dieser Erde verstaut. Der Ugg-Eintrag ist wiederum auch ein Beweis wie gut das Zusammenspiel zwischen Blog und unseren Lesern funktioniert. Relativ früh meinte Leser Marcus in den Ugg-Kommentaren, man müsste doch, um einen ordentlichen Reibach zu machen, nur den Ugg mit dem Buffalo klonen - ich bin allein bei der Vorstellung weggebrochen vor Lachen. Ein paar Wochen später hat Marcus den "Uggalo" eingeschickt - großartig! Aber es sollte am selben Tag noch besser kommen: Leser Swen wiederum ließ der Uggalo keine Ruhe - er musste kurzerhand den Edggalo nachlegen! Ein traumhafter Tag für uns. So macht das alles hier gleich noch viel mehr Spass. Der Publikumspreis sozusagen geht von meiner Seite aus auf jeden Fall an die Uggalos & die Edggalos. www.kessel.tv/uggs-oder-wie-ein-klischee-die-stadt-erobert/ www.kessel.tv/weltneuheit-die-uggalos/

     
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    KTV-Classic: Die Uggalos
    Update: Der Edggalo

    Am 18. Nov 2009, 10:16 Uhr von martin

     

    uggalos_edhardy

    Einen wunderschönen guten Morgen meine Damen und Herren,

    zwei Schuhimperatoren haben sich vereint und für eine exklusive H&M-Kollektion den Uggalo entworfen!

    Der Uggalo ist ab heute für schlappe 399 Euro in ausgewählten Filialen erhältlich, darunter auch im großen H&M in der Königstraße.

    Den Kunden wird dabei empfohlen Vollkörperschutz zu tragen, den man freilich auch im H&M erwerben kann. Erst kürzlich kam es im Rahmen der Jimmy Schmu Kollektion zu dramatischen, blutigen Szenen. Busy Icer wird bis heute vermisst.

    Der Uggalo ist die Fusion des Besten vom Besten: Pro Uggalo worden zwei Tonnen feinster thailändischer Kautschuk (gezapft bei se Bücks) und Wolle von 20 Schafen verarbeitet. Das hat natürlich seinen Preis.

    Das Laufgefühl ist dafür großartig. Sie gehen wie auf Wolken, überragen ganz ohne lästige hohe Absätze ihre Mitbürger und haben dabei auch noch wollig pisswarme Füsse.

    Prominente Träger wie der Ministerpräsident in Warteschleife, Stefan Mappus, schwärmt von seinen neuen Errungenschaften: “Diese Uggalos verleihen mir Flügel und haben mir  bereits hohe Sympathiewerte im Landtag eingebracht – durch alle Parteien hinweg. Die Grünen kleben an meinen Füssen. Ich fühle mich als könnte ich nun S21 mit eigenen Händen im Alleingang bauen!”

    Und der fernsehbekannte Schuldenberater Peter Zwegart sagt: “Mit diesen Schuhen kann man durch dick und dünn gehen. Mein Willkommensgeschenk an meine verschuldeten Kunden. Ich will damit ein Zeichen setzen: Es geht wieder aufwärts.”

    Schlagen auch Sie jetzt zu und sichern Sie sich ein Paar von den limitierten fünf Millionen Uggalos in der H&M-Filiale ihres Vertrauens.

    Ihr Schaf

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      Einen wunderschönen guten Morgen meine Damen und Herren, zwei Schuhimperatoren haben sich vereint und für eine exklusive H&M-Kollektion den Uggalo entworfen! Der Uggalo ist ab heute für schlappe 399 Euro in ausgewählten Filialen erhältlich, darunter auch im großen H&M in der Königstraße. Den Kunden wird dabei empfohlen Vollkörperschutz zu tragen, den man freilich auch im H&M erwerben kann. Erst kürzlich kam es im Rahmen der Jimmy Schmu Kollektion zu dramatischen, blutigen Szenen. Busy Icer wird bis heute vermisst. Der Uggalo ist die Fusion des Besten vom Besten: Pro Uggalo worden zwei Tonnen feinster thailändischer Kautschuk (gezapft bei se Bücks) und Wolle von 20 Schafen verarbeitet. Das hat natürlich seinen Preis. Das Laufgefühl ist dafür großartig. Sie gehen wie auf Wolken, überragen ganz ohne lästige hohe Absätze ihre Mitbürger und haben dabei auch noch wollig pisswarme Füsse. Prominente Träger wie der Ministerpräsident in Warteschleife, Stefan Mappus, schwärmt von seinen neuen Errungenschaften: "Diese Uggalos verleihen mir Flügel und haben mir  bereits hohe Sympathiewerte im Landtag eingebracht - durch alle Parteien hinweg. Die Grünen kleben an meinen Füssen. Ich fühle mich als könnte ich nun S21 mit eigenen Händen im Alleingang bauen!" Und der fernsehbekannte Schuldenberater Peter Zwegart sagt: "Mit diesen Schuhen kann man durch dick und dünn gehen. Mein Willkommensgeschenk an meine verschuldeten Kunden. Ich will damit ein Zeichen setzen: Es geht wieder aufwärts." Schlagen auch Sie jetzt zu und sichern Sie sich ein Paar von den limitierten fünf Millionen Uggalos in der H&M-Filiale ihres Vertrauens. Ihr Schaf Vor kurzer Zeit hatten wir eine intensive Diskussion über UGG-Boots. Da fiel auch der Kommentar von Leser Marcus: "Ich überlege gerade eine UGG-Serie mit Buffalo-Sohlen zu entwerfen… das müsste die Weltherrschaft garantieren!" Ich hab mich bei der Vorstellung bepisst vor Lachen, wollte eigentlich schon den Krupa anrufen und ihn darum bitten, kurzerhand graphisch solch einen Klon zu zaubern. Aber der Gute ist wegen Umzug bissle im Stress, also hab ihn geschont. Marcus hat das einfach mal so selbst übernommen und uns gestern seinen Uggalo geschickt. Thanks.

     
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  • 40

    Die Ed Hardys der 90er:
    Der Buffalo Schuh

    Am 10. Jun 2009, 15:05 Uhr von martin

    Okay, wir haben wirklich viel über Ed Hardy gelästert, aber gerade in 90ern gab es ähnliche modische Todsünden. Ganz vorne dabei war natürlich diese hier:

    buffalo_2

    Schuhfabrikant Buffalo hat sich mit dieser Kautschuk-Verschwendung vermutlich doppelt und dreifach frisch gemacht.

    Wenn ich mich recht erinnern kann, haben die Dinger zwischen 220 bis 250 Mark gekostet, und es gab in Stuttgart (bzw. in der Region) kaum einen Raver und kaum eine Töse, der bzw. die nicht auf den breitesten Schlappen aller Zeiten stand. Sehr beliebte Grundausrüstung auch im Hallschlag (in der unschlagbaren Kombination mit aufgeschlitzter Jeans).

    Man weiß gar nicht mehr so recht, wann genau diese Ziegelsteine von der Bildfläche verschwanden. Ich weiß nur noch, dass unter diesen Gummisohlen Stuttgarter Gehwege, Tanzflächen und natürlich die Anti-Buffalo-Träger extrem stark gelitten haben und dieser Schuh irgendwann das Horscht-Symbol schlechthin war (und übrigens auch bei jedem Türsteher sofort Code Red auslöste. Ähm, sorry du, also heute nicht…).

    Und ich schwör bei Gott und bei meiner Mutter, ich hatte nie welche! Und wenn nicht der Thorsten welche hatte, dann bestimmt der Krupa ;) . So, wer outet sich jetzt?

    Okay, wir haben wirklich viel über Ed Hardy gelästert, aber gerade in 90ern gab es ähnliche modische Todsünden. Ganz vorne dabei war natürlich diese hier: Schuhfabrikant Buffalo hat sich mit dieser Kautschuk-Verschwendung vermutlich doppelt und dreifach frisch gemacht. Wenn ich mich recht erinnern kann, haben die Dinger zwischen 220 bis 250 Mark gekostet, und es gab in Stuttgart (bzw. in der Region) kaum einen Raver und kaum eine Töse, der bzw. die nicht auf den breitesten Schlappen aller Zeiten stand. Sehr beliebte Grundausrüstung auch im Hallschlag (in der unschlagbaren Kombination mit aufgeschlitzter Jeans). Man weiß gar nicht mehr so recht, wann genau diese Ziegelsteine von der Bildfläche verschwanden. Ich weiß nur noch, dass unter diesen Gummisohlen Stuttgarter Gehwege, Tanzflächen und natürlich die Anti-Buffalo-Träger extrem stark gelitten haben und dieser Schuh irgendwann das Horscht-Symbol schlechthin war (und übrigens auch bei jedem Türsteher sofort Code Red auslöste. Ähm, sorry du, also heute nicht...). Und ich schwör bei Gott und bei meiner Mutter, ich hatte nie welche! Und wenn nicht der Thorsten welche hatte, dann bestimmt der Krupa ;). So, wer outet sich jetzt?

     
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